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News des Tages: Facebook kauft für sechs Milliarden Dollar eigene Aktien zurück

Facebook gibt sechs Milliarden Dollar für eigene Aktien +++ Zika-Notstand beendet +++ Rewe und Edeka einig über Kaufpreis für Berliner Kaiser's-Filialen +++ Die News des Tages.

Das Facebook-Logo durch eine Lupe betrachtet

Facebook will sich mit dem Zukauf im Bereich Gesichtserkennung stärker aufstellen und Rivale Snapchat angreifen

Die News des Tages:

+++ 23.06 Uhr: Facebook will Aktien für sechs Milliarden Dollar zurückkaufen +++

Facebook erfreut Anleger mit der Ankündigung massiver Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat habe bis zu sechs Milliarden US-Dollar für den Erwerb eigener Anteilsscheine freigegeben, teilte der Internetkonzern nach US-Börsenschluss mit. Das Rückkaufprogramm solle im ersten Quartal 2017 starten und habe keine zeitliche Befristung. Am Markt kam die Nachricht gut an - die Facebook-Aktie drehte nachbörslich mit knapp einem Prozent ins Plus. Vor allem bei US-Konzernen sind Aktienrückkäufe ein beliebtes Mittel, um Investoren an Gewinnen zu beteiligen, und den eigenen Aktienkurs zu stützen.

+++ 20.16 Uhr: WHO erklärt globalen Zika-Notstand für beendet +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den wegen der Zika-Epidemie ausgerufenen globalen Gesundheitsnotstand aufgehoben. Die Ausbreitung des Virus sei allerdings immer noch ein schwerwiegendes Problem und die Bekämpfung erfordere weitere internationale Anstrengungen, erklärte der Vorsitzende des WHO-Notfallkomitees, David Heymann, in Genf.

+++ 19.50 Uhr: AfD will mit größerem Spitzenteam in den Bundestagswahlkampf ziehen +++

Der AfD will mit einer aus mehreren Kandidaten bestehenden "Spitzenmannschaft" in den Bundestagswahlkampf gehen. Das habe der Bundesvorstand der Partei nach kontroversen Diskussionen mit großer Mehrheit beschlossen, berichtete Vorstandsmitglied André Poggenburg. Auf die Frage, ob aus seiner Sicht Parteivize Alexander Gauland Teil dieses Teams sein solle, sagte Poggenburg, neben Gauland würde er dort auch den Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke sehen - falls dieser kandidieren sollte. Höcke und Poggenburg gehören beide dem rechtsnationalen Flügel der AfD an. Gauland hatte Parteichefin Frauke Petry vor der Sitzung angeboten, gemeinsam ein Spitzenteam für den Bundestagswahlkampf zu bilden. "Mir geht es darum, ein möglichst breites Spektrum der Strömungen, die in unserer Partei vorhanden sind, abzubilden", sagte er.

+++ 19.35 Uhr: Sechseinhalb Jahre Haft für Bunsenbrenner-Anschlag +++

Für einen Brandanschlag mit einem Bunsenbrenner auf seinen Nachbarn ist ein Mann zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann sei des versuchten Mordes schuldig, befand das Landgericht Nürnberg-Fürth. Die Urteilsverkündung musste zunächst unterbrochen werden, weil der Angeklagte beim Erscheinen der Richter zusammengebrochen war. Ein Notarzt behandelte den 63-Jährigen, der die Untersuchungshaft bereits auf der Krankenstation verbracht hatte. Nachdem er wieder verhandlungsfähig war, wurde das Urteil verkündet. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er seinen Nachbarn im Januar mit Benzin bespritzt und mit einem Bunsenbrenner angezündet hatte. Vorausgegangen war ein Streit um eine Hecke, die der Nachbar eigenmächtig gestutzt hatte. Die Richter wiesen den Angeklagten zudem in eine psychiatrische Klinik ein.

