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Thailand-Ticker

Rettungsaktion im Höhlen-Drama: Vier weitere Jungs am zweiten Tag der Rettungsaktion befreit

Zweiter Tag der Rettungsaktion im Höhlensystem Tham Luang-Khun Nam Nang Non in Thailand. Acht Jungs konnten bislang aus der Höhle gerettet werden. Die Entwicklungen des Tages zum Nachlesen. 

Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Bangen und Zittern die Hoffnung auf ein glückliches Ende. Mit einer neuen Rettungsaktion über viele Stunden hinweg gelang es Spezialtauchern am Montag, vier weitere Kinder aus der Höhle im Norden des Landes ans Tageslicht zu bringen, wie die thailändische Marine bekanntgab. Damit sind nun acht Spieler der Fußball-Mannschaft gerettet. Vier Jungen und ihr Betreuer müssen - nach allem was bekannt ist - noch in der Höhle ausharren, jetzt schon seit 16 Tagen. Vermutlich wird die Rettungsaktion nun am Dienstag fortgesetzt.

Höhle in Thailand

Tham Luang-Khun Nam Nang Non: Das Höhlensystem mit einigen markanten Wegpunkten 

Die Tagesereignisse im Überblick:

  • Marine bestätigt die Rettung von acht Jungs (15.35 Uhr)
  • Medien berichten vom sechsten und siebten Jungen, die befreit worden sein soll (14.02 Uhr)
  • Fünfter Junge offenbar gerettet - in Klinik geflogen (12.35h)
  • Gerettete Kinder müssen zunächst in Quarantäne bleiben (11.13h)
  • Kinder erhalten vor Tauchgang Beruhigungsmittel (11.04h)
  • Zweite Rettungsaktion läuft (6 Uhr)

Die Ereignisse des zweiten Tages der Rettungsaktion zum Nachlesen:

+++ 17.20 Uhr: Alle acht geretteten Jungen wohlauf +++

Die insgesamt acht bisher geretteten Jungen sind nach offiziellen Angaben allesamt wohlauf. Der Leiter der Rettungsaktion, Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, sagte vor Journalisten: "Sie sind alle sicher und gesund." Inzwischen hätten die ersten Jungen auch Besuch von ihren Familien bekommen.

+++ 16.57 Uhr: Provinzgouverneur berichtet über den Rettungseinsatz +++

Nach Angaben von Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn lief der zweite Großeinsatz seit 11 Uhr Ortszeit. Er dauerte dann bis in den Abend. Die Höhle ist nach seiner Darstellung weiterhin teilweise überflutet, das Wasser aber gesunken. "Der Wasserstand ist tief. Das Wetter ist gut." Wann genau der dritte Anlauf der Rettungsaktion starten kann, konnte der Gouverneur jedoch nicht sagen. Die Ausrüstung müsse erst vorbereitet werden.

+++ 16.37 Uhr: Die Rettungsaktion soll offenbar Dienstag fortgesetzt werden +++

Die Rettungsaktion scheint für heute beendet zu sein. Am Dienstag soll sie wieder fortgesetzt werden+++

+++ 15.35 Uhr: Marine bestätigt die Rettung von acht Jungs +++

In Thailand sind am Montag vier weitere Jungen aus der Höhle im Norden des Landes gerettet worden, wie die Marine bestätigte. Am Sonntag hatten bereits vier Kinder die Höhle verlassen können - jetzt sitzen dort noch vier Jungen und ihr Betreuer fest.

+++ 15.26 Uhr: Achter Junge soll in Chiang Rai geladent sein +++

Thailändische Medien berichten, dass der achte Junge in Chiang Rai angekommen sein soll. Nun soll er ins Krankenhaus mit einem Krankenwagen transportiert werden. 

