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News des Tages: Seine letzte Rose: Bachelor Daniel entscheidet sich für Kristina

1900 Arbeitsplätze bei Airbus in Deutschland in Gefahr +++ "Gruppe Freital": Lange Haftstrafen gegen Rechtsextreme +++ UN-Menschenrechtskommissar warnt vor "Apokalypse" in Syrien +++  Die News des Tages im stern-Ticker.

Zwischen Daniel und Kristina stimmt die Chemie

Erst küssen im Meer, dann fummeln am Strand: Zwischen "Bachelor" Daniel und Kristina stimmt die Chemie

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 1900 Arbeitsplätze bei Airbus in Deutschland in Gefahr (16.49 Uhr)
  • "Gruppe Freital": Lange Haftstrafen gegen Rechtsextreme (14.30 Uhr)
  • EU-Kommissarin droht USA mit Strafzöllen auf Erdnussbutter und Whiskey (12.35 Uhr) 
  • UN-Menschenrechtskommissar warnt vor "Apokalypse" in Syrien (12.32 Uhr)
  • Sieben Monate altes Baby getötet - Eltern unter Verdacht (12.05 Uhr)
  • Bundesanwaltschaft erhebt Spionageanklage in Fall von verschlepptem Vietnamesen (11.37 Uhr)

Lesen Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.40 Uhr: Schütze von Florida wegen 17-fachen Mordes angeklagt +++

Drei Wochen nach dem Schulmassaker von Florida ist der Täter von einem Geschworenengericht wegen 17-fachen Mordes und 17-fachen Mordversuchs angeklagt worden. Dies teilte Staatsanwalt Michael Satz mit. Bei dem Schusswaffenangriff auf die Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland hatte der frühere Mitschüler Nikolas Cruz Mitte Februar 17 Menschen mit einem Schnellfeuergewehr erschossen und 17 weitere verletzt. Der 19-jährige Cruz wurde 40 Minuten nach dem Blutbad festgenommen. Er gestand die Tat. Überlebende des Massakers haben eine Kampagne zur Einschränkung des laxen US-Waffenrechts gestartet. Für den 24. März planen sie eine Großdemonstration in Washington.

+++ 22.32 Uhr: Weißes Haus erwägt Ausnahmen von Strafzöllen für mehrere Länder +++

Die US-Regierung erwägt nach eigenen Angaben bei den geplanten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium mögliche Ausnahmeregelungen für mehrere Länder. Konkret nannte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, Kanada und Mexiko. Für diese beiden Länder könnte es "potenzielle Ausnahmen" geben, die dann möglicherweise auch noch auf "andere Länder" ausgedehnt werden könnten. Das Kriterium sei dabei die nationale Sicherheit. US-Präsident Donald Trump hatte bereits angedeutet, dass für Mexiko und Kanada im Zuge der derzeitigen Neuverhandlungen über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta Ausnahmeregelungen bei den Strafzöllen denkbar seien. Voraussetzung sei, dass ein "neues und faires" Abkommen unterzeichnet werde.

+++ 22.23 Uhr: Dreiköpfige Familie bei Messerattacke in Wien lebensgefährlich verletzt +++

Bei einer Messerattacke im Zentrum von Wien ist eine Familie schwer verletzt worden. Ein Unbekannter habe auf die dreiköpfige Familie eingestochen und sie lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizei mit. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, ereignete sich die Tat vor einem U-Bahn-Eingang. Der Angreifer sei geflüchtet. Laut APA wurde in der Nähe später ein weiterer Mensch mit einem Messer verletzt. Bei der verletzten österreichischen Familie handelt es sich demnach um die Eltern und deren erwachsene Tochter. Sie seien mit einem Klappmesser attackiert worden. Ob es einen Zusammenhang mit der zweiten Messerattacke gab, war demnach zunächst unklar. Zum möglichen Motiv gab es dem Bericht zufolge zunächst keine Angaben von der Polizei. Wie APA weiter berichtete, war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Wegen der Polizeiaktion habe der U-Bahnverkehr in der Gegend kurzzeitig unterbrochen werden müssen. 

+++ 21.24 Uhr: Bachelor entscheidet sich für Kristina aus Essen +++

RTL-Rosenkavalier Daniel Völz hat sich im Finale der Kuppelshow "Der Bachelor" für die 24-jährige Kristina aus Essen entschieden. Die letzte Rose gab er im TV der gebürtigen Kasachin, die als Model und Tänzerin arbeitet. Damit entschied sich der 32-Jährige, der in Florida lebt, gegen die 22-jährige Blondine Svenja aus Hessen. Nach dem ersten Kuss sagte Kristina: "Ich hatte das Gefühl, ich habe meinen Mann geküsst." Im Finale gab es dann sogar ein gegenseitiges Liebesgeständnis. Für RTL lief die achte Staffel ordentlich: In der Regel verfolgten jede Ausgabe bis zu 3,5 Millionen Zuschauer.

+++ 20.14 Uhr: Iranische Frau wegen Kopftuchprotests zu zwei Jahren Haft verurteilt +++

 Wegen ihres Protests gegen den Kopftuchzwang ist eine Iranerin zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Das gab Teherans Staatsanwalt Abbas Dschafar Dolatabadi laut Nachrichtenagentur Irna bekannt. Frauen sind im Iran gesetzlich zum Tragen von Kopftüchern verpflichtet. Polizei und Justiz würden jeglichen Verstoß konsequent ahnden, sagte der Staatsanwalt. Seit Dezember letzten Jahres protestieren immer mehr Frauen gegen den Kopftuchzwang, indem sie auf den Straßen ihre Kopftücher abnehmen und sie als Fahne an einen Stock hängen. Bis jetzt sollen mindestens 30 Frauen festgenommen und inhaftiert worden sein. Unklar ist, was mit den anderen Frauen passiert ist.


+++ 19.42 Uhr: 45 Zivilisten bei Angriffen auf Rebellenenklave Ost-Ghuta getötet +++

Bei Luftangriffen auf die Rebellenenklave Ost-Ghuta in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivsten 45 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien vier Kinder, sagte Rami Abdel Rahman, Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Allein bei einem Angriff der russischen Luftwaffe auf den Ort Hammurije seien mindestens 18 Zivilisten getötet worden, erklärte die Beobachtungsstelle. Damit stieg die Zahl der getöteten Zivilisten in Ost-Ghuta seit dem Beginn der Angriffe durch syrische Regierungstruppen und deren Verbündete Mitte Februar auf etwa 850. Die Angaben der Organisation mit Sitz in London sind für Medien kaum zu überprüfen. 

+++ 19.21 Uhr: Urteil: EU-Parlament darf Diäten von rechtsradikalen Abgeordneten einbehalten +++

Das Europaparlament darf weiterhin die Diäten der rechtsradikalen französischen Abgeordneten Jean-Marie Le Pen und Bruno Gollnisch einbehalten. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg wies Klagen der beiden Abgeordneten gegen eine entsprechende Entscheidung des Parlaments vom Jahr 2016 zurück. Demnach müssen Le Pen und Gollnisch dem Parlament insgesamt rund 600.000 Euro wegen Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern zurückzahlen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Gericht im Eilverfahren Einsprüche der beiden fraktionslosen Politiker zurückgewiesen, die laut dem Parlament "unberechtigt" Gelder an angebliche "Mitarbeiter" überwiesen hatten. Le Pen, Mitgründer der rechtsradikalen Front National und Vater der derzeitigen Vorsitzenden Marine Le Pen, muss nun rund 320.000 Euro begleichen, Gollnisch rund 275.000 Euro. Dem Gericht zufolge sei es nicht die Sache des Parlaments, sondern der Abgeordneten, die Rechtmäßigkeit von Ausgaben für Mitarbeiter zu belegen. Le Pen und Gollnisch seien auch nicht Opfer "diskriminierender und parteiischer Behandlung" gewesen, fügte das EuG hinzu.

