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Nachrichten aus Deutschland: Mann tritt eigenen Hund mehrfach in den Bauch und würgt dann eine Zeugin

Mildstedt: Mann tritt eigenen Hund und würgt Passantin +++ Nürnberg: 19-Jährige attackiert Beamte mit Heroinspritze +++ Bad Säckingen: Elfjähriger auf Traktor samt Güllefass unterwegs +++ Augsburg: Mutter verletzt fremde Dreijährige durch Schläge auf den Kopf +++ Nachrichten aus Deutschland

nachrichten deutschland - hund getreten

Der Schatten eines angeleinten Hundes (Symbolbild)

Picture Alliance

Mildstedt: Mann tritt eigenen Hund und würgt Passantin

Weil sein Hund an der Leine zog und ihn so vom Fahrrad holte, trat das Herrchen dem Tier im nordfriesischen Mildstedt aus Wut mehrfach in den Bauch. Im Anschluss soll der Mann eine 18-Jährige attackiert und gewürgt haben. Die junge Frau sprach den Mann nach dem Vorfall an, woraufhin dieser handgreiflich wurde. Das berichtet die Polizei am Donnerstag. Demnach soll es sich bei dem Hund um einen Schäferhundmischling mit zotteligem Fell gehandelt haben. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Handgemenge in ein Geschäft gegangen und wenig später mit Rad und Hund weitergefahren, so die Polizei Husum. Die Kriminalpolizei in Nordfriesland sucht einen Mann mit Drei-Tage-Bart und Brille, der zum Tatzeitpunkt dunkle Kleidung und eine blaue Mütze trug. Zeugen werden gebeten, sich unter 04841 - 830 0 zu melden.

Quelle: Kriminalpolizei Husum

Nürnberg: 19-Jährige bedroht Beamte mit Heroinspritze

Eine mutmaßlich drogenabhängige junge Frau hat am Mitwochabend am Nürnberger Hauptbahnhof zwei Polizisten mit einer Heroinspritze attackiert. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fanden die Beamten die 19-Jährige in einer abgesperrten Toilette, wo sie dabei war, sich eine Dosis Heroin zu spritzen. Demnach soll sie die Streife zunächst mit der Spritze bedroht haben. Als sie mit vorgehaltener Dienstwaffe aufgefordert wurde, die Spritze abzulegen, spritzte sie einem Beamten ein Heroin-Blutgemisch ins Gesicht. Danach bewarf die Frau dessen Kollegin mit der entleerten Spritze. Die 19-Jährige, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen konnte, wurde überwältigt und festgenommen. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Quelle: Polizei Mittelfranken

Bad Säckingen: Elfjähriger auf Traktor samt Güllefass unterwegs

Auf einem Traktor mit Güllefass ist ein Elfjähriger am Hochrhein (Baden-Württemberg) unterwegs gewesen. Eine Polizeistreife stoppte den Jungen am Mittwochnachmittag in der Nähe von Bad Säckingen wie die Beamten am Donnerstag in Freiburg mitteilten.

Da der Elfjährige noch nicht strafmündig ist, muss er keine Konsequenzen befürchten. Sein Vater muss sich als Fahrzeughalter allerdings verantworten.

Augsburg: Mutter schlägt Dreijährige mit Puppe auf den Kopf

In Augsburg droht einer Mutter ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, weil sie ein dreijähriges Kind mit einer Puppe mehrfach auf den Kopf geschlagen hat. Auslöser des Vorfalls war laut Polizei eine Situation auf einem Spielplatz, an der auch das eigene Kind der Beschuldigten beteiligt gewesen war.  

Demnach spielte die Tochter der Frau gemeinsam mit einem gleichaltrigen Mädchen auf einem Klettergerüst, als es von der Spielgefährtin geschubst wurde. Darüber war die Mutter offensichtlich so erbost, dass sie ihrer Tochter zu Hilfe eilte und das andere Kind mit einer Puppe attackierte und leicht verletzte. Im Anschluss sei es mit der Mutter des geschädigten Kindes zu einer verbalen Auseinandersetzung inklusive Beleidigungen gekommen, schreibt die Polizei.

