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News des Tages: Kramp-Karrenbauer will auch Kanzlerkandidatin werden

Niedrigwasser behindert Industrie +++ Gericht ordnet Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn an +++ Ex-Soldat erschießt zwölf Menschen in Bar in Kalifornien +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

"Diese CDU ist eine großartige Partei": Kramp-Karrenbauer begründet erstmal öffentliche ihre Bewerbung als CDU-Parteivorsitzende

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Kramp-Karrenbauer bereit für Kanzlerkandidatur (16.56 Uhr)
  • Todesschütze von Kalifornien war ein ehemaliger Soldat (16.30 Uhr)
  • Anwalts-Vereinigung schließt "Pro Chemnitz"-Chef aus (15.44 Uhr)
  • Ryanair: Einigung bei Tarifverhandlungen mit Verdi (14.23 Uhr)
  • Gericht ordnet Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn an (14.14 Uhr)
  • EVP will Weber als künftigen EU-Kommissionschef (12.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

+++ 19.15 Uhr: Niedrigwasser in großen Flüssen macht Industrie zu schaffen - Transportwege fallen aus +++

Angesichts der anhaltenden Trockenheit ist nach Experteneinschätzung auch weiter keine rascher Anstieg der Flusspegel in Deutschland in Sicht. "Die Niederschläge der vergangenen Woche haben nur zu einem sehr kurzfristigen Anstieg der Wasserstände geführt, die Wirkung ist bereits nicht mehr spürbar", erklärte die Bundesanstalt für Gewässerkunde am Donnerstag in Koblenz. Auch die für die kommenden Tage vorhergesagten Niederschläge werden demnach nicht für ein Ende des Niedrigwassers sorgen. Zuletzt hatte unter anderen BASF-Chef Martin Brudermüller die Lage am Rhein beklagt, der dem Chemie-Riesen als Transportweg dient. Das Unternehmen hatte bereits die Produktion anpassen müssen, weil es nach Brudermüllers Worten nicht gelang, die gesamten Mengen auf Straße und Schiene zu verlagern. Auch dem Mineralölhandel im Südwesten und der Ausflugsschifffahrt macht das Niedrigwasser im Rhein zu schaffen.

+++ 18.55 Uhr: Bund steckt zusätzliche Millonen in den Spitzensport - Ziel: Mehr Olympia-Medaillen +++

Die Spitzensportförderung des Bundes steigt nach Angaben der Unionsfraktion im kommenden Jahr im Vergleich zu 2017 um rund 65 Millionen Euro auf etwa 231 Millionen. Das teilte Frank Steffel, der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, als Ergebnis der Haushaltsberatungen 2019 in Berlin mit. "Wir halten Wort und unterstützen den Deutschen Olympischen Sportbund und die Verbände bei der Umsetzung der Leistungssportreform", sagte Steffel. Ein wesentliches Ziel der Spitzensportreform sind mehr olympische Medaillen frühestens bei den Winterspielen 2026 und bei den Sommerspielen 2028.

+++ 18.47 Uhr: Plagiatsurteil gegen US-Künstler Jeff Koons - 135.000 Dollar Strafe +++

In einem Streit um eine Schweineskulptur ist der US-Künstler Jeff Koons wegen Plagiats zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Paris sah es als erwiesen an, dass Koons für seine Porzellanskulptur "Fait d'hiver" bei einer Werbekampagne des Bekleidungsunternehmes Naf-Naf abgekupfert hatte. Das Gericht verurteilte Koons, dessen Firma sowie den Ausstellungsort Centre Pompidou zur Zahlung von insgesamt 135.000 Euro Schadenersatz an den Werbemacher Franck Davidovici. Die Skulptur - ein Schwein neben einer liegenden, halbnackten Frau - weist eine frappierende Ähnlichkeit mit der Kampagne auf, die Davidovici Mitte der 80er Jahre für Naf-Naf konzipiert hatte. "Fait d'hiver" war erstmals 1988 in einer New Yorker Galerie und anschließend in mehreren Ländern gezeigt worden. Nachdem das Pariser Centre Pompidou die Skulptur 2014 ausgestellt hatte, reichte Davidovici Klage gegen Koons ein. Von der Skulptur gibt es vier Kopien, eine davon brachte bei einer Auktion in New York 4,7 Millionen Dollar (rund 4,1 Millionen Euro) ein. 

