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News des Tages: Haftbeschwerde: Verdächtiger im Fall Rebecca könnte bald freikommen

Britisches Parlament lehnt No-Deal-Brexit ab +++ Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt +++ Kardinal Pell wegen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

15-Jährige auf Schulweg verschwunden: Wo ist Rebecca Reusch? Polizei bittet um Hinweise

Die 15-jährige Rebecca wird seit dem 18. Februar vermisst

Das Wichtigste im Überblick:

  • FC Bayern scheidet aus Champions League aus (22.52 Uhr)
  • May will dritte Abstimmung über Brexit-Deal (21.33 Uhr)
  • Britisches Unterhaus lehnt No-Deal-Brexit ab (20.17 Uhr)
  • Verdächtiger im Fall Rebecca: Anwältin legt Haftbeschwerde ein (19.07 Uhr)
  • Mehrere Tote nach Schüssen in Schule bei São Paulo (15.14 Uhr)
  • Volkswagen streicht bis zu 7000 Stellen (8.04 Uhr)

Die News des Tages:

+++ 22.52 Uhr: FC Bayern scheitert in der Champions League am FC Liverpool +++

Der FC Bayern München ist im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga unterlag dem FC Liverpool am Abend im Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 1:3 (1:1). Das Hinspiel an der Anfield Road war 0:0 ausgegangen. Erstmals seit 2006 ist damit keine deutsche Mannschaft in der Runde der besten acht europäischen Mannschaften mehr vertreten. Sadio Mané brachte das Team von Trainer Jürgen Klopp in der 26. Minute mit einem feinen Heber nach einem Fehler von Manuel Neuer in Führung. Dreizehn Minuten später kam der FC Bayern durch ein Eigentor des früheren Schalkers Joel Matip zum Ausgleich. Liverpool spielte jedoch stärker und belohnte sich im zweiten Durchgang mit weiteren Toren. Im Anschluss an eine Ecke köpfte der niederländische Verteidiger Virgil van Dijk die Gäste aus der englischen Premier League zunächst in der 69. Minute mit 2:1 in Führung. 15 Minuten später sorgte Mané mit seinem zweiten Treffer des Abends für den Endstand.

+++ 21.33 Uhr: May will am 20. März ein drittes Mal über Brexit-Deal abstimmen lassen +++

Die britische Regierungschefin Theresa May will das Parlament in London ein drittes Mal über das von ihr ausgehandelte Abkommen mit der EU zum Brexit abstimmen lassen. Einen entsprechenden Antrag für ein solches Votum bis zum 20. März will May an diesem Donnerstag den Abgeordneten vorlegen, wie die Regierung am Abend mitteilte. Das Abkommen ist bereits zwei Mal im britischen Unterhaus gescheitert.

+++ 20.17 Uhr: Britisches Parlament lehnt No-Deal-Brexit mehrheitlich ab +++

Nur etwa zwei Wochen vor dem geplanten Brexit hat das britische Parlament gegen einen EU-Austritt ohne Abkommen gestimmt. Die Abgeordneten nahmen mit 312 zu 308 Stimmen einen Änderungsantrag an, der einen ungeordneten Brexit in jedem Fall ablehnt. Der Beschluss ist rechtlich aber nicht bindend. Sollte die Entscheidung in der Abstimmungsrunde am Abend Bestand haben, müssen die Abgeordneten an diesem Donnerstag über eine mögliche Verschiebung des Austritts entscheiden. Es steht eine Verlängerung der Frist um mehrere Wochen oder Monate im Raum. Voraussetzung dafür ist aber, dass alle 27 übrigen Mitgliedstaaten dem zustimmen. Großbritannien will die Europäische Union eigentlich am 29. März verlassen.

+++ 19.51 Uhr: Kalifornien setzt Todesstrafe aus - US-Präsident "nicht begeistert" +++

In Kalifornien, dem US-Bundesstaat mit der größten Zahl von Häftlingen in Todestrakten, ist die Todesstrafe per Dekret ausgesetzt worden. Der seit Januar amtierende Gouverneur Gavin Newsom gab die Entscheidung für das Moratorium am Mittwoch bekannt. Er glaube nicht, dass der Staat das Recht habe, zu töten, sagte der Demokrat in Sacramento. Mit sofortiger Wirkung werde die Hinrichtungskammer im San Quentin Gefängnis stillgelegt.

In dem Gefängnis nahe San Francisco sitzen derzeit alle 737 zum Tode verurteilten Gefangenen in Kalifornien ein. In dem Westküstenstaat gibt es bereits seit 2006 einen vorläufigen Hinrichtungsstopp. Ein Bundesrichter hatte entschieden, dass Exekutionen mit der Giftspritze verfassungswidrig seien, weil sie eine grausame und außergewöhnliche Form von Bestrafung darstellten.

US-Präsident Donald Trump hatte Newsoms Entscheidung schon vorab kritisiert. Er warf dem Demokraten auf Twitter vor, sich dem Willen von Wählern zu widersetzen, indem er die Exekutionen von 737 "eiskalten" Mördern stoppe. "Die Freunde und Familien von OPFERN, die immer vergessen werden, sind nicht begeistert, und ich bin es auch nicht!", fügte der Republikaner hinzu.

