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News des Tages: Frau von Österreichs Ex-Vizekanzler Strache will ins Parlament

Straches Ehefrau will ins Parlament + +++ Burkini-Verbot in Koblenzer Schwimmbädern gekippt +++ Oberstes Gericht in Brasilien stuft Homophobie als Verbrechen ein +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Philippa Strache und ihr Ehemann Heinz-Christian

Philippa Strache und ihr Ehemann Heinz-Christian 

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Straches Ehefrau will ins Parlament (18.12 Uhr)

  • Hauptverdächtiger nach Anschlägen von Sri Lanka gefasst (16.38 Uhr)

  • Bolsonaro muss sich für sexistische Beleidigung entschuldigen (16.23 Uhr)

  • Burkini-Verbot in Koblenzer Schwimmbädern gekippt (12.02 Uhr) 

  • Oberstes Gericht in Brasilien stuft Homophobie als Verbrechen ein (10.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.40 Uhr: Erneut sterben zwei britische Patienten nach Verzehr von Krankenhaus-Essen +++

In Großbritannien sind erneut zwei Krankenhaus-Patienten nach dem Verzehr von fertig verpackten Sandwiches und Salaten an einer Lebensmittelvergiftung gestorben. Damit steigt die Zahl der Opfer auf fünf, wie die britische Gesundheitsbehörde mitteilte. Sie waren an Listeriose, einer seltenen bakteriellen Infektion, erkrankt. Vergangene Woche waren bereits drei Menschen daran gestorben. Insgesamt waren nach Behördenangaben neun Menschen an Listeriose erkrankt, bei allen handelte es sich um Krankenhaus-Patienten.

+++ 19.13 Uhr: Erste Messe in Pariser Kathedrale Notre-Dame seit dem Brand +++

Zwei Monate nach dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame wird am Samstag erstmals wieder eine Messe in dem Gotteshaus gefeiert (18.00 Uhr). Erzbischof Michel Aupetit hat dazu nach Angaben der Diözese rund 30 Gäste eingeladen. Darunter sind Geistliche, Stiftsherren und Bauarbeiter. Die Messe wird live in einem katholischen Fernsehsender in Frankreich übertragen. Der Gottesdienst soll in einer Kapelle der Kirche stattfinden. Die Zahl der Teilnehmer wurde "aus Sicherheitsgründen begrenzt", wie die Diözese betonte. Bei dem Brand Mitte April waren das Dach und der Spitzturm der gotischen Kathedrale zerstört worden. Präsident Emmanuel Macron hat einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren versprochen.

+++ 18.32 Uhr: UN-Generalsekretär spricht sich im Fall der angegriffenen Tanker für unabhängige Untersuchung aus +++

Nach den Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman hat sich UN-Generalsekretär Antonio Guterres für unabhängige Untersuchungen ausgesprochen. "Es ist sehr wichtig, die Wahrheit zu kennen. Und es ist sehr wichtig, dass Verantwortlichkeiten geklärt werden. Das ist natürlich nur möglich, wenn es eine unabhängige Instanz gibt, die diese Fakten überprüft", sagte Guterres am Freitag nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit. 

+++ 18.23 Uhr: Journalisten wegen kritischem Wirtschaftsbericht in Türkei angeklagt +++

Wegen eines kritischen Berichts über die schlechte Wirtschaftslage der Türkei sind dort zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Bloomberg angeklagt. Wie Bloomberg berichtete, war die Klageschrift am Donnerstag von einem Gericht angenommen worden. Den beiden Journalisten drohen nun zwei bis fünf Jahre Haft. Der Vorwurf lautet Bloomberg zufolge auf Destabilisierung der Wirtschaft. Anlass der Klage sei ein Bloomberg-Bericht über die Lirakrise von 2018 und die Reaktionen der türkischen Institutionen gewesen. Über den habe sich die türkische Bankenaufsicht beschwert.

+++ 18.12 Uhr: Frau von Österreichs Ex-Vizekanzler Strache will ins Parlament +++

Die Ehefrau des nach dem Skandal-Videos zurückgetretenen Ex-FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache, Philippa Strache, strebt ins österreichische Parlament. Die Tierschutzbeauftragte der FPÖ werde bei der für den 29. September geplanten Nationalratswahl auf Platz 3 der Landesliste der Wiener FPÖ kandidieren, teilte die Partei am Freitag mit. Damit hat die 31-Jährige beste Chancen auf einen Sitz im Parlament. Während der Affäre, die zum Rücktritt ihres Mannes von allen Ämtern geführt hatte, stand sie unbeirrt an dessen Seite. "Unsere ganze Familie hält eng zusammen. Wir sind, wenn Sie es so wollen, eine kleine Familienarmee", sagte Philippa Strache unlängst in einem Interview des Magazins "Bunte". 

+++ 17.12: Greta Thunberg streikt auch in den Ferien +++

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will auch in den Sommerferien weiter für eine bessere Klimapolitik streiken. Am Freitag saß die 16-Jährige wieder vor dem Stockholmer Parlament, um gegen die internationale Klimapolitik zu protestieren. "Schulstreikwoche 43. Und obwohl jetzt die Sommerferien kommen und die Schule vorbei ist, machen wir weiter", twitterte sie.

