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Nachrichten aus Deutschland: Spaziergängerin findet Babyrobbe am Elbufer

Iserlohn: Zwei Tote bei Messerstecherei +++ Berlin: Streit zwischen Clans legt Verkehr lahm +++ Bad Kreuznach: Auto wählt nach schwerem Unfall den Notruf +++ Köln: Löwen im Zoo bekommen Fußbodenheizung +++ Nachrichten aus Deutschland.

Nachrichten aus Deutschland

Die kleine Robbe im Sand am Elbufer

DPA

Hamburg: Spaziergängerin findet Robbe

Am Hamburger Elbstrand hat eine Spaziergängerin am Sonntagmorgen beim Spaziergang mit ihrem Hund eine junge Robbe gefunden. Wie der NDR mit Berufung auf die Polizei berichtet, lag das Tier an der Süderelbe im Stadtteil Wilhelmsburg im Sand. Die herbeigerufenen Beamten machten ein Foto und schickten dies zur Beurteilung an die Seehundauffangstation in Friedrichskoog in Schleswig-Holstein. Die empfahl dem Bericht zufolge "die amtliche Unterbringung". Die Feuerwehr brachte das Jungtier in ein nahe gelegenes Tierheim, von dort soll der Säuger weiter nach Friedrichskoog gebracht werden. Das Tier sei wohlauf, hieß es. 

Quelle: NDR

Iserlohn: Zwei Tote bei Messerstecherei

Nachrichten aus Deutschland

Bei einem Messerangriff am Bahnhof Iserlohn sind zwei Menschen ums Leben gekommen 

Picture Alliance

Bei einem Messerangriff am Bahnhof von Iserlohn sind am Samstag ein Mann und eine Frau ums Leben gekommen. Ein dringend tatverdächtiger Mann sei am Nachmittag widerstandlos am Tatort festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. "Unsere bisherigen Ermittlungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich um eine Beziehungstat handelt."

Zu den beiden Opfern und dem mutmaßlichen Täter machte die Polizei zunächst kein Angaben. Es habe viele Augenzeugen der Bluttat gegeben, darunter ausgerechnet auch eine Hochzeitsgesellschaft mit rund 20 Personen.

"Der Bahnhof liegt recht zentral und zur Tatzeit war viel Publikumsverkehr unterwegs." Die schockierten Hochzeitsgäste, Passanten und Fahrgäste wurden im Bahnhofsgebäude von Seelsorgern betreut. "Wenn Ihr selbst betroffen wart oder was gesehen habt: wir kümmern uns mit der Feuerwehr", schrieb die Polizei auf Twitter.

Der Bahnhof wurde abgesperrt. Das galt auch für einen Bahnsteig, weil sich das blutige Drama dort in unmittelbarer Nähe abgespielt hatte. Auf einem zweiten Bahnsteig konnte der DB-Verkehr aber weiter rollen.

Damit die Fahrgäste den Tatort nicht sehen mussten, wurden sie auf einem Umweg zum Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof begleitet, wie der Polizeisprecher weiter schilderte. Schon kurz nach der Tat nahm eine Mordkommission ihre Arbeit vor Ort auf.

Zum genauen Verlauf äußerten die Ermittler sich zunächst nicht. Bei der Auseinandersetzung sei ein Messer eingesetzt worden. Eine Obduktion werde die genaue Todesursache ans Licht bringen. Wohl am Sonntag oder Montag werde sich die Staatsanwaltschaft zu dem Fall äußern.

Quelle: dpa

Köln: Schwarzfahrer schlägt Bundespolizisten - Reisende behindern Einsatz

Am Kölner Hauptbahnhof hat ein 26-Jähriger am Freitagabend auf mehrere Bundespolizisten eingeschlagen. Wie die Polizei berichtet, war der Mann zuvor als Schwarzfahrer in einem Fernzug aufgefallen. Die Beamten wurden zur Feststellung der Personalien ans Gleis gerufen. Als der Mann nach der Ankunft aus dem Zug stieg und davon gehen wollte, wurde er von der Polizeistreife aufgehalten. Das passte ihm jedoch gar nicht: "Auf dem sehr vollen Bahnsteig schlug der 26-Jährige einem Beamten ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht, kratzte und biss die Polizisten", teilte die Polizei mit. Gleich mehrere Beamte waren demnach nötig, um den Mann zu bändigen und zur Dienststelle zu bringen. Dem Bericht zufolge wurde der Einsatz durch mehrere Reisende erschwert, die sich uneinsichtig gezeigt hätten und nicht zur Seite treten wollten. 

Ein Polizist musste sich mit tiefen Kratzwunden an Hals und Gesicht ins Krankenhaus begeben, um sich behandeln zu lassen. 

Quelle: Bundespolizei

Berlin: Streit zwischen Clans legt Verkehr lahm

Ein Streit zweier Großfamilien mit bis zu 100 Schaulustigen hat in Berlin einen Polizeieinsatz erfordert und den Verkehr zeitweise lahmgelegt. Ein 46-Jähriger soll bei der Auseinandersetzung mit einem Schnitt oberflächlich am Arm verletzt worden sein, ein 40-Jähriger kam mit einer Stichverletzung im Rücken ins Krankenhaus, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zudem hätten die Beamten mehrere Platzverweise an Schaulustige ausgesprochen.

Zuvor hatten sich Mitglieder der beiden arabischstämmigen Familien in einem Café gestritten. Im weiteren Verlauf verlagerte sich die Auseinandersetzung auf den Gehweg. Nach Zeugenangaben sollen dabei auch Flaschen geflogen sein, die mehrere Autos beschädigt haben.

Später am Abend trafen die Clan-Mitglieder im Stadtteil Neukölln wieder aufeinander und zofften sich. Die Polizei trennte die Gruppe. Wegen der bis zu 100 Schaulustigen wurde die Straße zeitweise für den Verkehr gesperrt. Die Hintergründe der Auseinandersetzung werden demnach noch ermittelt.

Quelle: dpa

Bad Kreuznach: Auto wählt nach schwerem Unfall den Notruf

Das Auto eines 23-Jährigen hat nach einem Unfall im Landkreis Bad Kreuznach selbst den Notruf gewählt. Der Mann war zuvor mit seinem Wagen bei Seibersbach von der Straße abgekommen, über ein Feld gefahren und in einem Bach gegen einen Baum geprallt, wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte. Demnach wurde der 23-Jährige schwer verletzt; er war nicht mehr in der Lage zu sprechen. Das mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattete neue Auto habe einen Hilferuf abgesetzt. Die Rettungskräfte konnten den Wagen laut Polizei dann orten. Der Fahrer wurde aus dem Wrack geschnitten und mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. An dem Wagen entstand ein Schaden von rund 20 000 Euro.

nachrichten aus Deutschland

Das Wrack des Unfallautos

Quelle: dpa

Köln: Löwen im Zoo bekommen Fußbodenheizung

Der Kölner Zoo hat seinen Löwen eine Luxussanierung des Geheges spendiert - inklusive Fußbodenheizung. 200 000 Euro kostete der Umbau, wie der Zoo auf seiner Homepage mitteilte. Die asiatischen Löwen Gina (5) und Navin (3) können sich nun auf zwei beheizbaren Liegeflächen ausruhen. Am Samstag berichtete zunächst die "Bild" darüber. 

Das Pärchen hat jetzt die Wahl: Entweder es hält seine Siesta auf dem Hügel vor der Nase der Besucher ab, oder zurückgezogen in der neu eingerichteten Höhle. Auch das Quartier der Tiger soll nach Angaben des Zoos nun saniert werden. Die beiden Raubkatzen Sergan und Hanya seien solange in anderen Zoos untergebracht.

Quelle: dpa

Weinheim: Eltern vergessen Baby in der Tierhandlung

 Beim Einkauf in einem Tierbedarfs-Geschäft in Weinheim (Baden-Württemberg) hat ein Elternpaar sein zwei Monate altes Baby vergessen. Mama und Papa seien offensichtlich so sehr mit ihrem anderen, fünf Jahre alten Geschwisterkind beschäftigt gewesen, das sich in der Trotzphase befindet, dass sie den Babykorb im Geschäft stehen ließen, teilte die Polizei mit.

