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Nachrichten aus Deutschland: Achtjährige wird von Feuerwehr-Fahrzeug überfahren und stirbt

Trostberg: Feuerwehr überfährt Achtjährige +++ A5: Geisterfahrerin stirbt bei Frontalaufprall +++ Hamburg: Mann verschanzte sich in Wohnung - Festnahme +++ Berlin: Sechslinge feiern zehnten Geburtstag +++ Nachrichten aus Deutschland.

Feuerwehr

In Bayern ereignete sich ein tragischer Unfall mit einem Feuerwehr-Fahrzeug (Symbolbild)

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Trostberg: Feuerwehr überfährt Achtjährige

Ein Mädchen in Oberbayern ist von einem abbiegenden Feuerwehrwagen erfasst worden und an den Verletzungen gestorben. Das achtjährige Mädchen befand sich nach Angaben der Polizei am Samstag mit anderen Kindern neben einer großen Straße in Trostberg im Landkreis Traunstein. Wegen eines Feuerwehrfestes, bei dem es auch ein Kinderprogramm gegeben habe, seien viele Kinder in der Gegend unterwegs gewesen. Einige Mitglieder der örtlichen Feuerwehr waren gerade auf dem Weg zum Fest und wollten rechts abbiegen, als sie aus noch ungeklärten Gründen das Mädchen mit ihrem Wagen erfassten. Trotz sofortiger Behandlung erlag die Achtjährige im Krankenhaus ihren Verletzungen.

A5: Geisterfahrerin stirbt bei Frontalaufprall

Auf der Autobahn 5 in Hessen hat eine Geisterfahrerin in der Nacht zum Sonntag einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Die 32-Jährige, die noch eine Beifahrerin an Bord hatte, stieß mit ihrem Fahrzeug nahe der Ausfahrt Reiskirchen frontal mit dem Auto eines 46-Jährigen zusammen, wie die Polizei in Gießen mitteilte. Für die Falschfahrerin endete der Zusammenprall tödlich, sie starb noch an der Unfallstelle. Die Beifahrerin der 32-Jährigen wurde schwer verletzt. Der 46-Jährige und sein 51-Jähriger Beifahrer erlitten nach Angaben der Polizei schwerste Verletzungen. Die A5 musste für etwa vier Stunden voll gesperrt werden.

Hamburg: Mann verschanzt sich in Wohnung - SEK-Einsatz

Spezialeinheiten der Polizei haben im Hamburger Stadtteil Wandsbek einen Mann festgenommen, der sich seit den frühen Morgenstunden mit zwei Frauen in seiner Gewalt in einer Wohnung verschanzt hatte. Wie die Polizei per Twitter mitteilte, gab es bei dem Einsatz keine Verletzten. Der Mann war offenbar mit einer Schusswaffe bewaffnet, wobei noch unklar war, ob es sich dabei um eine scharfe Waffe handle, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Wegen der Bedrohungssituation war die Polizei mit Sondereinsatzkräften und auch Verhandlungsteams vor Ort.

Es werde vermutet, dass der Mann psychische Probleme habe, sagte der Polizeisprecher. Bei den Frauen handele es sich vermutlich um Familienmitglieder. Die Gegend um den Einsatzort wurde weiträumig abgesperrt, um eine Gefahr für Unbeteiligte auszuschließen.

Berlin: Sechslinge feiern zehnten Geburtstag

Die Berliner Sechslinge Zeynep, Esma, Ahmed, Adem, Rana und Zehra werden am Dienstag zehn Jahre alt. "In diesem Jahr gibt es eine große Torte für alle sechs Kinder, für Mädchen und Jungen dekoriert", sagte Mutter Roksana Temiz der Deutschen Presse-Agentur. Größer gefeiert werde aber erst am nächsten Wochenende. In welchem Rahmen, das wolle sie spontan entscheiden, sagte die Mutter von insgesamt acht Kindern aus Berlin-Lichtenrade. 

Geplant sei auf jeden Fall ein Kinobesuch, denn Geburtstagskinder haben kostenlosen Eintritt. Geschenke dürften natürlich auch nicht fehlen. "Aber es ist jedes Jahr schwer, es allen recht zu machen. Die Kinder haben ständig neue Ideen und wollen dann plötzlich doch gern auch das, was die anderen haben", so die Mutter. Die eine Torte müsse in diesem Jahr reichen. "Wir hatten auch schon einmal für jedes Kind eine Torte. Aber das war einfach zu viel."

Als die Berlinerin 2008 gesunde Sechslinge zur Welt brachte, war das eine medizinische Sensation und in Deutschland die erste Geburt dieser Art seit 20 Jahren. Bilder aus dem Alltag ihrer Familie veröffentlicht Temiz regelmäßig bei Instagram und Facebook unter "Berliner Sechslinge".

Sechslinge

Die Sechslinge Rana, Zehra, Esma, Adem, Ahmed und Zeynep aus Berlin (von links nach rechts)

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Erfurt: 30-Jähriger bei SEK-Einsatz festgenommen

Ein 30 Jahre alter Mann ist in Erfurt vorläufig festgenommen worden, nachdem er drei Menschen mit einer Waffe bedroht haben soll. Diese riefen die Polizei, weil sie Angst hatten, dass der Mann nach dem Vorfall auf der Straße von seinem Balkon schießt. Der Mann reagierte nicht auf das Erscheinen der Polizei und Gesprächsangebote, sondern verschanzte sich in seiner Wohnung. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei sei eingesetzt worden, um ihn in seiner Wohnung vorläufig festzunehmen. Bei dem Mann seien zwei Waffen gefunden worden. Er habe dafür einen sogenannten kleinen Waffenschein, hieß es. Die Ermittlungen liefen noch.