Thunbergs wöchentlicher Protest begann im August 2018 und entwickelte sich seither zu einer globalen Bewegung, die mit dem Slogan "Fridays for Future" Maßnahmen gegen den Klimawandel fordert. Einem globalen Klimastreik am 24. Mai anlässlich der Europawahl schlossen sich Schüler in 131 Ländern an.

+++ 17.02 Uhr: Bolsonaro entschuldigt sich für sexistische Äußerung über Abgeordnete +++

Aufgrund einer gerichtlichen Anordnung hat sich Brasiliens rechtsradikaler Staatschef Jair Bolsonaro nach 16 Jahren dafür entschuldigt, eine linke Parlamentarierin sexistisch beleidigt zu haben. In einer offiziellen Erklärung zog Bolsonaro am Donnerstag seine Äußerungen aus dem Jahr 2003 zurück. Damals hatte er zu der Abgeordneten Maria do Rosario von der Arbeiterpartei gesagt: "Ich würde Sie nicht vergewaltigen, Sie verdienen es nicht."     

Von Journalisten des Magazins "Zero Hora" im Jahr 2014 darauf angesprochen, bekräftigte Bolsonaro seine Worte. Rosario sei "hässlich" und "nicht sein Typ". Wäre er ein Vergewaltiger, "würde ich es bei ihr nicht tun, weil sie es nicht verdient". In seiner öffentlichen Entschuldigung bemühte sich Bolsonaro darum, seine Äußerungen von 2003 zu erklären. "Während der hitzigen ideologischen Auseinandersetzung" und "nachdem mich die betreffende Parlamentarierin beleidigt und mir zu Unrecht vorgeworfen hatte, ich sei ein Vergewaltiger, habe ich geantwortet, sie hätte es nicht verdient, vergewaltigt zu werden", schrieb Bolsonaro. 

+++ 16.50 Uhr: Mehr als 23.000 Sozialdemokraten machen bei Umfrage zur künftigen Führung mit +++

Bei einer Online-Umfrage unter SPD-Mitgliedern zur Suche nach der künftigen Parteiführung haben sich mehr als 23.000 Sozialdemokraten beteiligt. Mit dieser Zahl sei die Partei "sehr zufrieden", sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Die Angaben der Mitglieder würden nun ausgewertet. Zu den "großen Themen", zu denen sich viele Umfrageteilnehmer äußerten, gehörten demnach eine mögliche Doppelspitze sowie die Beteiligung der Mitglieder am weiteren Verfahren.

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als SPD-Chefin wird die Partei derzeit kommissarisch von Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel geführt. Sie sollen den Übergang hin zu einer neuen Führungsspitze organisieren. Vom 6. bis 13. Juni konnte die SPD-Basis dazu ihre Meinung via Internet kundtun.

+++ 16.38 Uhr: Hauptverdächtiger nach Anschlägen von Sri Lanka gefasst +++

Nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag in Sri Lanka mit mehr als 250 Toten ist ein Hauptverdächtiger gefasst worden. Der 29-jährige Mann aus Sri Lanka sei im Nahen Osten festgenommen und zusammen mit vier anderen Verdächtigen an das Land ausgeliefert worden, teilte die Polizeiorganisation Interpol mit.

+++ 16.23 Uhr: Briten verbieten Werbung mit negativen Geschlechter-Klischees +++

Sie kann nicht einparken, er keine Windel wechseln. Werbung mit klischeehafter Darstellung von Frauen oder Männern, die deren Fähigkeiten infrage stellt, ist in Großbritannien ab sofort verboten. Eine entsprechende Regelung der zuständigen Aufsichtsbehörde in Großbritannien trat in Kraft. 

Damit soll die Verbreitung schädlicher Geschlechterklischees eingedämmt werden, teilte die Advertising Standards Authority (ASA) mit. "Wir haben herausgefunden, dass manche Darstellungen in der Werbung eine Rolle dabei spielen, das Potenzial von Menschen zu beschränken", sagte ASA-Geschäftsführer Guy Parker einer Mitteilung zufolge.

Die Aufsichtsbehörde prüft künftig Werbespots, Anzeigen oder Plakate auf deren Vereinbarkeit mit der neuen Regelung. Nicht verboten sei weiterhin Werbung, die sich wegen des Produkts nur an ein Geschlecht richte, oder Männer und Frauen beim erfolgreichen Verrichten einer vermeintlich typischen Tätigkeit zeigten. Zum Beispiel dürften Männer weiterhin als Heimwerker dargestellt werden oder Frauen beim Shopping, so die Behörde.

+++ 16.18 Uhr: Bolsonaro muss sich für sexistische Beleidigung entschuldigen +++

Auf eine richterliche Anordnung hin hat sich der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro nach 16 Jahren für eine sexistische Beleidigung einer linken Abgeordneten entschuldigt. "Ich bitte die Parlamentarierin Mario do Rosário Nunes öffentlich um Verzeihung", hieß es in einem Schreiben, das der rechtspopulistische Staatschef am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichte. 

Als Abgeordneter hatte er Rosário 2003 auf den Fluren des Kongresses bescheinigt, sie sei es "nicht wert, vergewaltigt zu werden, weil sie sehr hässlich" sei. 2014 wiederholte er die Beleidigung in einer Parlamentsdebatte. Er habe sich zu den Äußerungen in der Hitze einer ideologischen Auseinandersetzung hinreißen lassen, schrieb Bolsonaro nun. Rosário habe ihn beleidigt und als Vergewaltiger bezeichnet. Ein Gericht hatte angeordnet, dass Bolsonaro sich entschuldigen muss. Zudem wurde der Präsident dazu verurteilt, der Abgeordneten eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Reais (2300 Euro) zu zahlen.

