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Nachrichten aus Deutschland: Stand-up-Paddler findet Toten in der Ostsee

Timmendorf: Stand-up-Paddler findet Toten in der Ostsee +++ Wuppertal: Busfahrer baut Unfall wegen Wespe +++ Dresden: Vater soll seine beiden Töchter getötet haben +++ Nachrichten aus Deutschland.

Nachrichten aus Deutschland: Toter in Timmendorf

Der Stand-up-Paddler stieß auf den leblosen Körper unterhalb seines Boards (Symbolfoto)

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Timmendorf: Stand-up-Paddler findet Toten in der Ostsee

Ein Stand-up-Paddler hat in der Ostsee vor dem Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) am Sonntagmorgen gegen 11 Uhr einen Toten gefunden. Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, stieß der Mann beim Paddeln auf einen leblosen Körper unterhalb seines Boards. Die Rettungskräfte konnten den 75-Jährigen nur noch tot aus dem Wasser bergen. Ob der Mann ertrunken ist oder ein medizinisches Problem zum Tod führte, konnte der Notarzt laut Polizei nicht sagen.

Dresden: Vater soll seine beiden Töchter getötet haben

Familiendrama in Dresden: Dort soll ein Vater seine beiden kleinen Töchter (3 und 6 Jahre) getötet haben. Laut einem Bericht des "MDR" war am frühen Samstagabend seine Ex-Partnerin auf der Polizeiwache gemeldet, weil er die beiden gemeinsamen Kinder nicht wie vereinbart zur Mutter zurück gebracht habe. Daraufhin sollen die Beamten in der Wohnung des Vater die beiden Mädchen leblos vorgefunden haben. Den stark alkoholisierten Vater sollen sie daraufhin festgenommen haben. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen den 55-Jährigen. Die Mordkommission ermittelt.

Wuppertal: Busfahrer baut Unfall wegen Wespe

In Wuppertal hat eine Wespe für einen Unfall gesorgt. Wie die Polizei berichtet, war das Tier in die Fahrerkabine eines Linienbusses geflogen und hatte den 56-jährigen Busfahrer in Panik versetzt. Beim Versuch, das Insekt wieder zu vertreiben, geriet er auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem Pkw zusammen. Der Wagen wurde durch den Aufprall hinter die Leitplanke geschleudert. Der 66-jährige Fahrer und seine 69-jährige Beifahrerin wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Busfahrer sowie die Fahrgäste blieben unverletzt. 

Autobahn 3 bei Nürnberg: Zwei Menschen verbrennen in Auto

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 3 sind nahe Nürnberg zwei Menschen in ihrem Wagen verbrannt. Wie die Polizei mitteilte, raste eine 60-Jährige am Samstagabend mit ihrem Auto in ein Stauende und schob zwei Fahrzeuge ineinander. Die beiden Wagen gingen sofort in Flammen auf. Zwei Männer im Alter von 44 und 68 Jahren konnten sich in letzter Sekunde retten - sie wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden Insassen des zweiten Autos, zwei Frauen im Alter von 17 und 43 Jahren, waren in ihrem völlig demolierten Wagen eingeklemmt und verbrannten in den Trümmern. Bei den Opfern handelt es sich um eine Mutter und ihre Tochter. Die Unfallverursacherin und ihre Beifahrerin überlebten schwer verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 60-Jährige mit hoher Geschwindigkeit auf das Stauende auffuhr und zuvor den stockenden Verkehr übersehen hatte. Gutachter waren bis tief in die Nacht am Unfallort und analysierten die Spuren. Die Autobahn blieb bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Zu größeren Staus kam es nach Polizeiangaben nicht.

Nachrichten aus Deutschland: Unfall auf der Autobahn 3 Nürnberg

Die ausgebrannten Autos stehen auf der Autobahn 3 bei Nürnberg. Für zwei Menschen kam jede Hilfe zu spät. 

DPA

Nachrichten von Samstag, 28. Juli:

Duisburg: Eltern lassen Kleinkind in praller Sonne und gehen baden 

Unfassbarer Fall in Duisburg: Dort hat ein junges Elternpaar sein kleines Kind der prallen Sonne ausgesetzt, um Baden zu gehen. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, geschah der Vorfall am Donnerstagnachmittag, dem bisher heißesten Tag des Sommers. Zuerst hatte die "Bild-Zeitung" berichtet. Demnach machten Zeugen die 19 Jahre alte Mutter und den 18 Jahre alten Vater darauf aufmerksam, dass der 13 Monate alte Junge mit hochrotem Kopf in seinem Wagen liege und schreie. Die beiden verschwanden daraufhin mit dem Kleinen zu einer Bushaltestelle. Dort hätten sie den Kinderwagen mitsamt Kind in ein Gebüsch geschoben und gemeinsam den Bus nehmen wollen, schilderte ein Polizeisprecher. Wiederum wussten Zeugen das zu verhindern und riefen die Polizei. Auch das Jugendamt wurde alarmiert, das den Jungen in Obhut nahm. Gegen die Eltern läuft eine Strafanzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht.

Hadamar: Bauer von Bulle getötet

Im hessischen Hadamar-Steinbach hat ein Jungbulle einen Bauern getötet. Wie die Polizei berichtet, wollte der 45-Jährige das Tier am späten Donnerstagabend gegen 21 Uhr auf einer eingezäunten Weide mit Futter versorgen. Dabei muss das Tier den Mann angegriffen und ihm schwere Verletzungen zugefügt haben. Der Mann konnte sich noch an den Rand der Weide schleppen, wo er verstarb. Auch gegenüber den Rettungskräften zeigte sich der fünf Jahre alte Bulle derart aggressiv, dass er von einem Jäger mit einem gezielten Kopfschuss erlegt werden musste. 

