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Nachrichten aus Deutschland: Sprinkleranlage setzt Bühne in Stadttheater unter Wasser – dabei gab es nicht mal Feuer

Hamburg: Mann belästigt Frauen in S-Bahn mit Dildo +++ Neunkirchen: Mann geht mit Machete auf Polizisten los +++ Ratingen: Stadttheater von Sprinkleranlage überflutet +++ Baiersbrunn: Mutter stirbt bei Unfall, Tochter wird schwer verletzt +++ Nachrichten aus Deutschland.

Das Stadttheater Ratingen steht unter Wasser

Die Bühne des Stadttheaters Ratingen steht unter Wasser

Ratingen: Sprinkleranlage sorgt für Wasserschaden in Stadttheater

Im nordrhein-westfälischen Ratingen hat es eine Überflutung im Stadttheater gegeben. Wie die Feuerwehr berichtet, wurden die Einsatzkräfte am Sonntagmittag gegen 12.30 Uhr durch die Brandmeldeanlage im Theater alarmiert. Offenbar hatte ein Strang der Sprinkleranlage ausgelöst, obwohl es gar nicht brannte. Zwar konnten die Feuerwehrleute die Wasserversorgung schnell schließen, trotzdem prasselten  etwa 10 Minuten lang mehrere Kubikmeter Wasser aus acht Düsen der Sprühflutanlage auf den vorderen Bühnenbereich herab. Zusammen mit den Hausmeistern und Bühnentechnikern sicherten die Rettungskräfte empfindliche Einrichtungsgegenstände. Dennoch drang das Wasser in den Bühnenaufbau und breitete sich bis unter die Bühne aus. Noch ist unklar, inwiefern der Schaden den Spielbetrieb beeinträchtigt. Interessierte werden gebeten, sich auf der Internetseite der Stadt zu informieren.

Quelle: Feuerwehr Ratingen

Hamburg: Mann belästigt Frauen in S-Bahn mit Dildo

In Hamburg hat ein Mann mehrere Frauen mit einem Dildo belästigt. Wie die Bundespolizei am Sonntag berichtete, befand sich der 45-Jährige am Samstagmittag zunächst an einem Gleis am Hamburger Hauptbahnhof, wo er mehrfach einer 32-Jährigen das Sexspielzeug entgegenstreckte und sogar ihr Gesicht damit berührte. Er folgte der Frau in die S-Bahn, wo er dann auch eine 52-Jährige belästigte. Diese setzte sich lautstark zur Wehr. Ein 22-Jähriger eilte den Frauen zu Hilfe und ging dazwischen. Dabei fiel der Dildo auf den Boden. Der Helfer stieß diesen mit seinem Fuß aus der noch am Bahnsteig stehenden Bahn in das Gleisbett, sodass er für den Mann nicht mehr greifbar war. Schließlich ließ er sich durch die alarmierte Bundespolizei zunächst anstandslos aus der S-Bahn führen, wurde jedoch zunehmend aggressiv, weshalb ihm die Beamten Handfesseln anlegen mussten. Eine Überprüfung des Mannes ergab, dass er von der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Aufenthaltsermittlung nach Diebstahl ausgeschrieben worden war. Nachdem er sich beruhigt hatte und ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, durfte er die Wache wieder verlassen.

Quelle: Bundespolizei Hamburg

Neunkirchen: Mann geht mit Machete auf Polizisten los

In Neunkirchen hat ein Polizist einen Mann mit einem Taser niedergestreckt, nachdem dieser zuvor mit einer Machete auf die Beamten losgegangen war. Wie die Beamten am Sonntag berichtete, wurde gegen 21 Uhr eine Bedrohung mit einem Messer und einer Schusswaffe in einem Anwesen in Wellesweiler gemeldet. Als die Polizei mit einem Großaufgebot am Tatort eintraf und sich dem Haus näherte, lief ein Mann mit einer Machete auf einen der Beamten zu. Die Waffe hatte eine 60 Zentimeter lange Klinge. Der Polizist zog sofort seine Dienstwaffe und zielte auf den Angreifer. Nachdem er mehrfach aufgefordert wurde, das Messer fallenzulassen und die Polizei mit Schusswaffengebrauch drohte, stoppte der Mann. Der Polizist tauschte die Dienstwaffe dann gegen einen Taser. Der Angreifer ging zunächst wieder auf den Beamten los, ließ dann die Machete fallen um im nächsten Moment in Richtung Hosentasche zu greifen, wo sich deutlich sichtbar eine Pistole befand. Der Polizist streckte den Angreifer daraufhin mit dem Elektroimpulsgerät nieder. Der alkoholisierte Mann wurde gefesselt und in eine Ausnüchterungszelle gebracht. 

Quelle: Polizei Neunkirchen

Baiersbrunn: Mutter stirbt bei Unfall, Tochter wird schwer verletzt

Ein schwerer Unfall hat sich am Samstag auf der Bundesstraße 462 in Baden-Württemberg bei Baiersbrunn ereignet. Wie die Polizei am Sonntag berichtete, wollte eine 27-Jährige mit ihrem Citroen-Berlingo in einer unübersichtlichen Rechtskurve einen Omnibus überholen. Als ihr ein Fahrzeug entgegenkam, scherte sie abrupt wieder nach rechts ein, prallte gegen den Bus, der inzwischen angehalten hatte, und touchierte den Bordstein. Dadurch wurde der Wagen ausgehebelt, überschlug sich und erfasste eine Familie, die gerade den Gehweg entlanglief. Die 38-jährige Ehefrau verstarb noch an der Unfallstelle, die zweijährige Tochter erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 44-jährige Ehemann wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Ebenfalls leichter verletzt wurden die Citroen-Fahrerin sowie ihr gleichaltriger Beifahrer.