Quelle: Polizei Bayern

Münster: Mann rast mit Tempo 140 durch Innenstadt

Mit bis zu 140 Stundenkilometern ist ein Raser nach Polizeiangaben durch das nordrhein-westfälische Münster gefahren. Bei seiner Fahrt durch den innerstädtischen Bereich habe er auch eine rote Ampel missachtet, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten. Anschließend beschleunigte der Fahrer auf einer Bundesstraße bis auf Tempo 220.    

Dabei überholte er verbotenerweise noch mehrere andere Fahrzeuge. Einsatzkräfte der Polizei stoppten den mit vier Insassen besetzten Wagen nach rund zwölf Kilometern. Den 27-jährigen Fahrer erwartet ein Strafverfahren. Außerdem wurde auch sein Führerschein beschlagnahmt.

Mainz: 24-Jähriger schlägt dutzende Fenster auf Unicampus ein

Auf dem Universitätscampus in Mainz soll ein 24-Jähriger insgesamt 24 Fenster eines Gebäudes mit Backsteinen eingeschlagen haben. Gegen den jungen Mann wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.    

Der am Mittwochabend verursachte Schaden liegt bei etwa 40.000 Euro. Die Feuerwehr sicherte die betroffenen Scheiben.

Aalen: Mann fährt 30 Kilometer mit Reh im Kühlergrill

Weil er kein Handy dabei hatte, ist ein Autofahrer in Aalen (Baden-Württemberg) nach einem Wildunfall mit einem im Kühlergrill eingeklemmten Reh bis nach Hause gefahren. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, kollidierte der Wagen des Mannes auf einer Kreisstraße mit dem Tier, das sich derart im Kühlergrill verkeilte, dass er es nicht befreien konnte."Da wusste sich der Mann nicht anders zu helfen, als die ca. 30 Kilometer bis nach Hause zu fahren und von dort aus die Polizei zu verständigen", so die Beamten. Die Polizei konnte das Tier schließlich nur noch tot bergen. Das Auto wurde bei dem Crash stark beschädigt.  

Siegen: Teenager soll Mitschüler erwürgt haben - Prozess gestartet

Ein Teenager soll vor knapp sechs Monaten einen Mitschüler mit bloßen Händen erwürgt haben, in Siegen hat nun der Prozess gegen den Jugendlichen begonnen. Der damals 14-Jährige hatte die Tat gestanden und gesagt, er habe sich zu dem Älteren eine Beziehung gewünscht. Der 16-Jährige habe seine Gefühle nicht erwidert und ihn zurückgewiesen. Dem Angeklagten wird Totschlag vorgeworfen.

Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor der Jugendkammer des Siegener Landgerichts statt. Verteidiger Martin Kretschmer sagte im Vorfeld, sein Mandant bleibe bei seinem Geständnis. Der inzwischen 15-jährige Deutsche sitzt in Untersuchungshaft.

nachrichten aus deutschland drei afd-werbeautos ausgebrannt

Von den drei Kleinwagen ist am Morgen nicht mehr viel übrig. Unbekannten sollen die mit Wahlwerbung der AfD beklebten Autos in der Nacht angezündet haben.

DPA

Essen: Unbekannte zünden drei AfD-Werbe-Autos an

In der Nacht zum Donnerstag sind in Essen drei mit Wahlwerbung der AfD beklebte Autos ausgebrannt. Unbekannte steckten die auf einem Hof abgestellten Kleinwagen in Brand. Ein Zeuge bemerkte das Feuer und informierte Polizei und Feuerwehr, die das Feuer löschte. Die sofortige Fahndung nach möglichen Tätern blieb laut Polizei zunächst erfolglos. Man gehe von einer politisch motivierten Tat aus und habe den Staatsschutz eingeschaltet, so die Beamten. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Essen zu melden.


