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Drogenmissbrauch: Erschreckende Funde im Abwasser: Erfurt gehört zu den Crystal-Meth-Hochburgen Europas

Die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt hat im europaweiten Vergleich mit den höchsten Wert an Crystal-Meth-Ablagerungen im Abwasser. Auch die Zahl der Abhängigen im Freistaat Thüringen ist erschreckend hoch.

Ein Kriminalbeamter präsentiert Crystal Meth in einer Plastiktüte

Erfurt hat ein Problem mit Crystal Meth (Archivbild)

Picture Alliance

Crystal Meth entwickelt sich in Erfurt weiter zu einem ernsten Problem: Das Wasserforschungsinstitut Eawag hat eine aufwendige Studie zu Drogen und Drogensucht in Europa erstellt, bei der Thüringens Landeshauptstadt alarmierende Ergebnisse erhalten hat. Nur in Chemnitz (240,6 Milligramm pro 1000 Personen täglich) war der gemessene Rückstand von Crystal Meth im Abwasser noch höher als in Erfurt (211,2), dessen Wert damit auch über dem der tschechischen Städte Budweis (200,2), Brünn (185,7) sowie Dresden (180,2) lag.

13.000 Süchtige in Erfurt

Der "Thüringer Allgemeinen", die zuerst darüber berichtet hatte, sagte Patrick Hentschke von der Landesstelle für Suchtfragen: "Die Substanz ist derzeit das in Thüringen am weitesten verbreitete illegale Rauschmittel nach Cannabis." Die Landesstelle gehe von schätzungsweise bis zu 13.000 Crystal-Meth-Konsumierenden in Thüringen aus. Die Verbreitung der Droge Crystal Meth selbst stagniere jedoch nach dem rasanten Anstieg der vergangenen zehn Jahre. Auffallend sei zudem das junge Alter, in dem die Droge konsumiert werde: Die jüngste Klientin, die in eine Beratungsstelle kam, sei erst 13 Jahre alt gewesen.

Anders als bei Cannabis, nach dessen Konsum nur ein geringer Teil wieder ausgeschieden wird, gelangen Rückstände von beispielsweise Crystal Meth, Kokain und Ecstasy bis in die Kläranlagen. Anhand der Einwohnerzahl und der Abwassermenge kann auf diese Weise der Drogenkonsum einer Stadt errechnet werden.

Crystal Meth: Starke Wirkung, extreme Schäden

Vor allem die Gefahr der psychischen Abhängigkeit von Crystal Meth ist im Vergleich zu anderen Drogen sehr hoch. Die Droge hält wach und vermittelt Konsumenten ein Superhelden-Gefühl. Dieser Kick nutzt sich jedoch schnell ab; was bleibt sind nicht selten Paranoia, Psychosen, Wahnideen und Aggressivität. Die Droge bringt auch körperlichen Verfall mit sich: Zerstörung der Nieren, Abmagerung, Auflösung der Zähne und Schleimhäute. Oft wird Crystal Meth deswegen auch Zombie-Droge genannt.

Wissenschaft schnell erklärt: Warum Crystal Meth Menschen in Zombies verwandelt
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.