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Nachrichten aus Deutschland Pfiffiger Wirt entlockt Gästen mit Freibier-Gutschein korrekte Kontaktdaten

Nachrichten aus Deutschland: Kellner zapft Bier in ein Glas
Wer in einem Wirtshaus in Ehingen seine korrekte Anschrift auf einer Postkarte notiert, bekommt die Karte später samt Freibier-Gutschein vom Wirt nachgeschickt.
© Michaela Begsteiger / Picture Alliance
Augsburg: Dealer nach Drogentod von Jugendlichen angeklagt +++ Friedrichshafen: Kind überfahren und geflüchtet +++ verletzt Bitburg: 500 Tonnen Weizen entwendet +++ Trittau: Toter Mann auf Kinderspielplatz gefunden +++ Duisburg: Säugling stirbt an schweren Kopfverletzungen +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Ehingen: Wirt entlockt Gästen mit Freibier korrekte Kontaktdaten

Eine Brauerei im baden-württembergischen Ehingen ist erfinderisch geworden, damit Gäste in der Corona-Pandemie im Wirtshaus korrekte Kontaktdaten hinterlassen. Statt Kontaktlisten erhalten die Gäste im Gasthaus der Brauerei Postkarten, auf denen sie ihre Daten eintragen sollen. Was die Postkarte ebenso enthält: Einen Gutschein für ein Freibier. "Wir wollten dem Gast die Scheu nehmen, uns seine persönlichen Daten zu geben, indem wir ihm mit der Versendung der Postkarte seine Daten zurückgeben", teilte Franz Weisser von der Brauerei mit. 

Die Idee dazu sei auch aus der Not geboren, da die Brauerei nach dem Lockdown große Sorge gehabt habe, ob die Wirtschaft wieder in Gang komme. Von den Gästen werde die Aktion gut angenommen: "Nach dem Staunen sorgt es für ein Lächeln und sogar Heiterkeit", teilte Weisser mit.

Quelle: DPA

Augsburg: Dealer nach Drogentod von Jugendlichen angeklagt

Nach dem Drogentod zweier Jugendlicher bei Augsburg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Dealer erhoben. Der 34-Jährige sei dringend verdächtig, an einen der beiden gestorbenen Jungen Rauschgift abgegeben zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg am Freitag mit.

Im Juni hatten die Eltern eines 16-Jährigen aus Nordendorf im Kreis Augsburg ihren Sohn und dessen 15 Jahre alten Freund tot in ihrem Haus gefunden. Wie sich herausstellte, waren beide an einem übermäßigen Konsum von Betäubungsmitteln gestorben. Das an den 16-Jährigen veräußerte Amphetamin soll einen sehr hohen Wirkstoffgehalt gehabt haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der deutsche Verdächtige befindet sich seit Mitte Juni in Untersuchungshaft. Wegen des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und der Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige erwartet ihn eine Freiheitsstrafe von einem bis zu 15 Jahren.

Quelle: DPA

Friedrichshafen: Kind überfahren und geflohen 

Ein Mann soll in Friedrichshafen am Bodensee einen siebenjährigen Jungen überfahren haben und vom Unfallort geflohen sein, ohne sich um das schwer verletzte Kind zu kümmern. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, konnte der Fahrer etwa 20 Minuten später ausfindig gemacht werden, weil er zu Fuß zur Unfallstelle zurückkehrte.

Nach den Worten der Ermittler hatte der Junge vermutlich nicht auf den Verkehr geachtet, als er am Donnerstagabend die Straße überqueren wollte. Er wurde vom Auto des 57-Jährigen erfasst, auf die Motorhaube und dann auf die Fahrbahn geschleudert und überrollt. Der Fahrer stieg laut Zeugenaussagen zunächst aus, sah das Kind unter dem Wagen liegen und fuhr davon - weil er unter Schock gestanden habe, wie er der Polizei sagte. Ob er den Jungen bei der Flucht ein zweites Mal überfuhr, war noch unklar.

Gegen den Mann wird ermittelt. Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein und sein Auto. Das Kind kam in ein Krankenhaus.

Quelle: DPA

Bitburg: 500 Tonnen Weizen entwendet 

Diebstahl in einem ganz großen Stil: Vermutlich bereits im Februar und März dieses Jahres wurden aus einer Lagerhalle auf einem ehemaligen Flugplatzgelände im rheinland-pfälzischen Bitburg rund 500 Tonnen Weizen gestohlen. Die Polizei veröffentlichte am Freitag eine Pressemeldung zu dem Vorfall. Nach vorliegenden Ermittlungen dürften demnach für den Abtransport des Getreides Lastwagen und Traktoren benutzt worden sein. Die Polizei hofft nun auf Zeugen und Hinweisgeber.

Quelle: Polizei Bitburg

Trittau: Toter Mann auf Kinderspielplatz gefunden

Auf einem Spielplatz in der kleinen schleswig-holsteinischen Gemeinde Gröhnwold ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Der 22-Jährige sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag in Lübeck mit. Es werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Angaben zu Einzelheiten und möglichen Hintergründen machten die Ermittler zunächst nicht. Bei dem Toten handelte es sich demnach um einen Mann, der in der Gemeinde wohnte. Er wurde am Donnerstag von einem Anwohner auf dem Spielplatz gefunden. Hinzugerufene Rettungskräfte stellten fest, dass er bereits seit längerer Zeit tot war. Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich die Tat bereits am Mittwochabend. Die Leiche des Opfers sollte am Freitag in der Gerichtsmedizin in Lübeck obduziert werden. Medienberichten zufolge wurde der junge Mann erstochen. Er wies demnach Stichverletzungen im Rücken auf.

