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News des Tages: Kampfflugzeug verschwindet vom Radar - erste Trümmerteile gefunden

Abgeordnete fordern von May alternativen Brexit-Plan ein +++ Französisches Militärflugzeug im Jura-Gebirge von Radar verschwunden +++ Verdächtiger bei Ermittlungen zu Paris-Anschlägen festgenommen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Mirage 2000D

Ein Kampfflugzeug des Typs Mirage 2000D (Symbolbild)

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Abgeordnete fordern von May alternativen Brexit-Plan ein (15.56 Uhr)
  • Französisches Militärflugzeug von Radar verschwunden (15.30 Uhr)
  • Verdächtiger bei Ermittlungen zu Paris-Anschlägen festgenommen (15.20 Uhr)
  • Kurdische Kämpfer nehmen deutschen Dschihadisten gefangen (14.59 Uhr)
  • Hunderte Migranten treten in Australien in Hungerstreik (14.45 Uhr)

Die News des Tages:     

+++ 21.26 Uhr: Iran bestätigt Zeitungsbericht über Festnahme eines US-Bürgers +++

Die iranische Regierung hat einen Zeitungsbericht über die Festnahme eines US-Bürgers in der Stadt Maschad in Nordostiran bestätigt. Nach Angaben von Außenamtssprecher Bahram Ghassemi wurde die amerikanische Interessenvertretung in der Schweizer Botschaft in Teheran umgehend über die Festnahme in Kenntnis gesetzt. Details über den Fall sowie zu den Gründen der Festnahme nannte Ghassemi nicht. Diese würden zu gegebener Zeit von den zuständigen Behörden bekannt gegeben, teilte der Sprecher mit. 

Die "New York Times" hatte zuvor unter Berufung auf die Mutter des Betroffenen berichtet, ein Marine-Veteran namens Michael White (46) aus Kalifornien werde bereits seit Ende Juli im Iran festgehalten. Er sei unter unklaren Vorwürfen festgenommen worden, als er seine iranische Freundin besucht habe. Joanne White - die Mutter - habe gesagt, ihr Sohn hätte am 27. Juli aus dem Iran über Dubai zurückkehren sollen, habe das Flugzeug aber nie bestiegen. 

Nach Angaben der "New York Times" werden mindestens drei weitere Amerikaner seit Jahren im Iran festgehalten. Ein weiterer US-Bürger werde dort seit mehr als einem Jahrzehnt vermisst. Die USA und der Iran sind seit langem verfeindet. Im vergangenen Jahr hatte US-Präsident Donald Trump harte Sanktionen wieder in Kraft treten lassen, nachdem er den Atom-Deal mit Teheran aufgekündigt hatte.

+++ 21.10 Uhr: Merkel und Putin wollen sich in Syrien-Frage eng abstimmen +++

Deutschland und Russland wollen sich im Ringen um Frieden in Syrien eng abstimmen. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin, wie der Kreml nach einem Telefongespräch beider Politiker mitteilte. "Es wurde der Wunsch geäußert, die politischen Prozesse in enger Abstimmung mit den Vereinten Nationen voranzutreiben, um die Syrien-Krise langfristig zu lösen."

Nach der umstrittenen Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zum Abzug der US-Truppen aus Syrien gab es zuletzt eine Reihe von Gesprächen internationaler Politiker zum weiteren Vorgehen in dem Bürgerkriegsland. Nach wie vor herrscht Unklarheit, wann genau die US-Soldaten Syrien verlassen werden. 

+++ 19.44 Uhr: Mexikos Präsident: Mauer-Streit ist internes Problem der USA +++

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador sieht den Grenzmauer-Streit in den USA als eine nationale Angelegenheit des Nachbarlandes. Mexiko werde nicht auf Vorschläge reagieren, die aus einer internen Situation in den Vereinigten Staaten entstanden seien, sagte Andrés Manuel López Obrador. In den USA gebe es eine politische Konfrontation wie in so vielen anderen Ländern auch. Deswegen werde sich Mexiko nicht einmischen, so der 65-Jährige. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend in einer Rede an die Nation seine Forderung nach einer Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko wiederholt.