 Nachrichten von Mittwoch, 17. April

Overath: Rentner rast durch Hecke gegen Hauswand

Ein missglücktes Fahrmanöver endete für einen Rentner in Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis am Dienstagnachmittag im Krankenhaus. Laut Zeugenaussagen setzte der 70-Jährige sein Auto zunächst rückwärts gegen Grundstücksmauer. Danach beschleunigte der Mann seinen Wagen so stark, dass er quer über eine Straße schoss, eine Hecke durchbrach und über eine kleine Mauer fuhr und gegen eine Hauswand kippte. Nur mit schwerem Gerät konnten Rettungskräfte den Pechvogel und seinen Wagen bergen. Der Senior kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei zunächst auf ca. 20.000 Euro.

Grevenbroich: Mutter nach Tod von Kleinkind festgenommen

Nach dem Tod eines kleinen Jungen in Grevenbroich nahe Düsseldorf hat die Polizei die Mutter des Kindes vorläufig festgenommen. Die 27-Jährige hatte nach Polizeiangaben von Mittwoch am Vortag die Rettungskräfte gerufen und angegeben, ihren fast zwei Jahre alten Sohn leblos in seinem Bett gefunden zu haben. Die Ergebnisse einer Obduktion hätten dann den Verdacht erhärtet, dass das Kind keines natürlichen Todes gestorben sein könnte. Gegen die Mutter bestehe der dringende Tatverdacht des Totschlags durch Unterlassen in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen, teilte die Polizei mit. Die Beamten machten keine Angaben zur Todesursache und auch nicht zu den möglichen Umständen, unter denen der kleine Junge gestorben sein soll. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Blaubeuren: Kletterer stirbt bei Sturz

Im baden-württembergischen Blaubeuren ist ein Mann beim Klettern ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, war der 28-Jährige und seine 32-jährige Bekannte am Dienstagmorgen zu einer Klettertour aufgebrochen, als sich gegen 10.30 Uhr der tödliche Unfall am Breitfels ereignete. Wie es heißt, habe der Mann sein Seil an einem Haken eingehängt, jedoch nur auf halber Höhe. Seine Begleiterin habe ihn noch gewarnt und gebeten, so nicht weiter zu klettern, sagte die später der Polizei. Doch der 28-Jährige habe nicht gehört und sei weiter hochgestiegen. Dabei stürzte er und prallte auf dem Boden auf. Er starb noch an der Unfallstelle. 

Salzgitter: Mann drohte bei SEK-Einsatz mit Spielzeugwaffe

Ein bei einem SEK-Einsatz in Salzgitter getöteter Mann hat die Beamten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft mit einer Spielzeugwaffe bedroht. In dem abgedunkelten Raum habe diese allerdings wie eine echte Pistole für die Polizisten ausgesehen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch. Der 28-Jährige hatte demnach auch nach Warnschüssen der Spezialkräfte nicht aufgegeben und war daraufhin erschossen worden. Nach dem tödlichen SEK-Einsatz am vergangenen Donnerstag hatten Beamte in der Wohnung des Getöteten zudem die Leiche eines 22-Jährigen gefunden. Laut Staatsanwaltschaft kannten sich die beiden Deutschen. Ob und von wem der Jüngere getötet wurde oder ob er sich selbst das Leben nahm, werde noch ermittelt. Es besteht laut Staatsanwaltschaft der Verdacht, dass der 28-Jährige den jungen Mann umgebracht hat.

Ditzingen: Frau von Güterzug erfasst und tödlich verletzt

Im baden-württembergischen Ditzingen ist eine Frau von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch berichtet, ereignete sich der Unfall in der Nacht um kurz nach 1 Uhr. Vermutlich betrat die junge Frau die Gleise, um den Weg zum Bahnsteig abzukürzen. Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung konnte der Zug nicht rechtzeitig anhalten, um eine Kollision zu verhindern. 