+++ 19.07 Uhr: Bericht: Anwältin von Rebeccas Schwager legt Haftbeschwerde ein +++

Im Fall der verschwundenen Rebecca Reusch aus Berlin hat die Anwältin des tatverdächtigen Schwagers laut einem Medienbericht Haftbeschwerde eingelegt. Die "Bild"-Zeitung beruft sich auf Kreise in der Staatsanwaltschaft. Der Sprecher der Anklagebehörde, Martin Steltner, sagte am Abend, er äußere sich dazu nicht. Bei einer Haftbeschwerde prüft das nächsthöhere Gericht, ob die Voraussetzungen für einen Haftbefehl vorliegen und ob die Entscheidung des Ermittlungsrichters richtig war. Die Anwältin des in Untersuchungshaft sitzenden Schwagers Florian R. wollte sich ebenfalls nicht dazu äußern. Bei der Suche nach der verschwundenen Berliner Schülerin Rebecca setzte die Polizei unterdessen ihren Einsatz in einem Brandenburger Waldgebiet fort. Seit rund drei Wochen ist die 15-Jährige vermisst. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus und hält den Schwager für dringend tatverdächtig.

+++ 18.53 Uhr: Nigeria: Dutzende Menschen bei Hauseinsturz verschüttet +++

Beim Einsturz eines Gebäudes in der nigerianischen Stadt Lagos sind Dutzende Menschen unter den Trümmern begraben worden, darunter auch mehrere Kinder. Nach Angaben von Rettungskräften sind einige der Verschütteten möglicherweise noch am Leben. In dem mehrgeschossigen Wohnhaus waren auch ein Kindergarten und eine Grundschule untergebracht.

Ein Sprecher sagte, die Polizei versuche derzeit herauszufinden, wie viele Menschen in dem eingestürzten Gebäude gefangen sind. Rettungskräfte hätten bereits 20 Menschen aus den Trümmern geholt. Der Polizeisprecher machte keine Angaben dazu, ob es sich dabei um Überlebende oder um Todesopfer handelte. Ein Helfer sprach von "mindestens zehn Kindern", die das Haus unter sich begraben habe. Es werde davon ausgegangen, dass sie noch am Leben seien.

+++ 17.36 Uhr: Vor Atlantikküste gesunkenes Frachtschiff hatte Gefahrgut an Bord +++

Das vor der französischen Atlantikküste gesunkene Frachtschiff hatte Gefahrgut an Bord. Der Inhalt von 45 Containern werde als gefährlich eingestuft, teilte die zuständige französische Seepräfektur in Brest mit. Außerdem seien rund 2200 Tonnen Schweröl auf dem Schiff gelagert gewesen, berichtete der Sender Franceinfo.

Die "Grande America" war am Dienstag nach einem mehrtägigen Brand gesunken. Das Feuer war bereits am Sonntag ausgebrochen und hatte sich am Dienstag noch verstärkt. Das 214 Meter lange Schiff, das in Hamburg losgefahren war, habe zuletzt stark zur rechten Seite geneigt. Der unter italienischer Flagge fahrende Frachter sank etwa 333 Kilometer von der französischen Küste entfernt in der Biskaya.

+++ 17.19 Uhr: Zahl der Straftaten in Deutschland 2018 erneut gesunken +++

Die Zahl der in Deutschland registrierten Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. "Die Kriminalitätsbelastung in Deutschland ist anhaltend rückläufig", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Berlin. Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 werde diesen Trend bestätigen.

Im Jahr 2017 waren in Deutschland 5,76 Millionen Straftaten verübt worden - der niedrigste Wert seit 1992. Seehofer kündigte an, die Statistik für das vergangene Jahr Anfang April zu veröffentlichen. Demnach hat sich auch die Aufklärungsquote im Jahr 2018 "erneut leicht erhöht".

+++ 17.12 Uhr: Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort zu 43 weiteren Monaten Haft verurteilt +++

Die Haftstrafe für Paul Manafort, den früheren Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, ist deutlich auf insgesamt siebeneinhalb Jahre heraufgesetzt worden. Eine Bundesrichterin in Washington verhängte wegen Verschwörung gegen die USA und Versuchen der Zeugenbeeinflussung eine zusätzliche Strafe gegen den 69-Jährigen von 43 Monaten Haft.

Das jetzige Strafmaß kommt zu einer bereits vergangene Woche in einem anderen Fall gegen Manafort verhängte Haftstrafe von 47 Monaten hinzu. In diesem Fall war Manafort wegen Steuer- und Bankenbetrugs verurteilt worden.

Die Urteile gegen Manafort basieren auf den Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller, der seit Mai 2017 den Verbindungen von Trump-Mitarbeitern zu Russland nachspürt.

+++ 16.37 Uhr: Vor Abstimmung über No-Deal-Brexit: Unterhaus startet mit Debatte +++

Das britische Unterhaus hat mit der Debatte über einen EU-Austritt ohne Abkommen begonnen. Die Abgeordneten sollen am Abend (gegen 20 Uhr MEZ) entscheiden, ob das Land am 29. März ungeordnet aus der Europäischen Union ausscheiden soll. Es gilt als unwahrscheinlich, dass sich die Abgeordneten für einen No-Deal-Brexit (Austritt ohne Abkommen) entscheiden. Sollte es doch dazu kommen, will Premierministerin Theresa May den Beschluss aber umsetzen. Wird ein Austritt ohne Abkommen abgelehnt, ist am Donnerstag eine Abstimmung darüber vorgesehen, ob London eine Verschiebung des Brexits beantragen soll.