Grenzsperre zu Mexiko: Trump zeigt sich kompromissbereit: Es muss nicht unbedingt eine Mauer werden

López Obrador reagierte erstmals direkt auf den Streit um die Mauer, bisher hatte der Linkspolitiker zu den Forderungen Trumps öffentlich geschwiegen. Sein Amtsvorgänger Enrique Peña Nieto hatte Trumps Aussage, dass Mexiko die Mauer bezahlen werde, eine klare Absage erteilt. Der Mauerbau war ein zentrales Wahlkampfversprechen Trumps und ist bis heute ein Thema, das seine Anhänger elektrisiert. Seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren ist Trump damit aber nicht vorangekommen. 

+++ 19.41 Uhr: Merkel reist zu erstem offiziellen Besuch in Griechenland seit 2014 +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Donnerstag zu ihrem ersten offiziellen Besuch in Griechenland seit 2014 (16.30 Uhr). In Athen führt sie zunächst ein Gespräch mit Ministerpräsident Alexis Tsipras über bilaterale, europapolitische und internationale Themen. Später essen die beiden Regierungschefs gemeinsam zu Abend. Für Freitag steht ein Frühstück mit Vertretern aus Griechenlands Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft auf Merkels Programm. Danach nimmt sie in der Deutschen Schule in Athen an einer Diskussion mit Schülern über die Zukunft Europas teil. 

+++ 19.27 Uhr: Venezuelas Präsident Maduro warnt vor Umsturzversuch +++

Einen Tag vor Beginn seiner zweiten Amtszeit hat der venezolanische Präsident Nicolás Maduro vor Umsturzplänen gegen seine sozialistische Regierung gewarnt. "Es soll einen Staatsstreich gegen die verfassungsmäßige Regierung geben, der ich vorstehe - angeordnet von Washington", sagte er. "Wir werden nicht die Augen verschließen, wenn gegen uns konspiriert wird. Wer auch immer Umsturzpläne hegt, sollte wissen, dass er es mit der Justiz, der Verfassung und der zivil-militärischen Macht zu tun bekommt."

Maduro soll am Donnerstag für seine zweite Amtszeit vereidigt werden. Er war im Mai vergangenen Jahres in einer umstrittenen Abstimmung im Amt bestätigt worden. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition sprachen von einem undemokratischen Wahlprozess und erkannten das Ergebnis nicht an. Mehrere lateinamerikanische Staaten und Kanada kündigten zuletzt an, Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten anzuerkennen.

+++ 19.18 Uhr: Chef der rumänischen Sozialdemokraten klagt gegen EU-Kommission +++

Der Chef von Rumäniens regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, wehrt sich mit einer Klage vor dem Gericht der Europäischen Union gegen Vorwürfe der EU-Kommission. Die Klage sei am 11. Dezember eingereicht worden, erklärte ein Gerichtssprecher und bestätigte damit entsprechende Presseinformationen. Der Politiker bestreitet Korruptions- und Betrugsvorwürfe aus Brüssel.     

Die mit Korruption befasste Staatsanwaltschaft in Rumänien wirft Dragnea, Rumäniens starkem Mann, Machtmissbrauch und Urkundenfälschung bei der Verwendung von EU-Mitteln vor. Die für Infrastrukturprojekte bestimmten Mittel wurden demnach in der Zeit zwischen 2000 und 2012 unterschlagen, als Dragnea Vorsitzender des Kreistags von Teleorman in Südrumänien war.

+++ 18.18 Uhr: Zehntausende auf der Flucht nach neuen Kämpfen im Nordosten Nigerias +++

Zehntausende Menschen sind im Nordosten Nigerias als Folge neuer Kämpfe zwischen Streitkräften und der islamistischen Terrororganisation Boko Haram auf der Flucht. Die Kämpfe begannen am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Stadt Baga am Tschadsee, erklärten die Vereinten Nationen. "Die Konsequenzen der jüngsten Kämpfe für die unschuldige Zivilbevölkerung sind verheerend und haben eine humanitäre Tragödie ausgelöst", erklärte der UN-Nothilfekoordinator für Nigeria, Edward Kallon. 

Mehr als 30.000 Menschen seien in den zumeist bereits überfüllten Lagern für Binnenflüchtlinge in der Stadt Maiduguri im Bundesstaat Borno angekommen. Zudem ist UN-Angaben zufolge bislang noch unklar, wie viele Menschen in die Stadt Monguno geflohen sind. "Zehntausende Menschen brauchen humanitäre Hilfe, vor allem Unterkünfte, Essen, Wasser und Möglichkeiten, sich zu waschen", hieß es weiter. 

