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+++ Ticker +++

News des Tages: Polizei stoppt Lkw-Fahrer mit 4,6 Promille

"Verschwindet aus meinem Land" - Schütze tötet einen Inder in den USA +++ Von Abschiebung bedrohter Schüler darf einen Monat bleiben +++ Autofahrer tanken immer weniger Biokraftstoff E 10 +++ Die News des Tages in der Übersicht.

Ein Lkw-Fahrer ist mit einem extrem hohen Promillewert aufgefallen.

Ein Lkw-Fahrer ist mit einem extrem hohen Promillewert aufgefallen (Symbolbild).

Die Nachrichten des Tages im Ticker - Nachrichten zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie hier im gesonderten Stück.

23.13 Uhr: Clooney mit französischem Filmpreis César geehrt +++

Der Hollywoodstar George Clooney hat für seine Karriere den französischen Ehren-César bekommen. Er sei glücklich, hier zu sein, und stolz, der Ehemann Amals zu sein, sagte der 55-Jährige am Abend bei der Verleihung der französischen Filmpreise.

"I love you much", warf er der 39-jährigen Juristin zu. Er freue sich auf die kommenden Wochen und Monate, erklärte er glücklich strahlend weiter. Damit spielte er auf die Schwangerschaft seiner Frau an. Amal Clooney wird voraussichtlich im Sommer Zwillinge zur Welt bringen. 

+++ 23.07 Uhr: Argentinien: Mindestens 13 Tote bei Busunglück +++

Bei einem Busunglück im Osten von Argentinien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 34 weitere wurden nach Behördenangaben verletzt, als zwei vollbesetzte Reisebusse nahe der Stadt Rosario zusammenstießen und in einen Graben stürzten. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Das Busunternehmen betonte, die beiden verunglückten Busse seien erst wenige Jahre alt und regelmäßig gewartet worden.

+++ 21.32 Uhr: Sohn von Pelé muss zwölf Jahre in Haft +++

Der Sohn von Fußball-Legende Pelé, Edson Cholbi do Nascimento, muss ins Gefängnis, um eine über zwölfjährige Haftstrafe zu verbüßen. Der 46-jährige frühere Profitorwart wurde der Geldwäsche im Zusammenhang mit Drogengeschäften für schuldig befunden, wie ein Gericht im brasilianischen São Paulo urteilte. Er war dafür bereits 2014 verurteilt worden, damals sogar zu 33 Jahren. Nach einer Revision war er bis zur Entscheidung aber auf freiem Fuß.

Nun wurde die Strafe auf 12 Jahre und 10 Monate reduziert. "Edinho" war wegen ähnlicher Delikte schon drei Mal im Gefängnis, berichtete das Portal "O Globo". Edson Cholbi do Nascimento spielte in den 90er Jahren für mehrere Vereine, auch für Pelés Heimatclub FC Santos. Nach der Karriere geriet er auf die schiefe Bahn und kooperierte mit kriminellen Banden.

+++ 21.06 Uhr: Journalisten Zutritt zum Weißen Haus verweigert +++

Das Weiße Haus hat mehreren Journalisten den Zugang zu einer Fragerunde mit dem Sprecher von US-Präsident Donald Trump verwehrt. Betroffen waren Reporter von CNN, der "New York Times", und "Politico", wie die Medienhäuser berichteten. Stattdessen durften nur ausgewählte Journalisten an dem Briefing von Trumps Sprecher Sean Spicer teilnehmen.

Vertreter der Nachrichtenagentur AP und des "Time"-Magazins boykottierten die Fragerunde daraufhin aus Solidarität mit ihren Kollegen. Die "White House Correspondents' Association" (WHCA), ein Zusammenschluss von Journalisten, verurteilte die Maßnahme des Weißen Hauses. 

+++ 20.18 Uhr: Frankreich: Ermittlungen gegen Fillon ausgeweitet +++

Die französische Justiz hat ihre Ermittlungen gegen den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon ausgeweitet. Der Fall sei an Untersuchungsrichter übergeben worden, teilte die Finanzstaatsanwaltschaft in Paris mit. Fillon wird vorgeworfen, seine Ehefrau jahrelang auf Staatskosten als parlamentarische Mitarbeiterin angestellt zu haben, ohne dass sie tatsächlich gearbeitet habe.