+++ 15.14 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Schule in Brasilien +++

Bei einem Amoklauf in einer Schule in Brasilien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zwei vermummte Jugendliche stürmten eine Schule in der Stadt Suzano im Bundesstaat São Paulo und eröffneten das Feuer, wie die amtliche Nachrichtenagentur Agencia Brasil berichtete. Sieben Schüler und ein Mitarbeiter wurden getötet. Danach nahmen die Täter sich selbst das Leben. Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. Laut einem Bericht der Zeitung "O Globo" hat die Schule Raul Brasil im Großraum São Paulo etwa 1000 Schüler und 100 Mitarbeiter.

+++15.07 Uhr: Lufthansa bestellt Flugzeuge für zwölf Milliarden Dollar +++

Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa bestellt für zwölf Milliarden Dollar (10,6 Milliarden Euro) neue Flugzeuge. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden 20 Langstreckenflieger des Typs Boeing 787-9 sowie 20 weitere Airbus A350-900 geordert. Die Maschinen mit zwei Turbinen sollen ältere viermotorige Flugzeuge ersetzen. Die neuen Langstreckenflieger werden von Ende 2022 bis 2027 ausgeliefert.

Im Gegenzug will Lufthansa sechs seiner 14 A380 an Airbus zurück verkaufen. Die Maschinen sollen 2022 und 2023 aus der Flotte ausscheiden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Airbus hatte Mitte Februar das Aus für seinen Riesenflieger verkündet. Der viermotorige A380 gilt als zu teuer im Betrieb.

+++ 14.55 Uhr: Kirche will mit unabhängigen Beratungsstellen kooperieren +++

Die katholische Kirche will künftig mit unabhängigen Beratungsstellen zusammenarbeiten, um Opfern sexueller Gewalt in der Kirche schneller helfen zu können. Dazu suche man nach Partnern außerhalb der Kirche, sagte am Mittwoch der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, in Lingen. "Das könnte ein Weg sein, auf diese Weise noch niederschwelliger zu reagieren."

+++ 14.13 Uhr: Stasi-Unterlagenarchiv soll in Bundesarchiv eingegliedert werden +++

Das Stasi-Unterlagenarchiv soll künftig dem Bundesarchiv unterstehen. "Durch die Bündelung wollen wir die langfristige Sicherung der Akten gewährleisten", sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, bei der Vorstellung eines entsprechenden Vorschlags. Als nächstes muss der Bundestag über das Konzept zur Zukunft der Stasi-Unterlagen entscheiden, das Jahn gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesarchivs, Michael Hollmann, erarbeitete. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) begrüßte das Konzept als "sehr gute Grundlage" für den Bundestag.

+++ 14.09 Uhr: Zehn Kinder bei Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Lagos verschüttet +++

Mindestens zehn Kinder sind nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Gebäudes in der nigerianischen Stadt Lagos in den Trümmern eingeschlossen. Die Kinder seien aber offenbar am Leben, sagte ein Mitarbeiter der Rettungskräfte vor Ort. Die genaue Zahl der Verschütteten war zunächst unklar. Im oberen Stockwerk des Gebäudes befand sich laut dem Privatsender Channels eine Schule.

In Nigeria stürzen wegen laxer Sicherheitsvorschriften immer wieder Gebäude ein. Im September 2014 starben 116 Menschen, als in Lagos ein sechstöckiges Gebäude zusammenbrach. Im Dezember 2016 begruben die Trümmer einer Kirche in Uyo 60 Menschen.

+++ 13.46 Uhr: Kalifornien setzt sämtliche Hinrichtungen aus - Trump kritisiert +++

In Kalifornien werden sämtliche Hinrichtungen ausgesetzt. Der Gouverneur des US-Westküstenstaates, Gavin Newsom, kündigte ein entsprechendes Moratorium an. "Das absichtliche Töten einer anderen Person ist falsch", erklärte er. Als Gouverneur werde er Hinrichtungen nicht zulassen. In 20 der 50 US-Bundesstaaten ist die Todesstrafe bereits abgeschafft. Drei weitere Staaten hatten bereits vor Kalifornien ein Moratorium für Exekutionen verhängt. US-Präsident Donald Trump griff Newsom wegen seiner Entscheidung heftig an. Der Gouverneur setze sich mit der Aussetzung der Todesstrafe für "eiskalte Killer" über den Wählerwillen hinweg. "Freunde und Familien der stets vergessenen Opfer sind nicht begeistert, und ich bin es auch nicht!" schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.

+++ 13.36 Uhr: Beamtenbund legt erneut Verfassungsbeschwerde gegen Tarifeinheitsgesetz ein +++

Der Deutsche Beamtenbund (DBB) zieht erneut gegen das Tarifeinheitsgesetz vor das Bundesverfassungsgericht. Die Beamtengewerkschaft begründete ihre eingereichte Verfassungsbeschwerde mit einem neuen Sachverhalt, der sich durch die von den Karlsruher Verfassungshütern im Sommer 2017 vorgegebene und Ende 2018 umgesetzte Neufassung des umstrittenen Gesetzes ergeben habe.

+++ 13.30 Uhr: Berufung: Somalier verklagt Deutschland nach US-Drohnenangriff +++

Das Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt über die Klage eines Somaliers, der die Bundesrepublik nach einem tödlichen US-Drohnenangriff in seinem Heimatland verklagt hat. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin erschien der Kläger nicht zum Auftakt des Berufungsverfahrens. Er werde von zwei Anwälten vertreten. Der Somalier klagt in Deutschland, weil sein Vater bei einem US-Drohnenangriff 2012 getötet worden sei, der über den US-Militärstandort im rheinland-pfälzischen Ramstein erfolgt sei.

