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News des Tages: Polizei erwartet Übergriffe von Clowns zu Halloween

+++ Bislang kein Signal von Mars-Sonde empfangen +++ Feuerpause in Aleppo auf drei Tage verlängert +++ +++ Tesla-Autos erhalten Technik für autonomes Fahren +++ Nordkorea misslingt neuer Raketenstart +++ Die Nachrichten des Tages.

Ein Killer-Clown auf der Jagd in Liverpool

Ein Killer-Clown auf der Jagd in Liverpool

Die News des Tages im Überblick:

+++ 22.23 Uhr: Richter genehmigt Auslieferung von Drogenboss "El Chapo" an die USA +++

Ein mexikanisches Gericht hat die Auslieferung des Drogenbosses Joaquín Guzmán alias "El Chapo" an die USA genehmigt. Ein Richter in der Hauptstadt Mexiko-Stadt wies den Einspruch des inhaftierten Chefs des Sinaloa-Kartells zurück, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Das mexikanische Außenministerium hatte einer Auslieferung des Drogenbosses ins Nachbarland im Mai zugestimmt, Guzmán legte dagegen Widerspruch ein. Einer seiner Anwälte erklärte am Donnerstag, er werde die Entscheidung des Gerichts anfechten. Die Verteidiger Guzmáns hatten angekündigt, notfalls bis vor das Oberste Gericht zu ziehen.
Die Regierung strebt eine Auslieferung des Drogenbosses Anfang kommenden Jahres an. Die Behörden in den US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien werfen "El Chapo" Mord und Drogenhandel vor und wollen ihn deshalb vor Gericht stellen. 

+++ 21.08 Uhr: US-Außenministerium vorsichtig: Feuerpause in Aleppo gutes Zeichen +++

Die USA haben auf die verlängerte Waffenruhe im syrischen Aleppo mit Zurückhaltung reagiert. "Die zurückliegenden paar Stunden sind ein gutes Zeichen", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, am Donnerstag in Washington. "Aber es muss tiefer und breiter werden." Syriens Präsident Baschar al-Assad stehe weiterhin einer längeranhaltenden Waffenruhe im Wege. "Das Bomben muss aufhören", sagte Kirby. Es sei absolut Sache des syrischen Regimes, ihre Flugzeuge am Boden zu lassen.

Ähnlich hatte sich zuvor auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier geäußert. "Dieser Wahnsinn kann und darf nicht weitergehen", sagte er. Moskaus Ankündigung von Feuerpausen sei ein Anfang, der aber nicht ausreiche. Es müsse geschützte Zugangsmöglichkeiten zu den belagerten Menschen geben. Die Vereinten Nationen wollen am Freitag erstmals versuchen, Verletzte und Kranke Menschen aus der Stadt zu bringen.

+++ 20.19 Uhr: "Reichsbürger"-Paar greift Polizisten in Salzwedel an +++

In einem Bürger-Center der Stadt Salzwedel (Sachsen-Anhalt) haben nach Polizeiangaben ein "Reichsbürger" und seine Ehefrau auf Beamte eingeschlagen. Der 43-Jährige hatte sich am Donnerstagmittag geweigert, das Amt zu verlassen. Die Mitarbeiter riefen daraufhin die Sicherheitskräfte, um ihr Hausrecht durchzusetzen, wie die Polizei am Abend mitteilte.

Als der Mann die Polizisten sah, beschimpfte er sie als Nazis und schlug unvermittelt auf sie ein. Die Polizisten wehrten sich - da wurden sie auch von der 34-jährigen Ehefrau angegriffen. Das Paar wurde schließlich zum Verlassen des Bürger-Centers gezwungen. Ein Polizeibeamter und der Angreifer kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. 

+++ 19.31 Uhr: Weitere Frau wirft Trump sexuelle Belästigung vor +++

Eine weitere Frau hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sexuelle Belästigung vorgeworfen. Trump habe sie 1998 beim Tennisturnier US Open in New York ohne ihr Einverständnis an der Brust berührt, sagte die Yoga-Lehrerin Karena Virginia bei einer Pressekonferenz in einem New Yorker Hotel. Das Erlebnis habe sie schockiert und bis heute nicht losgelassen. Zuvor hatten bereits zahlreiche andere Frauen Trump sexuelle Belästigung vorgeworfen. Der Präsidentschaftskandidat hatte mit den Vorwürfen zunächst geprahlt und sie anschließend zurückgewiesen.


