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Video WHO-Studie: Remdesivir hilft nicht bei Covid-19-Infektionen

Das Ebola-Medikament Remdesivir des US-Konzerns Gilead Sciences hat offenbar keinen substanziellen Einfluss auf die Heilung von Covid-19-Patienten. Das habe eine Studie der Weltgesundheitsorganisationen ergeben, berichtete die "Financial Times" am Donnerstag. Neben Remdesivir seien auch die Medikamente Hydroxychloroquine, Lopinavir und Interferon getestet worden. Keines der Medikamente hätten die Sterblichkeit bei Covid-19-Patienten signifikant gesenkt oder die Heilung beschleunigt. Die Weltgesundheitsorganisation wollte die Ergebnisse bislang nicht kommentieren, da die Studie noch im sogenannten Peer-Review-Verfahren auf Fehler überprüft werden muss. Sollten sich die Erkenntnisse bestätigen, bleibt zur Behandlung von Covid-19-Patienten nur Dexamethasone. Das Steroid ist günstig, weltweit verfügbar und wird von der WHO bei schweren Verläufen empfohlen. Unter anderem US-Präsident Donald Trump war nach seiner Ansteckung mit dem Coronavirus damit behandelt worden. Die Europäische Union hat beim Remdesivir-Hersteller Gilead Sciences bis zu 500.000 Dosen Remdesivir bestellt und dafür mehr als eine Milliarde Euro bezahlt. Das hatte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Auch andere Länder hatten das Medikament geordert.
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Auch andere Medikamente, in die große Hoffnungen gesetzt worden waren, seien wirkungslos, so eine unveröffentlichte WHO-Studie.

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