+++ 19.28 Uhr: Volkswagen zurück in der Gewinnzone +++

Volkswagen macht wieder Gewinn. Der größte Autokonzern der Welt erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Plus von 5,14 Milliarden Euro, wie VW in Wolfsburg mitteilte. Im Vorjahr war Volkswagen wegen des Dieselskandals tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Verlust in Höhe von 1,58 Milliarden Euro ausgewiesen. Das Jahr 2016 lief für den Autobauer hervorragend. Der Umsatz stieg laut den Angaben um 4,0 Milliarden Euro auf 217,3 Milliarden Euro - und damit auf einen neuen Rekord. Weltweit lieferte der Konzern 10,3 Millionen Fahrzeuge aus - auch das eine neue Bestmarke. Vor allem in den west- und zentraleuropäischen Märkten und im Asien-Pazifik-Raum gab es demnach Zuwächse.

+++ 18.44 Uhr: Belgien billigt Anschlagsopfern lebenslange Unterstützung zu +++

Opfer von Terroranschlägen sollen in Belgien künftig lebenslange Finanzhilfen vom Staat bekommen. Das sieht ein vom Regierungskabinett in Brüssel verabschiedeter Gesetzentwurf vor. Demnach bekommen Anschlagsopfer je nach Grad ihrer Verletzungen Entschädigungszahlungen, auch die Behandlungskosten soll der Staat übernehmen. Auch bei Anschlägen im Ausland verletzte Belgier sollen dem Gesetz zufolge von der "nationalen Solidarität" profitieren. Das Parlament muss dem Entwurf noch zustimmen. Bei islamistischen Anschlägen im März vergangenen Jahres waren am Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahn der belgischen Hauptstadt insgesamt 32 Menschen getötet worden.

+++ 18.07 Uhr: AfD-Anfrage sorgt für Spott +++

Die AfD im sächsischen Landtag hat sich mit einer Kleinen Anfrage Spott auf Twitter eingehandelt. Nach Berichten über Häftlinge, die in der Justizvollzugsanstalt Dresden ins Essen ihrer Mitgefangenen uriniert haben sollen, wollte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Uwe Wurlitzer, die Nationalität der Verdächtigen erfahren und ob sie einen Migrationshintergrund haben. "Arier-Nachweis bei Urin-Straftaten? Die #AfD will's wissen", schrieb ein Twitternutzer. Die Fraktion der Linken wollte wissen: "Deutscher Urin im Knastessen aus #AfD-Sicht besser als ausländischer Urin?" Ein anderer User meinte: "Ach, ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ist beides #ekelhAfD."

Als tatverdächtige Häftlinge wurden nach Auskunft von Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) übrigens zwei Deutsche ermittelt. "Die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern ist nicht bekannt", antwortete er.

+++ 18.05 Uhr: Mehr als 150 Bundestagsabgeordnete setzen sich für Yücel-Freilassung ein +++

Über 150 Bundestagsabgeordnete haben laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" den türkischen Botschafter aufgerufen, sich für die Freilassung des Journalisten Deniz Yücel einzusetzen. "Wir wenden uns an Sie aus Sorge um die deutsch-türkische Freundschaft und das Verfahren gegen den Journalisten", schrieben die Autoren demnach in einem offenen Brief an Ali Kemal Aydin. Mit Blick auf Yücel heiße es weiter: "Wie es bei jedem freien Journalisten und kritischen Geist der Fall ist, erregt seine Arbeit Anstoß. Es ist der Anstoß des freien Denkens und der offenen politischen Debatte." Diese Debatte sei "das beste Mittel gegen den Terrorismus, der ihm jetzt anscheinend vorgeworfen wird". Und weiter: "Wir plädieren daher dringend an Sie, sich für die schnelle Freilassung von Deniz Yücel einzusetzen und ihm und seinen KollegInnen die freie Arbeit zu ermöglichen." Die Initiative zu dem Schreiben kam von Niels Annen (SPD) und Omid Nouripour (Grüne).

Yücel besitzt die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft. Er ist seit Dienstag vergangener Woche im Istanbuler Polizeipräsidium in Gewahrsam. Nach Angaben der Polizei wird gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauch ermittelt.

