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Köln: Kater entläuft Halterin - als er wieder auftaucht, soll sie 600 Euro zahlen

Vor drei Jahren stellte eine Kölnerin erschrocken fest, dass ihr Kater verschwunden war. Mehrere Jahre vergingen, bis sie einen erlösenden Anruf erhielt - zusammen mit einer stattlichen Geldforderung. 

Siam-Kater Jack ist seiner Kölner Halterin entlaufen

Ein Siam-Kater entwischte aus einer Kölner Wohnung und hätte wohl nicht gedacht, dass er erst drei Jahre später zurückkommt (Symbolbild)

Picture Alliance

Drei Jahre lang lebte ein Siam-Kater beschaulich und vergnügt bei seiner Besitzerin in Köln, dann ging er auf eine unfreiwillige Reise. "Eines Tages war Jack weg", erzählt die 25-Jährige gegenüber dem "Express". Sie hoffte ihn bald wieder finden, weil er einen Chip unter der Haut trug und bei der Haustier-Registrierungsstelle Tasso verzeichnet war. Es vergingen noch einmal drei Jahre, bis sie ihren Kater wiedersah.

Jack war in dieser Zeit schon viel herumgekommen, hatte im Kölner Stadtteil Ostheim und im ländlichen Kürten gewohnt. Erst vor wenigen Wochen meldete sich ein Tasso-Mitarbeiter bei der vermeintlich ehemaligen Besitzerin, weil ein neuer Halterwechsel anstand und man Erkundigungen einholen wollte. Die Kölnerin reagierte prompt und forderte ihren Kater zurück.

Ein Wiedersehen mit Beigeschmack

Der Rasse-Kater zog zwar relativ schnell wieder in seine Kölner Wohnung, sein Ausflug sollte seiner Besitzerin aber noch teuer zu stehen kommen. 600 Euro forderte ein Tierheim in Kürten von der 25-Jährigen für die dort entstandenen Kosten. 

"Ich sehe ja ein, dass dem Tierheim Kosten entstanden sind. Doch das finde ich zu viel", sagte sie gegenüber der Boulevard-Zeitung.

Im September 2015 wurde Jack in dem Kölner Tierheim abgegeben, nachdem er einer Rentnerin zugelaufen war und eine längere Zeit bei ihr gelebt hatte. Wie lange der Kater bei ihr war, konnte die gesundheitlich beeinträchtigte Frau nicht angeben. Im Tierheim gab es anscheinend mehrere Besitzerwechsel, wie der "Express" berichtet. Als ein neuer Halter den Kater schließlich bei Tasso registrieren lassen wollte, stellte man den Kontakt zur ursprünglichen Besitzerin her.

Und was sagt das Kölner Tierheim?

Eigentlich wäre es Aufgabe des Tierheims gewesen, die Herkunft des Tieres zu recherchieren - mit dem Chip hätte die Suche nur wenige Minuten beansprucht. Auf Anfrage des "Express" erklärte die Geschäftsführerin des Tierheims: "Dieser Fall ist echt dumm gelaufen. Anders kann man es nicht sagen." Auf die Zahlung der Besitzerin scheint sie trotzdem zu bestehen.

Jack selbst dürfte die Zahlung mit einem Schulterzucken abtun, für ihn hat das Abenteuer ein Happy End. Nach ein paar Tagen schon sei er wieder ganz der Alte gewesen, erzählt seine erleichterte Halterin. 

Quelle: "Express"

sve
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