Berlin: Bundeswehr hat Probleme bei Anschaffung von Sturmgewehren

Die Bundeswehr hat einem Zeitungsbericht zufolge Probleme bei der Anschaffung neuer Sturmgewehre. Bei ersten Tests der von verschiedenen Herstellern angebotenen Gewehre habe keines den Anforderungen genügt, berichtete die "Welt am Sonntag". Eine Vergleichserprobung habe ergeben, "dass keines der angebotenen Produkte alle durch den öffentlichen Auftraggeber zwingend geforderten Leistungen erfüllt", schrieb das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) demnach an das Verteidigungsministerium.     Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte 2015 entschieden, das Standard-Sturmgewehr G36 auszumustern und durch ein Nachfolgemodell zu ersetzen. Expertengutachten hatten zuvor Präzisionsmängel unter bestimmten Bedingungen etwa bei extremen Außentemperaturen festgestellt.     Das internationale Vergabeverfahren startete im April 2017. Im Februar 2018 endete die Angebotsfrist. Wie die "WamS" berichtete, wurden seitdem sogenannte "vorvertragliche Vergleichserprobungen" der angebotenen Gewehre durchgeführt. Dabei "stellte sich wider Erwarten heraus, dass die Erfüllung einzelner Muss-Forderungen durch die vorgestellten Sturmgewehre nicht erbracht werden konnte", hieß es demnach in dem vertraulichen Schreiben des Beschaffungsamtes.     Den Unternehmen wurde dem Bericht zufolge eine Frist bis zum 15. Februar 2019 eingeräumt, um die Mängel zu beseitigen. Anschließend müssten die Gewehre erneut geprüft werden. Dadurch verzögere sich das Projekt nach Angaben der Behörde um etwa acht Monate.


 Nachrichten von Samstag, den 13. Oktober 

Gelsenkirchen: 63-Jähriger tödlich verletzt auf Gehweg gefunden

Nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt ist ein 63 Jahre alter Mann in Gelsenkirchen gestorben. Ein Anwohner fand den Mann in der Nacht zum Samstag mit Stichverletzungen auf dem Gehweg, wie die Polizei mitteilte. Zuvor soll es zu lauten Streitigkeiten zwischen mehreren Männern gekommen sein. Der 63-Jährige starb trotz notärztlicher Versorgung und Reanimation noch vor Ort. Nach Zeugenhinweisen sollen drei Männer den Tatort direkt nach dem Streit mit einem Auto verlassen haben. Die Polizei hat für die Ermittlungen eine Mordkommission eingerichtet.

Duisburg: Frau fällt aus Taxi und wird überrollt

Eine 85-Jährige wurde am Freitag bei einem Unfall in Duisburg verletzt. Wie die Polizei berichtet, wollte die Frau in ein Taxi einsteigen. Dessen Fahrer fuhr allerdings los, bevor die Seniorin komplett im Wagen war. Sie stürzte auf die Straße, ihr Bein wurde vom rechten Hinterrad des Autos überrollt. Weil ihr Unterschenkel noch unter dem Rad eingeklemmt war, hoben mehrere Augenzeugen das taci mit vereinten Kräften an und befreiten sie. Die Verletzte wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. 

Montabaur: Strecke nach ICE-Brand gesperrt

Nach dem Feuer in einem ICE am Freitagmorgen bleibt die Strecke zwischen Siegburg in NRW und Montabaur in Rheinland-Pfalz das gesamte Wochenende gesperrt. Wie die Bahn auf ihrer Homepage mitteilt, ist wegen der Aufräumarbeiten in beide Richtungen kein Zugverkehr möglich. 
Fernverkehrszüge zwischen Köln und dem Frankfurter Flughafen würden umgeleitet und auf dem betroffenen Abschnitt ausfallen, heißt es. Es könne zu Verspätungen bis zu 90 Minuten kommen. Einige Züge enden vorzeitig in Köln oder Frankfurt am Main, wo gerade viele Besucher zur Buchmesse anreisen.

Reisende werden gebeten, gegebenenfalls auf den Regionalverkehr auszuweichen. Als Entgegenkommen hat die Bahn die Zugbindung für Spartarife auf der Strecke aufgehoben und informiert auf ihrer Seite über Entschädigungsmöglichkeiten. 

In einem ICE war am Freitagmorgen auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt am Main und Köln ein Feuer ausgebrochen. Wie die Bundespolizei mitteilte, verließen die 510 Menschen an Bord den Zug nach einem Nothalt auf freier Strecke bei Kleinmaischeid nahe Montabaur in Rheinland-Pfalz ruhig und problemlos. Es gab fünf Leichtverletzte.

Mehr Hintergründe zu dem Vorfall lesen Sie hier

Oberhausen: 29-Jähriger Polizist bei Verkehrskontrolle schwer verletzt

Ein 29-jähriger Polizist ist in Oberhausen bei einer Verkehrskontrolle schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, sollte ein 23 Jahre alter Rollerfahrer am Samstagmorgen in der Innenstadt angehalten werden. Der junge Mann gab jedoch Gas und fuhr davon. Ein paar Straßen weiter versperrten ihm Polizisten den Weg. Der Rollerfahrer wich einem Beamten aus, dessen 29 Jahre alten Kollegen erfasste er jedoch frontal mit seinem Gefährt. Sanitäter versorgten den Polizisten und brachten ihn ins Krankenhaus. Der Rollerfahrer blieb unverletzt und wurde festgenommen.

Schöndorf: 70 Kälber verenden bei Brand 

Bei einem Brand in einer Milchviehanlage sind in Thüringen 70 Kälber verendet. Wie die Polizei mitteilte, verursachte das Feuer einen Schaden von mehr als 200 000 Euro. Die Feuerwehr kämpfte am Freitagabend mit Dutzenden Löschkräften gegen die Flammen. Wie es zu dem Brand in der Gemeinde Schöndorf kam, war noch unklar.


 Nachrichten von Freitag, den 12. Oktober

Eisenach: Nackter Mann mit Rollator unterwegs

Mit einem eher ungewöhnlichen Einsatz hatte es die Polizei am Donnerstgabend im thüringischen Eisenach zu tun. Demnach meldeten gleich mehrere Zeugen den Beamten einen Mann, der mit einem Rollator in der Innenstadt unterwegs war - und zwar völlig nackt.

Polizisten machten den 58-Jährigen wenig später auf einer Wiese liegend ausfindig machen. Ein Passant hatte dem Nackten da bereits eine Decke und eine Jacke überlegt. Diesen erwartet nun eine Strafanzeige. Warum der Mann völlig unbekleidet unterwegs war, schrieben die Beamten nicht.

Bützow: Häftling randaliert in Zelle - und prügelt zwei Gefängniswärter ins Krankenhaus

Ein Häftling der Haftanstalt in Bützow in Mecklenburg-Vorpommern hatte offenbar einen ganz schlechten Tag. Der Mann randalierte laut Justizministerium am Donnerstagabend lautstark in seiner Zelle, um auf sich aufmerksam zu machen. 

