HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Mehrere Tote durch Tropensturm "Florence" im Südosten der USA

Merkel äußert sich zum GroKo-Krach um Maaßen +++ Union fällt im ZDF-"Politbarometer" auf Rekordtief +++ VW beendet Produktion des Beetle +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde trifft Hurrikan Florence auf die US-Ostküste

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde trifft Hurrikan "Florence" auf die US-Ostküste

AFP / Getty Images

Die wichtigsten Meldungen des Tages:

  • Mehrere Tote durch Tropensturm "Florence" im Südosten der USA (22.55 Uhr)
  • Merkel sieht Regierungsbündnis wegen Maaßen nicht in Gefahr (15.05 Uhr)
  • Älteste Alkohol-Produktionsstätte in Israel entdeckt - 13.000 Jahre (12.43 Uhr)
  • Aus für den Nachfolger des legendären Käfers (11.31 Uhr)
  • Fast 70.000 Hundertjährige in Japan (10.15 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker: 

+++ 23.55 Uhr: Viele Notfalleinsätze wegen "Florence" +++

Das Zentrum des Tropensturms "Florence" stieß am Freitagmorgen (Ortszeit) in Wrightsville Beach in North Carolina auf Land. "Florence" brachte schwere Fluten, heftige Böen und extreme Regenfälle. Katastrophenschützer mussten ausrücken, um Menschen aus überfluteten Häusern zu retten. Der Fernsehsender CNN berichtete, mehr als 400.000 Menschen in North und South Carolina seien ohne Strom. Experten warnen vor tagelangen heftigen Regenfällen.

Es liefen bereits viele Notfalleinsätze in der betroffenen Küstenregion, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long. Als eine der ersten Gegenden wurden die Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Inselkette in North Carolina. Auch den Ort New Bern an der Küste North Carolinas traf die Sturmflut. Rund 150 Menschen warteten hier zwischenzeitlich darauf, von Rettungskräften aus den Wassermassen gerettet zu werden, wie der National Weather Service auf Twitter meldete. Am Nachmittag wurde der Sturm vom Hurrikan zum Tropensturm zurückgestuft. 

Die Auswirkungen von "Florence" zeigten sich dennoch an vielen Orten. Die Tücke an "Florence" ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Niederschlägen. Flüsse traten über die Ufer, Straßen wurden überspült. Mehr als 1300 Flüge wurde laut CNN an der US-Ostküste gestrichen. In der Nähe von Wilmington in North Carolina - unweit des Ortes, an dem "Florence" auf die Küste traf - hatte der Stromversorger Duke Energy ein Atomkraftwerk vorsichtshalber vom Netz genommen. 

+++ 22.52 Uhr: Mehrere Tote durch Tropensturm "Florence" im Südosten der USA +++

Der Tropensturm "Florence" hat im Südosten der USA zu den ersten Todesopfern geführt. Mindestens vier Menschen starben, darunter eine Mutter und ihr Baby in Wilmington im Bundesstaat North Carolina, als ein Baum auf ihr Haus stürzte, wie die Polizei mitteilte. Der Vater wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. US-Präsident Donald Trump kündigte für die kommende Woche einen Besuch in den betroffenen Gebieten an.

+++ 22.08 Uhr: "People": Justin Bieber und Hailey Baldwin haben geheiratet +++

Das ging schnell: Nur zwei Monate nach der Verlobung hat Popstar Justin Bieber das Model Hailey Baldwin laut einem US-Medienbericht geheiratet. Die Eheschließung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Donnerstag in einem Standesamt in New York statt, wie das US-Magazin "People" unter Berufung auf eine "religiöse Quelle" berichte. Demnach soll bald eine kirchliche Trauung und eine Feier mit Familie und Freunden folgen.

+++ 21.03 Uhr: Bis zu 3500 Teilnehmer bei rechter Demonstration in Chemnitz +++

An einer Demonstration der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz haben in der sächsischen Stadt rund 3500 Menschen teilgenommen. Unter dem Motto "Wir sind mehr, wir kommen wieder!" versammelten sie sich zunächst vor dem Karl-Marx-Monument und zogen dann begleitet von einem starken Polizeiaufgebot durch die Innenstadt. Nach Angaben der Polizei blieb es bis zum offiziellen Ende der Kundgebung störungsfrei. Anlass der Demonstration war der Tod eines Deutschen, der am 26. August in Chemnitz erstochen worden war. Tatverdächtig sind drei Asylbewerber. Pro Chemnitz hat seither immer wieder Demonstrationen angemeldet, bei denen von Teilnehmern unter anderem der Hitlergruß gezeigt worden war.

+++ 21.02 Uhr: Frau und Kleinkind sterben durch Hurrikan "Florence" +++

Der Hurrikan "Florence" hat in der US-Stadt Wilmington (North Carolina) die ersten Todesopfer gefordert. Nach dem Sturz eines Baumes auf ein Wohnhaus starben eine Frau und ihr Kleinkind, wie die Polizei in Wilmington am Freitag mitteilte. Der Vater des Kindes wurde mit erheblichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Wirbelsturm war am Morgen in der Nähe von Wilmington auf Land getroffen und führt neben starkem Wind erhebliche Wassermassen mit sich.