Düsseldorf: SEK-Einsatz - Frau verschanzt sich in Wohnung

Ein Spezialeinsatzkommando ist seit Mittwochmorgen in Düsseldorf im Einsatz, weil sich eine Frau in ihrer Wohnung verschanzt hat. Sie soll zuvor einen Gerichtsvollzieher angegriffen haben. Es wurden laut Polizei auch Schüsse gehört, die von einer Gaspistole stammen könnten. Medienberichte, wonach sie den Mann mit Säure attackiert hat, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht bestätigen. Die Frau sei noch in der Wohnung und man habe eine "statische Lage", sagte der Sprecher. Man stehe mit der Frau in Kontakt.

Hannover: Mann wohl beim Rauchen in den Tod gestürzt

Ein Mann, der am Dienstag in Hannover aus einem Fenster seiner Wohnung gestürzt und dabei zu Tode gekommen ist, hatte vermutlich zuvor eine Zigarette geraucht. Das haben erste Ermittlungen der Polizei ergeben. Der 28-Jährige fiel am Dienstag aus dem fünften Stock in einen Hinterhof (siehe Meldung weiter unten). Die Ermittlungen hätten keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben, sagte ein Polizeisprecherin am Mittwoch. "Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass er sich zum Rauchen auf die Fensterbank gesetzt und dann das Gleichgewicht verloren hat."

Glücksburg: Ruderboot kentert auf Förde - ein Mann ertrinkt, ein weiterer vermisst

Tragisches Ende eines harmlosen Bootsausflugs: Auf der Flensburger Förde in Schleswig-Holstein ist ein Ruderboot gekentert und ein Mann dabei gestorben. Eine weitere Person werde vermisst, teilte die Polizei am Morgen mit. Das Ruderboot war mit drei Menschen an Bord am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr nahe Glücksburg gekentert. Eine 50-jähirge Frau und ein 56-jähriger Mann wurden von den Einsatzkräften in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann musste noch vor Ort reanimiert werden, verstarb später in der Klinik. Die dritte Person, ein 53-jähriger Mann, wird immer noch vermisst. Die Suchmaßnahmen seien wegen der Dunkelheit in der Nacht abgebrochen worden, sollten jedoch heute fortgesetzt werden. Wie es zu dem Unfall kam, ist nach Angaben der Polizei noch unklar.

+++ Update (16.26 Uhr): Inzwischen hat die Polizei Flensburg mitgeteilt, dass die Suche nach dem Vermissten für heute ergebnislos beendet worden sei. +++


 Nachrichten von Dienstag, 16. April

Hannover: Mann fällt aus Fenster und stirbt

In Hannover ist ein junger Mann am Dienstagmorgen tödlich verunglückt. Wie die Polizei berichtete, war der 28-Jährige aus einem Fenster seiner Wohnung im fünften Stock gefallen. Anwohner hatten den Mann gegen 8.30 Uhr im Hinterhof des Mehrfamilienhauses liegen sehen und die Rettungskräfte alarmiert. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten gehen jedoch von einem Unfall aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nicht vor, hieß es.

Würzburg: 14-Jährige lenkt Auto nach Notfall am Steuer

Eine 14-Jährige musste auf der Autobahn 3 bei Würzburg das Steuer übernehmen, nachdem ihre Mutter plötzlich bewusstlos wurde. Wie die Polizei berichtete, waren die beiden gegen 13 Uhr auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs, als die Mutter rund 300 Meter vor der Anschlussstelle Kist das Bewusstsein verlor. Geistesgegenwärtig übernahm ihre 14-jährige Tochter bei rund 100 Kilometern pro Stunde das Lenkrad und steuerte den Wagen von der Autobahn. Der Wagen landete in einem Graben nahe eines Pendlerparkplatzes. Von dort aus alarmierte die Jugendliche die Rettungskräfte, die ihre Mutter in eine Klinik brachte. 

