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Video Zwölf Jahre Freiheitsstrafe für Weizäcker-Mörder

In dieser Berliner Klinik wurde im November vergangenen Jahres während eines Vortrags der Chefarzt für Innere Medizin, Fritz von Weizsäcker, mit einem Messer getötet. Der zwangsgestörte Täter handelte aus der Vorstellung heraus, der Vaters des Opfers, der ehemaligen Bundespräsident Richard von Weizsäcker, sei an der Herstellung des im Vietnamkrieg eingesetzten Entlaubungsmittels „Agent Orange" beteiligt gewesen. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat den 57-jährigen Gregor S. nun am Mittwoch wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren verurteilt und gleichzeitig eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Anwalt Roland Weber vertrat im Verfahren die Kinder des Opfers. "Das Urteil entspricht dem, was ich erwartet habe. Die Kammer hat deutlich betont, dass der Angeklagte ein schwer kranker Mann ist. Er leidet unter einer Zwangsstörung, die zu Zwangshandlungen führt. Und die Gefährlichkeit ist weiter gegeben. Es kann sich jederzeit neu besetzen. Es können neue, gefährliche Handlungen zulasten anderer Personen entstehen. Entsprechend wird er untergebracht." Der Mord wurde in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gewertet, da der Täter auch einen privat anwesenden Berliner Polizeibeamten schwer verletzt hatte, der zu Hilfe geeilt war.
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Der zwangsgestörte Täter handelte aus der Vorstellung heraus, der Vaters des Opfers, der ehemaligen Bundespräsident Richard von Weizsäcker, sei an der Herstellung des im Vietnamkrieg eingesetzten Entlaubungsmittels „Agent Orange" beteiligt gewesen.

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