+++ 19.45 Uhr: Tropensturm "Florence" setzt North Carolina unter Wasser +++

Ein nur langsam vorüberziehender Wirbelsturm mit rekordverdächtigen Wassermassen: Hurrikan "Florence" hat mit mächtigen Windböen, schweren Regenfällen und meterhohen Überschwemmungen die Südostküste der USA heimgesucht. Einsatzkräfte retteten hunderte Menschen aus von Wasser umschlossenen Häusern. Besonders schwer wurde der US-Bundesstaat North Carolina getroffen. Gouverneur Roy Cooper sprach bei einer Pressekonferenz von "Verwüstungen".

In der Küstenstadt New Bern in North Carolina verwandelten sich Parkplätze in Seenlandschaften. "Wir kommen Sie holen. Sie müssen vielleicht in den zweiten Stock oder auf den Dachboden steigen, aber wir kommen Sie holen", wandte sich die Stadtverwaltung im Kurzbotschaftendienst Twitter an ihre Bewohner.

Cooper sagte, es habe bisher keine Todesfälle gegeben, "viele hundert" Rettungsaktionen seien erfolgt. "Wir sind zutiefst besorgt, dass ganze Ortschaften ausradiert werden könnten", sagte Cooper. Eine halbe Million Menschen im Bundesstaat seien ohne Strom. "Die Rettungskräfte arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, die heute nur noch schlimmer werden", sagte Cooper.

+++ 19.32 Uhr: Drei Palästinenser sterben an der Gaza-Grenze +++

Bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze sind nach palästinensischen Angaben drei Menschenerschossen worden. Ein 14-Jähriger sei in den Kopf getroffen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mit. 248 weitere Palästinenser seien verletzt worden, davon 80 durch Schüsse.

Nach Angaben der israelischen Armee hätten sich rund 13.000 Palästinenser an verschiedenen Punkten am Grenzzaun versammelt. Sie hätten Reifen verbrannt und Steine und Brandbomben auf israelische Soldaten geworfen sowie zwei Granaten auf ein Militärfahrzeug. Die israelische Luftwaffe habe daraufhin zwei Hamas-Stützpunkte angegriffen. Ein Soldat sei leicht verletzt worden.

+++ 18.54 Uhr: Außenminister Maas fürchtet humanitäre Katastrophe in Syrien +++

Bei seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einer "Großoffensive" der syrischen Armee auf die Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten des Landes gewarnt. Es gehe darum, eine "neue humanitäre Katastrophe" zu verhindern, sagte Maas. Lawrow betonte, es sei keine Großoffensive auf Idlib geplant. Moskau werde dennoch alles zum Schutz von Zivilisten unternehmen.

In der Provinz Idlib, der letzten Rebellenhochburg in Syrien, drohten "katastrophale Folgen für Millionen Menschen", sagte Maas. Zwar sei es "natürlich" notwendig, gegen "Terrorgruppen" vorzugehen, aber die "unschuldigen Menschen in und um Idlib" müssten geschützt werden.

Lawrow sagte in Berlin, die syrischen Truppen und ihre russischen Verbündeten reagierten lediglich auf Angriffe von "Terroristen" aus Idlib. Gleichzeitig werde Russland alles unternehmen, um ein Leiden der Zivilbevölkerung zu verhindern. So sollten humanitäre Korridore und Waffenstillstandszonen eingerichtet werden.

+++ 18.14 Uhr: Zwei Palästinenser bei Zusammenstößen im Gazastreifen getötet +++

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der israelischen Armee an der Grenze zum Gazastreifen sind zwei Palästinenser erschossen worden. Zunächst meldete das Gesundheitsministerium in Gaza den Tod eines 14-Jährigen, der östlich der palästinensischen Flüchtlingssiedlung Dschabalija im Norden des Gazastreifens getötet worden sei. Kurz darauf wurde der Tod eines Mannes in der Nähe der Stadt Chan Junis im Süden der Enklave verkündet.

Nach Angaben des Ministeriums wurden mindestens zwölf weitere Menschen verletzt. Die Demonstrationen fanden an mehreren Stellen entlang der Grenze statt. Bilder zeigten dichten dunklen Rauch, als Demonstranten Reifen verbrannten. Mehrere von ihnen waren mit Molotow-Cocktails oder Steinschleudern bewaffnet. Die israelische Armee schätzte die Zahl der an den "Unruhen" beteiligten Menschen auf insgesamt 13.000.

+++ 18.03 Uhr: Schäuble fordert Neuausrichtung europäischer Flüchtlingspolitik +++ 

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat eine Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik in Europa gefordert. Dabei müsse es zum einen darum gehen, "die Menschen zu retten, die sich noch immer auf den lebensgefährlichen Weg übers Mittelmeer begeben", sagte Schäuble dem Düsseldorfer "Handelsblatt". Man müsse ihnen aber "zugleich zweifelsfrei klarmachen, dass das nicht der Weg nach Europa ist".

"Wer erkennt, dass er keine Chance mehr hat, nach Europa einreisen zu dürfen, wird auch das Risiko des eigenen Todes dafür nicht mehr in Kauf nehmen wollen", argumentierte der Bundestagspräsident. Um diese zu erreichen, müssten die europäischen Staaten zusammenstehen.