+++ 14.45 Uhr: Sechster und siebter geretteter Junge sollen mit Helikopter ins Krankenhaus gebracht worden sein +++

Der "Guardian"-Reporter Michael Safi berichtet, dass der sechste und siebte Junge, die aus der Höhle befreit wurden, mit Hubschraubern ins Krankenhaus geflogen wurden. Der
öffentlich-rechtliche Sender Thai PBS zeigte am Montagabend (Ortszeit), wie zwei Hubschrauber auf dem Gelände eines Krankenhauses der Provinzhauptstadt Chiang Rai landeten.

+++ 14.13 Uhr: Achter Junge angeblich gerettet +++

Augenzeugen berichten, dass ein achter Junger aus der Höhle befreit worden ist. Somit würden noch vier Jungs und ihr Trainier noch in der Höhle bleiben. Noch sind diese Berichte nicht offizielle bestätigt. 

+++ 14.02 Uhr: Siebter Junge angeblich gerettet +++

Wie CNN berichtet, soll inzwischen ein siebter Junge in Sicherheit sein. "Guardian"-Reporterin Veena Thoopkrjaei berichtet, dass er bereits ins Krankenhaus gebracht wurde.

+++ 13.53 Uhr: Schwierige Rettungsaktionen: Wem wird zuerst geholfen? +++

Wie entscheiden Einsatzkräfte, wer zuerst gerettet wird? "Auf den ersten Blick wäre es vielleicht logisch, die Schwächsten zuerst raus zu bringen", sagt Martin Groß von der Höhlenrettung Baden-Württemberg. Die Bedingungen für das Entkommen durch die etwa vier Kilometer lange, teilweise geflutete Höhle seien jedoch extrem. Da müsse man auf jeden Fall zuerst jemanden nehmen, "der psychisch und physisch stabil ist, über den die Ärzte sagen: der packt das".

+++ 13.33 Uhr: Gerettete Jungen müssen intensiv untersucht werden +++

Unklar ist, wie sich der mehr als zweiwöchige Aufenthalt auf die Gesundheit der Jungen ausgewirkt hat. Vor allem wird befürchtet, dass das Atmen von Vogel- und vor allem Fledermauskot in der Höhlenluft über längere Zeit Lungenprobleme verursacht haben könnte. Dass die Kinder-Psyche den langen Aufenthalt in der Dunkelheit einfach wegsteckt, gilt als mehr als unwahrscheinlich. Zudem muss sich zeigen, ob die geschwächten Kinder anfällig für Infektionen sind. Aus diesem Grund werden sie zunächst in Quarantäne gehalten - die Umarmung mit den Eltern muss daher noch warten.

+++ 13.10 Uhr: Erste Hinweise, dass ein sechster Junge aus Höhle befreit wurde +++

"Guardian"-Korrespondent Michael Safi berichtet, dass es erste Hinweise gibt, dass ein sechster Junge aus der Höhle befreit werden konnte. Auch dies wurde bisher offiziell nicht mitgeteilt; ein Mitglied des Rettungsteams bestätigte Safi jedoch, dass der Junge gerettet sei.

+++ 13.10 Uhr: Elon Musk bietet Hilfe durch Mini-U-Boot an +++

US-Milliardär Elon Musk (SpaceX, Tesla) hat den Rettern in Thailand Hilfe durch ein Mini-U-Boot und aufblasbare Rettungskapseln helfen. Die Geräte eignen sich offenbar besonders für Rettungsmissionen in beengten Räumen. Allerdings haben die Retter vor Ort, wie sich bisher zeigt, ein gut funktionierendes Prozedere entwickelt, die in der Tham-Luang-Höhle festsitzenden Jugendfußballer an die Oberfläche zu bekommen.