Quelle: Polizei Tuttlingen

Karlsruhe: Krebsforscher erhalten Bußgeldbescheide nach Mäuse-Experimenten

Zwei Krebsforscher haben nach Experimenten mit Mäusen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg Bußgeldbescheide erhalten. Die Bußgelder lägen im dreistelligen Euro-Bereich, teilte das Regierungspräsidium Karlsruhe mit. Die Wissenschaftler hätten eine Verlängerung eines Experiments mit Mäusen um sechs Wochen nicht ordnungsgemäß angezeigt. Sie arbeiten nicht mehr am DKFZ. Das Verfahren gegen eine dritte Person wurde eingestellt, ihr sei keine Beteiligung nachzuweisen. Das Regierungspräsidium ist Genehmigungsbehörde für Tierversuche. Bei dem Versuch sollte die Wirksamkeit einer Virentherapie gegen das besonders bösartige Ewing-Sarkom an Mäusen untersucht werden. An diesen Tumoren leiden vor allem Kinder. 

Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft Heidelberg ihre Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingestellt. Nicht nur der Verein Ärzte gegen Tierversuche, sondern auch das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte zuvor Anzeige erstattet. Das Ordnungswidrigkeitsverfahren war dann an das Regierungspräsidium Karlsruhe abgegeben worden. Nach Angaben des DKFZ werden in Deutschland jährlich etwa 2,8 Millionen Tiere - meist Mäuse und Ratten - für wissenschaftliche Versuche eingesetzt.

Quelle: DPA

Augsburg: Bus und Tram in Zentrum zukünftig kostenlos

Bus- und Tramfahren ist im Zentrum von Augsburg ab dem Jahreswechsel kostenlos. Das Angebot soll insbesondere die Luftqualität in der Innenstadt der 300 000-Einwohner-Kommune verbessern. "Durch die City-Zone wollen wir den Parksuchverkehr verringern und die Innenstadt für Besucher attraktiver machen und den Einzelhandel stärken", erklärte die zweite Bürgermeisterin Eva Weber (CSU). Die City-Zone, in der kein Ticket gelöst werden muss, umfasst das Gebiet von neun Haltestellen. 

Die oberbayerische Kreisstadt Pfaffenhofen an der Ilm hatte bereits im Dezember 2018 kostenloses Busfahren eingeführt. Um zu ermitteln, wie das Angebot angenommen wird, wurde nach etwa zwei Monaten eine Zählung der Fahrgäste durchgeführt. Ergebnis war, dass in einem Zwei-Wochen-Zeitraum genau 22 650 Menschen mit den Stadtbussen unterwegs waren. Gegenüber früheren Erhebungen hatte sich die Zahl der Nutzer damit mehr als verdoppelt.

In Augsburg soll es zudem eine sogenannte Mobilitätsflatrate geben. Sie besteht aus einem kostenpflichtigen Abo, mit dem in der Stadt unbegrenzt Bus und Tram gefahren werden kann. Zudem können Nutzer Leihfahrräder und Carsharing-Autos der Stadtwerke Augsburg (SWA) nutzen.

Quelle: DPA

Hamburg: Zwei Frauen in Auto durch Böller verletzt

Die Polizei in Hamburg sucht nach einem Vorfall mehrere bislang unbekannte Jugendliche. Wie die Beamten am Sonntagmittag berichteten, fuhr ein mit fünf Personen besetzter Wagen in der Nacht zu Samstag langsam und mit heruntergelassener Scheibe an einem Geschäft vorbei, zu dem zu dem Zeitpunkt ein Sonderverkauf von pyrotechnischen Gegenständen stattfand. Plötzlich detonierte ein Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs. Dabei erlitt eine 17-jährige Mitfahrerin einen blutenden Wunde an der Stirn und eine 33-jährige Insassin ein Knalltrauma. Anschließend sei eine Gruppe von Jugendlichen unerkannt vom Tatort geflüchtet, heißt es. Eine der Personen soll zuvor einen unbekannten Gegenstand in der Hand gehalten haben. Die beiden Frauen wurden in einem Krankenhaus behandelt, konnten es jedoch kurze Zeit später wieder verlassen.

Quelle: Polizei Hamburg

Hanau: 72-Jähriger findet wertvollen Schmuck in Mülleimer 

Ein ehrlicher Finder hat bei der Polizei Hanau eine Tasche mit Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro abgegeben. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte der 72-Jährige die Tasche am Freitag in einem Mülleimer in der Hanauer Innenstadt gefunden. Am Samstag brachte der Mann den Fund auf die Wache. Genauere Angaben zum Schmuck und dessen Wert wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht machen. Es werde nun geprüft, ob die Wertgegenstände aus einer Straftat stammten.

