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News des Tages: Festgehaltene Flüchtlinge: Italiens Justiz ermittelt gegen Innenminister Salvini

Zwei deutsche Bergsteiger sterben im Zillertal +++ Messer-Falle bei Kinderspielplatz - Polizei sucht nach unbekanntem Täter +++ Katze führt zu Bus-Unfall +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Gegen Matteo Salvini soll wegen Freiheitsberaubung von Flüchtlingen ermittelt werden

Gegen Matteo Salvini wird wegen illegalem Festhalten von Flüchtlingen ermittelt

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 17:50 Uhr: Zwei deutsche Bergsteiger verunglücken tödlich im Zillertal
  • 12:43 Uhr: Nach Messerfund bei Spielplatz: Polizei sucht nach Täter
  • 06:41 Uhr: 18 Menschen sterben bei Hotelbrand in China
  • 05:05 Uhr: Trotz Morddrohungen - Binzer Restaurant soll kinderfrei bleiben
  • 01.08 Uhr: Waldbrände in Brandenburg lodern weiter

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.45 Uhr: Italienische Justiz hat Ermittlungen gegen Innenminister Salvini aufgenommen +++

Die italienische Justiz ermittelt gegen Innenminister Matteo Salvini. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, wird dem Chef der fremdenfeindlichen Lega illegales Festhalten und Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit dem Rettungsschiff "Diciotti" vorgeworfen, auf dem tagelang Migranten festgesetzt wurden, um in der Migrationsfrage Hilfe der europäischen Partner zu erzwingen. Salvini selbst sagte Ansa zufolge am Abend, es sei eine "Schande", dass gegen den Minister ermittelt werde, der sich für den Schutz der Grenzen des Landes einsetze.

+++ 17:50 Uhr: Zwei deutsche Bergsteiger verunglücken tödlich im Zillertal +++

Bei einer Suchaktion nach einem deutschen Bergsteiger im Zillertal haben die österreichischen Einsatzkräfte zufällig einen anderen tödlich verunglückten Mann aus Deutschland gefunden. Es handle sich bei dem Toten um einen 57-jährigen aus Baden-Württemberg, teilte die Polizei mit. Er sei auf dem Fernwanderweg von München in Richtung Verona unterwegs gewesen. Er dürfte schon am vergangenen Dienstag abgestürzt sein, hieß es. Der Theologe war am 13. August zu der Wanderung aufgebrochen. Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch unklar.

Die Suchaktion war aber eigentlich wegen eines ebenfalls 57-jährigen Deutschen gestartet worden. Der Familienvater aus Herbstein in Hessen war auf 2400 Meter Höhe bei der Überquerung eines Baches auf einem nassen Stein ausgerutscht und danach rund 100 Meter durch das felsdurchsetzte Bachbett abgestürzt. Der Bergsteiger konnte nur noch tot geborgen werden.

Die zweite Leiche fanden die Bergretter dann etwa 50 Meter unterhalb des toten Mannes aus Hessen. Der Theologe dürfte ebenfalls durch das Bachbett abgestürzt sein.

+++ 14:59 Uhr: Großfamilie soll Retter in Berlin behindert haben +++

Rund 75 Angehörige einer Großfamilie sollen Sanitäter bei einem Notarzteinsatz in Berlin behindert haben. Helfer der Feuerwehr waren am Freitagabend in den Bezirk Neukölln gerufen worden, um einen leblosen Mann zu reanimieren, wie die Polizei am Samstag mitteilte. In der Wohnung und im Treppenhaus versammelten sich demnach Dutzende Verwandte des Mannes. Als die Sanitäter die erfolglose Reanimation einstellten, wurde die Menge unruhig, da ein angeforderter Notarzt noch die Todesursache bescheinigen musste. Laut "Bild"-Zeitung sollen die Leute die Retter zum Weitermachen aufgefordert haben. Rund 60 zur Hilfe gerufene Beamte brachten die Lage laut Polizei schließlich unter Kontrolle.

+++ 12:43 Uhr: Messer bei Spielplatz - Polizei fahndet nach unbekanntem Täter +++

Das Messer ragte aus dem Boden in der Nähe eines Kinderspielplatzes und war wie eine Falle aufgestellt: In Freudenstadt sucht die Polizei nun nach einem Unbekannten, der das Messer platziert hat. Nach Angaben der Polizei hatte er am Freitagmorgen ein Küchenmesser mit dem Griff in die Rasenfläche gesteckt.