+++ 19.01 Uhr: Vogelgrippe: Erster Fall in Berlin - toter Schwan infiziert +++

In Berlin ist der erste Fall von Vogelgrippe registriert worden. Die Wasserschutzpolizei barg an der Kreuzberger Baerwaldbrücke einen toten Schwan aus dem Landwehrkanal, teilte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz mit. Er trug das Geflügelpest-Virus H5N8 in sich, das bereits in mehreren anderen Bundesländern Wildvögel verenden ließ. Nun gilt für Geflügel eine allgemeine Stallpflicht in Berlin. Einige Bezirke hatten sie bereits in den vergangenen Tagen verhängt. In einem Radius von drei Kilometern um den Fundort des infizierten Schwans gilt nun darüber hinaus für drei Wochen ein Sperrbezirk. Gehaltene Vögel und Bruteier dürfen nicht an andere Orte gebracht werden. Auch Hunde und Katzen sollen im Sperrbezirk vorsichtshalber nicht frei herumlaufen. Eine Übertragung des Erregers auf den Menschen wurde bislang nicht registriert.


+++ 17.56 Uhr: Alkoholverbot im litauischen Parlament beschlossen +++

In Litauen hat das neugewählte Parlament ein Alkoholverbot in der Volksvertretung Seimas beschlossen. Nach dem Beschluss des Parlamentspräsidiums darf im Restaurant und im Café des Abgeordnetenhauses in Vilnius kein Alkohol mehr verkauft werden. Ausnahmen sollen für offizielle Veranstaltungen gelten. "Wir glauben, dass der Seimas kein Ort ist, an dem man Alkohol trinken sollte", sagte Parlamentsvizepräsidentin Rima Baskiene vom Bund der Bauern und Grünen nach Angaben der Agentur BNS. Die designierte Regierungspartei hat sich auf die Fahnen geschrieben, den besonders auf dem Land verbreiteten Alkoholismus zu bekämpfen.

+++ 17.14 Uhr: Oberstes Gericht lässt Schottland und Wales zu Brexit-Berufungsverhandlung zu +++

Das Oberste Gericht Großbritanniens hat entschieden, Schottland und Wales zur Berufungsverhandlung der britischen Regierung gegen ein Brexit-Urteil des Londoner High Courts zuzulassen. Das High Court hatte Anfang des Monats entschieden, dass die britische Regierung die Brexit-Verhandlungen nur nach Zustimmung der Abgeordneten starten darf. Dagegen war die konservative Regierung von Premierministerin Theresa May in Berufung gegangen. Die Berufungsverhandlung vor dem Obersten Gericht findet vom 5. bis 8. Dezember statt. Mit der Verkündung des Urteils der elf Richter wird zu Beginn des neuen Jahres gerechnet.

+++ 17.03 Uhr: Polizei darf Daten gewaltbereiter Fußballfans speichern +++

Die Polizei darf die Daten gewaltbereiter Fußballfans prinzipiell speichern. Das hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht entschieden, wie eine Sprecherin mitteilte. Mit der Klage gegen die Polizeidirektion Hannover erzielte ein weiblicher Fußballfan damit nur einen kleinen Teilerfolg. Die Frau hatte die Löschung von allen Einträgen über sich verlangt, gelöscht wird jetzt jedoch nur einer.

Die Einträge seien für die Erfüllung der Aufgaben der Polizei, Gefahren abzuwehren und Straftaten zu verhindern, weiterhin erforderlich, begründete der 11. Senat seine Entscheidung. "Nach Ansicht des Gerichts wird die Arbeitsdatei unter Beachtung datenschutzrechtlicher Vorgaben geführt", teilte das OVG mit. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. In dem Verfahren ging es um SKB-Dateien der Polizei, benannt nach den szenekundigen Beamten (SKB), die sich in der Fanszene auskennen. Solche Dateien werden von der Polizei in Hannover, Braunschweig und Wolfsburg geführt. Dort sind nach Polizeiangaben derzeit rund 1200 Menschen aufgelistet. 

+++ 16.53 Uhr: OPCW: IS stellte womöglich selbst Senfgas her +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Erkenntnissen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) möglicherweise selbst Senfgas hergestellt, das bei Angriffen in Syrien und im Irak eingesetzt wurde. Das lege die Untersuchung von Proben durch OPCW-Experten nahe, sagte der Leiter der Organisation, Ahmet Üzümcü, in Den Haag. Dies sei "äußerst besorgniserregend".