"In dem ganzen Drunter unter Drüber verließ die Familie dann nur zu dritt den Laden und fuhr nach Hause in den Odenwald", hieß es in der Mitteilung. Nach einer knappen Stunde meldeten sich die Eltern am Freitag - und fuhren in das Geschäft zurück. "Die Kleine hat von dem Ganzen zum Glück nicht allzu viel mitbekommen", hieß es.

Im Laden hatten Kunden das Babykörbchen samt schlafendem Kind auf einer Bank entdeckt und die Polizei informiert. Eine Streife und eine zufällig anwesende Kinderkrankenschwester kümmerten sich zwischenzeitlich um das kleine Mädchen. Die Eltern gaben bei ihrer Rückkehr an, zunächst davon ausgegangen zu sein, dass das Baby sich auf dem Rücksitz befindet und schläft.

Quelle: dpa

Schönau: Mann stürzt am Grünstein ab und stirbt 

Ein Wanderer ist am Grünstein in den Berchtesgadener Alpen etwa 150 Meter abgestürzt und gestorben. Für den etwa 70 Jahre alten Mann kam am Freitag jede Hilfe zu spät, wie das Bayerische Rote Kreuz und die Polizei mitteilten. Der Unfall ereignete sich demnach am Südhang des etwa 1300 Meter hohen Berges. Der Mann habe keinen Ausweis bei sich gehabt. Laut einem Bahnticket, das bei ihm gefunden wurde, war er am Donnerstagnachmittag von Freilassing nach Berchtesgaden angereist. Die Polizei bittet um Hinweise.

Quelle: dpa

Donzdorf: Mann steckt versehentlich eigenes Haus in Brand

Ein Mann hat bei Dacharbeiten in Donzdorf (Kreis Göppingen) sein eigenes Haus in Brand gesteckt und 1,2 Millionen Euro Schaden verursacht. Beim Verschweißen von Dachplatten setzte der 55-Jährige am Freitag die Kunststofffassade seines Hauses im Stadtteil Reichenbach unter Rechberg in Brand, wie die Polizei mitteilte. Als die Feuerwehr kam, stand demnach bereits der Dachstuhl in Flammen. Eine Frau habe sich mit einer leichten Rauchvergiftung nach draußen retten können, der 55-Jährige habe leichte Brandverletzungen erlitten. Das Haus brannte komplett ab. Am Nachbargebäude zersprangen nach Polizeiangaben durch die Hitze sämtliche Scheiben. Die Bewohner mussten ausquartiert werden.

Quelle: dpa

Gießen: Zug überfährt Frau im Hauptbahnhof Gießen 

Ein Zug hat eine Frau im Hauptbahnhof Gießen überfahren und getötet. Die 30-Jährige hatte in der Nacht zum Samstag gemeinsam mit einem 43 Jahre alten Mann versucht, die Gleise zu überqueren. Dabei wurde sie von dem Sonderzug erfasst und mitgeschleift, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Kassel am Morgen sagte. Der 43-Jährige kam mit dem Schrecken davon.

Wegen der Bergungsarbeiten wurde der Bahnhof für mehr als drei Stunden gesperrt. Dadurch verspäteten sich insgesamt 27 Züge. Warum der Mann und die Frau quer über die Gleise liefen, war unklar. Die Polizei vermutet, dass sie eine Abkürzung nehmen wollten. Das Nachrichtenportal hessenschau.de hatte über den Unfall berichtet.

Quelle: dpa

Bochum: Getürmter Häftling noch auf der Flucht

Ein ausgebrochener Häftling bleibt zwei Tage nach seiner spektakulären Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Bochum spurlos verschwunden. Die Großfahndung nach dem 42-Jährigen laufe unvermindert weiter, es gebe aber keine neuen Hinweise auf seinen Aufenthaltsort, sagte ein Polizeisprecherin am Samstag. Der Serbe hatte am Donnerstag eine fünf Meter hohe Gefängnismauer überwunden und ist seitdem verschwunden. Nach dem Mann wird auch mit Fahndungsfotos gesucht - bislang ohne Erfolg. 

Der Straftäter war wegen Körperverletzung, Diebstahls und schweren Raubes verurteilt worden, seine Haft hätte laut Polizei 2021 geendet. Der Mann hatte sich nach Angaben der JVA in der Gefängnis-Turnhalle um die Sportgeräte gekümmert und dabei heimlich seinen Ausbruch vorbereitet: Als Steighilfe baute er eine lange Stange zusammen, die er in einem Container für Sportgeräte versteckte. Zum Zeitpunkt seiner Flucht waren die fünf Überwachungstürme der JVA wegen einer Asbestsanierung unbesetzt. Das Justizministerium untersucht den Fall.

Quelle: dpa

Berlin: Bislang vielerorts weniger Wespen als im Vorjahr

Wespen treten in diesem Sommer in vielen deutschen Regionen Deutschlands nicht so zahlreich auf wie im Vorjahr. Die Beobachtungen vieler Bürger über ein vergleichsweise geringeres Aufkommen seien nicht von der Hand zu weisen, sagte die Biologin Melanie von Orlow von der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu) auf dpa-Anfrage. Auch die Nachfrage nach Beratung und Umsiedlungen etwa von Wespennestern sei deutlich geringer als im Vorjahr.

Grund zur Sorge und eine eindeutige Ursache für die Entwicklung sieht die Expertin nicht. Neben dem Wetter im Frühjahr könnten auch Krankheiten eine Rolle spielen. Es sei zudem möglich, dass sich Wespen demnächst noch stärker bemerkbar machen: "Ich denke, da kann noch etwas kommen", sagte von Orlow. Die beste Wespenzeit stehe eigentlich erst bevor: "Von Mitte August bis Mitte September werden die zudringlich und nervig."

Quelle: dpa

Mannheim: Junge Frau liegt tot in Wohnung - Ex-Freund springt aus fünftem Stock

Eine junge Frau ist in Mannheim erstochen worden. Zeugen hatten zunächst beobachtet, wie ein Mann am Freitag im Stadtteil Rheinau aus einer Wohnung im fünften Stock sprang, wie die Polizei mitteilte. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Als die Beamten anschließend dessen Wohnung überprüften, fanden sie die Leiche einer jungen Frau. Dabei handelte es sich nach Polizeiangaben um die Ex-Freundin des Mannes, der gesprungen war. Er sei dringend tatverdächtig, die junge Frau getötet zu haben. Zwei Zeugen hätten einen Schock erlitten. Hintergründe und Tatablauf sind noch unklar.

Quelle: dpa


Nachrichten von Freitag, 17. August:

Garmisch-Partenkirchen: Junge Frau im Taxi vergewaltigt

Eine junge Frau ist in der Nacht zum Dienstag in einem Großraumtaxi in Garmisch-Partenkirchen nach Angaben der Polizei vergewaltigt worden. "Die 24-jährige amerikanische Staatsangehörige stieg am späten Montagabend nach einem Bierzelt- und Lokalbesuch alleine in ein Großraum-Taxi am Marienplatz ein, um nach Hause zu fahren", teilte die Polizei am Freitag mit. Plötzlich habe der Fahrer angehalten und die junge Frau in dem Wagen vergewaltigt. Sie konnte sich schließlich befreien und lief auf der Suche nach Hilfe zu einem Wohnhaus in der Nähe. Die Frau wurde leicht verletzt. Von dem Taxifahrer fehlte auch am Freitag noch jede Spur. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise, weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: Polizei Oberbayern, dpa

Zasenbeck: Frau flüchtet vor Polizei und endet mit dem Auto senkrecht vor Carport

Eine Frau hat sich in Niedersachsen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei ihr Auto zu Schrott gefahren - der Wagen kam an einem Carport senkrecht zum Stehen. Grund für ihre Flucht am Mittwochabend könne der Haftbefehl gegen die 43-Jährige gewesen sein, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Unterwegs missachtete die Frau Tempolimits und Verkehrsregeln.

In Zasenbeck bei Gifhorn kam ihr Wagen schließlich von der Straße ab, überschlug sich, durchquerte einen Vorgarten und kam an einem Carport senkrecht zum Stehen. Es entstand ein erheblicher Sachschaden, die Fahrerin verletzte sich leicht. Zusätzlich zum bestehenden Haftbefehl erhält sie nun auch eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Nachrichten aus Deutschland

Am Ende einer Verfolgungsjagd stand das Fluchtauto einer Gesuchten senkrecht an einem Carport

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Quelle: dpa

Babenhausen: Gaffer behindern Rettungseinsatz

Im südhessischen Babenhausen haben Gaffer einen Polizei- und Rettungseinsatz nach einem Verkehrsunfall am Donnerstag massiv behindert. Zwei Fahrzeuge waren zusammengeprallt, eine Person wurde schwer verletzt. 