+++ 16.12 Uhr: Gestatten, Bundestagsmaus: Nager im Parlamentsgebäude +++

Einmal Mäuschen im Bundestag spielen: Vierbeinige kleine Nager haben das wörtlich genommen und huschen durch das Berliner Jakob-Kaiser-Haus. Aktuell sei im Parlamentsgebäude eine Lebendfalle für Mäuse aufgestellt, sagte Claus Hinterleitner aus der Bundestags-Pressestelle. Weitere Häuser des Bundestags seien aber nicht von Mäusen bewohnt. 

Das Jakob-Kaiser-Haus ist der größte Parlamentsneubau aus dem Jahr 2002 und beherbergt viele Abgeordnetenbüros. Die Linken-Politikerin Anke Domscheit-Berg fing in eineinhalb Jahren bereits 19 Mäuschen mit Lebendfallen. Sie nennt sie anarchistische Hausbesetzer und ließ sie im Tiergarten frei. Über die kleinen Nager berichtet sie via Twitter unter "Bundestagsmaus". Die Anschaffung einer Bundestagskatze stand nicht zur Debatte. Mit der Bekämpfung des Mausbefalls sei nun eine Vertragsfirma beauftragt, ergänzte Hinterleitner. Dabei hatte ein Tierheim bereits zu Bürokatzen geraten - und Vermittlung angeboten.

+++ 16.04 Uhr: Schlechte Idee: Pizzabote parkt unter Drogeneinfluss Polizeiwache zu +++

Ein Liefer-Stopp direkt vor einer Polizeiwache hat einem benebelten Pizzaboten in Düsseldorf reichlich Ärger eingebracht. Der 33-Jährige parkte am späten Donnerstagabend mit seinem Auto einen Eingang der Altstadtwache zu, wie die Polizei mitteilte. Als Beamte ihn auf den verbotenen Halt aufmerksam machten, entgegnete er ungerührt, dass er nur fünf Minuten brauche.

Bei der folgenden Kontrolle erkannten die Beamten "drogentypisches" Verhalten. Ein Test verlief positiv, der Mann stand unter dem Einfluss von Marihuana und Kokain. Damit "endete die Schicht des 33-Jährigen an diesem Tage vorzeitig", teilte die Polizei mit. Sie leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

+++ 16.01 Uhr: Indien will Vergeltungszölle auf mehr als 20 US-Produkte erheben +++

Indien will mehr als 20 US-Produkte mit Vergeltungszöllen belegen. Welche Artikel davon betroffen sind, werde das Finanzministerium bis Samstag bekannt geben, teilte eine Sprecherin mit. Das südasiatische Land reagiert damit auf einen Schritt der USA, die Indien Anfang Juni Vorteile beim Handel gestrichen hatten.

Bisher hatte Indien im Rahmen eines Handelsprogramms für Entwicklungsländer von Zollvergünstigungen beim Handel mit den USA profitiert. Die US-Regierung beendete die bevorzugte Behandlung Indiens am 5. Juni. Präsident Trump hatte Indien vorgeworfen, den USA keinen "gerechten und angemessenen" Zugang zu seinen Märkten zu bieten. Indiens Regierung hatte den Schritt als "bedauerlich" bezeichnet und angekündigt, in diesen Angelegenheiten stets das nationale Interesse im Auge zu behalten. Die Vergeltungszölle werden Thema bei der für die letzte Juniwoche geplante Indienreise von US-Außenminister Mike Pompeo sein. 

+++ 15.24 Uhr: EU streicht Inselstaat Dominica von Steueroasen-Liste +++

Die EU-Finanzminister streichen den Inselstaat Dominica von ihrer schwarzen Liste der Steueroasen. Die Karibikinsel habe Forderungen der Europäer umgesetzt, seine Steuerpraktiken zu ändern, hieß es aus Luxemburg. Konkret wurden Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) umgesetzt, durch die nun ein Austausch von Steuerdaten möglich ist. Auf der Liste verbleiben noch elf Gebiete, viele von ihnen liegen in der Karibik.

Auf der schwarzen Liste stehen Staaten und Gebiete außerhalb der EU, die sich etwa dem internationalen Austausch von Steuerdaten verweigern oder Unternehmenssteuersätze von null Prozent haben. Die Liste war im Dezember 2017 nach Enthüllungen in den sogenannten Panama Papers und den "Paradise Papers" über Firmengeflechte und Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen erstellt worden. Mit der Liste will die EU die genannten Länder dazu bewegen, ihre Steuerpraktiken zu ändern.

+++ 15.20 Uhr: RTL trennt sich von langjährigem Reporter - "TV-Beiträge manipuliert" +++

Ein RTL-Reporter hat nach Angaben des Senders in mehreren Fällen TV-Beiträge manipuliert. Ihm seien bewusst verfälschende Eingriffe in seinen Beiträgen nachgewiesen worden, teilte RTL mit. Daraufhin habe der Sender die sofortige Trennung von dem Mitarbeiter ausgesprochen. Nach RTL-Angaben sollen sämtliche Beiträge des Reporters aus den vergangenen Jahren überprüft werden. Außerdem kläre die RTL-Chefredaktion, wie die Anwendung der geltenden Kontrollmechanismen bei der redaktionellen Abnahme von TV-Beiträgen weiter verbessert werden könne. 

