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Massen-Entführung in Nigeria "Sie riefen, dass sie jeden töten, der versucht zu fliehen"

Sehen Sie im Video: Massen-Entführung in Nigeria – ein Junge, der dem Überfall entkommen konnte, berichtet von seiner Flucht.






Am Freitag hat sich an dieser Schule im nigerianischen Bundesstaat Katsina eine Massen-Entführung von Hunderten Jungen ereignet. Die Regierung des Bundesstaats erklärte, von den insgesamt 839 Jugendlichen würden 333 vermisst. Und es sei unklar, wie viele von ihnen sich noch in der Gewalt der Angreifer befänden. Usama Amimu, ein Junge, der entkommen konnte, berichtet von seiner Flucht: "Wie ich fliehen wollte, holten sie ein Messer raus, um mich abzustechen. Aber ich bin schnell weggerannt. Ich flüchtete in die Menge. Sie konnten mich nicht mehr erwischen. Dann habe ich meine Kleidung umgedreht, um nicht mehr erkennbar zu sein. Sie riefen, dass sie jeden töten würden, der versucht zu fliehen. Ich rannte und kletterte von einem Felsen zum andere und in einen Wald." Andere Schüler seien von den Entführern zu einem Gewaltmarsch gezwungen und geschlagen worden, wenn sie nicht schnell genug liefen. Der Vorfall hatte sich an der weiterführenden Jungen-Schule in dem Ort Kankara im Norden Nigerias ereignet. Die Täter waren bewaffnete Männer auf Motorrädern. Näheres ist über sie noch nicht bekannt. Der Bildungsminister Nigerias hat angeordnet, dass alle Schulen vorerst geschlossen bleiben sollen. Es wird vermutet, dass hinter der Entführung die Extremistengruppe Boko Haram steht. Denn im Norden des Landes kämpft sie seit Jahren für ein islamistisches Regime und hat nach Schätzungen des Uno-Kinderhilfswerks UNICEF mehr als 1.000 Kinder entführt.
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333 Jungen werden vermisst, nachdem bewaffnete Männer eine Schule in Nigeria überfallen und hunderte Kinder entführt haben. Die Regierung vermutet, dass die Extremistengruppe Boko Haram hinter der Massen-Entführung steckt.

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