Als zwei 33 und 43 Jahre alte Beamte die Zelle aufschlossen, um nach ihm zu sehen, prügelte er unmittelbar so sehr auf die zwei Gefängniswärter ein, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Erst weitere alarmierte Wärter konnten den Mann überwältigen. Der Gefangene sitzt wegen räuberischer Erpressung mehrere Freiheitsstrafen ab. Bislang sollte er Mitte 2020 entlassen werden. Das könnte sich nun ein wenig verlängern.

Detmold: Vater überrollt Säugling mit Auto

Im nordrhein-westfälischen Detmold hat sich am Freitagmorgen ein tragischer Unfall ereignet. Wie die Polizei mitteilte, überrollte ein Vater in der Stadt im Landkreis Lippe seine sieben Monate alte Tochter mit dem Auto und verletzte sie so tödlich. Der Vater hatte das Kind in seinem Kindersitz hinter dem Auto abgestellt, um ein weiteres, anderthalbjähriges Kind anzuschnallen. Aus unklaren Gründen vergaß er seine Tochter hinter dem Fahrzeug und startete den Wagen.

Bei einem Wendemanöver überrollte er das Mädchen. Trotz sofortiger Behandlung durch einen Notarzt starb das Kind kurze Zeit später. Der Vater und die kurz darauf eingetroffene Mutter erlitten einen schweren Schock.

Köthen: 19-Jähriger von Tiger verletzt

Im Tierpark Köthen in Sachsen-Anhalt ist ein Mitarbeiter durch einen Tiger schwer verletzt worden. Der 19-Jährige hielt sich am Donnerstagnachmittag an einem Gehegezaun in dem für Besucher unzugänglichen Bereich auf, als zwei Tiger durch die Gitter nach ihm schlugen, wie der Tierpark im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte.    

Der Mann, bei dem es sich um einen externen Beschäftigten handle, habe dadurch mittelschwere bis schwere Verletzungen erlitten. Er kam in ein Krankenhaus. Es besteht demnach keine Lebensgefahr. Seit März 2017 beherbergt der Tierpark zwei Zirkustiger, die aufgrund einer schweren Erkrankung nicht mehr reisefähig sind. Der Tierpark arbeitet nach eigenen Angaben mit allen zuständigen Behörden und Augenzeugen zusammen, um den Unfallhergang aufzuklären.

Twist: Fünfjährige in Stall von Pferd zu Tode getrampelt

Nach einem tragischen Vorfall in einem Pferdestall ist im Emsland ein fünf Jahre altes Mädchen gestorben. Wie die niedersächsische Polizei am Freitagmorgen mitteilte, hielt sich das Mädchen mit seinem Großvater im Bereich der Pferdeboxen auf, um ein Fohlen zu streicheln. Plötzlich seien zwei größere Pferde durch ein Verbindungstor von der Wiese in den Stall hinein gelaufen und hätten dabei das Kind überrannt.

Eines der Pferde habe die Fünfjährige offenbar mit dem Huf am Kopf getroffen, teilte die Polizei mit. Dadurch sei das Mädchen so schwer verletzt worden, dass es wenige Stunden später im Krankenhaus Meppen verstorben sei. Wie genau es zu dem Unglück in dem privaten Pferdestall in Twist kommen konnte, war zunächst unklar.

Auf freier Strecke: Mehr als 500 Menschen entkommen aus brennendem ICE

Montabaur: ICE-Wagen gerät in Brand - A3 gesperrt

Ein Wagen eines ICE ist am Freitagmorgen in der Nähe von Montabaur in Rheinland-Pfalz in Brand geraten. Der letzte Zugteil habe aus bisher ungeklärter Ursache Feuer gefangen, teilte ein Polizeisprecher mit. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden rund 500 Fahrgäste in Sicherheit gebracht und mit Bussen nach Montabaur gebracht. Verletzt wurde niemand. 

Die Strecke zwischen Siegburg in Nordrhein-Westfalen und Montabaur wurde gesperrt. Pendler zwischen Köln und Frankfurt müssen mit Zugausfällen und Verspätungen von bis zu 90 Minuten rechnen. Aufgrund der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten musste zudem die A3 zwischen Dierdorf und Ransbach-Baumbach in beide Richtungen gesperrt werden.

Wetter: Letztes Sommer-Wochenende des Jahres: Hier wird es noch einmal richtig warm

Neustrelitz: Raumerfrischer löst Wohnungsbrand aus 

Eine explodierte Raumerfrischer-Spraydose hat in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern einen Wohnungsbrand ausgelöst. Die Duft absondernde Dose befand sich auf einem Ethanol-Zimmerkamin und explodierte am Donnerstagabend wegen der Hitze des Kamins, wie die Polizei mitteilte. Dabei ging die Fensterverglasung des Wohnzimmers zu Bruch. Außerdem gerieten der Fußbodenbelag und ein Hundekörbchen in Brand.    

Die Feuerwehr rückte mit 16 Einsatzkräften an und konnte den Brand löschen, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses hatten das Gebäude beim Eintreffen der Feuerwehr bereits verlassen. Ein Mensch erlitt durch herabfallende Scherben der Fensterscheiben Schnittverletzungen an der Hand und musste ambulant im Krankenhaus Neustrelitz behandelt werden. Es entstand zudem ein Sachschaden in Höhe von 5000 Euro.


 Nachrichten von Donnerstag, den 11. Oktober

Hockenheim: Mehrere Menschen bei Unfall mit Reisebus schwer verletzt

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Sattelschlepper sind am Donnerstagnachmittag in Baden-Württemberg mehrere Menschen schwer verletzt worden. Wie das Polizeipräsidium in Mannheim mitteilte, war der Bus aus unbekannten Gründen auf einer Landstraße auf die Gegenfahrbahn geraten. Er sei von Schwetzingen aus in Richtung Speyer unterwegs gewesen.    