Die bisher geprüften Beiträge seien zwar nicht erfunden, aber handwerklich und inhaltlich dahingehend manipuliert gewesen, dass sie aufregender und größer wirken sollten, als es die Realität hergegeben habe. Der Mitarbeiter hat nach Angaben des Senders in persönlichen Gesprächen unter anderem mit RTL-Chefredakteur Michael Wulf versucht, die Vorwürfe zu relativieren. "Wir vertrauen in die journalistische Aufrichtigkeit unserer Reporter, und unsere Kontrollmechanismen bei der Abnahme von Beiträgen sind streng", sagte Wulf laut der Mitteilung. "Dieser Fall zeigt uns jedoch, dass sie nicht völlig fehlerresistent sind. Wir werden deshalb sehr konsequent daran gehen, den gesamten Prüfungsprozess rund um TV-Beiträge vor der Ausstrahlung noch weiter zu verbessern."

+++ 15.15 Uhr: Gericht bestätigt deutsches Flugverbot für iranische Mahan Air +++

Das Flugverbot für die iranische Mahan Air, das Deutschland aus außen- und sicherheitspolitischen Gründen verhängt hat, ist vom zuständigen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bestätigt worden. Allgemeine politische Interessen der Bundesrepublik könnten es rechtfertigen, eine Betriebsgenehmigung für den Flugverkehr zu widerrufen oder ruhen zu lassen, entschied das Gericht am Freitag. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Az. 7 ME 12/19)

Das OVG urteilte damit über eine Beschwerde der privaten Mahan Air gegen das vom Luftfahrt-Bundesamt am 21. Januar verhängte Start- und Landeverbot in Deutschland. Auch dem Einwand, dass das Verbot für die Flüge von Teheran nach Düsseldorf und München mit einer Befristung hätte versehen werden müssen, folgte das Gericht nicht. 

+++ 14.44 Uhr: Verletzter durch Schüsse in Toronto nach Raptors-Finalsieg +++

Nach dem Finalsieg der Toronto Raptors in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA ist in der kanadischen Metropole ein Mann durch Schüsse verletzt worden. Die Polizei teilte am frühen Morgen (Ortszeit) mit, dass das Opfer ins Krankenhaus gebracht worden sei. Es habe Festnahmen gegeben. Die Zeitung "Toronto Star" berichtete, dass der Mann in Lebensgefahr schwebe. Der Vorfall ereignete sich demnach nahe des Dundas Platzes, auf dem mehrere Tausend Fans den ersten NBA-Titel der Raptors feierten.

+++ 14.19 Uhr: Frauenärztinnen verurteilt - Werbung für Schwangerschaftsabbrüche +++

Wegen Verstoßes gegen das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche sind zwei Berliner Frauenärztinnen verurteilt worden. Es war der erste Prozess seit der Neuregelung des umstrittenen Paragrafen 219a im Frühjahr. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach die Gynäkologinnen schuldig und verhängte Geldstrafen. Auf der Webseite ihrer gemeinsamen Praxis sei angegeben gewesen, dass zu den Leistungen einer der Ärztinnen auch medikamentöse, narkosefreie Schwangerschaftsabbrüche gehören. Auch nach der Neuregelung ist die Nennung weitergehender Informationen etwa zur Methode unzulässig.

Die 56- und 52-jährigen Ärztinnen wurden zu je 2000 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert und den Paragrafen 219a scharf kritisiert. Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils 7500 Euro Strafe verlangt.

+++ 13.45 Uhr: Videos von Lehrern auf Instagram - Schüler zurecht suspendiert +++

Sie haben heimlich Fotos und Videos von Lehrern aufgenommen, die dann auf Instagram landeten: Zwei Berliner Jugendliche müssen sich damit abfinden, dass sie deswegen vom Unterricht ausgeschlossen wurden. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin. Die beiden Zehntklässler einer Integrierten Gesamtschule, die die Bilder einem Mitschüler weiterleiteten, hätten wissen müssen, dass das Material in den sozialen Medien auftauchen würde. Die Direktorin habe sie dann auch zurecht für neun Tage von der Schule suspendiert.

+++ 13.34 Uhr:Länder wollen bundesweiten Warntag 2020 einführen +++

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen 2020 einen bundesweiten Warntag einführen. "Nur wenige Menschen deutschlandweit verstehen Warnmeldungen richtig und können sie entsprechend einordnen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) nach Abschluss der Innenministerkonferenz in Kiel. Zudem sei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, wie die Sirenen klingen und was sie bedeuten. Am 10. September 2020 soll es den bundesweiten Warntag erstmals und dann jährlich geben.

+++ 13.26 Uhr: Feuer auf norwegischem Tanker gelöscht +++

Nach dem mutmaßlichen Angriff im Golf von Oman konnte das Feuer auf dem norwegischen Öltanker "Front Altair" gelöscht werden. Das teilte die Reederei Frontline mit. Das Schiff liege stabil und es sei bislang keine Verschmutzung des Wassers festgestellt worden. Im Laufe des Tages werde ein Bergungsschlepper erwartet. Den 23 Besatzungsmitgliedern gehe es gut.

