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Meeressäuger Folge der Corona-Pandemie: Delfine kehren nach Hongkong zurück

Sehen Sie im Video: Folge der Corona-Pandemie – Delfine kehren nach Hongkong zurück.




Wenn die Wissenschaftler in den Gewässern vor Hongkong zum Fotoapparat greifen, kommen ihnen Tiere vor die Linse, die dort lange nicht zu sehen waren. Die Buckeldelfine sind wieder da. Wegen der Corona-Pandemie fahren vor der Millionenmetropole deutlich weniger Boote und Fähren als sonst. Vermutlich deswegen haben sich die Tiere wieder in die dortigen Gewässer gewagt. Die Delfine sind in der Region als chinesischer Weißer Delfin bekannt. Und offenbar ziemlich empfindlich, was den Lärm von Schiffsmotoren angeht. Für die Meereswissenschaftlerin Lindsay Porter bietet sich jetzt eine Situation, die zeigt, was passiert, wenn ein wichtiger Umweltstressfaktor plötzlich eliminiert wird: "Wir haben bemerkt, dass, seit es keine Fähren in diesem Bereich mehr gibt, Delfine, die wir seit fünf oder sechs Jahren nicht mehr im Lebensraum von Hong Kong gesehen haben, wieder da sind. Es scheint so, dass das sehr schnell passiert ist, seitdem es ruhiger geworden ist. Dass die Delfine sehr schnell zurückgekommen sind. Porter und ihr Team von Wissenschaftlern verlassen sich bei ihren Forschungen auf Fotografie, Unterwasser- und Drohnenaufnahmen. Die Sichtungen von Delfinen seien zuletzt um bis zu 30 Prozent gestiegen. Dies deute aber nicht unbedingt auf eine wachsende Population, sondern auf ein anderes Verhalten der Delfine hin, so Porter. Sie untersucht die Delfine bereits seit mehr als drei Jahrzehnten und glaubt, dass die Tiere nach wie vor stark bedroht sind. Sie hofft mit ihrer Forschung so viel über sie herauszufinden, dass auch andere Delfinpopulationen gerettet oder besser geschützt werden können.
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Weniger Schiffe und Fähren sorgen dafür, dass sich die Tiere wieder in die Gewässer vor der Millionenmetropole trauen.

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