Freudenstadt: Mann fällt nach Stromschlag von Mast und auf Autodach

Im baden-württembergischen Freudenstadt hat sich ein Mann schwere Verletzungen zugezogen. Wie die Polizei berichtet, war der Unbekannte am Freitagabend gegen 21 Uhr auf einen den Hochspannungsmast geklettert und erlitt einen Stromschlag. Daraufhin stürzte er auf ein vorbeifahrendes Auto. Die 24-jährige Fahrerin erlitt einen Schock. Der Mann musste mit schwersten Brand- und Sturzverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Identität des etwa 16 bis 20 Jahre alten Mannes ist derzeit nicht bekannt. Er war bekleidet mit einem schwarzen T-Shirt, kurze Jeans-Hose, schwarzen Socken und weißen Turnschuhen mit hellgrünen Schnürsenkeln. Die Polizei bittet um Hinweise.

Usedom: Mann ertrinkt - Frau gerettet

Nahe Usedom ist ein 51-jähriger Mann beim Schwimmen in der Ostsee ums Leben gekommen. Wie die Polizei weiter mitteilte, ging er am Freitagabend bei starkem Wellengang zusammen mit seiner Lebensgefährtin ins Wasser. Nach einiger Zeit wurden die beiden von ihren Kräften verlassen und konnten nicht mehr ans Ufer zurück schwimmen. Ein Urlauber beobachtete die dramatische Szene in der Nähe des Ostseebads Bansin und rannte zum nächsten Rettungsturm, um Hilfe zu holen. Die Rettungsschwimmer sprangen sofort ins Wasser und holten die 52 Jahre alte Frau lebend aus der Ostsee - für ihren Partner kam jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt stellte wenig später seinen Tod fest.


Nachrichten von Freitag, 27. Juli:

Radfahrer

In Kiel war ein Radfahrer mit zu viel Tempo aber wenig Textil unterwegs

Kiel: Nackter Radfahrer mit fast 50 Stundenkilometern geblitzt

In der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel ist ein Radfahrer am späten Samstagabend mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. Wie die Stadt Kiel am Freitag mitteilte, war der Radler mit 47 Stundenkilometern in einer Tempo-30-Zone unterwegs. Das wäre allein schon ungewöhnlich, allerdings war der Mann auf seinem Rennrad lediglich mit Schuhen und Socken bekleidet unterwegs. 

Da die Identität des Mannes nicht ermittelt werden konnte, wird er um das Bußgeld wegen Geschwindigkeitsübertretung wohl herum kommen. "Ein Ordnungsgeld wegen unbekleideten Radfahrens würde aus Opportunitätsgründen (Die Ordnungsbehörde kann, muss aber nicht eingreifen) ebenfalls nicht erhoben", teilt die Stadt weiter mit. Darüber hinaus hatte der Mann in der Dunkelheit ordnungsgemäß das Licht eingeschaltet. 

Lingen: Unbekannte verwandeln Planschbecken in Säure

Unbekannte haben ein Planschbecken im niedersächsischen Bad Bentheim mit einer Chemikalie verunreinigt und dadurch zwei Kleinkinder verletzt. Die Kinder im Alter von einem und zwei Jahren hätten Augen- und Hautreizungen erlitten, teilte die Polizei in Lingen am Freitag mit. Sie seien inzwischen aber wieder wohlauf. Es bestehe der Verdacht einer Straftat, es würden Zeugen gesucht.

Nach Angaben der Polizei hatte die Mutter die Kinder am Mittwoch zur Abkühlung in den kleinen Pool gesetzt und sofort herausgeholt, als diese zu schreien anfingen. Dabei erlitt sie ebenfalls leichte Hautreizungen. Am Vortag hatten die Eltern das Becken demnach mit Leitungswasser gefüllt, die Kinder hatten dort unbeschadet gebadet.

Einer ersten Wasseranalyse zufolge besteht der Verdacht, dass eine in den Pool geschüttete Substanz das Wasser in eine leichte Säure verwandelte. Die Eltern erstatteten Anzeige, die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Beamten gehen davon aus, dass der oder die Täter die Chemikalie in der Nacht zum Mittwoch ins Wasser schütteten. Die Kinder kamen nach dem Vorfall in ein Krankenhaus, konnten dieses jedoch nach kurzer Behandlung wieder verlassen.

Elvershausen: Laufende Kettensäge verletzt Mann schwer im Gesicht - er fährt trotzdem selbst nach Hause

Ein 79-Jähriger hat sich in Elvershausen, Ortsteil des niedersächsischen Northeim, bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt. Der Mann war am Donnerstag für Baumarbeiten mit dem Traktor in ein Waldgebiet gefahren. Beim Durchsägen eines Stammes kam er Polizeiangaben zufolge zu Fall. In der Folge traf ihn die noch laufende Kettensäge im Gesicht. Trotz seiner schweren Verletzung schaffte es der Mann noch, selbst nach Hause zu fahren. Dort wurde er zunächst von einem alarmierten Notarzt behandelt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. 

Meschede: 14-Jähriger in Badesee verunglückt - Dieb beklaut die Ersthelfer

Ein 14-Jähriger ist im sauerländischen Meschede am Donnerstag beim Schwimmen in einem Badesee verunglückt. Wie die Polizei berichtet, war er mit einer Gruppe Jugendlicher im Hennesee schwimmen. Von einer Badeinsel sprangen die Teenager ins Wasser. Der Verunglückte konnte dann aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer zurück schwimmen und rief um Hilfe. Seine Freunde hätten es noch geschafft, ihn kurzzeitig über Wasser zu halten, dann wäre er jedoch untergegangen. Verständigte Helfer und alarmierte Rettungskräfte suchten den Grund ab und fanden den Jungen nach einigen Minuten. Er konnte geborgen, am Ufer renanimiert und stabilisiert werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei bezeichnete seinen Zustand als kritisch.

