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Freibad-Unglück: 69 Menschen bei Chlorgasunfall verletzt

In einem Essener Freibad ist zu viel Chlorgas in ein Becken geleitet worden. Die Verletzten, unter ihnen viele Kinder, klagten über Atembeschwerden und Hautreizungen.

Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Unfall am Donnerstagabend Badegäste im Alter von 2 bis 75 Jahren leicht verletzt. Die Betroffenen seien wahrscheinlich mit einer erhöhten Chlor-Konzentration in einem Becken in Berührung gekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Vorsichtshalber waren 47 der Verletzten, darunter rund 40 Kinder, in Krankenhäuser gebracht worden.

Ursache: Zu viel Chlorgas trat aus Anlage

Um 19.00 Uhr hatte das Freibadpersonal Alarm geschlagen, da mehrere Badegäste über Atembeschwerden, Husten, Hautreizungen und Augenjucken geklagt hatten. Das Freibad Essen-Ost war bei Rekordtemperaturen sehr gut besucht. Nach ersten Ermittlungen war aus einer Anlage zu viel Chlorgas ins Schwimmbecken gegeben worden. Ein zunächst vermutetes Leck in der Gaszuführung als Unfallursache habe sich nach ersten Ermittlungen jedoch nicht bestätigt, berichtete die Polizei. Schwimmmeister stellten die Anlage ab.

An dem rund vierstündigen Einsatz seien etwa 90 Wehrleute und mehr als 20 Polizeibeamte beteiligt gewesen. Fünf Notärzte hätten sich vor Ort um die Verletzten gekümmert. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Wie viele der Verletzten bereits aus den Krankenhäusern entlassen wurden, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Zur Ermittlung der genauen Unfallursache bleibe das Schwimmbad bis auf weiteres geschlossen.

DPA / DPA
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