"Bereits beim Eintreffen der verständigten Streife, waren die Feuerwehr Babenhausen und der Rettungsdienst sowie zahlreiche Schaulustige vor Ort, die sich gegenüber den Rettungskräften verbal sehr aggressiv verhielten", teilte die Polizei am Freitag mit. Die sich stetig erhöhender Zahl der Gaffer - darunter auch Angehörige eines Unfallopfers - behinderte die Einsatzkräfte demnach massiv. Eine 48-Jährige aus der Gruppe kollabierte und benötigte selbst Hilfe. Laut Polizei ermöglichte erst die Androhung von Pfefferspray und der Aufbau eines Sichtschutzes eine ungestörte Arbeit der Rettungskräfte. Um die Gruppe der Gaffer weiter in Schach zu halten, wurden weitere Polizeistreifen, etwa aus Bayern, und ein Diensthund eingesetzt. Eine strafrechtliche Verfolgung einzelner Gaffer aus der Gruppe werde derzeit geprüft. 

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen

Regensburg: Verletzungen von Zweijährigem durch Theaterkanone weniger schwer als angenommen

Bei der Zündung einer Theaterkanone in Bayern hat ein zweijähriger Junge entgegen ersten Meldungen doch keine Gesichtsverletzungen erlitten. Die Verletzungen seien nach Auskunft der behandelnden Ärzten weniger schwer als ursprünglich angenommen, teilte die Polizei in Regensburg am Freitag mit. Er habe lediglich Verletzungen am Oberkörper erlitten und sei bereits auf dem "Wege der Besserung."    

Der Junge hatte mit seinen Eltern eine Kindertheateraufführung in Furth im Wald besucht. Nach der Vorstellung schaute er in eine Theaterkanone, die während der Vorführung am Donnerstag benutzt werden sollte, dabei allerdings nicht zündete. In diesem Moment detonierte die darin befindliche Treibladung aus Schwarzpulver.    

Wie es zu dem Unglück kam, war weiter unklar. Ebenso offen war laut Polizei auch, ob jemandem ein Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Ein Gutachter untersucht in Auftrag der Beamten nun das Requisit.

Quelle: AFP

Nübel: Unbekannte beschmieren Gedenkkreuz

Im schleswig-holsteinischen Nübel haben Unbekannte ein Holzkreuz verunstaltet, das zum Gedenken an einen tödlich Verunglückten am Straßenrand aufgestellt worden war. Im Juli 2018 war der junge Familienvater mit seinem Wagen von einem anderen Auto gerammt worden. Der Unfallverursacher hatte die Vorfahrt missachtet und war in der Folge wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Wie "shz.de" berichtet, wollten Freunde des Toten anlässlich des Jahrestages Blumen an der Unfallstelle ablegen. Auf dem Kreuz fanden sie den Spruch "Selbst schuld Opfer" vor. Dem Bericht zufolge, waren sie ebenfalls wie die Familie des Verstorbenen erschüttert. Auch der Wehrführer der Feuerwehr zeigte sich demnach äußerst empört. 

Polizeilich werde der Fall allerdings nicht verfolgt, da bislang keine Anzeige eingegangen sei. 

Quelle: "shz.de"

Anklam: Ein Elch spaziert durch Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Tage ein Elch in der Provinz unterwegs. Nachdem das Tier unter anderem bereits in der Uckermark gesichtet wurde, tauchte es nun in Ankam im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf. Die Polizei warnte davor, sich dem Tier zu nähern, da es ein Jungbulle und damit potentiell gefährlich sei. Später posteten die Beamten ein Foto, dass zeigt, wie der Elch die Stadt wieder verlässt. Die weitere Route des wanderlustigen Tieres ist unbekannt. 

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg  

Albstadt-Taiflingen: Q-Fieber ausgebrochen

In Albstadt-Taiflingen im baden-württembergischen Zollernalbkreis ist das Q-Fieber ausgebrochen. Das berichtet der SWR. Das Q-Fieber ist eine bakterielle Infektion, die vom Schaf auf den Mensch übertragen wird. Der Erreger könne jahrelang in Wolle oder Heu überleben, heißt es im Bericht. Eine Ansteckung könne erfolgen, wenn der Staub mit dem Erreger eingeatmet wird. Menschen mit einer Immunschwäche sind demnach besonders gefährdet. Laut SWR wurden bislang 27 Fälle gemeldet, einige der Erkrankten hätten eine Lungenentzündung bekommen. Viele Fälle verliefen jedoch ohne Symptome, heißt es.

Quelle: SWR

Berlin: Test mit selbstfahrendem Bus

Die Berliner können erstmals einen selbstfahrenden Kleinbus im normalen Straßenverkehr testen. Der Bus mit sechs Plätzen fährt seit Freitag im Ortsteil Tegel und verbindet die Endhaltestelle der U-Bahn-Linie 6 mit der Uferpromenade des Tegeler Sees. Fahrgäste brauchen keinen Fahrschein. 

Bis Jahresende soll erprobt werden, wie sich das Fahrzeug verhält und wie das autonome Fahren bei den Fahrgästen ankommt, sagte die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta. Der Bus fährt höchstens 15 Kilometer pro Stunde. Eine Begleitperson ist an Bord, um die Fahrt zu überwachen und bei Problemen einzugreifen.

Quelle: dpa

Inzell: Urlauber stürzt 200 Meter in den Tod

Ein 51-jähriger Mann ist bei einem Wanderausflug in Oberbayern 200 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, rutschte der Urlauber aus Nordrhein-Westfalen auf dem Rückweg vom Gipfel des rund 1100 Meter hohen Falkensteins nahe Inzell ab.

Etwa 15 Helfer der Bergwacht Inzell und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz, konnten jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Bergung der Leiche gestaltete sich aufgrund des unwegsamen Geländes schwierig.

Quelle: dpa

Mönchengladbach: Patient stirbt bei Feuer im Krankenhaus

Bei einem Feuer in einem Krankenhaus in Mönchengladbach ist ein Patient ums Leben gekommen. Der Brand war in der Nacht zum Freitag im zehnten Stock der Klinik ausgebrochen, wie die Feuerwehr mitteilte. Für den Patienten, in dessen Zimmer es brannte, kam jede Hilfe zu spät. Durch die gesamte Station zog dichter Rauch. Ärzte und Sanitäter kümmerten sich in der Nacht um 22 weitere leichtverletzte Patienten. Vier Menschen seien wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Warum es brannte, war am Morgen noch nicht klar.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 15. August

Hamburg: Patient tot in Krankenhauskeller gefunden

Ein 76-Jähriger ist in einem Hamburger Krankenhaus tot im Keller entdeckt worden. Der Demenz-Patient, nach NDR-Informationen ein pensionierter Kommissar, hatte demnach seine Station verlassen und sich dabei in ein Treppenhaus verirrt. Da er wegen der Beschaffenheit der Tür nicht zurück konnte, ging er hinunter in den Keller. Dort ist er offenbar unter einer Treppe durch eine Stahltür in eine Kammer geklettert, wo er ersten Erkenntnissen zufolge an Herzversagen gestorben sei. 

Der Mann wurde im Anschluss tagelang gesucht worden, Krankenhausmitarbeiter und Polizei konnten ihn nirgends finden. Nach rund zwei Wochen bemerkten Krankenhausmitarbeiter dem Bericht zufolge einen Geruch im Keller und fanden den Toten. 

Quellen: NDR, "Bild"

Baesweiler: Acht Jahre alte Auswanderin mit Rollkoffer aufgegriffen 

"Ich möchte nach Amerika": Mit dieser Begründung hat ein achtjähriges Mädchen seinen Besuch im Kaninchenstall einer Bäuerin in Baesweiler bei Aachen begründet. Das Mädchen habe die Entscheidung am Mittwochnachmittag wohl beim Spielen getroffen und habe sich von zu Hause aus mit einem Rollkoffer im Schlepptau auf den Weg gemacht, wie die Polizei Aachen mitteilte.