Kaum zu glauben: Ein 44-Jähriger nutzte die Gelegenheit am Ufer und stahl den ins Wasser gegangenen Lebensrettern diverse Gegenstände von ihren verlassenen Handtüchern. Zeugen konnten ihn festhalten, die Polizei nahm ihn in Gewahrsam.

Limburg: Jungbulle tötet 45-Jährigen

Ein angreifender Jungbulle hat im hessischen Hadamar einen 45-Jährigen getötet. Wie die Polizei in Limburg am Freitag mitteilte, versorgte der Mann das Tier am Vorabend auf einer Weide, wo der Bulle ihn angriff. Die Attacke sei so heftig gewesen, dass der Mann noch auf der Weide gestorben sei. Auch gegenüber der Polizei verhielt sich der Jungbulle aggressiv. Er wurde daher erschossen.

Münster: Polizist schießt bewaffneten Mann an

Bei einem Polizeieinsatz infolge einer Körperverletzung hat ein Beamter im nordrhein-westfälischen Münster einen mit Messern bewaffneten Mann angeschossen. Der 34-Jährige sei der Polizei am Donnerstagabend mit zwei Messern aggressiv entgegengetreten, teilten die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei Bielefeld in der Nacht zum Freitag mit. Trotz mehrfacher Aufforderung habe er die Messer nicht abgelegt. Ein Polizist griff daraufhin zur Waffe und verletzte den Mann an Arm und Bauch. Der Angreifer wurde in ein Krankenhaus gebracht, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Wie in Fällen von Polizeigewalt üblich, ermitteln nicht die Beamten in Münster selbst, sondern die Kollegen in Bielefeld.

Hamburg: Zweijährige vom Eiswagen überfahren

Ein Eisverkäufer hat in einer Flüchtlingsunterkunft im Hamburger Stadtteil Osdorf ein zweijähriges Mädchen überfahren und tödlich verletzt. "Der Mann fuhr am Donnerstagabend mit seinem Klein-Lkw auf das Gelände", sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen. Dabei übersah er das Kind und erfasste es mit seinem Eiswagen. Das Mädchen starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer erlitt einen Schock, blieb aber unverletzt. Er wurde wie die Mutter und weitere Angehörige des Kindes vom Kriseninterventionsteam der Feuerwehr seelsorgerisch betreut. Die Polizei nahm die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf. Medienberichten zufolge war die Zufahrtsschranke zu dem Gelände
bereits seit längerer Zeit defekt. Die Polizei konnte dies zunächst nicht bestätigen.


Nachrichten von Donnerstag, 26. Juli:

Essen: Versuchter "Ehrenmord" wegen Ehebruch

Nach dem versuchten "Ehrenmord" an einem 19-jährigen Syrer am 31. Mai in Essen sitzen nach einer Razzia seit Mittwoch mittlerweile zwölf Verdächtige in Untersuchungshaft. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, wurden drei Verdächtige unmittelbar währen der Tat festgenommen. Weitere mutmaßliche Täter wurden in den folgenden Wochen identifiziert und am Mittwoch im Rahmen eines großangelegten Einsatzes mit Fahndern, SEK und Hundertschaften festgenommen. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt. 

Wie die "WAZ" mit Berufung auf Staatsanwaltschaft und Polizei berichtet, sollen alle Inhaftierten Mitglieder einer syrischen Großfamilie sein. Sie hätten beschlossen, den Mann umzubringen, weil er mit einer 19-Jährigen aus ihrer Familie Ehebruch begangen hätte. Sie fingen den 19-Jährigen demnach nachts ab, schlugen, traten und stachen ihn nieder. Dabei skalpierten sie ihn fast. Die Täter sollen sogar Teile der Tat gefilmt haben. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen zurückgelassen, musste notoperiert werden. Der Ehemann der 19-Jährigen soll dem Blatt zufolge unter den Verdächtigen sein. Wie das Blatt weiter schreibt, hätten die Ermittler bei der Familie unter anderem einen Kaufvertrag gefunden, mit dem die junge Frau offenbar zwangsverheiratet worden war.

Laboe: Suche eingestellt – vermisster Schwimmer wohl tot

In der Kieler Förde ist die Suche nach einem vermissten jungen Mann erfolglos eingestellt worden. Die Polizei geht nicht davon aus, ihn noch lebend finden zu können. Bis in den späten Mittwochabend haben Einsatzkräfte und Zivilisten nach dem Schwimmer gesucht. Laut Polizei habe der Mann am Nachmittag mit einem Freund zu einer nahegelgenen Badeinsel schwimmen wollen.  Auf halber Strecke habe er dann umkehren und zum Ufer zurückkehren wollen. Dort kam er aber nicht an. Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Unglück aus. 

Erfurt: Mann nimmt Ex-Freundin als Geisel und sticht auf Flucht Unbeteiligten nieder - Geisel wieder frei

Die Erfurter Polizei fahndet seit dem frühen Donnerstagmorgen nach einem 41-Jährigen, der seine Ex-Freundin aus deren Wohnung gekidnappt und auf der Flucht einen unbeteiligten Passanten niedergestochen haben soll. Der 24-Jährige wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden. Der aus Litauen stammende mutmaßliche Entführer und seine Geisel wurden zuletzt im Erfurter Bahnhofsviertel gesehen. 

