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Nachrichten aus Deutschland Toilettenwasser spritzte an die Decke: Mann repariert Roller und verursacht Explosion in Kanalisation

Nachrichten aus Deutschland: Explosion bei Roller-Reparatur
Bei der Reparatur liefen etwa ein bis zwei Liter Benzin aus und sickerten in einen Regenabfluss (Symbolbild)
© Armin Weigel / Picture Alliance
Frankenthal: Betrunken im gestohlenen Rollstuhl unterwegs +++ NRW: Razzien gegen Clankriminalität in sieben Städten +++ Bergkamen: Mann findet Schussapparat und wird von Projektil getroffen +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Karlstadt: 25-Jähriger will Roller reparieren und verursacht Explosion

Ein 25-Jähriger hat im nordbayerischen Karlstadt versucht, seinen Roller zu reparieren und dabei durch auslaufendes Benzin eine Explosion ausgelöst. Durch den Druck wurden Kanaldeckel in die Luft geschleudert, in einigen Wohnhäusern spritzte das Abwasser von Toiletten bis an die Decke, wie die Polizei mitteilte. Bei der Reparatur am Samstag liefen etwa ein bis zwei Liter Benzin aus und sickerten in einen Regenabfluss. Im Abfluss verdampfte das Benzin und es entstand ein hochentzündliches Benzin-Luft-Gemisch in der Kanalisation. Als der 25-Jährige den Roller starten wollte, kam es zu der Explosion. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen der fahrlässigen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Frankenthal: Betrunken im gestohlenen Rollstuhl unterwegs

Mit einem gestohlenen Rollstuhl sind zwei Betrunkene in Rheinland-Pfalz auf Spritztour gegangen. Ihr motorisiertes Gefährt lenkten sie in der Nacht zum Sonntag auf die mehrspurige Bundesstraße 9 bei Frankenthal. Eine Polizeistreife stoppte die 29 und 30 Jahre alten Männer. Zuvor hätten Autofahrer sie und ihr Gefährt als "Gefahrenstelle im Verkehr" gemeldet, teilten die Beamten am Sonntag mit. Gegen die Ausflügler laufen nun Ermittlungsverfahren wegen Fahrzeugdiebstahls und Trunkenheit im Straßenverkehr.

NRW: Razzien gegen Clankriminalität in sieben Städten

Mit einer Großrazzia in sieben Städten in Nordrhein-Westfalen ist die Polizei am Samstagabend gegen mutmaßliche Clankriminalität vorgegangen. In Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Mettmann und Wuppertal kontrollierte die Polizei nach eigenen Angaben vor allem Spielhallen und Wettbüros, um illegales Glücksspiel und manipulierte Spielautomaten ausfindig zu machen. An den Razzien waren neben der Polizei auch die Kommunen, der Zoll, die Finanzverwaltung, die Steuerfahndung, die Bundespolizei und die Bezirksregierung Düsseldorf beteiligt.

 Nachrichten aus Deutschland von Samstag, den 15. August


Bergkamen: Mann findet selbstgebauten Schussapparat und wird von Projektil getroffen

Ein 38-Jähriger ist in Bergkamen (NRW) von einem Projektil aus einem selbstgebauten Schussapparat getroffen worden. Er erlitt leichte Gesichtsverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Mann habe das Gerät am Samstagmorgen hinter einem Mehrfamilienhaus in einer Holzkiste gefunden und damit herumhantiert, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei sei der Mechanismus ausgelöst worden. "In dem Zusammenhang weist die Polizei dringend darauf hin, beim Fund solcher Gegenstände diese nicht selbst zu untersuchen, sondern umgehend die Polizei zu verständigen", hieß es.

Von was der Mann genau getroffen wurde und wie das Gerät funktioniere, sei noch unklar. Der Apparat werde noch untersucht.

Burgk: Nacktwanderer stürzt 70 Meter in die Tiefe

Bei einer Nacktwanderung in Thüringen ist ein 76 Jahre alter Mann an einem 70 Meter hohen Steilhang abgestürzt. Der Wanderer aus Mecklenburg-Vorpommern kam wenige Meter oberhalb des Flusses Saale schwerverletzt zum Liegen, wie die Landeseinsatzzentrale am Samstag mitteilte. Die Polizei geht von einem Unfall aus, Fremdverschulden liege nicht vor, sagte ein Sprecher. Der 76-Jährige gehörte zu einer etwa 30-köpfigen Nudisten-Wandergruppe, die an der Saalekaskade unterwegs war. Zuvor hatte MDR Thüringen berichtet.

40 Einsatzkräfte waren am Freitag mehrere Stunden damit beschäftigt, den Mann aus dem schwer zugänglichen Gelände herauszuholen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn schließlich in eine Klinik. Der Verunglückte hatte auf dem nur etwa 40 Zentimeter schmalen Wanderweg entlang eines Felsens den Halt verloren. Zwei Mitwanderer hätten sich vor dem Eintreffen der Rettungskräfte bereits zu ihm vorgearbeitet, um Erste Hilfe zu leisten. Feuerwehrleute seilten sich zu dem Verletzten ab, der mit einem Schlauchboot über die Saale zum Rettungshubschrauber am anderen Ufer transportiert werden sollte. Wegen des niedrigen Wasserstandes sei dies nicht gelungen, hieß es von der Feuerwehr. 

Etwa 40 Rettungskräfte waren im Einsatz, auch um die übrigen Wanderer zu betreuen. Diese setzten den Angaben zufolge ihre Tour nach dem Unfall fort. Zur Saalekaskade nahe der thüringisch-bayerischen Landesgrenze gehören mehrere Talsperren und Stauseen.

München: Drei Verletzte bei Explosion und Brand in Süßwarengeschäft

Bei einem Feuer in einem Süßwarengeschäft in München sind am Samstagmorgen drei Menschen verletzt worden. "Es gab eine Explosion und alle Fensterscheiben des Lokals gingen zu Bruch", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Das Geschäft in der Landsberger Straße brannte völlig aus. Drei Menschen wurden durch Rauch leicht verletzt. "In der Pizzeria waren keine Menschen, als wir eintrafen", sagte der Sprecher, der zunächst davon ausgegangen war, es handele sich bei dem Geschäft um eine Pizzeria.  

Feuerwehrleute brachten den Angaben zufolge weitere 13 Anwohner in Sicherheit. Die Landsberger Straße wurde zeitweise gesperrt. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Das Feuer war im Erdgeschoss des vierstöckigen Wohn- und Geschäftshauses ausgebrochen. Die Brandursache war zunächst unklar.

Ostrhauderfehn: Sechsjähriger ertrinkt in See

Ein sechs Jahre alter Junge ist im Idasee in Ostfriesland ertrunken. Nach einer groß angelegten Suchaktion wurde das Kind am Freitagabend leblos im Wasser aufgefunden, teilte die Feuerwehr in Niedersachsen mit. Zuvor hatte die Familie den Jungen als vermisst gemeldet.

