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Jersey City: Stundenlange wilde Schießerei bei New York – sechs Tote

Schüsse erschüttern die Straßen von Jersey City bei New York über mehrere Stunden. Am Ende sind sechs Menschen tot. Alles begann mit einer Mord-Ermittlung auf einem Friedhof.

Polizisten gehen schwer bewaffnet über eine Straße

Jersey City: Polizisten sichern die Gegend, in der es am Dienstag zu einer Schießerei kam

AFP

Nahe der US-Metropole New York sind bei einer stundenlang andauernden Schießerei sechs Menschen getötet worden. Unter den Toten waren ein Polizist, drei Zivilisten und die beiden mutmaßlichen Täter, wie US-Behörden am Dienstag (Ortszeit) mitteilten. Der Vorfall in der Stadt Jersey City im US-Bundesstaat New Jersey habe auf einem Friedhof begonnen, auf dem zwei Beamte in Zusammenhang mit einem Mordfall ermittelten. Ein Verdächtiger habe das Feuer eröffnet und dabei einen Polizisten getötet, den anderen verwundet und sei dann geflohen.

Die beiden Verdächtigen suchten den Behörden zufolge in einem nahen Gemischtwarenladen Zuflucht. Als die Polizei mit Verstärkung kurz nach Mittag vor dem Laden eintraf, sei sie schon mit schwerem Gewehrfeuer empfangen worden, berichteten die Beamten. Auf online kursierenden Videos waren laute Schüsse zu hören und über der Stadt kreisende Hubschrauber zu sehen. Zeugen berichteten von immer wieder einsetzenden Feuergefechten. Im Laufe der Schießerei seien ersten Ergebnissen zufolge schließlich drei Zivilisten in dem Laden und die beiden Angreifer getötet worden.

Jersey City wirkte teils wie ein Kriegsgebiet

Während der Schießerei wirkten Teile der 270.000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat New Jersey wie ein Kriegsgebiet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Hunderte Polizisten waren in den Straßen unterwegs, viele von ihnen schwer bewaffnet. Auch fuhren dutzende Rettungsfahrzeuge in das Gebiet, wie ein AFP-Fotograf beobachtete. Bei dem Vorfall wurden laut Informationen des Fernsehsenders NBC hunderte von Schüssen abgefeuert.

Ein Großaufgebot der Polizei riegelte die Straßen ab und brachte Menschen in Sicherheit. Am Ort wurden auch Beamte des FBI und Spezialeinheiten gesehen. Angrenzende Schulen waren sofort gesichert worden, sagte Bürgermeister Steven Fulop. Auch Krankenhäuser wurden Medienberichten zufolge angeriegelt. Nach Angaben des Chefs der Polizei in Jersey City, Michael Kelly, dauerte es insgesamt vier Stunden, bis die Situation aufgelöst wurde. Hinweise auf einen Terror-Hintergrund gab es laut James Shea von der lokalen Behörde für öffentliche Sicherheit nicht.

US-Präsident Donald Trump nannte die Schießerei auf Twitter "schrecklich": "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Familien während dieser sehr schwierigen und tragischen Zeit". Auch New Jerseys Gouverneur Phil Murphy sprach den Opfern sein Beileid aus. Die Ermittlungen am Tatort dauerten zunächst an. Jersey City liegt nur wenige Kilometer westlich von New York und wird von Manhattan durch den Hudson River getrennt.

anb / ivi / DPA / AFP