+++ 19.16 Uhr: Glasfaser statt Kupferkabel - Regierung plant neue Förderstrategie +++

Die künftige Bundesregierung will mit einer neuen Förderstrategie für flächendeckendes schnelles Internet sorgen. "Wir fördern in Zukunft nur noch Glasfaser", kündigte der designierte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) auf heute.de an. Künftig sollen somit keine Kupferleitungen gefördert werden, die mit dem sogenannten Vectoring-Verfahren technisch noch aufgebessert werden können, deren Leistungen aber im Vergleich zu Glasfaser begrenzt sind. Auf die Frage, ob das eine Abkehr vom alten 50 MBit-Ziel der alten Bundesregierung und ihrer Vectoring-Strategie sei, sagte Braun: "Ja, das ist jetzt eine neue Förderstrategie. Auf alter Technologiebasis weiterzuarbeiten, das halten wir nicht für richtig." Wenn in einer Region, Straße oder Haushalt neue Leitungen öffentlich gefördert werden, "muss das gleich Glasfaser sein", betonte Braun. Häuser und Regionen, die 50 MBit noch nicht erreicht haben, sollen Vorrang genießen beim Glasfaserausbau.

+++ 19.05 Uhr: Elf Länder schließen Pazifik-Handelsabkommen CPTPP +++

Nach dem Ausstieg der USA aus dem geplanten Pazifik-Handelsabkommen TPP machen die verbliebenen Länder nun Ernst. Regierungsvertreter aus Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, Peru, Vietnam, Malaysia, Brunei und Singapur wollen in Santiago de Chile das Nachfolgeabkommen CPTPP (Comprehensive and Progressive Trans Pacific Partnership; zu Deutsch: Umfassende und Fortschrittliche Transpazifische Partnerschaft) unterzeichnen. Die elf Staaten repräsentieren 13,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft - insgesamt rund zehn Billionen US-Dollar. Etwa 480 Millionen Menschen leben in dem neuen Binnenmarkt. 

+++ 18.25 Uhr: 19-jähriger Randalierer rammt Polizisten Messer in den Bauch +++

Ein 19-jähriger Randalierer hat im nordrhein-westfälischen Gescher einem Polizisten ein Messer in den Bauch gerammt. Wie die Polizei in Borken mitteilte, wurden Beamte am Nachmittag zum Haus der Mutter des jungen Manns gerufen, die sich mit ihm gestritten hatte. Den Angaben zufolge warf die Frau ihren Sohn aus dem Haus, woraufhin dieser randalierte und Drohungen ausstieß. Als die Polizei eintrafen, war der 19-Jährige laut Bericht zunächst nicht zu sehen, so dass die Beamten zur Mutter ins Haus gingen. Als sie wieder herauskamen, trafen sie auf den jungen Mann, der einem 55-jährigen Polizisten ein Messer in den Bauch stieß und ihn schwer verletzte. Ein zweiter Beamter nahm den Angreifer fest. Für den Verletzten bestand nach einer Notoperation keine Lebensgefahr.

+++ 16.49 Uhr: 1900 Arbeitsplätze bei Airbus in Gefahr +++

Durch die Produktionskürzungen bei Airbus sind nach Gewerkschafts-Angaben 1900 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Die deutschen Standorte seien damit von allen europäischen am stärksten betroffen, erklärte die französische Gewerkschaft Force Ouvrière (FO) nach einem Treffen mit dem Airbus-Management in Toulouse. In Spanien sollen demnach 850 Arbeitsplätze wegfallen.

+++ 16.01 Uhr: Halbnackter Schlafwandler sucht Hilfe bei der Polizei +++

Ein Schlafwandler hat nur mit Boxershorts bekleidet in Pforzheim Zuflucht auf einer Polizeiwache gesucht. Er habe sich in der Nacht zum Mittwoch offenbar selbst aus seiner Wohnung ausgesperrt und sei frierend durch die Innenstadt gelaufen, teilte die Polizei in Karlsruhe mit. Der 29-Jährige habe den Beamten erklärt, dass er öfter schlafwandle. Hilfe kam schließlich von der Mutter des Mannes, die über einen Zweitschlüssel verfügt und ihren Sohn in die Wohnung zurück begleitete.

+++ 15.22 Uhr: 1. FC Köln ermittelt mutmaßliche Pöbler gegen Stuttgarter Keeper Zieler +++

Der 1. FC Köln hat die mutmaßlichen Urheber der massiven Beleidigungen gegen VfB-Stuttgart-Torhüter Ron-Robert Zieler ermittelt. Die inakzeptablen verbalen Ausfälle gegen Zieler seien von zwei Einzelpersonen ausgegangen, erklärte der FC am Mittwoch. Weder die FC-Ultras noch andere Fan-Gruppierungen seien verantwortlich. Das stehe nach Auswertung der TV-Bilder und eigener Aufnahmen des Sonntag-Spiels gegen Stuttgart (2:3) fest. Der Verein hat ein Stadionverbotsverfahren gegen die mutmaßlichen Urheber eingeleitet.

Zieler war am Sonntag in den zweiten 45 Minuten massiv beleidigt worden. Danach hatte auch der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes Ermittlungen eingeleitet. "Die schwerwiegenden Beleidigungen gegen Ron-Robert Zieler insbesondere im Zusammenhang mit dem Tod von Robert Enke widersprechen allen Werten des FC und des Sports", teilte der FC jetzt mit. Das Verhalten der betreffenden Personen sei massiv vereinsschädigend gewesen. Die beiden Betroffenen sollen zu einem möglichen Stadionverbot kurzfristig die Gelegenheit zu einer persönlichen Anhörung bekommen.

+++ 14.30 Uhr: "Gruppe Freital": Lange Haftstrafen gegen Rechtsextreme +++

 Im Prozess gegen die rechtsextreme "Gruppe Freital"
hat das Oberlandesgericht Dresden lange Haftstrafen verhängt. Die sieben angeklagten Männer und eine Frau wurden am Mittwoch unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung, des Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen und versuchten Mordes beziehungsweise Beihilfe dazu schuldig gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Gruppe aufgrund rechtsextremer Gesinnung in wechselnder Besetzung und Tatbeteiligung 2015 insgesamt fünf Sprengstoffanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner in Freital und Dresden verübt hat.

Die beiden als Rädelsführer angeklagten Timo S. (29) und Patrick F. (26) wurden zu zehn Jahren sowie neun Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der zur Tatzeit erst 18 Jahre alte Justin S., der im Prozess umfangreich ausgesagt hatte, erhielt eine Jugendfreiheitsstrafe von vier Jahren.

Die einzige Frau in der Gruppe, die 29-jährige Maria K., wurde zu einer Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt. Die übrigen vier Verurteilten im Alter von 27, 30, 39 und 40 Jahren erhielten Freiheitsstrafen zwischen acht und fünf Jahren. Sie alle sitzen bereits seit November 2015 beziehungsweise Frühjahr 2016 in Untersuchungshaft.

+++ 14.10 Uhr: Frau soll nach Ohrfeigen gegen Lehrerin für ein Jahr ins Gefängnis +++

Weil sie die Lehrerin ihrer Tochter geohrfeigt hatte, ist eine Frau in Frankreich zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Eine Anwältin der geohrfeigten Lehrerin zeigte sich überrascht über die hohe Strafe: Sie sei "schockiert über das Urteil", sagte die Juristin Julie Urcissin.

Die Lehrerin habe lediglich gewollt, "dass das ihr zugefügte Unrecht anerkannt wird und nicht, dass eine Familienmutter ins Gefängnis gesteckt wird". Mit seinem Urteil ging das Gericht von Roanne im Zentrum des Landes noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Diese hatte zwölf Monate Haft gefordert, davon sechs auf Bewährung. Die Angeklagte, Mutter von fünf Kindern, wurde noch am Dienstagabend verhaftet.

+++ 14.05 Uhr: Fahrer wenden in Autobahnauffahrt - Verfahren eingestellt +++

Autofahrer, die am Stauende rückwärts oder mit einem Wendemanöver von der A1 bei Köln heruntergefahren sind, kommen ohne Strafe davon. Obwohl 13 Autos dabei gefilmt wurden, bleiben die riskanten Verstöße von Anfang September 2017 für die Übeltäter ohne Folgen. Die Bußgeldstelle der Stadt begründete die Einstellung der Verfahren am Mittwoch damit, dass keiner der Fahrer so zweifelsfrei erkennbar gewesen sei, dass es für eine Sanktion ausgereicht habe. Bei einer eindeutigen Identifizierung hätten dem jeweiligen Fahrer ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg gedroht. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte darüber berichtet.