+++ 16.30 Uhr: Unbekannter beraubt blinden Patienten in Aufzug von Aachener Klinik +++

Ohne jeden Skrupel hat ein Krimineller in einem Aachener Krankenhaus einen blinden Patienten beraubt. Das 70-jährige Opfer und der unbekannte Täter waren zusammen in einen Aufzug eingestiegen, wie die Polizei mitteilte. Als sich die Tür geschlossen hatte, schrie der Räuber den Erblindeten nach dessen Schilderung mit den Worten an: "Geld her, oder ich schlage dich zusammen." Daraufhin habe er dem Täter aus Angst sein Geld gegeben, sagte der Überfallene später den herbeigerufenen Polizisten. Der geringe Betrag reichte dem Täter aber offenbar nicht aus - nach Angaben des 70-Jährigen durchwühlte der Kriminelle auch noch die Bademanteltaschen seines Opfers und stahl daraus ein altes Handy.

+++ 15.20 Uhr: Diebestrio nach filmreifer Flucht und Sprung in Fluss geschnappt +++

Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat ein Diebestrio nach filmreifer Flucht und versuchter Flussdurchquerung geschnappt. Die drei 19 und 20 Jahre alten Männer waren in der Nacht zum Freitag in ein Mobilfunkgeschäft in Magdeburg eingestiegen und anschließend in einem Auto geflüchtet. Die alarmierte Polizei nahm die Verfolgung auf, wobei die Tatverdächtigen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrere Polizeisperren umfuhren und versuchten, Polizeiautos abzudrängen.

Nach einer 45-minütigen Verfolgungsfahrt durch Magdeburg und den angrenzenden Bördekreis, an der bis zu neun Funkstreifenwagen beteiligt waren, konnte das Auto des Diebestrios in Haldensleben gestoppt werden. Die drei Täter flüchteten daraufhin zu Fuß. Als zwei der Männer versuchten, das Flüsschen Beber zu durchqueren, sprangen fünf Beamte hinterher und überwältigten die Diebe "bis zur Brust im Wasser stehend", wie die Polizei mitteilte. Den dritten Verdächtigen hatten sie schon vorher geschnappt. Im Fluchtwagen wurde eine Tasche mit 84 Handys gefunden. Geprüft wird, ob die Täter mit weiteren ähnlichen Fällen in Verbindung stehen.

+++ 15 Uhr: Bundesanwaltschaft klagt drei mutmaßliche Islamisten an +++

Die Bundesanwaltschaft hat vor den Oberlandesgerichten München und Düsseldorf Anklage gegen drei mutmaßliche Islamisten erhoben. In München sollen sich zwei 22 und 24 Jahre alte Syrer als Mitglieder der als ausländische Terrorvereinigung eingestuften Ahrar al-Scham verantworten, in München ein mutmaßlicher IS-Unterstützer, wie die Behörde am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Zudem wurde demnach ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Taliban festgenommen.

+++ 13.39 Uhr: Rewe und Edeka einig über Kaufpreis für Berliner Kaiser's-Filialen +++

 Im Dauerstreit um die verlustreiche Supermarktkette Kaiser's Tengelmann haben sich Edeka und Rewe auf einen Kaufpreis für die Filialen in Berlin geeinigt. Dies teilte Rewe in Köln mit. Bis zum 2. Dezember solle nun ein Kaufvertrag "endverhandelt" werden, das hätten beide Parteien verbindlich verabredet.

+++ 13.23 Uhr: Hamburg benennt Straße nach einer Domina +++

Eine Straße in Hamburg wird nach der berühmten Prostituierten Domenica benannt. Domenica Niehoff (1945-2009) kämpfte in den 80er Jahren in TV-Talkshows für mehr Anerkennung für ihren Beruf, arbeitete unter anderem als Domina und kümmerte sich später als Streetworkerin in Hamburg um drogensüchtige Mädchen. Auch die als "Ulknudel" bekannte Helga Feddersen (1930-1990) bekommt eine eigene Straße in Hamburg-Altona.

Insgesamt werden dort in der Neuen Mitte zehn Straßen nach bekannten Hamburger Frauen benannt. Damit soll an Persönlichkeiten der Stadtgeschichte erinnert werden, wie der Senat am Freitag mitteilte. Die Bandbreite der Frauen reicht von Domenica über Feddersen bis hin zu der der jüdischen Kauffrau Glückel von Hameln (1646-1724).