"Es bestand eine hohe Verletzungsgefahr", teilte die Polizei mit. Die Klinge hatte demnach ein Länge von 10,5 Zentimetern. Einem Sprecher zufolge wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Bei dem Messer handelte es sich um ein sogenanntes Vespermesser. Es verdankt seinen Namen dem Vesper - einer in Baden-Württemberg beliebten Zwischen- oder Abendmahlzeit. Der Vorfall soll sich am Freitag zwischen 8.30 Uhr und 9.00 Uhr ereignet haben. Die Polizei nimmt Hinweise entgegen.

+++ 09:30 Uhr: Katze ausgewichen - Bus prallt gegen Hauseck +++

Weil der Fahrer nach eigenen Angaben einer Katze ausweichen wollte, ist ein Bus in Baden-Württemberg gegen ein Wohnhaus gekracht. Der Fahrer verletzte sich bei dem Unfall leicht und kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte. Es entstand ein Schaden von rund 172.000 Euro. Der 49-Jährige gab an, am frühen Samstagmorgen in Hemmingen mit seinem Bus von der Fahrbahn abgekommen zu sein, weil er der Katze ausweichen wollte. "Bislang haben wir keine gegenteiligen Anhaltspunkte, dass dem nicht so war", sagte ein Sprecher der Polizei.

Den Angaben zufolge schoss der Bus ohne Fahrgäste bei dem Manöver nach links über den Gehweg und stieß gegen eine Hausecke. Zwei Hausbewohner blieben unverletzt. Feuerwehrkräfte sicherten das Gebäude mit Stützen ab. Ein Statiker soll nun die Stabilität überprüfen.

+++ 06:41 Uhr: 18 Menschen sterben bei Hotelbrand in China +++

Bei einem Feuer in einem Hotel im Nordosten Chinas sind am frühen Samstagmorgen 18 Menschen ums Leben gekommen. Erst nach vier Stunden hätten die mehr als 100 Feuerwehrleute und Soldaten den Brand in dem vierstöckigen Gebäude in Harbin gelöscht, berichtete der Sender China Global Television. Der Grund für den Brand sei noch unbekannt. Harbin liegt nahe der Grenze zu Russland und Nordkorea.

+++ 06:00 Uhr: USA streichen Millionenhilfen an Palästinenser +++

Die USA haben auf Weisung von Präsident Donald Trump mehr als 200 Millionen Dollar (172 Millionen Euro) an Hilfen für die Palästinenser im Gazastreifen und Westjordanland gestrichen. Das Geld werde stattdessen in "Projekte mit hoher Priorität andernorts" fließen, sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Freitag. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) kritisierte die Streichung der Hilfsgelder als "Erpressung" und Ausdruck einer "friedensfeindlichen" Politik.

Die Entscheidung sei "auf Weisung des Präsidenten" nach einer Überprüfung von Hilfsprogrammen in den palästinensischen Gebieten erfolgt, sagte der Ministeriumsvertreter in Washington. Dabei sei untersucht worden, ob das Geld im "nationalen Interesse" der USA ausgegeben werde. Der Schritt berücksichtige die Situation im Gazastreifen, "wo die Kontrolle der Hamas das Leben der Bürger von Gaza gefährdet und eine ohnehin schlimme humanitäre und wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert".

+++ 05:05 Uhr:  Trotz Morddrohungen - Restaurant soll kinderfrei bleiben +++

Beschimpfungen in den sozialen Medien, aber auch viel Zuspruch - der Rügener Gastronom Rudolf Markl will sein Restaurant "Oma's Küche" in Binz auch weiterhin ab 17.00 Uhr kinderfrei halten. Die Reaktionen auf seinen Vorstoß seien zu 98 Prozent positiv gewesen - wenn man Facebook ausklammere, sagte er. Er habe mehr als 1000 Mails erhalten - auch von Lehrern, Erziehern und anderen Gastronomen, die fast ausnahmslos seinen Vorstoß begrüßten. Auf Facebook habe er dagegen auch Morddrohungen und wüste Beschimpfungen gelesen. Seit dem 13. August öffnet Markl sein Restaurant am Abend nur noch für Gäste über 14 Jahren.