+++ 14.00 Uhr: Angreifer wollen Sportler in Südafrika Beine absägen +++

Unbekannte haben in Südafrika einen Triathleten angegriffen und versucht, ihm die Beine abzusägen. Nach Angaben der Sport-Förderorganisation South Africa's Elite Athlete Development Programme war der 27-jährige Mhlengi Gwala am frühen Dienstagmorgen in Durban auf dem Weg zum Training, als drei Männer ihn angriffen und in ein Gebüsch zerrten. Gwala sei zunächst von einem Raubüberfall ausgegangen und habe den Angreifern sein Fahrrad und sein Handy angeboten, sagte sein Freund und Trainingskollege Sandile Shange einem Radiosender. "Aber das war nicht, was sie wollten. Zwei Kerle haben seinen Oberkörper festgehalten, der dritte hat an seinem Bein gesägt."

Glücklicherweise sei die Säge stumpf und rostig gewesen, so dass die Angreifer nur bis zum Knochen gekommen seien, berichtete Shange. Als ein Sicherheitsmann sich näherte, seien die Männer geflohen. Gwala konnte zur Straße humpeln und Hilfe herbeirufen.
Das Motiv für den Angriff war zunächst vollkommen unklar. Nach Angaben der Chirurgen seien Gwalas Beine noch zu retten, er werde wieder laufen und auch rennen können, sagte sein Freund Shange. Dies werde jedoch lange dauern.

+++ 13.55 Uhr: Minister Caffier verunglückt leicht mit Dienstwagen auf Autobahn +++

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ist mit seinem Dienstwagen in einen Unfall auf der Autobahn 24 verwickelt worden. Das Innenministerium bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Demnach hat sich der Unfall bereits am Montag vor einer Woche ereignet. Es handelte sich um einen Auffahrunfall, weil ein vorausfahrender Wagen unvermittelt die Spur gewechselt hatte. Verletzt wurde niemand, Caffier ließ sich wegen Rückenbeschwerden vorsorglich medizinisch untersuchen.

+++ 13.50 Uhr: Tusk: "Handelskriege sind schlecht und leicht zu verlieren" +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat wegen der US-Pläne für Strafzölle auf Stahl und Aluminium vor den negativen Folgen eines "Handelskriegs" gewarnt. Handelskriege seien "schlecht und leicht zu verlieren", sagte Tusk am Mittwoch in Luxemburg. Er kündigte an, den EU-Staats- und Regierungschefs deshalb vorzuschlagen, "eine außerordentliche Handelsdebatte" bei ihrem Gipfel im März auf die Tagesordnung zu setzen.

+++ 13.36 Uhr: CDU übt scharfe Kritik an Syrien-Reise von AfD Abgeordneten +++

Die CDU hat scharfe Kritik an der Syrienreise von AfD-Abgeordneten geübt. "Die AfD macht sich gemein mit den Tätern in Syrien", sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die AfD-Parlamentarier unterstützten "diejenigen, die durch den Krieg in Syrien dafür verantwortlich sind, dass sich überhaupt so viele Menschen auf der Flucht befinden und so viele Menschen nicht in der Heimat bleiben können". Fluchtursachen-Bekämpfung bedeute, den Krieg in Syrien zu beenden, "und nicht, dass man Solidarität mit den Tätern zeigt und hofft, dass Menschen in einer zerbombten Heimat bleiben".

+++ 13.26 Uhr: Rundfunkbeitrag ist mit Europarecht vereinbar +++

Die Erhebung des Rundfunkbeitrags verstößt nicht gegen das EU-Recht. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz laut einer Mitteilung vom Mittwoch und verwies auf ein entsprechendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Demnach sei die Finanzierung des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks durch Gebühren zulässig. (Az. 7 A 11938/17.OVG) Damit scheiterte die Klage eines Privatmanns aus Trier, der sich gegen die Zahlung ausstehender Rundfunkbeiträge an den Südwestrundfunk gewehrt hatte. Er hatte gerügt, dass öffentlich-rechtliche Sender wegen der Rundfunkgebühren gegenüber Privatsendern "privilegiert" würden.

+++ 13.22 Uhr: Seelöwen in Köln zu laut? Behörde prüft Beschwerde +++

Krach um die Seelöwen im Kölner Zoo: Weil sich eine Anwohnerin in ihrer Nachtruhe gestört fühlt, wird die Lautstärke der Tiere nun von den Behörden geprüft. Derzeit würden Messungen ausgewertet, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung am Mittwoch.
Falls die Tiere tatsächlich zu laut seien, werde überlegt, welche Maßnahmen der Zoo dagegen ergreifen könnte. Mehrere Medien hatten über die Beschwerde der Frau bei der Stadt Köln berichtet.

Der Zoo kann sich nicht erklären, was seine fünf kalifornischen Seelöwen zu nächtlicher Stunde Lautes treiben sollen. "Es sind Tiere. Man wohnt neben dem Zoo - da trompetet mal der Elefant", sagte ein Zoosprecher. Der Tierpark will jetzt eine Kamera installieren, um dem Lärmproblem auf den Grund zu gehen.

+++ 13.12 Uhr: Horst Hrubesch will über den HSV von heute nicht mehr sprechen +++

Der frühere Fußball-Nationalspieler Horst Hrubesch ist von seinem Ex-Verein Hamburger SV restlos bedient. "Ich will über den HSV von heute nicht mehr sprechen. Das macht keinen Sinn", sagte Hrubesch der "Sport Bild". Der einstige Torjäger mit dem Beinamen "Kopfball-Ungeheuer" berichtete, kaum jemand vom HSV spreche mit ihm, sein Name tauche aber immer wieder auf. Zuletzt war spekuliert worden, Hrubesch könne den HSV als Berater unterstützen.

"Natürlich wäre es schön, den HSV wieder oben zu sehen. Aber es ist nicht mein Thema", sagte Hrubesch, der 1983 mit den Hamburgern den Europapokal der Landesmeister gewann. Als Trainer hatte Hrubesch die deutsche Olympia-Auswahl 2016 zur Silbermedaille geführt, mittlerweile arbeitet der 66-Jährige als Sportdirektor für den DFB.

+++ 13.00 Uhr: Bayer verhandelt mit BASF über Verkauf seines Gemüsesaatgutgeschäfts +++

Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer hat exklusive Verhandlunge mit BASF über den Verkauf seines gesamten Gemüsesaatgutgeschäfts aufgenommen. Das teilte der Konzern in Leverkusen mit. Durch den Verkauf der Sparte will der Konzern die Voraussetzungen für die umstrittene Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto schaffen. Bayer sei zuversichtlich, damit und durch weitere Schritte "die Bedenken der EU-Kommission vollständig adressieren zu können", teilte der Konzern mit. 

+++ 12.38 Uhr: Bayerischer Verfassungsschutz sieht Voraussetzung für AfD-Beobachtung nicht gegeben +++

Der bayerische Verfassungsschutz sieht die Bedingungen für eine AfD-Beobachtung nicht als erfüllt an und forciert nach eigenen Angaben keine entsprechende Materialsammlung. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Beobachtung der bayerischen AfD und ihrer Teilstrukturen seien nicht gegeben, sagte ein Sprecher des Landesamts in München. Unabhängig davon würden seit längerem Einzelpersonen mit Bezügen etwa in die rechtsextremistische Szene beobachtet. Unter dieser "überschaubaren Zahl" von Personen befänden sich auch einzelne Funktionäre, aber keine Mandatsträger.


+++ 12.35 Uhr: EU-Kommissarin droht USA mit Strafzöllen auf Erdnussbutter und Whiskey +++

Wegen der drohenden US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium bereitet die EU Gegenmaßnahmen vor. Mögliche US-Produkte, auf welche die Europäer ihrerseits Strafzölle erheben könnten, umfassten unter anderem Erdnussbutter, Orangensaft und Whiskey, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Brüssel. Entscheidungen sind demnach aber noch nicht gefallen.