Wie die Polizei weiter mitteilte, seien nach derzeitigen Erkenntnissen rund 30 Fahrgäste - aus den USA, Kanada und Australien - in dem Bus. Der überwiegende Anteil der Fahrgäste sei bei der Kollision verletzt worden, davon nach derzeitigem Stand neun schwer. Auch der Busfahrer und der Fahrer des Sattelzuges seien unter den Verletzten. Laut Polizei waren fünf Rettungshubschrauber und sieben Rettungswagen im Einsatz. Die Feuerwehren aus Hockenheim, Schwetzingen und Brühl seien mit rund 40 Helfern und 12 Fahrzeugen vor Ort gewesen.

Aufgrund des schweren Verkehrsunfalls bei Hockenheim wird die L 722 noch mehrere Stunden voll gesperrt bleiben, heißt es.

Unfall bei Hockenheim: Reisebus kollidiert mit Sattelzug – 9 Schwerverletzte

Mannheim: 15-Jähriger verletzt drei Menschen mit Messer - Haftbefehl

In Mannheim (Baden-Würrtemberg) soll ein 15-Jähriger einen drei Jahre älteren Begleiter mit einem Taschenmesser lebensgefährlich verletzt haben. Laut Polizei soll der Heranwachsende anschließend auch zwei Passanten, die auf den Vorfall aufmerksam geworden waren, ebenfalls mit Stichen attackiert haben. Der Tatverdächtige sei kurz nach der Tat vom Montagabend festgenommen worden, seit Mittwoch sitze der Deutsche zwecks Untersuchungshaft in einer Jugendvollzugsanstalt ein, heißt es. Der Vorwurf: versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Demnach wird dem 15-Jährigen vorgeworfen, seinem Begleiter im Zuge eines Streits mit einem Taschenmesser einen "heftigen Stich in die Bauchgegend" versetzt zu haben. Dabei sei auch der Magen des 18-Jährigen geschädigt worden. Das Opfer musste noch in der Nacht notoperiert werden, es bestand Lebensgefahr. Der Tatverdächtige attackierte nach dem Vorfall auch zwei Passanten, die dem Opfer helfen wollten. Als diese den Tatort entgegen der Aufforderung des 15-Jährigen nicht verlassen wollten, stach der Teenager auf sie ein. Einen der Männer habe er ebenfalls im Bauchbereich verletzt, der andere erlitt eine Verletzung am Oberschenkel, berichtet die Polizei. Auch sie mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Kronach: Schulbus erfasst Achtjährigen und schleift ihn mit

Ein achtjähriger Junge ist im oberfränkischen Kronach von einem Schulbus erfasst und rund 60 Meter mitgeschleift worden. Ein Rettungshubschrauber flog ihn mit schweren Verletzungen an den Beinen in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Lebensgefahr bestand nicht. Der Fahrer war am Donnerstag bei Grün abgebogen und hatte das Kind übersehen. Der Junge geriet daraufhin unter das Fahrzeug. Der Bus war zum Zeitpunkt des Unfalls leer. Den genauen Hergang sollte ein Sachverständiger klären.

Berlin: Feiernde Studenten legen Bahnverkehr lahm

In Berlin haben mehr als 200 feiernde Erstsemester-Studenten am Donnerstagabend den Ringbahnverkehr der S-Bahn zum Erliegen gebracht. "Die etwa 230 Personen begaben sich dabei zeitweise durch das Betreten der Gleisanlagen in Lebensgefahr und behinderten zudem die Abfahrten bereitstehender S-Bahnen", berichtet die Polizei.

Die Polizei hätte Platzverweise ausgesprochen und an zwei Stationen die Bahnsteige geräumt. Ein Hubschrauber kam ebenfalls zum Einsatz. Da die Strecke zwischenzeitlich gesperrt wurde, kam es zu zahlreichen Verspätungen.

Lüneburg: Menschliche Knochen in Waldstück gefunden

In einem Wald bei Lüneburg in Niedersachsen sind ein menschlicher Schädel und weitere Knochen gefunden worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, befanden sich in einem Dickicht in der Nähe des Elbe-Seiten-Kanals auch Kleidungsstücke. Derzeit lassen die Ermittler die Knochen von Experten untersuchen und prüfen, ob Zusammenhänge zu Vermisstenfällen oder Verbrechen bestehen könnten.    

Den Angaben der Beamten zufolge wurde vor zwei Wochen zunächst der Schädel in dem Wald entdeckt. Am Mittwoch durchsuchten Polizisten und Spürhunden das Gebiet deshalb noch einmal gründlich und fanden dabei weitere Knochen, die mutmaßlich von Menschen stammen.

NRW will flächendeckend "Telenotärzte" einführen

Nordrhein-Westfalen will flächendeckend sogenannte Telenotärzte einführen, die per Video in die Rettungswagen am Einsatzort geschaltet werden. "Nicht bei jedem akuten Notfall muss eine Notärztin oder ein Notarzt physisch anwesend sein", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann der "Rheinischen Post". Telenotärzte könnten per Video alle erhobenen Messwerte und die Krankengeschichte der Patienten bewerten, so der CDU-Politiker.

Laumann sieht vor allem für ländliche Regionen ein großes Potenzial. Die Telenotärzte sollen ergänzend zum bisherigen System eingesetzt werden. In Nordrhein-Westfalen gilt das sogenannte Rendezvoussystem: Zu medizinischen Notfällen rückt ein Rettungswagen meist der Feuerwehr aus, der nicht mit Ärzten besetzt ist, aber mit notfallmedizinisch ausgebildetem Personal. Bei schweren Fällen stößt ein Notarzt hinzu. Laumann will den Telenotarzt ergänzend einführen. Mit dem Telenotarzt würden "ärztliche Entscheidungen auch dann verfügbar gemacht, wenn ein Notarzt nicht oder noch nicht vor Ort" sei. In Aachen und Umgebung sind demnach bereits Telenotärzte im Einsatz. Peter Gretenkort, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Notärzte in Nordrhein-Westfalen sagte der Zeitung, der Telenotarzt habe einen Zeitvorteil. Er sei "praktisch zeitgleich mit dem Rettungswagen vor Ort".