Nach Polizeiangaben war der 41-Jährige gegen 4.30 Uhr über den Balkon in die etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegende Wohnung der Frau gestiegen. Er habe sich ein Messer genommen, die Frau bedroht und aus der Wohnung gezerrt. Zum Tatzeitpunkt habe sich ein weiterer Mann in der Wohnung aufgehalten. In welcher Beziehung er zu der Frau steht, war zunächst unklar. Er blieb unverletzt. 

Die Polizei warnte davor, im Bereich Hauptbahnhof, Güterbahnhof und Weimarische Straße, die an der Bundesstraße 7 liegt, Anhalter mitzunehmen, da der Angreifer möglicherweise noch bewaffnet sei. "Niemand mitnehmen, Abstand halten, 110 rufen!", schrieben die Beamten auf Twitter. Über dem Bahnhofsgelände kreiste ein
Hubschrauber, Spezialkräfte des Landeskriminalamts sowie Fährtenhunde waren im Einsatz. 

Wegen der Suche sei der Erfurter Hauptbahnhof für knapp eine Stunde gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Züge seien zurückgehalten worden oder vorzeitig umgekehrt. Wie viele Züge betroffen waren, konnte der Sprecher nicht sagen. Seit 7.40 Uhr könne der Bahnhof wieder angefahren werden, hieß es.

Update: Die Frau ist mittlerweile frei und wurde in ärztliche Obhut gebracht. Das bestätigte die Polizei Thüringen via Twitter. Derweil werden die Fahndungsmaßnahmen intensiviert. 

Potsdam: Pilot durch Laserpointer verletzt

In Potsdam ist am Mittwoch ein Pilot eines Polizeihubschraubers durch eine Blendattacke mit einem Laserpointer verletzt worden. Wie der RBB mit Verweis auf die Polizei berichtet, war der Pilot über der Innenstadt auf der Suche nach einem Vermissten, als ihn der Strahl traf. Im Anschluss musste er die Suche abbrechen und sich ärztlich behandeln lassen. Die Schwere der Verletzungen blieb zunächst unklar. 

Ein Verdächtiger wurde kurz später ermittelt und festgenommen. Auf ihn könnten Verfahren wegen Gefährdung des Luftverkehrs sowie Körperverletzung zukommen. Im Oktober 2017 war ein Mann in Berlin zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt werden, weil er mit seinem Laserpointer die Besatzung eines Polizeihubschraubers anvisiert hatte.

Heusweiler: Polizei hebt privates Waffenlager aus

 In der Wohnung eines 53-Jährigen hat die Polizei im saarländischen Heusweiler am Mittwochabend ein Lager mit etwa 100 Waffen ausgehoben. Da der Mann keinen Waffenschein besitze, werde wegen illegalen Besitzes ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. 

Bei dem größten Teil der Waffen handele es sich zwar um Waffen, für die man keine Erlaubnis brauche - diese seien jedoch manipuliert worden. Der Umfang der Manipulation werde nun untersucht. Außerdem werde geprüft, ob ein generelles Waffenverbot gegen den 53-Jährigen ausgesprochen werden muss.   Der Mann war zuvor nicht polizeibekannt.

Hamburg: Anzeige gegen Rapper wegen Tierquälerei

Gzuz

Rapper Gzuz von "187 Straßenbande" hat sich nicht als Tierfreund gezeigt (Archivbild)

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Die Tierschutzorganisation Peta hat den Hamburger Rapper Kristoffer Jonas Klauß alias Gzuz von 187 Straßenbande  wegen Tierquälerei angezeigt. Der Musiker hatte sich vor einigen Wochen dabei gefilmt, wie er einem Schwan eine Ohrfeige gibt. Anschließend lachte er sich kaputt und beschimpfte das Tier als "Hurensohn". Das Video wurde im Netz gepostet und von Zigtausenden Usern angesehen. Nun könnte sein "Scherz" für den Hamburger ernste Folgen haben: "Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt und sicher auch kein Ausdruck eines coolen Lifestyles", teilt Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei Peta, via Pressemitteilung mit. "Wir hoffen, dass Gzuz einen Dämpfer durch die Staatsanwaltschaft erhält und seine Aggressionen zukünftig ausschließlich in seiner Musik auslebt." Tierquälerei ist eine Straftat nach Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden, schreibt Peta. 

Für Gzuz dürfte das Ganze einen Déjà-vu-Effekt haben. Der 30-Jährige war 2017 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er einem Verkäufer eine Ohrfeige verpasst hatte. 

Berlin: Gasflasche in Bar explodiert - drei Verletzte

Im Berliner Stadtteil Zehlendorf ist es am Donnerstag in einem Lokal zu einer Gasexplosion mit drei Verletzten gekommen. Ursache für die Explosion sei der unsachgemäße Gebrauch einer Gasflasche gewesen, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden. Nähere Informationen zu ihrer Identität lagen zunächst noch nicht vor.

Usedom: Gekenterter Kanufahrer mitten in der Nacht aus Ostsee gerettet 

Ein 35-jähriger Kanufahrer ist mitten in der Nacht aus der Ostsee bei Usedom gerettet worden. Wie die Polizei mitteilte, paddelte der Mann am Mittwochnachmittag in Richtung Greifswalder Oie, um die Insel mit ihrem Leuchtturm zu erkunden. Er wollte nach zwei bis drei Stunden wieder am Startort auf Usedom sein, wo seine Familie auf ihn wartete.