+++ 19.15 Uhr: Polizist in Wien für "Heil Hitler"-Gruß verurteilt +++

Weil er bei einer Grenzkontrolle "Heil Hitler" gesagt haben soll, ist ein österreichischer Polizist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der 29-Jährige wurde von einem Gericht in Wien zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hatte einem Kollegen zufolge Ende April am Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland einen ungarischen Autofahrer mit dem in der NS-Zeit üblichen Gruß begrüßt. Der Beklagte selbst bestritt die Vorwürfe und sprach von einem Missverständnis. Der Anwalt des Polizisten hatte von einer "sicherlich idiotischen Bemerkung" zur Belustigung und ohne böse Absichten gesprochen. Das österreichische Verbotsgesetz zur Verherrlichung des Nationalsozialismus schreibt eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis vor. Das Höchstmaß liegt bei zehn Jahren Haft.

+++ 18.55 Uhr: Trump: "Werde das Wahlergebnis anerkennen, wenn ich gewinne" +++

Donald Trump will das Ergebnis der US-Präsidentenwahl anerkennen, wenn er gewinnt. Das sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung vor Anhängern in Delaware im US-Bundesstaat Ohio. Am Vortag hatte sich der Republikaner in der dritten TV-Debatte mit Hillary Clinton geweigert zu sagen, dass er das Wahlergebnis am 8. November anerkennen werde. Das hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Am Donnerstag wiederholte Trump seine Theorie massiven Wählerbetrugs, mit dem er von seinem Sieg abgehalten werde. Er sagte, er werde ein klares Ergebnis anerkennen, behalte sich aber das Recht vor, Ergebnisse rechtlich anzugreifen.

+++ 18.34 Uhr: Polizei erwartet Übergriffe von Clowns zu Halloween +++

Vor zunehmenden Übergriffen gewalttätiger Grusel-Clowns hat der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, gewarnt. "Es ist zu befürchten, dass aus den Clown-Attacken ein ganz, ganz hässlicher Trend wird, der sich zu Halloween in Großstädten ausbreitet", sagte Wendt der "Huffington Post". Opfer sollten umgehend die Polizei rufen und jeden Fall anzeigen. "Die Clowns sind nicht nur Idioten, sie sind Straftäter. Jemanden auf so widerliche Weise zu erschrecken, ist Körperverletzung", betonte er. Dazu zählten Fälle, "bei denen Opfern bewusst körperliches Unwohlsein zugeführt wird - und nichts anderes ist Todesangst." Von der Justiz verlangte er hartes Durchgreifen. Mit einer vernünftigen Verfolgung und harter Bestrafung könne dem Spuk ein Ende gesetzt werden.


+++ 18.16 Uhr: Facebook löscht Aufklärungsvideo zum Thema Brustkrebs +++

Das soziale Netzwerk Facebook hat ein Kampagnenvideo der Schwedischen Krebsgesellschaft zum Thema Brustkrebs gelöscht. Die Bilder seien als "anzüglich" bewertet worden, teilte Cancerfonden mit. In dem Video, das zum präventiven Abtasten der Brust nach verdächtigen Knoten anleitet, seien animierte Frauen mit kreisrunden Brüsten zu sehen. Cancerfonden will die Löschung anfechten, kann nach eigener Darstellung aber niemanden bei Facebook erreichen.

Auch für einen Kommentar war das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Kalifornien nicht zu erreichen. "Wir finden es unverständlich und seltsam, wie jemand medizinische Informationen anzüglich finden kann", sagte Cancerfonden-Sprecherin Lena Biornstad. "Diese Information kann Leben retten, worum es bei uns geht", sagte Biornstad weiter. Facebook hindert demnach die schwedische Krebsgesellschaft an ihrer Arbeit.

+++ 17.50 Uhr: Mindestens acht Tote durch Taifun "Haima" auf den Philippinen +++

Durch den Monster-Taifun "Haima" sind auf den Philippinen mindestens acht Menschen getötet worden. Die meisten seien durch Erdrutsche umgekommen, teilte der Zivilschutz mit. Nach seinen Angaben könnte die Zahl der Opfer weiter steigen, da viele Orte noch keine Rückmeldung geben konnten. Zehntausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört, hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Der Wirbelsturm war am späten Mittwochabend mit Windgeschwindigkeiten von 225 Stundenkilometern im Norden der Hauptinsel Luzon auf Land getroffen. Einzelne Böen erreichten sogar Spitzengeschwindigkeiten von 315 Stundenkilometern. Auf dem Weg über das Gebirge zum offenen Meer schwächte sich der Taifun in der Nacht dann ab. Am Donnerstag nahm er Kurs auf Hongkong und das südchinesische Festland.