+++ 12.32 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar warnt vor "Apokalypse" in Syrien +++

UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad al-Hussein hat der syrischen Regierung vorgeworfen, das Land in eine "Apokalypse" zu stürzen. Derzeit sei die Rebellenenklave Ost-Ghuta die "Hölle auf Erden", sagte Zeid bei der Vorstellung seines Jahresberichts in Genf und zitierte damit UN-Generalsekretär Antonio Guterres. "Im kommenden Monat oder im Monat darauf werden die Menschen anderswo eine Apokalypse erleben."

Zeid sprach von einer Apokalypse, die von "Individuen im Inneren der syrischen Regierung gewollt, geplant und ausgeführt" werde - "anscheinend mit dem vollen Rückhalt einiger ihrer ausländischen Unterstützer". Diese "katastrophale Tendenz" müsse umgekehrt, Syriens Führung vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor sieben Jahren sind mehr als 340.000 Menschen getötet worden. Der Konflikt sei in eine "neue Phase des Horrors" eingetreten, sagte Zeid vor dem UN-Menschenrechtsrat.

+++ 12.28 Uhr: Tschechiens Regierungschef klagt erneut gegen Stasi-Behörde +++

Tschechiens geschäftsführender Regierungschef Andrej Babis wehrt sich mit allen juristischen Mitteln gegen den Vorwurf, vor 1989 ein Spitzel des kommunistischen Geheimdienstes gewesen zu sein. Seine Anwälte reichten am Mittwoch beim Obersten Gericht in Bratislava Berufung ein, wie die Agentur TASR berichtete. Im Februar hatte das dortige Landgericht seine Klage gegen das Institut des Nationalen Gedächtnisses (UPN), die slowakische Stasi-Unterlagenbehörde, abgewiesen.

Das Institut hatte Unterlagen veröffentlicht, nach denen der 63-Jährige als informeller Mitarbeiter mit der damaligen Staatssicherheit (StB) der Tschechoslowakei zusammengearbeitet habe. 

+++ 12.25 Uhr: Pfleger unter Mordverdacht - Polizei hat erste Hinweise +++

Im Fall des unter Mordverdacht stehenden Hilfspflegers hat die Münchner Polizei bislang 18 Hinweise aus der Bevölkerung bekommen. Nun prüfe die Mordkommission, ob die Hinweise die Ermittlungen weiterbringen, sagte ein Polizeisprecher. Der 36 Jahre alte Pfleger steht im Verdacht, einen 87-jährigen Pflegebedürftigen aus Ottobrunn im Landkreis München mit Insulin getötet zu haben. In vier weiteren Fällen wird geprüft, ob ihm versuchter Mord vorgeworfen werden kann.

Der Mann aus Polen war in ganz Deutschland im Einsatz. Mit einer bundesweiten Fahndung wollen die Ermittler herausfinden, wo genau er noch beschäftigt war. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft. 

+++ 12.11 Uhr: Aus Tegel entflohener Häftling soll in Belgien gefasst worden sein +++

Knapp einen Monat nach seiner spektakulären Flucht aus der Berliner Strafanstalt Tegel soll ein 24-Jähriger in Belgien bei einem Diebstahl erwischt und festgenommen worden sein. Derzeit werde noch die Identität des Mannes überprüft, twitterte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Zuvor hatte die "B.Z." online darüber berichtet. Wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte, soll der Mann mit einem europäischen Haftbefehl nach Berlin zurückgeholt werden.

Das Fehlen des Häftlings war am 8. Februar bemerkt worden. Er hatte eine Attrappe von sich aus Kleidung, Stoffresten und Toilettenpapier samt Mütze gebastelt und ins Zellenbett gelegt. Es wurde damals vermutet, dass er sich in einem Lastwagen verstecken und so aus dem Gefängnis entkommen konnte. 

+++ 12.05 Uhr: Säugling getötet - Eltern unter Verdacht +++

Ein Paar aus Kerpen bei Köln soll sein sieben Monate altes Baby getötet haben. Die 22 Jahre alte Mutter und der 47-jährige Vater seien unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mit. Ein Richter habe gegen beide Haftbefehl unter anderem wegen Totschlags erlassen. Polizisten hatten die Leiche des Säuglings am Montag in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Kerpen gefunden. Die Obduktion ergab den Angaben zufolge, dass das Baby durch Gewalteinwirkung starb.

+++ 11.59 Uhr: Kinder völlig verwahrlost - Eltern mit Haftbefehl gesucht +++

Ein Elternpaar, das seine neun Kinder verwahrlost und sieben von ihnen misshandelt haben soll, wird nun mit Haftbefehl gesucht. Die beiden Angeklagten waren zum Prozessbeginn am Mittwoch in Düsseldorf nicht erschienen. Daraufhin erließ Amtsrichter Uwe Heemeyer die Haftbefehle gegen die 30-Jährige und den 36-Jährigen. Beiden wird Verletzung der Fürsorgepflicht und gefährliche Körperverletzung in sieben Fällen vorgeworfen. Der Vater der Kinder ist bereits wegen Gewalttaten vorbestraft.

2014 war ein Baby des Paares in die Uniklinik Düsseldorf eingeliefert worden. Ärzte stellten Rippenbrüche und blaue Flecken an dem Kind fest. Die Mutter behauptete, das Kind sei aus dem Kinderwagen gestürzt. Doch die Ärzte äußerten Zweifel an dieser Version. Als Ende Januar 2015 sieben Polizisten für eine Hausdurchsuchung bei der Familie auftauchten, bot sich ihnen ein verheerendes Bild. Die Wohnung sei völlig verdreckt und vermüllt gewesen. Der Prozess soll nun am 14. März beginnen.

+++ 11.44 Uhr: Schulbus kippt um - Zwei Schüler schwer verletzt +++

Zwei Kinder sind bei einem Schulbusunfall in Sachsen-Anhalt schwer verletzt worden. Der Bus war bei winterlichen Straßenverhältnissen am Mittwochmorgen bei Annaburg von der Straße abgekommen, umgekippt und auf der rechten Seite liegengeblieben. Die Kinder wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Der Fahrer blieb unverletzt. Der Bus kann bis zu 40 Fahrgäste transportieren, hatte jedoch nach den Angaben nur drei Kinder zwischen 12 und 15 Jahren an Bord. Die Eltern und die Schulen seien informiert, hieß es. Ob es aufgrund der Straßenglätte zu dem Unfall kam, muss laut Polizei noch ermittelt werden. 

+++ 11.42 Uhr: Ankara kritisiert Absetzung türkischer Serien im saudiarabischen Fernsehen +++

Mit der Absetzung populärer türkischer Fernsehserien hat eine saudiarabische Sendergruppe die Regierung in Ankara verärgert. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Numan Kurtulmus vermutete laut türkischen Medien politische Motive hinter der Entscheidung des Medienkonzern MBC. "Es ist nicht an zwei, drei Politikern, darüber zu entscheiden, welche Programme die Leute sehen können", kritisierte er demnach. "Weltweit warten die Leute ungeduldig auf türkische Serien."

Die Türkei zählt zu den weltweit größten Produzenten von Fernsehserien. Die TV-Dramen haben riesigen Erfolg in der arabischen Welt, im Iran, auf dem Balkan und in vielen Ländern Zentral- und Südasiens.

+++ 11.40 Uhr: EU-Experten bescheinigen May "doppeltes Rosinenpicken" bei Brexit +++

Die Brexit-Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May in der vergangenen Woche ist in Brüssel offensichtlich nicht gut angekommen. Wie der "Guardian" am Mittwoch unter Berufung auf ein ihm zugespieltes EU-Dokument berichtete, attestieren Experten der EU-Kommission der Premierministerin "doppeltes Rosinenpicken". Sie suche sich die besten Teile aus einer EU-Mitgliedschaft und Handelsabkommen aus, so der Vorwurf. EU-Diplomaten bestätigten der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Dokuments, betonten aber, es handle sich um eine "frühe Analyse", die noch weiterentwickelt werde.