Parallel zur Suche auf und in dem See lief ein großer Sucheinsatz an Land. Unklar war zunächst, ob sich der Junge im Wasser oder im Umfeld des Sees aufhielt. Die Angehörigen wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Polizei hat die Ermittlungen für den genauen Unfallhergang aufgenommen.

NRW: Starkregen fordert Feuerwehrkräfte im Münsterland und im Ruhrgebiet

Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, hochgespülte Gullydeckel, umgekippte Bäume: Ein Unwetter mit Starkregen hat die Feuerwehr in Teilen von Nordrhein-Westfalen mächtig auf Trab gehalten. Allein im münsterländischen Kreis Warendorf gab es am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag 375 Einsätze, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Auch am Morgen gab es noch vereinzelte Einsätze. "Unwetter kommen zwar immer wieder mal vor, aber das war die Spitze des Eisbergs in den letzten zwei Jahren", so der Sprecher. Auch im Ruhrgebiet zog das Unwetter seine Kreise. In Dortmund zählte die Feuerwehr seit Freitagabend 70 Einsätze, wie ein Sprecher berichtete. Neben umgekippten Bäumen und abgebrochenen Ästen seien einige Straßen überflutet gewesen. 

Am schlimmsten habe das Unwetter im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland gewütet, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen. Der meiste Starkregen sei mit 86,5 Litern pro Quadratmeter in Wadersloh (Kreis Warendorf) gemessen worden. In den kommenden Tage bleibe das Wetter weiter unbeständig. Am Samstag ist laut DWD örtlich erneut heftiger Starkregen mit Mengen von 40 bis 70 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Dazu kämen stürmische Böen sowie Hagel.

 Nachrichten aus Deutschland von Freitag, den 14. August


Arnsberg: Bundeswehrhubschrauber im Tiefflug bringt Blumen für Verlobte

Zwei Bundeswehrangehörige sollen in Nordrhein-Westfalen einen Blumengruß für eine Frau im Sauerland aus einem Hubschrauber abgeworfen haben. Nach dem Tiefflug des Bundeswehrhubschraubers über einem Dorf im Sauerland ermittelt die Polizei wegen möglicher Verstöße gegen das Luftverkehrsgesetz. Die Ermittlungen richteten sich gegen mindestens zwei Bundeswehrangehörige - einen 44-Jährigen aus Arnsberg sowie den Piloten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. 

Aus dem sehr niedrig fliegenden Hubschrauber sei über dem Ort Holzen ein weißes Paket abgeworfen worden, das eine Frau eingesammelt habe. Nach dpa-Informationen lag in dem Päckchen ein Blumenstrauß eines Soldaten für seine Verlobte. Dies hatte zuvor auch der WDR berichtet.

"Die genauen Hintergründe des Vorfalls werden noch ermittelt", sagte der Polizeisprecher. Nach Zeugenaussagen sei der Hubschrauber am Montag längere Zeit im Tiefflug über Holzen geflogen und über einer Wiese auf fünf bis zehn Meter Höhe heruntergegangen. Eine Anwohnerin hatte die Polizei eingeschaltet, weil der Hubschrauber auch Pferde auf einer Weide erschreckt habe.

Quelle: DPA

Immendingen: Jungfuchs schnüffelt auf der Suche nach Futter in Firmenküche

Vermutlich auf der Suche nach einer Mahlzeit hat sich ein junger Fuchs in die Küche einer Firma in Immendingen in Baden-Württemberg geschlichen - und eine Mitarbeiterin gehörig erschreckt. Wie ein Polizeisprecher am Freitag schilderte, entdeckte die Frau den kleinen Räuber am Vortag in einer Kiste in einem Regal, wo er kauerte und döste. Kollegen kamen dazu und scheuchten den Fuchs auf - "der hat sich dann aus der Kiste bequemt und ist zur Tür raus", sagte der Sprecher. Der Revierförster kennt das Tier schon gut: Der Jungfuchs kann wegen einer Behinderung offenbar nicht jagen, deshalb sucht er Futter im Müll und in Gebäuden. In der Firmenküche habe er zwar nichts Fressbares gefunden - dafür aber einen bequemen Ruheplatz, sagte der Polizeisprecher.

Quelle: DPA

Bochum: Mann in Nordrhein-Westfalen ersticht bei Kampf zweier Hunde fremdes Tier

Weil sein Hund auf einer Hundewiese mit dem Vierbeiner einer Frau aneinandergeriet, hat ein 57-Jähriger im nordrhein-westfälischen Witten das gegnerische Tier mit einem Messer erstochen. Wie die Polizei in Bochum am Donnerstagabend mitteilte, geriet der Zwergspitzmischling des Manns mit dem Boxermischling einer 32-Jährigen in einen Kampf. Der Mann versuchte demnach zunächst, beide Tiere mit einfacher körperlicher Gewalt zu trennen. Als dies nicht gelang, stach er laut Polizei mit einem Messer zwei- bis dreimal auf den Hund der Frau ein. Dieser habe daraufhin schwer verletzt von dem kleineren Hund abgelassen. Der verletzte Hund wurde mit einem Rettungswagen für Tiere zu einer nahen Tierarztpraxis gebracht, wo er trotz einer sofortigen Notoperation starb. Gegen den Mann wurden Strafanzeigen erstattet.

Quelle: AFP

Rotenburg/Wümme: Streit zwischen zwei Großfamilien eskaliert

Bis zu 50 Menschen zwei sich streitender Großfamilien hat die Polizei in Rotenburg/Wümme (Niedersachsen) voneinander trennen müssen. Aus zunächst unbekannten Gründen sei es zu einem Konflikt in einer Klinik gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Anschließend habe sich der Tumult zu einem Haus verlagert, wo eine Familie von der anderen unter anderem mit Schaufeln und anderen Werkzeugen angegriffen wurde. Die Polizisten sprachen großräumige Platzverbote aus und leiteten mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung ein. Ernsthaft verletzt wurde am Donnerstagabend demnach niemand.

Quelle: DPA

München: Vier Kilogramm Hanfsamen in Plüschtieren geschmuggelt 

Mit vier Kilogramm Hanfsamen - gefüllt in zwei Stofftiere - ist eine 25 Jahre alte Frau am Flughafen in München erwischt worden. Die junge Frau war zur Kontrolle gebeten worden, wobei die beiden Plüschtiere in ihrem Koffer gleich die Aufmerksamkeit der Zöllner weckten, wie das Hauptzollamt in München mitteilte. Ein Röntgenbild der flauschigen Gefährten bestätigte den Verdacht. Die 25-Jährige gab keine Auskunft zu dem Schmuggel. Nach Zahlung der Sicherheitsleistung durfte sie ihre Weiterreise Mitte Juli fortsetzten. Die Hanfsamen eigneten sich zur Anzucht von in Deutschland verbotenen Cannabispflanzen und wurden sichergestellt. 

