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News des Tages: Hunderttausende Katalonen gehen in Barcelona auf die Straße

Hunderttausende Katalanen fordern Freilassung von katalanischen Separatisten +++ Echo-Veranstalter will Preis überarbeiten +++ VW soll Zulieferer beschattet haben +++ Ein Blauhelm-Soldat in Mali getötet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Protestmarsch von Anhängern der katalonischen Separatisten

Protestmarsch von Anhängern der katalonischen Separatisten

Getty Images

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Echo-Veranstalter will Preis überarbeiten (12.45 Uhr)

  • Merkel: Unterschiede zwischen West und Ost ausgleichen (11.33 Uhr)

  • soll Zulieferer beschattet haben (6.45 Uhr)

  • Ein -Soldat in Mali getötet (3.10 Uhr)

  • MLS: schlägt Schweinsteiger (0.20 Uhr)

Die News des Tages im -Ticker:

+++ 18.30 Uhr: USA kündigen neue Sanktionen gegen Russland an +++

Die USA haben neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Die Strafmaßnahmen sollen russische Unternehmen treffen, die mit der syrischen Regierung Geschäfte machen, sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, im Fernsehsender CBS. Das Finanzministerium in Washington werde die Sanktionen am Montag verhängen.

+++ 16:41 Uhr: Hunderttausende Katalanen gehen auf die Straße +++

Hunderttausende Menschen haben in Barcelona für die Freilassung von neun inhaftierten Anführern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung demonstriert. Sechs Monate nach den ersten Festnahmen forderten die Teilnehmer des Protestmarschs am Sonntag "Freiheit für die politischen Gefangenen". Die städtische Polizei sprach am Nachmittag von 315.000 Teilnehmern.
Hunderte Busse brachten Demonstranten aus ganz Katalonien nach Barcelona.

Die Demonstranten schwenkten katalanische Fahnen, viele von ihnen trugen als Zeichen der Solidarität mit den Häftlingen gelbe Schleifen an ihrer Kleidung oder zogen gelbe Schals und Jacken an. Die Proteste wurden organisiert von einer im März gegründeten Plattform zum "Schutz der katalanischen Institutionen".

+++ 13.50 Uhr: "Automobilwoche": VW-Chef Diess will auch Vorsitz des Audi-Aufsichtsrats übernehmen +++

Der neue Volkswagen-Chef Herbert Diess will einem Pressebericht zufolge auch den Vorsitz des Aufsichtsrats von Audi übernehmen. Das berichtete die Branchenzeitung "Automobilwoche" am Wochenende vorab aus ihrer neuen Ausgabe, ohne weitere Angaben dazu zu machen. Diess war am vergangenen Donnerstag zum Nachfolger von VW-Vorstandschef Matthias Müller ernannt worden. Er soll den Konzernumbau bei VW weiter vorantreiben. Am 9. Mai findet die diesjährige Audi-Hauptversammlung in Ingolstadt statt. Noch führt Müller den Audi-Aufsichtsrat. 

+++ 13.35 Uhr: Bekannter US-Anwalt zündet sich aus Protest gegen Umweltverschmutzung an +++

In den USA hat sich ein bekannter Anwalt und Aktivist aus Protest gegen die Umweltverschmutzung angezündet. Die Leiche von David Buckel wurde am Samstag in einem Park im New Yorker Stadtteil Brooklyn gefunden, wie die "New York Times" berichtete. In einem Abschiedsbrief, den auch andere US-Medien erhielten, schrieb Buckel, er habe sich mit einem "fossilen Brennstoff" angezündet, um auf die Umweltschäden durch Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle aufmerksam zu machen.
"Umweltverschmutzung verwüstet unseren Planeten und macht ihn über Luft, Boden, Wasser und Wetter unbewohnbar", schrieb Buckel demnach in seinem Brief. "Die meisten Menschen auf dem Planeten atmen inzwischen Luft ein, die durch fossile Brennstoffe gesundheitsschädlich gemacht worden ist, und viele sterben als Folge davon früher - mein früher Tod durch fossilen Brennstoff spiegelt wider, was wir uns antun."