+++ 16.44 Uhr: Linke und Grüne: Maaßen hat Parlament im Fall Amri getäuscht +++

Linke und Grüne sind nach der Anhörung einer Verfassungsschützerin im Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestages überzeugt, dass der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, die Öffentlichkeit getäuscht hat. Die Linken-Obfrau Martina Renner sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Nach der Zeugenvernehmung steht fest, dass Maaßen im Nachgang des Anschlags das Parlament belogen hat. Dies geschah offensichtlich mit der Absicht, die tatsächliche Rolle des BfV zu vertuschen." Die Grünen-Obfrau Irene Mihalic erklärte: "Nun müssen wir noch klären, warum uns Bundesregierung und BfV bisher die Unwahrheit gesagt haben."

Der tunesische Islamist Anis Amri war am 19. Dezember 2016 mit einem Lastwagen auf dem Berliner Breitscheidplatz in einen Weihnachtsmarkt gerast. Er tötete zwölf Menschen. Der Untersuchungsausschuss soll mögliche Behördenfehler vor dem Anschlag untersuchen. Eine Mitarbeiterin des Bundesamtes hatte am Donnerstag im Ausschuss ausgesagt, sie habe im Januar 2016 begonnen, Informationen über Amri in einer "Personenakte" zu sammeln.

Maaßen hatte im März 2017 über Amri gesagt: "Wir hatten es hier mit einem reinen Polizeifall zu tun, der in den zuständigen Bundesländern bearbeitet wurde." Neun Monate später sagte er: "Der Verfassungsschutz war mit dem Fall nur am Rande befasst. Amri war bis zuletzt ein Fall in den Händen der Polizeibehörden." Die Sprecherin des Bundesinnenministeriums, Eleonore Petermann, sagte, es sei damals "nicht die Unwahrheit gesagt worden". Der Verfassungsschutz habe vor dem Anschlag in Bezug auf Amri lediglich sehr niedrigschwellige "vorbereitende Maßnahmen" ergriffen. Aus diesen Maßnahmen hatten sich nach Angaben der BfV-Mitarbeiterin keine weiteren Anhaltspunkte ergeben.

+++ 15.57 Uhr: Polizei ermittelt wegen ausländerfeindlichem Angriff in Chemnitz +++

Die Polizei ermittelt wegen einer mutmaßlich ausländerfeindlichen Attacke auf einen Tunesier in Chemnitz. Der 41-Jährige sei am Mittwochabend am Boden liegend von einer Gruppe unbekannter Angreifer geschlagen worden. Zeugen hätten ausgesagt, dass die vier Täter sich dabei fremdenfeindlich geäußert haben, teilte die Polizei mit. 

Die Polizei hatte bereits am Vortag über die Auseinandersetzung informiert. Erst im Laufe der weiteren Ermittlungen habe sich aber der mögliche ausländerfeindliche Hintergrund ergeben, sagte ein Sprecher. 

Der Staatsschutz habe Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Dabei werde auch genau geprüft, was dem Angriff vorausgegangen sei. Zudem werde auch ein möglicher Zusammenhang zu einer Attacke auf einen 20 Jahre alten Afghanen am 1. September geprüft. Der Mann war im Stadtteil Markersdorf von vier Vermummten geschlagen und verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

In Chemnitz gab es nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen Ende August in den vergangenen Wochen immer wieder Proteste; dabei kam es auch zu fremdenfeindlichen Übergriffen.

+++ 15.39 Uhr: 1. FC Köln unterstützt Kampf gegen Blutkrebs +++

Fußball-Zweitligist 1. FC Köln unterstützt den Kampf gegen Blutkrebs. Die Kölner Profis werden im Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Aufsteiger SC Paderborn ein spezielles Trikot mit dem Schriftzug DKMS tragen. Diese Abkürzung steht für Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Der FC-Hauptsponsor (Rewe) verzichtet zugunsten der gemeinnützigen Aktion auf seinen Schriftzug. Zudem bietet der FC am Sonntag am Stadion erstmals Registrierungsstellen für potenzielle Stammzellspender an.

+++ 15.05 Uhr: Merkel sieht Regierungsbündnis wegen Maaßen nicht in Gefahr +++

Der Zwist um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen stellt nach Überzeugung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) keine Gefahr für den Fortbestand des schwarz-roten Regierungsbündnisses dar. "So wichtig die Position des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist, so klar ist auch, dass die Koalition an der Frage eines Präsidenten einer nachgeordneten Behörde nicht zerbrechen wird", sagte die Kanzlerin in Vilnius.    

Kritik im Bundestag: Nach Chemnitz-Äußerungen: Seehofer und Maaßen unter Beschuss

Die Gespräche der Parteichefs würden am Dienstag fortgesetzt, bekräftigte Merkel. Ein Krisentreffen, zu dem die Kanzlerin am Donnerstag die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles und CSU-Chef Horst Seehofer geladen hatte, hatte keine Lösung gebracht. Führende SPD-Politiker pochen weiter auf einen Ablösung von Maaßen, dem vom Bundesinnenminister Seehofer trotz umstrittener Aussagen zu ausländerfeindlichen Vorfällen in Chemnitz wiederholt das Vertrauen ausgesprochen wurde.