+++ 13.10 Uhr: Das Jugendwort des Jahres ist ... +++


+++ 13 Uhr: US-Gericht stoppt Haftentlassung von Protagonist der Serie "Making a Murderer" +++

Die Doku-Serie "Making a Murderer" über Mängel im US-Justizsystem entwickelt sich mehr und mehr zu einem Dauerbrenner im wahren Leben: Am Montag ordnete ein Richter im Bundesstaat Wisconsin die sofortige Haftentlassung von Brendan Dassey an, einem der beiden Protagonisten der Netflix-Serie - nun setzte ein Berufungsgericht die Anordnung wieder aus. Der 27-Jährige bleibe in Haft, teilte Wisconsins Generalstaatsanwalt Brad Schimel am Donnerstag mit.

Warum Dassey entlassen werden sollte, können Sie hier nachlesen:

+++ 12.45 Uhr: Jetzt schon mehr Abschiebungen als 2015: Albaner sind größte Gruppe +++

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben die Bundesländer mehr Ausländer abgeschoben als im gesamten Jahr 2015. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, gab es von Anfang Januar bis Ende Oktober bundesweit 21.789 Abschiebungen. 2015 hatten 20.888 Menschen Deutschland auf diese Weise verlassen müssen.

Die Abgeschobenen kamen den Angaben zufolge dieses Jahr vorwiegend aus den Balkanstaaten. Die Albaner stellten mit 5343 die größte Gruppe unter den abgelehnten Asylbewerbern, die zwischen Anfang Januar und Ende Oktober gehen mussten. Aus dem Kosovo wurden 4338 Menschen abgeschoben.

+++ 12 Uhr: Mann findet scharfe Granate in seinem Haus +++

Beim Sanieren seines Hauses hat ein 38-jähriger Mann in Biberach eine scharfe Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Er wusste zunächst nicht, um welchen Gegenstand es sich in der Zwischendecke im Dachboden handelt und brachte den Sprengkörper am Donnerstagabend aus dem Haus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Dann rief er die Polizei. Der Zünder sei bereits eingedrückt gewesen. "Da hat nur noch ein Quäntchen gefehlt, damit das Ding explodiert", sagte eine Sprecherin. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengte die Waffe kontrolliert. Die Polizei rät in solchen Fällen, die Gegenstände nicht zu berühren und sofort Hilfe zu rufen.

+++ 11.10 Uhr: Mann schmuggelte 2,1 Kilo Kokain - in seiner Jacke +++

Seine unförmige Jacke hat einen Drogenschmuggler am Frankfurter Flughafen verraten. In das Futter des Kleidungsstücks waren sechs Plastikbeutel mit Kokain eingenäht. Der 39-Jährige trug so 2,1 Kilogramm Kokain mit sich herum, wie das Hauptzollamt Frankfurt am Freitag berichtete. Den Schwarzmarktwert des Rauschgifts bezifferte die Behörde auf rund 80.000 Euro. Der Mann war bereits am 29. Oktober aus dem kolumbianischen Bogota nach Deutschland eingereist und wollte noch am selben Tag weiter nach Tel Aviv fliegen. Dabei fiel er auf: "Die Proportionen der Kleidung des Mannes erschienen unnatürlich", berichtete eine Sprecherin des Hauptzollamts. Als sich die Zollbeamten die Jacke näher anschauen wollten, schlug ihnen ein verdächtiger Geruch entgegen. Ein Rauschgiftschnelltest bestätigte den Verdacht. Der Mann wurde festgenommen.

+++ 10.35 Uhr: 45 Länder wollen auf Kohle verzichten +++

Dutzende Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden, wollen gemeinsam aus der Kohle aussteigen. Insgesamt 45 arme Staaten wollen so schnell wie möglich gänzlich auf erneuerbare Energien umstellen, wie die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" am Freitag ankündigte. Ziel ist, die gefährliche Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Offiziell sollte die Initiative erst am späteren Vormittag am Rande der Klimakonferenz in Marrakesch vorgestellt werden. Die meisten der Unterzeichnerstaaten gehören zur Koalition besonders betroffener Länder ("Climate Vulnerable Forum", CVF). "Brot für die Welt" machte die Informationen nach Angaben des CVF vor Ablauf der vereinbarten Sperrfrist bekannt.