Quelle: DPA

Hamburg: Sankt Pauli Museum schließt Ende März 

Das von Kiezfotograf Günter Zint in Hamburg gegründete Sankt Pauli Museum schließt Ende März seinen Standort an der Davidstraße auf St. Pauli. Grund sei eine neuerliche Mieterhöhung auf 6300 Euro pro Monat. "Die Mieterhöhung ist über den Betrieb unseres unsubventionierten Museums unmöglich zu bewältigen. Rein wirtschaftlich müssten wir uns sogar früher aus dem Vertrag verabschieden. Rein organisatorisch wird uns das leider nicht gelingen", teilte Julia Staron, Vorstand des Museumsvereins,  mit. Die Kündigung der seit 2010 genutzten Mieträume sei bereits erfolgt. Ein neuer Standort werde gesucht.

Quelle: DPA

Ulm: Männer schießen aus fahrendem Auto

In Ulm hat die Polizei einen Wagen angehalten, nachdem aus dem Fahrzeug mehrere Schüsse abgefeuert wurden. Wie die Beamten am Sonntagmorgen berichteten,  saßen in dem von ihnen kontrollierten Mercedes fünf Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren. Während der Kontrolle entdeckten die Beamten in der Mittelkonsole mehrere Platzpatronen. Unter dem Beifahrersitz lag zudem eine Schreckschusswaffe. Zur Überraschung der Polizei gaben plötzlich alle fünf zu, damit geschossen zu haben. Da sie die erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis zum Führen der Pistole nicht hatten, müssen sie sich jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. 

Quelle: Polizei Ulm


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, den  28. Dezember

Bayern: Polizei stoppt 19-Jährigen mit 1000 illegalen Böllern im Auto

Die Grenzpolizei in Bayern hat einen 19-Jährigen mit mehr als 1000 illegalen Böllern im Auto erwischt. "Wir haben 1160 Sprengkörper aus tschechischer Produktion im Wagen gefunden, ein Teil war sogar im Motorraum verbaut", sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Insgesamt hatte der Mann rund 14 Kilogramm reinen Sprengstoff im Auto. "Besonders gefährlich waren die Böller im Motorraum - durch die Wärme und Erschütterung hätten die jederzeit explodieren können." Der 19-Jährige aus dem hessischen Offenbach war den Beamten bei einer Kontrolle aufgefallen. Er muss sich nun wegen einer Straftat nach dem Sprengstoffgesetz verantworten.

Quelle: DPA

Ein Todesopfer bei Wohnungsbrand in Berlin

Bei einem Brand in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Lichtenfelde ist am Sonnabend ein Mann gestorben. Ein weiterer Mann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. 16 Menschen, darunter vier Kinder, waren zwischenzeitlich vom Feuer eingeschlossen und wurden gerettet, so eine Sprecherin der Polizei zur "Berliner Morgenpost". Die Feuerwehr war kurz nach Mitternacht alarmiert worden, bis zu 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Inzwischen ist der Brand gelöscht. Zur Brandursache ist bisher nichts bekannt.

A61: Schwerverletzter auf Standstreifen entdeckt

Autofahrer haben am späten Freitagabend einen schwer verletzen Mann auf der Autobahn 61 in Fahrtrichtung Venlo kurz vor der Anschlussstelle Mackenstein entdeckt. Wie die Feuerwehr Mönchengladbach am Samstagmorgen berichtete, lag der Mann auf dem Standstreifen und wurde bereits durch Ersthelfer versorgt. Woher der Mann seine Verletzung hatte, war zunächst unklar. Ein beteiligtes Auto konnten die Beamten vor Ort nicht feststellen. 

Nachdem die Polizei in dem Fall ermittelte, kam heraus, dass Zeugen gegen 22.30 Uhr die Polizei alarmierten, nachdem sie auf der Autobahn ein Fahrzeug mit einer Person auf der Motorhaube entdeckt hatten. Kurz danach sei diese von der Motorhaube "hinuntergetragen worden und auf einem der Fahrstreifen zum Liegen gekommen", wie es in einer Mitteilung heißt. Ermittlungen führten die Beamten zu der Lebensgefährtin des 53-Jährigen. Da die Polizei ein versuchtes Tötungsdelikt für möglich hält, wurde die 51-Jährige am Samstag einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. 

Quellen: Feuerwehr Mönchengladbach/ Polizei Mönchengladbach

Ruhrgebiet: Oberleitungen vereist - 50 Züge fallen aus

Vier Linien des privaten Bahnbetreibers Abellio sind am Samstagmorgen im Ruhrgebiet komplett ausgefallen. Grund sei vermutlich, dass Oberleitungen vereist und dadurch der Kontakt zu den Triebfahrzeugen gestört war, wie eine Sprecherin sagte. Bis zu 50 Verbindungen der Linien S2, S9, RB32 und RB40 waren davon betroffen. Die Bahnen seien zumeist auf offener Strecke liegen geblieben und mussten abgeschleppt werden, um die Gleise nicht zu blockieren. Für Reisende wurde ein Ersatzverkehr durch Busse eingerichtet.

Am Mittag nahmen die Linien S2 und RB40 ihren Betrieb teilweise wieder auf. Im Laufe des Tages sollten auf allen Strecken wieder Bahnen fahren können, teilte das Unternehmen mit.

Die RB32 verkehrt zwischen Duisburg und Dortmund, die RB40 fährt zwischen Essen und Hagen. Die S2 bringt Reisende von Dortmund nach Essen und Recklinghausen, die S9 pendelt von Haltern am See oder Recklinghausen nach Wuppertal-Vohwinkel.