Quelle: DPA

Bad Reichenhall: Kreuzotter beißt Mädchen in die Hand

Eine junge Kreuzotter hat auf der Reiter Alpe in den Berchtesgadener Alpen ein Mädchen in den Zeigefinger gebissen. Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) am Donnerstag mitteilte, hatte die Elfjährige auf einer Wiese vor der Traunsteiner Hütte eine Wurzel angehoben, um das Reptil besser sehen zu können. Da biss das zwischen 20 und 30 Zentimeter lange Tier zu. Laut BRK schwoll die Hand des Mädchen stark an. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers versorgte die kleine Patientin zunächst in knapp 1.600 Metern Höhe und flog sie anschließend ins Klinikum Traunstein, wo sie eine Nacht bleiben musste.

Quelle:Bayerisches Rotes Kreuz

Aalen: Einbrecher schließt sich bei Beutezug selbst ein 

Bei einem Beutezug in einem Einkaufsmarkt hat sich ein Einbrecher in Aalen selbst eingeschlossen. Der 35-Jährige habe am Eingang zum Laden einen Spalt zwischen Schiebetür und Glasscheibe gehebelt und sich hindurchgezwängt. Im Laden suchte er in der Nacht zum Freitag unter anderem Tabak, Getränke und Lebensmittel im Wert von rund 500 Euro zusammen, stellte alles am Ausgang bereit und erlebte dann die böse Überraschung: "Er kam rein, aber er kam durch den Spalt nicht wieder raus. Wir können uns das auch nicht erklären", sagte ein Polizeisprecher in Aalen. "Aber am Ende blieb ihm nichts anderes übrig, als im Geschäft auf die Polizei zu warten." Passanten hatten den Mann im Laden entdeckt und die Beamten alarmiert.

Quelle: DPA

Eschwege: Pilot stirbt bei Absturz von Motorflugzeug in Nordhessen

Beim Absturz eines Motorflugzeugs ist in Nordhessen der Pilot ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Eschwege am Donnerstagabend mitteilte, zog die Maschine in Hessisch Lichtenau am Nachmittag mit einem Schleppseil einen Segelflieger in die Luft, der sich in der Luft planmäßig lösen und später auch unbeschadet landen konnte. Aus zunächst unklarer Ursache kippte das Motorflugzeug nach dem Ausklinken des Seglers jedoch nach links ab, ging in den Sinkflug und stürzte über einem Waldstück ab. In dem Motorflugzeug befand sich nur der Pilot, der den Absturz nicht überlebte. Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten zur Unglücksstelle aus. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen ein und zog Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hinzu.

Quelle: AFP

Henstedt-Ulzburg: 14-Jähriger in Naturbad ertrunken

In einem Naturbad im schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg ist am Donnerstagnachmittag ein Jugendlicher ertrunken. Wie die Polizei am Abend mitteilte, alarmierten Zeugen den Rettungsdienst, nachdem der 14-Jährige längere Zeit nicht gesehen wurde. Demnach bargen die Rettungskräfte den Teenager aus Norderstedt nach etwa 45-minütiger Suche und versuchten, ihn zu reanimieren. Ohne Erfolg. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll der Junge Nichtschwimmer gewesen sein.

Quelle:Polizei Bad Segeberg

 Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, den 13. August


Mönchengladbach: Junge verdurstet, siebeneinhalb Jahre Haft für Mutter

Nach dem qualvollen Tod eines Zweijährigen in Grevenbroich hat das Landgericht Mönchengladbach die Mutter zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach die 28-Jährige am Donnerstag des versuchten Totschlags und der Körperverletzung mit Todesfolge, jeweils durch Unterlassen, schuldig. Die Frau hatte das Kind demnach bewusst zwei Tage lang unversorgt in einem überhitzten Zimmer ihrer Wohnung in Nordrhein-Westfalen liegen lassen. Es verdurstete.

Nach Feststellung des Gerichts hatte die Mutter von zwei Kindern den kleinen Leon am Abend des 14. April 2019 in einen Schlafsack gepackt und ins Kinderbett gelegt. Weil die Heizung in der Wohnung ausgefallen war, drehte sie einen Heizlüfter voll auf und stellte ihn vor das Bett. Erst am Vormittag des übernächsten Tages ging sie wieder in das Zimmer, um nach ihrem Sohn zu schauen. Sie habe ihn "schlicht im Stich gelassen", sagte der Richter.

Mit dem Urteil folgte die Kammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Da der genaue Todeszeitpunkt im Prozess nicht festgestellt werden konnte, habe der Angeklagten kein Tötungsvorsatz nachgewiesen werden können, sagte der Richter. Deshalb wurde sie nur wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen verurteilt. Die depressive Angeklagte hatte die Tat im Prozess gestanden und ausgesagt, sie sei überfordert gewesen. Sie habe aber nie gedacht, dass das Kind sterben könnte.

Quelle: DPA

Soltau: Lama geht auf Wanderschaft

Nachrichten aus Deutschland – Lama spaziert durch Soltau
Das war's mit der Freiheit: Ein Passant griff Lama "Klaus" und band es an einem Laternenpfahl fest
© Polizeiinspektion Heidekreis

Die Umzäunung seiner Weide konnte Klaus nicht aufhalten. Das Lama aus Soltau unternahm einen Spaziergang durch die Ortschaft, blieb allerdings nicht lange unentdeckt. Man kennt Klaus. Eine Anwohnerin rief seine Besitzerin an, die wiederum die Polizei verständigte. Dann machten sich mehrere Beamte auf die Suche nach dem Tier, das schließlich in der Nähe der Soltauer Therme gefunden wurde – angebunden an einen Laternenpfahl. Ein tatkräftiger Passant hatte das Lama gegriffen und seinen Spaziergang beendet. "Auch wenn es nicht um sich spuckte, zeigte es sich nicht erfreut, an seinem Freiheitsdrang gehindert worden zu sein", heißt es im Polizeibericht. Der Ausflügler wurde seiner Besitzerin übergeben.

Quelle: Polizeiinspektion Heidekreis

Itzehoe: Mit mehr als zwei Promille zum Kindergarten

Am Mittwochmorgen wurde die Polizei in Itzehoe auf einen Mann aufmerksam, der auf dem Gelände eines Kindergartens parkte. Nachdem er seinen Sohn in die Kita gebracht hatte, forderten die Beamten den 49-Jährigen zu einem Atemalkoholtest auf – und maßen 2,33 Promille. Als Erklärung bemühte der Mann einige Biere, die er am Vorabend getrunken hätte. Die Beamten entnahmen ihm eine Blutprobe und beschlagnahmten Autoschlüssel und Führerschein. Der 49-Jährige muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Seinen Sohn wird er künftig auf andere, sicherere Weise in die Kita bringen, hoffen die Beamten.