+++ 11.37 Uhr: Bundesanwaltschaft erhebt Spionageanklage im Fall des entführten Vietnamesen +++

Im Fall der aufsehenerregenden Verschleppung des vietnamesischen Geschäftsmanns Trinh Xuan Thanh im vergangenen Juli in Berlin durch den vietnamesischen Geheimdienst hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Beteiligten erhoben. Der 47-jährige Vietnamese Long N. H. soll unter anderem in Prag einen für die Entführung benutzten Transporter angemietet haben, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Die Anklage lautet auf geheimdienstliche Agententätigkeit und Beihilfe zur Freiheitsberaubung.

Thanh war 2016 nach Deutschland geflohen und beantragte hier Asyl. In seiner Heimat wurde ihm vorgeworfen, als Chef des Staatskonzerns PetroVietnam Construction Wirtschaftsstraftaten begangen zu haben. Laut Bundesanwaltschaft stellte Vietnam einen Auslieferungsantrag, verschleppte Tanh dann aber noch vor einer Entscheidung darüber gewaltsam aus Berlin. Mittlerweile wurde der Vietnamese in Hanoi in zwei Gerichtsverfahren wegen Wirtschaftsdelikten jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Entführungsfall löste eine schwere diplomatische Krise zwischen Berlin und Hanoi aus. Das Auswärtige Amt sprach von "Menschenraub" und "Entführung". Die vietnamesische Regierung bestreitet die Vorwürfe. Sie betont, Thanh sei freiwillig zurückgekehrt, um sich dem Verfahren zu stellen. Die kommunistische Einheitspartei Vietnams geht derzeit massiv gegen mutmaßlich korrupte Politiker und Wirtschaftsführer vor. Beobachter vermuten dahinter aber auch einen internen Machtkampf.

+++ 11.35 Uhr: Moskauer Außenministerium wirft Briten Kampagne gegen Russland vor +++

Das Außenministerium in Moskau wirft den britischen Behörden eine anti-russische Kampagne wegen der rätselhaften Vergiftung eines früheren Geheimagenten vor. Noch vor Klärung der Fakten würden Vorwürfe gegen Russland erhoben, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. "Man spürt, dass diese Kampagne absolut geplant abläuft, und darin erklingen auch Äußerungen offizieller Vertreter Großbritanniens", sagte sie der Agentur Interfax zufolge.

Der frühere russische Doppelagent Sergej Strikal und seine Tochter waren am Wochenende mit rätselhaften Vergiftungserscheinungen in der südenglischen Kleinstadt Salisbury aufgefunden worden. Der britische Außenminister Boris Johnson drohte am Dienstag mit Konsequenzen, falls Moskau etwas mit einem Anschlag zu tun haben sollte. Der Sicherheitsrat der britischen Regierung sollte am Mittwoch auf einer Sondersitzung über die Lage beraten. Der Fall erinnert an den Mord an dem russischen Ex-Agenten und Kremlkritiker Alexander Litwinenko in London 2006. Er war mit radioaktivem Polonium vergiftet worden.

+++ 11.23 Uhr: Brief von Albert Einstein für mehr als 80.000 Euro versteigert +++

Ein handgeschriebener Brief von Albert Einstein ist in Jerusalem für umgerechnet rund 83.600 Euro versteigert worden. Ein anonymer Bieter sicherte sich den Brief am Dienstag bei einer Auktion für 103.700 Dollar, wie das Auktionshaus Winner's mitteilte.

Der berühmte Physiker hatte den Brief im Jahr 1928 von Berlin an einen Mathematiker gesandt. In dem Schreiben geht es laut Auktionshaus um die "dritte Stufe der Realitivitätstheorie". Der Brief sei während einer der "aufregendsten, fieberhaftesten Perioden während Einsteins Wissenschaftlerkarriere" entstanden, unterstrich Winner's. Ergänzt wird das Schreiben durch den Briefumschlag, auf dem Einstein seine Gedanken weiter ausführte.

Weitere Briefe, Autogramme und Fotos des Physik-Nobelpreisträgers erzielten bei der Auktion ebenfalls Gebote von mehreren tausend Dollar. "Die Briefe zeigen den komplexen Charakter des großartigen Wissenschaftlers", sagte Winner's-Chef Gal Wiener der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 11.15 Uhr: Mörder in Weißrussland hingerichtet +++

In Weißrussland ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen Kiryl Kasatschok sei bereits im Oktober vollstreckt worden, teilte die Menschenrechtsgruppe Wiasna am Mittwoch unter Berufung auf die Mutter des Hingerichteten mit. Die ehemalige Sowjetrepublik Weißrussland ist das letzte Land Europas, in dem die Todesstrafe verhängt und vollstreckt wird. Kasatschok hatte seine 17-jährige Tochter und seinen neun Jahre alten Sohn getötet. Nach eigenen Angaben wollte er sich damit an seiner Frau rächen, die sich von ihm scheiden lassen wollte. Nach der Tat rief er die Polizei und stürzte sich vom Balkon. Er überlebte und wurde 2016 zum Tode verurteilt.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sitzen derzeit landesweit fünf verurteilte Mörder in Todeszellen. Offizielle Statistiken zu Hinrichtungen in Weißrussland gibt es nicht. Angehörige werden oft erst Monate später informiert. Von der EU wird Weißrussland für die Todesstrafe immer wieder scharf kritisiert.

+++ 11.00 Uhr: DHL-Erpresser trotz 600 Hinweisen noch nicht gefunden +++

Der DHL-Erpresser ist knapp 100 Tage nach dem Fund einer Paketbombe am Potsdamer Weihnachtsmarkt immer noch nicht gefunden. Die Sonderkommission "Quer" des Brandenburger Landeskriminalamts hat rund 600 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, aber noch keinen Ermittlungserfolg vermelden können. "Es bleibt dabei: Bei Erpressungslagen geben wir keine Informationen zu den laufenden Ermittlungen", sagte Polizeisprecher Torsten Herbst am Mittwoch. Rund 50 Mitglieder der Soko überprüften die Hinweise.

Anfang Dezember war ein verdächtiges Paket mit Hunderten Nägeln, einem Feuerwerkskörper und einem verschlüsselten Erpresserbrief bei einem Potsdamer Apotheker abgegeben worden. Mit der explosiven Fracht sollte der Paketdienst DHL erpresst werden. Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Mitte Januar wurde zudem eine explosive Sendung in einer Berliner Bank gefunden.

+++ 10.50 Uhr: EuGH stärkt Fluggastrechte bei verspäteten Umsteigeflügen +++

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Fluggästen gestärkt, die Flugverspätungen bei Umsteigeflügen innerhalb der EU mit verschiedenen Airlines erleiden mussten. Die Kunden können Ausgleichszahlungen wegen Flugverspätung wahlweise an ihrem Abflugs- oder Ankunftsort geltend machen, wenn die Fluggesellschaft, die die Verspätung verursachte, ihren Sitz in der EU hat, entschied der EuGH in drei in Luxemburg verkündeten Urteilen. (Az. C-274/16 u.a.)

Dieses Recht auf Wahl des Gerichtsstandes gilt der Entscheidung zufolge, wenn die verschiedenen Flüge für eine Reise einheitlich gebucht wurden "und die große Verspätung bei Ankunft am Endziel auf eine Störung zurückzuführen ist, die sich auf dem ersten Flug ereignet hat".

+++ 10.30 Uhr: Deutsche Post profitiert von globalem Paketboom +++

Angetrieben vom globalen Paketboom hat die deutsche Post ihren Gewinn im vergangenen Jahr weiter gesteigert. Er stieg von 2,6 Milliarden im Jahr 2016 auf 2,7 Milliarden, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz stieg um 5,4 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro. Dazu trug vor allem das Geschäft mit Expresslieferungen bei.

Dieser Geschäftsbereich erlöste im vergangenen Jahr 15 Milliarden Euro - 9,7 Prozent Steigerung zum Vorjahr. Auch im Bereich der normalen Paketzustellung verbuchte der nach eigenen Angaben weltgrößte Logistikdienstleister ein deutliches Umsatzplus. Allein in Deutschland stellten die Paketboten 1,3 Milliarden oder 7,8 Prozent mehr Lieferungen zu als noch 2016. Wahl- und Werbesendungen verhinderten, dass das Volumen der deutschen Postsendungen weiter schrumpfte.