Hamburg: Fahrer fällt betrunken aus Auto

Polizisten haben in Hamburg in der Nacht zu Dienstag einen Autofahrer gestoppt, nachdem der Wagen ohne Licht unterwegs war und eine Ampel bei Rotlicht überfahren hatte. Als das Auto hielt und die Beamten die Tür öffneten, fiel ihnen der völlig betrunkene 46-jährige Fahrer entgegen. Wie die Beamten berichteten, war der Mann nicht in der Lage, selbständig wieder aufzustehen. Ein auf der Wache durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,54 Promille. Der Mann wurde einem Haftrichter zugeführt.

Aachen: Mann 500 Meter hinter Kleintransporter hergeschleift 

Es klingt wie aus einem James-Bond-Film, doch es ist Realität. Zwei 35 und 36 Jahre alte Männer sollen in der Nähe der Urfttalsperre in der Eifel (Nordrhein-Westfalen) einen etwa Gleichaltrigen mit einem Tau an der Anhängerkupplung ihres Kleintransporters festgebunden haben. Danach gaben sie Vollgas und schleiften das Opfer etwa 500 Meter hinter dem Auto her. Der Mann erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Anschließend sollen ihm die mutmaßlichen Täter laut Staatsanwaltschaft noch Bargeld und Handy abgenommen und bei Euskirchen liegen gelassen haben. Der WDR hatte zuerst über den Fall berichtet. Demnach sei der Hintergrund der Tat noch unklar - auch, in welcher Beziehung die zwei Männer mit dem Opfer standen, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Die beiden Tatverdächtigen sitzen wegen versuchten Totschlags und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft. 

Schwelm: Mann wird durch Schrottpresse getötet

Im nordrhein-westfälischen Schwelm ist ein Mann bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 55-Jährige am Montag eine Schrottpresse warten sollen. Als er sich in der Metallpresse befand, setzte sich diese plötzlich in Gang. Warum, ist bislang noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. "Wir gehen aber von einem Unglück aus", sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann gehörte laut Polizei zu einer Firma, die das schwere Gerät warten sollte. Als die Rettungskräfte eintrafen, war der Mann bereits tot. Seine Leiche wurde nach der Spurensicherung durch die Polizei von der Feuerwehr geborgen. Mehrere Unfallzeugen seien von Notfallseelsorgern betreut worden, ein Zeuge kam ins Krankenhaus, so die Feuerwehr. Die Vernehmungen laufen laut Polizei noch.

Ein Rettungshubschrauber landet auf dem Gelände eines Schrotthändlers. Tödlicher Unfall bei einem Schrotthändler in Schwelm

Der Unfall passierte auf dem Gelände eines Schrotthändlers in Schwelm


 Nachrichten von Montag, 15. April

Köln: 20-Jähriger fährt auf Kupplung von Stadtbahn mit

Weil er eigenen Angaben zufolge nicht zu spät zum Sport kommen wollte, die Türen der Bahn aber schon geschlossen waren, ist ein 20-Jähriger am Freitagabend kurzerhand auf der Wagenkupplung mitgefahren. Dumm nur, dass hinter ihm die Polizei fuhr und den Vorfall auch noch filmte.

Demnach hatten die Polizisten den jungen Mann in flagranti bei seiner waghalsigen Aktion an der Aachener Straße/Ecke Händelstraße erwischt und dabei auch beobachtet, dass sich der 20-Jährige lediglich am Scheibenwischer der Bahn festhielt. Die Beamten verfolgten die Stadtbahn und beendete wenig später die Mitfahrt. Den Mann erwarte nun ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, heißt es.

Straßenbahnsurfer

Kamener Kreuz: Betrunkener Autodieb schläft auf Grünstreifen neben Autobahn

Ausgerechnet auf dem Grünstreifen neben einer vielbefahrenen Autobahn in Nordrhein-Westfalen hat ein betrunkener mutmaßlicher Autodieb seinen Rausch ausschlafen wollen. Wie die Polizei in Dortmund am Montag mitteilte, wurden Beamte in der Nacht zum vergangenen Freitag an die Autobahn 2 am Kamener Kreuz alarmiert. Dort fanden sie auf dem Grünstreifen einen schlafenden 39-Jährigen in einem Auto vor.    