Quelle: AFP

Duisburg: Drei Monate alter Säugling stirbt an schweren Kopfverletzungen

In Nordrhein-Westfalen ist ein drei Monate alter Säugling an den Folgen massiver Kopfverletzungen gestorben. Der alleinerziehende Vater des Jungen wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Duisburg am Freitag mit. Das schwerverletzte Kind wurde demnach bereits am 15. Oktober von Beamten in einer Wohnung in Duisburg entdeckt. Ein Rettungswagen brachte das Kind in ein Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den dringend tatverdächtigen Vater zunächst wegen einer versuchten Tötung. Die Kriminalpolizei richtete eine Mordkommission ein. Der 37-Jährige sitzt nun wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen in Untersuchungshaft. Am vergangenen Wochenende erlag der Säugling den Angaben zufolge seinen Verletzungen.

Quelle: AFP

Halle: Gebäude der jüdischen Gemeinde beschmiert 

In Halle ist in der Nacht zum Freitag ein Gebäude der jüdischen Gemeinde von bisher Unbekannten mit Graffiti beschmiert worden. Die Schriftzüge seien unleserlich gewesen. Die Polizei könne deshalb noch keine Angaben zu einem etwaigen antisemitischen Hintergrund machen, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Erst am Dienstag entdeckten Polizisten Schmierereien am jüdischen Denkmal in der Innenstadt von Halle. In diesem Fall wird ein antisemitischer Hintergrund nicht ausgeschlossen; der Staatsschutz ist in die Ermittlungen involviert.

Quelle: DPA

Chemnitz: Ersthelfer retten Mann aus brennendem Auto

Bei einem Auffahrunfall bei Chemnitz mit fünf Verletzten haben Ersthelfer wohl Schlimmeres verhindert. Nach Angaben der Feuerwehr retteten sie nach dem Unfall am Donnerstag einen Schwerverletzten aus einem brennenden Auto. Aus bisher ungeklärtem Grund war ein Auto auf der Bundesstraße 174 Richtung Zschopau auf einen Wagen auf dem Standstreifen aufgefahren, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Das hintere Fahrzeug fing Feuer. Insgesamt fünf Menschen wurden verletzt, darunter auch zwei Kinder. Wie viele der Unfallbeteiligten schwere Verletzungen erlitten, war zunächst unklar.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Donnerstag, den 22. Oktober 2020

Homburg: Streit zweier Freunde endet tödlich

Im saarländischen Homburg hat ein 30-Jähriger seinen 29-jährigen Freund mit mehreren Messerstichen getötet. Wie die Polizei berichtet, ging am Donnerstagmorgen ein Notruf ein, indem ein ein Mann aussagte, er habe in der Nähe eines städtischen Skateparks jemanden mit einem Messer getötet. Als die Einsatzkräfte den Ort erreichten, fanden sie den 29-Jährigen leblos vor. Der 30-jährige Anrufer hatte auf die Polizei gewartet und ließ sich widerstandslos festnehmen. Erste Ermittlungen ergaben, dass beide Männer befreundet waren und sich vor der Tat heftig stritten. Der Streit muss nach Einschätzung der Beamten derart eskaliert sein, dass der 30-Jährige mit einem Messer auf seinen Freund losging. Über die Ursache der Auseinandersetzung war bislang nichts bekannt. Der Tatverdächtige soll noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Ziel sei die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt, heißt es im Polizeibericht.

QuelleLandespolizeipräsidium Saarland

Delmenhorst: Kurioser Gegenstand soll Brandstifter aufdecken

Vor acht Tagen wurden die Feuerwehrkräfte im niedersächsischen Delmenhorst zu einem Brand gerufen. Zunächst war lediglich von einem Zimmerbrand die Rede, als die Einsatzkräfte eintrafen fanden sie jedoch ein gesamtes Gasthaus in Flammen vor. Insgesamt 125 Feuerwehrmänner und -frauen waren nötig, um den Brand im "Don Gantero" zu löschen. Die Polizei stellte im Nachgang mögliche Einbruchsspuren an dem Gebäude fest und fand im Inneren mehrere rechtsmotivierte Symbole. "Ein rechtsmotivierter Brandanschlag kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden", heißt es in der Mitteilung der Polizeiinspektion.

Nachrichten aus Deutschland – Ermittlungen nach mutmaßlicher Brandstiftung in Delmenhorst
Ein Stück Aluminium umwickelt mit Stoff und einem Schnürsenkel
© Polizeidirektion Delmenhorst

 Im Zuge der weiteren Ermittlungen versucht die eingesetzte Ermittlungsgruppe "Gantero" nun die Verursacher mithilfe eines Gegenstandes zu finden, der bei der Spurensuche sichergestellt wurde – ein Metallstück, das einer Torten-Streichpalette ähnelt und an einem Ende mit Schnüren umwickelt ist. "Aufgrund der Auffindesituation und der Spuren am Gegenstand" prüft die Polizei derzeit einen Zusammenhang zur Brandursache. Dafür bittet sie die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise zum Eigentümer des Gegenstandes nimmt die Polizeiinspektion Delmenhorst unter der Telefonnummer 04221/1559-0 entgegen.

Quelle: Polizeidirektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch

Freiburg: Dreijähriger geht zur Schule

Dieser Junge ist besonders früh dran: In Freiburg hat sich ein Dreijähriger auf den Weg in die Schule gemacht und damit seinen Eltern einen großen Schrecken eingejagt. Wie die Polizei berichtet, hatte sich der Junge in einem unbeobachteten Moment aus der elterlichen Wohnung geschlichen und war wohl einer Grundschülerin hinterhergelaufen. Als die Eltern sein Fehlen bemerkten, riefen sie Polizei. Ihr Sohn war derweil schon in der Schule angekommen und einer Lehrerin aufgefallen – er war vermutlich doch etwas kleiner als ihre übrigen Schüler. Der benachrichtigte Vater holte den Jungen kurze Zeit später ab. Die richtige Einschulung folgt dann in drei Jahren.