Quelle: DPA

Bad Kissingen: 14-Jährige stiehlt Kleidung und beißt Verkäuferin

Eine 14 Jahre alte Ladendiebin ist im bayerischen Bad Kissingen auf frischer Tat ertappt worden und hat daraufhin eine Verkäuferin gebissen. Nach Polizeiangaben wollte das Mädchen mit Kleidung im Wert von über 100 Euro aus dem Geschäft flüchten - und biss zu, als die Verkäuferin sie stoppte. "Die junge Dame ist bereits wegen Ladendiebstahls bekannt", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Gegen die Jugendliche wird nach der Tat am Freitag nun wegen räuberischen Diebstahls ermittelt. Sie wurde von der Polizei an die Mutter übergeben.

Quelle: DPA

Lahr: Tanzclubs mit Buttersäure attackiert - Partygäste verletzt

Bei Attacken mit Buttersäure sind in zwei Tanzclubs in Lahr im Schwarzwald mehrere Partygäste verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, erlitten sie in der Nacht zum Samstag heftige Reizungen der Augen und Atemwege. Die Clubs wurden geräumt, etwa 500 Leute mussten raus ins Freie. Sanitäter brachten fünf Verletzte ins Krankenhaus. Die Polizei fasste zwei tatverdächtige Männer im Alter von 26 und 34 Jahren. Die Clubs blieben den Rest der Nacht geschlossen. Der Hintergrund der Attacken war zunächst unklar.

Quelle: DPA

Lippstadt: Dieb bearbeitet Fahrradschloss mit Gullydeckel

Auf ziemlich rabiate Weise hat ein Dieb im nordrhein-westfälischen Lippstadt ein Fahrradschloss geknackt: Er bearbeitete das Schloss mit einem schweren Gullydeckel. Ein Zeuge habe die dunkel gekleidete Gestalt in der Nacht zu Samstag beobachtet, wie sie sich mit dem Kanaldeckel an dem Hollandrad zu schaffen gemacht habe, teilte die Polizei mit. Dabei beschädigte der Täter Gepäckträger und Rücklicht des Rades. Als er den Zeugen bemerkte, habe er das Rad ein Stück weiter zurückgelassen. Woher der Gullydeckel stammte, blieb zunächst ein Rätsel. In der Nähe des Tatortes fehlte jedenfalls keiner.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, den  27. Dezember

Berlin: Mann hängt an Balkon von brennender Wohnung - Rettung naht 

In letzter Sekunde hat die Feuerwehr einem Mann bei einem Wohnungsbrand in Berlin das Leben gerettet. Der Mann hing am Geländer des Balkons seiner brennenden Wohnung im fünften Stock - nur noch mit einer Hand, als die Feuerwehr eintraf, wie ein Sprecher sagte. Die Einsatzkräfte bliesen sofort ein Sprungpolster auf, was etwa 20 Sekunden dauerte - direkt danach ließ der Mann sich in das Polster fallen. Er kam nach Angaben der Feuerwehr schwer verletzt und mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. Eine Frau wurde ebenfalls mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Quelle: DPA

Mainz: In Briefkasten ausgesetzt: Tierheim entsetzt nach Tod von Hamster 

Im Tierheim von Mainz ist ein Hamster in dem dortigen Briefkasten ausgesetzt worden, wie der Tierschutzverein Mainz und Umgebung e. V. in einem Facebookpost schreibt. Demnach ereignete sich das Geschehen bereits am 23. Dezember. Als man die Post aus dem Briefkasten geholt habe, wurde der Hamster darin gefunden. Laut dem Tierschutzverein wurde er in einer Plastiktüte "in den Briefkasten geworfen". Wie lange sich der Hamster dort befunden hat, sei unklar, da am Sonntag das Büro im Tierheim unbesetzt war. "Der Kleine war eisig kalt, zu schwach, um die Äuglein zu öffnen, kaum noch hörbarer Herzschlag, hat aber noch ganz schwach geatmet. Wir haben sofort das gesamte Notfallprogramm durchgezogen, um das kleine Leben zu retten", heißt es in dem Facebookpost, in dem der Tierschutzverein seiner Wut freien Lauf lässt.

Frohe Weihnachten liebe Community ! Wir hoffen ihr habt alle einen ruhigen und besinnlichen Abend verbracht. Wir haben...

Gepostet von Kleintierhaus Tierheim Mainz am Mittwoch, 25. Dezember 2019

Der Hamster öffnete am Nachmittag die Augen und wurde "Miracolo" getauft, was übersetzt "Wunder" bedeutet. Allerdings verschlechterte sich sein Zustand, sodass man zu einer Tierärztin fuhr. Allerdings verstarb der Hamster an seinen Verletzungen. Er habe wahrscheinlich "einige Serienfrakturen erlitten", als er durch den Briefkastenschlitz gedrückt wurde, so der Verein, der in dem Fall um Hinweise bittet. 

Bielefeld: Bellender Hund führt zu getöteter Frau - Nachbar verhaftet 

Ein ständig bellender Hund hat die Polizei in Bielefeld zu einer toten Frau geführt, die nach Angaben der Beamten erwürgt wurde. Ein 59-jähriger Nachbar aus demselben Haus wurde als mutmaßlicher Täter verhaftet. 