+++ 17:16 Uhr: Deutsche Umwelthilfe fordert Fahrverbote für alle Diesel ab 2018 +++

Zusätzlich zu den wegen Feinstaubs drohenden Fahrverboten für viele Diesel in Stuttgart von 2018 an fordert die Deutsche Umwelthilfe eine fast komplette Verbannung der Fahrzeuge. Alle Diesel müssten in der Innenstadt verboten werden - und das nicht nur an Tagen mit besonders hoher Schadstoffbelastung, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch in Stuttgart. Nur so ließen sich die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub einhalten. Darauf hätten die Anwohner drastisch belasteter Straßen ein Recht. Ausnahmen müsse es etwa für Rettungsdienste und auch Handwerker geben. Auch dürften Diesel zugelassen werden, die ehrlich die strengste Abgasnorm Euro 6 einhielten. "Aber ehrlich. Nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auf der Straße", sagte Resch.

Die Landesregierung hatte diese Woche beschlossen, dass Dieselautos, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen, an Tagen mit Feinstaubalarm in Teilen der Innenstadt ab 2018 Fahrverbot erhalten. Allein in Stuttgart wären das mehr als 70.000 Diesel.

+++ 17.06 Uhr: Popmusik-Bann verschafft Radiosender unverhofften Aufschwung +++

Glenn Miller und die Andrew Sisters statt Rihanna und Justin Bieber: Ein Streit um Urheberrechte hat einem bulgarischen Rundfunksender einen unverhofften Aufschwung bei den Hörerzahlen verschafft. Weil er sich weigert, die gestiegenen Urhebergebühren für zeitgenössische Musik zu zahlen, spielt der öffentliche Rundfunk seit zwei Monaten nur noch Stücke, die mindestens 70 Jahre alt sind und bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist.

Statt Popmusik sind im öffentlichen Sender BNR jetzt vor allem klassische Musik, Jazz und Volksmusik zu hören. Laut einer Studie des Ipsos-Institutes wuchs die Zuhörerschaft im Januar um 20 Prozent. Damit stieg er auf Platz drei der meistgehörten Radiosender in Bulgarien auf. Rentner machen rund ein Drittel der bulgarischen Bevölkerung aus.

+++ 17 Uhr: Lkw-Fahrer mit 4,6 Promille gestoppt +++

Mit 4,6 Promille im Blut ist ein Lastwagenfahrer auf einem Rasthof an der A7 in der Lüneburger Heide aus dem Verkehr gezogen worden. Die Polizei in Buchholz/Aller kassierte Führerschein und Fahrzeugschlüssel des 53-Jährigen an Ort und Stelle ein. "Ausfallerscheinungen" habe der Mann trotz des Alkoholwerts aber kaum gezeigt, hielt die Polizei in Soltau am Freitag fest. Auf Videoaufzeichnungen einer Tankstelle war zu sehen, dass der Mann tatsächlich kurz vorher noch seinen Lastwagen gesteuert hatte.

+++ 16.40 Uhr: Nach Tod von Büttenredner: Karnevalsgesellschaft feiert - und trauert +++

Nach dem Tod eines Büttenredners während seines Auftritts in Warstein will sein Karnevalsverein zwar gemeinsam des 66-Jährigen gedenken, am Programm für das Wochenende aber nur wenig ändern. "Wir halten am Kostümball und am Rosenmontagszug fest, werden aber in einer kurzen Rede am Samstag an unser langjähriges Mitglied erinnern", sagte Christoph Sellmann, der Präsident der Großen Belecker Karnevals-Gesellschaft (GBK), am Freitag. Zuvor hatte der Verein aus dem Sauerland auf seiner Facebookseite über den Tod des Büttenredners Hermann Jesse informiert: "Wir sind alle zutiefst betroffen über sein viel zu frühes Ableben." Der 62-Jährige war am Mittwoch während eines Auftritts auf der Bühne umgekippt. Zuschauer sollen nach Angaben der "Westfalenpost" zunächst gedacht haben, dies sei Teil des Programms des Seniorenkarnevals. Die Sitzung wurde dann abgebrochen und der für Donnerstag geplante Rathaussturm der Stadt im Kreis Soest abgesagt.