Als der Wassersportler Stunden später noch nicht in Sicht war, wählte seine Frau den Notruf. Die Retter machten sich sofort auf den Weg, mit Booten und einem Hubschrauber. Sie fanden den hilflosen Mann gegen Mitternacht - er trieb neben seinem Kanu in der 22 Grad warmen Ostsee und rief laut um Hilfe.

Er sei bereits gegen 18.30 Uhr ins Schraubenwasser eines größeren Schiffes geraten und aus seinem Kanu gefallen, erzählte der Mann seinen Lebensrettern. Seitdem trieb er in der Ostsee. Später als erwartet war er dann wieder bei seiner Familie - erschöpft, aber ohne ernste Verletzungen.


Nachrichten von Mittwoch, 25. Juli:

Solingen: Streit in Freibad eskaliert

Im Zuge eines Streits in einem Freibad in Solingen ist am Dienstagabend eine 17-jährige Zeugin mit Schlägen und Tritten attackiert worden. Die junge Frau hatte die Auseinandersetzung einer 27-Jährigen mit Mitgliedern einer Großfamilie gefilmt und wurde daraufhin selbst zum Opfer.

Laut Polizei hatte die 27-Jährige zuvor einen jungen Mann angesprochen, weil dieser ein Kleinkind, obwohl dieses bereits weinte, mehrmals untertauchte. Die Solingerin habe darum gebeten, dies zu unterlassen und sei in direkter Folge von mehreren Familienmitgliedern des Mannes beschimpft und bespuckt worden, so die Beamten. Die oben erwähnte 17-Jährige filmte den Vorfall demnach mit ihrem Smartphone, bis eine Frau aus der Gruppe heraustrat und sie mehrfach ins Gesicht schlug. Auch sei die Freibadbesucherin an den Haaren zu Boden gezogen worden, wo weitere Familienmitglieder auf sie einschlugen. Die Familie der Geschädigten versuchten die Angreifer, die vor dem Eintreffen der Polizisten flüchten konnten, wegzudrängen.

Nun sucht die Polizei Zeugen des Vorfalls. Sie werden gebeten sich unter der Rufnummer 0202-284-0 zu melden.

Brunsbüttel: 300 Kilogramm Kokain in Elbe gefunden

Kokainfund in der Elbe: Dort hat der Zoll in Höhe Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) 15 Sporttaschen gefunden, die im Wasser schwammen. Die Taschen waren voll mit Drogen. Woher das Kokain kommt und wie es in die Elbe gelangt ist, ermittelt jetzt die Polizei. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, weitere Funde dieser Art unverzüglich zu melden.

Diese Sporttaschen voll mit Kokain fischte das Zollboot aus der Elbe

Diese Sporttaschen voll mit Kokain fischte das Zollboot aus der Elbe

Stuttgart: 14-Jähriger findet Beutel mit mutmaßlichem Gold

Auf einem Spielplatz hat ein 14-Jähriger in Stuttgart einen Stoffbeutel mit mutmaßlichem Gold gefunden. Wie die Polizei mitteilte, entdeckte der Junge den Beutel mit den Barren und Münzen in der vergangenen Woche und brachte ihn nach Hause. Seine Mutter übergab ihn schließlich der Polizei. Derzeit werde geprüft, ob es sich um echtes Gold handle und ob der Fund aus einer Straftat stamme. Der Besitzer oder mögliche Zeugen wurden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Bonn: Mann sticht Ex-Freundin nieder

In Bonn hat am Sonntaggabend ein Mann seine Ex-Freundin niedergestochen. Wie die Polizei berichtet, attackierte der 23-Jährige die gleichaltrige Frau in den späten Abendstunden auf der Obernierstraße in der Bonner Nordstadt mit einem Messer. Anschließend flüchtete er. Passanten wurden auf die schwer verletzte Frau aufmerksam und alarmierten die Polizei. Nach einer notärztlichen Erstversorgung wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Sie schwebte nach Auskunft der Ärzte in Lebensgefahr. Der Tatverdächtige konnte am Dienstag gefasst und einem Haftrichter vorgeführt werden. 

Saalfeld: Mann sorgt sich um laute Kühe und ruft Polizei

Im thüringischen Saalfeld hat ein Mann wegen einer zu lauten Kuhherde die Polizei gerufen. Wie die Beamten berichten, hätten die Kühe am Dienstagmorgen so laut geschrien, dass der Anrufer befürchtete, die Tiere hätten kein Wasser mehr. Eine Polizeistreife stellte vor Ort fest, dass die Tiere genug Futter und Wasser hätten, jedoch muhten die Muttertiere lautstark nach ihren Jungen. Die hatte man am Vortag, wie üblich um diese Jahreszeit, von den Kühen getrennt und auf einer eigenen Weide platziert. Die verantwortlichen Tierpfleger gaben an, dass die Entwöhnungsphase mit lautem Rufen wohl noch zwei bis vier Tage dauern könnte. Danach hätten sich Kühe und Kälber an die Trennung gewöhnt.

Hohnstein: Mann gerät in Strohpresse und stirbt

Im sächsischen Hohnstein (Sächsische Schweiz) hat sich am Dienstagvormittag ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Wie der MDR berichtet, geriet ein 42-Jähriger während der Feldarbeit in eine Strohpresse und wurde von dieser zerquetscht. Der Mann habe schwerste Verletzungen erlitten und sei noch vor Ort verstorben, heißt es. 