+++13.08 Uhr: Koalitionsspitzen einig über Teil-Abschaffung des Soli +++

Die Spitzen der Koalitionsfraktionen halten nach längerem Streit doch an der Abschaffung des Solidaritätszuschlags für lediglich 90 Prozent der Steuerzahler fest. Dieser Schritt solle ab dem Jahr 2021 greifen, wie aus einem Beschluss der Spitzen der Fraktionen von Union und SPD hervorgeht. Die Beschäftigten sollen damit um rund zehn Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden. Damit bekräftigt das Regierungsbündnis ein Vorhaben aus seinem Koalitionsvertrag. In den vergangenen Monaten hatte es allerdings Streit darum gegeben, weil Teile der Union eine Komplettabschaffung des Soli gefordert hatten.

+++ 13.08 Uhr: Hunderte in Südpakistan mit Hitzeschlag-Symptomen in Krankenhäusern +++

Pakistan und Indien macht eine Hitzewelle schwer zu schaffen. In Karachi, der Hauptstadt der südpakistanischen Provinz Sindh, seien mehrere Hundert Menschen wegen Verdachts auf Hitzeschlag in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Behördenvertreter Nasir Durrani. In der gesamten Provinz Sindh hätten die Behörden Dutzende Notfallzentren errichtet und den Menschen geraten, sich nicht der Sonne auszusetzen, sagte Durrani. Aktuell werden in der Region Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius gemessen.

+++ 13.03 Uhr: Erste Ukrainer aus dem Donbass erhalten russische Pässe +++

Russland hat erste Pässe im vereinfachten Verfahren an Ukrainer aus den von Separatisten kontrollierten Teilen der Donbass-Region ausgegeben. Etwa 60 Einwohner aus den Gebieten Luhansk und Donezk hätten ihre Dokumente erhalten, meldeten örtliche Medien. Zuvor mussten sie in einer zehnminütigen Prozedur noch Fingerabdrücke abgeben und den Eid auf die Verfassung der Russischen Föderation ablegen.

+++ 12.58 Uhr: Haftstrafe für früheren Laienpriester für Missbrauch der Enkelinnen +++

Für den sexuellen Missbrauch seiner Enkeltöchter soll ein früherer neuapostolischer Laienpriester 16 Jahre nach den Taten ins Gefängnis. Das Aachener Landgericht verurteilte den 75-Jährigen zu dreieinhalb Jahren Haft - bei diesem Strafmaß ist Bewährung ausgeschlossen. Revision gegen das Urteil ist aber noch möglich. 

+++ 12.38 Uhr: Rennen um May-Nachfolge: Gesundheitsminister Hancock wirft hin +++

Im Rennen um das Amt des Parteichefs der britischen Konservativen und Premierministers hat ein weiterer Kandidat seine Bewerbung zurückgezogen. Gesundheitsminister Matt Hancock teilte mit, er werde nicht mehr weiter an dem Auswahlverfahren um die Nachfolge von Theresa May teilnehmen. Er hatte bei einer ersten Wahlrunde in der Fraktion mit 20 Stimmen am Donnerstag ein enttäuschendes Ergebnis eingefahren. Drei Kandidaten waren an der Hürde von 17 Stimmen gescheitert.

Im Rennen verbleiben nun noch sechs Kandidaten. Weiter ausgesiebt wird am Dienstag, wenn 33 Befürworter aus der Fraktion für ein Weiterkommen notwendig sind.

+++ 12.29 Uhr: Unwetter verursachen in Polen schwere Schäden +++

Gewitterstürme und örtlich Hagel haben in Polen schwere Schäden angerichtet. Die Feuerwehr war bis morgens im Dauereinsatz. Keller wurden überflutet, von zahlreichen Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden wurden die Dächer abgerissen, wie TV-Bilder zeigten. In Lobzenica in der Region Großpolen geriet ein Mehrfamilienhaus durch einen Blitzschlag in Brand. Vor allem aber blockierten umgestürzte Bäume Verkehrswege und gefährdeten Menschen.

+++ 12.20 Geständnis im Prozess um tödlichen Streit auf der Wiesn +++

Im Prozess um einen tödlichen Streit auf dem Münchner Oktoberfest hat der Angeklagte die Tat gestanden. "Ich kann halt meine Kraft nicht so einschätzen", sagte der 43-Jährige vor dem Landgericht München, wo er sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten muss. Er habe nicht mit der Faust zugeschlagen, seinen 58 Jahre alten Kontrahenten aber offensichtlich "mit dem Handballen (...) doch sauber getroffen". Der 58-Jährige starb nach dem Schlag im September 2018 an einer Hirnblutung. Das hat der Angeklagte nach eigenen Worten jedoch nicht mitbekommen. "Der hat seine Brille aufgesetzt und ich bin gegangen", sagte er. "Er stand noch, wo ich gegangen bin."

+++ 12.13 Uhr: Pegida-naher ehemaliger LKA-Mann aus Sachsen fordert Entschädigung vom ZDF +++

Ein früherer Mitarbeiter des sächsischen Kriminalamts (LKA), der bei einer Pegida-Demonstration in Dresden mit Journalisten aneinander geraten war, fordert einem Bericht zufolge Entschädigung. Der als "Hutbürger" bekannt gewordene Mann will eine Entschädigung vom ZDF und einem Kameramann, wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Nach Aussage seines Anwalts geht es um eine Medienrechts- und Persönlichkeitsverletzung.