+++ 13.25 Uhr: Kardinal Müller kritisiert Verurteilung von Pell wegen Missbrauchs +++

Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat kritisiert, dass sein Kardinalskollege George Pell in Australien wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. "Ich weiß auch nicht mehr als das, was in den Medien berichtet wird. Es ist aber schlimm, wenn nicht die Wahrheit die Reaktion der Menschen bestimmt, sondern die Parteilichkeit der Ideologie, der einer folgt", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur in Rom. "Wie kann jemand für eine nicht bewiesene Tat verurteilt werden gerade auch mit Blick darauf, dass schon viele Menschen im Gefängnis waren, deren Unschuld sich später herausstellte."

+++ 13.09 Uhr: Millionen Champagner-Flaschen für den Brexit +++

Im Falle eines harten Brexits wird es Großbritannien an einem nicht mangeln: Champagner. Die französischen Hersteller haben vorausschauend mehr als zehn Millionen Flaschen des edlen Schaumweins auf britischem Boden gehortet, wie der Vorsitzende des Produzentenverbands UMC, Jean-Marie Barillère, sagte. Bis zum geplanten Austrittsdatum am 29. März könnten es sogar 15 Millionen Flaschen werden, wie es in der Branche heißt.

Die Champagnerhersteller wappnen sich damit nach den Worten Barillères gegen das schlimmstmögliche Szenario: neue Einfuhrzölle und Monsterstaus für Lieferanten an den Grenzen. Großbritannien ist einer der größten Exportmärkte für französischen Champagner. Die Branche hofft, dass dort zum Brexit die Korken knallen - vor allem bei den Befürwortern des EU-Austritts.

+++ 12.20 Uhr: EuGH: Urlaubsregelungen in Österreich verstoßen nicht gegen EU-Recht  +++

Österreichische Regelungen zur Gewährung einer sechsten Urlaubswoche pro Jahr verstoßen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht gegen EU-Recht. Es gebe keine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit, erklärten die Luxemburger Richter (Rechtssache C-437/17).

Den vorliegenden Fall hatte der österreichische Oberste Gerichtshof nach Luxemburg verwiesen. Arbeitnehmer haben in Österreich in der Regel fünf Wochen pro Jahr Urlaubsanspruch. Wer 25 Jahre beim selben Arbeitgeber gearbeitet hat, bekommt eine sechste Woche.

Ein Unternehmen hatte dagegen geklagt und argumentiert, dass auch Arbeitnehmer, die in der Zwischenzeit etwa in einem anderen EU-Staat gearbeitet haben, Anspruch auf diese zusätzliche Woche hätten.

+++ 11.52 Uhr: Zahl der Firmenpleiten auf niedrigsten Stand seit 1999 gesunken +++

Die Zahl der Firmenpleiten ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung 1999 gesunken. Dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden zufolge meldeten die Amtsgerichte insgesamt 19.302 Unternehmensinsolvenzen, das waren 3,9 Prozent weniger als im Jahr 2017. Einen Anstieg der Insolvenzen hatte es demnach zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben. Damals waren sie um 11,6 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

+++ 11.40 Uhr: 207 Tote in Schweizer Bergen - Schönes Wetter lockte Wanderer +++

In den Schweizer Bergen sind im vergangenen Jahr 207 Menschen beim Bergsteigen, Bergwandern und anderen Aktivitäten tödlich verunglückt oder wegen Herz- und Kreislaufproblemen gestorben. Das sei eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 154 Toten von 2017, teilte der Schweizer Alpen-Club mit. Allein bei Abstürzen kamen 120 Menschen ums Leben. Grund für die höheren Zahlen sei das gute Wetter im Sommer und Herbst gewesen, das viele Menschen in die Alpen gelockt habe.

+++ 11:18 Uhr: Bericht: Umweltschäden verursachen ein Viertel der Todes- und Krankheitsfälle +++

Ein Viertel der Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle weltweit werden einem UN-Bericht zufolge durch Umweltverschmutzung und -zerstörung verursacht. Luft- und Wasserverschmutzung sowie die fortschreitende Zerstörung von Ökosystemen beeinträchtigten die Lebensräume von Milliarden von Menschen und verursachten große wirtschaftliche Schäden, heißt es in der Studie. An dem Global Environment Outlook (GEO) zum Zustand der Erde arbeiteten rund 250 Wissenschaftler aus 70 Ländern sechs Jahre lang.

+++ 11.11 Uhr: Barnier macht Plan Londons zur Bedingung für mögliche Brexit-Verschiebung +++

Die EU fordert vor einer Entscheidung über eine mögliche Verschiebung des Brexit-Datums einen konkreten Plan von Großbritannien. "Das Vereinigte Königreich muss uns sagen, was es will", sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier vor dem Europaparlament in Straßburg. Die EU erwarte eine "klare Linie, bevor wir überhaupt über eine mögliche Verlängerung entscheiden".

Es stelle sich die Frage, wozu die Verlängerung dienen solle, sagte Barnier weiter. Der Austrittsvertrag liege vor, die Verhandlungen seien beendet. "Wenn das Vereinigte Königreich noch immer die EU verlassen will und in geordneter Weise verlassen will, dann ist der Vertrag, den wir vereinbart haben, der einzige verfügbare Vertrag."

+++ 11.01 Uhr: Bundesregierung beschließt Verbesserungen für Auszubildende +++

Die finanzielle Förderung von Auszubildenden wird reformiert: Die Bundesregierung beschloss einen Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der Neuerungen bei der Berufsausbildungsbeihilfe und beim Ausbildungsgeld vorsieht. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt Berufsausbildungsbeihilfe, wenn Azubis nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, aber die Ausbildungsvergütung nicht für Miete, Verpflegung oder Fahrten zur Arbeit reicht.