+++ 13.04 Uhr: Rettungsaktion verläuft offenbar schneller als geplant +++

Sollten sich die bisherigen Meldungen bestätigen - dass ein fünfter Junge bereits gerettet und im Krankenhaus ist, und dass drei weitere Jungen in einer Höhlen-Kammer zwei Kilometer vom Ausgang entfernt sind - würde die Rettungsaktion am zweiten Tag deutlich schneller laufen als geplant und auch am Tag zuvor. Laut Beobachtern bedeutet das jedoch nicht, dass heute noch mehr Jungen gerettet werden können, da die Rettung sehr anstrengend ist und die Taucher Zeit brauchen, neue Kraft zu schöpfen.

+++ 12.43 Uhr: Freiwillige versorgen Rettungskräfte - und auch Journalisten +++

Großer Einsatz vieler Freiwilliger an der Tham-Luang-Höhle. Sie versorgen die Rettungskräfte mit Essen - und sogar mit Massagen. Auch Journalisten profitieren davon. BBC-Journalistin würdigt die Freiwilligen - und dankt für den Unterschlupf bei heftigem Regen.

+++ 12.35 Uhr: Helikopter landet in der Nähe des Krankenhauses +++

Live-Bilder zeigen, dass eine Person mit dem Helikopter zum Krankenhaus in Chiang Rai gebracht wurde. Es ist davon auszugehen, dass es sich um den fünften geretteten Jungen handelt. Er wurde vom Landeplatz mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus gebracht.

+++ 12.24 Uhr: Person wird per Helikopter von Höhle weggeflogen +++

Ein Journalist des "Wall Street Journal" berichtet, dass eine Person auf einer Trage mit einem Hubschrauber abtransportiert wurde. Die Beobachtung passt zu den Hinweisen, ein fünfter Junge sei aus der Höhle getragen worden. Es verdichten sich die Hinweise, dass es sich dabei um einen fünften geretteten Jungen handelt, offiziell bestätigt ist das aber weiterhin nicht.

+++ 12.10 Uhr: Fünfter Junge offenbar gerettet +++

Laut diversen Medienberichten konnte ein fünfter Junge aus der Tham-Luang-Höhle gerettet werden. Als Quelle dient "ein Zeuge" am Eingang der Höhle, der berichtet, eine Person sei mit einer Trage herausgetragen worden. Ein weiteres Indiz: Am Krankenhaus, in dem die bisher schon geretteten Jungen untersucht werden, wurden die Zufahrtswege geräumt. Laut dem britischen "Guardian" gibt es eine Bestätigung aus der Einsatzzentrale.

+++ 11.50 Uhr: Jungen und Retter erreichen dritte Kammer in der Höhle +++

Nach Informationen der "Bangkok Post" befinden sich vier weitere Jungen in der sogenannten dritten Kammer der Tham Luang Höhle. Dort befindet sich die Operationszentrale der Retter innerhalb der Höhle. Sie befindet sich etwa zwei Kilometer vom Eingang in den Komplex entfernt. Die Zeitung beruft sich auf eine Quelle im Krisenstab. Danach benötigten die Taucher vier Stunden, um die Jungen von ihrem Unterschlupf zur dritten Kammer zu bringen.

+++ 11.42 Uhr: Rettung in Dreiergruppen - Zwei Taucher begleiten einen Jungen +++

Zwischendurch sei nochmals beschrieben, wie die Taucher die Jungen aus der Höhle holen. Auf großen Teilen der zurückzulegenden Strecke kann inzwischen wieder gegangen werden. Die Passage, in tauchend zurückgelegt werden, absolvieren Taucher und Jungen in Dreiergruppen. Dabei schwimmt einer der Taucher voran und hält eine weitere Tauchflasche in der Hand. Diese versorgt den zu rettenden Jungen mit dem nötigen Sauerstoff, ohne dass er die schwere Flasche selber schultern muss. Der zweite Taucher schwimmt hinter dem Jungen und sorgt für Sicherheit durch Körperkontakt, indem er das Bein des Jungen umfasst. Insgesamt müssen auf diese Weise 15 Meter durchtaucht werden. Hinzu kommen knapp 2,5 Kilometer Kletterstrecke.