Quelle: Polizeipräsidium Freiburg

Mühlheim: Nach Brand auf A40 – noch zwei Brücken abrissreif

Der Brand eines Tanklasters auf der Autobahn 40 im Ruhrgebiet hat deutlich umfangreichere Auswirkungen auf den Straßen- und Eisenbahnverkehr als zunächst bekannt wurde. Nach Angaben der Deutschen Bahn müssen in Mülheim zwei weitere Eisenbahnbrücken abgerissen werden, die durch die Hitze stark beschädigt wurden. "Klar ist, dass zwei Brücken abgerissen werden müssen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Berlin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dies habe ein Gutachter festgestellt. Ab dem 4. Dezember sei eine Vollsperrung der A40 – der Hauptschlagader des Ruhrgebiets – und der Abriss der beiden Eisenbahnbrücken geplant, erklärte er. Dies werde voraussichtlich zehn Tage dauern. Zuvor hatte die "NRZ" berichtet.

Der Tanklaster war am 17. September verunglückt und in Flammen aufgegangen – an einer Stelle, die von insgesamt vier Eisenbahnbrücken sowie von der Brücke einer stillgelegten Zechenbahn überspannt wird. Eine Eisenbahnbrücke wurde bereits abgerissen.

Quelle: DPA

Berlin: Feuer bei ehemals besetztem Haus "Liebig 34"

Etwa zehn Tage nach der Räumung des besetzten Hauses "Liebig 34" in Berlin-Friedrichshain ist dort ein Feuer ausgebrochen. Ein Sprecher der Polizei sagte in der Nacht zu Donnerstag, dass Schutt vor dem Haus in Brand geraten sei. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Nachbargebäude wurden durch das Feuer nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt. Die Feuerwehr war mit rund 30 Kräften vor Ort. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Am Mittwochabend waren nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr vor dem Haus in der Liebigstraße etwa 50 Kubikmeter Müll und Gerümpel in Brand geraten. "Die Löschmaßnahmen waren umfangreich." Nach rund zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Wie die Polizei mitteilte, hat es zumindest im Erdgeschoss des Gebäudes ebenfalls gebrannt. Wie genau es zu dem Feuer gekommen und wo es ausgebrochen war, war zunächst unklar. Die Ermittlungen liefen noch. Ein Anwohner sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass es am Abend eine Mahnwache mit Kerzen und ewigen Lichtern vor dem ehemals besetzten Haus gegeben habe.

Nachrichten aus Deutschland – Feuer beim Haus "Liebig 34" in Berlin
Die Feuerwehr löschte die Flammen am und im "Liebig 34" mit rund 30 Kräften.
© Christoph Soeder / DPA

Quelle: DPA

Passau: Geflüchtete nach tagelanger Zugreise aus Container befreit

Nach einer viertägigen Zugfahrt in einem versiegelten Container hat die Polizei in Niederbayern acht Geflüchtete befreit. Wie die Bundespolizei am Mittwoch berichtete, konnten die aus Nordafrika und Jordanien stammenden Menschen am späten Dienstagabend mit Hilfe der Feuerwehr am Güterbahnhof in Passau aus dem verplombten Gütercontainer gerettet werden. "Die Personen haben lauthals um Hilfe geschrien", berichtete Daniel Gibis von der Bundespolizeiinspektion in Passau. Bei den Eingesperrten handelte es sich um einen neunjährigen algerischen Jungen, seine 16 Jahre alte Schwester, die Mutter und mehrere Männer. Sie waren nach den bisherigen Ermittlungen vier Tage zuvor in Serbien in den Container gestiegen. Nachdem ein Zeuge bereits im grenznahen Schärding in Österreich bei der Abfahrt des Zuges Hilferufe gehört hatte, wurden die Polizeibehörden informiert. Nach bisherigen Ermittlungen war der Zug in der Türkei gestartet. Die Bundespolizei versucht nun, die Schleuser zu finden. Die acht Geflüchteten werden nach Österreich zurückgeschickt. "Ihnen ging es den Umständen entsprechend gut und sie mussten nicht ärztlich behandelt werden", sagte der Polizeisprecher.

Quelle: DPA

Hagen: Rocker-Bande "Bandidos" wegen Mordversuchs vor Gericht

Nach zwei Attentatsversuchen in Köln müssen sich fünf mutmaßliche Mitglieder der Rockergruppierung "Bandidos" von diesem Donnerstag an in Hagen (NRW) vor Gericht verantworten. Die Angeklagten sollen für Schüsse auf Mitglieder des Motorradclubs "Hells Angels" verantwortlich sein. Dabei war vor knapp zwei Jahren ein Mann schwer verletzt worden. Die Anklage lautet unter anderem auf Mordversuch. Der Prozess findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Mit einem Urteil wird nicht vor März 2021 gerechnet. Laut Staatsanwaltschaft sollen einige der Angeklagten zur Führungsebene der Rockergruppe gehören. Sie sollen Anfang 2018 beschlossen haben, die Machtposition der "Bandidos" auszubauen. Dafür seien Waffen organisiert und konkrete Anschlagsziele vorgegeben worden. Eines dieser Ziele war laut Anklage das Fahrzeug eines Mitglieds der "Hells Angels". Tatsächlich war auf dessen Auto am 8. Dezember 2018 auf der Stadtautobahn in Köln das Feuer eröffnet worden. Einer der Insassen wurde von mehreren Schüssen getroffen.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Mittwoch, den 21. Oktober 2020