Künftig soll der Bedarf für die Unterkunft in der Berufsausbildungsbeihilfe und im Ausbildungsgeld als einheitlicher Pauschalbetrag ausgestaltet werden. Zudem soll es höhere Bedarfssätze geben. "Durch die Anpassung wird den steigenden Unterkunfts- und Verpflegungskosten aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung Rechnung getragen", heißt es im Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums.

+++ 10.46 Uhr: Pfleger in Mordprozess um Feuertod von Seniorin freigesprochen +++

Ein 24 Jahre alter Hilfspfleger ist in einem Mordprozess um den Feuertod einer 82-Jährigen freigesprochen worden. Aus Sicht der Richter des Karlsruher Landgerichtes reichten die Beweise nicht aus, den Mann wegen der tödlichen Brandstiftung in einem Altenheim in Oberderdingen bei Karlsruhe zu verurteilen, so die Kammer. Bei dem Feuer war Ende Mai vergangenen Jahres eine Seniorin ums Leben gekommen. Eine weitere Heimbewohnerin wurde lebensgefährlich verletzt. Der Mann hatte in dem reinen Indizienprozess geschwiegen. (Az.: 1 KLs 470 Js 20606/18)

+++ 10.36 Uhr: Suche nach vermisster Rebecca in Brandenburg dauert an +++

Die Berliner Kriminalpolizei setzt in Brandenburg ihre Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca fort. "Wir sind wieder dort, wo wir gestern aufgehört haben", sagte ein Sprecher. Mitglieder der Mordkommission sowie das Technische Hilfswerk (THW) mit "Spezialgerät" seien in dem Wald bei dem Ort Rieplos 50 Kilometer südöstlich von Berlin im Einsatz.

Am Dienstag hatten Spezialisten der Kripo in weißen Schutzanzügen nach Spuren auf dem Boden am Waldrand Ausschau gehalten. Dabei hielten sie auch eine Abbildung von Reifenspuren zum Vergleich in der Hand

Seit Donnerstag vergangener Woche ist dies der fünfte Tag, an dem die Ermittler die Gegend um Storkow durchsuchen. Dabei kamen bereits Spürhunde, Kriminaltechniker und Hubschrauber zum Einsatz. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass das Mädchen getötet wurde. Als tatverdächtig gilt der Schwager der Jugendlichen. Der 27-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

+++ 10.32 Uhr: David Cameron: Brexit ohne Abkommen wäre "Katastrophe"

Der frühere britische Premierminister David Cameron hat vor einem EU-Austritt seines Landes ohne Abkommen gewarnt. "Das wäre eine Katastrophe für unser Land", sagte er dem Fernsehsender Sky News. Die nächsten Schritte seien, einen solchen No-Deal-Brexit zu verhindern und sich um eine Verlängerung der Austrittsfrist zu bemühen.

Trotz der zweiten Abstimmungsniederlage von Premierministerin Theresa May am Dienstagabend stehe er weiter hinter dem Kurs der Regierungschefin, sagte Cameron. "Ich habe die Premierministerin und ihre Versuche, einen Deal zu einer engen Partnerschaft zu haben, immer unterstützt. Sie hat weiter meine Unterstützung. Das ist das Richtige, was zu tun ist."

+++ 10.30 Uhr: Wien erneut zur lebenswertesten Stadt der Welt erklärt +++

Zum zehnten Mal in Folge ist Wien laut einer Studie zur lebenswertesten Stadt der Welt erklärt worden. Die österreichische Hauptstadt ist eine von acht europäischen Städten in den Top Ten der Studie der Beratungsfirma Mercer. Auch mehrere deutsche Städte schafften es in die Top Ten.

Auf Platz zwei liegt Zürich, den dritten Platz teilen sich München, das kanadische Vancouver und Auckland in Neuseeland. Düsseldorf liegt auf Platz sechs, gefolgt von Frankfurt, Kopenhagen, Genf und Basel. Kriterien bei der Bewertung sind etwa der Wohnungsmarkt, politische Stabilität, die Kriminalitätsrate, Freitzeitmöglichkeiten oder die Luftverschmutzung

+++ 09.57 Uhr: Kieler Institut für Weltwirtschaft senkt Wachstumsprognose für Deutschland +++

Die Wirtschaft in Deutschland wird in diesem Jahr nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) deutlich langsamer wachsen. Die Ökonomen senkten ihre Prognose am Mittwoch von 1,8 auf 1,0 Prozent. Für das kommende Jahr erwarten sie unverändert ein Wachstum von 1,8 Prozent.

Grund seien der schwache Jahresauftakt der Industrie sowie politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und die Unklarheit über den wirtschaftlichen Zustand Chinas. Die Überschüsse der öffentlichen Haushalte dürften nach der Analyse deutlich sinken.

+++ 09.56 Uhr: Mehr als 60 Tote durch Regen und Überschwemmungen in Mosambik +++

Seit Tagen anhaltender sintflutartiger Regen und Überflutungen haben in Mosambik mehr als 60 Menschen das Leben gekostet und tausende Häuser zerstört. Weitere schwere Zerstörungen dürfte ein heraufziehender tropischer Wirbelsturm mit sich bringen, wie eine Regierungssprecherin mitteilte. Die Regierung rief die höchste Alarmstufe aus und ordnete die Zwangsevakuierung aller von Zyklon Idai betroffenen Regionen an.