Quelle: Polizei Itzehoe

Hannover: 81-Jähriger zeigt Hitlergruß und beleidigt Beamten mit Migrationshintergrund

Einheiten der Bundespolizei in Hannover waren am Mittwochnachmittag auf einem Streifengang unterwegs, als sie einem 81-Jährigen begegneten, der den rechten Arm zum Hitlergruß hob. Als die Beamten entsprechende Maßnahmen einleiteten, wurde er ausfallend und beleidigte seinen Gegenüber rassistisch. Der Senior war in Begleitung einer 52-jährigen Deutschen mit iranischen Wurzeln, die sich in das Wortgefecht einmischte und den Beamten mit Migrationshintergrund ebenfalls beleidigte. Gegen die beiden wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Quelle: Polizei Hannover

Hamburg: Mann schläft neben S-Bahn-Gleisen 

Der Schreck eines Hamburger S-Bahn-Führers dürfte groß gewesen sein, als er am Mittwoch einen Mann neben den Gleisen seiner Fahrtstrecke liegen sah. Er alarmierte die Polizei, die alsbald Entwarnung geben konnte: Der 44-Jährige lebt – er schläft, um genau zu sein. Die Beamten weckten ihn und brachten ihn aus der Gefahrenzone. Der polnische Staatsangehörige gab an, dass er zuvor auf der Bahnböschung geschlafen hatte und dann wohl an den Gleisbereich heruntergerutscht sei. Er muss nun mit einem Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit rechnen. 

Quelle: Polizei Hamburg

Wetter: Große Schäden nach Starkregen und Stürmen

Wie schon in den vergangenen Tagen haben auch am Mittwochabend Unwetter in Deutschland vielerorts schwere Schäden verursacht. Besonders im Südwesten hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sollten sich die Menschen auch in den nächsten Tagen auf heftige Unwetter einstellen. Starkregen, Hagel und Sturmböen ziehen ab Donnerstagmittag in einem breiten Streifen diagonal über Deutschland, etwa von der niederländischen Grenze bis zum östlichen Mittelgebirgsraum. Vor allem dort soll es zu extrem heftigen Starkregen kommen,wie es hieß . Im Nordosten und Norden sei es jedoch freundlich und trocken. Auch am Freitag bleibt es heiß und auch ungemütlich im Land. Zum Wochenende nimmt die Gewitterwahrscheinlichkeit jedoch etwas ab, wie der DWD mitteilte.

Quelle: DPA

 Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, den 12. August


Dortmund: Maskenverweigerer in Supermarkt verletzt zwei Polizisten

Ein Maskenverweigerer hat in einem Dortmunder Supermarkt zwei Polizisten verletzt, die ihn abführen wollten. Der Staatsschutz ermittelt, da der 44-Jährige laut Polizei offenbar dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist. Er selbst hatte die Situation gefilmt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte sich der Mann ohne Mund-Nasen-Schutz am Vorabend gegen 22 Uhr zunächst mit dem Supermarkt-Personal angelegt und einen Mitarbeiter mit einem Einkaufswagen gerammt. Als die Beamten eintrafen, beobachteten bereits zahlreiche weitere Kunden das Geschehen. Der 44-Jährige habe in der Mitte gestanden und gefilmt. "Den Polizisten erklärte er, dass er nicht verpflichtet sei, eine Abdeckung zu tragen", so die Beamten. Er habe dann eine Reihe von Paragrafen aufgelistet, "die jedoch nicht mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland übereinstimmen". Als die Polizisten den 44-Jährigen aus dem Supermarkt bringen wollten, habe er sich so stark gewehrt, dass zwei Beamte verletzt worden seien. Sie kamen ins Krankenhaus. Verstärkung sei eingetroffen und der Mann überwältigt und gefesselt worden: "Auf der Fahrt zum Polizeigewahrsam versuchte er im Streifenwagen weiter, einen Polizisten anzugreifen." In Haft kam der Mann nicht. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands, Hausfriedensbruch, dem Filmen und der Masken-Verweigerung.

Quelle: DPA

Cuxhaven: Yacht gesunken – sieben Segler gerettet

Sieben Segler sind nach der Havarie ihres Schiffes vor Cuxhaven von Seenotrettern gerettet worden. Die 15 Meter lange Segelyacht "Sharki" war nach ersten Erkenntnissen vermutlich mit einer Fahrwassertonne kollidiert, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Sie sank in der Nordsee und wurde in rund 16 Meter Tiefe per Sonar geortet, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Sie müsse geborgen werden. Das sei aber Sache des Eigentümers. Die Segler befanden sich auf dem Weg vom Nord-Ostsee-Kanal nach Helgoland.

Eine Seglerin alarmierte die Seenotretter. Die von ihr angegebene Position befand sich mehrere Seemeilen vor Cuxhaven. Die Seenotretter informierten umliegende Schiffe und erhielten Rückmeldung von einem belgischen Frachter mit Sichtkontakt zu der Yacht. Der Frachter blieb bis zum Eintreffen der Retter in der Nähe. 

Die sieben Segler, vier Männer und drei Frauen, retteten sich zunächst auf eine Rettungsinsel. Die Seenotretter eilten mit zwei Rettungsbooten zu Hilfe. Zudem begab sich ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei Hamburg zum Unfallort. Die Segler blieben alle unverletzt.

Quelle: DPA

Frankfurt am Main: Spürhund Aki erschnüffelt am Flughafen fast 250.000 Euro Bargeld

Geld stinkt nicht, oder doch? Zollspürhund Aki hat am Frankfurter Flughafen bei einem Dutzend Passagieren Bargeld in einer Gesamtsumme von knapp 250.000 Euro erschnüffelt. Wie das Hauptzollamt Frankfurt am Mittwoch mitteilte, hatten die Passagiere das Geld nicht für die Ausreise angemeldet. Alleine in der Bauchtasche eines Reisenden spürte Aki fast 52.000 Euro auf - die Hündin zeigt den Fund nach Angaben einer Zollsprecherin dadurch an, dass sie sich still hinsetzt. 

Grundsätzlich gilt, dass Bargeldsummen ab 10.000 Euro bei Reisen in oder aus der Europäischen Union angemeldet werden müssen. Gegen die bereits Ende Juni und Anfang Juli ertappten Passagieren leiteten die Zollbeamten Bußgeldverfahren ein.

Die Bargeldkontrollen seien wichtig, um Steuerhinterziehung,  Geldwäsche oder auch den internationalen Terrorismus zu bekämpfen, erklärte die Behörde. Im Jahr 2019 seien am Frankfurter Flughafen fast 1400 Verstöße mit einer Gesamtsumme von 23,6 Millionen Euro festgestellt worden.