+++ 12.50 Uhr: Passagierflugzeug in China nach Drohung mit Stift umgeleitet +++

Weil ein Fluggast ein Besatzungsmitglied mit einem Stift bedroht hat, ist eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Air China auf dem Weg nach Peking umgeleitet worden. Das Flugzeug landete am Sonntag außerplanmäßig in Zhengzhou, wie die chinesische Luftfahrtbehörde mitteilte. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit. Der Mann hatte den Angaben zufolge nach dem Start in Changsha einen Stift gezückt, um ein Crewmitglied als Geisel zu nehmen. Zum Motiv des Mannes machte die Behörde keine Angaben. Sie teilte auch nicht mit, was mit ihm passiert ist. Die Nachrichtenagentur China News Service verbreitete ein Foto, das Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge vor dem Flughafen in Zhengzhou zeigte.

In einem Video der Nachrichtenportale "Beijing News" und "Tencent News" berichtete ein Passagier, der Zwischenfall habe viele schlafende Fluggäste aufgeweckt. Er habe eine Frau schreien gehört. "Niemand wusste, was los ist", sagte der Mann, Die Crew habe aber dafür gesorgt, dass alle Passagiere ruhig und auf ihren Plätzen geblieben seien.

+++ 12.10 Uhr: Echo-Veranstalter will Preis überarbeiten +++

Angesichts der Kritik nach der Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang will der Veranstalter das Konzept erneuern. "Als Konsequenz daraus wird der Preis auf Entscheidung des Vorstandes vom heutigen Tag nun überarbeitet werden", erklärte Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das schließe die "umfassende Analyse und die Erneuerung der mit der Nominierung und Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen" ein. Nähere Details nannte er nicht.

"Im Zuge der aktuellen Debatte mussten wir erkennen, dass wir uns in einem Umfeld wiederfinden, das den Preis in ein falsches Licht rückt", betonte Drücke. "Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben." Die Art und Weise der öffentlichen Befassung mit der Auszeichnung des Albums habe zu einer Welle der Betroffenheit geführt - "die uns sehr bestürzt und die den Preis überhöht und zugleich überfordert".

+++ 11.33 Uhr: Merkel: Unterschiede zwischen Ost und West ausgleichen +++

Vor ihrem Treffen mit den Ost-Ministerpräsidenten am Mittwoch hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur weiteren Förderung Ostdeutschlands bekannt. Zwar wolle die Bundesregierung mit einem Förderprogramm für alle strukturschwachen Regionen zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland beitragen, sagte Merkel in einer am Sonntag veröffentlichen Videobotschaft. Aber auch nach dem Auslaufen des Solidarpakts II Ende 2019 werde es noch strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West geben.

So betrage das Bruttoinlandsprodukt im Osten pro Kopf nur etwa 73 Prozent des Westens, auch die Steuerkraft sei geringer. "Das heißt, wir müssen immer wieder fragen, wie können wir systemische, strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West ausgleichen im Bereich der Forschung, im Bereich der Sitze von großen Unternehmen, im Bereich der Frage der strukturellen Arbeitslosigkeit", erklärte Merkel.

+++ 10.45 Uhr: Bundesregierung will digitales Bürgerportal noch in diesem Jahr starten +++

Die Bundesregierung will schon in diesem Jahr das digitale Bürgerportal starten, in dem jeder Verwaltungsleistungen online erledigen können soll. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte dem "Tagesspiegel am Sonntag": "Bis 2022 soll alles digital erledigt werden können." Ziel sei es, dass jeder Bürger vom Schreibtisch aus den Wohnort ändern, Pässe beantragen und Autos ummelden kann. Mit einem Passwort sollen Behördengänge - egal ob beim Wohnort, dem Landkreis, dem Bundesland oder dem Bund - digital erledigt werden können. Dennoch soll es nach den Worten Brauns weiter Ansprechpartner in den Bürgerbüros geben, damit ältere oder digital nicht affine Bürger nicht ausgegrenzt würden. "Der digitale Zugang ist nur ein Angebot", betonte der Kanzleramtsminister.

+++ 9.25 Uhr: Elektro-Busse von Flixbus vor Test auch in Deutschland +++

Der Fernbusanbieter Flixbus will elektrisch angetriebene Busse auch in Deutschland ausprobieren. "Wir testen gerade den weltweit ersten elektrischen Fernbus im Linienbetrieb zwischen Paris und Amiens (Frankreich). Wir wollen das Pilotprojekt bald auch in Deutschland fortsetzen", kündigte Firmenchef André Schwämmlein in der "Rheinischen Post" an.