Anwohner hatten am 23. Dezember die Polizei alarmiert, weil der Hund in den frühen Morgenstunden in dem Mehrfamilienhaus fortwährend bellte. Weil sie einen Notfall vermuteten, drangen die Beamten in die Wohnung der 34-jährigen Bewohnerin ein und fanden die Leiche der Frau. Laut Obduktion wurde sie erwürgt. 

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde am 1. Weihnachtsfeiertag der Nachbar festgenommen und am Tag darauf dem Haftrichter wegen Mordverdachts vorgeführt. Zeugen zufolge hatte es zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen am Abend vor dem Leichenfund einen Streit gegeben. Der 59-Jährige schweigt zu den Vorwürfen.

Quelle: DPA

Krefeld: Finder gibt 16.000 Euro der Polizei: "Würde immer wieder so handeln"

Drei Tage, nachdem ein Mann in Krefeld rund 16.000 Euro gefunden hat, reißt die Begeisterung um seine Ehrlichkeit nicht ab. Stefan Wefers hatte am Heiligabend beim Gassigehen einen Rucksack mit der hohen Bargeldsumme entdeckt und der Polizei gemeldet. "Ich wundere mich vor allem darüber, dass ich von allen Seiten Lob dafür bekomme, weil ich das Geld abgegeben habe. Das ist doch selbstverständlich", sagte der Elektromeister: "Ich würde immer wieder so handeln."

Auch die Beamten äußerten mehrfach Respekt und Anerkennung, dass Wefers den Fund gemeldet und das Geld - exakt 16.225 Euro - nicht einfach behalten hatte. Für den 51-Jährigen allerdings Ehrensache, denn: "Wer immer es verloren hatte, wäre doch dadurch in großer Not gewesen. Der Eigentümer des Rucksacks arbeitet wohl als Angestellter in einem Geschäft, wie ich hörte. Womöglich waren die Scheine die Tageseinnahmen, die er einzahlen sollte. Wenn das stimmt und das Geld wäre weg gewesen, hätte er sicher viel Ärger bekommen."

Köln: Mit Bierflasche und E-Scooter auf der Autobahn

Mit einer Flasche Bier in der Hand ist ein Kölner in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag mit seinem E-Scooter auf die Autobahn aufgefahren. Gegen 2.20 Uhr gingen nach Polizeiangaben vom Donnerstag gleich mehrere Notrufe ein. Ein Mann sei mit einem E-Scooter auf dem Seitenstreifen der A4 im Bereich der Anschlussstelle Holweide in Richtung Olpe unterwegs, hieß es. Polizisten konnten den Mann kurz darauf anhalten. Ihnen sei sofort eine Alkoholfahne entgegengeschlagen, sagte ein Polizeisprecher. Ein vorläufiger Alkoholtest habe mehr als 1,3 Promille ergeben. Der Mann selbst habe gesagt, dass er versehentlich auf die Autobahn aufgefahren sei. Er muss sich jetzt in einem Verfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr verantworten.

Quelle: DPA

Kulmbach: Heiratsantrag in der Polizeiwache

Vor den Augen der Polizei hat ein festgenommener Mann in Oberfranken seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht. Auf der Polizeidienststelle fiel der 31-Jährige vor der Frau auf die Knie und bat sie um ihr Ja-Wort, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. Die 29-Jährige nahm den Antrag an. Bevor sie mit ihrem Verlobten aber vor den Traualtar schreiten kann, muss dieser den Angaben zufolge zunächst seine Haftstrafe antreten. Der Mann war am Donnerstag in Kulmbach festgenommen worden, da gegen ihn zwei Haftbefehle vorlagen. Bei der Festnahme bat der 31-Jährige die Beamten, noch einmal mit seiner Freundin sprechen zu können. Sie kam daraufhin zur Dienststelle.

Quelle: DPA

Mülheim an der Ruhr: Trickdieb verabschiedet sich mit "Vielen Dank, mein Lieber!"

Mit der Notiz "Vielen Dank, mein Lieber!" hat sich ein Trickdieb an Heiligabend von seinem Opfer verabschiedet. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag hatte sich der Dieb das Vertrauen eines 61 Jahre alten Mannes aus Mülheim erschlichen. Er gab sich dabei als Berliner Kommissar und Rauschgiftfahnder aus. In der Wohnung des 61-Jährigen täuschte er einen krankheitsbedingten Anfall vor und schickte ihn los, um Medikamente aus der Apotheke zu besorgen. Als der 61-Jährige nach ungefähr einer halben Stunde zurückkehrte, war der vorgebliche Rauschgiftfahnder verschwunden - und mit ihm ein fünfstelliger Bargeldbetrag samt Schmuck. Schränke und Türen waren aufgebrochen. Echte Polizisten nahmen die Anzeige auf und hoffen nun nach eigenen Worten "auf ein Wiedersehen mit ihrem Berliner Kollegen".

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von den Weihnachtstagen

Nürnberg: Mann stößt 33-Jährigen vor die U-Bahn

In Nürnberg ist am Heiligabend ein Mann vor eine U-Bahn gestoßen und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, steht ein 32-Jähriger unter Tatverdacht. Er war den Angaben zufolge nach dem Vorfall geflüchtet, wurde aber nach weniger als einer Stunde gefasst. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen.       