+++ 18.36 Uhr: Siebte Leiche aus Trümmern eingestürzter Häuser in Marseille geborgen +++

Drei Tage nach dem tödlichen Einsturz zweier Wohnhäuser ist in den Trümmern eine siebte Leiche gefunden worden. Das berichteten mehrere Medien unter Berufung auf den Bürgermeister der südfranzösischen Hafenstadt, Jean-Claude Gaudin. Zeitweise war die Suche nach Verschütteten unterbrochen worden. Zunächst mussten zwei einsturzgefährdete Nachbarhäuser abgerissen werden, erklärte der Bürgermeister. "Wir denken, unter den Trümmern liegt noch mindestens ein weiterer Mensch", sagte Gaugin am Abend dem Sender BFMTV. Die Häuser waren am Montagmorgen in einer engen Straße im Zentrum der Hafenstadt eingestürzt. Eines davon stand leer, weil es baufällig war. Das andere, erst im Oktober inspizierte Gebäude war bewohnt, aber ebenfalls marode. Insgesamt wurden acht Menschen in einem der Häuser vermutet. Schon im März 2017 war Koons für seine Porzellanskulptur "Naked" 

+++ 17.45 Uhr: Tatverdächtiger von Chemnitz bleibt in Haft +++

Das Oberlandesgericht Dresden hat die Haftbeschwerde eines vermutlich aus Syrien stammenden Mannes abgewiesen, der an der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen Ende August in Chemnitz beteiligt gewesen sein soll. Das teilte der Verteidiger des Verdächtigen mit. Der Anwalt will nun die Erfolgsaussichten einer Verfassungsbeschwerde prüfen. Ein zweiter Tatverdächtiger, der vermutlich aus dem Irak stammt, war aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Gegen ihn besteht kein dringender Verdacht, die Ermittlungen laufen jedoch weiter. Ein vermutlich ebenfalls aus dem Irak stammender dritter Tatverdächtiger ist weiter auf der Flucht.

+++ 16.56 Uhr: AKK - Wer sich um CDU-Vorsitz bewirbt, bewirbt sich auch um Kanzlerkandidatur +++

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer traut sich nach der Bewerbung um den Parteivorsitz auch die Kanzlerkandidatur zu. "Wenn man sich um das Amt der Vorsitzenden der CDU bewirbt, also einer Partei, die immer in der Lage sein muss, einen Regierungschef oder -chefin zu stellen, dann ist für mich klar, dass damit diese Möglichkeit verbunden ist", sagte sie auf eine entsprechende Frage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Offen lässt die 56-Jährige in dem Interview, wer ihr im Amt der Partei-Generalsekretärin nachfolgen werde, dies werde sich voraussichtlich aber noch vor dem Parteitag am 7. Dezember in Hamburg entscheiden. Kramp-Karrenbauer ist neben Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn eine von drei aussichtsreichen Personen, die sich für die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Parteichefin beworben haben.

"Diese CDU ist eine großartige Partei": Kramp-Karrenbauer begründet erstmal öffentliche ihre Bewerbung als CDU-Parteivorsitzende

+++ 16.13 Uhr: Todesschütze von Kalifornien war ein 28 Jahre alter Marines-Veteran +++

Bei dem Schützen, der in einer Bar in Kalifornien mindestens zwölf Menschen erschossen und 21 weitere verletzt hat, handelt es sich laut Polizei um einen 28 Jahre alten ehemaligen Soldaten. Seine Waffe habe er legal erworben, berichteten zahlreiche US-Medien unter Berufung auf Ermittlungskräfte. In Thousand Oaks nahe Malibu im Großraum Los Angeles hatte ein Mann in der Nacht zum Donnerstag auf Gäste einer Tanzbar geschossen. Der mutmaßliche Täter ist tot, er soll sich nach Erkenntnissen der Polizei selbst gerichtet haben. Wegen eines Autounfalls und einer Beschwerde wegen Ruhestörung war der 28-Jährige den Behörden bekannt.

+++ 16.08 Uhr: Deutsche Autobauer laut Scheuer bereit, für ältere Diesel bis zu 3000 Euro zu zahlen +++

Nach heftiger Kritik an einem ersten Diesel-Paket will die deutsche Autoindustrie Angebote für Besitzer älterer Fahrzeuge erweitern. Dazu können auch die von den Herstellern skeptisch beurteilten Hardware-Nachrüstungen an Motoren und Abgaseinrichtungen gehören. Das sieht ein Kompromiss vor, den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die deutschen Hersteller bei einem Spitzentreffen in Berlin erzielten. VW, Daimler und BMW wollen ihre Angebote an betroffene Kunden aufstocken, wie der Branchenverband VDA nach dem mehr als fünfstündigem Gespräch mitteilte. Die drei Unternehmen hätten fahrzeugbezogen bis zu 3000 Euro für "Mobilitätslösungen" in den sogenannten "Intensivstädten"  mit höherer Schadstoffbelastung zugesagt.