Viersen: Erzieherin wegen Mordes an Kindergartenkind angeklagt

Nach dem Tod eines Kindergartenkindes im nordrhein-westfälischen Viersen im Frühjahr ist gegen die verdächtige Erzieherin Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach legt der Frau Mord und Misshandlung von Schutzbefohlenen zur Last, wie das Landgericht Mönchengladbach am Mittwoch mitteilte. Die 25-Jährige soll vor dem Mord in Viersen Kinder in Kitas in Krefeld, Kempen und Tönisvorst misshandelt haben. In der Viersener Kita hatte ein Mädchen namens Greta am 21. April einen Atemstillstand erlitten. Verursacht worden war dies den Ermittlungen zufolge durch die Erzieherin. Die Frau habe dem Mädchen während des Mittagsschlafs den Brustkorb bis zum Atemstillstand zusammengedrückt. Der Notarzt konnte das Kind zwar reanimieren, es starb aber später in der Klinik. Seit August 2017 soll die Erzieherin in insgesamt neun Fällen Kindern den Brustkorb bis hin zu Atemnot oder Atemstillstand zusammengedrückt haben. Den Tod der Kinder habe sie dabei "mindestens billigend in Kauf genommen". Da sie danach jeweils Rettungsmaßnahmen veranlasst haben soll, überlebten die Kinder in den früheren Fällen die mutmaßlichen Übergriffe. Vor Gericht treten Gretas Mutter und zwei der mutmaßlich geschädigten Kinder als Nebenkläger auf. Das Schwurgericht muss nun zunächst über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.

Quelle: AFP

Gelsenkirchen: Polizei stoppt 14-Jährigen mit gestohlenem Auto

Die Polizei hat in am Mittwoch die Spritztour eines 14-Jährigen in einem gestohlenen Auto beendet. Wie die Beamten berichteten, fiel den Beamten der Wagen gegen 0.51 Uhr auf, weil er mehrfach in den Gegenverkehr geriet. Bei der anschließenden Kontrolle des 14-jährigen und seines 20 Jahre alten Beifahrers kam nicht nur heraus, dass der Fahrer minderjährig ist und somit keine gültige Fahrerlaubnis besitzt, sondern auch, dass sowohl das Auto als auch die angebrachten Kennzeichen gestohlen worden waren. Der Teenager wurde zunächst zur Polizeiwache gebracht und anschließend an die erziehungsberechtigte Mutter übergeben. Den 20-jährigen Beifahrer nahmen die Polizeibeamten vorläufig fest und brachten ihn ins Polizeigewahrsam. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizei Gelsenkirchen

Kraichtal: Mann steigt im Dunkeln auf Dach und stürzt tödlich durch Platte

Vermutlich wegen eines defekten Kamins ist ein Mann im baden-württembergischen Kraichtal auf sein Dach gestiegen und bei einem Sturz ums Leben gekommen. Der 31-Jährige sei am Dienstagabend offensichtlich aufgrund der Dunkelheit auf eine Lichtplatte aus Plexiglas getreten, die unter seiner Last einbrach, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Mann stürzte rund zehn Meter in die Tiefe und starb noch am Unfallort an seinen Kopfverletzungen. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Mann versucht, eigenständig seinen schlecht funktionierenden Kamin zu reparieren.

Quelle: DPA

Neu Dargelin: Einbrecher schalten Stall-Lüftung aus: Fast 23.000 Hühner verenden

Bei einem Hühnerhalter in Mecklenburg-Vorpommern sind nach einem Einbruch mehr als 20.000 Tiere verendet. Die Lüftung in dem Gebäude sei zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen ausgeschaltet worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ersten Ermittlungen zufolge sollen die Einbrecher dafür verantwortlich sein. Mitarbeiter entdeckten den Vorfall demnach am Morgen und alarmierten die Polizei. Nur wenige der insgesamt 23.000 Hühner überlebten. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Der Betrieb liegt in Neu Dargelin südlich von Greifswald unweit der Autobahn 20. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Sachbeschädigung sowie Hausfriedensbruch.

Quelle: DPA

München: Mehrere Verletzte durch umgestürzten Kran

Drei Menschen sind bei einem Unfall mit einem Kran auf einer Baustelle in München verletzt worden. Beim Abbau des Krans sei der Ausleger nach ersten Erkenntnissen auf ein Hausdach gekracht, sagte ein Sprecher der Polizei. Bei dem Gebäude soll es sich laut Polizei um das sogenannte Arabella-Hochhaus handeln. Zwei Menschen seien am Vormittag auf dem Weg in Krankenhäuser gewesen. Ein Arbeiter sei auf dem Dach des Hauses verletzt worden und wurde von einem Rettungshubschrauber geborgen. Das Dach, so schätzte es der Polizeisprecher, sei auf etwa 30 bis 40 Metern Höhe. Womöglich habe es beim Abbau Probleme mit den Gegengewichten des Auslegers gegeben. Das Unglück geschah im Osten der Landeshauptstadt in der Nähe des Arabellaparks. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem großen Aufgebot vor Ort, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Ob weitere Menschen verletzt wurden, blieb erst einmal unklar.

Quelle: DPA

Dortmund: Stadtmitarbeiter zusammengeschlagen – Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos

Die Polizei Dortmund sucht mit Fahndungsfotos nach drei Männern, die im Verdacht stehen, einen Mitarbeiter der Stadt verprügelt zu haben. Und das nur, weil er sie zuvor gebeten hatte, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits am Abend des 22. September gegen 20.50 Uhr im Bereich der Haltestelle Brunnenstraße. Die Männer sollen den Mann unvermittelt angegriffen und mit massiven Schlägen und Tritten attackiert haben. Zudem sollen sie ihm mehrfach mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen haben. Auch als der Mann zu Boden ging, ließen sie nicht von ihrem Opfer ab. Erst als Zeugen die Polizei riefen, flüchteten die Männer. Rettungskräfte brachten den städtischen Mitarbeiter in ein Krankenhaus. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder der Tat machen können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Telefonnummer 0231/132 7441 zu melden.