"Nur durch mehrfaches lautes Klopfen konnte der Fahrer aus dem Land der Träume geholt werden", hieß es im Polizeibericht. Beim Öffnen der Tür sei dann deutlicher Alkoholgeruch wahrnehmbar gewesen. Im Auto lagen demnach diverse leere Flaschen und Dosen, die einst Bier und Schnaps enthalten hatten.    

Ein Alkoholtest bei dem Mann verlief positiv. Zudem stellte sich heraus, dass das Auto als gestohlen gemeldet war. Der Wagen wurde beschlagnahmt, der Autodieb in Gewahrsam genommen.

nachrichten aus deutschland prozess baby in badewanne ertränkt

Die 28-jährige Angeklagte (r.) schwieg am ersten Prozesstag zum Vorwurf der Anklage, sie habe ihr Baby im September 2018 nach der Geburt in der Badewanne ertrinken lassen.

DPA

Nürnberg: Baby in Badewanne ertränkt, Angeklagte schweigt

Wegen Totschlags durch Unterlassen muss sich eine 28-Jährige seit Montag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Laut Staatsanwaltschaft ließ die Angeklagte im September 2018 ihr neu geborenes Baby nach der Entbindung in der heimischen Badewanne ertrinken. Sie habe weder Hilfe geholt, noch versucht, den Säugling selbst wiederzubeleben. Die Leiche soll sie in einem Karton versteckt haben. 

Am ersten Prozesstag schwieg die Angeklagte. Ihre Verteidigerin zweifelte zudem an, dass ihre Aussagen aus den ersten Vernehmungen verwertbar sind, weil der Frau kein Rechtsanwalt zur Seite gestellt worden war und sie als Beschuldigte nicht über ihre Rechte aufgeklärt worden sei. Die Staatsanwältin bezeichnete die Vorwürfe als abwegig. Das Urteil soll noch diese Woche fallen. 

Bremen: 31-Jähriger fügt Ehefrau lebensgefährliche Schnittverletzung zu

In Bremen hat ein 31 Jahre alter Mann seiner Ehefrau eine lebensgefährliche Schnittwunde am Hals zugefügt. Warum der Mann die 23-Jährige am Sonntagmorgen mit einem Messer angriff, sei bislang noch unklar, teilte die Polizei mit.

Demnach rief die Geschädigte nach der Tat einen Bekannten an, der sie in ein Krankenhaus fuhr. Dort sei die Frau sofort notoperiert worden, Lebensgefahr bestehe inzwischen nicht mehr. Der Tatverdächtige erschien laut Polizei wenig später in der Klinik, wo man ihn widerstandslos habe festnehmen können. Nun wird geprüft, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt. Die Ermittlungen laufen.

Hamburg: Zollfahnder finden 440 Kilo Kokain auf Containerschiff 

Zollfahnder haben auf einem Containerschiff im Hamburger Hafen 440 Kilogramm Kokain entdeckt. Das in 17 Reisetaschen verpackte Rauschgift war bereits in der vergangenen Woche bei der Kontrolle eines mit Reissäcken beladenen Containers gefunden worden, wie der Zoll am Montag mitteilte. Der Container wurde demnach in Uruguay verladen und sollte über Hamburg und Antwerpen nach Sierra Leone gehen. Das Rauschgift mit einem Straßenverkaufswert von gut 13 Millionen Euro sei offensichtlich für den europäischen Markt bestimmt gewesen, sagte ein Sprecher.

Laut Zoll transportierten die Schmuggler das Rauschgift im sogenannten Rip-Off-Verfahren. Dabei werden die Drogen nicht aufwendig in der Landung versteckt, sondern griffbereit in Taschen hinter der Ware in dem Container gelagert. Im Zielland könnten sie dann schnell und meist unbemerkt auch bei einem Zwischenstopp aus den Transportboxen geholt werden, ohne dass die eigentliche Ladung angefasst werden müsse.