+++ 15.44 Uhr: Anwalts-Vereinigung schließt "Pro Chemnitz"-Chef Kohlmann aus +++

Die Vereinigung der Strafverteidiger Sachsen/Sachsen-Anhalt hat den Rechtsanwalt Martin Kohlmann, Chef der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz", aus ihren Reihen ausgeschlossen. Der Vereinsvorsitzende Andreas Boine bestätigte am Donnerstag auf Anfrage einen entsprechenden Vorstandsbeschluss. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. "Sein Handeln läuft den Vereinszwecken zuwider", so Boine. So habe Kohlmann nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen in Chemnitz den Haftbefehl gegen einen der verdächtigen Asylbewerber veröffentlicht. "Das ist ein Verstoß gegen die Verfahrensrechte des Beschuldigten." Der Anwaltsverein könne das nicht hinnehmen. 

+++ 15.17 Uhr: Trudeau entschuldigt sich für Abweisung eines Schiffs mit jüdischen Flüchtlingen 1939 +++

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich für die Abweisung eines Schiffes im Jahr 1939 mit gut 900, vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohenen Juden entschuldigt. Diese Entschuldigung sei lange überfällig, sagte Trudeau im kanadischen Parlament. Das Schiff mit 907 Juden an Bord hatte nach der Zurückweisung durch Kanadas damalige Regierung nach Europa zurückkehren müssen. Viele der Passagiere wurden später von den Nationalsozialisten ermordet. "Auch wenn Jahrzehnte vergangen sind, seitdem wir den jüdischen Flüchtlingen den Rücken zugekehrt haben, hat die Zeit keineswegs Kanada von seiner Schuld freigesprochen oder die Last unserer Schande verringert", sagte Trudeau. Das Massaker in einer Synagoge der US-Stadt Pittsburgh Ende Oktober mit elf erschossenen Juden sei eine "tragische Mahnung", dass Antisemitismus in Kanada und anderswo auf der Welt weiter existiere.

In 1939, Canada turned its back on 907 Jewish refugees, deeming them unworthy of a home, and undeserving of our help....

Gepostet von Justin Trudeau am Mittwoch, 7. November 2018

+++ 15.05 Uhr: Sorge um liberale Supreme-Court-Richterin (85) nach Sturz +++

Erst vor kurzem hat US-Präsident Donald Trump durch die erfolgreiche Berufung von Brett Kavanaugh in den Supreme Court das Kräfteverhältnis im höchsten Gericht der USA in die konservative Richtung verschoben. Ein scheinbar kleiner Vorfall könnte nun dazu führen, dass der liberale Block weiter geschwächt wird. Richterin Ruth Bader Ginsburg ist in ihrem Büro gestürzt und hat sich drei Rippen gebrochen. Sie wird im Krankenhaus behandelt. Bemerkenswert ist der Vorfall wegen des Alters der - wie ihre Supreme-Court-Kollegen - auf Lebenszeit ernannten Richterin: sie ist 85 Jahre alt. Sollte sie nicht auf ihren Platz zurückkehren können, könnte sich Trump die Chance bieten, das Kräfteverhältnis am für wichtige Grundsatzurteile zuständige Supreme Court weiter zu verschieben. Derzeit stehen dem Block aus fünf konservativen Richtern vier liberale Richter gegenüber.

+++ 14.23 Uhr: Ryanair: Einigung bei Tarifverhandlungen mit Verdi +++

Der irische Billigflieger Ryanair hat sich nach eigenen Angaben mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf einen Tarifvertrag für die deutschen Flugbegleiter geeinigt. In dem Vertrag erkennt Ryanair die Gültigkeit deutschen Arbeitsrechts für alle in Deutschland stationierten Flugbegleiter an und verspricht Lohnerhöhungen in den nächsten zwei Jahren, wie das Unternehmen in Dublin mitteilte. Die Gewerkschaftsmitglieder müssten nun über den Tarifvertrag abstimmen. 

+++ 14.14 Uhr: Gericht ordnet Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn an +++

Die Städte Köln und Bonn müssen wegen zu hoher Luftverschmutzung Fahrverbote für ältere Dieselautos erlassen. Dies entschied das Kölner Verwaltungsgericht nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Ab April 2019 sollen zunächst Diesel-Fahrzeuge der Abgasklasse Euro-4 oder schlechter nicht mehr in die Innenstadt und andere Stadtteile fahren dürfen. Ab September 2019 soll die Einschränkung in der Domstadt dann auch für Euro-5-Diesel gelten. In Bonn soll das Verbot nur für zwei Straßenabschnitte gelten. Eine Berufung gegen die Urteile wurde zugelassen.

Köln hatte den EU-Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) deutlich überschritten - statt der erlaubten 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittelwert waren es 2017 bis zu 62 Mikrogramm. In Bonn lag der Wert bei bis zu 47 Mikrogramm.