Quelle: DPA

Fehmarn: Säugling schreit in Auto – Passant schlägt Scheibe ein

Um ein schreiendes Baby aus einem bei hochsommerlichen Temperaturen parkenden Auto zu befreien, hat ein 47 Jahre alter Mann auf einem Parkplatz in Burg auf Fehmarn eine Seitenscheibe eingeschlagen und das Kind aus dem Auto geholt. Wie die Polizei berichtet, erklärte der Mann gegenüber den Beamten, dass er aus dem Auto heraus lautes Babygeschrei gehört hatte. Im abgeschlossenen Wagen erkannte er den Säugling. Das im Fahrzeug ausliegende Parkticket sei elf Minuten zuvor gelöst worden. Als auch auf seine über den Parkplatz gerufene Nachfrage, wem denn das Auto gehöre, und auf die direkte Ansprache zweier in unmittelbarer Nähe befindlicher Männer keine Hinweise zu dem Auto erlangt werden konnten, fasste er den Entschluss, bei 30 Grad Außentemperatur und wolkenlosem Himmel nicht noch länger zu warten. Er schlug die Scheibe ein und hob das Baby heraus. Das habe ihn jedoch Ärger mit dem kurz darauf zurückkehrenden Vater des Kindes eingetragen. Der hielt die Maßnahme des 47-Jährigen nämlich für unverhältnismäßig und erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung. Der Vater habe argumentiert, dass er und seine Familie am Freitag nur kurz zur Toilette gegangen und nach zehn Minuten zum Auto zurückgekehrt seien, berichtete die Polizei. Dennoch verfassten die Beamten einen Bericht über den Verdacht der Kindeswohlgefährdung und leiteten ihn ans Jugendamt weiter. 

Quellen: DPA, Polizei Lübeck

Ostfildern: 16-jähriger Pedelecfahrer stirbt nach Kollision mit Straßenbahn

Nach einer Kollision mit einer Straßenbahn ist in Baden-Württemberg ein 16-jähriger Pedelecfahrer gestorben. Wie die Polizei in Reutlingen am Mittwoch mitteilte, war der Jugendliche am Dienstagnachmittag mit seinem Rad auf einem Fuß- und Radweg in Ostfildern unterwegs. Als er an einem Bahnübergang die Gleise überqueren wollte, übersah er die herannahende Bahn und wurde von ihr erfasst. Der 16-Jährige wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Abend seinen schweren Verletzungen erlag. In die Ermittlungen der Verkehrspolizei wurde Sachverständiger eingebunden.

Quelle: AFP

Frankfurt: Zahlreiche Unwetter-Einsätze

Die Feuerwehr Frankfurt/Main musste wegen eines kurzen, aber heftigen Unwetters am Dienstagnachmittag mehr als 350 Mal ausrücken. Keller liefen voll Wasser, Bäume und Äste knickten ab und Gebäude und Autos wurde beschädigt. Das Personal der Zentralen Leitstelle musste aufgrund des extrem erhöhten Notrufaufkommens verstärkt werden, die Rettungskräfte waren bis spät in die Nacht im Einsatz. 

Quelle: Feuerwehr Frankfurt/Main

Bitburg: Hund aus überhitztem Auto gerettet

Die Polizei in Bitburg hat am Abend einen Hund aus einem völlig überhitztem Auto gerettet. Wie die Beamten mitteilten, wählten Zeugen gegen 19.10 Uhr den Notruf, als sie das Tier in dem abgeschlossenen Fahrzeug an den Scheiben kratzen sahen. Eine Streife machte sich sofort auf den Weg und sah, dass der Hund bereits erste Anzeichen eines lebensbedrohlichen Zustands zeigte. Da der Fahrzeugführer nicht aufzufinden war, mussten die Beamten den Wagen aufbrechen und retteten so den Hund. Den Fahrer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Quelle:Polizei Bitburg

Celle: Bombendrohung – Polizei evakuiert Campingplatz

In Celle musste die Polizei am Dienstagnachmittag nach einer Bombendrohung einen Campingplatz evakuieren. Dem Betreiber war ein anonymes Schreiben zugesandt worden, in dem mit der Zündung von Spreng- und Brandsätzen gedroht wurde. Eine unbekannte Zahl von täglichen Badegästen verließ daraufhin das Gelände, der Campingplatz wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Es folgte eine großangelegte Suche nach Sprengsätzen, bei der auch mehrere Sprengstoffspürhunde der Polizei Niedersachsen im Einsatz waren. Allerdings wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Einsatzkräfte der Feuerwehr untersuchten zudem einige Gastanks, aber auch dort konnten keine Manipulationen festgestellt werden. Um 17:20 Uhr gaben die Einsatzkräfte Entwarnung. 

Ein Beamter sucht mit einem Hund in der Camping-Gaststätte nach Sprengstoff
Ein Beamter sucht mit einem Hund in der Camping-Gaststätte nach Sprengstoff
© Polizei Celle

Quelle:Polizei Celle

Mönchengladbach: Arm im Zigarettenautomaten eingeklemmt – Feuerwehreinsatz

Beim Kauf von Zigaretten hat sich der Arm eines Mannes in Mönchengladbach (NRW) so im Automaten verklemmt, dass die Feuerwehr zu Hilfe eilen musste. Mit einem Bolzenschneider wurde der Mann aus seiner Notlage befreit, wie die Feuerwehr am Dienstagabend mitteilte. Der Automat habe an der Kasse eines Warenhauses in Mönchengladbach gestanden, doch auch die Angestellten hätten den Arm nicht heraus bekommen und daher die Einsatzkräfte gerufen. Der Kunde blieb unverletzt und konnte - nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst - den Einkauf am Dienstagnachmittag zu Ende bringen.

Quelle: DPA

 Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, den 11. August


Heusenstamm: Autofahrer mit mehr als fünf Promille gestoppt

Einen Atemalkoholwert von mehr als fünf Promille hat die Polizei im hessischen Heusenstamm bei einem Autofahrer gemessen. Wie die Beamten am Dienstag in Offenbach mitteilten, meldete ein Zeuge am Vorabend, dass der 63-Jährige bei laufendem Motor in seinem Wagen sitze und mit den Scheinwerfern blinke. Bei einem freiwilligen Atemalkoholtest wurde der hohe Promillewert gemessen. Am Auto des Manns fanden die Beamten mehrere frische Unfallspuren. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Quelle: AFP

Waren/Müritz: Frau wird durch herunterfallendes Starkstromkabel getötet

Schrecklicher Unfall in Waren/Müritz in Mecklenburg-Vorpommern: Dort geriet auf einem nicht ausgewiesenen Campingplatz in der Nähe des Malkwitzer Sees am späten Montagabend gegen kurz vor 23 Uhr ein Wohnmobil in Brand. Wie die Polizei berichtet, riss durch die starke Hitzeentwicklung die Hochspannungsleitung und fiel auf das Wohnmobil. Eine 22-jährige Urlauberin, die wegen des Brandes helfen wollte, wurde in Folge der abgestürzten Hochspannungsleitung so stark verletzt, dass sie trotz sofort eingeleiteter erster Hilfsmaßnahmen noch vor Ort verstarb. Zwei 17- und 19-jährige Urlauber aus Bayern leisteten erste Hilfe und wurden dabei ebenfalls leicht verletzt. Sie wurden zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Der 47-jährige Wohnmobilnutzer wurde bei dem Versuch der Löschmaßnahmen ebenfalls leicht verletzt und musste medizinisch behandelt werden. Brandursache war ein technischer Defekt im Bereich des Motorraumes des Wohnwagens.