+++ 16.54 Uhr: Schläger prügeln Wildpinkler zu Tode +++

Eine Gruppe von Männern hat nach Angaben der Polizei in Freiburg einen Wildpinkler zu Tode geprügelt. Nach einem tödlichen Angriff auf einen 51 Jahre alten Mann suchen die Fahnder vier Männer. Zwischen ihnen und dem Opfer habe es vergangene Woche einen Streit gegeben, teilte die Polizei mit. Wenig später starb der Mann an den Folgen der Schläge. Dies habe die Obduktion der Leiche ergeben. Auslöser des Streits war demnach, dass der 51-Jährige öffentlich in der Nähe einer Kirche uriniert hatte. Daraufhin hätten ihn die Männer zunächst beleidigt und dann attackiert. 

Einen Arzt oder die Polizei hatte den Angaben zufolge damals niemand verständigt, auch das Opfer nicht. Es erzählte wenig später seinem Sohn von dem Vorfall, noch am gleichen Tag starb der Mann. Der Sohn ging schließlich zur Polizei, die eine Obduktion der Leiche in die Wege leitete. Diese zeigte nun, dass der 51-Jährige an den Folgen des körperlichen Übergriffs starb. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge. 

+++ 16.11 Uhr: Gericht kippt Stierkampfverbot in Katalonien +++

Es ist ein harter Schlag für Tierschützer: Das spanische Verfassungsgericht hat das seit sechs Jahren geltende Stierkampfverbot in der Region Katalonien gekippt. Das katalanische Regionalparlament habe mit dem im Juli 2010 verhängten Verbot seine Kompetenzen überschritten, heißt es in dem Urteil des Tribunal Constitucional. Die Richter waren in der Sache von der konservativen Volkspartei des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy angerufen worden. Mit 8:3 Stimmen beschlossen sie eine Annullierung des Verbots. Da der Stierkampf 2013 zum Kulturgut erklärt worden sei, könne über nur der spanische Staat über ein Verbot entscheiden, berichteten Medien unter Berufung auf Justizkreise. Der offizielle Urteilstext solle in den nächsten Tagen bekannt werden, hieß es.

+++ 15.59 Uhr: Feuer in Hotel gelegt - Angeklagter kommt in Haft +++

 Für den Brand mit einem Toten in einem Hotel am Hamburger Hauptbahnhof hat das Landgericht einen Angeklagten zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. "Es war nicht nur eine Tragödie, sondern auch eine Straftat", sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Der alkoholabhängige Angeklagte aus Niedersachsen hatte beim Prozessauftakt gestanden, am 20. April in dem Hotel einen Teppich im Erdgeschoss in Brand gesetzt zu haben. Das Feuer breitete sich über Treppe, Decken und Eingangstür des Hauses aus. Ein 32-jähriger Hotelgast aus Bhutan kam in den Flammen ums Leben. Zehn weitere Hotelgäste erlitten eine Rauchvergiftung.

+++ 14.37 Uhr: BGH: Anspruch auf Schadenersatz bei fehlendem Kita-Platz +++

Eltern, die zum Wunschtermin keinen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind bekommen und deshalb erst später arbeiten gehen können, haben grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Die verantwortliche Kommune muss dem Urteil zufolge aber nur dann zahlen, wenn sie den Mangel mitverschuldet hat.

Geklagt hatten drei Frauen aus Leipzig. Sie hatten jeweils kurz nach der Geburt ihrer Kinder bei der Stadt Bedarf an einem Kita-Platz nach einem Jahr Elternzeit angemeldet. Trotzdem gingen sie zunächst leer aus und konnten erst Monate später zurück in den Job. Ihrer Ansicht nach muss die Stadt dafür geradestehen und ihnen den entgangenen Verdienst ausgleichen - knapp 2200, rund 4500 und etwa 7300 Euro. Das Urteil ist für die Mütter ein wichtiger Etappensieg. Die Gerichte der Vorinstanzen hatten allerdings nicht geklärt, ob die Stadt Leipzig auch schuld an den Verzögerungen war.