Die Bäuerin kannte das Kind nicht und rief sofort die Polizei. Zwei Jugendliche passten demnach solange auf die Kleine auf. Der 14-Jährige und sein 16 Jahre alter Freund fanden dabei sogar noch vor dem Eintreffen der Polizei heraus, wo das Mädchen wohnt. Sie brachten die kleine Auswanderin zurück in die Obhut ihrer Eltern.

Quelle: dpa

Dortmund: Rapper-Streit? Polizei muss Massenschlägerei schlichten

Im Dortmunder Stadtteil Wickede musste die Polizei am Mittwochabend eine Massenschlägerei mit rund 30 Beteiligten beenden. Wie die Beamten mitteilen, standen sich bei ihrem Eintreffen bereits zwei Gruppen streitend gegenüber. Zwar hätte sich die Lage zunächst recht schnell beruhigt, es kam dann jedoch erneut zu einem Wortgefecht und handgreiflichen Auseinandersetzungen. Diese wurden unter anderem mit Einsatz von Reizgas durch die Polizei beenden. "Als Hintergrund sind Provokationen im Rapper-Milieu nicht auszuschließen", heißt es in der Mitteilung der Polizei. 

Bei anschließenden Personenkontrollen fanden die Polizisten in einem Gebüsch noch eine nicht näher benannte "Hiebwaffe". Einen 26-Jährigen nahmen sie mit zur Wache. Außerdem wurde ein Auto sichergestellt, dem kein eindeutiger Besitzer zugeordnet werden konnte.

Quelle: Polizei Dortmund

Sittensen: Frau braust mit Boxspringbett davon

Auf raffinierte Weise ohne Geld zum neuen Schlafzimmer: Eine Frau hat im niedersächsischen Sittensen ein Boxspringbett geklaut. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, bat sie am Mittwoch in einem Möbelgeschäft darum, erst einmal testen zu dürfen, ob das Bett in ihren Transporter passe. Nach dem Verladen brauste sie dann einfach mit der Fracht davon - ohne bezahlt zu haben. Der Polizei zufolge blieb allerdings vorerst offen, ob der Diebstahl geplant war oder die Frau schlichtweg vergessen hatte, ihr neues Bett zu bezahlen.

Quelle: dpa

Rostock: Weitere Vibrionen-Infektion an der Ostsee

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein weiterer Mensch bei einem Bad in der Ostsee mit Vibrionen infiziert. Damit steige die Zahl der Infektionen in diesem Jahr auf sechs, sagte Heiko Will, Direktor des Landesamts für Gesundheit und Soziales in Rostock am Mittwoch. Auch in dem neuen Fall sei eine hochbetagte Frau betroffen, die zur Risikogruppe der immungeschwächten Menschen gehöre. Vergangene Woche war eine ältere Frau an einer solchen Infektion gestorben. In Schleswig-Holstein seien weiterhin keine Erkrankungsfälle bekannt, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. 

Vibrionen sind Bakterien, von denen einige Arten beim Menschen Krankheiten verursachen können. Am bekanntesten dürfte der Erreger der Cholera sein. Die im Salzwasser der Ostsee vorkommenden Keime der Art Vibrio vulnificus vermehren sich laut Will sprunghaft bei Wassertemperaturen von mehr als 20 Grad und können Wunden infizieren. Symptome einer Infektion sind demnach Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und blasenbildender Hautausschlag. Eine zügige Therapie mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf stark mildern. 

Quelle: dpa

Nürnberg: Unbekannte Flüssigkeit bei Nachbarschaftsstreit in Bayern ausgetreten

Bei einem Nachbarschaftsstreit in Bayern sind sieben Menschen durch eine unbekannte Flüssigkeit verletzt worden. Fünf Anwohner eines Grundstücks im mittelfränkischen Schwabach klagten im Anschluss an Streitigkeiten über Atemwegsbeschwerden und Übelkeit, wie die Polizei in Nürnberg am Mittwochabend mitteilte. Zwei Polizisten, die zum Einsatzort gerufen wurden, atmeten die Dämpfe ebenfalls ein und wurden verletzt. Alle sieben wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.    

Am Mittwochnachmittag seien die Beamten über den Austritt einer unbekannten Flüssigkeit auf einem Grundstück informiert worden, erklärte die Polizei. Nach ersten Ermittlungen war dem Einsatz ein Nachbarschaftstreit vorausgegangen. Die Feuerwehr sperrte zwei Grundstücke und eine angrenzende Straße großräumig ab.    

Ein Gefahrguttrupp dekontaminierte die betroffenen Stellen. Insgesamt 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Um welche Substanz es sich handelte, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung auf.

Quelle: AFP

Halle: Sachsen-Anhalt will Schüler in Unternehmen schicken

Angesichts des Fachkräftemangels will Sachsen-Anhalt Schüler tageweise in Unternehmen schicken. Mit Beginn des neuen Schuljahres können Sekundar- und Gemeinschaftsschulen sogenannte Praxislerntage neu in die Stundenpläne aufnehmen, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" am Donnerstag berichtete. Alle zwei Wochen verbringen Acht- und Neuntklässler einen Schultag in einem regionalen Unternehmen, einer sozialen Einrichtung oder Berufsschule.

Ziel der Praxislerntage sei es, "Handwerk, Industrie und Schule einander näherzubringen", sagte Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) der Zeitung. Zunächst starten demnach 30 Schulen im Land, in einem Jahr sollen bereits 50 Schulen Praxislerntage anbieten. In der Wirtschaft stößt die Initiative auf Zuspruch. Zuletzt waren rund 5800 Ausbildungsplätze in Sachsen-Anhalt unbesetzt. Die Praxislerntage erinnern an ein ähnliches Unterrichtsfach zu DDR-Zeiten. Im Rahmen des Fachs "Produktive Arbeit" wurden Schüler ab der 7. Klasse damals in Betrieben eingesetzt und teilweise in die Produktion eingebunden.

Quelle: AFP

Berlin: Schwerer Unfall auf A8 - Eine Tote und sieben Verletzte

Bei einem Unfall mit einem Kleinbus ist auf der Autobahn 8 in Schwaben eine Frau getötet worden - sieben weitere Businsassen wurden verletzt. Wie die Polizei mitteilte, verlor die 30 Jahre alte Fahrerin des Busses am Mittwochnachmittag beim Spurwechsel die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus krachte nahe Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) in die Leitplanke, rammte einen Lastwagen und kippte auf die Seite. Alle acht Insassen kamen ins Krankenhaus, wo eine 65 Jahre alte Frau an ihren schweren Verletzungen starb. Die Autobahn war in Richtung München rund drei Stunden total gesperrt.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 14. August

Rostock: Lehrerin von Schülerin attackiert

Eine sieben Jahre alte Schülerin hat einer Lehrerin an einer Rostocker Grundschule in den Arm gebissen. Das Mädchen habe "heftig" zugebissen, sagte ein Polizeisprecher. Die Lehrerin habe sich ärztlich behandeln lassen, was aber schon aus Versicherungsgründen normal sei, sagte der Sprecher. Wieso das Mädchen zubiss, blieb unklar. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Vorfall berichtet. Das Blatt schrieb mit Berufung auf einen Polizeisprecher, das Kind habe auf die Lehrerin eingetreten und -geschlagen. Die Pädagogin wurde demnach ins Krankenhaus gebracht. 

Quelle: dpa, "Bild"

Wuppertal: Zwei 14-Jährige angeklagt nach Attacke auf Rentner in Wuppertal 

Nach einer brutalen Attacke auf einen Rentner in Wuppertal hat die Staatsanwaltschaft zwei 14-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die beiden Intensivtäter sollen den 70-Jährigen im Mai an seinem Mietshaus geschlagen und getreten haben. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und erlitt bleibende Schäden. Wann der Prozess beginnt, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Zuvor hatte die "Westdeutsche Zeitung" berichtet.

Die Angeklagten - ein Deutscher und ein Deutsch-Bulgare - seien der Polizei bereits durch zahlreiche Taten bekannt, die sie schon im Kindesalter begangen hätten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der eine habe mehr als 160, der andere rund 60 Einträge. Die selbst ernannte Gucci-Bande, zu der nach Erkenntnissen der Ermittler etwa 15 Kinder und Jugendliche gehören, fällt in Wuppertal seit mehreren Monaten durch Straftaten auf. 

Einer der Angeklagten war erst elf Tage vor der Attacke auf den Rentner zu einer achtmonatigen Jugendstrafe wegen Körperverletzung verurteilt worden, wurde bis zur Vollstreckung aber auf freien Fuß gesetzt. Er sitzt jetzt wieder in Untersuchungshaft. Der andere ist in einer geschlossenen Jugendeinrichtung untergebracht.