Nach dem Einstieg in den deutschen Bahnverkehr will Flixbus zudem sein Angebot auf der Schiene ausbauen. "Wir werden weitere Trassen beantragen", sagte Schwämmlein. "Welche das sind, geben wir im Lauf der nächsten Wochen bekannt." Seit Ende März verkehrt täglich außer mittwochs zwischen Köln und Hamburg ein "Flixtrain". Mitte April soll die Strecke von Stuttgart nach Berlin dazukommen.

+++ 8.10 Uhr: Bouffier will Rechtskundeunterricht für Flüchtlingskinder an Schulen +++

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" Rechtskundeunterricht für Flüchtlingskinder an den Schulen des Landes einführen. In sogenannten Rechtsstaatsklassen solle den Kindern nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch das Rechtssystem und die Werteordnung des Landes vermittelt werden, berichtete das Magazin am Samstag. Einen ähnlichen Unterricht gebe es bereits seit zwei Jahren in Flüchtlingsheimen. "Das Projekt ist sehr erfolgreich. Deshalb wollen wir diese Erfahrung nutzen und in der kommenden Legislaturperiode den Unterricht ausweiten", wurde Bouffier zitiert.

+++ 6.45 Uhr: Bericht: Volkswagen ließ Zulieferer der Prevent-Gruppe beschatten +++

Im Streit mit der Prevent-Gruppe hat den Zulieferer einem Zeitungsbericht zufolge ab März 2017 beschatten lassen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, beauftragte ein Jurist aus der VW-Einkaufsabteilung über die Kanzlei Hogan Lovells eine Berliner Sicherheitsfirma, die Informationen über insgesamt 37 "Zielpersonen" beschaffen sollte. Darunter waren demnach Mitglieder der Eigentümer-Familie, zahlreiche Führungskräfte der Tochterfirmen und auch drei Anwälte der Unternehmensgruppe.
Der Vorgang lief bei dem Wolfsburger Autokonzern intern unter dem Decknamen "Herzog", wie das Blatt weiter berichtete. Die Privatermittler suchten demnach auch Wohnadressen auf und dokumentierten ihre Beobachtungen in zahlreichen Dossiers.

Ein VW-Sprecher bestätigte laut "Bild am Sonntag" den Vorgang. Ziel sei es gewesen, mehr Transparenz über die Strukturen und Netzwerk der Unternehmensgruppe zu bekommen. "Nach unseren Erkenntnissen sind die Recherchen von dem Dienstleister stets im Rahmen der rechtlichen Vorschriften durchgeführt worden", sagte der Sprecher demnach. Aus Unternehmenskreisen hieß es der Zeitung zufolge aber, dass die Ermittlungen möglicherweise "über das Ziel hinausgeschossen seien".

Die beiden in Sachsen ansässigen Zulieferfirmen ES Guss und Car Trim hatten sich 2016 tagelang geweigert, Getriebeteile beziehungsweise Sitzbezüge an den VW-Konzern zu liefern, da dieser Schadenersatzzahlungen bei einem gestrichenen Auftrag verweigere. Beide Firmen gehören zur Unternehmensgruppe Prevent.

+++ 4.35 Uhr: Ermittler arbeiten an Anklage nach Entführung von Milliardärssohn +++

Die Staatsanwaltschaft Gießen arbeitet an einer Anklageerhebung gegen den vor einem Monat festgenommenen mutmaßlichen Entführer von Milliardärssohn Markus Würth. Es seien weitere Zeugen vernommen worden, und Tatort-Spuren seien noch in der Auswertung, sagte der Gießener Staatsanwalt Thomas Hauburger auf Anfrage. Der mutmaßliche Kidnapper stehe unter dringendem Tatverdacht und befinde sich weiter in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Tatvorwürfe.

Freunde und Arbeitskollegen des Beschuldigten seien vernommen worden, "um sich einen Eindruck von seiner Person und seinem Bewegungsradius zu verschaffen", erklärte Hauburger zum aktuellen Stand. Neue Erkenntnisse sind auch möglich über die Auswertung der Handydaten und von Computerdateien des Mannes. "Die Auswertung der sichergestellten Speichermedien ist noch nicht abgeschlossen", sagte Hauburger. 

