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Video Westliche Staaten bieten Hongkongern Hilfe an

Mehr als 300 Demonstrierende hat die Hongkonger Polizei laut eigenen Angaben am Mittwoch festgenommen, die gegen das am Dienstag in Kraft getretene neue Sicherheitsgesetz protestiert hatten. Wasserwerfer und Pfefferspray setzten die Einsatzkräfte ein, um die Menschen auseinanderzutreiben. Am nächsten Morgen äußern sich Hongkongs Bürger zur angespannten Lage in ihrer Stadt. Seit gestern können Hongkonger lebenslange Haft als Höchststrafe für Vergehen bekommen, die Chinas Behörden als Subversion, Abspaltung und Terrorismus werten. "In Hongkong gibt es eine tief sitzende Leidenschaft für Demokratie. Und Kultur ist etwas, das wirklich schwierig zu verändern ist. Also bin ich mir sicher, dass es eine Gruppe geben wird, die weiter für politische Reformen kämpfen wird." "Die Bürger Hongkongs werden Hongkong weiter lieben und für seine Freiheit kämpfen. Und deswegen werden die Proteste weitergehen." Das Gesetz stößt nicht nur bei vielen der 7,5 Millionen Hongkonger auf harsche Kritik. Die USA stünden nicht untätig daneben, während China Hongkong in seinem autoritären Schlund verschlinge, erklärte US-Außenminister Mike Pompeo. Die USA haben bereits damit begonnen, ihre Sonderregelungen für Hongkong auszusetzen. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sagte, dass rund drei Millionen Einwohnern der früheren Kolonie, die Anspruch auf einen Pass der British National Overseas haben, der Weg zur britischen Staatsbürgerschaft ermöglicht werde. Australiens Premierminister Scott Morrison erwähnte am Donnerstag, dass Pläne für die Aufnahme von Geflüchteten aus Hongkong bereits vorliegen würden. Das von China als abtrünniger Teil der Volksrepublik betrachtete Taiwan hat am Donnerstag angekündigt, ein Büro zu eröffnen, um Menschen zu helfen, die in Erwägung zögen, Hongkong zu verlassen. Seit dem Beginn der Proteste gegen das Sicherheitsgesetz im Jahr 2019 haben bereits rund 200 Menschen Hongkong in Richtung Taiwan verlassen.
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Großbritanniens Premierminister will drei Millionen Hongkongern die britische Staatsbürgerschaft ermöglichen. Australien erwägt die Aufnahme von Geflüchteten.

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