+++ 14.59 Uhr: Hurrikan "Florence" trifft mit Wucht auf Land +++

Mit Wucht ist Hurrikan "Florence" auf die Südostküste der USA getroffen. Das Zentrum des Wirbelsturms erreichte am Freitagmorgen (Ortszeit) den Ort Wrightsville Beach in North Carolina, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Der Sturm entfaltete Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde, bewegte sich aber selbst mit nur neun Kilometern pro Stunde vorwärts. Damit gilt er als Hurrikan der niedrigsten Stufe 1. Trotzdem hat er zerstörerische Kraft und sorgte für schwere Fluten an der Küste, für Überschwemmungen, heftige Böen und extreme Regenfälle. Der Fernsehsender CNN berichtete, mehr als 400.000 Menschen in North und South Carolina seien ohne Strom. 

Video: Hurrikan "Florence" trifft auf US-Küste

Der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, es sei besonders gefährlich, dass sich "Florence" derart langsam bewege, sich sehr lange über den Küstengebieten halte und enorme Wassermassen dorthin trage. Der Chef der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long, es liefen bereits viele Notfalleinsätze in der betroffenen Küstenregion.

+++ 14.41 Uhr: Plagiatsaffäre in Spanien: Sánchez veröffentlicht Doktorarbeit +++

Der des Plagiats beschuldigte spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat seine beanstandete Doktorarbeit im Netz veröffentlicht. Die sozialistische Regierung teilte mit, die Arbeit sei am Freitag mit zwei Plagiatssoftwares überprüft worden und habe die Tests bestanden. Regierungssprecherin Isabel Celaá sagte in Madrid, die Affäre sei "ein Versuch, die Regierung zu stürzen."

+++ 14.33 Uhr: Keine Einigung im Streit um Grab von Kurzhaarkatze Minki +++

Im Streit um die korrekte Ausgestaltung eines Katzengrabes auf einem Tierfriedhof hat auch ein Gerichtstermin keine Einigung gebracht. Die Klage des Katzenbesitzers gegen die Friedhofsbetreiberin wurde am Amtsgericht Mönchengladbach abgewiesen - allerdings handelt es sich um ein sogenanntes Versäumnisurteil. Der Kläger hat durch das taktische Manöver Zeit, ohne Begründung Einspruch einzulegen, wie ein Gerichtssprecher am Freitag erläuterte. "Der Sinn ist, am Ende Zeit zu gewinnen."

Bei dem Zwist geht es um das Grab einer Kurzhaarkatze mit Namen Minki in Mönchengladbach. Minkis Besitzer wirft der Betreiberin des Friedhofs vor, die Grabfläche so verkleinert zu haben, dass sein Haustier nun unter den Randsteinen liege. Die Betreiberin hält dagegen: Die Größe des Grabes sei mindestens so wie vereinbart und die Katze liege in dem umrandeten Feld. "Wir wollen hoffen, dass es nicht zu einer Exhumierung kommen muss", sagte ihre Anwältin.

+++ 14.27 Uhr: Rentnerin geht mit D-Mark einkaufen - und erstattet Falschgeldanzeige +++

Weil sie ihren Supermarkteinkauf nicht mit D-Mark-Scheinen bezahlen konnte, hat eine Rentnerin im Allgäu Anzeige erstatten wollen. Wie die Polizei mitteilte, wollte die Rentnerin am Donnerstagnachmittag statt mit einem Fünf-Euro-Schein mit einem alten Fünf-Mark-Schein bezahlen. Die Kassiererin in Marktoberdorf (Kreis Ostallgäu) weigerte sich, den Schein anzunehmen. Daraufhin ging die Seniorin zur Polizei, weil ihr wohl Falschgeld untergejubelt worden sei.

Wie sich herausstellte, hatte die Rentnerin daheim noch einen Geldbeutel mit Banknoten der im Jahr 2002 abgelösten Währung. Als sie zum Supermarkt ging, hatte die Frau schlicht die falsche Börse mitgenommen. "Die vermutlich sehr junge Kassiererin kannte diesen Schein wahrscheinlich gar nicht mehr", kommentierte ein Polizeisprecher den Vorfall.

+++ 14.17 Uhr: Kreml: Russische Führung hat nichts mit Fall Skripal zu tun +++

Der Kreml weist jede Verwicklung in den Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien zurück, auch nachdem Großbritannien zwei Russen als Täter präsentiert hat. "Wir halten es für inakzeptabel, die russische Führung oder den russischen Staat mit dem in Verbindung zu bringen, was in Salisbury passiert ist", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau.

+++ 13.14 Uhr: VW-Aufsichtsrat spricht über Audi-Chef Stadler +++

Der Volkswagen-Aufsichtsrat will bei seiner Tagung am Montag auch über die Zukunft des seit drei Monaten inhaftierten Audi-Chefs Rupert Stadler sprechen. "Es ist nicht klar, dass es zu einer Entscheidung kommt", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus informierten Kreisen. Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, Stadler werde seinen Posten nach Einschätzung von Konzernkennern wahrscheinlich endgültig räumen müssen. Volkswagen und Audi wollten sich nicht dazu äußern.

