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Französische "Survivor"-Sendung: Teilnehmer und Arzt sterben bei Dreharbeiten in Kambodscha

Durch die französische Variante von "Survivor" wollte Gérald Babin wohl berühmt werden - stattdessen starb er bei den Dreharbeiten an einem Herzinfarkt. Danach nahm sich der zuständige Arzt das Leben.

Bei der französischen "Survivor"-Variante "Koh-Lanta" sind binnen weniger Tage zwei Menschen ums Leben gekommen. Nachdem ein Teilnehmer vor rund einer Woche in Kambodscha an einem Herzinfarkt gestorben war, nahm sich der Arzt des Fernsehteams am Montag das Leben, wie die Produktionsfirma ALP mitteilte. In einem Abschiedsbrief nannte der 38-jährige Arzt Thierry Costa als Beweggrund, dass er durch eine Medien-Kampagne "in den Schmutz gezogen" worden sei. In Medienberichten hatte es geheißen, dass dem verstorbenen Teilnehmer der Serie zu spät geholfen worden sei.

Die Justiz in Frankreich ermittelt wegen fahrlässiger Tötung in dem Fall. Der Leichnam des 25-jährige Gérald Babin, der am 22. März gestorben war, wurde am vergangenen Freitag in Frankreich untersucht. Die Staatsanwaltschaft von Créteil bei Paris wollte aber keine Ergebnisse bekanntgeben.

Babin war am ersten Drehtag für die 16. Staffel der Reality-Show des französischen Senders TF1 auf der Insel Koh Rong im Süden Kambodschas gestorben. Nach Angaben von ALP erlitt er nach dem ersten Spiel der Teilnehmer einen Krampfanfall. Der Arzt Costa nahm Erste-Hilfe-Maßnahmen vor, dann wurde Babin ins Krankenhaus gebracht, wo er später starb. Nach dem tragischen Vorfall kündigte TF1 an, dass alle Drehtermine der Saison 2013 annulliert würden; alle Kandidaten traten die Heimreise an.

ger/AFP / AFP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?