+++ 11.21 Uhr: Superhelden tragen keinen Umhang ... +++

Ein Cartoon macht derzeit die Runde durch die sozialen Medien. Der Text: "Superhelden tragen keinen Umhang, sie tragen Taucherflaschen." Der Taucher auf dem Bild trägt ein Wildschwein-Ferkel - als Anspielung darauf, dass der Spitzname des in der Höhle festsitzenden Fußballteams "Die Wildschweine" ist.

+++ 11.13 Uhr: Gerettete Kinder und ihre Eltern dürfen sich vorerst nicht umarmen +++

Die Eltern der vier am Sonntag geretteten Jungen dürfen ihre Kinder vorerst nicht in die Arme schließen: Wegen der Infektionsgefahr für die geschwächten Jungen dürften die Eltern noch keinen körperlichen Kontakt mit ihren Söhnen haben, sagte der Provinzgouverneur von Chiang Rai, Narongsak Osottanakorn, der den Rettungseinsatz für die Jungen-Fußballmannschaft leitet, vor Journalisten. Die Quarantäne sei "eine Weile" lang nötig, "weil wir besorgt wegen Infektionen sind", sagte Narongsak. Die behandelnden Ärzte der Jungen träfen die Entscheidung, ob Angehörige die Jungen diese "aus der Entfernung oder durch Glas" sehen dürften.

+++ 11.04 Uhr: Kinder erhalten Beruhigungsmittel vor dem Tauchgang +++

+++ 10.39 Uhr: Klassenkameraden hoffen auf die Rettung: "Haben viele Hausaufgaben" +++

Klassenkameraden der eingeschlossenen Jugendlichen beschreiben der Presse ihre Hoffnungen, dass die Jungen heil aus der Tham-Luang-Höhle gerettet werden und sie ihre Freunde bald wiedersehen werden. "Wir werden gemeinsam gegrilltes Schweinefleisch essen", sagte Pansa Sompienjai (15). Er freue sich darauf, wieder mit seinen Freunden Fußball zu spielen. "Sie sollen sich außerdem beeilen, denn wir haben sehr viele Hausaufgaben", fügte er hinzu.

Klassenkameraden der in Thailand in einer Höhle eingeschlossenen Jungen sprechen zur Presse

Maisaiprasitart-Schule in Chiang Rai, Thailand: Klassenkameraden der in der Höhle festsitzenden Jungen beschreiben vor der Presse, wie sehr sie darauf hoffen, ihre Mitschüler wiederzusehen.

Getty Images

+++ 10.20 Uhr: Wettervorhersage insgesamt günstig +++

Der Erfolg der Rettungsaktion hängt maßgeblich im Stand des Wassers in der Höhle ab. Nach Angaben des Krisenstabs ist die Wettervorhersage insgesamt positiv. Erwartet werden vergleichsweise geringe Regenmengen. Zudem werde das Wasser nicht nur aus der Höhle herausgepumpt, sondern auch umgeleitet. An manchen Stellen soll der Wasserstand inzwischen so niedrig sein, dass auch die Kinder dort gehen können. "Wir haben das Wasser im Griff", teilte Krisenstab-Chef Osottanakorn während einer Pressekonferenz mit.

+++ 10.14 Uhr: Internationales Taucherteam umfasst 90 Spezialisten +++

An der laufenden zweiten Rettungsaktion sind nach Angaben des Leiters des Krisenstabs, Narongsak Osottanakorn, insgesamt 90 Taucher beteiligt. Das internationale Team besteht aus Spezialisten aus Thailand, China, Großbritannien und den USA. Es handelt sich, wie schon berichtet, um dieselben Teams, die auch am Sonntag erfolgreich waren; allerdings um dieselben Taucher. Etliche Taucher, die zu erschöpft waren, wurden nach Angaben der Behörden ausgetauscht. 