Hagen: Führerloser Lieferwagen erfasst 17-Jährige

Im nordrhein-westfälischen Hagen wurde eine 17-Jährige am frühen Mittwochabend lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei berichtet, wurde die Jugendliche am Emilienplatz in der Innenstadt von einem führerlosen Lieferwagen angefahren. Demnach hätte sich das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache selbständig gemacht und eine abschüssige Straße heruntergerollt. Dabei erfasst es die Fußgängerin und prallte anschließend gegen eine Hauswand. Dabei wurde die junge Frau lebensgefährlich verletzt. Sie wurde per Hubschrauber in eine Klinik geflogen. "Der Besitzer des Lieferwagens und ein Zeuge erlitten einen Schock und mussten ärztlich behandelt werden", heißt es weiter. Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Hagen Lieferwagen

Polizisten sichern die Unfallstelle, der Lieferwagen steht im Hintergrund

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Neu-Isenburg: Polizei verfolgt Auto mit 25 Streifenwagen und Hubschrauber

Bei einer Verfolgungsjagd zwischen einem Autofahrer und insgesamt 25 Streifenwagen sind in Neu-Isenburg zwei Polizeibeamte verletzt worden. Der 36-Jährige hatte am frühen Donnerstagmorgen alle Stoppsignale einer Verkehrskontrolle ignoriert und war geflüchtet, wie ein Polizeisprecher berichtete. 

Bei einer Verfolgungsjagd teilweise über Autobahnen waren schließlich gut zwei Dutzend Streifen und ein Hubschrauber hinter dem Mann her. Die "absolute rücksichtlose" Flucht endete schließlich bei einem Zusammenstoß mit zwei Polizeiwagen, dabei wurden eine Beamtin und ein Kollege von ihr verletzt. Zur Schwere der Blessuren gab es zunächst keine Angaben. Der Autofahrer war, wie sich herausstellte, betrunken. Den Angaben zufolge ist er "hinreichend polizeibekannt". Der Mann wurde in Gewahrsam genommen. Ob dem 36-Jährigen aus Frankfurt/Main das Auto überhaupt gehört, war zunächst noch unklar.


 Nachrichten von Mittwoch, den 10. Oktober

Hamburg: Mann an Einkaufszentrum angeschossen - Täter auf der Flucht

Nachrichten aus Deutschland: Hamburg: Mann an Einkaufszentrum angeschossen - Täter offenbar auf der Flucht

Feuerwehrleute und Sanitäter versorgen in der Nähe des Einkaufszentrums Quarree im Hamburger Stadtteil Wandsbek einen verletzten Mann, der am Bein angeschossen wurde

In Hamburg wurde ein Mann angeschossen. Im Stadtteil Wandsbek sei es "zu einer Schussabgabe durch einen oder mehrere unbekannte Personen" gekommen, wobei eine Person verletzt "aber ansprechbar" sei. "Wir fahnden nach Tatverdächtigen", teilte die Polizei Hamburg via Twitter mit. Aufgrund eines Großeinsatzes komme es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. 

Der Vorfall habe sich in der Straße Hinterm Stern in unmittelbarer Nähe zum Wandsbeker Einkaufszentrum Quarree ereignet, schreibt das "Hamburger Abendblatt". Die Polizei suchten nun nach einem oder mehreren Tätern im Großraum Wandsbek, so die Lokalzeitung. Mehr Details zu dem Vorfall sind bisher nicht bekannt.

Viktoria Marinowa: Bulgare im Fall ermordeter Journalistin in Stade verhaftet

Weinheim: Offenbar erneutes Sexualdelikt in Erlebnisbad

In einem Erlebnisbad in Weinheim (Baden-Württemberg) ist es offenbar erneut zu einem Sexualdelikt gekommen. Laut Polizei soll ein 17-jähriger Jugendlicher einem fünf Jahre jüngeren Mädchen auf einer Wasserrutsche des "Miramar"-Bades in den Schritt gefasst und es im Intimbereich berührt haben. Demnach vertraute sich die Zwölfjährige nach dem Übergriff ihrer Mutter an, die die Badeaufsicht informierte. Der Tatverdächtige sei bis zum Eintreffen der Beamten festgehalten und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut seines Betreuers übergeben worden, heißt es.

Das Erlebnisbad stand zuletzt wegen ähnlicher Vorfälle mehrfach bundesweit in den Schlagzeilen. So soll es dort allein zwischen Januar 2017 und heute zu insgesamt 27 Taten mit sexuell motiviertem Hintergrund gekommen sein, berichtet das Portal "mannheim24.de". Die Leitung hatte daraufhin reagiert und unter anderem das Sicherheitspersonal aufgestockt und die eigenen Mitarbeiter gesondert geschult.

Hannover: Radfahrer verprügelt Fußgänger - Lebensgefahr

Bei einer Auseinandersetzung zwischen einem Radfahrer und einem Fußgänger ist in Hannover ein 40-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Laut Angabe der Polizei wollte der Geschädigte am Montagnachmittag eine Straße überqueren und übersah dabei offenbar zwei dort fahrende Radfahrer, die daraufhin ausweichen mussten - darunter der 28-jährige Täter.

Zwischen diesem und dem Fußgänger sei es nach dem Vorfall zu einer kurzen Rangelei gekommen, die sich zunächst aber wieder auflöste. Wenig später trafen die beiden Kontrahenten jedoch erneut aufeinander, woraufhin der Radfahrer mehrfach auf den 40-Jährigen einschlug. Dieser stürzte durch die Schläge zu Boden und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Eine alarmierte Polizistin sowie ein Passant leisteten dem Mann bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Er kam anschließend unter notärztlicher Begleitung in eine Klinik, wo sein Zustand dennoch kritisch blieb, berichten die Beamten.

Der Radfahrer wurde noch vor Ort festgenommen, durfte die Wache nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe jedoch wieder verlassen. Gegen ihn wird nun wegen gefährlichher Körperverletzung ermittelt. 

Böblingen: Arbeiter entdecken skelettierte Leiche neben Bahngleis

Grausiger Fund im baden-württembergischen Böblingen: Bei Gartenarbeiten wurde im Zwischenraum eines Parkhauses und einer Sichtschutzwand an einer Bahnlinie eine stark verweste Leiche gefunden. Wie die Polizei berichtet, könnten es sich um das Skelett einer Frau handeln. Nach erster Begutachtung durch einen Rechtsmediziner könnte es sich den Ermittlern zufolge um einen Vermisstenfall handeln. Weitere Informationen zur Identität und zu den Hintergründen des Todes der Person lagen zunächst nicht vor. Der Fundort wurde von Kriminaltechnikern umfassend untersucht.