Mit diesem Foto sucht die Polizei nach den Schlägern
Mit diesem Foto sucht die Polizei nach den mutmaßlichen Schlägern
© Polizei Dortmund

Quelle: Polizei Dortmund

Birkenau: Vermisste Camper – Polizei geht nicht mehr von Notsituation aus

Seit Samstag sucht die Polizei im hessischen Birkenau nach zwei jungen Männern, die nach einem Campingausflug als vermisst galten. Inzwischen gehen die Beamten jedoch davon aus, dass sich die 18 und 19 Jahre alten Männer nicht mehr, wie anfänglich angenommen, in einer Gefahrensituation befinden. Bei den Ermittlungen ergaben sich demnach Hinweise, dass sie sich aus eigener Veranlassung heraus in einem Waldgebiet bei Hemsbach aufhalten dürften. Die Polizei suchte bis in die Abendstunden das Gebiet ab, sprach auch mit Hilfe von Megafonen die jungen Männer direkt an. Eine Kontaktaufnahme ihrerseits sei jedoch nicht erfolgt, heißt es. Auch eine Kontaktaufnahme zu Spaziergängern, die ihnen seit dem Wochenende begegnet waren, blieb aus. Die beiden Männer sollen zu Fuß unterwegs sein. "Hinweise auf eine mögliche Straftat oder eine noch andauernde Notsituation haben sich bislang nicht ergeben", heißt es weiter. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. 

Quelle: Polizei Südhessen

Goch: Großeinsatz der Polizei am Niederrhein – Mensch befreit

Auf dem Areal einer Eventagentur in Goch am Niederrhein ist die Polizei nach dem Verdacht auf Freiheitsberaubung mit größerem Aufgebot angerückt. Es seien eine oder mehrere Menschen gegen ihren Willen festgehalten worden, sagte eine Sprecherin der Polizei im Kreis Kleve am Mittwoch. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Zusammenhänge seien noch unklar, es habe sich aber nicht um eine Geiselnahme gehandelt. Die Polizeiaktion lief am Morgen noch. Eine festgehaltene Person, die man in Sicherheit gebracht habe, werde aktuell befragt. Ob es weitere Betroffene gab, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Der Verdacht richte sich gegen Verantwortliche des Unternehmens, hieß es zunächst. Dabei gibt es laut Polizeisprecherin Hinweise darauf, dass es sich um Personen handele, "die im Zusammenhang mit einer Glaubensgemeinschaft stehen und die auf dem Eventgelände einer Geschäftstätigkeit nachgehen und verschiedene Veranstaltungen durchführen". Der Aktion in den frühen Morgenstunden seien Ermittlungen und ein Durchsuchungsbeschluss vorausgegangen.

Quelle: DPA

Walldorfer Kreuz: A5 nach Unfall teilweise gesperrt

Schwerer Unfall auf der A5 am Mittwochmorgen: Dort war der Fahrer eines Sprinters aus bislang ungeklärter Ursache gegen sieben Uhr kurz vor dem Walldorfer Kreuz auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren. Der Fahrer des Transporters wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Die A5 wurde für die Bergungsarbeiten in Richtung Karlsruhe voll gesperrt werden. 

Quelle:Polizei Mannheim 

Bad Lobenstein: Ermittlungen gegen rechtsextreme Chatgruppe bei der Feuerwehr

Thüringens Polizei hat gegen einige Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr ermittelt, die im Verdacht stehen, eine rechtsextreme Chatgruppe gebildet zu haben. Es gehe um mögliche politisch motivierte Straftaten von einigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lobenstein, sagte eine Sprecherin des Thüringer Innenministeriums am Dienstag auf Anfrage in Erfurt. Sie bestätigte damit Angaben, die "Business Insider Deutschland" am Dienstag auf seiner Internetseite veröffentlichte. Es gehe um interne Nachrichten mit rechtsextremen oder rassistischem Inhalt. In den vergangenen Monaten hatten bundesweit bereits rechtsextreme Chatgruppen in der Polizei für Debatten und Untersuchungen gesorgt.

Quelle: DPA

Berlin: Zahlreiche Kunstwerke auf Museumsinsel beschädigt

Auf der Berliner Museumsinsel sind laut Medienberichten am Einheitsfeiertag dutzende Kunstwerke von Unbekannten beschädigt worden. Wie der Deutschlandfunk (DLF) und "Die Zeit" am Dienstagabend berichteten, wurden mindestens 70 Objekte im Pergamonmuseum, im Neuen Museum, in der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten am 3. Oktober mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt. Die Substanz hinterließ demnach sichtbare Flecken auf ägyptischen Sarkophagen, Steinskulpturen und Gemälden des 19. Jahrhunderts. Den Berichten zufolge handelt es sich um "einen der umfangreichsten Angriffe auf Kunstwerke und Antiken in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands". Über die Motive der Tat sei bislang nichts bekannt. Die Behörden hatten bislang nichts über den Anschlag mitgeteilt. Auf Anfrage von DLF und "Zeit" bestätigten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Polizei Berlin nun Beschädigungen an Ausstellungsobjekten und ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung.      Das Bauensemble auf der Museumsinsel im Herzen der Hauptstadt beherbergt weltberühmte Sammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte Europas und der Mittelmeerregion.

Quelle: AFP

 Nachrichten von Dienstag, den 20. Oktober 2020

Düsseldorf: Ladendiebe mit vereinten Kräften gestellt 

Ein cleverer Ladendetektiv, ein aufmerksamer Passant und ein sportlicher Beamter außer Dienst haben am Montagnachmittag gemeinschaftlich drei mutmaßliche Ladendiebe dingfest gemacht. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, hatten diese hochwertige Bohrmaschinenakkus aus einem Baumarkt mitgehen lassen. Als sie mit ihrem Pkw türmen wollten, habe der Detektiv das Trio mit seinem Auto zugeparkt. Während sich einer daraufhin stellte, flüchteten die anderen beiden zu Fuß. Ein Polizist, der von dem Detektiv alarmiert worden war, nahm mit dem Rad eines Passanten die Verfolgung auf. Pech für die mutmaßlichen Diebe: Ein zufällig anwesender Beamter in Zivil stellte den beiden mit seinem privaten Pkw nach. An einem Schnellrestaurant war die spektakuläre Flucht dann zu Ende. Im wagen der drei Männer wurden Akkus im Wert von knapp 1000 Euro gefunden und sichergestellt.