+++ 17.55 Uhr: Bremer AfD bekräftigt ihre Darstellung von Magnitz-Attacke +++

Entgegen den Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei bleibt die Bremer AfD bei ihrer Darstellung, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz mit einer Schlagwaffe angegriffen und verletzt wurde. Nach derzeitigem Stand gehe die AfD von einem gezielten Angriff aus. In einer Pressemitteilung des Landesverbandes Bremen hieß es wörtlich: "Dabei mag es eine untergeordnete Rolle spielen, ob es sich um ein Kantholz oder eine kantholzähnliche Waffe (Aussage des Bauarbeiters), einen Baseballschläger, Teleskopschläger, eine Eisenstange oder ein anderes 'Schlagzeug' gehandelt hat." 

Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen mit Blick auf die ausgewertete Videoaufnahmen mitgeteilt, dass bei dem Angriff am Montagabend kein Schlaggegenstand zu sehen gewesen sei. "Es gab kein Kantholz", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frank Passade. Bereits wenige Stunden nach dem Angriff schrieb die AfD in einer Pressemitteilung, dass die Täter Magnitz mit einem Kantholz bewusstlos geschlagen und gegen seinen Kopf getreten hätten, als dieser am Boden lag. Auch für die Tritte gab es in den Videoaufnahmen laut den Ermittlern keine Bestätigung.

+++ 17.09 Uhr: Trümmer des verschwundenen französischen Kampfflugzeugs entdeckt +++

Suchtrupps haben Trümmer des vom Radar verschwundenen französischen Kampfflugzeugs entdeckt. Teile der Mirage 2000D, an deren Bord sich zwei Besatzungsmitglieder befanden, wurden bei dem Dorf Mignovillard im Osten Frankreichs gefunden, erklärte eine Quelle mit guten Verbindungen zu den Einsatzkräften. Der Fundort befindet sich demnach im Bezirk Jura nahe der Schweizer Grenze.

+++ 16.57 Uhr: Salvini kündigt populistischen "Europäischen Frühling" an +++

Italiens Innenminister und Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini strebt nach eigenen Angaben eine Vorreiterrolle seines Landes und Polens in der EU an. "Wir haben einen neuen Plan für Europa", der die dominierende "deutsch-französische Achse" in Brüssel ersetzen könnte, sagte der Chef der fremdenfeindlichen Lega-Partei nach einem Treffen mit Polens Innenminister Joachim Brudzinski in Warschau. Polen und Italien seien dabei führender Teil eines "neuen europäischen Frühlings, der Renaissance europäischer Werte".

+++ 16.55 Uhr: Nach Flugzeugpanne: Minister Müllers Rückreise aus Afrika verzögert +++

Nach einer Flugzeugpanne im südlichen Afrika verzögert sich die Rückreise von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erneut. Die Mechaniker für die defekte Regierungsmaschine seien inzwischen in Malawi angekommen, das benötigte Ersatzteil stecke aber noch im südafrikanischen Johannesburg fest, wie eine Sprecherin des Entwicklungsministeriums erklärte. Nun könne es erst am Freitag zurückgehen - einen Tag später als zuletzt geplant.

Die Panne an der Global 5000 der Flugbereitschaft hatte den Terminplan von Müllers geplanter Reise nach Malawi, Sambia und Namibia gründlich durcheinandergebracht. Seinen Aufenthalt in Sambia verlängerte der Minister, die Programmpunkte in Namibia musste er in letzter Minute komplett absagen. Ursprünglich sollte der Besuch des Ministers am Mittwochabend in Namibia zu Ende gehen.

+++ 16.19 Uhr: Amazon-Chef lässt sich nach 25 Jahren Ehe scheiden +++

Amazon-Chef und reichster Mann der Welt, Jeff Bezos, hat auf Twitter bekannt gegeben, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. Das Paar war 25 Jahre lang verheiratet.

+++ 15.56 Uhr: Abgeordnete fordern von May alternativen Brexit-Plan ein +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat im Parlament einen weiteren Rückschlag für ihren Brexit-Kurs erlitten. Das Unterhaus stimmte am Mittwoch mit 308 zu 297 Stimmen dafür, dass die Regierung binnen drei Tagen ihre Pläne für den Fall offenlegen muss, dass der Brexit-Deal mit der EU am kommenden Dienstag im Parlament durchfällt und Großbritannien die EU ohne ein Abkommen verlassen muss.