+++ 09.26 Uhr: Großbritannien will bei ungeregeltem Brexit Einfuhrzölle drastisch reduzieren +++

Großbritannien will im Fall eines ungeordneten EU-Austritts die Einfuhrzölle drastisch reduzieren. Wie der britische Minister für Handelspolitik, George Hollingbery, in London ankündigte, sollen in diesem Fall Zölle auf 87 Prozent der Importe wegfallen. Auf einige Agrarprodukte würden reduzierte Zölle erhoben - in diesem Bereich sollten die heimischen Produzenten geschützt werden.

Das neue Zollsystem soll nach Angaben aus London am Abend des 29. März in Kraft treten, wenn es nicht gelingt, bis dahin ein Austrittsabkommen festzuzurren oder eine Verschiebung des Brexit zu erreichen. Es handle sich um ein vorübergehendes System mit einer Dauer von zwölf Monaten, um einen sprunghaften Preisanstieg von EU-Produkten für Verbraucher zu verhindern und die Versorgungskette zu sichern. Den Plänen zufolge soll zudem auf Zollkontrollen an der Grenze zu Irland verzichtet werden, hieß es.

+++ 9.06 Uhr: Orang-Utan mit 74 Gewehrkugeln im Leib entdeckt +++

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist ein schwer verwundetes Orang-Utan-Weibchen mit nicht weniger als 74 Gewehrkugeln im Leib gefunden worden. Das etwa 30 Jahre alte Tier wurde in der Nähe der Stadt Subulussalam in einem Waldgebiet entdeckt, wie die örtliche Naturschutzbehörde am Mittwoch mitteilte. Außer den Schussverletzungen hat die Orang-Utan-Dame auch noch mehrere gebrochene Knochen und Kratzwunden. In ihrer Nähe lag ein etwa einen Monat altes, sehr abgemagertes Junges, das kurz darauf starb. Dem Affenweibchen geht es nach Angaben ihrer Retter inzwischen besser - trotz der 74 Kugeln, die beim Röntgen in einem Krankenhaus gezählt wurden. Es bekam den Namen "Hope" ("Hoffnung"). Nach Schätzungen gibt es auf Sumatra und der Nachbarinsel Borneo insgesamt noch etwa 110 000 Orang-Utans. Die Menschenaffen gelten als ernsthaft gefährdet, weil sie durch die Rodung von Urwäldern ihren Lebensraum verlieren. Auch Wilderei ist verbreitet.

+++ 9 Uhr: Luxemburgs Außenminister: Brexit-Verschiebung nur unter Bedingungen +++

Nach der erneuten Ablehnung des Brexit-Vertrags im britischen Parlament hat Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn Bedingungen für eine mögliche Verschiebung des EU-Austritts gestellt. Die EU sei "nicht abgeneigt", das Austrittsdatum nach Artikel 50 des EU-Vertrags zu verschieben, sagte Asselborn am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Allerdings müsse es dann auch einen konkreten Plan geben, es müsse etwas "Greifbares dahinter stehen". Weitere Zugeständnisse der EU werde es nicht geben, stellte Asselborn klar. "Die EU ist bis ans Ende der Fahnenstange gegangen." Aus der EU sei für die Briten nichts mehr herauszuholen. "Wir haben alles gegeben." Die britische Premierministerin Theresa May war am Dienstagabend auch im zweiten Anlauf mit dem Abkommen zum EU-Austritt im Unterhaus gescheitert. Die Abgeordneten lehnten die Vorlage trotz weiterer Zusagen der EU erneut mit großer Mehrheit ab. 

+++ 8.20 Uhr: Bayern verbietet Tiertransporte in 17 Nicht-EU-Staaten +++

Bayern verbietet Tiertransporte in 17 Nicht-EU-Staaten, weil dort Tierschutzstandards nicht sicher eingehalten werden. Das teilte das Münchner Umweltministerium am Mittwoch mit. Auf der Tabu-Liste stehen: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sagte laut Mitteilung vom Mittwoch, er hoffe, dass sich nun möglichst viele Bundesländer zum Schutz der Tiere dem bayerischen Vorgehen anschließen. "Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze." Auch im Bund will der Freistaat auf eine einheitliche Lösung dringen.

+++ 8.04 Uhr: Volkswagen streicht bis zu 7000 Stellen +++

Der Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen. Wie das Unternehmen in Wolfsburg weiter mitteilte, will VW Routineaufgaben automatisieren und unter anderem auch damit ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen. Stellen sollen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden.

Die Stellen sollen in der Verwaltung wegfallen. Inklusive der technischen Entwicklung beschäftigt VW in indirekten Bereichen rund 54.000 Mitarbeiter. Die allgemeinen Sachkosten und der Personalbedarf in der Verwaltung sollten um 15 Prozent gesenkt werden, hieß es vom Unternehmen.

In den kommenden drei Jahren sieht der bei der Kernmarke fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter das Potenzial für wegfallende Stellen insgesamt sogar bei rund 11 000 Jobs. Denn jetzt stehen die geburtenstarken Jahrgänge von Anfang und Mitte der 1960er Jahre kurz vor dem Ruhestand.