Quelle:  Polizei Düsseldorf

Mainz: 73-Jähriger findet Spielzeugpistole in Mülleimer – Polizeieinsatz

Ungewöhnlicher Einsatz für einige Funkstreifen der Mainzer Polizei am Dienstagnachmittag. Demnach alarmierten Zeugen die Polizei und meldeten, dass ein Mann auf einem Parkplatz mit einer Pistole hantiere und auf eine Frau ziele. Als die Beamten dort eintreffen, ist der Verdächtige mit der Pistole auf dem Beifahrersitz seines Kleinwagens unterwegs in Richtung Innenstadt. An einer Tankstelle kontrollieren Einsatzkräfte den ahnungslosen 73-jährigen Wiesbadener und schnell wird klar: Bei der Schusswaffe handelt es sich um eine Spielzeugpistole. Der Mann erklärt, die Pistole in einem Mülleimer gefunden und einer Bekannten gezeigt zu haben. Die mutmaßlich bedrohte Frau bestätigte diese Angaben. 

Quelle:  Polizei Mainz

Denklingen: Vier Bauarbeiter verunglückt – Todesursache ermittelt

Drei der vier am vergangenen Freitag bei Betongießarbeiten in Denklingen tödlich verunglückten Bauarbeiter wurden von tonnenschweren Trümmern erdrückt. Ein Kollege, das ergab die Obduktion der Leichen, erstickte im teils noch flüssigen Beton. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag erklärte, erlagen der 16-Jährige – womöglich ein Auszubildender – und die drei Männer im Alter zwischen 34 und 37 Jahren ihren multiplen Verletzungen. Bei den Arbeiten an einem Haus war am Freitag im Landkreis Landsberg am Lech eine Decke samt Schalung mit Flüssigbeton eingestürzt und hatte die Bauarbeiter unter sich begraben. Sie starben noch an der Unglücksstelle.

Nachrichten aus Deutschland: Ermittler inspiziert mit Kamera die Unglücksstelle
Aus noch ungeklärten Gründen stürzte auf dieser Baustelle im oberbayerischen Denklingen am Freitag eine Decke samt Schalung ein und begrub vier Arbeiter unter sich.
© Matthias Balk / Picture Alliance

Quelle: DPA

Rostock: Zwei Straßenbahnen kollidiert – zwölf Verletzte

Beim Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen sind am Dienstag in Rostock mindestens zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Der Unfall habe sich am Morgen in der Nähe eines Straßenbahndepots an der Landesstraße 22 auf Höhe der Kunsthalle ereignet, sagte eine Polizeisprecherin. Nach ersten Ermittlungen soll es drei Schwerverletzte und sieben leicht Verletzte geben. Eine mit Fahrgästen besetzte Linien-Straßenbahn sei auf einen anderen Triebwagen aufgefahren, sagte die Sprecherin. Die vorausfahrende Werkstattbahn habe Bremsprüfungen durchgeführt, sagte die Sprecherin der Rostocker Straßenbahn AG, Katharina Borck. Zuvor hatte der Rundfunksender Ostseewelle darüber berichtet. 

Nachrichten aus Deutschland: Einsatzkräfte an der Unglücksstelle
© Joachim Mangler / Picture Alliance

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Spitze der Linienstraßenbahn stark deformiert. Der Fahrer wurde schwer verletzt und konnte erst längere Zeit nach dem Unfall geborgen werden. Er sei aber ansprechbar, hieß es. Der Unfallort liegt an der Hauptverkehrsstraße von Rostock und wurde weiträumig abgesperrt. Auch ein Hubschrauber mit Rettungskräften war im Einsatz. Weitere Details wie die genaue Unfallursache, Schadenshöhe und die Gesamtzahl der Fahrgäste waren zunächst nicht bekannt.

Hinweis: In einer früheren Version der Meldung war von mindestens zehn Verletzten die Rede gewesen. Die Polizei hat diese Angaben im Laufe des Nachmittags nach oben korrigiert.

Quelle: DPA

Birkenau: Zwei junge Männer nach Campingausflug vermisst

Die Polizei im hessischen Heppenheim sucht nach zwei jungen Männern, die nach einem Campingausflug vermisst werden. Der 19-jährige Henri Hahn und der 18-jährige Nico Schäfer waren am Freitagmittag aufgebrochen, um mit zwei weiteren Freunden in einem Waldgebiet bei Birkenau, in der Nähe des Skilifts Schnorrenbach zu zelten. Die zwei Freunde beendeten bereits am Samstag das Zelten und kehrten nach Hause zurück. Die beiden Vermissten blieben weiterhin im Wald. Zeugen hätten die die beiden jungen Männer am Sonntag gegen 15 Uhr auf dem Wanderweg B9 kurz vor Birkenau gesehen. Einer von ihnen soll keine Schuhe getragen haben. Die Polizei geht nach derzeitigem Stand der Ermittlungen davon aus, dass sich beide Männer in einer hilflosen Lage befinden und dringend ärztliche Hilfe benötigen. Henri Hahn ist 1,98 Meter groß, schmal, hat braune Augen und dunkelblonde, gelockte lange Haare. Wahrscheinlich trägt er eine schwarze Daunenjacke mit der Aufschrift "Northface", und eine schwarz-weiß-karierte Kappe der Marke "Carhartt". Nico Schäfer ist 1,80 Meter groß, hat kurze braune Haare und ist Bartträger. Er soll mit einem dunkelblauen Sweatshirt und einer schwarzen Jogginghose bekleidet sein. Wer Hinweise zum Aufenthalt der Vermissten geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation in Heppenheim unter der 06252/706-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Nico Schäfer (l.) und Henri Hahn werden seit einem Campingausflug im hessischen Birkenau vermisst
Nico Schäfer (l.) und Henri Hahn werden seit einem Campingausflug im hessischen Birkenau vermisst
© Polizei Südhessen