+++ 10.15 Uhr: 24-Jähriger soll Vater im Streit erstochen haben +++

In Berlin soll ein 24-jähriger Mann auf seine Eltern eingestochen und dabei seinen Vater getötet haben. Spezialeinsatzkräfte nahmen den Sohn in der Nacht zum Mittwoch fest, wie die Berliner Polizei mitteilte. Demnach gab es in einer Wohnung im Bezirk Spandau einen Streit. Der 55-jährige Vater erlag seinen Verletzungen, die 45-jährige Ehefrau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Nach Informationen der Berliner Zeitung "B.Z." stach der Sohn auf beide Eltern ein. Die Polizei musste sich demnach gewaltsam Zugang zu der im vierten Stock gelegenen Wohnung verschaffen. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wobei zunächst unklar war, ob der Verdächtige in Haft oder fachärztliche Behandlung kommt.

+++ 10.10 Uhr: Zypries warnt vor Handelskrieg und hofft auf "Umdenken" Trumps +++

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat nach der Androhung von Strafzöllen seitens der USA vor einem Handelskrieg gewarnt. Sie "hoffe auf ein Umdenken" von US-Präsident Donald Trump, erklärte Zypries am Mittwoch. Die aktuellen Signale aus den USA stimmten sie "sorgenvoll". Handel schaffe Wohlstand, wenn er auf einem Austausch und einem Miteinander beruhe.

Da die Situation ernst sei, berate sich Deutschland derzeit "eng im Kreise der EU", fuhr die Wirtschaftsministerin fort. Die Europäische Union werde "im Fall der Fälle bereit sein, angemessen zu reagieren". Ziel sei es jedoch, einen Handelskonflikt zu vermeiden. Die EU-Kommission will am Mittag ihre Strategie für eine Reaktion auf die von Trump angekündigten Strafzölle vorstellen.

+++ 10.08 Uhr: Sahra Wagenknecht schwärmt für Oskar Lafontaine und bereut Kinderlosigkeit +++

Die Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, erholt sich vom anstrengenden Berliner Politikbetrieb am besten bei Ehemann Oskar Lafontaine. "Wenn ich ins Saarland zurückkomme, wartet dort mein Mann und fängt mich auf", sagte Wagenknecht der Illustrierten "Super Illu" laut einer Vorabmeldung. "Seit wir zusammenleben, bin ich einfach ein glücklicher Mensch."

Die 48-Jährige äußerte sich in dem Gespräch regelrecht schwärmerisch über den 74-Jährigen, der im saarländischen Landtag die Linksfraktion führt. Bei "ihm geht es mir gut, da bin ich ganz bei mir." Daraus schöpfe sie ganz viel Kraft und Souveränität. An Lafontaine liebe sie einfach "alles". Wie Wagenknecht sagte, verzichtete sie für ihre politische Karriere auch auf Kinder - und bereut dies heute. "Ja, natürlich - man denkt doch ganz lange, man hätte alle Zeit der Welt, und dann ist es plötzlich zu spät."

+++ 10.00 Uhr: Neue Ausschreitungen nach Verhängung von Ausnahmezustand in Sri Lanka +++

Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in Sri Lanka ist es zu neuen Ausschreitungen gekommen. Mindestens drei Polizisten seien in der Nacht zum Mittwoch bei Zusammenstößen in einem Vorort der Stadt Kandy verletzt worden, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera. Sieben Menschen seien wegen Anstiftung zu Unruhen festgenommen worden.

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Angehörigen der muslimischen Minderheit hatte Sri Lankas Regierung am Dienstag einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Die Gewalt war am Montag eskaliert, nachdem ein buddhistischer Einwohner Verletzungen erlegen war, die ihm muslimische Angreifer zugefügt hatten. Am Dienstag wurde die Leiche eines 24-jährigen muslimischen Mannes aus einem niedergebrannten Gebäude geborgen.

+++ 9.50 Uhr: Syrische Regierung bringt Verstärkung nach Ost-Ghuta +++

Die syrische Regierung hat ihre Truppen zur Eroberung der belagerten Region Ost-Ghuta verstärkt. Mehr als 700 Kämpfer von Milizen, die Präsident Baschar al-Assad die Treue halten, hätten Positionen an den Frontlinien des Gebiets östliche von Damaskus bezogen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. "Das Regime bereitet sich darauf vor, ihre Offensive fortzusetzen und hofft auf neue Geländegewinne", sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Truppen der Regierung hatten in den vergangenen Tagen nach Angaben der Menschenrechtler bereits etwa 40 Prozent von Ost-Ghuta eingenommen, das sie zuvor mit schweren Luftangriffen überzogen hatten. In der mehrheitlich von islamistischen Rebellen kontrollierten Region sollen sich etwa 400 000 Menschen aufhalten.
Die humanitäre Lage gilt als desaströs.

+++ 9.30 Uhr: Mindestens 25 Tote durch neues Beben in Papua-Neuguinea +++

Bei einem neuen schweren Erdbeben im Pazifikstaat Papua-Neuguinea sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Behörden vom Mittwoch richtete das Beben mit der Stärke 6,7 am Dienstag in einer abgelegenen Bergregion große Schäden an. Damit kamen seit Beginn vergangener Woche bei verschiedenen Erdstößen bereits mindestens 100 Menschen ums Leben. Mehr als 500 wurden verletzt. Mehr als 17 000 mussten in Notunterkünfte gebracht werden.

+++ 9.20 Uhr: Kölner Polizei nimmt Reichsbürger nach Verfolgungsfahrt fest +++

Nach einer Verfolgungsfahrt über die Autobahn haben Polizisten einen sogenannten Reichsbürger festgenommen. Der mit Haftbefehl gesuchte 65-Jährige habe am Dienstag an seinem Wohnort im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz festgenommen werden sollen, sei von dort aber mit dem Wagen auf die Autobahn 3 in Richtung Köln geflohen, erklärte die Polizei in der Domstadt. Die Beamten nahmen daraufhin die Verfolgung in Nordrhein-Westfalen auf.

Auch als der Mann an einem Stauende anhalten musste, ignorierte er sämtliche Anweisungen der Polizei und verriegelte sein Auto von innen. Die Polizisten schlugen daraufhin die Fensterscheiben ein und nahmen den Mann fest, wobei er keinen weiteren Widerstand leistete. Die Autobahn war einseitig zeitweise gesperrt, es bildete sich ein fünf Kilometer langer Stau.

+++ 9.05 Uhr: EU-Verkehrskommissarin plädiert für City-Maut statt Fahrverbote +++

Vor dem Hintergrund der Debatte über städtische Fahrverbote hat sich EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc für die Einführung von City-Maut-Systemen ausgesprochen. "Wir haben schon voriges Jahr einen Vorschlag für ein EU-weites elektronisches Mautsystem unterbreitet, das Gebühren flexibler und differenzierter macht", sagte Bulc dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Damit könne jedes Land "dynamische Tarife einführen", etwa nach Schadstoffausstoß oder Tageszeit, sagte sie. So könnten auch saubere Autos gezielt gefördert werden.

Bulc nahm auch Bezug auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in der vergangenen Woche. Die Leipziger Richter hatten Diesel-Fahrverbote in Städten für grundsätzlich zulässig erklärt, um die Luftqualität zu verbessern. Fahrverbote seien eine "sehr frustrierende Angelegenheit", sagte die EU-Kommissarin. Das Gericht habe eine klare Nachricht gesendet. Sie wolle Deutschland nun "dazu einladen, die derzeitige Debatte zu nutzen, um auf der europäischen Ebene zu handeln und um gemeinsame Schritte einzuleiten", sagte Bulc dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

+++ 8.55 Uhr: Steinmeier warnt in Tafeldebatte vor "Konkurrenz der Bedürftigen" +++

In der Debatte um die Zurückweisung von Ausländern bei der Essener Tafel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Politik an ihre Verantwortung erinnert. "Die Politik muss Sorge dafür tragen, dass es nicht zu einer Konkurrenz der Bedürftigen kommt, die sich dann auch noch aggressiv äußert", sagte Steinmeier der "Saarbrücker Zeitung" vom Mittwoch. Allerdings dürfe aber auch nicht "alles auf die Höhe von staatlichen Transferzahlungen" zurückgeführt werden.