Zwischen dem Tatverdächtigen und einem 33-Jährigen soll es laut Polizei auf einem Bahnsteig der U-Bahn im Hauptbahnhof zu Streit gekommen sein. Dabei soll der Verdächtige den anderen Mann auf die Gleise gestoßen haben. Der 33-Jährige wurde daraufhin unter dem Triebwagen der einfahrenden Bahn eingeklemmt. Er wurde von der Feuerwehr geborgen und ins Krankenhaus gebracht.     

Für die sofort eingeleitete Fahndung wurden den Polizei-Angaben zufolge Aufnahmen des Verdächtigen aus den Videokameras am Bahnsteig eingesetzt. Diese Bilder wurden an die Polizeistreifen weitergeleitet. Der aufgrund der Bilder identifizierte Verdächtige wurde vorläufig festgenommen und sollte einem Haftrichter vorgeführt werden.

Quelle: AFP

Krefeld: Rucksack mit 16.000 Euro vergessen

Ehrlicher Finder in der Weihnachtsnacht. Einen mit 16.000 Euro und mehreren Geschenkpäckchen gefüllten Rucksack hat ein 51 Jahre alter Krefelder an Heiligabend gefunden. Der Rucksack habe kurz vor Mitternacht unter einem Baum an einer Straße in der Nähe der Krefelder Innenstadt gelegen, berichtete die Polizei. Als der Finder den Rucksack nach Hinweisen auf den Besitzer durchsucht habe, sei er auf das Geld und die Geschenke gestoßen. Der Mann habe dann die Polizei angerufen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Beamten hätten den 63 Jahre alten Besitzer ausfindig gemacht und ihm das kostbare Fundstück zurückgebracht. Der Sprecher machte keine Angaben dazu, warum der 63-Jährige den Rucksack mit dem vielen Bargeld vergessen hatte. Auf einen Finderlohn habe der 51-Jährige in der Weihnachtsnacht spontan verzichtet, sagte er aber.

Quelle: DPA

Osnabrück: Zwei Menschen bei schwerem Verkehrsunfall auf der A1 getötet

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 1 nahe Holdorf in Niedersachsen sind am frühen Morgen des ersten Weihnachtstages zwei Menschen getötet worden. Wie die Polizei in Osnabrück am Mittwoch mitteilte, stießen in Fahrtrichtung Münster zwischen der Anschlussstelle Holdorf und dem Rastplatz Dammer Berge gegen 03.00 Uhr zwei Pkw frontal ineinander. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand.     Ersthelfern gelang es der Polizei zufolge, eine Frau aus ihrem Fahrzeug zu bergen, der Notarzt habe aber nur noch ihren Tod feststellen können. Ein Mann verstarb noch in seinem Pkw.      Die Aufräumarbeiten und die Spurensicherung dauerten am Mittwoch zunächst weiter an. Zu diesem Zweck sei die A1 "bis auf Weiteres" zwischen den Anschlussstellen Holdorf und Neuenkirchen-Vörden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt, erklärte die Polizei. Der Verkehr werde umgeleitet. 

Quelle: AFP

Berlin: Krankenkassen fahren erstmals seit 2015 wieder Verlust ein

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in diesem Jahr erstmals seit 2015 wieder Verlust gemacht. Das Defizit für 2019 wird mehr als eine Milliarde Euro betragen, wie die Vorstandschefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Kassen(GKV), Doris Pfeiffer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben) sagte. 2018 hatten die gesetzlichen Krankenkassen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums noch einen Überschuss von zwei Milliarden Euro erzielt.      Die meisten Krankenkassen müssten ihren Zusatzbeitrag 2020 im nächsten Jahr aber trotz des Defizits noch nicht erhöhen, sagte Pfeiffer. Dies sei erst ab 2021 zu erwarten. 

Quelle: AFP

Nürnberg: Flugzeug kommt nach Landung vom Rollfeld ab

Ein Passagierflugzeug ist am Nürnberger Flughafen nach der Landung vom Rollfeld abgekommen und auf eine Grünfläche gefahren. Die mehr als 140 Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder blieben bei dem Vorfall am späten Montagnachmittag unverletzt, wie ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage sagte. Sie wurden mit Bussen zum Terminal gebracht. Warum die Maschine der türkischen Fluggesellschaft Onur Air von der Landebahn abkam, war zunächst unklar. Auch die Schadenshöhe war vorerst nicht bekannt.

Quelle: DPA

Hachenburg: Unfallzeuge stoppt fahrenden LKW

Das mutige und beherzte Eingreifen eines Unfallzeugen hat im Ortszentrum von Hachenburg im Westerwald möglicherweise Schlimmeres verhindert. Ein Lasterfahrer habe am Montagnachmittag während der Fahrt einen epileptischen Anfall erlitten und sei mit seinem Lkw mit Anhänger auf die Gegenfahrspur geraten, teilte die Polizei mit. Der Laster touchierte dabei ein Auto an der Fahrerseite und rollte weiter. Der Zeuge sei daraufhin geistesgegenwärtig auf den fahrenden Lkw gesprungen und habe das Gespann zum Stehen gebracht. Der Lasterfahrer sei bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von Zeugen versorgt worden. Verletzt wurde niemand.