+++ 13.24 Uhr: Ufo: Streik bei Kabinenpersonal von Eurowings Deutschland steht bevor +++

Im Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal bei der Lufthansa-Tochter Eurowings in Deutschland stehen die Zeichen auf Streik. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erklärte, ihr bleibe keine andere Wahl, als mit Arbeitskampfmaßnahmen die Forderungen durchzusetzen, nachdem die Eurowings-Geschäftsführung am Mittwochabend den eigenen Vorschlag einer Schlichtung vom Tisch genommen habe. Zum weiteren Vorgehen will sich Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies ab 14 Uhr per Videonachricht äußern. Es geht um die in Düsseldorf sitzende Gesellschaft Eurowings, die 23 von bislang 90 Mittelstreckenjets der Lufthansa-Billigplattform Eurowings betreibt. Im September hatte bereits die Konkurrenzgewerkschaft Verdi einen Warnstreik des Kabinenpersonals bei Eurowings Deutschland organisiert, in dessen Folge acht Flüge ausfielen. Verdi und Ufo konkurrieren in dem Betrieb miteinander.

+++ 13.06 Uhr: Fahnder entdecken 230 Kilo Marihuana in Lastwagen +++

230 Kilogramm Marihuana haben Fahnder in Bayern bei einer Kontrolle in einem Lastwagen entdeckt. Das Rauschgift war in den Hohlräumen von Plastikboxen auf der Ladefläche des Sattelzuges versteckt, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Beamte hatten den Laster am Montag an der Rastanlage Donautal-Ost der Autobahn 3 bei Passau kontrolliert. Als sie sich die Ladefläche ansahen, hätten sie Marihuanageruch bemerkt. Der Fahrer des Sattelzugs sitzt nun in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Landeskriminalamts wurden die Boxen in Italien auf den Laster mit albanischem Kennzeichen aufgeladen und sollten in die Niederlande gebracht werden.

+++ 12.11 Uhr: Gut 100 Migranten erreichen täglich griechische Ägäis-Inseln +++

Im Schnitt 106 Migranten und Flüchtlinge haben im Oktober pro Tag die griechischen Ägäis-Inseln erreicht.  Das ergibt sich aus den Mitteilungen des Stabes für die Flüchtlingskrise in Athen und des UN-Flüchtlingshilfswerks. Im Vormonat waren es 102 Schutzsuchende. "Es ist kein Vergleich mit den Zahlen vom vergangenem Jahr", sagte ein Offizier der Küstenwache. Im September und Oktober 2015 waren täglich zwischen 4900 und gut 6800 Menschen angekommen.

Dennoch sind die Registrierlager (Hotspots) vor allem auf den Inseln Lesbos und Chios weiter heillos überfüllt. Am Donnerstag protestierten Migranten in Chios gegen die langsame Bearbeitung ihrer Asylanträge. Es würden lediglich fünf Anträge pro Tag bearbeitet, sagten sie. Wegen des Personalmangels dauere es mehrere Wochen, bis es zu einer Entscheidung komme. Auf Chios sind aktuell fast 4200 Migranten, aber nur für 1100 gibt es Unterbringungsmöglichkeiten. Viele Menschen leben in provisorischen Zeltlagern.  

+++ 11.31 Uhr: Grusel-Clowns verletzen 33-Jährigen mit Messer +++

Neue Attacke sogenannter Grusel-Clowns: Zwei Maskierte haben in Gelsenkirchen einen 33-Jährigen mit einem Messer angegriffen und dabei leicht verletzt. Der Mann erlitt eine Schnittwunde an der Hand, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die unbekannten Angreifer seien anschließend mit einem Motorroller geflohen. Den Angaben zufolge ist der 33-Jährige gehörlos. Er habe erst mit Hilfe eines Bekannten die Polizei verständigen können.

Bereits in den vergangenen Tagen bedrohten Grusel-Clowns Passanten in Nordrhein-Westfalen. Am Montag verletzte sich eine 14-Jährige in Gelsenkirchen beim Weglaufen vor einem "Clown" mit Baseballschläger. In der Nacht zum Samstag fuchtelte ein Maskierter in Wesel mit einer Pistole und einem Messer herum und erschreckte zwei junge Männer. Seit einiger Zeit machen unheimliche Clowns in den Vereinigten Staaten die Straßen unsicher. Die Maskierten machen sich einen schlechten Spaß daraus, andere Menschen zu erschrecken. Als Videos tauchen die makabren Streiche dann oft im Internet auf.