Quelle: Polizei Neubrandenburg

Bad Oeynhausen: Hund bei Hitze im Auto gelassen 

Weil er einen kleinen Hund entdeckte, der bei großer Hitze längere Zeit in einem verschlossenen Auto saß und sich kaum noch bewegte, hat am Samstag ein Passant auf einem Supermarktparkplatz in Bad Oeyenhausen die Seitenscheibe eines Autos eingeschlagen. Als die um kurz nach 13 Uhr verständigten Beamten einer Streifenwagenbesatzung eintrafen, hatte sich bereits eine größere Menschenmenge um das Fahrzeug versammelt. Der Marktleiter erklärte, dass sich das Tier nach seinem Kenntnisstand mindestens 25 Minuten in der Mittagshitze allein in dem Wagen befunden habe. Bevor der Hund aus dem Wagen befreit wurde, seien mehrfache Durchsagen im Markt erfolglos verlaufen. Als sich der Zustand des Vierbeiners immer weiter verschlechterte, sei die Beifahrerseite eingeschlagen worden. Der von den Beamten zur Rede gestellte Hundebesitzer gab an, dass er eine Fahrzeugscheibe einen Spaltbreit geöffnet habe und maximal zehn bis 15 Minuten im Geschäft gewesen sei. Zwar fanden die Beamten tatsächlich eine Scheibe einen Spalt geöffnet vor, dies reichte aber auf keinen Fall für eine ausreichende Belüftung aus. Daher wurde gegen den Mann eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gefertigt, wie die Beamten am Dienstag mitteilten.

Quelle: Polizei Minden-Lübbecke

Recke: 19-Jähriger landet mit Auto in Kanal

Ein 19-Jähriger ist am Montagnachmittag mit seinem Auto in Höhe der Ortschaft Recke im Mittellandkanal gelandet. Wie die Polizei berichtete, war der junge Mann widerrechtlich auf dem Leinpfad unterwegs, kam aus unbekannter Ursache vom Weg ab und stürzte über die Spundwandkante ins Wasser. Er und sein 18-jähriger Beifahrer konnten sich aus dem Auto befreien und an Land retten. Der Beifahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus, der Fahrer erlitt einen leichten Schock. Noch am Abend barg ein örtliches Abschleppunternehmen den Wagen aus dem Kanal.

Die Feuerwehr hebt ein Auto aus dem Mittellandkanal
Die Feuerwehr hob das Auto aus dem Mittellandkanal
© Polizei Duisburg

Quelle: Polizei Duisburg

Schleswig: Lkw-Fahrer setzt zurück und fährt Rentner tot

Im schleswig-holsteinischen Schleswig ist ein 83-Jähriger von einem Lkw erfasst und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, war ein 52-Jähriger mit seinem Lkw gegen 8.50 Uhr von einer Baustelle rückwärts in eine Straße eingefahren und hatte den Senior übersehen. Der Mann wurde mehrere Meter vom Lkw mitgeschleift. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Quelle:Polizei Schleswig

Bonn: Mann schießt auf Supermarktparkplatz – SEK im Einsatz

Nach Schüssen auf offener Straße in Bonn fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Schützen. Wie ein Sprecher der Bonner Polizei am Dienstagmorgen sagte, sind weder der Mann noch die Tatwaffe bisher aufgetaucht. Am Montagabend soll der 34-jährige Gesuchte nach einem Streit mit einem 38 Jahre alten Mann mehrfach mit einer Pistole geschossen haben. Das 38-jährige mutmaßliche Opfer hatte die Polizei am Abend darüber informiert, dass er mit seinem Bekannten auf einem Supermarktparkplatz in Streit geraten sei und dieser daraufhin eine Pistole gezogen habe. Der 38-Jährige wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Einsatzkräfte des SEK hatten der Polizei zufolge die Wohnung des mutmaßlichen Schützen noch am Montagabend aufgesucht. Er sei aber nicht angetroffen worden, hieß es. Zu den Hintergründen war zunächst nichts bekannt.

Quelle: DPA

Schüttorf: Mehr als 120 tote Tauben in Transporter entdeckt

In einem Kleintransporter in Niedersachsen sind 121 tote Tauben entdeckt worden. Polizisten kontrollierten nach Angaben vom Dienstag das Fahrzeug in Schüttorf, in dem sich insgesamt 249 Tauben befanden. Die Tiere seien nicht artgerecht transportiert worden, erklärte die Polizei in Lingen. 121 waren bereits tot, die noch lebenden Tiere wurden zu einem Kleintierzüchter gebracht. Demnach befand sich der Transporter auf dem Weg von Tschechien nach Belgien. Gegen den Fahrer wird nun ermittelt.

Quelle: DPA

Bodensee: Motorboot mit zwei Kindern an Bord kentert

In Immenstaad am Bodensee ist am Montagabend ein Mann mit seinem Motorboot gekentert. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, war der 51-Jährige mit zwei Kindern im Alter von fünf und neun Jahren sowie einem weiteren Erwachsenen gegen 17 Uhr mit seinem Holzmotorboot unterwegs, als plötzlich Wasser in das Boot drang. Dem Mann gelang es noch die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen zu alarmieren und den Bootsinsassen Rettungswesten anzulegen. Wenige Minuten später sank das Boot auf den Grund des Bodensees in etwa 40 bis 60 Meter Wassertiefe. Bei Eintreffen der Wasserschutzpolizei befanden sich alle Personen bereits an Bord einen Schweizer Motorbootes, welches auf die Notlage aufmerksam geworden war.

Quelle: Polizei Einsatz

Wesel: Feuerwehr rettet 15-Jährigen aus Fluss

Die Feuerwehr hat am Montagabend einen Teenager aus der Lippe gerettet. Wie die Polizei berichtet, waren zwei 15-Jährige gegen 21.30 Uhr in der Lippe baden gegangen. Etwa 50 Meter von der Lippebrücke der B8 in Wesel entfernt geriet der Junge in einen Strudel und wurde durch die Strömung in Richtung Rhein abgetrieben. Er konnte sich an einem aus dem Fluss herausragenden Stein festhalten. Die Feuerwehr warf ihm ein Seil zu und brachte ihn an Land. Der Jugendliche erlitt leichte Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: Kreispolizeibehörde Wesel

Polizei stoppt Autofahrer mit 4 Promille

Die Polizei hat im sächsischen Auerbach am Montagmittag gegen 13 Uhr einen Autofahrer gestoppt. Wie die Beamten berichteten, wurde bei dem 41-Jährigen ein Atemalkohol von  4,08 Promille festgestellt. Er musste seinen Führerschein bei den Beamten abgeben und im Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Quelle:Polizei Sachsen

Wittlich: Lkw mit Schlachtabfällen kippt um

Im rheinland-pfälzischen Wittlich ist am späten Montagabend ein Lastwagen aus einer Kurve geflogen. Wie die Polizei berichtete, war der 30-jährige Fahrer mit seinem Lastzug für Kippmulden mit Abrollvorrichtung unterwegs, als der aufgrund fehlender Ladungssicherung auf dem Anhänger befindliche Container in einer Rechtskurve herunterfiel. Beladen war das Gespann mit 6,5 Tonnen Schlachtabfällen einer nahegelegen Schlachterei, die auf einem Grünstreifen landeten.