+++ 10.04 Uhr: Rettungsaktion läuft bereits seit vier Stunden +++

Die Behörden haben nun bestätigt, dass der zweite Versuch, Kinder aus der Tham-Luang-Höhle zu retten, schon seit etwa vier Stunden läuft. Somit könnten die Tauchteams in etwa zwei Stunden die Festsitzenden erreichen, die rund vier Kilometer tief in der Höhle festsitzen. Sie werden sich danach mit vier Jungen auf den Rückweg machen. Nach den Erfahrungen vom Sonntag sins Nachrichten darüber, ob die Aktion erfolgreich war, somit in zirka sieben Stunden zu erwarten.

+++ 9.55 Uhr: Behörden beklagen Einsatz von Drohnen über dem Höhlengebiet  +++

In einer offiziellen Stellungnahme haben offizielle Vertreter der thailändischen Regierung beklagt, dass es Angriffe auf das Kommunikationsnetz der Rettungsorganisationen gegeben habe. Nähere Einzelheiten dazu wurden nicht mitgeteilt; es erging die Aufforderung, das Abhören des Funks der Retter zu unterlassen. Betont wurde auch das bestehende Verbot des Einsatzes von Drohnen über dem Höhlengebiet - etwa zur TV-Berichterstattung. Die Drohnen könnten den Einsatz von Rettungshubschraubern behindern. Der Luftraum über dem Höhlenkomplex müsse frei bleiben, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern.

+++ 9.13 Uhr: Tauchgang dauert mehrere Stunden +++

Es dauert mehrere Stunden, um vier der Jungen aus der Höhle zu holen. Der genaue Zeitpunkt, zu dem die Rettungstaucher sich zu ihrer zweiten Mission aufgemacht haben, ist unklar, da bisher keine offizielle Mitteilung bekannt wurde. Reporter vor Ort berichten, dass sich Krankenwagen und Hubschrauber an der Tham Luang-Höhle bereithalten, um Gerettete sofort aufnehmen und zum Krankenhaus bringen zu können.

+++ 8.20 Uhr: Schule betont, wie wichtig Englisch ist +++

Thailand Höhle - Plakat in einer Schule: Du weißt nie, wann du dein Englisch brauchst

In einer Schule, in die sechs der in der Tham-Luang-Höhle festsitzende Jungen gehen, wird das Höhlenunglück genutzt, um darauf hinzuweisen, wie wichtig es sein kann, gut Englisch zu sprechen.

DPA

In der Prasitsart-Schule der nordthailändischen Gemeinde Mae Sai, wo sechs der zwölf in der Höhle gefangenen Jungen unterrichtet werden, wird das Höhlen-Drama genutzt, um darauf hinzuwirken, im Englisch-Unterricht besser aufzupassen. Dort hängt nun ein großes Plakat, auf dem steht: "You never know when you will need your English." ("Man weiß nie, wann man sein Englisch brauchen wird.") Dazu wird der Wortwechsel wiedergegeben, den einer der Schüler auf Englisch mit dem britischen Taucher John Volanthen führte, der das Team nach tagelanger Suche in der Höhle entdeckt hatte. ("Wie viele seid ihr hier?" "13" "Brillant.") In Thailand, wo sich viele Leute mit der englischen Sprache eher schwer tun, bekam der Junge dafür bereits viel Lob. Zudem kündigte die Schule an, dass die Jungen bei einem glücklichen Ausgang des Dramas zunächst einmal keine Klassenarbeiten mitschreiben müssen.

+++ 8.13 Uhr: Rettungsaktion wird fortgesetzt - Taucherteam geht wieder in die Höhle +++

Die zweite Rettungsaktion in der Tham-Luang-Höhle hat offenbar begonnen. Der australische Journalist Daniel Sutton vom TV-Sender "Ten Australia" twitterte, die Taucher hätten sich zu ihrer zweiten Mission aufgemacht. Ziel ist es, an diesem Montag erneut vier Jungen aus der Höhle zu holen. Eine offizielle Bestätigung dafür fehlt allerdings noch.