Ein extra per Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt konnte nichts mehr für den Landwirt tun. Nun untersuchen Kriminalpolizei und Landesdirektion, wie es zu dem tragischen Unfall kommen konnte. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Flughafen Hannover: Nach Sperrung: Wieder erste Starts und Landungen

Nach der stundenlangen Sperrung wegen eines Hitzeschadens sind am Flughafen in Hannover am Morgen die ersten Flüge gelandet. Die ersten Abflüge des Tages nach Mallorca, Amsterdam und Antalya sollen ebenfalls so schnell wie möglich starten, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Die Check-In-Schalter hatten gegen 3 Uhr morgens wieder geöffnet. 28 Flüge wurden laut Angaben auf der Webseite des Flughafens gestrichen. Einige Passagiere hatten die Nacht am Flughafen verbracht. Im Terminal C waren Feldbetten für die gestrandeten Fluggäste aufgestellt worden.

Der Flugbetrieb war am Dienstagabend unterbrochen worden, weil sich bei der großen Sommerhitze Platten der Nordbahn angehoben hatten. Den Angaben eines Flughafensprechers zufolge waren von der Sperrung 41 Abflüge und 44 Landungen betroffen. Der Schaden auf der Bahn wurde über Nacht repariert, am Morgen waren sie komplett behoben, wie es hieß. 


Nachrichten von Dienstag, 24. Juli:

Berlin: Streit an Supermarkt-Kasse eskaliert - 14 Verletzte

Weil sich zwei Männer in einem Berliner Supermarkt im Stadtteil Alt-Hohenschönhausen um eine Kasse gestritten haben, sind am Montagabend 14 Menschen verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, forderte ein 27-Jähriger einen 22-Jährigen, der vor ihm an der Kasse stand, auf, etwas weiter nach vorne zu gehen. Der Angesprochenen soll daraufhin aggressiv geworden sein und gesagt haben, man könne sich vor dem Geschäft treffen, um sich zu schlagen. Die beiden Männer bezahlten. Hinter der Kasse soll der Jüngere dann versucht haben, den Älteren mit seinem Rucksack zu schlagen. Daraufhin soll der 27-Jährige ihn mit Reizgas gesprüht haben. Weil er sich dabei jedoch selbst die Augen reizte, lief er hinaus, wo der Jüngere mit einem Pflasterstein in der Hand auf ihn wartete. Daraufhin lief er wieder zurück in den Supermarkt. Als die Polizei eintraf, hielt der 22-Jährige noch immer den Stein in der Hand. Er wurde festgenommen. Auch er erlitt Augenreizungen. Ebenfalls verletzt wurde ein fast zweijähriger Junge, ein sieben Jahre altes Mädchen, acht Frauen im Alter von 32 bis 75 Jahren sowie drei Männer, 23, 34 und 42 Jahre alt. Sie alle klagten über Reizungen der Augen und Atemwege und wurden von Rettungssanitätern am Ort behandelt. Das versprühte Tierabwehrspray wurde beschlagnahmt. 

Frankfurt: Täter nach Banküberfall auf der Flucht

In Frankfurt am Main hat ein Mann am Vormittag eine Bank in der Börsenstraße überfallen. Wie die Polizei berichtet, betrat der Unbekannte gegen 11.30 Uhr das Gebäude in der Innenstadt. Per Zettel gab er an, bewaffnet zu sein und verlangte Bargeld. Ein Angestellter folgte den Anweisungen, anschließend flüchtete der Täter in Richtung Fressgass und möglicherweise weiter mit einem Taxi. Trotz sofortiger Fahndung konnte er entkommen. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen. Der Mann ist circa 1,70 Meter groß, 40-50 Jahre alt, hat dunkle Haare, einen Dreitagebart und ein südländisches Erscheinungsbild. Er war dunkel gekleidet und hatte eine Umhängetasche dabei.

Weiden: Polizei sucht nach Schnitzel-Dieben

Diese Beute dürfte für eine ordentliche Grillparty reichen: Unbekannte haben aus einem Imbiss in Weiden (Oberpfalz) gleich kiloweise Fleisch sowie mehrere Kästen Bier gestohlen. Jetzt ermittelt die Polizei, wo in Weiden am Wochenende Grillpartys stattgefunden haben. Nach Angaben der Ermittler bemerkte der Imbiss-Besitzer den Diebstahl am Montag.

Es fehlten drei Kästen Bier, 60 Schnitzel, 60 Frikadellen, 40 Hamburger-Scheiben, 30 Stück Putenfleisch, zehn Backfische, ein Glas eingelegte Kirschen, eine Gasflasche und ein Schrubber. Das reiche, um "eine ganze Kompanie zu verköstigen", sagte ein Polizeisprecher.

"Wir müssen jetzt die größeren Versammlungen am Wochenende abklopfen", erklärte er weiter. Dabei setzen die Ermittler auf Zeugenhinweise: "Der Nachbar sieht mehr als alle anderen." Eine "warme Spur" gebe es bereits.

Weil am Rhein: Flüchtling ertrinkt im Rhein

Beim Schwimmen im Rhein an der deutsch-französischen Grenze ist ein 22 Jahre alter Flüchtling vermutlich ertrunken. Der Mann schwamm bei Weil am Rhein von Frankreich aus zum deutschen Ufer und ging plötzlich unter, wie die Polizei mitteilte. Seine Begleiter, die zu Fuß über eine Rheinbrücke gingen, wurden Zeugen des Unglücks am Montagabend. Von dem Mann fehle jede Spur, sagte ein Polizeisprecher. Es müsse vom Tod des 22-Jährigen aus Gambia ausgegangen werden. 

An der Suche nach ihm beteiligten sich Helfer aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde zeitweise gestoppt. Die Polizei rät vom Schwimmen im Rhein wegen der Strömungen in dem Fluss sowie wegen des Schiffsverkehrs dringend ab.