+++ 13.39 Uhr: Streit um UN-Migrationspakt um Bundestag - AfD weitgehend isoliert +++

Die AfD ist mit ihrer scharfen Kritik am geplanten UN-Migrationspakt im Bundestag auf entschiedenen Widerspruch gestoßen. Abgeordnete von Union und SPD wie auch anderer Oppositionsparteien warfen der AfD vor, Ängste vor Einwanderung zu schüren und eine internationale Ordnung für geregelte Migration behindern zu wollen. Wer den Pakt ablehne sorge dafür, dass Standards in anderen Ländern nicht angehoben würden und mehr Leute nach Deutschland kämen, sagte der CDU-Abgeordnete Stephan Harbarth. "Wir müssen die Standards weltweit angleichen".

AfD-Chef Alexander Gauland erneuerte die Kritik seiner Partei. "Migration wird in diesem Dokument ausschließlich als Quelle von Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung dargestellt", sagte er. "Kein Wort davon, dass Migration Länder auch destabilisieren kann. Der Unterschied zwischen der Suche nach Asyl und der Suche nach einem besseren Leben wird verwischt." Millionen Menschen aus Krisengebieten würden angestiftet, sich auf den Weg zu machen.

+++ 12.34 Uhr: EVP will Weber als künftigen EU-Kommissionschef +++

Der Deutsche Manfred Weber soll nach dem Willen der Europäischen Volkspartei 2019 neuer EU-Kommissionspräsident werden. Die EVP wählte den stellvertretenden CSU-Chef in Helsinki nach Angaben aus Parteikreisen mit rund 79 Prozent der Delegiertenstimmen zu ihrem Spitzenkandidaten für die Europawahl 2019 und nominierte ihn damit für das EU-Spitzenamt in Brüssel. Der 46-Jährige wird Gegenspieler des Sozialdemokraten Frans Timmermans, der ebenfalls Kommissionschef werden will.

Weber setzte sich innerhalb seiner Parteienfamilie, zu der auch CDU und CSU gehören, zunächst gegen den ehemaligen finnischen Regierungschef Alexander Stubb durch. In seiner Bewerbungsrede präsentierte sich Weber, derzeit Fraktionschef der EVP im Europaparlament, als mitfühlender Konservativer.

+++ 12.30 Uhr: Pferd aus Anhänger geschleudert +++

Ein Pferd ist beim Bremsmanöver eines Autos in Mechernich bei Euskirchen aus einem Anhänger geschleudert und schwer verletzt worden. Das Tier musste eingeschläfert werden, wie die Polizei mitteilte. Demnach hatte sich der 58 Jahre alte Autofahrer des Gespanns gestern Abend während der Fahrt plötzlich an die Brust gefasst und das Bewusstsein verloren. Seiner 36 Jahre alten Tochter auf dem Beifahrersitz sei es noch gelungen, den Wagen neben der Straße zum Stehen zu bringen.

Dabei sei der Anhänger samt Pferd in die Höhe katapultiert worden. Der Hänger löste sich vom Zugwagen und kam quer zum Auto zum Stehen. Das Tier sei auf eine Wiese geschleudert worden. Ein Tierarzt habe das verletzte Pferd von seinen Qualen erlöst. Der Autofahrer kam nach notärztlicher Versorgung ins Krankenhaus.

+++ 12.20 Uhr: Sechs Bewerber für "Unser Lied für Israel" +++

Vier junge Frauen und zwei junge Männer bewerben sich um den deutschen Startplatz für den Eurovision Song Contest im kommenden Jahr. Wie der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg mitteilte, werden die Sängerinnen und Sänger Aly Ryan, BB Thomaz, Linus Bruhn, Gregor Hägele, Lilly Among Clouds und Makeda im Februar beim Vorentscheid "Unser Lied für Israel" antreten. Sie wollen auf Michael Schulte folgen, der in diesem Jahr im ESC-Finale in Lissabon mit Platz vier überzeugen konnte.

Die bisher eher unbekannten Künstler wurden von zwei Gruppen ausgewählt - auf der einen Seite 100 Mitglieder einer Eurovisionsjury, auf der anderen Seite eine 20-köpfige internationale Expertenjury. Nach dem gleichen Verfahren waren auch die Teilnehmer des diesjährigen Vorentscheids ausgewählt worden, aus dem Schulte als Sieger hervorgegangen war. Ursprünglich standen laut ARD 965 Bewerber zur Auswahl. Am nach dem Sieg Israels in Tel Aviv stattfindenden ESC nehmen insgesamt 42 Länder teil. Die beiden Halbfinals sind am 14. und 16. Mai, das Finale ist am 18. Mai.

+++ 12.15 Uhr: 13 Tote nach Schüssen in Bar in Kalifornien +++

Bei dem Angriff auf eine Diskothek im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Auch der Angreifer selbst sei tot, teilte der Sheriff im Bezirk Ventura, Geoff Dean, mit. Bei dem getöteten Polizisten handelte es sich laut Sheriff Dean um den ersten Beamten, der nach einem Notruf zu der "Borderline"-Bar in Thousand Oaks nördlich von Los Angeles geeilt war.