+++ 10.12 Uhr: Haus bei Florenz explodiert +++

Ein Haus ist in der Nähe von Florenz explodiert und hat die Mutter zweier Kinder getötet. Nach dem Unglück am späten Donnerstagabend in Bagno a Ripoli konnten der Vater und zwei Mädchen im Alter von sieben und zehn Jahren aus den Trümmern geborgen werden, wie die Einsatzkräfte laut Nachrichtenagentur Ansa berichteten. Sie hätten Verbrennungen und Rauchvergiftungen erlitten. Das Einfamilienhaus war vollkommen zerstört. Ein Gasleck könnte die Explosion ausgelöst haben. Die Detonation war auch noch in der Ferne zu hören, wie Anwohner erzählten. "Es war wie ein Erdbeben", sagte der Bürgermeister des Ortes, Francesco Casini. Nach einer stundenlangen Suche wurde die Mutter tot gefunden.

+++ 9.51 Uhr: CDU kündigt Erklärung von Angela Merkel für Sonntagabend an +++

Die Ankündigung, dass Angela Merkel eine Pressekonferenz abhalten will, ist normalerweise keine Meldung wert. In diesem Fall erhält der für Sonntag, 19 Uhr, von der CDU anberaumte Termin größere Aufmerksamkeit. Es wird allgemein erwartet, dass die CDU-Vorsitzende offiziell ihre Kandidatur für eine vierte Amtszeit bei der Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres verkünden wird. Merkel, seit 2005 Regierungschefin, wird sich am Ende einer Klausurtagung des Christdemokraten äußeren. Formal erwarten Politiker die Bekanntgabe ihrer Kandidatur für den Parteivorsitz beim CDU-Parteitag am 6./7. Dezember in Essen. Merkel hat stets die Ansicht vertreten, dass Parteivorsitz und Kanzleramt in Personalunion geführt werden sollten.

+++ 8.46 Uhr: Zahl der Abschiebungen steigt vermutlich auf höchsten Stand seit 2003 +++

Die Zahl der Abschiebungen steigt einem Medienbericht zufoge in diesem Jahr vermutlich auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Bis September seien 19.914 Menschen abgeschoben worden, berichtete die "Rheinische Post" am Freitag unter Berufung auf Unterlagen der Bundespolizei. Im gesamten vergangenen Jahr habe es 20.888 Abschiebungen gegeben. Bis zum Ende des Jahres könnten Schätzungen zufolge rund 26.500 Menschen abgeschoben werden, berichtete das Blatt weiter. So hoch war die Zahl demnach zuletzt im Jahr 2003 gewesen. Fast drei Viertel aller Abschiebungen entfielen laut dem Bericht auf Asylbewerber aus Albanien, dem Kosovo, Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro.

+++ 8.36 Uhr: Festnahme von 103 Akademikern in Istanbul angeordnet +++

Die türkischen Behörden haben im Zusammenhang mit dem Putschversuch die Festnahme von 103 Akademikern an der Technischen Universität Yildiz in Istanbul angeordnet. 73 von ihnen seien schon in Gewahrsam genommen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Ihnen werde Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.  Konkret gehe es um mutmaßliche Verbindungen zu dem in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. 

+++ 8.21 Uhr: HIV-positiver Mann soll in Malawi 100 Mädchen entjungfert haben +++

Ein Mann in Malawi soll bei Initiationsriten trotz einer ihm bekannten HIV-Infektion rund 100 Mädchen entjungfert haben. Jetzt muss sich der 45-Jährige unter anderem wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Das Urteil wurde noch am Freitag erwartet. Zudem soll er für sogenannte rituellen Reinigungen mit zahlreichen frisch verwitweten Frauen geschlafen haben. Männer, die solche sexuellen Riten gegen Bezahlung ausführen, werden in Malawi als "Hyänen" bezeichnet, weil sie nachts und heimlich aktiv sind. Die Regierung des Landes im südlichen Afrika kämpft gegen sexuelle Initiationsriten für Mädchen. Dennoch werden sie vor allem auf dem Land weiter praktiziert, besonders im Süden. 

Wenn ein Mädchen in die Pubertät kommt, bezahlt dessen Familie eine "Hyäne", um das Mädchen mit der Entjungferung in die Welt der Erwachsenen einzuführen. Kritiker bezeichnen die archaische Tradition als organisierte Vergewaltigung. Zudem besteht das Risiko der Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten und ungewollter Schwangerschaften. 