Die Essener Tafel hatte den seit Januar geltenden Aufnahmestopp für Ausländer mit deren hohem Anteil an den Hilfesuchenden bei der Tafel begründet. Zuletzt seien immer weniger Einheimische zur Lebensmittelausgabe gekommen, gerade ältere Frauen hätten sich von jungen, fremdsprachigen Männern abgeschreckt gefühlt.

+++ 8.50 Uhr: Ameisen lösen Brandalarm aus +++

Ameisen haben in Baden-Württemberg einen Feueralarm ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, hatte am Dienstagabend in einem Studentenwohnheim in Aalen der Rauchmelder ausgelöst. Elf Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten daraufhin mit drei Fahrzeugen aus. Einen Brand suchten sie in dem Wohnheim allerdings vergeblich: Wie sich herausstellte, war der Alarm durch Ameisen ausgelöst worden. Die Krabbeltiere waren laut Polizei in den Feuermeldern des Wohnheimes unterwegs - und wurden von den Geräten wohl fälschlicherweise für Rauch gehalten.

+++ 8.37 Uhr: Steinmeier gegen Änderungen am Text der deutschen Nationalhymne +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich gegen geschlechterneutrale Änderungen am Text der deutschen Nationalhymne ausgesprochen. "Nein. Ich bin nicht dafür, den Wortlaut zu ändern", sagte Steinmeier der "Saarbrücker Zeitung". Zuvor hatte sich bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu dem Text in seiner bisherigen Form bekannt. Ausgelöst hatte die Debatte die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums, Kristin Rose-Möhring. Sie forderte anlässlich des Internationalen Frauentags am Donnerstag geschlechterneutrale Änderungen am Text der Hymne: Aus "Vaterland" solle "Heimatland" werden, aus der Zeile "brüderlich mit Herz und Hand" solle "couragiert mit Herz und Hand" werden. 

+++ 8.35 Uhr: Frankfurts Präsident Fischer will Montagspiele abschaffen +++

Der Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, hat eine Abschaffung der Montagspiele in der Fußball-Bundesliga gefordert. In der WDR-Sendung "Sport inside" spricht sich damit erstmals ein hochrangiger Funktionär der Bundesliga öffentlich gegen die Anfang dieser Saison eingeführten Montagspiele aus, gegen die es in der Fanszene große Proteste gibt. "Ich denke, dass wir daraus gelernt haben, was Fußball am Montag in der Bundesliga bedeutet. Wir müssen auf den Schnaps aus dem Glas verzichten für die Montagsspiele", sagte Fischer.

+++ 8.25 Uhr: Ministerin von der Leyen rechtfertigt Auslandseinsätze und fordert mehr Geld +++

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Bundeswehreinsätze in Afghanistan und im Irak zur Niederschlagung islamistischer Extremisten gerechtfertigt und zugleich mehr Geld für das deutsche Militär gefordert. Bei der Bundeswehr gebe es "hohle Strukturen und Lücken" in der Landes- und Bündnisverteidigung, die aufgefüllt werden müssten, sagte die CDU-Politikerin im ARD-"Morgenmagazin".

Zu jüngsten Klagen über massive Ausrüstungsmängel sagte sie, nach 25 Jahren Kürzungen im Wehretat sei erst vor zwei Jahren eine Trendwende eingeleitet worden. Aus ihrer Sicht gelte es, nun möglichst über viele Jahre die staatlichen Militärausgaben aufzustocken. Dies gebiete auch die veränderte Sicherheitslage.

+++ 8.15 Uhr: Ungarischer Minister: Zuwanderer machen Wien "schmutzig und arm" +++

Der ungarische Kanzleramtsminister Janos Lazar behauptet in einem Video, das ihn in Wien zeigt, die österreichische Hauptstadt sei durch die Zuwanderung unsicherer und schmutziger geworden. "Diese Einwanderergemeinschaften haben das Stadtbild völlig verändert", meint der Politiker, der das Video in der Nacht zum Mittwoch auf seine Facebook-Seite stellte. "Hier sind die Straßen sichtlich schmutziger, die Umgebung ist viel ärmer, und die Kriminalität ist viel höher." Dies drohe auch ungarischen Städten, wenn nach der Parlamentswahl am 8. April die Opposition an die Macht käme und "die Migranten ins Land lässt", fügte Lazar hinzu. 

Das Video zeigt Lazar, als Kanzleramtsminister die rechte Hand des rechts-nationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban, in einem nicht näher bezeichneten Stadtviertel Wiens mit einem sichtlich hohen Anteil von Zuwanderern. Im Gegensatz zu den Worten Lazars sind in der in dem Video gezeigten Fußgängerzone weder Schmutz noch Unordnung zu sehen. "Die weißen, christlichen Österreicher sind von hier weggezogen, und die Einwanderer haben die Kontrolle über diesen Stadtteil übernommen", behauptet Lazar ohne weitere Belege.

+++ 8.10 Uhr: Polizei gelingt Schlag gegen internationalen Waffenhandel +++

Ermittlern in Baden-Württemberg, Frankreich, Österreich und der Schweiz ist mit einer gemeinsamen Aktion ein Schlag gegen den internationalen Waffenhandel gelungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurden in Deutschland drei Haupttäter vorübergehend festgenommen. Die Polizei habe außerdem zahlreiche Waffen sichergestellt, darunter Faustfeuerwaffen, Langwaffen und Munition. Die Kriminalpolizei in Rottweil ermittelt bereits seit Juni vergangenen Jahres wegen grenzüberschreitenden, bandenmäßigen Waffenhandels. Auch der SWR hatte darüber berichtet.

+++ 7.40 Uhr: Seoul sieht noch keinen Anlass für Optimismus im Nordkorea-Konflikt +++

Südkoreas Präsident Moon Jae In hat trotz der positiven Signale im Nordkorea-Konflikt vor überzogenen Erwartungen gewarnt. Es sei noch "zu früh, um optimistisch zu sein", sagte Moon am Mittwoch mit Blick auf mögliche Gespräche über Pjöngjangs Atomprogramm. "Wir stehen erst ganz am Anfang."

Nordkorea hatte zuvor einem Gipfeltreffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und Moon zugestimmt. Nach Angaben aus Seoul sagte die Führung in Pjöngjang zu, während der Dialogphase ihre Atom- und Raketentests zu stoppen. Zudem erklärte sich Nordkorea bereit, auch mit den USA ins Gespräch über die atomare Abrüstung zu kommen.

+++ 7.20 Uhr: Bericht: Länder-Verfassungsschützer dringen auf Materialsammlung zu AfD +++

Einige Landes-Verfassungsschutzämter drängen nach einem Medienbericht den Bundes-Verfassungsschutz dazu, deutschlandweit Material für eine mögliche Beobachtung der AfD sammeln zu lassen. Das bayerische Landesamt habe dem Präsidenten des Bundesamtes, Hans-Georg Maaßen, bereits am 15. Januar eine vertrauliche Analyse dazu vorgelegt, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Geheimdienstkreise.

Das Papier münde in das Fazit: "Ein Informationsaustausch ist sinnvoll." Zur Begründung heiße es, Teile der AfD bildeten mit der Identitären Bewegung und der Initiative "Ein Prozent" bis nach Österreich ein enges Geflecht, das Gefahrenpotenzial sei "bedeutsam".

+++ 6.33 Uhr: Auch nach vier Jahren von Flug MH370 keine Spur +++

Das Rätsel um MH370 bleibt: Auch vier Jahre nach dem Verschwinden einer malaysischen Passagiermaschine über dem Indischen Ozean fehlt weiterhin jede Spur. Mit verschiedenen Gedenkveranstaltungen wird an diesem Donnerstag (8. März) der 239 Menschen erinnert, die im März 2014 an Bord des Malaysia-Airlines- Flugzeugs waren. Vermutet wird, dass die Boeing 777 ins Meer gestürzt ist und jetzt irgendwo in großer Tiefe auf Grund liegt.