+++ 15.30 Uhr: Französisches Militärflugzeug im Jura-Gebirge von Radar verschwunden +++

Ein französisches Militärflugzeug ist in Ostfrankreich vom Radar verschwunden. Derzeit werde nach dem Kampfflugzeug mit zwei Sitzen im Jura-Gebirge nahe der Grenze zur Schweiz gesucht, bestätigte die zuständige Präfektur. Wegen Schnee und schlechter Sicht gestalte sich die Suche allerdings schwierig. Das Flugzeug ist Berichten zufolge am späten Vormittag vom Radar verschwunden. Die französische Armee bestätigte, dass zwei Menschen an Bord des Flugzeugs waren.

+++ 15.20 Uhr: Verdächtiger bei Ermittlungen zu Paris-Anschlägen festgenommen +++

Im Zusammenhang mit den Pariser Terroranschlägen im November 2015 haben belgische Ermittler einen weiteren Mann festgenommen. Mohamed E. stehe in Verdacht, bei der Beschaffung von Kalaschnikows, die bei den Taten verwendet wurden, eine Rollegespielt zu haben, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Demnach wurde er bereits vor Weihnachten festgenommen und ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt.

Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hatten am 13. November 2015 bei koordinierten Angriffen in Paris und dem Vorort Saint-Denis insgesamt 130 Menschen getötet. Sie richteten unter anderem in der Konzerthalle "Bataclan" ein Massaker an, zudem sprengten sich am Stade de France während des Fußball-Länderspiels Frankreich gegen Deutschland Selbstmordattentäter in die Luft.

+++ 14.59 Uhr: Kurdische Kämpfer nehmen in Syrien deutschen Dschihadisten gefangen +++  

Kurdische Kämpfer haben in Syrien nach eigenen Angaben acht ausländische Dschihadisten gefangengenommen, darunter ein Deutscher und ein Jugendlicher aus den USA. Wie die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) auf ihrer Website mitteilten, wurden die mutmaßlichen Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) am Sonntag und Montag gefasst. Der Deutsche soll demnach 31 Jahre alt sein.

+++ 14.53 Uhr: Kampfflugzeug verschwindet in Ostfrankreich vom Radar +++

Ein französisches Kampfflugzeug ist in der Nähe der Schweizer Grenze vom Radar verschwunden. Die Mirage 2000D war mit zwei Besatzungsmitgliedern vom Militärflughafen Nancy-Ochey rund hundert Kilometer südwestlich von Saarbrücken gestartet, wie die Präfektur des Verwaltungsbezirks Doubs mitteilte. Die Behörden lösten Alarm wegen eines möglichen Absturzes aus.

+++ 14.45 Uhr: Hunderte Migranten treten in Australien in den Hungerstreik +++

In Australien sind hunderte Menschen in einem Haftzentrum für Migranten in den Hungerstreik getreten. Sie wollten damit gegen ihre Unterbringungsbedingungen protestieren, sagten Betroffene und Aktivisten der Nachrichtenagentur AFP. An dem Hungerstreik beteiligten sich demnach mehr als 200 Insassen einer solchen Einrichtung in Melbourne. Sie wollten keine Nahrung zu sich nehmen, bis die australische Regierung zusagt, die Bedingungen in der Einrichtung zu verbessern.

+++ 13.32 Uhr: Airline Germania in Finanznot - Flugbetrieb planmäßig +++

Nach dem turbulenten Flugsommer 2018 steckt jetzt die Fluggesellschaft Germania in finanziellen Schwierigkeiten. Die Airline prüft nach eigenen Angaben mehrere Finanzierungsoptionen, um einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. "Es geht dabei um die zentrale Frage, wie wir als mittelständisches Unternehmen auch weiterhin in einem Marktumfeld schlagkräftig bleiben, das von Fluggesellschaften mit konzernähnlichen Strukturen geprägt ist", teilte Germania in Berlin mit. Beim Flugbetrieb soll es aber keine Einschränkungen geben. Alle Germania-Flüge fänden planmäßig statt, hieß es. Wie das Luftfahrt-Portal "aerotelegraph.com" berichtete, wird auch ein Verkauf der Gesellschaft erwogen. Die Suche nach neuen Aktionären sei aber bisher erfolglos geblieben. Dem Bericht zufolge brauchte Germania bereits kurz vor dem Jahreswechsel 20 Millionen Euro, um weiterfliegen zu können. Eine Germania-Sprecherin wollte diese Informationen am Mittwoch nicht kommentieren