+++ 3.10 Uhr: Ein Toter und etwa zehn Verletzte bei Angriff auf Blauhelm-Soldaten in Mali +++

Bei einem großangelegten Angriff auf einen UN-Stützpunkt im malischen Timbuktu ist ein Blauhelm-Soldat getötet worden. Etwa zehn weitere Soldaten der UN-Mission Minusma wurden bei der Attacke am Samstag verletzt, fünf von ihnen lebensgefährlich, wie das malische Sicherheitsministerium auf Facebook mitteilte. Darüber hinaus seien bei dem Angriff etwa zehn französische Soldaten der "Operation Barkhane" gegen Dschihadisten verwundet worden. Die Lage sei inzwischen wieder "unter Kontrolle".
Der "Terror-Angriff" habe sowohl dem UN-Stützpunkt als auch dem Stützpunkt der Barkhane-Mission gegolten, die sich in der Nähe des Flughafens von Timbuktu befinden. Nach Angaben des Ministeriums steuerten die Angreifer zwei mit Bomben beladene Fahrzeuge auf die Stützpunkte zu. Eines der Fahrzeuge sei explodiert, das andere sei zuvor gestoppt worden.

+++ 1.20 Uhr: Nachlass von Zsa Zsa Gabor versteigert - Gemälde für 45 000 Dollar +++

16 Monate nach dem Tod der Filmdiva Zsa Zsa Gabor hat die Versteigerung ihres Nachlasses Bieter aus aller Welt nach Beverly Hills gelockt. Ein von der US-Künstlerin Margaret Keane (90) gemaltes Porträt der Schauspielerin brachte bei der Auktion am Samstag 45 000 Dollar (36 000 Euro) ein. Ein Steinway-Flügel aus dem Jahr 1927, den Gabor mit ihrem früheren Ehemann George Sanders gekauft hatte, kam für knapp 24 000 Dollar unter den Hammer.

Fast 1000 Gegenstände, darunter Schmuck, Gemälde, Möbel und teure Designer-Roben wurden von Heritage Auctions angeboten. Gabors Witwer, der Deutsche Frederic Prinz von Anhalt, hatte die Gegenstände zuvor in der Bel-Air-Villa, wo die Schauspielerin bis zu ihrem Tod mit 99 Jahren im Dezember 2016 lebte, gezeigt.

Eine speziell für Zsa Zsa angefertigte Diamanten-Kette mit dem Schriftzug "Dah-ling" fand für 20 000 Dollar einen Käufer, ein bodenlanger weißer Pelzmantel für mehr als 6000 Dollar. Ihr Reisepass aus dem Jahr 1961, in dem sie ihr falsches Geburtsdatum angegeben hatte, wurde für 4250 Dollar versteigert. Fans der Hollywood-Diva kamen aber auch billiger weg. Für Pillenbehälter mit dem Namen Gabors zahlte ein Bieter rund 1000 Dollar.

+++ 0.20 Uhr: MLS: Schweinsteiger verliert mit Chicago gegen Ibrahimovics LA Galaxy +++

Weltmeister Bastian Schweinsteiger hat mit Chicago Fire in der nordamerikanischen MLS eine knappe Heimniederlage kassiert. Das Team aus Illinois verlor am Samstag (Ortszeit) gegen die LA Galaxy 0:1 (0:1). Galaxy-Superstar Zlatan Ibrahimovic erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Kopf den entscheidenden Treffer. Für den 36-jährigen Schweden war es der dritte Treffer im dritten Spiel. Nach dem Seitenwechsel dominierte zwar Chicago, Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Der 33-jährige Schweinsteiger spielte vor knapp 22 000 Zuschauern im ausverkauften Toyota Park durch. 

Chicago liegt nach der dritten Niederlage in fünften Saisonspiel mit vier Punkten weiter auf dem drittletzten Platz in der Eastern Conference. Die Kalifornier verbessern sich mit 10 Punkten auf den dritten Platz im Westen.

+++ 0.10 Uhr: Dobrindt: CDU hat Konservatives vernachlässigt - Nicht mit AfD reden +++

Der Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Alexander Dobrindt, hat der Schwesterpartei CDU vorgeworfen, ihre konservative Wurzel vernachlässigt zu haben. "Auch die CDU weiß, dass die Unionsparteien auf drei Säulen ruhen: der christlich-sozialen, der liberalen und der konservativen. Allerdings hat die konservative Wurzel in der Vergangenheit nicht gleichberechtigt neben den beiden anderen gestanden", sagte Dobrindt der "Welt am Sonntag". Das müsse man wieder ändern.