Leiche Bahngleis

Kriminaltechniker untersuchten den Fundort auf Spuren

DPA

Düren: Brüder schleppen Auto rückwärts ab und rammen Polizeiauto

Im nordrhein-westfälischen Düren ist ein Abschleppvorgang gründlich missglückt. Wie die Polizei berichtet, wollten die Beamten nach links abbiegen, weshalb sie sich im Kreuzungsbereich auf der dortigen Linksabbiegespur einordneten und den entgegenkommenden Verkehr zunächst passieren ließen. Plötzlich kam dem Streifenwagen ein Auto entgegen, das offensichtlich einen Smart abschleppte. Jedoch war das Seil an dem Smart an dessen hinterer Stoßstange befestigt. Auf dem Fahrersitz saß ein junger Mann, der es folglich nicht möglich war, "vorausschauend auf den entgegenkommenden Fahrzeugverkehr zu achten, geschweige denn angemessen zu lenken oder zu bremsen", so die Polizei.

Als die Fahrzeug-Kombination den Kreuzungsbereich passierte, kam es prompt zur Kollision mit dem dort wartenden Streifenwagen. Der 29-jährige Fahrer des ziehenden Autos musste bremsen, seinem Bruder im hinteren Wagen war dies erwartungsgemäß nicht gelungen. Der Smart prallte gegen das Fahrzeug der Polizisten, das Abschleppseil wurde samt Stoßstange abgerissen. Die beiden Männer erklärten, dass der Smart mit einem Motorschaden liegengeblieben war und sie ihn lediglich an den Straßenrand hätten transportieren wollen. Die beiden Männer erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren.

Lotte: Lkw-Fahrer trinkt bei Verkehrskontrolle einfach weiter

Ein Lkw-Fahrer hat sich während einer Verkehrskontrolle auf der A1 nahe des Autobahnkreuz Lotte an der Grenze zwischen NRW und Niedersachsen wenig einsichtig gezeigt. Wie die "NWZ" mit Berufung auf die Polizei berichtete, war der Mann am Montag kontrolliert worden, weil er in Schlangenlinien auf der Autobahn unterwegs war. Die Beamten brachten ihn nach einigen Bemühungen auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Ein Alkoholtest hätte einen Wert von rund 2,2 Promille ergeben. Nicht nur hatte der Mann mehrere Bierdosen dabei - er trank auch während der Kontrolle einfach weiter. Die Beamten zogen seinen Führerschein ein.

Detmold: Neunjähriger wird von Auto angefahren und stirbt

In Detmold ist am Dienstag ein Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall gestorben. Das Kind war vom Auto einer 85-jährigen Frau erfasst worden, als sie nach einem missglückten Überholmanöver wieder auf die rechte Spur einscheren wollte, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer sei in der Stadt in Ostwestfalen-Lippe mit seinen Eltern und seinem sechs Jahre alten Bruder auf dem Fahrrad unterwegs gewesen. Laut Polizei fuhr die Familie in einer Kolonne am rechten Fahrbahnrand. Aus bisher ungeklärter Ursache scherte die 85-jährige Autofahrerin zu früh wieder auf die rechte Spur ein. Das Kind starb laut Polizei nach am Unfallort. Die Seniorin und das Geschwisterkind wurden leicht verletzt, der 45-jährige Vater und die 42-jährige Mutter blieben unverletzt. Die Straße war laut Polizei mehrere Stunden lang voll gesperrt.

Erkrath: Stein fliegt durch Busfenster und trifft Frau 

Schon mehrfach sind im nordhein-westfälischen Erkrath Linienbusse von Unbekannten mit Steinen beworfen worden. Jetzt gab es eine erste Verletzte. Wie die Polizei berichtet, war ein Bus am Dienstagabend gegen 21 Uhr auf der Sandheider Straße unterwegs, als er rund 100 Meter vor der Haltestelle Immermannstraße von einem Stein getroffen wurde. Der Stein durchschlug eine Seitenscheibe und traf eine 51-jährige Frau am Kopf, die als Fahrgast unmittelbar hinter der zerstörten Scheibe saß und leicht verletzt wurde. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Eine eingeleitete Sofortfahndung führte nicht zur Ergreifung der Täter oder einer tatverdächtigen Person.


 Nachrichten von Dienstag, den 9. Oktober

Karlsbad: Mit Flugblättern zu Tötung von Hund aufgerufen

Ein Unbekannter hat im baden-württembergischen Karlsbad mit Flugblättern zur Tötung eines Hunds aufgerufen. Er stellte für die Beseitigung des Tiers einer in dem Ort wohnenden Familie zudem eine Belohnung von 1000 Euro in Aussicht, wie die Polizei in Karlsruhe mitteilte.    

Ob es sich um einen makaberen Scherz handelte, war unklar. Der auf den Flugblättern namentlich genannte angebliche Verfasser stellte am Montag bei der Polizei Strafanzeige wegen Verleumdung. Zudem wird wegen der öffentlichen Aufforderung zu einer Straftat ermittelt.    

Die Flugblätter wurden am Wochenende in Briefkästen verteilt, an Fahrzeuge geheftet oder fanden sich auf der Straße. Der Polizei sind bislang rund 50 dieser Flugblätter bekannt. Wie viele insgesamt in Umlauf waren, ist ebenso unklar wie deren Herkunft.

Düsseldorf: Mann rettet zwei Kinder aus brennender Wohnung

Ein Mann hat zwei Nachbarskinder in Düsseldorf aus einer brennenden Wohnung gerettet. Er habe die beiden Jungen im Alter von zwei und sieben Jahren am Montagabend mithilfe einer Gartenleiter aus dem ersten Stock des Wohnhauses im Stadtteil Gerresheim ins Freie geholt, teilte die Feuerwehr der Landeshauptstadt mit. Die Kinder mussten nicht in ein Krankenhaus gebracht werden, sondern konnten noch an der Einsatzstelle an die Mutter übergeben werden. Als die Feuerwehr ankam, war die Wohnung komplett mit beißendem und giftigem Qualm gefüllt. 30 Feuerwehrleute brachten den Brand nach einer Stunde unter Kontrolle. Die Wohnung ist unbewohnbar. Die Ursache für das Feuer, das in der Küche ausgebrochen war, war unbekannt.