+++ 7.55 Uhr: Mexikos Präsident: 19 aus Bus entführte Passagiere waren Migranten +++

Bei 19 aus einem Bus in Mexiko entführten Passagieren handelt es sich nach Angaben von Präsident Andrés Manuel López Obrador um Migranten. "Ich kann bestätigen, dass es Migranten waren", sagte der Staatschef am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Angaben zur Nationalität der Entführten machte er nicht.     Der Bus war nach Behördenangaben in der vergangenen Woche im von Gewalt geprägten Bundesstaat Tamaulipas im Norden Mexikos unterwegs, als vier Fahrzeuge den Weg blockierten. Bewaffnete Männer stürmten daraufhin den Bus und entführten 19 Passagiere, deren Namen sie auf einer Liste hatten. Ermittlungskreisen zufolge könnte die Zahl der Entführten auch bis zu 25 betragen. Der Bus war auf dem Weg von Tampico nach Reynosa, einer Stadt an der Grenze zu den USA. López Obrador sagte, die Ermittler gingen auch der Möglichkeit nach, dass die Männer ihre eigene Entführung inszeniert haben könnten, um auf eigene Faust in die USA zu gelangen.

+++ 6.20 Uhr: Krankenkasse TK: Mehr Beschwerden wegen möglicher Behandlungsfehler  +++

Bei der Techniker Krankenkasse (TK) sind deutlich mehr Beschwerden wegen möglicher Behandlungsfehler eingegangen. Deswegen meldeten sich im vergangenen Jahr knapp 6000 Versicherte - zehn Prozent mehr als 2017 und ein neuer Höchststand, wie das Unternehmen mit insgesamt gut zehn Millionen Versicherten mitteilte. Die meisten Beschwerden betrafen demnach Behandlungen bei Chirurgen (33 Prozent), Zahnärzten und Allgemeinärzten. Ungefähr bei jedem dritten Fall bestätige sich der Verdacht bei Überprüfungen. Die Kasse kritisierte teils jahrelange Gerichtsverfahren in solchen Fällen und forderte, die Position von Patienten etwa bei Beweispflichten zu stärken.

+++ 5.30 Uhr: Zwei Tote bei Anti-Terror-Einsatz in Indonesien +++

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Indonesien sind am Mittwoch zwei Menschen ums Leben gekommen. Auf der Insel Sumatra sprengte sich nach Angaben der Polizei die Frau eines mutmaßlichen Islamisten in die Luft. Dabei starb auch ihr Kind. Der Mann selbst wurde festgenommen. Mit mehr als 200 Millionen gläubigen Muslimen ist der Inselstaat in Südostasien das weltweit bevölkerungsreichste islamische Land. Mehrfach gab es dort bereits schwere Anschläge. Nach Angaben der Polizei war der Einsatz in der Stadt Sibolga im Nordwesten der Insel. Nach der Festnahme des Mannes hatte die Polizei dessen Haus umstellt. Dann habe die Frau den Sprengsatz gezündet. Die Polizei konnte die Leichen zunächst nicht bergen, weil befürchtet wurde, dass sich in dem Haus noch weitere Sprengsätze befinden. Der Mann soll einer Gruppe angehören, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugerechnet wird.

+++ 5.15 Uhr: Gouverneur von Kalifornien will Moratorium für Hinrichtungen +++

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gavin Newsom, will ein Moratorium für Hinrichtungen verhängen. Die Todesstrafe widerspreche den Werten Kaliforniens, heißt es in für Mittwoch geplanten Äußerungen des demokratischen Gouverneurs, die vorab veröffentlicht wurden. Das Töten eines Menschen sei "falsch". Nach Angaben von Newsoms Büro soll eine Hinrichtungszelle im Gefängnis von San Quentin geschlossen werden. Zuletzt war 2006 in Kalifornien ein Todesurteil vollstreckt worden. Seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den 1970er Jahren wurden in dem Bundesstaat 13 Häftlinge hingerichtet.     In den Todestrakten Kaliforniens befinden sich derzeit 737 Häftlinge. Das sind mehr als in jeden anderem Bundesstaat und entspricht rund einem Viertel der zum Tode verurteilten Häftlinge in den USA. Newsoms Ankündigung bedeutet aber nicht, dass Häftlinge freikommen. 

+++ 4.10 Uhr: Neuseeland und Vereinigte Arabische Emirate verhängen Flugverbot für Boeing 737 Max +++

Nach vielen anderen Ländern haben auch Neuseeland und die Vereinigte Arabische Emirate ein Start- und Landeverbot gegen alle Maschinen des Typs Boeing 737 Max verhängt. In Australien gilt die Entscheidung zunächst ohne Befristung, wie die nationale Flugsicherheitsbehörde CAA am Mittwoch in Wellington mitteilte. Betroffen ist davon allerdings nur die Fluggesellschaft der Fidschi-Inseln, Fiji Airways. Andere Gesellschaften fliegen Neuseeland mit Boeings 737 Max nicht an. Die staatlichen Flugverbote sind Folge von zwei Abstürzen baugleicher Maschinen mit insgesamt mehr als 340 Toten, der jüngste davon am Wochenende in Äthiopien. Zahlreiche Airlines legten die Flugzeuge am Dienstag wegen Zweifeln an der Sicherheit der Baureihe ebenfalls zunächst still.

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+++ 3.45 Uhr: Kardinal Pell wegen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilt +++

Der ehemalige Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Melbourne gab das Strafmaß gegen den 77-jährigen Australier am Mittwoch bekannt. Damit blieb der Vorsitzende Richter Peter Kidd deutlich unter der möglichen Höchststrafe von 50 Jahren. Pell bestreitet alle Vorwürfe. Der ehemalige Vertraute von Papst Franziskus geht gegen das Urteil in Berufung. Der Kurienkardinal war bereits im Dezember von einem Geschworenengericht für schuldig befunden worden, in den 1990er Jahren zwei damals 13 Jahre alte Chorknaben missbraucht zu haben. Zu jener Zeit war Pell Erzbischof der australischen Millionenmetropole. Seit Ende Februar sitzt er schon im Gefängnis. Der Berufungsprozess wird vermutlich im Juni beginnen. Strafmindernd wertete Richter Kidd unter anderem Pells Alter, seine Gesundheit und seine Lebensleistung.