Quelle: dpa

Hamburg: Vater klammert sich an fahrenden ICE

Ein 42-jähriger Familienvater hat sich in Hamburg von außen an einen abfahrenden ICE geklammert, um nicht von seinen Kindern getrennt zu werden. Wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, rauchte der Mann am Dienstagnachmittag am Hauptbahnhof eine Zigarette auf dem Bahnsteig und wurde dabei von der Abfahrt des Zugs überrascht.    

Er sprang demnach außen an den ICE, in dem sich seine zwei sieben und neun Jahre alten Kinder befanden. Dort hielt er sich an einem der Faltenbalge fest, die die Waggons miteinander verbinden. Ein Passagier bemerkte den Mann wenige Minuten nach der Abfahrt in Höhe des Hamburger Hafens, als dieser zu einer Tür kletterte. Er informierte das Zugpersonal, das den Zug per Notbremsung stoppte.    

Ein Zugbegleiter holte den 42-Jährigen auf freier Strecke durch die Tür hinein, war aber wenig angetan. Er verwies den Mann beim nächsten planmäßigen Halt im Bahnhof Hamburg-Harburg des Zugs. Dort übernahm eine Streife der Bundespolizei den "ICE-Surfer". Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein. Über durch die Notbremsung verletzte Fahrgäste war der Polizei nichts bekannt.

Quelle: AFP

Wolfsburg: Ein Toter nach Schüssen in der Nacht

Nach nächtlichen Schüssen auf zwei Männer im niedersächsischen Wolfsburg hat eine Mordkommission Ermittlungen zu den Hintergründen aufgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch gemeinsam mitteilten, starb ein 30-Jähriger. Ein 31-Jähriger lag weiter mit schwersten Verletzungen in einem Krankenhaus. Es sei von einem "Gewaltverbrechen" auszugehen, hieß es.    

Nach Angaben der Ermittler war der 30-Jährige blutüberströmt und mit schwersten Verletzungen am Dienstagabend auf einer Straße im Stadtteil Vorsfelde gefunden worden. Er starb in der Nacht in einer Klinik in Braunschweig. Den 31-Jährigen fanden Beamte ebenfalls schwerstverletzt in einem Wohnhaus ganz in der Nähe. Die Einsatzkräfte waren durch den Notruf eines Passanten auf das Geschehen aufmerksam gemacht geworden. Die Abläufe am Tatort und die Hintergründe der Ereignisse seien bislang noch "sehr unklar", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Braunschweig und Wolfsburg mit. Ermittlungen liefen "in alle Richtungen". Die Beamten baten unter anderem auch Zeugen, Beobachtungen zu melden.

Quelle: AFP

Lüneburg: Volltrunkener zieht sich vor Kindern auf Spielplatz aus

Im niedersächsischen Lüneburg hat sich ein 33-Jähriger auf einem Spielplatz die Hose vor mindestens zwei Kindern heruntergezogen. Zuvor hatte der offensichtlich betrunkene Mann zwei Mädchen im Alter von sieben und neun Jahren beleidigt, wie die Polizei berichtet. "Weiterhin kniff er eines der Mädchen in den Arm und zog am T-Shirt eines weiteren Kindes", teilen die Beamten mit. Die Kinder flüchteten und holten einen Erwachsenen. Dieser forderte den Mann auf, sich anzuziehen und zu gehen. Eine hinzugerufene Streife sprach einen Platzverweis gegen den polizeibekannten Mann aus und leitete ein Strafverfahren ein.

Quelle: Polizeiinspektion Lüneburg

Fulda: Heiliges Ampelmännchen

Bonifatius

Der heilige Bonifatius als Ampelmännchen

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Ein Heiliger weist Passanten in Fulda den Weg über die Straße: Die osthessische Bischofsstadt hat an einer ersten Kreuzung Ampelmännchen in Gestalt des heiligen Bonifatius montiert. An dem Verkehrszeichen nahe dem Dom streckt der rote Bonifatius warnend sein Kreuz empor - ähnlich wie am Denkmal in der Stadt am Bonifatiusplatz. Bei Grün marschiert der "Apostel der Deutschen" mit seinem Hirtenstab los. 

Nachdem kürzlich die ersten vier Ampeln an einer Kreuzung im Dom-Viertel ausgestattet wurden, sollen vier weitere Standorte folgen, wie eine Sprecherin der Stadt Fulda am Dienstag sagte. Zuvor hatte unter anderem die "Fuldaer Zeitung" darüber berichtet.

Die Idee stammt von einer Arbeitsgemeinschaft aus diversen Ämtern der Stadtverwaltung anlässlich des laufenden Stadtjubiläums. Bonifatius, der von 673 bis 744 lebte, hat große Bedeutung in der Domstadt und am Sitz des Bistums Fulda.

Quelle: dpa

Feldberg: Männer erschlagen Auerhahn - Polizei sucht Zeugen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Auerhahns am Feldberg im Schwarzwald hat die Polizei Zeugen zur Mithilfe aufgerufen. Es gebe Hinweise, dass die Tat von Passanten beobachtet und gefilmt oder fotografiert worden sei, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. 

Ermittelt wird wegen des Verdachts der Tierquälerei und wegen möglicher Verstöße gegen Artenschutzgesetze gegen einen 20-Jährigen und einen 22 Jahre alten Mann. Sie sollen den Auerhahn am Samstag am Rande eines Volksfestes erschlagen haben. Den Angaben zufolge waren sie betrunken. Sie selbst geben an, von dem Tier attackiert worden zu sein und aus Notwehr gehandelt zu haben. Danach seien sie von einer aufgebrachten Menge von zehn Personen angegriffen worden. 

Das Auerhuhn ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Im Schwarzwald geht der Bestand seit rund 100 Jahren zurück. Das Töten eines Tiers ohne vernünftigen Grund ist laut Tierschutzgesetz verboten. Es drohen bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafen.

Quelle: dpa

Aurich: Drei Frauen nach Blitzeinschlag in Klinik

Nach einem heftigen Blitzeinschlag in mehrere Häuser in Berumbur (Niedersachsen) sind drei Frauen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach dem "gewaltigen Knall" am Dienstagabend sei eine der Bewohnerinnen kurzzeitig kollabiert, aber schnell wieder zu sich gekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es seien zudem erhebliche Schäden in drei Gebäuden verursacht worden. "Steckdosen und Schalter (sind) förmlich aus der Wand geflogen", Hauptsicherungen der Stromzufuhr seien explodiert. Feuer habe es aber nicht gegeben. 

Es sei nicht unüblich, dass mehrere Häuser von einem Blitzeinschlag betroffen seien, wenn beispielsweise der Verteilerkasten getroffen werde, sagte der Sprecher. In diesem Fall stehe die Ursache aber noch nicht fest. Die Feuerwehr war mit sechs Löschfahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort. 

Quelle: dpa

Hannover: Polizei fängt entlaufende Pferde ein

Polizisten haben in Hannover 40 ausgebüxte Pferde wieder eingefangen. Die Tiere waren von einer Weide im Stadtteil Bothfeld ausgebrochen - warum, war zunächst unklar. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch brauchten die Beamten etwa eine Stunde, bis alle Pferde in Sicherheit waren. Die Besitzer halfen dabei.

Quelle: dpa

Hilders: Zwölfjähriger nach Sturz durch Schuldach lebensgefährlich verletzt 

Ein Zwölfjähriger ist durch ein Dachfenster in einer hessischen Schule vier Meter in die Tiefe gestürzt und hat sich lebensgefährlich verletzt. Gemeinsam mit einem gleichaltrigen Freund sei der Junge am frühen Dienstagabend auf das Schuldach in Hilders geklettert, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Anschließend habe er sich auf ein gewölbtes Dachfenster, eine Lichtkuppel, gesetzt.

