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USA Stadt in Florida unter Quarantäne – wegen afrikanischer Riesenschnecke

Eine Große Achatschnecke
Eine Große Achatschnecke
© Osobystist / Getty Images
Sie sehen beeindruckend aus – in freier Wildbahn aber richten die immer hungrigen Großen Achatschnecken schnell gewaltige Schäden an. In Florida will man ihnen den Garaus machen.

Die Große Achatschnecke ist beeindruckend: Sie passt gerade so in die Hand eines Erwachsenen, hat fast die Größe eines Meerschweinchens. Sie wird wegen ihres beeindruckenden Äußeren von vielen Liebhabern als Haustier in Terrarien gehalten. Doch in der freien Natur können die Schnecken zu einem großen Problem werden – so wie in Florida, wo sich die eigentlich aus Ostafrika stammenden Tiere offenbar pudelwohl fühlen.

Doch wildlebende Achatschnecken sind nicht nur sehr hungrig und dezimieren in erstaunlicher Geschwindigkeit verschiedenste Pflanzen, sie können auch von einem Parasiten befallen werden, der bei Kontakt Meningitis auf den Menschen übertragen kann. Zudem können sich Große Achatschnecken extrem schnell vermehren: Ein Exemplar legt bis zu 1200 Eier im Jahr.

Schnecken werden in Florida zur Plage

In Florida, wohin die Tiere vermutlich durch die Seefahrt eingeschleppt wurden, geht man inzwischen energisch gegen sie vor. Und eigentlich dachte man bis zum Sommer dieses Jahres, mit der Bekämpfung der gefräßigen Kriechtiere erfolgreich gewesen zu sein und die Achatschnecken gänzlich ausgerottet zu haben. Doch in der Stadt New Port Richey wurden nun doch wieder einige der Tiere entdeckt – was harte Konsequenzen für die Bewohner hat.

Der Ort wurde nämlich vorerst unter Quarantäne gestellt. Zwar dürfen die Bewohner, anders als bei Corona, frei umherlaufen und sich treffen, doch sie dürfen nicht ohne Vorankündigung und offizielle Erlaubnis Pflanzen oder Pflanzenteile, Erde, Gartenabfälle, Schutt oder Kompost berühren oder transportieren. Auch die Schnecke selbst darf auf keinen Fall angefasst werden. Während der Quarantäne werden Experten im betroffenen Areal Metaldehyd versprühen, um die eingewanderten Tiere zu dezimieren.

Quelle:  Landwirtschaftsministerium Florida"Indy100"

wt

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