Wolgast: Kind starb laut Obduktion an Verbrühungen - Ermittlungen gegen Mutter

Das am vergangenen Freitag leblos in seinem Bett in der elterlichen Wohnung in Wolgst (Mecklenburg-Vorpommern) aufgefundene Mädchen ist an den Folgen einer schweren Verbrühung gestorben. Dies legten die vorläufigen Erkenntnisse der am Montag durchgeführten Obduktion des Leichnams nahe, berichtet die Polizei.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte die 27-jährige Mutter das Kind am Donnerstagabend in zu heißem Wasser gebadet, wodurch das Mädchen "großflächige Verbrühungen der unteren Körperhälfte" erlitt. Die Mutter fand die Dreijährige am Morgen darauf leblos in ihrem Bett auf und informierte die Notrufzentrale. Ein herbeigeeilter Notarzt habe aber nur noch den Tod des Kindes feststellen können. Die Staatsanwaltschaft Stralsund habe Ermittlungen gegen die Mutter aufgenommen, heißt es.

Hamm-Uentrop/Beckum: Pkw-Brand gefilmt - Polizei macht vier Gaffer aus

Die Polizei Dortmund hat vier Gaffer identifiziert, die am Samstagabend auf der A2 einen Pkw-Brand aus ihren Fahrzeugen heraus filmten und so den nachfolgenden Verkehr ausbremsten. Anstatt zügig an der Brandstelle vorbeizufahren, hätten die Beschuldigten abgebremst, ihre Handys gezückt und "ohne Rücksicht auf das Unglück des Fahrzeughalters" draufgehalten, schreibt die Polizei.

Womit die Gaffer offensichtlich nicht rechneten: Die Polizisten fotografierten zurück. So gelang es insgesamt vier Fahrzeughalter auszumachen, die nun ein Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg erwartet.

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Einer der erwischten Gaffer filmt den Brand aus seinem Auto heraus

Das betroffene Fahrzeug hatte ersten Erkenntnissen zufolge aufgrund eines technischen Defekts Feuer gefangen und brannte letztlich auf dem Seitenstreifen völlig aus. Verletzt wurde bei dem Unfall laut Polizei glücklicherweise niemand.

Förstgen: Wölfe reißen Dutzende Schafe

Wölfe haben nahe der ostsächsischen Ortschaft Förstgen eine Schafherde angegriffen und dabei wohl mehrere Dutzend Tiere gerissen. Das genaue Ausmaß war am Dienstagvormittag unklar, Schäfer und Behördenvertreter suchten noch nach umherirrenden Schafen, wie eine Mitarbeiterin der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz sagte. Nach einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) fielen dem Angriff rund 40 Moorschnucken und mehrere Burenziegen zum Opfer. 

Die Herde bestand demnach aus etwa 140 Mutterschafen, 80 Tiere wurden noch vermisst.

Herne: Tödlicher Fenstersturz von Baby - Polizei geht von Unfall aus

Nach dem tödlichen Sturz eines fünf Monate alten Babys aus dem Fenster einer Flüchtlingsunterkunft in Herne sind die Umstände noch ungeklärt. "Bis jetzt sprechen wir von einem Unfall. Zum derzeitigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf eine Straftat", sagte ein Sprecher der Bochumer Polizei am Montag. Eine Obduktion sei angeordnet. Das Mädchen war am späten Freitagabend aus dem Fenster in zweiten Stock rund acht Meter tief gefallen. 

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, sei noch nicht ermittelt. Das Baby habe offenbar in der Nähe des Fensters auf einem Tisch gelegen, sagte der Sprecher. Im Raum seien noch zwei Geschwister gewesen, die noch befragt werden sollen. 

Bad Hersfeld: Legosteine ergießen sich bei Lkw-Unfall über Autobahn

Unzählige Legosteine hat ein Lastwagen bei einem Unfall auf der Autobahn 4 in der Nähe von Bad Hersfeld in Hessen verloren. Das Spielzeug verteilte sich am Montagnachmittag über die gesamte Fahrbahn, wie die Polizei mitteilte. Ein Sattelzug fuhr demnach auf ein Stauende auf und beschädigte dabei zwei vor ihm fahrende Lastwagen.    

Ein Fahrzeug war mit Dünger beladen, das andere mit den Legosteinen. Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf 200.000 Euro.

Ludwigslust: Mann schlägt mit Machete auf Frau ein

In Ludwigslust ist ein Mann am Montagnachmittag auf eine Frau mit einer Machete losgegangen. Wie die Polizei berichtet, waren der 36-Jährige und die 20-Jährige in der Wohnung eines gemeinsamen Bekannten, als es zum Streit kam. Der Mann griff in dessen Verlauf zur Machete und schlug damit auf die Frau ein. Die konnte die Schläge mit einer Wolldecke abwehren und blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Erst als der Wohnungsinhaber eingriff, ließ der 36-Jährige von ihr ab. Der alkoholisierte Täter flüchtete zunächst, konnte aber später vorläufig festgenommen werden.

St. Goar: Schiffsunfall an der Loreley

An der Loreley hat sich am Dienstagmorgen ein mit 400 Tonnen Salpetersäure beladenes Tankmotorschiff fuhr sich am rechten Ufer festgefahren. Wie die Polizei berichtet, befand sich das Schiff auf der Reise von Antwerpen nach Ludwigshafen. Zurzeit ist der Rhein in diesem Abschnitt komplett gesperrt. Im Laufe des Vormittags wird versucht, das Motorschiff unter Aufsicht des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes freizuschleppen. Wie es zu dem Unfall kam, wird noch ermittelt. 


 Nachrichten von Montag, den 8. Oktober 

Unterhaching: Sanitäter betrunken und ohne Führerschein erwischt

Seinen Job als Sanitäter dürfte ein 43-Jähriger seit vergangenem Sonntag los sein. Der Mann war einem Polizisten im Rahmen einer Veranstaltung aufgrund seines Alkoholgeruchs aufgefallen und daraufhin freiwillig kontrolliert worden. Weil bei dem Test eine "merkliche Alkoholisierung" festgestellt wurde, musste der Sanitäter mit auf die Wache. Dort ergab ein interner Datenabgleich, dass der Führerschein des Mannes schon länger entzogen war und sich der 43-Jährige daher über mehrere Jahre mit einem gefälschten Exemplar beholfen und diesen auch seinem Arbeitgeber vorgelegt hatte. Den Sanitäter erwarten nun Strafverfahren wegen Urkundenfälschung amtlicher Ausweise, wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss, schreibt die Polizei.