Ein bewaffneter Mann war gestern Abend (Ortszeit) in die Disko gestürmt, in der gerade eine Party für College-Schüler stattfand, und hatte in die Menge geschossen. Ein Zeuge sagte, ein Angreifer sei gegen 23.30 Uhr in die Bar gestürmt und habe um sich geschossen. "Er hat viel geschossen, mindestens 30-mal. Ich konnte immer noch Schüsse hören, nachdem alle draußen waren."

+++ 12.12 Uhr: Ehemaliger SS-Wachmann kündigt Aussage für Dienstag an +++

Im Prozess um hundertfache Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Stutthof wird sich der Angeklagte erst am Dienstag zu den Vorwürfen äußern. Das kündigten seine Verteidiger am zweiten Prozesstag vor dem Landgericht Münster an. Grund ist ein beim Gericht am 6. November mit Verzögerung eingegangenes historisches Gutachten zu dem KZ. "Wir verstehen, dass die Verteidiger und der Angeklagte sich die 121 Seiten erst in Ruhe angucken müssen", sagte der Vorsitzende Richter Rainer Brackhane. 

Der 94-Jährige wurde mit 18 Jahren in dem deutschen Lager der Nazis bei Danzig als SS-Wachmann eingesetzt. Nach Angaben der für die Aufklärung von NS-Verbrechen zuständigen Zentralen Stelle in Ludwigsburg starben bis Kriegsende 65.000 Menschen in Stutthof und seinen Nebenlagern sowie auf den sogenannten Todesmärschen. Laut Anklage hatte der Mann aus dem Kreis Borken nicht nur das systematische Morden in dem Lager mitbekommen, sondern durch seinen Einsatz von 1942 bis 1944 auch möglich gemacht.

+++ 12.04 Uhr: Betrunkener Autofahrer verursacht verheerende Kettenreaktion +++

Ein betrunkener Autofahrer hat in Hessen für eine verheerende Kettenreaktion gesorgt. Der 34-Jährige geriet gestern Abend in Raunheim auf die Gegenfahrbahn, vermutlich weil er eine heruntergefallene Zigarette aus dem Fußraum aufheben wollte, wie die Polizei in Darmstadt am heute mitteilte. Daraufhin prallte er frontal mit einem anderen Wagen zusammen und drückte das Fahrzeug gegen einen Laternenmast. Beide Fahrer wurden verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Es entstand insgesamt ein Schaden von rund 11.000 Euro.

Nach dem Unfall sprang auch noch der Hund des 34-Jährigen aus dem Auto und lief auf die Straße, wo er von einem anderen Fahrzeug erfasst und getötet wurde. Der Unfallverursacher hatte einen Atemalkoholwert von zwei Promille und besaß auch keinen Führerschein. Der wurde ihm bereits in der Vergangenheit wegen Trunkenheit im Verkehr entzogen. Auf den Mann kommt nun ein Strafverfahren zu.

+++ 12 Uhr: Gericht erwägt Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn +++

Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn werden wahrscheinlicher. In einem Verfahren vor dem Kölner Verwaltungsgericht sagte der Vorsitzende Richter Michael Huschens, man denke über ein streckenbezogenes Verbot in Bonn sowie eine zonale Einschränkung in Köln nach. Vor einem Urteil wollte sich das Gericht aber noch beraten. Nach den Überlegungen des Richters stellten Vertreter des zuständigen Regierungsbezirks infrage, ob dies verhältnismäßig wäre. Das Urteil dürfte noch am Donnerstag folgen.

Die Deutsche Umwelthilfe klagt auf eine Änderung der Luftreinhaltepläne in Köln und Bonn. In der Domstadt wird der EU-Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) deutlich überschritten - statt der erlaubten 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittelwert waren es 2017 bis zu 62 Mikrogramm. In Bonn lag der Wert bei bis zu 47 Mikrogramm. Aus Sicht der Umwelthilfe sind Fahrverbote das einzig wirkungsvolle Mittel, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen.

+++ 11.20 Uhr: S-Bahn-Tunnelsperrung - Frauen und Männer schlafen zwischen Gleisen +++

Mitten im morgendlichen Berufsverkehr haben vier schlafende Frauen und Männer eine vorübergehende Sperrung des S-Bahn-Tunnels unter der Frankfurter Innenstadt ausgelöst. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, bemerkte ein Lokführer am Donnerstagmorgen die vier Menschen, die sich im Tunnel zwischen den Stationen Taunusanlage und Hauptwache schlafen gelegt hatten. Sie waren zwischen den Gleisen. Der Lokführer verständigte die Polizei, die daraufhin den Tunnel sperren ließ und die Vier herausbrachte. Durch die Sperrung kam es zu Verspätungen und Ausfällen.