"Vermutlich war der Kunststoff spröde", sagte der Polizeisprecher. Der Junge brach durch das Fenster und fiel in die Tiefe. Schwer verletzt kam er mit einem Hubschrauber nach Fulda in ein Krankenhaus. Laut Polizeisprecher bestand am Morgen noch akute Lebensgefahr. Mehrere Medien hatten über den Fall berichtet. Der schwer verletzte Zwölfjährige kam in ein Krankenhaus

Quelle: DPA

Koblenz: Auto hängt über Abgrund - Gaffer behindern Retter

Ein Auto hängt halb über dem Abgrund - und die Polizei muss Gaffer zur Räson bringen: Ein 24-Jähriger ist am Dienstagabend in Koblenz auf der nassen Bundesstraße 9 ins Schleudern geraten und von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Sein PS-starker Wagen durchbrach demnach die Leitplanke und hing zur Hälfte über dem Abgrund. Der Fahrer, der vermutlich zu schnell unterwegs war, hatte Glück: Er wurde leicht verletzt und konnte sich selbst aus dem Wagen befreien. Weil nach dem Unfall Fahrzeug- und Leitplankenteile in beide Richtungen auf der Fahrbahn lagen, musste die B9 etwa 90 Minuten voll gesperrt werden. Während der Unfallaufnahme schrieben die Polizisten auch Anzeigen gegen mehrere Gaffer.

Quelle: dpa

Kiel: Vermisster Segler tot aufgefunden

Ein seit mehreren Tagen vermisster Segler aus Kiel ist nach Informationen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger tot aufgefunden worden. Die Leiche des 69-Jährigen sei bei der dänischen Stadt Bagenkop gefunden worden, sagte ein Sprecher der Organisation am Mittwoch. Dabei berief er sich auf eine Mitteilung des dänischen Joint Rescue Coordination Centre, einer Hilfsorganisation für Seenotfälle. Die genauen Umstände der Bergung am Dienstag waren zunächst noch unklar. Der Segler war am Freitag mit seiner Jacht von der Hafenstadt Marstal auf der dänischen Insel Aerö nach Kiel unterwegs. Per Telefon meldete er sich bei Familienangehörigen und berichtete von Schwierigkeiten mit seinem Boot. Dann brach plötzlich die Verbindung ab. Rettungskräfte hatten zunächst nur die Jacht gefunden.

Quelle: dpa

Frechen: Mann fährt auf A4 mit Mietwagen durch Rettungsgasse

Nach einem schweren Unfall mit vier verletzten Familienmitgliedern ist ein Mann bei Frechen auf der Autobahn 4 mit seinem Wagen durch die Rettungsgasse bis zum Unglücksort gefahren. Dort wurde er von der Polizei gestoppt. Den Mietwagenfahrer erwartet nun ein Bußgeldverfahren. Bei dem Unfall war der Wagen der Familie mit dem Vater am Steuer gegen einen Lkw gefahren, der laut Zeugen zuvor die Spur gewechselt hatte. Das Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Quelle: dpa


 Nachrichten von Montag, den 13. August

Mainz: Unbekannte streuen Reißzwecken auf Triathlon-Strecke 

Beim Mainzer City-Triathlon haben Unbekannte am Sonntag den Wettkampf sabotiert, indem sie eine Vielzahl von Reißzwecken auf der Radstrecke verteilten. Wie die Polizei mitteilte, wurden mehr als 50 der Spitzen Büromittel auf der Strecke gefunden. Die Beamten sammelten sie gemeinsam mit dem Veranstalter wieder ein. Trotzdem mussten dem Bericht nach etwa 40 Teilnehmer das Rennen wegen Pannen im Zusammenhang mit den Reißzwecken aufgeben. Auch ein Motorradfahrer war betroffen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. 

Quelle: Polizeipräsidium Mainz

Erfurt: Teenager-Party eskaliert wegen zahlreicher ungebetener Gäste

Eine Party eines 17-Jährigen in Erfurt ist am Montagabend völlig aus dem Ruder gelaufen. Wie die Polizei in der thüringischen Hauptstadt am Dienstag mitteilte, erschienen weitaus mehr Gäste in der elterlichen Wohnung, als der Jugendliche eingeladen hatte. Die ungebetenen Besucher zerschlugen Möbel und beschmierten Tapeten und Böden mit Eiern und Ketchup.    

Außerdem stahlen sie Parfüm und andere Dinge. Am Ende musste die Polizei anrücken. Als Beamte eintrafen, hatte sich ein Teil der unbekannten Partygäste schon entfernt. Diese zählten aber immer noch 43 junge Leute.    

Einige davon beleidigten die Einsatzkräfte, einem 16-Jährigen mussten sogar Handschellen angelegt werden. Die Beamten ließen den renitenten Jugendlichen von seiner Mutter abholen. Die Eltern des Gastgebers waren im Urlaub.

Quelle: AFP

Nürnberg: Mütze fällt ins U-Bahn-Gleisbett - Vater bringt Kind in Gefahr

In einer Nürnberger U-Bahnstation hat ein Vater nach Polizeiangaben sein vier Jahre altes Kind und sich selbst in höchste Gefahr gebracht. Weil dem kleinen Jungen beim Aussteigen aus dem Zug seine Mütze ins Gleisbett gefallen sei, habe ihn der 28-Jährige so gehalten, dass er die Kappe vom Gleis fischen konnte. Der Junge sei nicht nur in Lebensgefahr gewesen, weil ein Zug hätte kommen können, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. "Er war der stromführenden Schiene gefährlich nahe." Eine Berührung hätte tödlich enden können. Den Mann, der sich am Montagabend "unverantwortlich und höchst gefährlich" verhalten habe, erwarte nun eine Anzeige.

Quelle: dpa

Kulmbach: Brüderpaar hinterlässt Spur der Verwüstung 

Eine regelrechte Schneise der Verwüstung haben zwei kleine Brüder im oberfränkischen Kulmbach hinterlassen. Die beiden Brüder, vier und sechs Jahre alt, hätten zunächst "ihre Mutter ausgetrickst", seien von zu Hause "ausgebüxt" und hätten Dinge von Grundstücken geklaut, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. 

Mit einem Gasbrenner und brennbaren Flüssigkeiten hätten die Jungs zunächst einen Carport angezündet. Auf der Suche nach Löschwasser öffneten sie anschließend einen Keller in der Nachbarschaft "und setzen den geöffneten Keller unter Wasser". Dann bewaffneten sich die Brüder "mit den unterschiedlichsten Werkzeugen, die sie in der Nachbarschaft an sich nehmen konnten", wie die Polizei mitteilte - darunter auch eine Spraydose mit weißem Lack.

Mit ihr besprühten sie ein Garagentor, eine Haustür und zwei Autos. Den Sachschaden, den die Brüder bei ihrem Streifzug verursachten, schätzte die Polizei auf 15.000 Euro. Anwohner des Ortsteils Ziegelhütten alarmierten am Montagnachmittag schließlich die Polizei, die die Kinder mit Hilfe des Jugendamtes "an ihre hellauf begeisterte Mutter" übergab, wie es hieß.

Quelle: dpa

Bremerhaven: Diebe stehlen zehntausend Babywindeln in Bremerhaven

Diebe haben in Bremerhaven rund zehntausend Babywindeln gestohlen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, entwendeten sie die Packungen verschiedener Marken und Größen aus dem Lagercontainer eines Drogeriemarkts.    

Die Tat ereignete sich demnach in der Nacht auf den vergangenen Samstag, der Container wurde dabei aufgebrochen. Die Polizei bat Zeugen um Hinweise - auch für den Fall, dass Windeln "unseriös angeboten werden".

Quelle: AFP

Bensheim: Schüler haben eine Woche länger Ferien

Wegen einer defekten Brandmeldeanlage beginnt das neue Schuljahr für 300 Schüler in Hessen erst eine Woche später als geplant. Wie der Kreis Bergstraße mitteilte, verlängern sich für 17 Klassen der Karl-Kübel-Schule in Bensheim die Sommerferien. Am Wochenende vor Schulbeginn sei in einem Schulgebäude der Defekt entdeckt worden. Die Brandmeldeanlage müsse vollständig ausgetauscht werden. Für die Klassen, die das Gebäude nutzen, könnten für die Dauer der Reparatur keine Ersatzräume bereitgestellt werden. An den übrigen Standorten der Schule ist der Betrieb nach Angaben des Kreises nicht beeinträchtigt.

Quelle: dpa

Lippstadt: Streit bei Eigentümerversammlung eskaliert - Mann schwer verletzt

Ein Streit bei einer Eigentümerversammlung in Nordrhein-Westfalen ist so eskaliert, dass ein Teilnehmer schwer verletzt ins Krankenhaus musste. Einer der Eigentümer eines Mehrfamilienhauses hatte sich bei dem Treffen in Lippstadt über das Parkverhalten einer Bewohnerin beschwert, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. 