+++ 11.11 Uhr: Vermisste Hilal - Hamburger Polizei prüft Zusammenhang mit NSU +++

Mehr als 17 Jahre nach dem Verschwinden der Hamburger Schülerin Hilal prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit dem rechtsextremistischen "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). "DNA-Spuren werden abgeglichen", sagte ein Polizeisprecher in der Hansestadt zu entsprechenden Medienberichten. Es gebe aber noch keine konkreten Hinweise, dass eine Verbindung bestehen könnte.

Das türkische Mädchen aus dem Stadtteil Lurup war 1999 verschwunden. Anlass für die Untersuchungen ist der kürzlich bekannt gewordene Fund von DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche der kleinen Peggy in Thüringen.

+++ 09.39 Uhr: Bundeswehr-Panzer bei Übung in Österreich abgestürzt - Zwei Verletzte +++

Ein Kleinpanzer der deutschen Bundeswehr ist auf einem Truppenübungsplatz in Österreich über eine Böschung rund 50 Meter abgestürzt. Dabei wurden der 24 Jahre alte Fahrer leicht, sein 31-jähriger Mitfahrer schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Das Fahrzeug war in der Nacht bei einer Übung in der Wattener Lizum in Tirol offenbar wegen dichten Nebels vom Weg abgekommen und hatte sich dann mehrfach überschlagen. Erst nach dem Einsatz eines Bergekrans konnten die beiden Insassen aus dem Panzer geholt werden. Der 31-Jährige wurde mit einem Notarzthubschrauber in eine Klinik nach München geflogen.

+++ 09.11 Uhr: Mehrheit der Deutschen misstraut Anlageberatern +++

Anlageberater haben bei vielen Deutschen einen schweren Stand. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Teilnehmer sagten in einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Yougov und der Quirin Bank, sie hegten ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Beratern, die ihnen bestimmte Geldanlagen empfehlen. 50 Prozent sind zugleich der Ansicht, dass kein Berater auf Dauer schlauer sein kann als der Markt, wie aus einer Erhebung hervorgeht. Auf die Frage, welche Bedenken sie vor allem gegen Anlageberater hegten, nannten demnach 58 Prozent die Sorge, dass die Finanzexperten nur aus Provisionsinteresse bestimmte Produkte empfehlen. 46 Prozent fürchteten, dass sie zu viel für die Beratung zahlen im Verhältnis dazu, was diese ihnen bringe. 

+++ 09.09 Uhr: Polizei überwältigt mutmaßlichen Terroristen in Indonesien +++

In Indonesien hat ein mutmaßlicher Terrorist mit einer Machete Polizisten angegriffen. Er wurde angeschossen und überwältigt, wie ein Polizeisprecher sagte. Er habe drei Beamte in Tangerang nahe der Hauptstadt Jakarta verletzt. Der 21-Jährige sei mit einem Sticker des IS unterwegs gewesen und habe womöglich Sprengstoff dabei gehabt. Die Polizei wollte ihn stoppen, als er versuchte, den Sticker an einem Gebäude anzukleben. Er habe die Beamten daraufhin angegriffen. Indonesien liegt in Südostasien und ist mit 250 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt.

+++ 08.13 Uhr: Offensive auf IS-Bastion Mossul geht mit Großangriff weiter +++

Irakische Sicherheitskräfte setzen ihre Offensive auf die IS-Hochburg Mossul den vierten Tag infolge fort. Kurdische Peschmerga-Kämpfer hätten am Donnerstagmorgen eine groß angelegte Operation nördlich und nordöstlich der Großstadt begonnen, meldete das Oberkommando der Peschmerga in Erbil. Die Angriffe kämen über drei Fronten. Ziel sei es, mehrere Orte einzunehmen und strategisch wichtiges Gebiet unter Kontrolle zu bringen. Damit solle die Bewegungsfreiheit des IS eingeschränkt werden. Der staatliche TV-Sender Al-Iraqiya berichtete, Anti-Terror-Kräfte der Armee rückten auf den Ort Bartella östlich von Mossul vor. Dieser war vor der Eroberung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im August 2014 vor allem von Christen bewohnt worden. Die irakische Armee, kurdische Peschmerga-Kämpfer und lokale sunnitische Milizen hatten eine lang erwartete Offensive auf Mossul begonnen. Die Stadt ist die letzte IS-Bastion im Irak.