+++ 11.16 Uhr: Mindestens 20 Tote bei Häftlingsmeuterei in Tadschikistan +++

Bei einer Häftlingsmeuterei in einem Hochsicherheitsgefängnis in Tadschikistan sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 20 Häftlinge und zwei Wachleute seien bei Kämpfen in dem Gefängnis von Chudschand im Norden der zentralasiatischen Republik getötet worden, sagten Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Sechs weitere Wächter wurden demnach bei dem Aufstand verletzt. Die Meuterei begann den Angaben zufolge am Mittwochabend und zog sich bis Donnerstagmorgen hin. Häftlinge hätten Werkzeuge aus einer Gefangenenwerkstatt als Waffen eingesetzt.    

In der Haftanstalt in Chudschand sind für schwere Straftaten zu langen Haftstrafen verurteilte Häftlinge untergebracht, darunter Mörder und Islamisten. Bei einem Ausbruchsversuch aus dem Gefängnis 2016 waren ein Häftling und ein Wächter getötet worden. Nach Behördenangaben wollten sich die Ausbrecher damals der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anschließen.

+++ 11.13 Uhr: Polizei: Schütze in Thousand Oaks keine Gefahr mehr  +++

Nach den Schüssen in einem Lokal in Kalifornien hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen unter Kontrolle. Der Mann sei in der Bar und wurde "ausgeschaltet", sagte Captain Garo Kuredijian vom Büro des Sheriffs des Bezirks Ventura County. Ob der Täter noch am Leben sei, könne er derzeit nicht sagen. 

Mindestens elf Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt. Der Sender ABC7 berichtete von einem Toten. Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwochabend (Ortszeit) um etwa 23.20 Uhr in der "Borderline Bar & Grill" in der Stadt Thousand Oaks. In dem Lokal fand eine Country-Party für College-Studenten statt.

+++ 10.30 Uhr: Medien berichten über mindestens elf Verletzte +++

Laut CNN wurden bei der Schießerei in der Bar "Borderline" mindestens elf Menschen verletzt. 

+++ 10 Uhr: Mindestens sechs Verletzte in kalifornischer Bar +++ 

Die Polizei hat bestätigt, dass bei den Schüssen in der Bar "Borderline" mindestens sechs Menschen verletzt worden sind. 

+++ 9.39 Uhr: Schüsse in Kalifornien - Lage noch nicht unter Kontrolle +++

Die Polizei hat nach den Schüssen in einer kalifornischen Bar noch nicht unter der Kontrolle. Auf Live-Bildern des Senders ABC war zu sehen, wie eine Spezialeinheit der Polizei die Erstürmung eines Hauses mit einer Blendgranate vorbereitete und dann in das Gebäude eindrang.

+++ 9.14 Uhr: Schüsse in Bar in Kalifornien - Medien berichten über zahlreiche Verletzte +++

Im US-Bundesstaat Kalifornien soll ein Mann Medienberichten zufolge das Feuer auf Gäste in einem Lokal eröffnet haben. Die Feuerwehr der Stadt Thousand Oaks schrieb auf Twitter, Feuerwehrleute und Rettungskräfte seien vor Ort, es gebe Berichte über mehrere Verletzte. Wie die Zeitung "Ventura County Star" berichtete, befürchtet die Polizei, dass es mehrere Opfer geben könnte. Es seien demnach mindestens 30 Schüsse abgefeuert geworden, so die Zeitung. 

Der Vorfall begann am späten Mittwochabend (Ortszeit) um etwa 23.20 Uhr in der "Borderline Bar & Grill", in der Stadt Thousand Oaks in Kalifornien. Die Lage sei noch nicht unter Kontrolle, berichtete der Sender ABC. Die Polizei suche nach mindestens einem Schützen. Auf Bildern des Senders waren Einsatzkräfte zu sehen, die einen Verletzen versorgten. Mehrere Polizei- und Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Ob sich noch Menschen in dem Lokal befinden war derzeit nicht bekannt.

+++ 8.03 Uhr: Junge Familie im australischen Hinterland vermutlich verdurstet +++

Im australischen Hinterland ist ein junges Paar mit seinem kleinen Sohn tot aufgefunden worden. Vermutet wird, dass die Familie eine Autopanne hatte und dann der Hitze zum Opfer fiel. Die Leichen der beiden 19 Jahre alten Eltern und des Dreijährigen wurden nach Polizeiangaben auf einer einsamen Straße in der Nähe der Gemeinde Willowra entdeckt. Ihr Auto, mit dem sie nicht mehr weiterkamen, stand etwa vier Kilometer entfernt. 

Die Siedlung liegt etwa 300 Kilometer nördlich von Alice Springs, der einzigen größeren Stadt im australischen Outback. Die Temperaturen in dieser Region, wo kaum jemand unterwegs ist, liegen tagsüber aktuell bei mehr als 40 Grad. Die Behörden vermuten, dass sich die Familie nach einer Autopanne dazu entschied, zu Fuß nach Hilfe zu suchen und dann verdurstete.