Flossenbürg: Ermittler graben wieder im Fall Monika Frischholz

Die Suche nach der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz in Bayern geht weiter. Einsatzkräfte der Polizei begannen am Montagmorgen mit Grabungen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz nahe der Grenze zu Tschechien. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei bereits vergangene Woche gegraben.

Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Die Ermittler gehen davon, dass das Mädchen ermordet wurde.

Ludwigshafen: Mikrowelle fällt von Fensterbank, dann fliegt der Kochtopf

Einen ungünstigen Platz hatte sich ein 37-Jähriger am Sonntag für seine Mikrowelle ausgesucht. Er stellte das Küchengerät auf der Fensterbank seiner Wohnung im 2. Obergeschoss ab. Aus bisher ungeklärten Gründen fiel die Mikrowelle aus dem Fenster und zerschlug die Scheibe eines parkenden Autos. Darüber sei der 38-Jährige so erbost gewesen, dass er den Kochtopf samt Essen in hohem Bogen hinterher warf. Als die herbeigerufene Polizei eintraf, habe sich der stark alkoholisierte Mann schnell beruhigt, heißt es im Polizeibericht. Auf den Kochtopf-Werfer kommt nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung zu. Die Höhe des Schadens ist bisher unbekannt.

Essen: Taxifahrer krankenhausreif geprügelt

Offenbar weil er sich weigerte, sie in seinem Taxi mitzunehmen, ist am Sonntagmorgen ins Essen ein Taxifahrer von zwei Männern brutal attackiert und schwer verletzt worden. Wie die "WAZ" berichtete, fanden Polizisten den 57-jährigen Mann in den Morgenstunden - zuvor hatten Zeugen den Notruf gewählt. Ebenfalls aufgrund von Zeugenaussagen stellten die Beamten wenig später einen Teil der insgesamt 15-köpfigen Gruppe. Dabei fiel ein 23-Jähriger durch sein aggressives Verhalten auf. Der alkoholisierte Mann stellte sich als einer der beiden Schläger heraus und verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam. Die Suche nach dem zweiten Täter blieb den Ermittlern zufolge zunächst erfolglos.

Mannheim: Teile der Stadtbibliothek und Grundschule in Flammen

Bei einem Großbrand in Mannheim wurde am Sonntagabend ein Gebäude der Stadtbibliothek schwer beschädigt. Meterhoch sollen die Flammen aus dem Haus geschlagen haben, als die Feuerwehr eintraf - das berichtet die "Bild". Ein Übergreifen des Feuers auf ein benachbartes Gymnasium konnte die Feuerwehr verhindern. Die in der Außenstelle der Stadtbibliothek untergebrachte Grundschule war offenbar nicht mehr zu retten. Nach Angaben der Polizei bestehe wegen der schweren Gebäudeschäden Einsturzgefahr. Zur Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Nach Informationen des  Rhein-Neckar-Fernsehens könnte Brandstiftung die Ursache für das Feuer sein. Demnach stellten Einsatzkräfte am Unglücksort Einbruchsspuren fest. Zudem sollen Feuerlöscher von den Wänden gerissen und Wasserhähne aufgedreht worden sein. Nach ersten Schätzungen liegt der Sachschaden bei mehreren hunderttausend Euro.

Sinsheim: Hoffenheim-Fan stirbt auf dem Weg zum Stadion

Den Verantwortlichen von Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim war am Sonntagnachmittag trotz des souveränen 2:0-Erfolgs gegen Hertha BSC nicht wirklich zum Feiern zumute. Wie der Klub via Twitter mitteilte, kam im Vorfeld des Spiels ein Fan der Kraichgauer ums Leben. "Unsere Herzen und Gedanken sind in diesem schweren Stunden bei den Hinterbliebenen des Verstorbenen, unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden", hieß es da. Offenbar war der Fan auf dem Weg ins Stadion. Zu den genauen Todesumständen ist nichts bekannt. Nach dem Spiel sprachen auch die Berliner den Angehörigen des Verstorbenen ihre Anteilnahme aus. 

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 8. bis 14. April 2019 lesen Sie hier: 

js / jek / mod / DPA / AFP