+++ 08.01 Uhr: Nach Schüssen auf Polizisten - Beamter erliegt seinen Verletzungen +++

Nach den Schüssen eines sogenannten Reichsbürgers im mittelfränkischen Georgensgmünd ist ein Polizist seinen Verletzungen erlegen. "Er ist jetzt tatsächlich verstorben", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfrankens. Am Mittwochabend hatte die Polizei den Tod des Beamten zunächst noch fälschlicherweise vermeldet. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich um einen Jäger, der 31 Lang- und Kurzwaffen zunächst legal besaß. Von den Behörden wurde er aber nicht mehr als zuverlässig eingestuft. Deshalb sollten ihm seine Waffen entzogen werden. Zuvor hatten die Behörden seinen Jagdschein und seine Waffenbesitzkarte als ungültig erklärt.

+++ 07.02 Uhr: CSU-Europapolitiker: Stopp von Ceta wäre verheerend +++

Vor dem EU-Gipfel hat der CSU-Europapolitiker Manfred Weber eindringlich vor einem Scheitern des Handelspakts Ceta mit Kanada gewarnt. "Sollte die EU nicht in der Lage sein, das Abkommen abzuschließen, wären die Folgewirkungen für Europas Stellung in der Welt verheerend", sagte Weber. "Die Zuverlässigkeit und Handlungsfähigkeit Europas würde in Frage stehen." Das Abkommen soll Zölle und Handelshemmnisse abbauen und eigentlich bereits nächste Woche feierlich unterzeichnet werden. Doch die belgische Regionalregierung der Wallonie hat ein Veto eingelegt und blockiert den Vertrag derzeit.

+++ 06.31 Uhr: Nordkorea misslingt neuer Raketenstart +++

Nordkorea ist nach südkoreanischen Angaben zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage der Test einer Mittelstreckenrakete misslungen. Nordkorea habe eine ballistische Rakete im Nordwesten des Landes gestartet, teilte Südkoreas Verteidigungsministerium mit. Die Rakete sei aber offensichtlich kurz nach dem Start in der Luft explodiert. Es habe sich vermutlich um eine Rakete des Typs Musudan gehandelt. Am vergangenen Samstag war bereits nach Angaben Südkoreas der Test einer Musudan fehlgeschlagen. Mehrere UN-Resolution verbieten dem wegen seines Atomprogramms international isolierten Regime, Tests von Raketen mit ballistischer Raketentechnik vorzunehmen. 

+++ 05.02 Uhr: Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge läuft schleppend an +++

Das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles initiierte Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge ist schleppend angelaufen. Seit dem Start des Programms am 1. August seien bis zum 9. September erst 739 Teilnehmerplätze für diese sogenannte Flüchtlingsintegrationsmaßnahme beantragt worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Sie beruft sich auf einen Bericht, den das Arbeitsministeriums  auf Anfrage der Grünen-Haushaltspolitikerin Ekin Deligöz vorlegte. 

+++ 04.54 Uhr: Tesla baut Technik für autonomes Fahren in alle Autos ein +++

Der Elektroauto-Hersteller Tesla wird alle seine neuen Fahrzeuge mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren ausrüsten. Die Software dazu solle später schrittweise folgen, erklärte Tesla-Chef Elon Musk. Bis Ende kommenden Jahres solle es zum Beispiel möglich sein, von Los Angeles nach New York gefahren zu werden, ohne auch nur einen Handgriff machen zu müssen, sagte er zum Zeitplan. Alle Tesla-Fahrzeuge bekämen nun acht Kameras statt bisher einer, Radar-Sensoren mit höherer Reichweite und Auflösung sowie 40 Mal mehr Rechenleistung im Computer, sagte Musk. Das für 2017 angekündigte günstigere Fahrzeug Model 3 gehöre dazu, bisher verkaufte Teslas könnten nicht nachgerüstet werden. "Ich wünschte, man könnte es anders machen" - aber wegen der engen Integration wäre das so unrealistisch wie jemandem eine Wirbelsäule zu transplantieren.

+++ 04.12 Uhr: Venezuela vor Pleite? - Ölkonzern geht Geld aus +++

Dem größten Ölkonzern Lateinamerikas, dem Unternehmen PDVSA, droht die Pleite - das könnte wegen der Abhängigkeit von den Erdöleeinnahmen verheerende Folge für Venezuela haben. "Eine Pleite von PDVSA zieht eine Staatspleite nach sich", sagte der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Venezuela, Henning Suhr, der Deutschen Presse-Agentur. Auch Ratingagenturen und Analysten sehen das Risiko.