Zeugen berichteten den Beamten, dass sich der Mann bei der Versammlung am Montagabend sehr aggressiv verhalten habe. Einen anderen Teilnehmer, der wahrscheinlich schlichten wollte, habe er dann in den Schwitzkasten genommen und mehrfach auf ihn eingeschlagen, auch als sein Opfer am Boden lag. 

Bei der späteren Befragung durch die Beamten gab der mutmaßliche Täter an, dass er von dem Verletzten provoziert und selber angegriffen worden war. Er habe sich nur gewehrt. Die Polizei ermittelt nun die Hintergründe. Angaben zum Alter der beiden Männer wollten die Beamten nicht machen.

Quelle: dpa

Aalen: Dreijährige auf Campingplatz in Baden-Württemberg von Hund gebissen und verletzt

Eine Dreijährige ist am Montagabend auf einem Campingplatz in Ellwangen in Baden-Württemberg von einem Hund gebissen und schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben fiel das Mädchen offenbar beim Spielen hin und stürzte in Richtung des Hunds, der Freunden der Familie gehört. Der Australian Shepherd packte das Kind im Nacken.    

Der Hund war zu diesem Zeitpunkt angeleint. Der Lebensgefährte der Besitzerin ging dazwischen, worauf ihn das Tier in die Hand biss. Wie die Beamten am Dienstag in Aalen mitteilten, wurde das Mädchen durch die Attacke schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Quelle: AFP

Heidelberg: Polizisten fahren mit entlaufenem Hund auf der Rückbank zu Einsatz

Einmal Polizeihund sein: Beamte haben in Heidelberg einen entlaufenen Hund eingefangen - und ihn spontan im Streifenwagen mit zu einem Einsatz genommen. Die Polizisten hatten über Funk von dem Ausreißer erfahren. Mit einem Leckerli lockten sie den Hund in ihren Wagen und fuhren dann in Richtung Tierheim, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Kurz darauf wurde dann aber ein Einbruch gemeldet. Also ging es am Montag zusammen mit dem Hund auf der Rückbank zu dem Einsatz - zwar mit Blaulicht, aber wegen des Vierbeiners nicht ganz so schnell. Es handelte sich den Angaben zufolge um einen Fehlalarm. Der Hund wurde wenig später von seinem Besitzer im Tierheim abgeholt.

Mit ihrem neuen Kollegen waren die Beamten zufrieden: "Erster Bewerbertest mal brav bestanden. Wuff!", hieß es in einem Beitrag der Polizei bei Facebook.

Quelle: dpa

Legden: Betrunkener fährt oben ohne zur Tankstelle

Im münsterländischen Legden in NRW kam es am Sonntag an einer Tankstelle zu einem eigentümlichen Vorfall: Wie die Polizei berichtet, fuhr ein 70-Jähriger mit seinem Auto vor, stieg mit unbekleidetem Oberkörper aus und fiel unmittelbar danach einfach um. "Da er dabei leicht verletzt wurde, alarmierten Zeugen Rettungsdienst und Polizei", heißt es in der Mitteilung. Es stellte sich heraus, dass der Mann erheblich alkoholisiert war. Die Polizisten nahmen ihm den Führerschein ab und untersagten die Weiterfahrt. Außerdem leiteten sie ein Strafverfahren ein. Ein Arzt entnahm dem Fahrer in der Folge eine Blutprobe. 

Quelle: Kreispolizeibehörde Borken

Ötigheim: Frau wird von eigenem Hund angefallen

Im baden-württembergischen Ötigheim ist eine Frau von ihrem Schäferhund angefallen worden. Wie die Polizei am Dienstagmorgen berichtete, war die Frau am Montagmorgen gegen 7.45 Uhr mit dem Tier ihres Mannes Gassi, als dieser sie plötzlich anfiel, biss und schwer verletzte. Erst einem Zeugen gelang es den Hund von der Frau zu trennen. Die 29-Jährige musste nach notärztlicher Versorgung ins nächste Krankenhaus eingeliefert werden. 

Quelle: Polizei Offenburg

Frankfurt: Fernbahnhof wegen qualmender Zug-Bremse gesperrt

Wegen einer qualmenden Bremse an einem ICE ist der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen am Dienstagmorgen zeitweise gesperrt worden. Der Fernverkehr wurde über den Regionalbahnhof am Flughafen umgeleitet, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Weil die Ursache für die Rauchentwicklung zunächst unklar war, wurde die Feuerwehr alarmiert. Während des Einsatzes konnte der Fernbahnhof nicht angefahren werden. Vier Züge wurden zum Regionalbahnhof umgeleitet. Nach rund einer halben Stunde wurde die Sperrung laut Bahnangaben wieder aufgehoben. Nach ersten Erkenntnissen war an einem Wagen eine angezogene Handbremse heißgelaufen, was zu Rauch und Gestank führte.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Montag, 12. August

Salem: Vierjähriger ertrinkt bei Familienausflug

Bei einem Familienausflug an einen Badesee bei Salem in Baden-Württemberg ist ein Vierjähriger ertrunken. Nach Polizeiangaben vom Montag entfernte sich der kleine Junge am Sonntag unbemerkt von seinen Eltern und Geschwistern und ging im flach abfallenden Uferbereich unter. Er wurde noch wiederbelebt, starb aber später auf der Intensivstation im Krankenhaus.    

Wie die Beamten in Konstanz weiter mitteilten, hatte die Familie das Fehlen des Jungen bemerkt, den Bademeister alarmiert und so bereits eine Suchaktion durch Rettungsschwimmer ausgelöst. Etwa zeitgleich stieß ein anderer Badegast 20 Meter vom Ufer entfernt im See auf das unter Wasser treibende Kind und holte es heraus.    

Sofort begannen Rettungsschwimmer und Badegäste gemeinsam mit Reanimationsmaßnahmen, die von Rettungskräften und einem Notarzt fortgesetzt wurden. Ein Rettungshubschrauber flog das Kind in eine Klinik. Für dessen Landung wurde die Liegeweise teils geräumt. Den genauen Unglückshergang will die Polizei noch ermitteln.

Quelle: AFP

Magdeburg: Vier Tatverdächtige nach brutalem Angriff in Straßenbahn ermittelt

Nach einem brutalen Angriff in einer Magdeburger Straßenbahn hat die Polizei vier Tatverdächtige ermittelt. Gegen zwei junge Männer im Alter von 16 und 18 Jahren wurde Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts erlassen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Bei den beiden anderen Tatverdächtigen handelt es sich um 16-jährige junge Frauen.    

Sie sollen am Samstagabend in einer Magdeburger Straßenbahn einen 22-Jährigen aus Hamburg angegriffen und ihm durch Schläge sowie Tritte schwerste Kopfverletzungen zugefügt haben. Die Gruppe hatte zuvor in der Straßenbahn randaliert, der Mann war eingeschritten.

Quelle: AFP

Eschborn: Falsch getankt: Paar will Auto leerpumpen und setzt es in Brand

Falsch getankt - was nun? Der Versuch einer 55-Jährigen im südhessischen Eschborn, Benzin aus ihrem Diesel-Wagen zu pumpen, ist mächtig schiefgegangen. Ihr Auto brannte am Freitagabend vollkommen aus, wie die Polizei mitteilte. Was war passiert? Die Frau rollte den Wagen mit einem Passanten weg von den Tanksäulen, hin zur Staubsaugeranlage. Dort führten die beiden einen Gartenschlauch in den Tank. Ihre Idee: Das Benzin sollte in eine Metallwanne gefüllt werden.

Um den Kraftstoff abzuzapfen, nahmen sie kurzerhand noch einen Staubsauger zur Hilfe. Dabei kam es dann zur Verpuffung, wie es weiter hieß. Erst stand der Staubsauger in Flammen, dann auch das Auto. Der 20-jährige Helfer erlitt eine leichte Handverletzung.

nachrichten deutschland - auto abgefackelt

Der Pkw brannte nach einer Verpuffung vollständig aus 

Quelle: DPA

Hessen: 21 Schafe bei Unfall mit Regionalbahn getötet

In Hessen sind bei einem Bahnunfall 21 Schafe getötet worden. Eine Regionalbahn fuhr am Montag in Nordhessen in die Herde, die offensichtlich von einer Weide auf die Gleise gelaufen waren, wie die Bundespolizei Kassel mitteilte. Fahrgäste wurden bei dem Unfall demnach nicht verletzt.    