+++ 13.15 Uhr: Untreue-Vorwurf gegen Ex-Manager von Brose Bamberg vom Tisch +++

Der Untreueverdacht gegen den ehemaligen Brose-Bamberg-Geschäftsführer Rolf Beyer hat sich nicht erhärtet. "Die Ermittlungen ergaben keine Anhaltspunkte für Straftaten", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hof, Robert Steiniger. Die Behörde hatte aufgrund von Medienberichten von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Alleingeschäftsführer des Basketball-Bundesligisten eingeleitet. Auch der im Raum stehende Vorwurf der Insolvenzverschleppung habe sich nicht bestätigt. Zuvor hatte der BR über die Einstellung der Ermittlungen berichtet.

+++ 12.49 Uhr: Arbeitslosigkeit im Euroraum fällt auf Zehnjahrestief +++

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist im November auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Die Arbeitslosenquote ging auf 7,9 Prozent zurück, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Dies ist der tiefste Stand seit Oktober 2008. In der gesamten Europäischen Union verharrte die Arbeitslosenquote im November bei 6,7 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000.

+++ 12.10 Uhr: Schiffe deutscher Seenotretter dürfen in Malta anlegen +++

Die seit Tagen auf dem Mittelmeer blockierten Rettungsschiffe deutscher Hilfsorganisationen mit 49 Migranten an Bord dürfen in Malta anlegen. Die Geretteten würden anschließend auf acht EU-Mitgliedsstaaten verteilt, erklärte der maltesische Premierminister Joseph Muscat bei einer Pressekonferenz.

Das Schiff "Sea-Watch 3" der Berliner Organisation Sea-Watch hatte am 22. Dezember 32 Migranten gerettet. Auf dem Schiff "Professor Albrecht Penck" der Regensburger NGO Sea-Eye harren 17 Gerettete seit dem 29. Dezember aus.

+++ 11.05 Uhr: Brexit-Umfrage: Vernichtendes Urteil über Premierministerin May +++

Nach Ansicht von knapp drei Viertel aller britischen Abgeordneten hat Premierministerin Theresa May einen schlechten Job bei den Brexit-Verhandlungen gemacht. Die Meinungsverschiedenheiten im Unterhaus hätten sich binnen eines Jahres erheblich vergrößert, ergab eine Befragung der Parlamentarier durch die Londoner Universität Queen Mary gemeinsam mit einer Denkfabrik. Angesichts solcher Verhältnisse sei es kaum möglich, dass May das von ihr mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen durch das Parlament bringe.

+++ 11 Uhr: Ermittler schließen nach Silvester-Todesfall Mord nicht aus +++

Nach dem tödlichen Schuss auf eine Frau beim Silvesterfeuerwerk in Schönberg in Schleswig-Holstein halten die Ermittler auch einen Mord für denkbar. "Es kann sich bei dem Fall um eine fahrlässige Tötung gehandelt haben, beispielsweise durch einen Unfall, aber auch um einen Mord", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben aber keinen Hinweis gefunden, der eindeutig für Mord spricht." Die Ermittler gingen weiter von einem Tötungsdelikt aus, die rechtliche Einordnung erfolge erst später.

+++ 10.12 Uhr: Frau von reichem Norweger mutmaßlich entführt +++

In der Nähe von Oslo ist die Frau eines der reichsten Männer Norwegens mutmaßlich entführt worden. Die 68-Jährige sei bereits Ende Oktober verschwunden, berichteten mehreren norwegische Medien. Die Polizei sei der Sache bislang im Geheimen nachgegangen. Wie die Tageszeitung "Aftenposten" berichtete, wurde der Fall von Anfang an als Entführung betrachtet. Über eine digitale Plattform sei mit "jemandem am anderen Ende" kommuniziert worden. Für die Freilassung der Frau wurde demnach Lösegeld in einer Kryptowährung gefordert. Nach Angaben der Zeitung "Verdens Gang" beläuft sich die Summe auf neun Millionen Euro. 