Quelle: Polizei Südhessen

Achern: Unbekannte klauen fast 1000 Liter Diesel aus parkendem Lkw

Unbekannte haben am Dienstag in den frühen Morgenstunden auf einem Autobahnparkplatz an der A5 in Baden-Württemberg fast 1000 Liter Diesel aus zwei dort abgestellten Sattelschleppern abgezapft. Wie die Polizei berichtete,  pumpten die Täter zwischen 2 und 5 Uhr morgens von den Brummifahrern unbemerkt den Treibstoff ab. Beamte der Verkehrsdienst-Außenstelle Bühl haben die Ermittlungen nach den Dieseldieben aufgenommen. 

Quelle:Polizei Offenburg

Velbert: 20-Jähriger bei filmreifem Stunt nur leicht verletzt – Sachschaden 125.000 Euro

Mit seinem hochmotorisierten Pkw hat am Montagabend ein 20-Jähriger einen filmreifen Stunt hingelegt. Wie die Polizei berichtete, war der junge Mann auf regennasser Fahrbahn und mutmaßlich mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit von der Straße abgekommen. Zunächst prallte er demnach gegen einen Baum, der den Wagen aber nicht aufhalten konnte. Das Auto schleuderte durch das Werksgelände einer Messebaufirma, durchbrach danach den Zaun zum tieferliegenden Gelände einer Spedition und flog mehrere Meter durch die Luft. Im Führerhaus eines geparkten Sattelzuges blieb das Auto dann fast senkrecht eingekeilt stecken. Wie die Beamten weiter berichteten, konnte sich der Fahrer leicht verletzt aus dem komplett deformierten Wagen befreien. Danach informierte er seinen Vater, der seinen Sohn am Unfallort abholte und der Polizei den Unfall meldete. Die Beamten kassierten Führerschein des Fahrers ein und ermitteln wegen Verkehrsgefährdung, Unfallflucht und wegen des Verdachts auf Beteiligung an einem illegalen Straßenrennen. 

Quelle: Polizei Mettmann

Niemegk: Zwei Menschen bei Unfall auf der A9 schwer verletzt

Auf der Autobahn 9 bei Niemegk (Potsdam-Mittelmark) sind in der Nacht zu Montag bei einem Unfall zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie "RBB" berichtete, war ein Auto zwischen den Anschlussstellen Brück und Niemeg kurz vor Mitternacht auf einen Lkw aufgefahren. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar. Die Autobahn musste für die Bergungsarbeiten mehr als zwei Stunden lang gesperrt werden. 

Ein Fahrzeug ist nach einem Unfall völlig zerstört
Bei einem Auffahrunfall sind auf der Autobahn 9 im Kreis Potsdam-Mittelmark zwei Menschen schwer verletzt worden
© Julian Stähle / DPA

Quelle: "RBB"

 Nachrichten von Montag, den 19. Oktober 2020

Traunstein: Bewährungsstrafe für Kripobeamten

Das Amtsgericht Traunstein hat am Montag einen Kripobeamten wegen Strafvereitelung im Amt und der Verwendung von Nazi-Symbolen zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sah es nach Angaben einer Sprecherin als erwiesen an, dass der Mann kein Ermittlungsverfahren gegen einen anderen Beamten eingeleitet hatte, obwohl dieser der Urheber eines rassistischen Chats war. Der 53-jährige Kripobeamte, der in der Abteilung Staatsschutz arbeitete, hatte außerdem 2015 in seinem Amtszimmer eine Collage aufgehängt, auf der Hakenkreuze, eine SS-Rune und Hitlerbilder zu sehen waren. Deshalb verurteilte ihn das Gericht auch wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verlangt. Der Verteidiger des Mannes hatte auf Freispruch plädiert. In seinem letzten Wort vor dem Amtsgericht entschuldigte sich der Kripobeamte für den Ermittlungsfehler. Ansonsten wies er den Angaben zufolge aber alle Schuld von sich. Der Beamte war laut Anklage 2018 mit Ermittlungen gegen einen Kollegen wegen eines rassistischen Chats betraut. Obwohl dieser der Urheber war, leitete er kein Verfahren gegen den Kollegen ein. Vielmehr hatte er den Beamten in seinem Bericht nicht als Absender, sondern als - straffreien - Empfänger dargestellt.

Nachrichten aus Deutschland – Kripobeamter in Traunstein verurteilt
Das Gebäude des Amtsgerichts im bayerischen Traunstein. Hier wurde der Kripobeamte am Montag zu einer Haftstrafe von elf Monaten auf Bewährung verurteilt.
© Uwe Lein / Picture Alliance

Quelle: DPA

Eutin: Mann ohne Ticket schlägt im Zug einen Bundespolizisten

Ein Mann ohne Ticket hat am Samstag in einem Zug auf der Fahrt von Lübeck nach Kiel einen Bundespolizisten angegriffen. Als der Mann von einer Bahnangestellten beim "Schwarzfahren" erwischt wurde und sich weigerte seine Identität zu nennen, holte die Frau sich Verstärkung durch einen Bundespolizisten, der sich zufällig im Zug befand. Beim planmäßigen Halt des Zuges im Bahnhof Eutin bäumte sich der ticketlose Mann dann plötzlich von seinem Sitzplatz auf und schlägt mit der Faust nach dem Beamten. Zeitgleich traten zwei weitere Männer, die mit dem Schwarzfahrer unterwegs waren, von hinten an den Beamten heran und lenkten ihn ab. Diesen Moment nutzte der Mann, um sich der Kontrolle zu entziehen und ergriff die Flucht. Der Beamte wurde am Unterarm getroffen, blieb jedoch dienstfähig. Der Täter konnte entkommen. 