+++ 13.02 Uhr: Schweinepest-Fälle in Belgien alarmieren Deutschland und andere Nachbarstaaten +++

Nachdem bislang vor allem osteuropäische Länder von der Afrikanischen Schweinepest betroffen waren, haben zwei Fälle in Belgien die Alarmbereitschaft der Behörden in Deutschland und Frankreich zusätzlich erhöht. "Die neue Situation nehme ich sehr ernst", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstagabend. Ihr französischer Kollege Stéphane Travert forderte einen Aktionsplan für die Grenzregionen zu Belgien.

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, waren zwei Wildschweine, die etwa 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenzen tot aufgefunden wurden, mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert. Einen Fall in Deutschland habe es noch nicht gegeben. "Unsere Vorbereitungen für den Krisenfall laufen", erklärte Klöckner. Gegen das Virus gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine Behandlungsmethode.

+++ 12.57 Uhr: Toter Bartkauz in Bayern - Ist das West-Nil-Virus längst verbreitet? +++

Nach einem Fall von West-Nil-Fieber bei einem Bartkauz in Bayern sollen gezielt Mücken in dem Tierpark untersucht werden. Zudem sollen Mückenlarven bekämpft werden, wie die Tierärztin des Wildparks Poing, Sandra Klimm, am Freitag mitteilte. Gefundene tote Wildvögel werden demnach künftig auf das Virus untersucht. Bundesweit gibt es inzwischen drei Nachweise von West-Nil-Fieber bei Vögeln, zwei davon in Sachsen-Anhalt. Experten sind beunruhigt, weil der von Stechmücken übertragene, auch auf Menschen übertragbare Erreger bisher nicht in Deutschland heimisch war.

+++ 12.43 Uhr: Älteste Alkohol-Produktionsstätte in Israel entdeckt - 13.000 Jahre +++

Archäologen haben nahe der israelischen Küstenstadt Haifa Hinweise auf eine rund 13.000 Jahre alte Alkohol-Produktionsstätte gefunden. Demnach handelt es sich um den frühesten Nachweis für eine Herstellung von Alkohol. "Die haben etwas gebraut, das einen angemessenen Anteil an Alkohol enthielt", sagte einer der verantwortlichen Archäologen, Dani Nadel von der Haifa-Universität, am Freitag. "Wir reden dabei über das Gären von Getreide, was eine Basis von Bier ist. Das ist der früheste Beweis, den wir kennen für eine Herstellung von Alkohol."

Allerdings seien am Fundort in der Rakefet-Höhle im Carmel-Gebirge nur kleine Mengen hergestellt worden. In Vertiefungen im Boden fanden die Forscher unter anderem Spuren von gegorenem Getreide. Was genau dort hergestellt wurde, sei aber unklar. "Es kann auch ein gegärter Porridge mit etwas Alkohol darin gewesen sein", sagte Nadel.

+++ 12.27 Uhr: Koalition verspricht Trendwende zu mehr Pflege +++

Union und SPD versprechen eine Trendwende gegen den Pflegenotstand in Deutschland. In den Krankenhäusern werde vom kommenden Jahr an anders als heute jede zusätzliche Pflegestelle vollständig finanziert, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei den Haushaltsberatungen im Bundestag. In einem nächsten Schritt werde die Pflege ab 2020 völlig aus dem Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern herausgenommen, so SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach. Pflege soll künftig unabhängig von den Pauschalen für Behandlungsfälle finanziert werden. Linke und Grüne forderten Abhilfe gegen zu geringe Klinikinvestitionen der Länder.

+++ 12.26 Uhr: Höxter-Prozess: Angeklagte sieht sich weiter als Opfer +++

Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter haben Nebenkläger aus Protest gegen das ausführliche letzte Wort der angeklagten Angelika W. den Saal verlassen. Wie bereits zum Prozess-Auftakt vor fast zwei Jahren beschrieb sich Angelika W. als Opfer ihres Partners Wilfried W., der mit ihr auf der Anklagebank sitzt. Nach rund 90 Minuten verließen die drei Anwälte der Nebenkläger und die Mutter einer in Höxter ums Leben gekommenen Frau die Verhandlung. "Nichts Neues", sagte die Mutter beim Gang aus dem Saal. Eine Entschuldigung oder ein Wort des Bedauerns in Richtung der Opfer-Vertreter sagte Angelika W. in den ersten Stunden ihres letzten Wortes nicht. 

Über Jahre hinweg sollen die beiden Deutschen mehrere Frauen in das Haus nach Höxter in Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der seelischen und körperlichen Quälereien. Die Anklage lautet auf Mord durch Unterlassen.

+++ 12.02 Uhr: Urteilsverkündung in Berufungsprozess gegen U-Boot-Bauer Madsen vertagt +++

Im Berufungsprozess gegen den wegen Mordes verurteilten dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen ist die Urteilsverkündung wegen des Schwächeanfalls eines Schöffen vertagt worden. Die eigentlich geplante Verkündung des Strafmaßes musste abgesagt werden, nachdem ein Laienrichter während des Plädoyers der Staatsanwaltschaft im Gerichtssaal zusammenbrach.    

Der Schöffe wurde von Sanitätern behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Wann das Strafmaß nun verkündet werden soll, war zunächst unklar.

