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Video Wegen neuer Studie: Greenpeace wirft EZB klimaschädliche Geldpolitik vor

Gleitschirm-Flieger:innen steuerten am Mittwoch auf das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main zu. Es waren Greenpeace-Demonstrierende, die ein Zeichen gegen die laut ihnen klimaschädliche Geldpolitik der EZB setzen wollten. Zwei landeten auf dem Dach eines Eingangs, um ein Banner aufzuhängen mit der Aufschrift "Stop funding climate killers" - übersetzt "stoppen Sie die Finanzierung von Klimakillern" - oder Klimasündern. Greenpeace hatte am selben Tag eine Studie veröffentlicht, die am Beispiel akzeptierter Kreditsicherheiten bei Unternehmensanleihen belegen soll, dass die EZB besonders klimaschädliche Unternehmen massiv bevorzuge. Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas: "Wir haben in unseren Studien nachgewiesen, dass die billionenschweren Hilfsprogramme der EZB massiv klimaschädlichen Unternehmen zugutekommen. Und das muss unbedingt ein Ende haben. Wir fordern von der Europäischen Zentralbank eine Kehrtwende. Uns sollte aber klar sein, dass der größte Blockierer dieser klimafreundlichen Kehrtwende hier in Deutschland in der Deutschen Bundesbank sitzt, nämlich Herr Jens Weidmann, der eine klimafreundliche Geldpolitik immer noch blockiert. " Ein weiterer Gleitschirm-Flieger kreiste um das Gebäude herum und zog ein Banner hinter sich her mit der Aufschrift: "Act on climate now!" - zu deutsch: "Handeln Sie jetzt für das Klima!". Die neue Studie analysiert das Rahmenwerk zu den akzeptierten Kreditsicherheiten der Europäischen Zentralbank. Besonders kritisch bewertet Greenpeace, dass Anleihen von klimaschädlichen Emittenten bei der Risikoeinschätzung von niedrigeren Abschlägen profitieren würden, während die EZB klimafreundlichere Sektoren als riskanter einstufe und mit höheren Abschlägen versehe.
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Gleitschirm-Flieger:innen steuerten am Mittwoch auf das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) zu, um ein Banner aufzuhängen.

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