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Video Wissenschaftler wollen Nördliches Breitmaulnashorn retten

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, dass sich internationaler Wissenschaftler und Experten im Biorescue-Team vorgenommen haben. Sie wollen das Nördliche Breitmaulnashorn vor dem Aussterben bewahren. Durch künstliche Befruchtung haben die Wissenschaftler jetzt fünf lebensfähige Embryonen erzeugt, mit denen sie ein Zuchtprogramm starten wollen, sagte Projektleiter Thomas Hildebrandt vom Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung: "Wir haben jetzt fünf Eizellen. Das ist eine sehr gute Grundlage, um ein Kalb zu produzieren. Aber ein Kalb macht noch keine Population, die man wieder in die Wildbahn entlassen kann. Wir müssen also noch einen langen Atem haben. Wir brauchen sehr viel Unterstützung von der Öffentlichkeit, von den politischen Entscheidungsträgern, um dieses Ziel zu erreichen." Helfen soll auch die Nashorn-Verwandtschaft: Die Embryonen sollen von Südlichen Breitmaulnashörnern ausgetragen werden. "Das gesamte Projekt ist im Augenblick sehr stark unter Zeitdruck, weil wir wollen unbedingt das soziale Wissen von Naji und Fatu - den letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörnern - auf ein Neugeborenes übertragen. Damit dieses weiß, wie man sich als Nördliches Breitmaulnashorn verhält. Wir wollen keinen Kaspar-Hauser-Syndrom. Wir wollen ein kleines Nashorn, was aufwächst mit den Erfahrungen von den letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörnern." Einst waren Nördliche Breitmaulnashörner in den Savannen Ost- und Zentralafrikas beheimatet. Durch Wilderei wurden sie so gut wie ausgerottet. Der letzte bekannte Bulle starb 2018 in Kenia. Die einzigen überlebenden der Art sind jetzt Mutter und Tochter Najin und Fatu. Beide sind aber unfruchtbar. Das Team von Biorescue hofft, in drei Jahren das erste Nördliche Breitmaulnashorn-Kalb zur Welt zu bringen. Daraus soll sich dann in den nächsten zwei Jahrzehnten eine größere Population entwickeln.
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Von der Art leben derzeit nur noch zwei Tiere.

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