Umgekippter Container in Wittlich
Der Container war in einer Kurve neben die Fahrbahn gefallen
© Polizei Wittlich

Quelle:Polizei Wittlich

Baden-Württemberg: Hier war es mit bis zu 36,6 Grad am heißesten 

Deutschlands heißeste Orte lagen am Montag in Baden-Württemberg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte in Bad Mergentheim-Neunkirchen mit 36,6 Grad die bundesweit höchste Temperatur des Tages. Auf Platz zwei lag mit 36,4 Grad Waghäusel-Kirrlach. Platz drei der heißesten Orte ging nach Rheinland-Pfalz: In Trier-Zewen wurde eine Tageshöchsttemperatur von 36,3 Grad gemessen, wie es am Abend beim DWD in Offenbach hieß. In Trier war tags zuvor sogar die bundesweit höchste Temperatur des bisherigen Jahres gemessen worden. An der DWD-Station Trier-Petrisberg kletterte das Thermometer am Sonntag auf ein Maximum von 38,6 Grad.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Montag, den 10. August


Ochtendung: Mann trennt in Rheinland-Pfalz 21-Jährigem linke Hand mit Machete ab

Weil er einem 21-Jährigen in Rheinland-Pfalz mit einer Machete die linke Hand abgetrennt haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen einen 22-Jährigen. Der jüngere Mann wurde bei dem Angriff schwer verletzt, befindet sich aber nicht mehr in Lebensgefahr, wie die Behörde am Montag mitteilte. Die Ermittler schließen in dem Fall Notwehr nicht aus.

Der 22-Jährige soll seinem Kontrahenten am späten Samstagabend nahe einer Grillhütte in Ochtendung mit der Machete die Hand abgeschlagen und ihn am Kopf verletzt haben. Nach Angaben der Ermittler gestand der 22-Jährige die Tat. Laut eigener Aussage habe er sich in seiner Gartenlaube aufgehalten und mit der Machete Feuerholz gehackt.     Dabei habe er bemerkt, dass ein Auto auf einem Waldweg in der Nähe einen Unfall gehabt habe. Er sei mit dem Messer zu dem Wagen gegangen, um zu helfen. Der Fahrer habe jedoch plötzlich eine Waffe aus dem Handschuhfach genommen und mehrmals auf ihn geschossen. Daraufhin habe der 22-Jährige dem Mann mit der Machete die Hand abgeschlagen. Kurze Zeit später sei ein anderes Auto aus Richtung der Grillhütte gekommen, aus dem zwei Männer ausgestiegen seien, die dem 22-Jährigen mehrfach ins Gesicht geschlagen hätten. Er wurde ebenfalls verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Waffe eine Schreckschusswaffe war. Der Beschuldigte wurde festgenommen, kam am Sonntagmittag jedoch wieder frei. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: AFP, DPA

Langelsheim: Razzia im Seiniorenheim

Im niedersächsischen Langelsheim im Landkreis Goslar haben Ermittler in den frühen Morgenstunden ein Altenheim und zwei Privatwohnungen durchsucht. Wie der NDR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet, wurden offenbar im Rahmen der Razzia das Betreiber-Ehepaar sowie die Leiterin der Einrichtung festgenommen. Die Verdächtigen seien wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchtungshaft genommen worden. Gegen sie werde nun wegen des Verdachts auf Betrug, Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen ermittelt. Auslöser der Aktion war demnach eine Anzeige der Heimaufsicht. Bei der Abrechnung von Pflegestufen soll demnach betrogen worden sein, außerdem sollen Bewohner des Heims sediert worden sein. 

Um den Weiterbetrieb zu sichern und sich um Bewohner und Angehörige zu kümmern, wurden dem Bericht zufolge ein 29-köpfiger Krisenstab vom Landkreis eingesetzt sowie ein Info-Telefon eingerichtet. 

Quellen: NDR, Polizei

Borgholzhausen: Freibad wegen Wasserknappheit temporär geschlossen

Wegen Wasserknappheit ist ein Freibad im Kreis Gütersloh zeitweise geschlossen worden.  Weil die Reserven leerzulaufen drohten, sei die Schließung zwischenzeitlich unausweichlich gewesen, hatte die Gemeinde Borgholzhausen auf ihrer Homepage mitgeteilt. Am Montag gab der Bürgermeister des Ortes in Ostwestfalen Entwarnung: Es sei gelungen, den Hochwasserbehälter mit Hilfe eines Leitungsverbundes mit den Nachbarstädten für solche Notfälle wieder zu füllen, sagte Dirk Speckmann (SPD). Das Freibad könne am Dienstag wieder öffnen.

Die Einrichtung war seit Sonntag geschlossen. Bereits am Freitag hatte der Bürgermeister Dirk Speckmann (SPD) zum Wassersparen aufgerufen und das Befüllen privater Pools, sowie Blumen gießen und Rasensprengen mit Trinkwasser untersagt. Es drohe sonst ein Ausfall der städtischen Wasserversorgung, mahnte er in einer Videobotschaft. 

Quelle: DPA

Straubing: Vier Tote nach Frontalzusammenstoß

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der B20 in der Nähe von Ascha (Landkreis Straubing-Bogen) sind am frühen Montagmorgen vier junge Männer ums Leben gekommen. Der Fahrer eines Autos sei offenbar beim Versuch, einen Sattelzug zu überholen, mit einem entgegenkommenden Kleintransporter zusammengestoßen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. 

Drei der vier Insassen des Personenwagens im Alter zwischen 20 und 26 Jahren seien noch am Unfallort gestorben, der vierte wenig später im Krankenhaus. Der Fahrer des Kleintransporters sei verletzt worden, hieß es von der Polizei. Er wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Ob bei dem Unfall Alkohol- oder Drogenkonsum eine Rolle gespielt hat, war zunächst nicht bekannt. 

Die B20 war an der Unfallstelle zwischen 1.30 Uhr und 7.00 Uhr gesperrt. Das Rote Kreuz hat zusätzliche Notärzte und Rettungskräfte mobilisiert. "Es war für unsere haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte sowie die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren ein schwerer Einsatz", sagte der organisatorische Leiter des BRK-Einsatzes, Jürgen Köhl Bilanz. Das Rote Kreuz hatte auch ein Team mit psychologisch geschultem Personal an die Unfallstelle entsandt, um die Helfer zu betreuen.