+++ 8.04 Uhr: Heftiger Regen im Höhlengebiet +++

Während die Rettungskräfte letzte Vorbereitungen für die zweite Rettungsmission innerhalb der Höhle treffen, hat wieder heftiger Monsunregen eingesetzt. Ob deswegen die erneute Aktion abgebrochen werden muss oder nicht, ist zur Stunde unklar.

+++ 7.37 Uhr: Retter setzen erneut auf das erfolgreiche Taucherteam +++

Die Vorbereitungen für die zweite Rettungsaktion sind laut Berichten von vor Ort offenbar kurz vor dem Abschluss. Das Taucherteam, das am Sonntag die ersten vier Jungen aus der Höhle gerettet hat, soll auch heute zum Einsatz kommen, sagte der thailändische Innenminister. Geplant ist, erneut vier der "Wildschweine", so der Spitzname des Fußballteams, aus der Höhle zu holen. Damit ist klar, dass die Rettungsaktion noch mindestens zwei Tage andauern wird. 

+++ 6.00 Uhr: Gerettete Jungen in gutem Zustand +++

Die ersten vier aus der Tham-Kuang-Höhle geretteten Jungen sind in einem guten Zustand. Das haben die ersten Untersuchungen in einem Krankenhaus ergeben, wie Thailands Innenminister Anupong Paojinda bestätigt. Es müssen allerdings noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden, hieß aus der etwa 70 Kilometer von der Höhle entfernten Klinik.

+++ 5.46 Uhr: Familien warten ungeduldig auf das Wiedersehen +++

Die Familien der ersten geretteten Jungen warten Berichten zufolge noch auf ein erstes Wiedersehen. Wie der Sender Thai PBS berichtet, informierten die Behörden die Familien, sich für einen Besuch im Krankenhaus bereit zu halten. Sie werden derzeit in einem Krankenhaus in der Stadt Chiang Rai behandelt. 

+++ 4.26 Uhr: Ist der Betreuer unter den vier Geretteten? +++

Gerüchten zufolge soll der 25-jährige Betreuer der Fußballmannschaft unter den vier Geretteten sein. Nach Informationen des britischen "Guardian" ist dies allerdings nicht bestätigt. In den offiziellen Statements ist stets die Rede von "four kids", was den Gerüchten widersprechen würde. Allerdings wurde bisher die Identität der bisher Geretteten nicht offiziell bekannt gegeben. Als Grund dafür, dass der 25-Jährige unter den ersten aus der Höhle geholten Personen sein könnte, gilt, dass der Mann sehr geschwächt und krank sein soll, weil er zugunsten der Jungen auf Nahrung verzichtet haben soll.

+++ 3.34 Uhr: Identität der vier Geretteten noch nicht offiziell bestätigt +++

Welche vier Jungen bereits gerettet werden konnten, wurde bisher nicht offiziell mitgeteilt. Auch die Eltern und Verwandten der vier wissen angeblich nicht Bescheid. Wie es heißt, wollen die Behörden mit der Bekanntgabe der Namen warten bis alle 15 Jungen und ihr Betreuer gerettet werden konnten. Niemand solle sich benachteiligt fühlen, heißt es.

+++ 2.10 Uhr: Rettungsaktion in Tham-Kuang-Höhle wird fortgesetzt +++

In Thailand soll die Mission zur Rettung der eingeschlossenen Fußballer und ihres Trainers heute fortgesetzt werden. Derzeit ist die Aktion aber noch unterbrochen, damit sich die Rettungskräfte erholen können und frische Atemluft in die Höhle gepumpt werden kann. Wann die Retter die nächste Etappe in Angriff nehmen können, ist zur Stunde noch unklar. Die Unterbrechung kann bis zu 20 Stunden dauern. In der Nacht hat es wieder heftig geregnet.

dho mit / DPA / AFP