+++ 12.03 Uhr: Zehntausende feiern bei Gay-Pride-Parade in Tel Aviv +++

Zehntausende Menschen haben am Freitag bei der Gay-Pride-Parade in Tel Aviv gefeiert. Die Teilnehmer forderten gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT). "Wir haben es alle verdient, unsere Stimmen zu erheben, zu kommen und zu sagen, dass nach dem langen Weg, den wir gegangen sind, immer noch viel zu tun ist", sagte Tel Avivs Bürgermeister Ron Chuldai laut der Nachrichtenseite "ynet". "Ich verspreche euch, dass wir nicht aufgeben werden und dass wir weiter kämpfen werden, bis wir die volle Gleichberechtigung im Staat Israel sehen."

+++ 12.02 Uhr: Oberverwaltungsgericht kippt Burkini-Verbot in Koblenzer Schwimmbädern +++

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat im Eilverfahren ein in den Schwimmbädern von Koblenz geltendes Burkini-Verbot gekippt. Das zum Jahresbeginn eingeführte grundsätzliche Verbot in der Badeordnung der Stadt verstoße gegen das verfassungsrechtliche Gleichbehandlungsgebot, entschied das Gericht in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Die Richter setzten die Regelung bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren außer Vollzug. Die seit dem 1. Januar geltende Badeordnung erlaubt das Schwimmen nur in Badehose, Badeanzug, Bikini oder Badeshorts. Leistungsschwimmer und Triathleten dürfen auch Neoprenanzüge tragen. Im Schulsport ist das Tragen von Burkinis erlaubt.

+++ 11.26 Uhr: Türkische Justiz klagt Bloomberg-Journalisten wegen Berichts zu Währungskrise an +++

Die türkische Justiz hat zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Bloomberg wegen eines kritischen Berichts zur Währungskrise angeklagt. Ein Gericht in Istanbul nahm eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft an, in der diese wegen eines Versuchs zur "Untergrabung der wirtschaftlichen Stabilität der Türkei" zwei bis fünf Haft fordert, wie Bloomberg mitteilte. Vorausgegangen war eine Beschwerde der türkischen Bankenaufsicht.

+++ 11.23 Uhr: Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit mehr als einem Jahr +++

Große politische Risiken und die andauernde globale Wachstumsschwäche treiben die Anleger zunehmend in als sicher empfundene Anlagen. Davon profitiert auch der Goldpreis: Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg bis auf 1358 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit April 2018. In Euro gerechnet wurde mit 1203 Euro sogar der höchste Stand seit April 2017 erreicht.

+++ 11:12 Uhr: Schweizer Frauen streiken landesweit für gleiche Bezahlung +++

In der Schweiz haben Frauen landesweit für gleiche Bezahlung und volle Gleichberechtigung gestreikt. Es ist der zweite nationale Frauentag nach 1991, als sich rund 500.000 Schweizerinnen an den Protesten beteiligten. Wegen der dezentralen Organisation des Aktionstages lagen zunächst keine Überblickszahlen zur Beteiligung in diesem Jahr vor.

Das Einkommen von Frauen liegt in der Schweiz im Schnitt 20 Prozent niedriger als das Einkommen von Männern. Selbst bei gleicher Qualifikation besteht nach Angaben des nationalen Statistikamtes noch ein Abstand von acht Prozent.

+++ 11.05 Uhr: Irans Präsident bezeichnet die USA als "schwere Bedrohung für die Stabilität" +++

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die USA als "schwere Bedrohung für die Stabilität" in der Region und in der Welt bezeichnet. Die US-Regierung habe in den vergangenen zwei Jahren eine "aggressive Herangehensweise" gezeigt und "alle internationalen Regeln" verletzt, sagte Ruhani bei einem Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Kirgistans Hauptstadt Bischkek.

Die USA machen den Iran für zwei mutmaßliche Angriffe auf Tankschiffe am Donnerstag im Golf von Oman verantwortlich. Teheran weist eine Verantwortung zurück.

+++ 10.37 Uhr: Zahl der Gasthörer an deutschen Hochschulen leicht gestiegen +++

An deutschen Hochschulen haben im vergangenen Wintersemester etwas mehr Gasthörer an Kursen und Lehrveranstaltungen teilgenommen als ein Jahr zuvor. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Wintersemester 2017/2018 um 2,2 Prozent auf 37.400, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Hälfte der Gasthörer war 60 Jahre alt oder älter. Beliebte Fächer waren Geschichte, Wirtschaftswissenschaften und Philosophie.

+++ 10.08 Uhr: Zoll am Flughafen Düsseldorf entdeckt 2630 Tätowiernadeln im Gepäck von Chinesin +++

Pieksiger Fund im Reisegepäck: 2630 Tätowiernadeln haben Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen im Koffer einer 28-jährigen Chinesin entdeckt. Bei der Kontrolle fielen den Beamten sofort die zahlreichen Pakete in dem Koffer auf, wie das Hauptzollamt Düsseldorf am Freitag mitteilte. Die 28-Jährige sagte demnach den Beamten, bei den Tätowiernadeln handele es sich lediglich um Gastgeschenke für ihre Freunde.