Samstag, 14. April

+++ 17.46 Uhr: Tausende demonstrieren in Berlin wegen "Mietenwahnsinn" +++

Sie haben es satt: Rund 13.000 Menschen haben in Berlin ein starkes Zeichen gegen steigende Mieten gesetzt. Trotz des anfangs starken Regens zogen sie vom Potsdamer Platz durch Schöneberg bis nach Kreuzberg. Unter dem Motto "Widerstand - gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" hatten 254 Initiativen und Organisationen zu dem Protest aufgerufen. Die Polizei war laut eigenen Angaben mit 400 Beamten im Einsatz. Damit gingen erstmals in Berlin mehrere Tausend Menschen gegen die Wohnungspolitik auf die Straße. Im September 2016 und im April 2017 waren es jeweils nur mehrere Hundert Teilnehmer.

+++ 16.30 Uhr: 14 Verletzte bei Verkehrsunfall in Bayern +++

Beim Zusammenstoß von drei voll besetzten Autos in einem Tunnel bei Garmisch-Partenkirchen sind 14 Menschen verletzt worden. Ein Fahrer kam auf die Gegenspur und kollidierte dort mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen, wie ein Polizeisprecher in Bayern mitteilte. Einer der Unfallwagen war ein Transporter mit bis zu sieben Menschen an Bord. Keiner der Insassen wurde dabei schwer verletzt.

+++ 16.12 Uhr: Fußballer erleidet Herzstillstand im Training in Spanien +++ 

Der tunesische Fußballer Lassad Nouioui ist im Training beim spanischen Fußball-Drittligisten CD Toledo aufgrund eines Herzstillstands zusammengebrochen. Nouioui liege derzeit auf der Intensivstation, sein Zustand sei aber stabil, teilte sein Verein mit. Der 32-Jährige solle noch für weitere Tests im Krankenhaus bleiben. Nouioui spielte von 2009 bis 2012 für den spanischen Erstligisten Deportivo La Coruña und anschließend ein Jahr für Celtic Glasgow.

+++ 15.12 Uhr: Vermisster Tengelmann-Chef - Einsatzkräfte hoffen auf Zufallsfund +++ 

Bei der Suche nach dem mit hoher Wahrscheinlichkeit verunglückten Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub setzen die Einsatzkräfte in den Schweizer Alpen jetzt vor allem auf einen Zufallsfund. "Wenn zum Beispiel ein Bergführer etwas entdecken würde, würde sofort wieder ausgerückt werden", sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit seien jedoch alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Eine gezielte Suche sei möglicherweise sogar erst nach der Schneeschmelze möglich.

Haubs Familie hatte am Freitag mitgeteilt, sie habe die Hoffnung aufgegeben, den vermissten Milliardär noch lebend zu finden. Die sogenannte Überlebendensuche wurde inzwischen auf eine Bergungssuche umgestellt. Dabei gehen die Helfer unter anderem nicht mehr allzu hohe Risiken ein. 

+++ 15.04 Uhr: Frau in Osnabrück getötet - Hintergründe weiter unklar +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 61-Jährigen in Osnabrück dauern die Ermittlungen weiter an. Polizisten hatten die zerstückelte Leiche der Frau in der Nacht zum Donnerstag in einer Garage eines Einfamilienhauses gefunden. Der 31 Jahre alte Sohn der Frau wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Er schweigt zu den Vorwürfen und hat einen Anwalt beauftragt. Die Hintergründe für das Verbrechen sind auch heute noch unklar, sagte Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

+++ 13.40 Uhr: Waschbär hängt in Blitzableiter fest +++

Ein Waschbär ist in Rudersberg in Baden-Württemberg am Blitzableiter eines Hausdachs hängen geblieben - und hat einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Bewohner hatten die Retter am frühen Morgen verständigt, wie der stellvertretende Gesamtkommandant Frank Ehmann sagte. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit neun Leuten samt Leiter an. "Als er das gemerkt hat, hat er sich dann offenbar doch noch einmal angestrengt", sagte Ehmann. Folge: Der Waschbär befreite sich selbst aus der misslichen Lage.