Düsseldorf: Frau darf nach Scherz an Flughafen nicht mitfliegen

Eine Frau, die am Freitag von Düsseldorf nach Singapur fliegen wollte, musste laut Bundespolizei wegen einer spaßhaften Äußerung am Boden bleiben. Wie die Beamten berichteten, erklärte die Dame vor der Sicherheitskontrolle mehrfach, dass sie Sprengstoff in ihrem Handgepäck trage. Daraufhin sperrten die Flughafenangestellten die Kontrollspur. Das Gepäckstück der 49-Jährigen blieb in der Röntgenanlage. Als ein Bundespolizist die Frau auf die möglichen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen ihres Verhaltens aufmerksam machte, zeigte diese keinerlei Einsicht. Das besagte Handgepäck wurde auf Sprengstoff untersucht, es enthielt jedoch nur typische Reiseutensilien. In den Diensträumen der Bundespolizei reagierte die Frau dann provokativ, verweigerte jegliche Kommunikation und versuchte, sich aus dem Raum zu schleichen. Die Fluggesellschaft entschied schließlich in Absprache mit der Bundespolizei die in Leipzig wohnende Frau vom Flug nach Singapur auszuschließen. 

Quelle: Bundespolizei Flughafen Düsseldorf

Münster: Junge schreibt rührenden Brief an örtliche Polizeiwache

Über ganz besondere Weihnachtspost freute sich die Polizei in Münster. Auf Twitter veröffentlichten die Beamten am Montag einen rührenden Brief, den ein Junge für sie geschrieben hat und in dem sich der kleine Mann für die gute Polizeiarbeit bedankt. "An die Polizeistelle Alter Steinweg", beginnt das Schreiben, das das Kind vergangene Woche bei einer Polizeiwache in der Innenstadt abgegeben hatte. "Ich wollte Danke sagen, für das Jahr 2019." Die Kollegen seien "echt gut" und würden "bei heiklen Situationen" helfen, wenn man sie anrufe. "Ich wünsche ihnen und ihren Familien viel Kraft an Weihnachten und im neuen Jahr. Ich wünsche ruhige Dienste und Nächte." Die Beamten freuten sich offenbar sehr über diese Nachricht und schrieben dazu: "Eine besonders schöne Wertschätzung der Arbeit der Kollegen, die auch an Weihnachten für Euch im Einsatz sind und nicht bei ihren Familien sein können!"

Quelle: Twitter

Buxtehude: Gruppe von 30 Personen greift Rettungskräfte an

Im niedersächsischen Buxtehude sind Rettungskräfte bei einem Einsatz angegriffen worden. Wie die Polizei berichtete, wurden sie am Freitag gegen 20 Uhr zu einem Freizeitheim gerufen, wo sie eine betrunkene 15-Jährige versorgen sollten. Während des Einsatzes wurden sie von einer Gruppe aus rund 20 bis 30 Personen bedrängt, die versuchten, sie verbal aggressiv zu verweisen. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem ein bislang Unbekannter mehrfach auf einen 28-jähriger Sanitäter einschlug. Der Rettungsassistent musste sich später in ärztliche Behandlung begeben. Noch bevor die Polizei eintraf, löste sich die Gruppe in unbekannte Richtung auf. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. 

Quelle: Polizei Stade

Passau: Elf Flüchtlinge aus Kühllaster befreit

Polizisten haben elf Flüchtlinge an einer Raststätte bei Passau aus einem Kühllaster befreit. Die Afghanen im Alter von 14 bis 31 Jahren waren den Erkenntnissen nach in Serbien in den mit Früchten beladenen türkischen Lastwagen gestiegen. Sie wurden den Behörden übergeben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 42-jährige Fahrer des Lkw hatte am Samstag an der Rastanlage Donautal-Ost Klopfgeräusche aus dem Fahrzeug gehört. Die Polizei öffnete daraufhin den Lkw und entdeckte die Migranten. Sie klagten über Atemprobleme. Der Fahrer habe glaubhaft versichern können, von den Menschen in dem Laderaum nichts gewusst zu haben, so die Polizei. Die Weiterfahrt in dem gekühlten Lastwagen bis nach Belgien hätte für die Afghanen den Einschätzungen zufolge lebensbedrohlich werden können. Zuletzt hatte der Tod von 39 Menschen in einem Kühllaster in Großbritannien weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Am 23. Oktober waren in einem Kühllaster in einem Ort in der Grafschaft Essex nahe London die Leichen von 31 Männern und acht Frauen entdeckt worden. Alle Opfer stammen aus Vietnam und wollten offenbar illegal nach Großbritannien einwandern.

Quelle: DPA

Dortmund: Mann zieht Notbremse und flieht stark blutend aus S-Bahn

In Dortmund hat Fall am Samstagabend die Bundespolizei beschäftigt. Wie die Beamten am Montag berichteten, hatte ein stark blutender Mann gegen 18.30 Uhr die Notbremse in einer S-Bahn der Linie 4 betätigt und war anschließend aus dem Zug über das Gleisbett geflüchtet. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um einen 31-Jährigen, der nach eigenen Angaben unter dem Einfluss von Drogen stand und sich an Glassplittern verletzt hatte. Zuvor waren zwei Bahnmitarbeiter im Zug aufmerksam geworden, da er stark blutende Wunden an Armen, Beinen und Rücken aufwies. Noch bevor sie den Mann befragen konnten, betätigte dieser laut Polizei die Notbremse und flüchtete nur wenige hundert Meter vor dem Haltepunkt Dortmund-Somborn aus dem Zug. Da eine Lebensgefahr für den Mann nicht ausgeschlossen werden konnte, fahndeten Einsatzkräfte der Polizei Dortmund und der Bundespolizei nach dem verletzten Mann. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt. Zeugen entdeckten den Mann später in einem Gebüsch. Auf Grund der zahlreichen Schnittverletzung wurde er in eine Klinik eingeliefert.