+++ 9.42 Uhr: Israelischer Ex-Minister gibt Spionage für den Iran zu +++

Der frühere israelische Energieminister Gonen Segev hat Spionage und Weitergabe von Informationen an den Feind gestanden. Segev steht wegen Spionage für die Islamische Republik Iran vor Gericht. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hätten sich im Gegenzug für das Geständnis auf elf Jahre Haft und weitere Jahre auf Bewährung geeinigt, teilte das Justizministerium am Dienstag mit. Die Einigung sei dem Bezirksgericht in Jerusalem präsentiert worden.

Der 63-Jährige war schon 2005 wegen des Schmuggels von 32 000 mit Schokolade überzogenen Ecstasy-Pillen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem hatte er einen Diplomatenpass gefälscht. Nach Ende seiner Haft war der ausgebildete Kinderarzt nach Nigeria gezogen. 

+++ 8.55 Uhr: Rund 880 Flüchtlingskinder in Deutschland als vermisst gemeldet +++

Einem Medienbericht zufolge gelten in Deutschland noch immer rund 880 Flüchtlingskinder unter 13 Jahren als vermisst. Das schrieb die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Informationen des Bundeskriminalamts (BKA). Dazu kamen rund 2.300 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, die drei Jahre nach der Flüchtlingskrise im polizeiinternen Informationssystem als vermisst eingetragen waren. Das Deutsche Kinderhilfswerk forderte intensivere Fahndungsmaßnahmen. Über die Situation der vermissten jungen Flüchtlinge sei nur wenig bekannt, sagte dessen Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann der Zeitung. Kriminelle Netzwerke suchten Kontakte zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Insgesamt ging die Zahl der vermissten Kinder und Jugendlichen den vergangenen Monaten laut Kinderschutzbund aber leicht zurück.

+++ 8.02 Uhr: Gericht lehnt Entlassung aus U-Haft für Automanager Ghosn ab +++

Der frühere Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, bleibt in Japan vorerst weiter in Untersuchungshaft. Das Bezirksgericht in Tokio lehnte am Mittwoch die Forderung seiner Anwälte ab, die seit mehr als 50 Tagen andauernde Inhaftierung zu beenden. Ghosn war am Vortag erstmals seit seiner Festnahme am 19. November wegen Verdachts auf Verstoß gegen Börsenauflagen vor Gericht erschienen und hatte seine Unschuld beteuert. Seine Anwälte halten es für möglich, dass der 64-jährige Automanager noch für mindestens sechs weitere Monate in Haft bleiben könnte, bis sein Prozess beginnt. Einen Termin gibt es noch nicht.

+++ 7.56 Uhr: Berichte: Manafort gab Wahlkampf-Daten an Russen weiter +++

Donald Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort hat Medienberichten zufolge während des US-Wahlkampfes 2016 Wahlkampf-Daten an einen Geschäftspartner russischer Geheimdienste weitergegeben. Dies sollen nach Berichten verschiedener US-Medien Gerichtsakten belegen, die Manaforts Anwälte am Dienstag veröffentlichten.

Der US-Sonderermittler Robert Mueller bezichtigt Manafort und andere Wahlkampfhelfer des heutigen Präsidenten Trump, geheime Absprachen mit russischen Vertretern getroffen und darüber gelogen zu haben. Laut "New York Times" (Dienstag) stammten die weitergegebenen Umfragedaten teilweise von einer privaten Firma, die für Trumps Wahlkampfteam arbeitete. Bei den zugänglich gemachten Gerichtsdokumenten handelte es sich um eine Antwort auf den Vorwurf, Manafort habe US-Ermittler belogen, noch nachdem er sich zu einer Zusammenarbeit mit ihnen bereiterklärt hatte.

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+++ 6.34 Uhr: Grüne: Keine Strom-Privilegien für Industrie beim Kohleausstieg +++

Die Grünen fordern für den Kohleausstieg eine klare Absage an zusätzliche Industrieprivilegien beim Strompreis. "Aufgrund der großen Überkapazitäten ist nicht damit zu rechnen, dass die Strompreise steigen, wenn Kohlekraftwerke still gelegt werden", sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesregierung müsse dem Industrieverband BDI "unmissverständlich klar machen, dass keine neuen Subventionstürchen aufgemacht werden". Sonst könne der Ausstieg aus der Kohle-Stromgewinnung als Vorwand genutzt werden, um öffentliche Gelder für die stromintensiven Industrien "abzugreifen".