Madsen hatte Berufung gegen die Höhe der gegen ihn verhängten Strafe eingelegt, jedoch nicht gegen seine Verurteilung wegen Mordes an sich. Der 47-Jährige war im April schuldig gesprochen worden, im August 2017 die 30-jährige schwedische Journalistin Kim Wall ermordet und ihre Leiche zerstückelt zu haben. Vor Gericht hatte Madsen den Tod der Journalistin als Unfall dargestellt.

+++ 12.01 Uhr: "Hitlergruß" bei Demo in Chemnitz - Haftstrafe für 34-Jährigen +++

In Chemnitz ist binnen 24 Sunden ein zweiter Teilnehmer einer rechtsgerichteten Demonstration im Schnellverfahren verurteilt worden, weil er den "Hitlergruß" gezeigt hatte. Das Amtsgericht Chemnitz verhängte gegen einen 34-Jährigen eine Haftstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung. Der mehrfach vorbestrafte Chemnitzer hatte nach Überzeugung der Kammer bei einer Kundgebung der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz am 27. August auf dem Chemnitzer Falkeplatz mehrfach den "Hitlergruß" gezeigt.

Geldstrafe und acht Monate auf Bewährung: Erste Verurteilung wegen Hitlergruß in Chemnitz

Es war der zweite Prozess im beschleunigten Verfahren nach den rechtsgerichteten Demonstrationen in der Stadt. Am Vortag hatte das Amtsgericht einen 33-Jährigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt.

+++ 11.47 Uhr: Deutscher Ilhami A. in Türkei zu Haftstrafe verurteilt +++

Der Deutsche Ilhami A. ist in der Türkei wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe von drei Jahren und eineinhalb Monaten verurteilt worden. Das bestätigte sein Anwalt Ercan Yildirim der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatten der NDR, WDR und die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. 

Yildirim legte Berufung ein. Sein Mandant müsse die Haftstrafe bis zu einer Entscheidung des Kassationsgerichtes zwar nicht antreten, dürfe aber die Türkei nicht verlassen, sagte der Anwalt. Ihm sei eine Ausreisesperre auferlegt worden. Das Gericht habe es als erwiesen angesehen, dass Ilhami A. über Facebook Propaganda für Terrororganisationen verbreitet habe, wie NDR, WDR und SZ berichteten. 

Ilhami A. ist Deutscher und lebt in Hamburg. Der 46-Jährige wurde vor einem Monat in der osttürkischen Provinz Elazig verhaftet. Dort besuchte er nach Angaben des Senders NDR seine kranke Mutter.

+++ 11.31 Uhr: Aus für den Nachfolger des legendären Käfers +++

Aus für den Nachfolger des legendären Käfers: Volkswagen stellt die Produktion des Beetle ein. Das letzte Fahrzeug soll im Juli 2019 im mexikanischen Puebla vom Band laufen, wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte. Eine kleine Hintertür für Fans auf der ganzen Welt ließ der Chef von Volkswagen Nordamerika, Hinrich Woebcken, offen. Zwar gebe es keine Pläne für einen neuen Beetle. Doch: "Sag niemals nie".

+++ 10.41 Uhr: Heil will Grundrente für Geringverdiener im kommenden Jahr einführen +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die von der großen Koalition geplante Grundrente für Geringverdiener im kommenden Jahr einführen. Wer lange in die Rentenversicherung eingezahlt habe, solle im Alter mehr bekommen als wenn er das nicht getan hätte, sagte Heil am Freitag in der Haushaltsdebatte des Bundestages. "Das ist eine Frage des Respekts vor der Lebensleistung."

+++ 10:30 Uhr: Zentralrat der Muslime fordert bundesweit duale Ausbildung von Imamen +++

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat bundesweit eine duale Ausbildung von Imamen gefordert. Als mögliches Modell verwies der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag auf einen Vorschlag von Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Dieser hatte angeregt, dass Studenten des Fachs Islamische Theologie an der Universität Osnabrück künftig zu Imamen weiterqualifiziert werden und je zur Hälfte in den Moscheegemeinden und als Lehrer in niedersächsischen Schulen eingesetzt werden könnten.

+++ 10.15 Uhr: Fast 70.000 Hundertjährige in Japan  +++

Japans "Club der Hundertjährigen" wächst und wächst: Insgesamt 69.785 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren zählt die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt inzwischen - ein Rekord. Das sind 2014 mehr als im Vorjahr, wie das Gesundheitsministerium in Tokio am Freitag bekanntgab. Frauen stellten mit 88,1 Prozent die Mehrheit der Super-Senioren. Am Montag begeht Japan den Feiertag "Tag der Ehrung der Alten".

Video: Japan will kommerziellen Walfang erlauben

+++ 9.42 Uhr: Gericht spricht Drogerie-Unternehmer Müller Schadenersatz von Bank zu +++

Im Streit um 45 Millionen Euro Schadenersatz wegen falscher Anlageberatung hat sich der Ulmer Drogerie-Unternehmer Erwin Müller erneut gegen die Schweizer Bank Sarasin durchgesetzt. Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart wies am Freitag die Berufung der Bank gegen ein Urteil des Landgerichts Ulm zurück, das im vergangenen Jahr bereits zu Gunsten Müllers entschieden hatte. Nun befand auch das OLG, dass der Drogerie-Unternehmer Anspruch auf die 45 Millionen Euro habe. Die Bank mit Sitz in Basel habe ihre Pflichten verletzt und Müller beim Kauf von Anteilen an einem Luxemburger Fonds nicht ausreichend informiert, befanden die Richter. Gegen das Urteil ist noch Revision möglich.

