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Pfändungsposse aus Ahlen: Durfte die Stadt Ahlen diesen Mops pfänden? Ein Gutachten gibt Antwort

Der Fall der gepfändeten Mopsdame Edda aus Ahlen schaffte es sogar in die internationale Presse. Nun gibt es ein Rechtsgutachten zu dem Fall, das klärt, wann man Haustiere pfänden darf.

Mops Edda aus Ahlen

Die Mops-Dame Edda aus Ahlen

Picture Alliance

Gestatten, das ist die Mopsdame Edda – wohl mit der bekannteste Hund Deutschlands. Das liegt nicht an ihren glubschigen Augen, sondern an einer Posse, die es sogar in die internationalen Medien geschafft hat.

Angefangen hatte die Geschichte mit dem Schuldenberg von Eddas ehemaligen Eigentümern. Die hatten nämlich Schulden bei der Stadt Ahlen angehäuft. Nicht gezahlte Hundesteuer, ausgebliebene Beiträge für die Ganztagsschule der drei Kinder – am Ende belief sich die Rechnung auf mehr als 7357 Euro. Ein pfiffiger Beamter kam auf die Idee, das Tier einfach zu pfänden und dann via Ebay zu verhökern, um wenigstens ein paar Euro von der Familie zu bekommen. Immerhin: 690 Euro blätterte die neue Besitzerin, eine Polizistin aus Wuppertal, für das Hündchen hin. Tierschützer waren entsetzt – und auch das neue Mops-Frauchen war nicht lange glücklich. Sondern reichte Klage ein. 

+++ Lesen Sie hier den Fall der gepfändeten Mopsdame Edda +++

Denn der Mops war ihr als gesund und mit Stammbaum verkauft worden. Allerdings musste der Hund mehrfach zum Arzt. Sie wollte nicht nur die Erstattung der saftigen Tierarztrechnung, sondern auch den Kaufpreis von Ahlen zurück.

Mops, gebraucht, günstig abzugeben

Eine irre Geschichte – ja. Aber es wird noch besser: Ein Rechtsgutachten sollte nun klären, ob ein Mops gepfändet werden darf. Laut der "F.A.Z" kümmerte sich eine renommierte Anwaltskanzlei um den Fall. Auf 19 Seiten kommen sie zu dem Urteil: "Unter Berücksichtigung des Schuldnerverhaltens" ist eine Mops-Pfändung und ein anschließender Mops-Verkauf rechtmäßig. In diesem Fall allerdings mit Verletzung von Form- und Verfahrensvorschriften. 

Ende der Geschichte: Edda vom Cappenbergersee kommt nicht mehr zu ihren früheren Besitzern. Die konnten sich den Hund eigentlich nie leisten. Und die Polizistin aus Wuppertal ist laut "F.A.Z" ganz vernarrt in die Kleine. Die jetzt allerdings Wilma heißt. Neuer Name, neues Leben – und das ist ja ohne Mops zwar möglich, aber sinnlos. 

USA Mops
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