Angesichts der schieren Menge an Nadeln hegten die Zöllner jedoch Zweifel an dieser Version. Eine schnelle Überprüfung ergab zudem, dass die 28-Jährige offenbar im Internet mit Tätowiernadeln handelt. Der Zoll leitete daher noch vor Ort ein Steuerstrafverfahren gegen die Frau ein.

+++ 10.04 Uhr: Brasiliens Oberstes Gericht stuft Homophobie als Verbrechen ein +++

Das Oberste Gericht Brasiliens hat Homophobie offiziell als Verbrechen eingestuft. Acht von elf Richtern sprachen sich dafür aus, Anfeindungen gegenüber Homo- und Transsexuellen analog zu rassistischen Verbrechen künftig als Straftat zu werten. Rassistische Straftaten können in Brasilien mit Haftstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen bestraft werden.

In Brasilien hatten Anfeindungen gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle in den vergangenen Jahren zugenommen. Nach Angaben der Organisation Grupo Gay de Bahia, die seit vier Jahrzehnten Statistiken erstellt, gab es in Brasilien allein im Jahr 2017 bei 387 Tötungsdelikten und 58 Suiziden einen homophoben Hintergrund. Das war ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zu 2016.

+++ 08.16 Uhr: Zwei Tote bei Absturz von vietnamesischem Militärflugzeug +++

Beim Absturz eines vietnamesischen Militärflugzeugs sind die beiden Piloten ums Leben gekommen. Der Kampfjet verunglückte nach Angaben der staatlich gelenkten Presse bei einem Übungsflug im Süden des Landes. Das Online-Portal Vnexpress berichtete, das Flugzeug sei aus ungeklärter Ursache in der Nähe des Suoi-Tan-Sees auf ein Feld gestürzt. Zum Alter der Piloten und zum Typ der Unglücksmaschine machten die Behörden zunächst keine Angaben.

+++ 07.20 Uhr: US-Gericht verhängt Todesstrafe für mehrfachen Kindermörder +++

Ein Vater in den USA, der seine fünf Kinder umgebracht hat, ist von den Geschworenen einstimmig zum Tode verurteilt worden. Nicht einmal zwei Stunden berieten die Mitglieder der Jury am 21. Verhandlungstag, bis sie dieses Urteil fällten, wie die Zeitung "TheState" berichtete. Bereits vergangene Woche befanden die Geschworenen im US-Bundesstaat South Carolina den alleinerziehenden Vater für schuldig.

Der Softwareentwickler habe seine Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren im August 2014 getötet. Erstes Opfer sei sein sechsjähriger Sohn gewesen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Geständnisse des Vaters. Danach habe er die anderen vier Kinder in ihren Betten erwürgt.

Eine Gegenstimme bei den Geschworenen hätte gereicht, um statt der Todesstrafe lebenslänglich zu verhängen, hieß es weiter. Bis zur Hinrichtung könnten wegen möglicher Berufungsverfahren allerdings Jahre vergehen, schrieb die Zeitung.

+++ 05.12 Uhr: Rund 35 Grad: Warmes Wochenende in Deutschland +++

Mit Werten um die 35 Grad wird dieses Wochenende in Deutschland eines der bislang wärmsten in diesem Jahr. Hetue soll laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in zahlreichen Städten die 30-Grad-Marke geknackt werden, unter anderem in Berlin, Dresden, Passau und Regensburg. Am Samstag soll es sogar noch etwas wärmer werden, etwa in der Lausitz, wo zum Teil 35 Grad erwartet werden.

+++ 05.06 Uhr: SPD-Frauen fordern Doppelspitzen quer durch die Partei +++

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles vom SPD-Vorsitz hat sich jetzt die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) für Doppelspitzen quer durch die gesamte Partei ausgesprochen. Ab sofort sollten alle Gliederungen der SPD von je einem Mann und einer Frau geführt werden, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel. Das Prinzip müsse in der Parteisatzung verankert werden und künftig "auf allen politischen Ebenen" der Partei gelten, heißt es in einem ASF-Beschluss. Die Doppelspitze solle "vom Ortsverein über die Kreisverbände, Bezirksverbände und Landesverbände bis hin in die Bundestagsfraktion Regel sein", sagte die ASF-Vorsitzende Maria Noichl, dem Magazin.

+++ 05.05 Uhr: New York schafft wegen Masern-Epidemie religiöse Ausnahme bei Impfpflicht ab +++

Angesichts der schweren Masern-Epidemie schafft der US-Bundesstaat New York Ausnahmen von der Impflicht aufgrund religiöser Motive ab. Beide Kammern des Parlaments des Bundesstaates stimmten am Donnerstag mehrheitlich für diese Maßnahme. Der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo hat angekündigt, das Gesetz unterzeichnen zu wollen.

Der Bundesstaat ist seit dem vergangenen Herbst von einem schweren Masern-Ausbruch betroffen. Besonders viele Erkrankungen gibt es im New Yorker Stadtteil Brooklyn und im Landkreis Rockland. In beiden Gebieten leben zahlreiche orthodoxe Juden, die aus religiösen Gründen die Impfung ablehnen.

+++ 04.05 Uhr: Forscher stufen russischen Vulkan auf Kamtschatka als aktiv ein +++

Ein als erloschen geglaubter Vulkan auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka im Osten Russlands ist seit einiger Zeit wieder aktiv. "Es kann jederzeit zu einem Ausbruch kommen", sagte der Vulkanologe Iwan Kulakow. Seit gut zwei Jahren stellen Wissenschaftler fest, dass die seismische Aktivität des Vulkans Bolschaja Udina in der Vulkan-Gruppe Kljutschewskaja zunimmt.