Quelle: Bundespolizei Dortmund

Berlin: Diebe rasen mit Auto in Shop und klauen Klamotten

In Berlin haben mehrere Unbekannte in der Nacht zu Montag hochwertige Kleidungsstücke und Handtaschen aus einem Modegeschäft im Stadtteil Mitte geklaut. Wie die Polizei berichtete, hörte eine Anwohnerin gegen 3 Uhr einen sehr lauten Knall. Von ihrem Balkon aus beobachtete sie, dass ein roter VW rückwärts in das Geschäft gefahren war. Durch die zerstörte Schaufensterscheibe kletterten drei Männer in das Geschäft begeben und fuhren kurz darauf mit diversen geklauten Sachen wieder weg. Die Zeugin hatte die Polizei verständigt. Die Ermittlungen wegen schweren Diebstahls dauern an.

Quelle: Polizei Berlin

Mömbris: Fünfjähriger fährt mit Auto in Kabelverteilerschrank und Jägerzaun

Während seine Eltern noch seelenruhig schliefen, hat in Bayern ein Fünfjähriger den Schlüssel des Familienautos stibitzt und sich hinter das Steuer gesetzt. "Ob er den Motor letztlich zum Laufen brachte, ist nicht bekannt", teilte die Polizei am Montag mit. Auf jeden Fall machte sich der Wagen am frühen Sonntagmorgen auf einer leicht abschüssigen Straße im Kreis Aschaffenburg selbstständig, rollte über eine andere Straße und prallte gegen einen Kabelverteilerschrank und einen Jägerzaun. Ein Nachbar hörte den Unfall und fand den Jungen mit dem Schlüssel in der Hand vor dem Haus der Familie. Der Fünfjährige blieb unverletzt. Der Sachschaden beträgt knapp 6000 Euro.

Quelle: DPA

Heede: Ersthelfer nach Wildunfall von Auto erfasst 

Bei einem schweren Unfall sind am Sonntagabend drei Männer zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtete, kam es gegen 18 Uhr im schleswig-holsteinischen Heede zu einem Wildunfall. Ein Geländewagenfahrer hatte auf der L 75 zwischen Bilsen und Barmstedt ein Reh angefahren. Als er und sein Beifahrer das tote Tier von der Straße räumen wollten, stoppte ein Toyota, dessen Fahrer ausstieg, um den beiden Männern zu helfen. Plötzlich raste ein Renault heran, dessen Fahrer die Männer in der Dunkelheit offenbar nicht erkannte und die Gruppe erfasste. Laut Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot anrückte, wurden die Männer von dem Wagen mitgeschleift und zum Teil lebensgefährlich verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch der Fahrer des Renaults und sein Beifahrer wurden bei dem Unfall verletzt.

Quellen: "Hamburger Morgenpost"Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Aachen: Mann klaut Gelenkbus und baut mehrere Unfälle

In Aachen hat ein Mann einen Gelenkbus geklaut und damit mehrere Unfälle gebaut. Wie die Beamten am Montagmorgen berichteten, hatten Zeugen die Polizei gerufen, nachdem der 35-Jährige gegen 2 Uhr zunächst ein Straßenschild gestreift hatte und ohne anzuhalten weiter gefahren war. Gleich mehrere Streifenwagen nahmen die Verfolgung auf, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Im weiteren Verlauf touchierte der Fahrer mehrere Fahrzeuge und Straßenschilder. Zwei als Hindernisse aufgebaute Streifenwagen erlitten einen Totalschaden. Die Beamten konnten den Bus in Gressenich schließlich stoppen. Der alkoholisierte Fahrer ließ sich widerstandslos festnehmen.

Nachrichten aus Deutschland: Ein demolierter Gelenkbus steht in Aachen an einem Straßenrand

Der völlig demolierte Bus steht nach Unfallserie an einem Straßenrand


Quelle: Polizei Aachen

Erfurt: Teenager schlägt Zeitungsausträger

In Erfurt ist ein Zeitungsausträger von einem 15-Jährigen verprügelt worden. Wie die Polizei berichtete, ging der 36-Jährige am Samstagmorgen gegen 4.30 Uhr seiner Arbeit nach, als er bemerkte, dass er von einer männlichen Person verfolgt wird. Kurz darauf sprach der Unbekannte ihn an, beleidigte und beschimpfte ihn. Der Austräger versuchte den Mann zu ignorieren, doch der junge Mann verfolgte ihm weiter und schlug ihm schließlich ins Gesicht, bevor er in eine kleine Parkanlage flüchtete. Die durch Zeugen verständigte Polizei konnte ihn nach kurzzeitiger Flucht stellen. Das versteckte Portemonnaie mit dem Schülerausweis des 15-jährigen Jugendlichen wurde im Park aufgefunden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,2 Promille. 

Quelle: Polizei Thüringen


Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 16. Dezember bis 22. Dezember lesen Sie hier.

jek / mik / rw