Quelle: Polizei Kiel

Berlin: Polizist von Radfahrer angefahren und überrollt – Wadenbein gebrochen

Nahe dem Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg soll ein flüchtender Mann auf einem Fahrrad einen Polizisten gezielt angefahren und überrollt haben. Der 30 Jahre alte Beamte habe einen Wadenbeinbruch erlitten und sei im Krankenhaus ambulant behandelt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Zu dem Vorfall kam es demnach am Sonntagmittag, als sich eine Brennpunktstreife einer Gruppe näherte. Die Männer seien daraufhin geflüchtet - darunter der Radfahrer, der nach dem Zusammenprall entkam. Wegen Drogenhandels und anderen Straftaten ist der Park seit Jahren im Fokus der Polizei.

Quelle: DPA

Speyer: Zoll findet Schutzmaske aus Krokodilleder

Der Zoll hat in Speyer eine Schutzmaske aus Krokodilleder in einem Päckchen auf dem Weg nach Berlin entdeckt. Die Sendung aus den USA sei bei der internationalen Frachtstation in Speyer angekommen und an einen Empfänger in der Hauptstadt adressiert gewesen, teilte der Zoll am Montag mit. Beamte hätten die Ledermaske bei einem routinemäßigen Check im September gefunden.

Laut Zoll sind Krokodile durch den internationalen Handel bedroht und werden durch das Washingtoner Artenschutzabkommen besonders geschützt. Der Handel mit Krokodil-Produkten ist daher nur mit Genehmigung möglich. Eine Einfuhrgenehmigung habe der Empfänger jedoch nicht vorlegen können, sagte eine Behördensprecherin.

Ob dem Berliner nun rechtliche Konsequenzen drohen, war zunächst offen. Das entscheide das Bundesamt für Naturschutz.

Quelle: DPA

Oppenau: Anklage gegen 31-Jährigen nach Polizisten-Geiselnahme

Die Staatsanwaltschaft Offenburg hat Anklage gegen den Mann erhoben, der im Juli im Schwarzwald vier Polizisten entwaffnet und sich tagelang im Wald versteckt hatte. Die Anklage lautet unter anderem auf Geiselnahme und gefährliche Körperverletzung, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Den Vorwurf der besonders schweren räuberischen Erpressung hält die Anklagebehörde nicht aufrecht.

Der 31-Jährige hatte am 12. Juli bei einer Kontrolle in einer illegal von ihm genutzten Gartenhütte vier Polizisten gezwungen, die Dienstpistolen abzulegen, und war damit geflüchtet. Ein Großaufgebot der Polizei suchte tagelang nach ihm. Am 17. Juli wurde er in einem Wald festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA

München: Angeklagter bestreitet Vorwürfe im Prozess um verschwundene Frauen

Im Mordprozess um das spurlose Verschwinden einer Mutter und ihrer Tochter aus München vor mehr als einem Jahr hat der angeklagte Stiefvater am Montag alle Vorwürfe bestritten. "Das, was mir vorgeworfen wird, dazu habe ich überhaupt keinen Bezug", sagte der 45 Jahre alte Deutsch-Russe zum Prozessauftakt am Landgericht München I. "Außerdem gehe ich davon aus, dass die Mädchen immer noch leben - zumindest meine Frau." Die Gründe für seine Annahme wollte er nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit darlegen, weil "sonst eine Bedrohung für die beiden Frauen" entstehen könne. Das Gericht lehnte das ab. Für den Ausschluss der Öffentlichkeit gebe es keine Grundlage.

Die Staatsanwaltschaft macht den Ehemann der Frau und den Stiefvater des damals 16 Jahre alten Mädchens für das Verschwinden der beiden verantwortlich. Die Ermittler gehen davon aus, dass er zuerst im Streit seine Frau tötete und danach die Tochter ermordete, um die Tat zu verschleiern. Er ist wegen Totschlags und Mordes angeklagt. 

Die Leichen der beiden wurden aber bis heute nicht gefunden. Bei mehreren Suchaktionen - unter anderem in einem Waldstück - entdeckten Polizisten eine Fußmatte und einen Teppich mit Blutspuren. Die Blutspuren sind nach Angaben des Angeklagten darauf zurückzuführen, dass Mutter und Tochter am Tag ihres Verschwindens so heftig stritten, dass sie sich gegenseitig blutige Wunden zugefügt hätten. Bei der Polizei hatte er noch angegeben, die Stimmung zwischen den beiden Frauen sei vor ihrem Verschwinden gut und sie auf dem Weg zum Shoppen gewesen.

Quelle: DPA

Ludwigshafen: 86-Jährige fährt Schlangenlinien wegen eines Bonbons

Die Polizei hat am Sonntag in Ludwigshafen eine 86-jährige Frau mit ihrem Auto aus dem Verkehr gezogen, da sie Schlangenlinien fuhr. Die Beamten gingen davon aus, dass die ältere Dame unter Alkoholeinfluss am Steuer saß. Tatsächlich war die Frau jedoch nicht alkoholisiert, sondern ließ sich von einem Bonbon ablenken. "Das Bonbon wollte einfach nicht aus der Verpackung", berichtet sie der Polizei. 

Quelle: Polizei Rheinlandpfalz

Nachrichten aus der Woche vom 12. bis 18. Oktober 2020 lesen Sie hier.

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