+++ 07.26 Uhr: VW baut weltweit 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland ab +++

Volkswagen hat sich mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren geeinigt, um die angeschlagene Kernmarke VW wieder flott zu machen. Rund 23.000 Stellen sollen bis zum Jahr 2025 alleine in Deutschland wegfallen, bestätigt der Betriebsrat. Es sollen aber alle Standorte erhalten bleiben und teils umgebaut werden - etwa für den Bau von Elektro-Autos, hieß es während einer Pressekonferenz in Wolfsburg. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, der Abbau soll etwa mit Hilfe von Altersteilzeit oder durch die Fluktuation geregelt werden. Der gesamte Volkswagen-Konzern beschäftigt weltweit mehr als 624.000 Menschen, 282.000 davon in Deutschland.

Volkswagen hat an vielen Stellen zu kämpfen. Der Abgas-Skandal zwingt den Autobauer zum Sparen, zugleich muss der Konzern viel Geld in zentrale neue Trends der Branche stecken: Digitalisierung und Vernetzung sowie alternative Antriebe. Dazu hat die Pkw-Kernmarke seit langem ein Rendite-Problem. Der Hausmarke um Golf und Passat blieben zuletzt von 100 umgesetzten Euro nur rund 1,60 Euro als Gewinn, wovon dann noch Zinsen und Steuern abgingen. 

+++ 7.00 Uhr: 27 Verletzte bei versuchter Selbstverbrennung in Melbourne +++

Beim Versuch einer Selbstverbrennung in einer Bank in Australien hat ein Mann eine Explosion und einen Brand ausgelöst und sich und fünf andere lebensgefährlich verletzt. 21 weitere Menschen erlitten vor allem durch die Rauchentwicklung leichte Verletzungen. Ob das Ganze einen terroristischen Hintergrund habe, werde geprüft, sagte eine Polizeisprecherin in Melbourne. Der 21-Jährige hatte sich am Freitag in einer Bankfiliale in Melbourne angesteckt. Er habe einen Brandbeschleuniger dabei gehabt, berichtete die Polizei. Ein Zeuge berichtete im Fernsehen, der Mann habe vor der Tat geschrien, die Bank wolle ihm kein Geld geben.

+++ 6.54 Uhr: Bundesrepublik kauft Exil-Villa von Thomas Mann +++

Die Bundesrepublik Deutschland hat das frühere Haus des Schriftstellers und Exilanten Thomas Manns bei Los Angeles gekauft und damit vor dem wahrscheinlichen Abriss gerettet. Manns Villa "war die Heimat für viele Deutsche, die gemeinsam für eine bessere Zukunft unseres Landes gestritten, um die Wege zu einer offenen Gesellschaft gerungen und ein gemeinsames transatlantisches Wertefundament erarbeitet haben", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der "Süddeutschen Zeitung".

+++ 6.05 Uhr: Legendäres Monroe-Kleid für 4,8 Millionen Dollar versteigert +++

Eines der berühmtesten Stücke aus dem Garderobenschrank von Marilyn Monroe ist in Los Angeles für 4,8 Millionen Dollar (rund 4,5 Millionen Euro) versteigert worden. Das hautenge Kleid, in dem die Schauspielerin im Mai 1962 zum 45. Geburtstag des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy ihr "Happy Birthday, Mr. President"-Ständchen sang, brachte bei der Auktion am Donnerstagabend (Ortszeit) doppelt so viel wie erwartet ein. Neuer Besitzer ist das amerikanische Kuriositäten-Museum "Ripley's Believe It or Not!", wie Julien's Auctions mitteilte. Das Kleid war zuletzt 1999 für 1,26 Millionen Dollar versteigert worden.

+++ 5.08 Uhr: UN-Sicherheitsrat verlängert Untersuchung zu Giftgasangriffen in Syrien +++

Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat für die Untersuchung zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien um ein Jahr verlängert. Das Gremium stimmte am Donnerstag (Ortszeit) einmütig für eine von den USA eingebrachte Vorlage, die den Einsatz der Untersuchungskommission bis kommendes Jahr ausweitet. Der Rat beauftragte die Kommission damit, die "Täter, Organisatoren und Hintermänner" von Chemiewaffeneinsätzen zu identifizieren.

Die Kommission, die von der UNO und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) besetzt wird, hatte bereits im August in einem Bericht den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien dokumentiert und die syrische Regierung für drei dieser Einsätze verantwortlich gemacht. Syriens Verbündeter Russland hatte die Befunde damals angezweifelt.