Die Strecke wurde für die Bergungsarbeiten für rund dreieinhalb Stunden gesperrt. Laut den Ermittlern soll ein Teil des Zauns rund um die Weide gestohlen worden sein. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen auf.

Quelle: AFP

Fürth: Aus Haft Entlassener nach Diebstahlversuch wieder hinter Gittern

Es sollte wohl ein kleines Freudenfest am Tag der Haftentlassung werden - aber für einen 25-Jährigen aus Fürth ging es gleich wieder zurück hinter Gitter. Der Mann wurde dabei beobachtet, wie er kurz nach Verlassen des Gefängnisses in einem Getränkemarkt mehrere Packungen Champagner stehlen wollte, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag mitteilte. Der Dieb wurde kurz nach der Tat am Freitag festgenommen, einen Tag später erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl. Jetzt sitzt der Mann wieder in Untersuchungshaft. Da er bei dem Champagner-Klau ein Messer bei sich hatte, läuft ein Verfahren wegen Diebstahls mit Waffen.

Quelle: DPA

Hildesheim: Suche nach Partnerin treibt Mann in die Arme von Erpresser

Der Versuch, über das Internet eine Frau zu finden, hat einen 46-Jährigen aus dem Raum Hildesheim in die Arme eines Erpressers getrieben. Zwar habe die Suche nach einer Partnerin über ein soziales Netzwerk zunächst zu zwei unverfänglichen Treffen mit einer Frau in Hannover geführt, teilte die Polizei am Montag mit. Dann aber meldete sich plötzlich der angebliche Ehemann der Frau und verlangte bei einem Treffen unter Androhung von Schlägen mehrere Tausend Euro. Der 46-Jährige ging darauf nicht ein und erhielt eine Weile später erneut über das soziale Netzwerk Kontakt, anscheinend zu einer Frau. Bei einem Treffen erschien aber erneut der angebliche Ehemann, der seine Geldforderung nun erhöhte.

Nun schaltete der bei der Partnerinnensuche glücklose 46-Jährige die Polizei ein. Zur vereinbarten Geldübergabe am vergangenen Donnerstag erschien er dann statt mit einem dicken Umschlag mit Beamten eines mobilen Einsatzkommandos. Diese nahmen den Erpresser, einen 24-Jährigen aus dem westfälischen Espelkamp, fest. Wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr kam der bereits einschlägig bei der Polizei bekannte Mann in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA

Oldenburg: Wespen halten Flüchtenden in Schach

Aufgescheuchte Wespen haben der Polizei in Oldenburg bei der Verfolgung eines Mannes geholfen - bis die Beamten plötzlich selbst von den Tieren attackiert wurden. Deshalb konnte sich der Gesuchte losreißen und erneut fliehen. Weit kam er nicht, weil ihm die Wespen weiter zusetzten. Der 32-Jährige rettete sich schließlich per Sprung in ein Kinderplanschbecken vor den Stichen.

Nach Polizeiangaben vom Montag wollten die Polizisten den 32-Jährigen zu Hause abholen, weil er noch eine elfmonatige Haftstrafe zu verbüßen hatte. Der Gesuchte flüchtete auf den Balkon und sprang aus dem ersten Obergeschoss in die Tiefe. Er landete in einem Gebüsch, in dem die Wespen ihr Nest hatten. Beschäftigt mit dem Abwehren der Insekten konnte der 32-Jährige von den Beamten fixiert werden. Als diese selbst angegriffen wurden, riss sich der Mann los und tauchte in dem Planschbecken unter. Er wurde festgenommen und kam ins Gefängnis, wo seine Stiche medizinisch versorgt wurden. Die Beamten mussten sich ebenfalls von einem Arzt behandeln lassen.

Quelle: DPA

Waldkraiburg: Jugendliche rauben Taxi und stoßen Fahrerin raus

Zwei 14 und 15 Jahre alte Jugendliche haben in Bayern ein Taxi geraubt und die Fahrerin aus dem rollenden Auto gestoßen. Die 67-Jährige sollte die Brüder in eine Jugendeinrichtung fahren, wie die Polizei am Montag mitteilte. Während der Fahrt hätten die Teenager die Fahrerin nahe Waldkraiburg östlich von München angegriffen und aus dem langsam fahrenden Wagen gestoßen, sagte eine Sprecherin.

Die Brüder fuhren am Freitag mit dem Taxi noch ein Stück, stellten es dann ab und wollten per Anhalter weiter. An der Autobahnanschlussstelle Mühldorf-West nahmen Polizisten das Duo fest. Ein Richter schickte die beiden in Untersuchungshaft.

Weil die Jugendlichen ohne Begleitung aus Serbien nach Bayern eingereist waren, sollte die Taxifahrerin sie in die Einrichtung bringen. Ein Kollege fuhr die verletzte Frau in ein Krankenhaus.

Quelle: DPA

Bremerhaven: Junge durch selbstgebauten Böller schwer verletzt

Bei der Explosion eines selbstgebauten Böllers ist in Bremerhaven ein in etwa 30 Metern Entfernung spielender Junge verletzt worden. Der Zehnjährige kam wegen starker Ohrenschmerzen in ein Krankenhaus, wie die Polizei am Montag mitteilte. Gegen den 26 Jahre alten Hobbybastler wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

Der Mann hatte am Sonntag seinen Sprengkörper zwischen Wohnblocks auf einer Wiese entzündet. Nach eigenen Angaben hatte er den übergroßen Böller nach Anleitungen aus dem Internet gebastelt - mit Schwarzpulver aus alten Silvesterknallern, einem Pappkern aus einer Teppichrolle, einem Plastikrohr und Gewebeband. Die Detonation sei weithin hörbar gewesen.

Quelle: DPA

Solingen: Fünfjähriger verliert nach Hundebiss Teil eines Ohrs

Ein fünfjähriger Junge hat in Nordrhein-Westfalen nach einem Hundebiss einen Teil seines Ohrs verloren. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Sonntag auf einer Sportanlage in Solingen, als der Junge stürzte. Dabei sei der Pinscher, eine kleine Hunderasse, offenbar so aufgeschreckt worden, dass dieser das Ohr des Jungen mit den Zähnen schwerwiegend verletzte. Mehrere Zeitungen berichteten. Der Hund war laut Polizei angeleint und konnte beim Halter bleiben, weil er keine Aggressionen zeigte. Der Halter erhielt eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Quelle: DPA

Magdeburg: Mann bei Attacke lebensgefährlich verletzt – erste Hinweise auf Täter

Nach einer Attacke auf einen jungen Mann aus Hamburg in einer Magdeburger Straßenbahn hat die Polizei erste Hinweise auf die mutmaßlichen Täter. Es hätten sich viele Zeugen gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin in Magdeburg am Montagmorgen: "Die Hinweise sind sehr vielversprechend." Auch Videoaufnahmen gebe es von der Tat. Diese würden nun - wie die Zeugenhinweise - ausgewertet. Der 22-Jährige schwebt den Angaben zufolge in Lebensgefahr. 

Wie die Polizei berichtete, hatte er am Sonntag in der Straßenbahn Männer und Frauen zur Rede gestellt, die dort das Inventar demolierten. Dafür habe er Schläge und Tritte kassiert - erst in der Bahn, später an einer Haltestelle in der Nähe des Magdeburger Hauptbahnhofs. Laut Polizei erlitt der Mann schwerste Kopfverletzungen. Die Polizei ging von insgesamt vier bis sieben Angreifern aus.

Quelle: DPA

Rathen: Kletterer stürzt von Felsen und stirbt

Ein Mann ist beim Klettern in der Sächsischen Schweiz von einem Felsen gestürzt und an seinen Verletzungen gestorben. Fremdeinwirkung wird ausgeschlossen, wie die Polizei in Dresden am Montagmorgen mitteilte. Der 34-Jährige, der laut Polizei auch beruflich kletterte, war am Sonntagmittag mit einem Freund am kleinen Gansfelsen in der Nähe von Rathen unterwegs gewesen. Aus zunächst ungeklärter Ursache stürzte der Mann 10 bis 12 Meter in die Tiefe. Der 34-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber geborgen, der Kletterfreund wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Quelle: DPA

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mod / DPA / AFP