Unterwellenborn: Mann wird bei Jagdunfall erschossen

In Thüringen ist ein Jäger erschossen worden. Wie die Polizei berichtet, handelt es sich um einen Jagdunfall. So sollen sich sechs Jäger auf und um ein Feld nahe dem Ortsteil Birkigt aufgehalten haben, um Wildschweine aus dem Feld zu treiben und zu jagen. Dabei soll gegen 18.15 Uhr mindestens ein Schuss gefallen sein, durch den ein ein 56-jähriger Jäger getroffen und so schwer verletzt wurde, dass er noch vor Ort verstarb. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Die Polizei hat die Waffen der Jäger für weitere Ermittlungen sichergestellt. Erst am vergangenen Wochenende war es ebenfalls in Thüringen, etwa eine Fahrtstunde entfernt, zu einem Unglück gekommen - offenbar auch im Zusammenhang mit einer sogenannten Erntejagd. In Großsaara im Landkreis Greiz war ein sechs Jahre altes Mädchen in einer Kleingartenanlage von einem Schuss getroffen und verletzt worden. Auch im westfälischen Ochtrup (Kreis Steinfurt) wurde vergangene Woche ein 52-jähriger Jäger von der Kugel eines Kollegen tödlich getroffen. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands wurden im Jahr 2016 neun Menschen durch Schusswaffen bei der Jagd verletzt. 2017 seien zwei Menschen verletzt worden und zwei Menschen gestorben.

Ingolstadt: Freund mit heißem Wasser getötet

In Ingolstadt hat eine Frau vor dem Landgericht Ingolstadt zugegeben, ihren Freund mit heißem Wasser umgebracht zu haben. Die 57-Jährige hatte laut Anklage aus Eifersucht ihren Partner nachts im Schlafzimmer mit dem kochendem Wasser übergossen. Der Mann wurde großflächig verbrüht und starb einige Tage später. Über ihren Verteidiger räumte sie die Tat am Montag vor Gericht ein. Sie habe ihrem Freund wegen einer angeblichen Affäre einen "Denkzettel" verpassen wollen und nicht gedacht, dass er daran sterben könne. Die Frau bestätigte anschließend die Richtigkeit der Erklärung. Der Richter sagte, dass in dem Verfahren auch die Unterbringung der 57-jährigen Deutschen in einer Psychiatrie geprüft werden müsse. Der 47 Jahre alte Freund war nach der Tat in eine Spezialklinik für Brandopfer in München gebracht worden, die Ärzte konnten den Mann aber nicht mehr retten. Etwa 70 Prozent seines Körpers waren teils bis in tiefe Hautschichten geschädigt. Er starb an Multiorganversagen. Die Strafkammer hat fünf Verhandlungstage geplant, das Urteil könnte am 31. Juli verkündet werden.

Nachrichten aus Deutschland: Mordprozess in Ingolstadt

Die Angeklagte wird vor dem Beginn des Mordprozesses in den Verhandlungsaal im Landgericht geführt

DPA

Rostock: Bakterien in Ostsee können Infektionen auslösen

Bakterien-Gefahr in der Ostsee: Für gesundheitlich angeschlagene Menschen kann ein Bad in dem Gewässer derzeit gefährlich werden. Wegen hoher Wassertemperaturen von bis zu 22 Grad könne es dazu kommen, dass mehr Bakterien der Gattung Vibrio im Wasser seien, teilte das Landesamt für Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern am Montag mit. Diese könnten
etwa bei Menschen mit einer HIV-Erkrankung tödliche Infektionen auslösen. Auch sehr alte Menschen und Leberkranke oder Alkoholabhängige gehörten zur Risikogruppe. Am Wochenende sei etwa ein 70-Jähriger mit chronischen Vorerkrankungen wegen einer Infektion gestorben. Die Bakterien dringen etwa über offene Wunden in den Körper ein und können schwere Wundinfektionen auslösen. 


Nachrichten von Montag, 23. Juli:

Bochum: Serienmörder stirbt bei "autoerotischen Praktiken" in Zelle

Ein Serienmörder, der fünf Tramperinnen erdrosselt hat, ist in seiner Zelle im Bochumer Gefängnis durch einen Stromschlag gestorben. Ein Sprecher der Justizvollzugsanstalt bestätigte einen Bericht der "WAZ", nach dem der 62-Jährige bei "autoerotischen Praktiken" ums Leben gekommen ist. Der Mann hatte sich demnach in seiner Einzelzelle mit mehreren Kabeln ans Stromnetz angeschlossen. Der Tote war am Sonntagmorgen gefunden worden.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem unbeabsichtigten Unfall aus. Laut Obduktion starb er durch "Herzrhythmusstörungen nach Stromfluss durch den Brustkorb". Hinweise auf einen Suizid oder ein Fremdverschulden gebe es nicht.

Der Mann war 2008 von Landgericht Aachen als Serienmörder zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte zwischen 1983 und 1990 fünf Tramperinnen erdrosselt und drei von ihnen vorher vergewaltigt. Die Polizei hatte ihn 17 Jahre nach der letzten Tat durch eine DNA-Probe überführt.

Suhl: Falschfahrerin wendet auf Autobahn

Ob sie ihren Führerschein zurück bekommt, ist wohl fraglich: In Suhl (Thüringen) hat am Freitag eine 80-jährige Frau eine Abfahrt verpasst und ist so in falscher Richtung fahrend auf die A71 gelangt. Laut Polizei bemerkte die Rentnerin ihren Fehler - und wendete kurzerhand einfach auf der Fahrbahn, um wieder zurückzufahren. 

