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Tödliche Schüsse auf Volksfest: Gilroy-Schütze - gibt es doch Hinweise auf ein rassistisches Motiv?

Was trieb den 19-jährigen Schützen von Gilroy dazu, wahllos auf Besucher eines Volksfestes zu schießen. Die Suche nach dem Motiv läuft. Ein Eintrag auf seinem Instagram-Profil könnte einen Hinweis geben.

Gilroy - Gedenkfeier für die Opfer der Schießerei auf dem Garlic Festival

Im stillen Gebet: Gedenkfeier für die Opfer des Schützen bei Gilroy Garlic Festival in Kalifornien

Getty Images

Nach den tödlichen Schüssen bei einem Volksfest in Nordkalifornien gibt das Motiv des mutmaßlichen Täters weiter Rätsel auf. Mit einem Sturmgewehr vom Typ AK 47 hatte ein 19-Jähriger am Sonntag während des Festivals in der Kleinstadt Gilroy das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet, darunter einen sechsjährigen Jungen und ein 13 Jahre altes Mädchen. Der Schütze wurde von Polizisten am Tatort erschossen.

Es scheine, als habe der Angreifer, dessen Name mit Santino William L. angegeben wurde, wahllos um sich geschossen, sagte Polizeichef Scot Smithee vor Reportern. Es werde aber weiter untersucht, ob der Täter nicht doch gezielt seine Opfer ausgesucht habe.

So leitete die Bundespolizei FBI eine Untersuchung zum möglichen Motiv des Schützen ein. Medienberichten zufolge werteten die Ermittler die Präsenz des Schützen in Online-Medien aus. Demnach hatte der 19-Jährige vor vier Tagen ein Konto bei der Bilderplattform Instagram eröffnet und dort ein Buch über die Überlegenheit der "weißen Rasse" zitiert.

Gilroy - Sturmgewehr legal erworben

Bei dem Vorfall in Gilroy, rund 120 Kilometer südlich von San Francisco, waren auch mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden. Ein Krankenhaus nahm Verwundete im Alter von 12 bis 69 Jahren auf, wie die Verwaltung im Bezirk Santa Clara am Montag mitteilte.

Das Sturmgewehr des Täters war Anfang Juli legal im benachbarten US-Bundesstaat Nevada erworben worden. Es sei aber verboten gewesen, die Waffe nach Kalifornien zu bringen, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra.

Das mehrtägige "Gilroy Garlic Festival" (Knoblauch-Festival) in der 50.000-Einwohner-Stadt südlich der Bay Area um San Francisco wird jedes Jahr nach Angaben der Behörden von rund 80.000 bis 100.000 Menschen besucht. Tausende Freiwillige beteiligen sich an der Vorbereitung und Durchführung des in den ganzen USA bekannten Fests.

dho / DPA / AFP