+++ 9.20 Uhr: USA wollen Mexiko mit Millionensumme zu Abschiebung von Migranten bringen +++

Die USA haben Mexiko eine Millionensumme angeboten, um Migranten aus Mittelamerika in ihre Heimatländer zurückzuschicken. Die mexikanische Regierung prüfe den Vorschlag, teilten das Außen- und das Innenministerium in Mexiko-Stadt  mit. Medienberichten zufolge will die Regierung von US-Präsident Donald Trump rund 20 Millionen Dollar lockermachen, damit Mexiko tausende Migranten aus mittelamerikanischen Ländern wie El Salvador, Guatemala oder Nicaragua in ihre Heimatländer abschiebt.

+++ 9.15 Uhr: Autofahrer in Frankreich steuert auf Menschenmenge zu +++

Ein Autofahrer ist im südfranzösischen Nîmes auf eine Menschenmenge vor einer Bar zugesteuert, aber durch eine Sicherheitsbarriere gestoppt worden. Der Mann steuerte sein Fahrzeug laut Augenzeugenberichten in der Nacht zum Freitag auf eine Gruppe von rund 50 Menschen zu, die vor einer Bar im Freien standen. Die Fahrt endete an einer Sicherheitsabsperrung, die dort wegen des ab Freitag stattfindenden Festes Féria de Nîmes errichtet worden war. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Zeugen zufolge rief der Mann "Allahu Akbar" (Gott ist groß).  

+++ 8.36 Uhr: NRW-Innenminister Reul verteidigt Räumungsaktionen im Hambacher Forst +++

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Räumungsaktionen im Hambacher Forst gegen Kritik verteidigt. "Der Staat muss sich durchsetzen", sagte Reul am Freitag im Deutschlandfunk. Gerichte hätten entschieden, und nun sei es die Aufgabe des Staates, Recht und Gesetz anzuwenden. Dazu gebe es keine Alternative.

Dass die Behörden gerade jetzt gegen die jahrelang geduldeten Baumhäuser in dem von Rodung bedrohten Wald vorgehen, begründete Reul mit "Gefahr im Verzug". Es seien immer mehr Kriminelle auch aus dem Ausland angereist und man habe Waffen gefunden. Der Innenminister rief friedliche Demonstranten dazu auf, sich stärker von gewalttätigen Aktivisten zu distanzieren.

Die Polizei geht seit Donnerstag mit einem Großaufgebot gegen Umweltschützer vor, die sich gegen die Rodung des Walds wenden.  

 +++ 8.24 Uhr: Umfrage: Union fällt im ZDF-"Politbarometer" auf Rekordtief +++

Nach den Debatten über die Ereignisse in Chemnitz und Köthen sowie die Äußerungen von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat die Union einer Umfrage zufolge an Zustimmung verloren. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme sie nur noch auf 30 Prozent. Das ist ein Rekordtief im am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer", das die Forschungsgruppe Wahlen für den Sender erstellt. In den Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute liegt die Union zwischen 28 und 31 Prozent.

Die SPD legte demnach im Vergleich zum vorherigen "Politbarometer" zwei Punkte auf 20 Prozent zu, die Grünen gewannen ebenfalls zwei Punkte auf 16 Prozent. Der Umfrage zufolge büßte die AfD zwei Punkte auf 15 Prozent ein, die FDP einen Punkt auf 7 Prozent. Die Linke bleibt unverändert bei 8 Prozent.

+++ 8.42 Uhr: Philippinen bereiten sich auf Supertaifun "Mangkhut" vor +++

Auf den Philippinen herrscht höchste Alarmbereitschaft: Der Taifun "Mangkhut", der Spitzen-Windgeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometer pro Stunde mit sich bringt, nähert sich der Küste. Die Wetterbehörde des südostasiatischen Inselstaats erwartet, dass der Taifun am Samstagmorgen in den nördlichen Provinzen Cagayan oder Isabela auf der Hauptinsel Luzon auf Land treffen wird.

"Mangkhut" ist damit auch um einiges stärker als der Hurrikan "Florence", der die Südostküste der USA bedroht. "Florence" büßte in der Nacht zum Freitag an Windgeschwindigkeit ein. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami meldete Freitag Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde.

+++ 8:20 Uhr: Weil sieht im Streit um Maaßen Kanzlerin am Zug +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht im Streit um Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maaßen jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Zug. "Die SPD hat eine klare Haltung in der Causa Maaßen: Wir halten ihn für untragbar", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und der "Nordwest-Zeitung". Jetzt liege der Ball im Feld von Merkel und Seehofer. Zur Frage, ob der Streit um Maaßen die Große Koalition in Berlin zerstören könnte, meinte Weil: "Das will ich nicht hoffen.  