Entgegenkommende Fahrzeuge konnten - wohl auch, weil dort nur 80 Stundenkilometer erlaubt sind - glücklicherweise anhalten und so eine Kollision vermeiden. Die Polizei brachte die Frau später über eine Rettungszufahrt der Feuerwehr von der Autobahn. Die 80-Jährige habe sich gegenüber den Beamten völlig uneinsichtig gezeigt und sei der Meinung gewesen, nichts falsch gemacht zu haben, heißt es. Ihren Führerschein ist die ältere Dame vorerst allerdings los. Ob sie diesen wiederbekomme, müsse nun geprüft werden, schreibt die Polizei.

Hagen: Männer beleidigen und verletzen Falschparkerin

Zwei noch unbekannte Männer haben in Hagen (NRW) auf das Auto einer Falschparkerin eingeschlagen und die Frau zudem beleidigt und leicht verletzt. Laut Polizei hatte die 53-Jährige ihr Fahrzeug am Sonntag verbotswidrig auf einem Gehweg abgestellt, um kurz einzukaufen. Über dieses Verhalten offensichtlich erzürnt, sprachen die beiden Männer die Frau bei deren Rückkehr an. Die Autofahrerin räumte ihr Vergehen laut Polizei gegenüber den Männern ein. Diese jedoch schlugen plötzlich auf den Pkw der 53-Jährigen ein. 

Die Frau habe die Männer aufgefordert, dies zu unterlassen. Daraufhin sei sie beleidigt worden, zudem versuchten die Beschuldigten sie aus ihrem Fahrzeug zu ziehen, wodurch die Frau leicht an der Schulter verletzt wurde. Erst als Zeugen dazwischen gingen, hörten die Männer, von denen einer ein grünes T-Shirt und der andere ein blaues Polohemd trug, auf und entfernten sich. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 02331/986-2066 zu melden.

Sonneberg: Hund stirbt bei Hitze im Auto

Im thüringischen Sonneberg ist am Freitagnachmittag eine Englische Bulldogge qualvoll in einem Pkw verendet, der bei Temperaturen von etwa 30 Grad auf einem Parkplatz stand. Laut Polizei war das Tier etwa 2,5 Stunden lang der Hitze ausgesetzt, sodass davon ausgegangen werden müsse, dass es "erheblich gelitten" habe. Im Innern des Autos habe man neben dem Kadaver auch Urin und Erbrochenes gefunden, berichten die Beamten.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte sich die Schwester des Besitzers um den Hund gekümmert. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Dorsten: Frau will Unfallflucht verhindern und wird verletzt

Eine Frau ist in Dorsten (NRW) beim Versuch eine Fahrerflucht zu verhindern verletzt worden. Eigenen Angaben zufolge wollte die 43-Jährige gemeinsam mit einem Begleiter einen Autofahrer stoppen, der offenbar flüchten wollte, nachdem sein Beifahrer beim Aussteigen ein anderes Fahrzeug mit der Tür beschädigt hatte. 

Obwohl die Frau hinter dem Auto stand, setzte der Fahrer zurück und touchierte sie, wodurch die 43-Jährige leichte Verletzungen erlitt.

Remseck: Gondel stürzt auf Straßenfest ab – vier Kinder verletzt

Ein Fahrgesschäft auf einem Voklksfest in Remseck

Die Polizei sperrte dieses Fahrgeschäft in Remseck ab. Eine Gondel löste sich und kollidierte mit einer anderen. 

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Auf einem Straßenfest im baden-württembergischen Remseck kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall, bei dem insgesamt vier Kinder verletzt wurden. Eines davon schwer. Aus bislang ungeklärten Gründen löste sich während der Fahrt eine Gondel eines Fahrgeschäfts aus der Verankerung und prallte gegen eine weitere Gondel. Ein Kind musste aufgrund der Schwere der Verletzung in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht werden. Der weitere Betrieb des Fahrgeschäfts wurde von der Polizei untersagt und der Unfallort abgesperrt.

Wallersdorf: Frau bricht bei Ex-Mann ein und legt Feuer

Eine Frau soll in das Haus ihres Ex-Mannes in Wallersdorf (Niederbayern) eingebrochen sein, dort Feuer gelegt und eine Explosion verursacht haben. Die 43-Jährige erlitt dabei am Sonntagabend schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. 

Zeugen meldeten per Notruf, dass eine Frau mit einem axtähnlichen Gegenstand versuche, durch das Fenster in das Einfamilienhaus einzusteigen. Kurz danach war eine Explosion zu hören und es brannte im Haus. Die gerufenen Polizisten fanden die stark blutende Frau in der Einfahrt des Grundstücks. Der Ex-Mann und sein Sohn waren nicht daheim. 

Nach ersten Erkenntnissen wurde das Haus völlig zerstört, der Schaden wurde auf 250.000 Euro geschätzt. Das Motiv der Frau war zunächst unklar, es könnten aber psychische Probleme eine Rolle gespielt haben, hieß es bei der Polizei. Zeugen wurden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Landshut zu melden.

Bochum: Häftling tot in Zelle aufgefunden

In der Bochumer Justizvollzugsanstalt ist am Sonntagmorgen ein Häftling tot aufgefunden worden. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der 62-Jährige ohne Fremdverschulden gestorben. Mitarbeiter hatten beim morgendlichen "Aufschluss" den Mann leblos in seinem Bett vorgefunden. Die Staatsanwaltschaft hat für Montag eine Obduktion angeordnet.

Lesen Sie hier die Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 16. bis 22. Juli:

mod/fk/jek/ / DPA