+++ 3.15 Uhr: SPD schlägt Steuerzuschuss für Pflegeversicherung vor +++

Die SPD fordert eine weitreichende Reform der Finanzierung der Pflegeversicherung. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil schlug dazu auch einen Steuerzuschuss für die Pflegeversicherung vor. "Die Eigenanteile der Pflegebedürftigen müssen kalkulierbar und verlässlich sein. Deshalb ist es richtig, sie zu begrenzen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) vor dem Deutschen Pflegetag am Donnerstag. Um die Kostenexplosion in der Heimpflege für die Bedürftigen zu stoppen, sei auch eine Versicherungspflicht für Beamte und Selbstständige notwendig. "Alle sollten auf die gleiche Weise und solidarisch in einer Bürgerversicherung kranken- und pflegeversichert sein. Wenn die Union das immer noch nicht will, sollte sie endlich eigene Vorschläge machen", mahnte Klingbeil.

+++ 2.20 Uhr: SPD nimmt von der Leyen in Berateraffäre in Schutz +++

In der Berateraffäre hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Schutz genommen. Es gebe "im Moment keinen Anlass" für persönliche Vorwürfe gegen die Ministerin, sagte Hellmich der "Saarbrücker Zeitung". Bei der nächste Woche beginnenden Untersuchung der Affäre gehe es "nicht zuvorderst um ein persönliches Fehlverhalten der Ministerin". Auch stehe der Vorwurf der Korruption nicht im Raum, sagte der SPD-Abgeordnete. Vielmehr gehe es um eine mögliche falsche Mittelvergabe. Im Verteidigungsministerium sollen millionenschwere Verträge unter Umgehung des Vergaberechts vergeben worden sein. Auch der Vorwurf der Vetternwirtschaft steht im Raum. Der Untersuchungsausschuss will unter anderem von der Leyen persönlich befragen.

+++ 1.45 Uhr: USA und Taliban sehen Fortschritte in Friedensgesprächen für Afghanistan +++

Nach dem Ende der jüngsten Friedensgespräche für Afghanistan zwischen den USA und den radikalislamischen Taliban in Katar haben beide Seiten Fortschritte herausgestellt. Die Voraussetzungen für Frieden hätten sich "verbessert", sagte der US-Gesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, am Dienstag in Doha. Beide Seiten wollten den Krieg beenden. Zur künftigen Verhinderung von Terror und einem Abzug der US-Truppen würden bereits Abkommen ausgearbeitet. Ein Taliban-Sprecher bestätigte, dass es in den beiden Themengebieten Fortschritte gegeben habe. Ein Sprecher des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani begrüßte den Fortgang der Gespräche. In diese ist die afghanische Regierung nicht direkt eingebunden. Khalilzad schränkte ein, dass es keinen Vertrag ohne eine Verständigung in allen für die USA wichtigen Punkten geben werde. Diese umfassen auch den innerafghanischen Dialog und einen umfassenden Waffenstillstand. Khalilzad kündigte eine Fortsetzung der Gespräche in Washington an.

+++ 1.15 Uhr: Tijuana in Mexiko ist die gefährlichste Stadt der Welt +++

Die mexikanische Grenzstadt Tijuana ist einer Rangliste einer Nichtregierungsorganisation zufolge im vergangenen Jahr die gefährlichste Stadt der Welt gewesen. In Tijuana habe es 2018 eine Rate von 138,2 Tötungsdelikten je 100 000 Einwohner gegeben, hieß es in einem Bericht der gemeinnützigen Organisation "Bürgerrat für Sicherheit und Strafjustiz", der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die mexikanische Küstenstadt Acapulco wies demnach 110,5 Tötungsdelikte pro 100 000 Einwohner auf, die venezolanische Hauptstadt Caracas 99,9. Zum Vergleich: In Deutschland kamen 2015 auf 100 000 Einwohner laut Statistischem Bundesamt 0,8 Tötungsdelikte.

+++ 0.25 Uhr: Rheinische Post: Grüne fordern höhere Bußgelder für Falschparker +++

Angesichts der wachsenden Probleme mit  Falschparkern in den Städten machen sich die Grünen für eine Erhöhung der Bußgelder stark. "Die Strafzahlungen für Falschparken sollten dem europäischen Durchschnitt angeglichen werden, um Fehlverhalten  wirksamer zu begegnen", sagte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im  nordrhein-westfälischen Landtag, Arndt Klocke, der Düsseldorfer  "Rheinischen Post" (Mittwoch). Deutschland liege mit seinem  Bußgeldkatalog im unteren Bereich im Vergleich mit seinen  europäischen Nachbarn, betonte Klocke. Die CDU würde einer Erhöhung  der Bußgelder offen gegenüberstehen. "Wenn das im Kampf gegen das  Falschparken das einzig wirksame Mittel ist, dann gilt es, über eine  Anpassung nachzudenken", sagte Klaus Voussem, verkehrspolitische  Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Mehrere Boeing 737 Max 8 werden hier im Boeing-Werk im US-Bundesstaat Washington gefertigt
jek / DPA / AFP