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Kanada: Tauchender Teenager hilft der Polizei, einen 27 Jahre alten Vermisstenfall zu lösen

Ein Teenager findet auf dem Grund eines Sees in Kanada ein Auto. Zunächst denkt er sich nichts dabei, doch durch Zufall sorgt er dafür, dass die Polizei einen 27 Jahre alten Vermisstenfall zu den Akten legen kann.

Die Beamten fanden in dem Fahrzeug die Leiche einer seit 1992 vermissten Frau

Die Beamten fanden in dem Fahrzeug die Leiche einer seit 1992 vermissten Frau

Dank des 13-jährigen Max Werenka und einem Fund, den er zufällig machte, konnte die kanadische Polizei einen 27 Jahre alten Vermisstenfall lösen. Das berichten mehrere US-Medien. Der Teenager war demnach im August auf dem Griffin Lake in British Columbia mit einem Boot unterwegs, als er unter Wasser die Umrisse eines Fahrzeugs ausmachte. Er und seine Familie – die dort Hütten vermietet – hätten zunächst vermutet, dass es sich um ein Auto handelte, das 2009 in den See gefahren war. Darüber sei damals viel berichtet worden, wie die Mutter des Jungen CNN erzählte. Doch als wenig später ein Offizier der Royal Canadian Mountain Police zu Besuch war, hätten sie diesen gefragt, warum denn das Fahrzeug damals nicht aus dem See geholt worden sei. Dieser habe nur entgegnet: "Natürlich haben sie das Auto rausgeholt. Wovon redet ihr?"

Max habe daraufhin zwei Polizisten zu der Stelle im See geführt und ihnen das Auto zeigen wollen. Weil die Sonne jedoch an diesem Nachmittag bereits tief stand und von der Wasseroberfläche reflektiert wurde, hätten die beiden Beamten nichts sehen können. Daraufhin sei der Teenager kurzerhand mit seiner Unterwasserkamera in den See gesprungen und habe ein Foto von dem auf dem Dach liegenden Wrack geschossen. 

Dieses Foto schoss der Teenager mit einer Unterwasserkamera von dem Wrack

Dieses Foto schoss der Teenager mit einer Unterwasserkamera von dem Wrack

Kanada: Leiche im Fahrzeug

Nur wenige Tage später habe die Polizei den Wagen dann aus dem Wasser gezogen und darin eine schreckliche Entdeckung gemacht: Die Leiche einer erwachsenen Frau saß demnach hinterm Steuer. Den Berichten zufolge kam die Polizei schnell dahinter, um wen es sich handelte. Im Jahr 1992 sei in der Region eine 69-jährige Frau auf dem Weg von einer Hochzeit verschwunden. Die Beamten gehen demnach davon aus, dass die Dame damals aus ungeklärten Umständen von der Fahrbahn abkam und im See unterging. Der Highway verläuft nur wenige Meter entfernt.

"Das schlimmste war, keine Gewissheit zu haben", wird der 62-jährige Sohn des Opfers von CNN zitiert. "Wir haben uns immer gedacht, dass sie am Steuer eingeschlafen oder womöglich einem Tier ausgewichen war." 

Der 13-jährige Max wird derweil von der Polizei für seine "ausgezeichnete Ermittlungsarbeit" gelobt. Und auch seine Mutter zeigt sich stolz. "Er ist zwar nur 13, aber es sind sehr erwachsene 13 Jahre."

Quellen: CNNCTV News

fin
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