+++ 2.33 Uhr: Zahl der Asylanträge aus der Türkei steigt laut Bericht stark an +++

Die Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei ist einem Bericht zufolge stark gestiegen: Von Januar bis Oktober hätten 4437 Menschen aus der Türkei einen Asylantrag in Deutschland gestellt, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Im Jahr zuvor waren es nur 1767 Menschen, 2014 waren es 1806 Menschen. 

Besonders in den vergangenen Wochen habe das System zur Erstverteilung der Asylbegehrenden eine stetige Zunahme registriert, hieß es in dem Bericht. Während in der ersten Jahreshälfte pro Monat nur rund 350 Asylsuchende aus der Türkei registriert worden seien, waren es im August bereits 375 gewesen, im September 446 und im Oktober dann 485. Seit dem Putschversuch Mitte Juli geht die türkische Regierung mit besonderer Härte gegen die Opposition vor.

+++ 2.24 Uhr: Carlsen und Karjakin bei Schach-WM weiter Kopf an Kopf +++

Beim Kampf um die Schachweltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Sergej Karjakin gab es auch im fünften Spiel keinen Sieger. Der Titelverteidiger aus Norwegen hatte am Donnerstagabend Weiß und präsentierte seinem russischen Herausforderer mit der Italienischen Partie eine andere Eröffnung. Karjakin ließ sich aber nicht überraschen und glänzte mit einem couragierten Spiel, so dass diesmal Carlsen im Partieverlauf seine Stellung verteidigen musste.


+++ 1.14 Uhr: Schulz gegen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit Türkei +++

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) ist trotz des autoritären Kurses in der Türkei gegen einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen. "Sprachlosigkeit hat noch nie weiter geführt, sondern birgt eher die Gefahr weiterer Eskalation in sich", sagte der SPD-Politiker dem "Mindener Tageblatt" (Freitag). Mit einem Ende der Gespräche wäre nichts gewonnen. "Im Gegenteil, wir würden uns eines wichtigen Mittels berauben, um Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung in der Türkei und die Dinge vielleicht zum Besseren zu wenden." Zugleich machte Schulz deutlich: "Klar ist: Sollte die Türkei die Todesstrafe einführen, wäre das automatisch das Ende der Beitrittsgespräche."

+++ 0.50 Uhr: Dobrindt will Tablet-Computer und E-Mail-Tippen am Steuer gesetzlich verbieten +++

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will das Handy-Verbot am Steuer deutlich ausweiten und Autolenkern künftig auch Tablet-Computer oder Tätigkeiten wie E-Mail-Schreiben verbieten. "Wer am Steuer das Handy in die Hand nimmt, um eine Nachricht zu tippen oder das Tablet um Mails abzulesen, ist im Blindflug unterwegs", sagte der Minister der "Bild" (Freitagsausgabe). Ablenkung während des Fahrens sei "eines der größten Unfallrisiken, das vermeidbar und unnötig ist". Laut Dobrindts Änderungsentwurf zur Straßenverkehrsordnung, aus dem die "Bild" zitierte, sollen künftig Tablets, E-Book-Reader und ähnliche Geräte sowie Tätigkeiten wie E-Mail- und SMS-Tippen und Surfen im Internet am Steuer verboten werden. Ausdrücklich untersagt werde auch die Benutzung von Videobrillen. Die Verkehrsregeln und Strafen würden so geändert, "dass sie auf der Höhe der Zeit sind und auch neuere technische Entwicklungen berücksichtigen".

+++ 0.35 Uhr: Bundesrechnungshof rügt Betreuungsarbeit der Jobcenter +++

Der Bundesrechnungshof kritisiert die Betreuung von Hartz-IV-Beziehern, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen haben, nach einem Zeitungsbericht als unzureichend. Sie sei "noch deutlich verbesserungsbedürftig", heißt es laut "Süddeutscher Zeitung" (Freitag) in einem Prüfbericht. Danach sind die Förderprogramme "oft nur zufällig erfolgreich". Würden die Ergebnisse daraus nicht berücksichtigt, blieben die "mit hohem finanziellen Aufwand der Jobcenter und großem persönlichen Einsatz der Leistungsberechtigten erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten oft nutzlos". Die Mängel seien "ein wesentlicher Grund dafür, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und anschließende Vermittlungsbemühungen wirkungslos bleiben".

jen/car / DPA / AFP
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.