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Dürre auf Madagaskar Vergessene Krisen: 1,4 Millionen Menschen droht hier die Hungersnot

Sehen Sie im Video: Vergessene Krisen – 1,4 Millionen Menschen auf Madagaskar droht Hungersnot.




Im Süden Madagaskars herrscht derzeit eine Hungersnot. Etwa 1,4 Millionen Menschen seien dort bald auf Lebensmittelhilfen angewiesen, so das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Unter ihnen ist auch diese Frau. O-TON IKEMBA, MUTTER VON SIEBEN KINDERN: "Wenn ich nicht im Nachbardorf betteln kann, müssen wir graben. Wir wissen nicht, ob wir irgendetwas Essbares finden. Gestern und heute konnte ich nicht gehen, weil ich sehr schwach bin. Wenn wir im Boden nichts finden, trinken wir Meerwasser. Das ist schädlich für uns, aber wir haben keine Wahl, weil wir sonst gar nichts im Magen haben." Grund für die Not ist eine Dürre, die seit drei Jahren für schlechte Ernten sorgt. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation zusätzlich. Bereits im vergangenen Jahr war die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Lola Castro vom Welternährungsprogramm schlägt Alarm. O-TON LOLA CASTRO, WELTERNÄHRUNGSPROGRAMM: "Die Zahl der Menschen mit extrem unsicherer Essensversorgung und die Zahl der unterernährten Kinder steigt an, während wir sprechen. Wir brauchen Geld und Ressourcen, um die Hilfsangebote im Süden Madagaskars auszuweiten." Das Welternährungsprogramm versorgt momentan eine halbe Million Menschen in der Region. In Kürze sollen weitere 400.000 Menschen, die unterernährt sind, mit Lebensmittelhilfen unterstützt werden.
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Wegen der seit drei Jahren anhaltenden Dürre herrscht im Süden Madagaskars derzeit eine Hungersnot. Etwa 1,4 Millionen Menschen seien dort bald auf Lebensmittelhilfen angewiesen, so das Welternährungsprogramm der UN.

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