+++ 13.23 Uhr: Torso in Neusiedler See gefunden +++

Der Fund einer Frauenleiche im Neusiedler See gibt der österreichischen Polizei Rätsel auf. Ein Fischer hatte den Torso ohne Unterarme, Beine und Kopf rund 800 Meter vom Ufer entfernt im Wasser treibend entdeckt. Polizeitaucher fanden später auch einen Kopf am Grund des Sees im Bereich der Ruster Bucht im Burgenland. Die Identität der Frau ist derzeit unbekannt. Die Tote dürfte sich nach Polizeiangaben bereits seit einigen Monaten in dem See befunden haben. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an.

+++ 12.54 Uhr: Offenbar 254 Fehler der Berliner Polizei im Fall Anis Amri +++ 

Interne Ermittler haben einem "Spiegel"-Bericht zufolge zahlreiche weitere Versäumnisse der Berliner Polizei im Fall des Attentäters Anis Amri entdeckt. So seien abgehörte Telefonate nicht übersetzt und Observationen zu früh beendet worden, berichtet das Magazin aus dem 188 Seiten langen Bericht der Taskforce "Lupe", die der Berliner Polizeipräsident im Mai vergangenen Jahres eingesetzt hatte. Damit seien Chancen verpasst worden, Amri frühzeitig ins Gefängnis zu bringen. Die Berliner Ermittler hätten es versäumt, "Vorgänge zusammenzuführen, Ermittlungen zu bündeln und auszuweiten sowie zielgerichtet Maßnahmen der Inhaftierung oder der Abschiebung gegen ihn zu initiieren", zitierte der "Spiegel" aus dem Polizeibericht. Insgesamt stellte die Taskforce demnach 254 Mängel im Umgang mit Amri fest, 32 bezeichnete sie als schwer, weil sie sich auf das Ermittlungsergebnis ausgewirkt hätten. 

   

+++ 12.53 Uhr: SPD muss sich laut Nahles mehr um innere Sicherheit kümmern +++ 

Die designierte SPD-Chefin Andrea Nahles hat ihre Partei dazu aufgefordert, sich stärker um das Thema innere Sicherheit zu kümmern. "Ich rate dazu, nicht über jedes Stöckchen zu springen, selbstbewusst zu sein, das Thema innere Sicherheit selbst zu besetzen, und so wie wir als Sozialdemokraten es immer tun, auch gegenüber Migranten ohne Ressentiments", sagte Nahles bei einem SPD-Landesparteitag im niedersächsischen Bad Fallingbostel. In der dortigen Koalition von SPD und CDU gibt es mit Boris Pistorius einen der profiliertesten SPD-Innenminister. 


+++ 12.10 Uhr: Winnie Mandela wird in Südafrika bestattet +++ 

In Südafrika haben die Trauerfeierlichkeiten für die kürzlich gestorbene Anti-Apartheids-Kämpferin Winnie Madikizela-Mandela begonnen.
Tausende Menschen versammelten sich im Orlando-Stadion in Soweto, einem Township von Johannesburg. Dort wurde der in die Nationalflagge gehüllte Sarg vorgefahren. Soldaten trugen ihn dann über einen roten Teppich hinein. Ein Chor sang die Nationalhymne und die Lieblingslieder der Verstorbenen. Bei dem Staatsbegräbnis sollte auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprechen. Verschiedene Spitzenpolitiker afrikanischer Nachbarländer waren angereist.
Madikizela-Mandela war Anfang April im Alter von 81 Jahren gestorben. Die Ex-Frau des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, gilt als Symbolfigur des Kampfes gegen Apartheid. Sie ist aber nicht unumstritten, denn ihr Leben war auch von kriminellen Verwicklungen und Skandalen geprägt. 

+++ 10.45 Uhr: Beziehungstat: Ex-Freund erschießt Kellnerin in Restaurant +++

Ein 49-jähriger Mann hat im Keller eines Kölner Restaurants seine 50-jährige Ex-Freundin erschossen. Anschließend tötete er sich selbst, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten. Die Leichen waren am Freitagabend in dem Keller gefunden worden. Die Frau habe als Kellnerin in der Gaststätte im Stadtteil Niehl gearbeitet. Nach ersten Erkenntnissen folgte der Ex-Freund der Frau unbemerkt, als diese in den Keller ging, um Getränke zu holen. Dann habe er sie mit einer Faustfeuerwaffe erschossen und sich anschließend selbst getötet. Das Motiv der Tat liege "mutmaßlich im zwischenmenschlichen Bereich". Eine Mordkommission der Polizei Köln habe die Ermittlungen aufgenommen.