Nach einem zwölf Jahre alten Jungen, der möglicherweise ebenfalls im Auto saß, wird noch gesucht. Die Familie war am Freitag vergangener Woche zuletzt gesehen worden. Damals machte sie sich in Willowra auf den Weg zu einer langen Autofahrt in Richtung Melbourne, das mehr als 2500 Kilometer entfernt liegt.

+++ 7.13 Uhr: Messerstiche in Salt Lake City - eine Frau tot +++

Durch Messerstiche ist eine Frau in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah tödlich verletzt worden. Auch ein Mann sei am Mittwochabend durch Messerstiche im Marmalade District schwer verletzt worden und befinde sich in kritischem Zustand, meldete der lokale Fernsehsender KUTV. Nach dem verdächtigen Mann, der mit einer Decke bekleidet sei, werde auch mit einem Hubschrauber gesucht. 

Laut dem Sender geht die Polizei davon aus, dass alle drei Beteiligten obdachlos seien. Für andere Menschen in der Nähe bestehe keine direkte Gefahr. Ein Reporter berichtete von mindestens einem Dutzend Polizeibeamten vor Ort.

+++ 6.25 Uhr: Christin Asia Bibi befindet sich nach Regierungsangaben noch in Pakistan +++

Die in Pakistan nach der Aufhebung ihres Todesurteils freigelassene Christin Asia Bibi befindet sich nach Regierungsangaben immer noch im Land. "Sie ist in Pakistan", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Die Frau war am Mittwoch freigelassen worden und mit einem Flugzeug aus der Stadt Multan gebracht worden, wo sie inhaftiert gewesen war. Das Ziel blieb geheim. Medien berichteten zwischenzeitlich, sie sei ins Ausland geflogen worden.    

Asia Bibi saß wegen angeblicher Gotteslästerung jahrelang im Gefängnis. Vergangene Woche sprach der Oberste Gerichtshof Pakistans sie von allen Vorwürfen frei und hob das Todesurteil gegen sie auf. Nach Bekanntwerden des Urteils kam es in dem konservativ-muslimischen Land zu tagelangen Protesten von Islamisten. Am Freitag einigte die Regierung in Islamabad sich mit der Islamistenpartei Tehreek-e-Labaik darauf, dass die Islamisten Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegen dürfen.

+++ 6.03 Uhr: Mehrere Verletzte bei Kollision von Tanker und Fregatte +++

Bei der Kollision eines Tankers und einer Fregatte vor der Küste Norwegens sind nach Medienberichten mehrere Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich bei Hordaland in der Nähe von Bergen. Rettungsdienste seien unterwegs, um bei der Evakuierung der beiden Schiffe zu helfen. Über das Ausmaß der Schäden und eventuelle Gefahren für die Umwelt lagen zunächst keine Informationen vor.

+++ 5.47 Uhr: Herrmann will einheitliche Regeln zur Beobachtung von AfD-Mitgliedern +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert bundesweit einheitliche Regeln zur Beobachtung von AfD-Mitgliedern durch den Verfassungsschutz. "Der Bund und die Länder können Einzelpersonen bislang nur unter zusätzlichen, erhöhten Voraussetzungen beobachten, etwa wenn ihr Verhalten auf die Anwendung von Gewalt gerichtet ist", sagte Herrmann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Es wäre gut, wenn wir hier zu einer einheitlichen Regelung nach bayerischem Vorbild kämen."    

Bayern habe die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, Einzelpersonen beobachten zu können, ohne die ganze Organisation in den Blick zu nehmen, sagte Herrmann. Dies sei etwa der Fall, wenn Einzelpersonen Kontakte zu rechtsextremen Vereinigungen pflegen würden. "Bei einer unteren zweistelligen Zahl von AfD-Mitgliedern machen wir hiervon Gebrauch", sagte der CSU-Politiker.

AfD-Chronologie: Fünf Jahre AfD - eine Erfolgsgeschichte?

+++ 4.12 Uhr: Brinkhaus: Bundeswehr braucht bessere Ausstattung +++

Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, hat das Ziel der großen Koalition bekräftigt, die Bundeswehr besser auszustatten. "Wir erhöhen die Ausgaben für die Bundeswehr jetzt erheblich. Das ist in unserem eigenen Interesse und vor allem im Interesse unserer Soldaten", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Die Bundeswehr braucht überall eine bessere Ausrüstung. Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben hat nichts mit Donald Trump zu tun."

Der Bundeswehretat soll nach dem Entwurf von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im kommenden Jahr um vier Milliarden Euro auf knapp 43 Milliarden Euro erhöht werden. Allerdings liegt diese Zahl immer noch entfernt vom Zwei-Prozent-Ziel, wonach die Verteidigungsausgaben bis 2024 zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausmachen sollen. US-Präsident Donald Trump hat dies vor allem von Deutschland immer wieder angemahnt. Die Bundesregierung wird das Ziel wohl nicht erreichen. Am Donnerstag will der Haushaltsausschuss in seiner "Bereinigungssitzung" (14.00 Uhr) letzte Hand an den Bundesetat 2019 legen.