Quelle: DPA

Cottbus: Vier Männer in Laster auf Raststätte an der A13 entdeckt

Vier Männer hat die Polizei auf einem Rastplatz an der Autobahn 13 in Brandenburg aus einem Lastwagen gerettet. Zeugen hatten am Samstag aus dem Lkw am Rastplatz Freienhufen Stimmen und Klopfgeräusche gehört und die Polizei verständigt. Die Beamten hätten die jungen Männer afghanischer Herkunft aus dem Fahrzeug geholt, wie ein Polizeisprecher am Montag auf Nachfrage bestätigte. Sie wurden demnach in die zentrale Aufnahmestelle nach Eisenhüttenstadt gebracht. Zunächst hatte die "Lausitzer Rundschau" darüber berichtet. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen, auf Entscheidung der Staatsanwaltschaft aber später wieder auf freien Fuß gesetzt. Weitere Einzelheiten teilte der Polizeisprecher nicht mit.

Quelle: DPA

Groß-Rohrheim: 17-Jähriger ertrinkt in See

In Südhessen ist ein 17-jähriger Nichtschwimmer am Samstag in einem See zwischen Groß-Rohrheim und Biblis ertrunken. Wie die Polizei berichtet, meldete ein gleichaltriger Freund den Unfall am Nachmittag bei der Rettungsleitstelle. "Sofort wurden Suchmaßnahmen mit Feuerwehr, DLRG, Polizeistreifen und dem Polizeihubschrauber eingeleitet", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Vermisste konnte nach kurzer Zeit nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden, Reanimationsversuche blieben erfolglos. Nach Annahme der Polizei, ging der Nichtschwimmer zum Abkühlen ins Wasser, geriet dann wegen des steil abfallenden Ufers in Not. Sein Freund versuchte, ihm zu helfen, konnte aber ebenfalls nicht schwimmen. Das Gewässer gehört laut Polizei zu einer Firma und ist kein öffentlicher Badesee. Das Schwimmen ist per Beschilderung untersagt, für den Zugang müsse ein meterhoher Erdwall überwunden werden. Wir "RTL Online" berichtet, wurden die Rettungsmaßnahmen zu allem Überfluss noch durch weitere illegale Badegäste erschwert, die die Rettungskräfte teilweise beschimpft und durch parkende Fahrzeuge behindert hätten.

Quellen:Polizei, "RTL Online

Lauenau: Trinkwasserversorgung vorübergehend zusammengebrochen

Nach dem Trinkwasserengpass vom Wochenende setzt die Gemeinde Lauenau im niedersächsischen Landkreis Schaumburg auf die Bereitschaft der Menschen, Wasser zu sparen. Die Lage sei beherrschbar, sagte Georg Hudalla, parteiloser Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau gehört. Die rund 4000 Menschen in Lauenau hätten schon am Samstagnachmittag auf die Wasserknappheit reagiert, der Verbrauch sei um zwei Drittel gesunken. In den nächsten Tagen muss nach Angaben des Wasserbetriebs aber weiter gespart werden.

Nachdem die Trinkwasserversorgung am Samstag zwischenzeitlich zusammengebrochen war, entspannte sich die Lage einen Tag später. Am Samstagmittag war der Wasserspeicher leer gelaufen. Das Problem: In der Corona-Pandemie seien die Menschen überwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen, erklärte der Bürgermeister. Die Feuerwehr stelle Wasser etwa für die Toilettenspülung bereit, das sich die Menschen abholen könnten. Tankfahrzeuge sollten zunächst nicht eingesetzt werden.

Quelle: DPA

Langkünzing: Vierjähriger ertrinkt in Donau

Am Sonntagnachmittag ist ein vierjähriger Junge in der Donau in Langkünzing bei Passau ertrunken. Zuvor hatte seine Familie ihn vermisst gemeldet. Zwei Stunden später wurde der Junge tot aus der Donau geborgen. Er sei zusammen mit einem Mädchen vom Fluss mitgerissen worden, teilte die Polizei mit. Das Mädchen konnte gerettet werden, für den Vierjährigen kam jede Hilfe zu spät. Die Eltern wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Quellen: "Süddeutsche Zeitung" "Bayrischer Rundfunk"

Wandlitz: Kinder entdecken Munition im See – Badestelle geräumt

Zwei Kinder haben beim Schwimmen in einem See in Brandenburg eine gefährliche Entdeckung gemacht. Ihnen fiel im Gorinsee in Wandlitz ein merkwürdiger Gegenstand im Wasser auf, der sich später als Handgranate herausstellte. Ein Badegast alarmierte nach dem Fund am Samstag die Polizei, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. Rund 120 Badegäste mussten den Angaben nach die Badestelle vorübergehend verlassen. Die Polizei rief den Munitionsbergungsdienst, der den Fund geborgen hat. Anschließend konnte die Badestelle nach rund drei Stunden wieder freigegeben werden.

Quelle: DPA

Frankfurt: 72-jähriger Radfahrer verfolgt gestohlenen Transporter und stellt den Dieb

Auf einem Fahrrad hat ein 72-Jähriger in Frankfurt am Main einen gestohlenen Transporter verfolgt und den Dieb schließlich gestellt. Der Senior hatte vor dem Diebstahl eine Blumenlieferung vom rechtmäßigen Fahrer des Transporters entgegengenommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Während der Auslieferung am Freitagnachmittag schlug dann der Dieb zu und machte sich mit dem Transporter aus dem Staub.    

Der 72-Jährige nahm sofort die Verfolgung auf, benachrichtigte unterwegs zwei Polizisten von dem Diebstahl, radelte dann schnell weiter und entdeckte den Transporter wenig später an einem Wendehammer. Als er die Fahrertür öffnete, saß der mutmaßliche Dieb - ein angetrunkener 63-Jähriger - noch am Steuer. Unvermittelt schlug der Mann dem Senior gegen den Oberkörper. Davon unbeeindruckt zog der 72-Jährige den mutmaßlichen Kriminellen vom Fahrersitz, ehe die herbeigeeilte Polizeistreife den Tatverdächtigen festnehmen konnte. Ein Atemalkoholtest bei dem 63-Jährigen ergab einen Wert von mehr als 2,3 Promille. "Vor allem dem besonnenen Einsatz des Seniors ist es zu verdanken, dass nicht mehr passierte und der Sprinter wieder in die richtigen Hände übergeben werden konnte", hieß es im Polizeibericht.

Quelle: DPA

Wetter in Deutschland: Es bleibt heiß

Es bleibt heiß in Deutschland. Vielerorts soll sich die Hitze der vergangenen Tage in Gewittern entladen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag mitteilte. Es werde zunehmend schwül bei Temperaturen bis zu 37 Grad. Zu erwarten seien am Montag teils Gewitter mit unwetterartigem Starkregen, unter Umständen auch Hagel und Sturmböen bis zu 85 Kilometer pro Stunde. Nur der äußerste Norden und Süden Deutschlands seien davon ausgenommen, hieß es. Auch am Dienstag und Mittwoch klettern die Temperaturen den Metereologen zufolge über 30 Grad, es bleibt aber größtenteils trocken.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 3. bis 9. August 2020 lesen Sie hier.

jek / sve / rös DPA

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