Die Maschine war am 8. März 2014 auf dem Flug von Malaysias Hauptstadt nach Peking, als sie mitten in der Nacht von den Radarschirmen verschwand.  Die letzten Worte aus dem Cockpit, um 01.21 Uhr: "Good night, Malaysian Three Seven Zero." ("Gute Nacht, Malaysian Drei Sieben Null.") Sieben Stunden lang empfing dann ein Satellit noch sogenannte Ping-Signale. Etwa solange dauert es, bis der Tank einer solchen Maschine leer ist. 

Was an Bord aber wirklich passierte, weiß bis heute niemand. Inzwischen kursieren die wildesten Theorien: vom Abschuss durchs Militär über ein Gas, das alle bewusstlos machte, einen Selbstmord des Piloten bis hin zu einer Entführung durch Außerirdische.

+++ 6.05 Uhr: Mehr Frauen von Armut bedroht +++

Die Armutsgefährdung von Frauen hat in den vergangenen Jahren in deutlich zugenommen. Darauf machte die Linke im Bundestag unter Berufung auf Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat zum Internationalen Frauentag an diesem Donnerstag aufmerksam. So stieg der Anteil der von Armut bedrohten Frauen nach den jüngsten Eurostat-Zahlen binnen zehn Jahren von 13 Prozent bis 17,8 Prozent im Jahr 2016. 2015 waren es wie im Jahr davor noch 17,4 Prozent. EU-weit waren es 2016 17,9 Prozent.

Waren 2006 noch 5,4 Millionen Frauen in Deutschland armutsgefährdet, waren es zehn Jahre später 7,3 Millionen. Die Armutsgefährdung von Männern liegt mit 15,2 Prozent (2016) deutlich unter der von Frauen. Besonders betroffen sind Seniorinnen. Rund jede fünfte Frau im Alter von 65 Jahren und mehr war im Jahr 2016 armutsgefährdet. Als von Armut bedroht gilt, wer bei unter 60 Prozent des mittleren Einkommens liegt, 2016 waren dies 1063,75 Euro pro Monat. 

+++ 4.36 Uhr: US-Regierung verklagt Kalifornien wegen Einwanderungsgesetzen +++

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geht wegen mehrerer Einwanderungsgesetze gerichtlich gegen den Bundesstaat vor. Das Justizministerium reichte am Dienstagabend (Ortszeit) eine Klage gegen die kalifornische Regierung ein, wie aus Gerichtsunterlagen hervorging. Das Justizministerium argumentiert darin, dass Kalifornien mit drei vor kurzem erlassenen Gesetzen die Arbeit der Einwanderungsbehörden absichtlich behindere und die öffentliche Sicherheit gefährde. 

Eines der kalifornischen Gesetze verbietet es Arbeitgebern, Vertretern der Einwanderungsbehörde Zugriff auf Mitarbeiterdaten zu geben, wenn kein Gerichtsbeschluss vorliegt. Ein anderes Gesetz schränkt den Austausch von Informationen zwischen lokalen kalifornischen Behörden und denen auf Bundesebene über Kriminelle ein. So dürfen diese Informationen nur geteilt werden, wenn die Betroffen wegen eines schweren Verbrechens verurteilt wurden.

Kaliforniens demokratischer Gouverneur Jerry Brown warf Justizminister am Dienstagabend (Ortszeit) vor, die USA mit der Klage weiter spalten zu wollen. Der Bundesstaat ist Trumps Regierung wegen seiner einwanderungsfreundlichen Politik seit längerem ein Dorn im Auge.

+++ 3.25 Uhr: Investorengruppe verzichtet auf Übernahme von Weinstein Company +++

Neuer Rückschlag für die Produktionsfirma des ehemaligen Hollywood-Moguls Harvey Weinstein: Die Investorengruppe unter Leitung von Maria Contreras-Sweet hat mitgeteilt, die Weinstein Company nun doch nicht kaufen zu wollen. Bei sorgfältiger Prüfung seien "enttäuschende Informationen" aufgetaucht, weshalb die Transaktion "nicht machbar" sei, erklärte Contreras-Sweet. Nach Angaben aus informierten Kreisen stießen die potenziellen Käufer auf bislang unbekannte Schulden der Weinstein Company in Höhe von 64 Millionen Dollar (knapp 52 Millionen Euro). Das Angebot der Investorengruppe lag Berichten zufolge bei 500 Millionen Dollar. Mit dem Rückzieher wird ein Bankrott der Produktionsfirma wieder wahrscheinlich.

Contreras-Sweet deutete allerdings die Möglichkeit an, im Rahmen eines Konkursverfahrens Anteile an der Weinstein Company zu übernehmen. "Ich glaube, dass unsere Vision von einem von Frauen geführten Filmstudio immer noch die richtige Vorgehensweise ist", erklärte sie. 

+++ 2.23 Uhr: UN-Chef bittet um Zugang für humanitäre Hilfe nach Ost-Ghuta +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat alle Beteiligten um sicheren Zugang für humanitäre Hilfe in das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta gebeten. Die Situation in dem Gebiet besorge ihn sehr, sagte Guterres nach einer Mitteilung in New York. Der UN-Chef rief alle Beteiligten auf, die vom UN-Sicherheitsrat geforderte Waffenruhe einzuhalten.

In Ost-Ghuta und andernorts in Syrien waren die Kämpfe so gut wie unvermindert weitergegangen, obwohl der Sicherheitsrat vor rund zehn Tagen eine 30-tägige Waffenruhe gefordert hatte. Eine erste Hilfslieferung nach Ost-Ghuta seit der jüngsten Eskalation der Gewalt hatte wegen erneuter Angriffe abgebrochen werden müssen. Der Sicherheitsrat wollte am Mittwoch hinter verschlossenen Türen erneut über den Konflikt beraten.

+++ 1.47 Uhr: US-Außenministerium: Nordkorea tötete Kims Halbbruder mit Nervengift +++ 

Das US-Außenministerium beschuldigt das nordkoreanische Regime, den Halbbruder von Machthaber Kim Jong Un mit dem Nervengift VX getötet zu haben. Aus diesem Grund seien zusätzliche Sanktionen gegen Nordkorea verhängt worden, teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag mit. Die Strafmaßnahmen traten am Montag in Kraft. Sie gelten als weitgehend symbolisch, weil die US-Regierung bereits zahlreiche andere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt hat. 

Der 45 Jahre alte Kim Jong Nam war im Februar 2017 auf dem Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur getötet worden. Daraufhin wurden zwei Frauen festgenommen. Sie werden beschuldigt, dem in Pjöngjang in Ungnade gefallenen Kim Jong Nam das Nervengift VX ins Gesicht gerieben haben, als dieser auf seinen Flug wartete. Die Frauen hatten sich im vergangenen Oktober für unschuldig erklärt. Ihrer Aussage nach glaubten sie an einem Streich fürs Fernsehen. Vermutet wird, dass hinter dem Anschlag der nordkoreanische Geheimdienst steckt. Die Führung Nordkoreas weist alle Vorwürfe zurück. 

+++ 0.10 Uhr: "Forbes": Amazon-Chef Bezos erstmals reichster Mensch der Welt +++ 

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist nun der reichste Mensch der Welt. Das verkündete das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" am Dienstag (Ortszeit). Bezos übernahm mit einem geschätzten Gesamtvermögen von 112 Milliarden US-Dollar die Spitzenposition in der alljährlichen Bestenliste der reichsten Menschen der Welt.

Auf dem zweiten Platz folgt Microsoft-Gründer Bill Gates mit einem geschätzten Vermögen von 90 Milliarden Dollar. Die weiteren Plätze belegen US-Staranleger Warren Buffett (84 Milliarden Dollar), der Franzose Bernard Arnault (72 Milliarden Dollar) und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (71 Milliarden Dollar). US-Präsident Donald Trump rangiert mit 3,1 Milliarden Dollar auf dem 766. Platz. Trumps Vermögen fiel demnach um 400 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr, als er den 544. Rang belegte.

Insgesamt sind 2208 Milliardäre auf der diesjährigen Forbes-List enthalten.

mod / DPA / AFP