+++ 04:51 Uhr: Gebäude am Bahnhofsplatz in Zürich steht in Flammen +++

Am Bahnhofsplatz in Zürich kämpft die Feuerwehr seit dem frühen Samstagmorgen gegen einen Großbrand. Die zivile Organisation Schutz und Rettung Zürich twitterte, es werde versucht, das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Laut Medienberichten geriet ein Geschäftsgebäude in Brand. Die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtete, in der Stadt seien zwei Explosionen zu hören gewesen. Die Polizei habe das Gebiet um den Bahnhofsplatz großräumig abgesperrt. Auf Fotos ist zu sehen, wie Flammen meterhoch in den Himmel schlugen. Zu möglichen Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Laut "Neuer Zürcher Zeitung" war das in Brand geratene Gebäude wahrscheinlich leer und wurde gerade umgebaut.

+++ 03.59 Uhr: Morde an Frauen - mehr als 600 Festnahmen in Brasilien +++

Bei einer Serie von Razzien sind in Brasilien mehr als 600 Menschen im Zusammenhang mit Morden an Frauen festgenommen worden. Der Minister für öffentliche Sicherheit, Raul Jungmann, sagte am Freitag, an der Aktion in 16 Bundesstaaten seien 1000 Ermittler beteiligt gewesen. Bislang seien 643 Festnahmen registriert worden, diese Zahl könne noch steigen. Viele der Festgenommenen seien seit Jahren flüchtig, berichtete die Zeitung "Folha de Sao Paulo". Die Planung für die Operation habe im Juli begonnen. 

Brasiliens Regierung hatte wegen der Kriminalitätswelle in dem Land im Februar Jungmanns Ministerium neu geschaffen. In Rio de Janeiro herrschen seit langem kriegsähnliche Zustände in vielen Armenvierteln, den Favelas. Die Lage hat sich nach den Olympischen Spielen von 2016 dramatisch verschlechtert. Im vergangenen Jahr lag die Mordrate allein im gesamten Bundesstaat Rio de Janeiro bei 40 Tötungsdelikten je 100.000 Einwohner - der höchste Wert seit 2009.

+++ 01.51 Uhr: Viele Stars wollen Abschied von Aretha Franklin nehmen +++

Zur Beisetzung der US-Sängerin Aretha Franklin in Detroit (US-Staat Michigan) haben sich viele Stars angekündigt. Der frühere US-Präsident Bill Clinton und Soul-Sänger Smokey Robinson werden unter anderem als Gastredner erwartet, teilte die Sprecherin der am 16. August gestorbenen "Queen of Soul" am Freitag mit. Die Trauerfeier im Greater Grace Temple der Autostadt Detroit im Kreis von Familie, Freunden und Ehrengästen ist für den 31. August geplant. Franklin war im Alter von 76 Jahren an Krebs gestorben.

Als Künstler, die im Rahmen der Zeremonie auftreten werden, kündigte Sprecherin Gwendolyn Quinn Stars wie Stevie Wonder, Faith Hill, Jennifer Hudson, Chaka Khan und Yolanda Adams an. Auch Franklins Sohn Edward und das "Aretha Franklin Orchestra" sollen bei dem Begräbnis auftreten.

+++ 01.08 Uhr: Waldbrände in Brandenburg lodern weiter +++

In Brandenburg kämpfen hunderte Feuerwehrleute weiter gegen die Waldbrände. Am Freitagabend brannten bei Treuenbrietzen südwestlich von Berlin nach Angaben der Polizei immer noch 300 Hektar Wald. Die Bewohner der beiden evakuierten Dörfer Klausdorf und Tiefenbrunnen durften den Angaben zufolge am Abend aber kurzzeitig ihre Häuser betreten, um persönliche Sachen zu holen und ihre Tiere zu versorgen.

Der Waldbrand war am Donnerstag ausgebrochen und hatte sich auf bis zu 400 Hektar ausgebreitet. 520 Menschen aus drei Ortsteilen mussten ihre Häuser verlassem. Am Freitagmittag konnten zumindest die Bewohner von Frohnsdorf wieder zurück nach Hause. Bei den beiden anderen Orten wird nach Angaben des Landkreises Potsdam-Mittelmark alle vier Stunden geprüft, ob eine Rückkehr möglich ist. Wahrscheinlich werde dies im Laufe des Samstags der Fall sein.

ikr / AFP / DPA