+++ 5.34 Uhr: Online-Shopping lässt Anteil an Kartons im Altpapier steigen +++

Weniger Zeitungen, mehr Versandkartons aus dem Online-Handel: Der Inhalt von Altpapiertonnen hat sich in den vergangenen Jahren stark geändert. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der auch die städtischen Entsorger vertritt, hat die Zusammensetzung des Papier- und Pappe-Abfalls untersuchen lassen. Das Ergebnis: bis zu 71 Prozent des Inhaltsvolumens sind Verpackungen. "Oft landen die Pappkartons - so wie sie sind - in der Papiertonne, ohne zerrissen oder zusammengefaltet zu werden", teilt der Verband mit. "Die Folge: Die Papiertonne ist schneller voll, obwohl weniger drinnen ist - mehr Volumen, weniger Gewicht."

+++ 4.38 Uhr Mehr als eine Million Philippiner huldigen schwarzer Jesus-Figur +++

Mehr als eine Million Katholiken sind am Mittwoch in einer der größten religiösen Prozessionen der Welt barfuß durch die philippinische Hauptstadt Manila gezogen. Dabei wird alljährlich am 9. Januar eine schwarze Jesus-Figur durch die Straßen getragen, der sogenannte Schwarze Nazarener. Viele Gläubige versuchten, die Statue zu berühren oder auch zu küssen. Angeblich hat sie magische Kräfte, die auch bei Krankheiten helfen. Immer wieder gab es "Viva"-Rufe. Entlang der sieben Kilometer langen Strecke waren mehr als 7000 Polizisten und Soldaten im Einsatz. Nach Angaben des Roten Kreuzes mussten in den ersten Stunden mehr als 450 Leute wegen Schwächeanfällen behandelt werden. Der Verkauf von Alkohol ist verboten

+++ 3.50 Uhr: Apple-Chef Tim Cook steigert Gehalt kräftig +++

Apple-Vorstandschef Tim Cook hat im vergangenen Geschäftsjahr gut ein Fünftel mehr Gehalt bezogen. Der Top-Manager bekam 15,7 Millionen Dollar (13,7 Mrd Euro) und strich damit 22 Prozent mehr Geld ein als im Vorjahr, wie Apple am Dienstag mitteilte. Damit steigerte er seine Einnahmen das zweite Jahr in Folge. Grund war vor allem ein zwölf Millionen Dollar schwerer Bonus, der mit dem Erreichen bestimmter Finanzziele verknüpft war.

+++ 3.46 Uhr: Deutsche Urlauberin seit Neujahrstag in Australien vermisst +++

In Australien wird seit dem Jahreswechsel eine deutsche Urlauberin vermisst. Die 62 Jahre alte Frau wurde nach Polizeiangaben vom Mittwoch zuletzt gesehen, als sie sich am Morgen des 1. Januar von einem Hotel der Stadt Alice Springs aus auf den Weg zu einer Wanderung machte. Alice Springs ist die einzige größere Ortschaft im australischen Outback, dem nur wenig besiedelten Hinterland im Zentrum Australiens. Die Temperaturen erreichen dort tagsüber derzeit mehr als 40 Grad.

+++ 2.30 Uhr: Medienbericht: Frauke Petry erwartet ihr sechstes Kind +++

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry erwartet einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge ihr sechstes Kind. "Ich bin bereits im fünften Monat. Im Juni ist es soweit. Wir freuen uns sehr", zitierte die "Bild"-Zeitung die Bundestagsabgeordnete und Abgeordnete des sächsischen Landtags. Es ist Petrys zweites Kind mit dem Europaabgeordneten Marcus Pretzell. Aus erster Ehe hat sie bereits vier Kinder. Petry war nach dem Einzug ihrer AfD in den Bundestag 2017 aus der Partei ausgetreten. Dem Austritt waren interne Machtkämpfe vorangegangen. Zusammen mit Ehemann Pretzell und gründete sie kurz darauf die "Blaue Partei".

sos / fs / DPA / AFP
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?