+++ 04.04 Uhr: Pilzerkrankung befällt bedrohte Kakapos - nur noch 142 Tiere +++

Nach einer vielversprechenden Brutsaison schwebt der vom Aussterben bedrohte Kakapo nun erneut in Gefahr. Bereits sieben der neuseeländischen Papageien sind in den letzten Monaten der Pilzerkrankung Aspergillose zum Opfer gefallen, teilte der Zoo in Auckland mit. In der Tierklinik des Zoos war zuvor ein 100 Tage altes Küken gestorben.

Der pummelige, flugunfähige Papagei befand sich schon einmal kurz vor dem Aussterben. Am Tiefpunkt des Artbestands in den 1990er Jahren gab es weniger als 50 Exemplare. Im Moment leben 142 Vögel auf den Inseln Codfish Island (Whenua Hou) und Anchor Island (Puke Nui) abseits der Küste von Neuseelands Südinsel.

+++ 02.16 Uhr: Grapsch-Vorwurf gegen US-Schauspieler Cuba Gooding Jr +++

Dem US-Schauspieler Cuba Gooding Jr wird ein sexueller Übergriff zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft von New York beschuldigte den Oscar-Gewinner, eine Frau unsittlich berührt zu haben. Gooding, der die Vorwürfe entschieden zurückweist, begab sich in ein Polizeirevier. Sein Anwalt sagte, der aus Filmen wie "Boyz n the Hood" und "Jerry Maguire" bekannte Schauspieler werde auf nicht schuldig plädieren.

Medienberichten zufolge wirft eine Frau dem 51-Jährigen vor, ihr am Wochenende in einer Bar in Manhattan an die Brust gegriffen zu haben. Gooding wies dies gegenüber dem Promi-Portal "TMZ" zurück. Es sei "nichts" passiert. "Ich traue dem System. Es gibt eine Aufnahme, die zeigt, was wirklich passiert ist."

+++ 01.33 Uhr: Israelischer Luftangriff auf Gazastreifen +++

Israelische Kampfflugzeuge haben in der Nacht Stellungen der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Vorausgegangen war gegenseitiger Beschuss von militanten Palästinensern und der israelischen Armee, in dessen Verlauf eine Rakete aus dem Gazastreifen in der israelischen Stadt Sderot ein Gebäude traf und beschädigte. Niemand wurde dabei verletzt, auch bei dem israelischen Luftangriff in der Nacht wurden keine Menschen verletzt. Augenzeugen berichteten, dass israelische Kampfjets mehrere Raketen auf Übungs- und Trainingsgelände der Hamas abfeuerten.

+++ 01.07 Uhr: Knapp 500 Rechtsextremisten per Haftbefehl gesucht +++

Die Zahl der mit Haftbefehl gesuchten Rechtsextremisten ist nach einem Medienbericht gestiegen. Sie lag Ende März bei 497 gegenüber 467 im September, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten. Sie berufen sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Die weitaus meisten wurden wegen allgemeinkrimineller Straftaten wie Diebstahl, Betrug oder Verkehrsdelikten gesucht. Insgesamt gingen die Behörden von bundesweit 185.000 offenen Haftbefehlen aus, hieß es.

+++00.40 Uhr: Mutmaßlicher Christchurch-Attentäter plädiert auf "nicht schuldig" +++

Mehr als drei Monate nach dem rassistisch motivierten Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland mit insgesamt 51 Toten hat der mutmaßliche Täter auf "nicht schuldig" plädiert. Der Rechtsextremist aus Australien war per Video aus einem Hochsicherheitsgefängnis zugeschaltet worden.

Das Gericht sitzt in Christchurch, wo bei dem Angriff auf die beiden Moscheen Mitte März insgesamt 51 Menschen getötet worden waren. Dem 28 Jahre alten Brenton Tarrant droht deshalb lebenslange Haft. Für den Beginn des eigentlichen Prozesses gibt es noch keinen Termin.

+++ 00.20 Uhr: Islamistischer Gefährder in Mönchengladbach festgenommen +++

Ein islamistischer Gefährder ist in Mönchengladbach festgenommen worden. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei am Donnerstagabend. Zuerst hatte "Spiegel online" berichtet. Nähere Angaben zu dem Mann machte die Polizei zunächst nicht und verwies auf die Staatsanwaltschaft. Nach Medienberichten waren bei ihm im April eine scharfe Waffe mit Schalldämpfer und Munition gefunden worden. Der Mann soll ein abgelehnter Asylbewerber sein, der aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien kommt.

+++ 00.15 Uhr: Scholz will für Grundsteuer-Reform offenbar Verfassung ändern +++

Im Streit um die Grundsteuer ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nach einem Medienbericht zu einem Kompromiss bereit. Dieser sehe innerhalb einer zunächst geltenden bundeseinheitlichen Regelung Öffnungsklauseln vor, die es den Ländern erlaubten, später davon abzuweichen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Dazu solle das Grundgesetz geändert werden. Das Kabinett solle diesen Kompromiss am kommenden Mittwoch beschließen.

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kng / fs / DPA / AFP