+++ 3.25 Uhr: Rekordverdächtiger Python in Florida gefangen +++

Schlangenjäger haben im Nationalpark Everglades in Florida einen rekordverdächtigen Python gefangen. Das Reptil habe beim Messen mit einer Länge von 5,3 Metern und einem Gewicht von rund 60 Kilogramm überrascht, wurden Vertreter der Umweltbehörde von den örtlichen Medien zitiert. Der Tigerpython wird nun vermutlich eingeschläfert.

In Asien ist der Tigerpython vom Aussterben bedroht, dagegen gilt die Würgeschlange in Florida inzwischen als Plage. Erste freigelassene Haustiere haben sich mangels natürlicher Feinde explosionsartig vermehrt und dürfen daher gejagt werden, um andere Tierarten zu schützen. Die Behörden veranstalten dazu sogar jährlich Wettbewerbe mit Geldpreisen für die erfolgreichsten Pythonjäger.

+++ 2.55 Uhr: Indonesischer Passagierjet rammt Lichtmast +++

Nur wenige Tage nach dem folgenschweren Absturz einer Passagiermaschine des indonesischen Billigfliegers Lion Air hat ein anderer Jet dieser Gesellschaft auf einem Flughafen auf Sumatra einen Lichtmast gestreift. Dabei sei die Spitze der Tragfläche beschädigt worden, teilte Lion Air mit. Die Maschine rollte gerade zum Start zum Flug von Bengkulu nach Jakarta. Nach dem Zwischenfall verließen die Passagiere das Flugzeug, Lion Air stellte eine Ersatzmaschine bereit.

Bei dem Absturz einer Boeing 737 Anfang vergangener Woche in die Javasee starben alle 189 Insassen der Maschine. Die Suche nach den Opfern auf dem Meeresgrund dauert gegenwärtig an.

+++ 2.15 Uhr: Umfrage: Merz und Kramp-Karrenbauer bei Kanzlerfrage fast gleichauf +++

Etwa gleich viele Deutsche würden dem früheren CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz und der bisherigen CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer eine erfolgreiche Kanzlerschaft zutrauen. 36 Prozent könnten sich am ehesten Merz als Bundeskanzler vorstellen, knapp dahinter liegt Kramp-Karrenbauer mit 33 Prozent, geht aus einer Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe hervor. Gegen die beiden Bewerber um die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der Partei sprachen sich jedoch noch mehr Befragte aus. 46 Prozent lehnen Merz im Kanzleramt ab, bei Kramp-Karrenbauer sind die 48 Prozent. Der Rest der Befragten legte sich nicht fest. Der dritte Bewerber um den CDU-Vorsitz, Gesundheitsminister Jens Spahn, schneidet deutlich schlechter ab: Nur 17 Prozent glauben, dass Spahn ein guter Kanzler wäre, 65 Prozent sind anderer Meinung.

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+++ 1.33 Uhr: Ecuadors Ex-Präsident wegen Entführung angeklagt +++

Die ecuadorianische Justiz hat Ex-Präsident Rafael Correa wegen der versuchten Entführung eines Oppositionspolitikers angeklagt. Es gebe ausreichend Beweismaterial, um einen Prozess gegen Correa als mutmaßlichen Drahtzieher des 2012 in Kolumbien gescheiterten Entführungsversuchs des Ecuadorianers Fernando Balda zu führen, erklärte die Richterin Daniella Camacho in Quito. Correa lebt seit Ende seiner Amtszeit (2007-2017) in Belgien, dem Heimatland seiner Frau. Er wies die Anschuldigungen als "rein politische Verfolgung" ab.

+++ 0.25 Uhr: Hollywood-Stern von Trump demoliert - Geldstrafe und ein Tag Haft +++

Nach dem Demolieren von Donald Trumps Stern auf dem "Walk of Fame" ist ein Kalifornier wegen mutwilliger Beschädigung zu einem Tag Haft und zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 8000 Euro verurteilt worden. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles muss der 24-jährige Mann zudem 20 Tage Sozialarbeit verrichten und sich einer Therapie unterziehen. Er steht drei Jahre lang unter Bewährungsauflagen.

Laut Anklage hatte der Mann am 25. Juli die Sternen-Plakette auf dem Hollywood Boulevard mit einer Spitzhacke zertrümmert. Er stellte sich später der Polizei. Der beschädigte Stern wurde rasch wieder ausgebessert. Dem Täter drohten zunächst bis zu drei Jahre Haft. Der Mann räumte jedoch vor Gericht seine Schuld ein, im Gegenzug kam er mit einer geringeren Strafe davon.

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vit / dho / DPA / AFP