Dramatische Rettung: Frau muss ihr Date beim ersten Treffen wiederbeleben – jetzt sind sie ein Paar

Düsseldorf/Neuss: Sechs Frauen attackieren 16-Jährigen

Seine Bitte um mehr Ruhe ist einem 16-Jährigem auf der S-Bahnfahrt nach Mönchengladbach zum Verhängnis geworden. Der Jugendliche wurde am frühen Sonntagmorgen von gleich sechs Frauen im Alter zwischen 20 und 44 Jahren verbal und körperlich attackiert, wie die Polizei berichtet.

Demnach eskalierte die Situation, als der junge Mann die lautstark gröhlende und unter einander in Streit geratene Gruppe eines Junggesellinnenabschieds um ein ruhigeres Verhalten bat. So beleidigten ihn zunächst "nur" die zukünftige Ehefrau sowie deren Mutter mehrfach. Als der 16-Jährige die verbalen Angriffe irgendwann konterte, griffen auch die anderen Frauen ein, sodass der Geschädigte von allen sechs Feiernden bespuckt und beleidigt wurde. Als sich zwei Frauen dem 16-Jährigen dann bedrohlich näherten und er flüchten wollte, schlug ihm die 44-Jährige mit der Faust ins Gesicht. Der Jugendliche setzte sich zur Wehr und wurde daraufhin von der gesamten Gruppe mit Schlägen und Tritten attackiert.

Erst im Bahnhof Neuss gelang es Zeugen, beide Parteien zu trennen und aus dem Zug zu befördern. Inzwischen informierte Bundespolizisten nahmen sich der Sache an. So durfte der 16-Jährige seine Fahrt fortsetzen, die Frauengruppe hingegen durfte nicht weiterfahren. Stattdessen wurde gegen die Beschuldigten Strafverfahren wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung und Beleidigungen eingeleitet.

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Herxheim: Betrunkener Autofahrer verwüstet Stadion

Im rheinland-pfälzischen Herxheim hat sich in der Nacht auf Sonntag ein spektakulärer Unfall ereignet. Demnach durchbrach ein 45-Jähriger mit seinem Pkw den Zaun eines Sportgeländes und "flog" anschließend über einen Teil der Stehtribüne ins Innere des Sportplatzes. Dort krachte er durch zwei Banden und beschädigte neben der Rasenfläche auch diverse Hecken und Bäume sowie mehrere Verkehrsschilder, wie die Polizei berichtet.

Anschließend versuchte der leicht verletzte Betrunkene das Gelände vergeblich zu verlassen, sodass ihn alarmierte Beamte noch vor Ort festnehmen  konnten. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von etwa 1,6 Promille. Der Schaden im und am Stadion beläuft sich den Angaben zufolge auf mindestens 15.000 Euro.

Dortmund: Brüder sollen 17-jährige Schwester verprügelt haben

Am Hauptbahnhof Dortmund soll eine 17-Jährige von ihren Brüdern geschlagen und mit dem Kopf gegen eine Scheibe gestoßen worden sein - während ihre eigene zuschaute. Bundespolizisten nahmen die Jugendliche in Schutzgewahrsam, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Den Angaben zufolge war die junge Frau vor dem Vorfall auf einer Wache erschienen und hatte dort erklärt, sie benötige Hilfe. Die Beamten fanden heraus, dass die Jugendliche von ihrer Familie als vermisst gemeldet worden war und informierten die Mutter des Mädchens. Diese sei wenig später in Begleitung zweier Söhne erschienen, um die 17-Jährige abzuholen. Nachdem das Quartett de Wache gemeinsam verlassen hatte, wurden die Polizisten kurz darauf wegen einer zu einem Taxistand gerufen, wo man erneut auf die Familie stieß. Laut Zeugen sollen die beiden 17 und 23 Jahre alten Brüder die junge Frau, die von ihrer Mutter festgehalten wurde, dort mehrfach ins Gesicht geschlagen und sie mit dem Kopf gegen die Scheibe einer Bushaltestelle gestoßen haben.

Die 17-Jährige kam in Schutzgewahrsam, gegen ihre Familienmitgliedern wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Zudem informierten die Beamten das Jugendamt.

Bad Oldesloe: Polizist erschießt Obdachlosen - Ermittlungen laufen

Nachdem ein junger Obdachloser in Bad Oldesloe von einem Polizisten erschossen worden ist, laufen die Ermittlungen zu dem Fall. Der Beamte, der den Schuss abgefeuert hatte, konnte nach Angaben der Polizei am Sonntag noch nicht vernommen werden. "Der Kollege steht unter Schock", sagte ein Sprecher am Montagmorgen. Weshalb genau der Polizist schoss, sollen die laufenden Ermittlungen klären. Nach Polizeiangaben war der 22 Jahre alte Obdachlose noch am Ort des Geschehens gestorben. Dort sei unter anderem auch ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 Zentimetern gefunden worden. 

Alzenau: Betrunkener 19-Jähriger will über A45 nach Hause gehen

Durch den Besuch auf einem Weinfest stark alkoholisiert hat sich ein 19-Jähriger auf seinem Heimweg in Lebensgefahr begeben. Wie unter anderem das Portal "Main Echo" berichtet, suchte sich der junge Mann als schnellsten Weg nach Hause ausgerechnet die A45 aus. Um von den anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden, hatte sich er 19-Jährige demnach mit zwei reflektierenden Leipfosten "ausgestattet", die er zuvor auf einer Schutzplanke liegend aufgefunden hatte.

Zu disem Zeitpunkt bereits informierte Polizeibeamte griffen den Mann später auf und brachten ihn zu seinen Eltern. Dem Bericht zufolge ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von mehr als 1,3 Promille.

Lesen Sie hier die aus Deutschland aus der Woche vom 1. bis 7. Oktober:

Quellen: Presseportal Polizei / "Main Echo" / Polizei Bayern/Bayerisches Rotes Kreuz / "NWZ" / "mannheim24.de"

mod/jek/rös/wlk / DPA / AFP