+++ 03.51 Uhr: Grüne wirft Verfassungsschutz bei "Reichsbürger" Fehlurteil vor +++

Nach den Schüssen eines Mitglieds der sogenannten Reichsbürgerbewegung auf Polizisten in Franken hat die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, schwere Vorwürfe gegen den Verfassungsschutz erhoben. Die Bundesbehörde habe das Gefahrenpotenzial der Reichsbürgerbewegung in fataler Weise unterschätzt. Dem ARD-Politikmagazin Kontraste (Donnerstag) erklärte sie: "Seit geraumer Zeit fragen wir die Bundesregierung immer wieder: Wann nehmt ihr die Reichsbürger auf den Schirm? Was muss da noch passieren?"  Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen habe in etwa so geantwortet: "Das sind hauptsächlich Spinner, die müssen wir nicht ernst nehmen. Welch ein fatales Fehlurteil das ist, zeigt sich jetzt", sagte Mihalic.

+++ 02.33 Uhr: Massive Proteste gegen Frauenmorde in Argentinien +++

Zehntausende Menschen sind in Buenos Aires bei strömendem Regen auf die Straße gegangen, um gegen die häufigen Frauenmorde im Argentinien zu protestieren. Auch in zahlreichen weiteren Städten des Landes gab es am Mittwoch Kundgebungen, zu denen die Fraueninitiative "#Ni Una Menos" (Nicht eine weniger) nach der Vergewaltigung und dem Tod einer Minderjährigen in Mar del Plata, 400 Kilometer südlich von Buenos Aires, aufgerufen hatte.

Mehrere Tausend Frauen legten vor den Demos demonstrativ ihre Arbeit für eine Stunde nieder. Auf den Straßen von Buenos Aires waren die schwarz gekleideten Frauen zu sehen, die dem Streikaufruf folgten, wie die Nachrichtenagentur Télam berichtete. Mehrere Nachrichtensendungen im Fernsehen wurden am Mittwochmittag (Ortszeit) zur Streikstunde nur von Männern geführt, weil die Journalistinnen an dem Protest teilnahmen. 

+++ 01.26 Uhr: Feuerpause für Aleppo soll drei Tage lang gelten +++

Die Feuerpause für Aleppo soll nach Angaben der syrischen Armee drei Tage dauern. Die Waffenruhe solle am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von acht Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MESZ) bis 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) gelten, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Mittwochabend aus einer Erklärung des Militärs. Die Armee rief weiterhin "die bewaffneten Männer in den östlichen Bezirken Aleppos" auf, ihre Waffen niederzulegen.

Einige Stunden zuvor hatte Russland die Feuerpause von ursprünglich acht auf elf Stunden am Donnerstag verlängert. Bereits am Dienstag hatten die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und die mit ihm verbündete russische Armee ihre Luftangriffe auf Aleppo eingestellt. Seit dem Scheitern einer Mitte September ausgehandelten landesweiten Feuerpause versuchen syrische Regierungstruppen mit Hilfe der russischen Armee, Aleppo durch massive Bombardements komplett unter ihre Kontrolle zu bringen.

+++ 0.44 Uhr: ESA: Mars-Sonde gelandet  - aber kein Signal +++

 Die Testsonde "Schiaparelli" ist auf dem Mars gelandet, sendet aber kein Signal. Die Sonde habe den Boden des Roten Planeten berührt, sagte Thierry Blancquaert von der europäischen Weltraumagentur ESA in der Nacht zu Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Es sei unklar, ob die Sonde intakt sei oder nicht. Möglicherweise habe "Schiaparelli" einen Felsen oder einen Krater gerammt oder könne "einfach nicht kommunizieren", sagte Blancquaert weiter.

Im Zuge der europäisch-russischen Mission ExoMars hatte sich "Schiaparelli" am Sonntag nach siebenmonatiger Reise von der Atmosphärensonde TGO gelöst, mit der sie Huckepack zum Mars gereist war. Am Mittwochaend konnte die ESA zunächst einmal feiern, dass die TGO planmäßig in den Orbit des Roten Planeten eingetreten ist. Doch von "Schiaparelli" gibt es nach wie vor kein Zeichen.

jen/amt/kis / AFP / DPA