HOME

Chemie-Konzern: Explosion bei BASF - was wir wissen und was nicht

Viele Fragen sind nach der Explosion auf dem BASF-Gelände offen. Die Untersuchungen zur Unglücksursache dauern an. Bislang gibt es zwei Tote, ein Mensch wird noch vermisst. Das ist der Stand der Dinge.

Löscharbeiten bei BASF in Ludwigshafen

Löscharbeiten bei BASF in Ludwigshafen

Einen Tag nach der Explosion beim Chemiekonzern BASF befinden sich noch sechs Verletzte auf der Intensivstation. "Es steht zum Teil nicht sehr gut um diese Menschen", sagte Dieter Feid, für die Feuerwehr zuständiger Dezernent der Stadt Ludwigshafen, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die Aufforderung an die Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten, gelte zur Sicherheit weiter, sagte er. Laut BASF trete weiterhin Gas aus. Man habe aber bislang keine erhöhten Konzentrationen schädlicher Stoffe gemessen. Bei der Explosion am Montag waren zwei Angehörige der BASF-Betriebsfeuerwehr ums Leben gekommen. Eine Person wurde am Dienstag noch vermisst.

Die Lage ist noch unübersichtlich.

Was wir wissen

Ablauf: Am Montagvormittag wurde die Werksfeuerwehr der BASF zu einem Brand an Rohrleitungen im Nordhafen gerufen. Als die Männer zum Brandort vordrangen, kam es zu einer gewaltigen Explosion und in der Folge zu weiteren Bränden. Ein Übergreifen der Flammen auf ein Tankschiff konnte von einem Feuerwehrlöschboot verhindert werden.

Tote und Verletzte: Bei der ersten Explosion wurden zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr getötet. Zehn Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, sechs davon liegen auf der Intensivstation. Zunächst war von sechs Vermissten die Rede, am Dienstagmittag war noch eine Person vermisst.

Ausgetretene Stoffe: Nach BASF-Angaben sind Propylen und Ethylen ausgetreten. Mit großer Sicherheit waren diese auch an dem Brand beteiligt. Ethylen werde unter anderem zur Herstellung von Dämmstoffen und Lösemitteln verwendet, Propylen werde unter anderem bei der Produktion von Autolacken und Klebstoffen benutzt.

Weiterer Ablauf: Der Rohrgraben ist derzeit mit einer etwa einen Meter breiten Schaumschicht abgedeckt. Das soll verhindern, dass weiter Flüssigkeiten austreten. Erst wenn sichergestellt ist, dass tatsächlich keine Flüssigkeiten mehr aus den Rohren laufen, können der Schaum entfernt und die Rohre begutachtet werden. Das könnte noch bis Mittwochabend dauern.

Was wir nicht wissen

Vermisste Person: Noch immer wird eine Person vermisst. Nach BASF-Angaben handelt es sich dabei nicht um einen Mitarbeiter des Unternehmens. Es könnte ein Matrose eines Tankschiffs sein. Da der Vermisste im Hafenbecken vermutet wird, sollen Taucher nach ihm suchen. Derzeit könne der Einsatz aber noch nicht beginnen, sagte Feuerwehrchef Peter Friedrich.

Ursache: Unklar ist vor allem, warum es zu dem ersten, relativ kleinen Brand kam, zu dem die Werksfeuerwehr ausrückte und in dessen Folge es zu der folgenschweren Explosion kam.

Umweltbelastung: Hier fehlen klare Angaben. Die BASF sagt, es seien keine kritischen Werte gemessen worden - weder in der Luft, im Boden oder im Wasser. Laut Feuerwehrchef Friedrich gab es am Montag während des Brandes erhöhte Werte chemischer Substanzen. Derzeit werde die Warnung an die Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten, als reine Vorsichtsmaßnahme aufrecht erhalten.

Wirtschaftliche Folgen: Dazu gibt es im Moment wenig Konkretes. BASF-Vorstandsmitglied Margret Suckale sagt, diese Fragen hätten derzeit keine Priorität. Sie räumte ein, dass die Unterbrechung der Rohstoffzufuhr eine große Herausforderung für Produktion und Logistik sei. Mit Kunden werde nach Lösungen gesucht. Zahlreiche Anlagen stehen still. Wann sie wieder in Betrieb gehen können, ist unklar.


tis / DPA
Themen in diesem Artikel
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.