+++ 9.14 Uhr: Vettel startet in China von der Pole +++ 

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hat sich die Pole Position beim Großen Preis von China erobert. Der viermalige Formel-1-Weltmeister verwies in der Qualifikation in Shanghai seinen Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen in seinem letzten Versuch noch auf den zweiten Startplatz. Dritter wurde Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas. Titelverteidiger Lewis Hamilton musste sich im zweiten Silberpfeil mit Rang vier zufriedengeben. Renault-Pilot Nico Hülkenberg beendete die Qualifikation als Siebter.


+++ 9.12 Uhr: Oscar-Preisträger Milos Forman gestorben +++

Oscar-Preisträger Milos Forman ist tot. Formans Ehefrau Martina sagte der tschechischen Nachrichtenagentur CTK am Samstag, der Regisseur sei am Freitag im Alter von 86 Jahren überraschend nach kurzer Krankheit gestorben. Forman wurde bekannt mit Filmen wie "Einer flog über das Kuckucksnest", "Hair" und "Amadeus".

Forman wurde 1932 in Mittelböhmen als jüngster Sohn eines Lehrers geboren. Er war acht Jahre alt, als seine Eltern von der Gestapo verhaftet wurden, beide kamen in Konzentrationslagern ums Leben. An der Prager Filmakademie lernte Forman sein Handwerk. Mit Filmsatiren wie "Die Liebe einer Blondine" (1965) und "Der Feuerwehrball" (1967) zählte er zu den Vorreitern der experimentierfreudigen Neuen Welle des tschechoslowakischen Films.

Nachdem sowjetische Panzer 1968 den Prager Frühling niederwälzten, emigrierte Forman in die USA. Sein Psychodrama "Einer flog über das Kuckucksnest" gewann 1976 fünf Oscars, darunter für Regie, Hauptdarsteller Jack Nicholson und als bester Film. Mit der Mozart-Biografie "Amadeus" (1984) besiegelt Forman seinen Erfolg in Hollywood. Der Film, der das Musik-Genie in einem neuen, nicht nur freundlichen Licht zeigt, erhielt acht Oscars, auch für die beste Regie.

Forman lebte zuletzt mit seiner dritten Ehefrau und den 1998 geborenen Zwillingssöhnen im US-Staat Connecticut. "Sein Weggang war ruhig, und er war die ganze Zeit von seiner Familie und seinen Nächsten umgeben", sagte sie telefonisch aus den USA. Der letzte Abschied werde im engen Familienkreis stattfinden. 

+++ 4.12 Uhr: Unwetter trifft Hessen - Retter im Großeinsatz +++

Ein heftiges Frühlingsgewitter hat am Freitagabend den Osten Hessens getroffen. Schlammlawinen bedeckten Straßen und beschädigten Häuser, wie die Polizei mitteilte. Keller liefen voll Wasser und wurden ausgepumpt. Hunderte Retter waren in der Region um Fulda stundenlang im Dauereinsatz und bewältigten mehr als 170 Einsätze. Wie hoch der Sachschaden ist, war noch unklar. Das Unwetter war auch der Grund für einen schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 27 in Fulda. Dort fuhren nach Polizeiangaben drei Fahrzeuge aufeinander auf, drei Menschen wurden leicht verletzt.

+++ 02.50 Uhr: Vize-Schatzmeister der US-Republikaner tritt nach Affäre mit Ex-Model zurück +++

Der Vize-Schatzmeister der US-Republikaner ist nach Medienberichten über angebliche Geldzahlungen im Rahmen einer Schweigevereinbarung an ein früheres "Playboy"-Model zurückgetreten. Elliott Broidy habe seinen Rücktritt damit begründet, dass er nicht von den Vorbereitungen der Republikaner für die US-Parlamentswahlen im November ablenken wolle, sagte die Vorsitzende des Republican National Committee, der Parteiorganisation der Republikaner, Ronna McDaniel, am Freitag im Fernsehsender CNN.

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, Broidy habe Ende 2017 im Anschluss an eine Affäre einen Vertrag mit einem nicht namentlich genannten ehemaligen "Playboy"-Model geschlossen. Die Frau sollte demnach gegen die Zahlung von 1,6 Millionen Dollar nicht öffentlich über die Affäre sprechen - und darüber, dass sie ein gemeinsames Kind mit Broidy abgetrieben habe.

vit / DPA / AFP