+++ 8.13 Uhr: Nach ruhiger Nacht: Polizei setzt Räumung im Hambacher Forst fort +++

Nach einer Nacht ohne Zwischenfälle im Hambacher Forst setzt die Polizei am Freitag die Räumung der Baumhäuser von Umweltschützern und Braunkohlegegnern fort. Nach Angaben einer Polizeisprecherin waren bereits am frühen Morgen wieder mehrere Hundertschaften der Polizei zum Einsatz vor Ort.

Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Waldes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können. Vor Beginn der Kohleförderung war der Wald 4100 Hektar groß. Nach Angaben des Tagebau-Betreibers RWE Power wurden bislang 3900 Hektar für den Kohleabbau gerodet.

 +++ 7.05 Uhr: Ex-Serienstar Cynthia Nixon scheitert in Vorwahl um Gouverneursposten +++

Cynthia Nixon spricht nach ihrer Wahlniederlage bei einer Veranstaltung in Brooklyn

Cynthia Nixon spricht nach ihrer Wahlniederlage bei einer Veranstaltung in Brooklyn

AFP

Die frühere "Sex and the City"-Schauspielerin (52) ist in der Vorwahl um den Gouverneursposten des US-Bundesstaats New York gescheitert. Nixon unterlag bei der Vorwahl der Demokraten mit rund 34 Prozent am Donnerstag Amtsinhaber Andrew Cuomo, der rund 66 Prozent der Stimmen bekam, wie erste Auszählungen ergaben. Der Amtsinhaber hatte zuvor schon in Umfragen stets vorne gelegen, er gilt als beliebt und hat die Unterstützung großer Geldgeber und Verbände. Cuomo wird nun bei der Gouverneurswahl am 6. November gegen den republikanischen Herausforderer Marc Molinaro antreten.

+++ 5.45 Uhr: Nord- und Südkorea eröffnen gemeinsames Verbindungsbüro +++

Nord- und Südkorea haben am Freitag im nordkoreanischen Kaesong ein gemeinsames Verbindungsbüro eröffnet. "Hier wird heute ein neues Kapitel in der Geschichte aufgeschlagen", sagte der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon bei der Eröffnungszeremonie nach Angaben von Journalisten vor Ort. Das Verbindungsbüro sei "ein weiteres Zeichen des gemeinsam vom Norden und vom Süden geschaffenen Friedens".

+++ 2.37 Uhr: Erste Ausläufer des Hurrikans "Florence" erreichen US-Ostküste +++

Erste Ausläufer des Hurrikans "Florence" haben die US-Ostküste erreicht. In den Bundesstaaten North und South Carolina brachte der gefährliche Sturm am Donnerstag bereits Wind und Regenfälle. Das Zentrum des Sturms dürfte nach neuen Berechnungen der Behörden derweil erst frühestens am Freitagnachmittag (Ortszeit) auf die Küste prallen.

Die Behörden hatten zunächst erwartet, dass das Zentrum des Sturms am Donnerstagabend die Küste erreicht. Da sich die Geschwindigkeit des Hurrikans über dem Atlantik verlangsamte, rechnet die Nationale Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) inzwischen damit, dass der Sturm erst "am Freitagnachmittag, Freitagabend oder Samstagmorgen" in North und South Carolina auf Land trifft.

+++ 1:59 Uhr: Großeinsatz der Polizei gegen Drogenkriminalität in Frankfurt am Main +++

Die Polizei in Frankfurt am Main ist am Donnerstagabend mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften gegen Drogen- und Milieukriminalität vorgegangen. Im Frankfurter Bahnhofsviertel waren 450 Beamte im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. An dem Einsatz beteiligt waren auch Beamte der Steuerfahndung sowie Lebensmittelkontrolleure.

+++ 0.32 Uhr: Berichte: Russische Spione in den Niederlanden festgenommen +++

Zwei russische Spione sind Berichten zufolge bereits im Frühjahr auf dem Weg zu einem Schweizer Chemielabor in den festgenommen und in ihre Heimat zurückgeschickt worden. Der Schweizer "Tages-Anzeiger" und die niederländische Zeitung "NRC Handelsblad" berichteten am Donnerstagabend unter Berufung auf anonyme Quellen, die beiden stünden im Verdacht, das vom Bund betriebene Labor Spiez auskundschaften zu wollen. Besonders brisant: Diese Einrichtung untersucht den Angaben zufolge nicht nur mutmaßliche Giftgas-Angriffe in Syrien, sondern auch die Vorwürfe gegen Moskau im Fall des Anfang März in England vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal.

 ++ 0.05 Uhr: Etwa 31.000 Flüchtlinge in Ausbildung +++

Zehntausende absolvieren nach Angaben der Bundesregierung in Deutschland eine Ausbildung. Ihre Zahl sei auf mehr als 31.000 gestiegen, zum Stichtag 30. September 2017 seien dagegen erst gut 27.000 Auszubildende aus den wichtigsten acht Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen, berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Im Handwerk würden derzeit über 11.000, im Bereich Industrie, Handel, Dienstleistungen über 20 000 Flüchtlinge ausgebildet. Knapp fünf Prozent der insgesamt über 1,5 Millionen Ausbildungsplatz-Bewerber seien 2017 junge Flüchtlinge gewesen.

Video: Polizei: Räumung im Hambacher Forst bisher weitgehend friedlich
anb / fs / DPA / AFP