+++ 15.55 Uhr: "Spiegel": BND überwachte BBC und andere ausländische Journalisten +++

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach einem "Spiegel"-Bericht von 1999 an ausländische Journalisten unter anderem in Afghanistan, Pakistan und Nigeria überwacht. Nach Dokumenten, die das Nachrichtenmagazin nach eigenen Angaben einsehen konnte, führte der deutsche Auslandsgeheimdienst mindestens 50 Telefon- und Faxnummern oder Mail-Adressen von Journalisten oder Redaktionen in seiner Überwachungsliste als eigene sogenannte Selektoren. Der BND wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.  Unter den Spähzielen seien mehr als ein Dutzend Anschlüsse der britischen BBC in Afghanistan und in der Zentrale London, zudem seien Redaktionen des internationalen Programms BBC World Service überwacht worden, heißt es weiter. Auf der Liste standen demnach ein Anschluss der "New York Times" in Afghanistan wie auch Anschlüsse von Mobil- und Satellitentelefonen der Nachrichtenagentur Reuters in Afghanistan, Pakistan und Nigeria. 

+++ 15.40 Uhr: Schütze in USA tötet Inder - "Verschwindet aus meinem Land" +++

Im US-Bundesstaat Kansas hat ein Mann in einer Bar das Feuer auf indische Kneipenbesucher eröffnet und einen Mann erschossen. Zwei weitere wurden verletzt. US-Medien berichteten unter Berufung auf die Polizei, der Mann habe gerufen, die Inder sollten aus seinem Land verschwinden. Wie der "Kansas City Star" am Freitag meldete, wurde der 51-jährige Schütze des Mordes angeklagt. Zeugen sagten dem Blatt, der mutmaßliche Täter habe angenommen, die Opfer seien aus dem Nahen Osten. Die Inder arbeiteten als Ingenieure in der Stadt Olathe, wo sich die Tat am Mittwochabend (Ortszeit) ereignete. Ein 32-jähriger Mann aus Indien starb im Krankenhaus, ein weiterer Inder und ein 24-jähriger US-Bürger, der den Schützen von der Tat abhalten wollte, wurden verletzt. Es werde noch ermittelt, ob es sich um ein Hassverbrechen handele, sagten Bundespolizisten auf einer Pressekonferenz.

Jaganmohan Reddy vor Journalisten. Sein Sohn Alok Madasani wurde in Kansas City angeschossen.

Jaganmohan Reddy vor Journalisten. Sein Sohn Alok Madasani wurde in Kansas City angeschossen.



+++ 15.20 Uhr: 17-Jährigen gequält - Mitglieder der Gang "Saat des Bösen" verhaftet +++

Die Polizei hat drei Mitglieder der kriminellen Gang "Saat des Bösen" verhaftet, die einen 17-Jährigen in Suhl gefesselt und gequält haben sollen. Demnach wurde der junge Mann im Dezember mehrere Wochen lang in einer Wohnung gefangen gehalten, mit einem Messer bedroht und verletzt sowie an einigen Körperteilen mit brennbarer Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Im Zuge der Ermittlungen wurde Haftbefehl gegen drei Männer im Alter von 18, 21 und 23 Jahren erlassen - der 23-Jährige sei als Intensivtäter bekannt, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Außerdem werde gegen mindestens fünf weitere Personen ermittelt, die an Straftaten beteiligt oder die Tatverdächtigen unterstützt haben sollen. 

+++ 14 Uhr: SPD will Vertrauen in die Politik durch Anti-Lobby-Regeln stärken +++

Die SPD im Bundestag will die Arbeit von Lobbyisten und das Parteiensponsoring transparenter machen. Dies geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet. Die Sozialdemokraten hatten nach der Affäre um gesponserte SPD-Gespräche ("Rent a Sozi") im November einen eigenen Gesetzentwurf angekündigt. Die Pläne sehen unter anderem die Schaffung eines Lobbyistenregisters vor. Dieses soll auch Angaben zu Auftraggebern enthalten. "Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht darauf zu erfahren, wer - direkt oder indirekt - Einfluss auf politische Entscheidungen nimmt", sagte die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Christine Lambrecht. "Vertrauen in die Legitimität staatlicher Entscheidungen setzt Transparenz voraus." 

+++ 12.42 Uhr: Berlins Einwohnerzahl wächst unaufhörlich +++

Berlin wächst und wächst. Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl um 60.500 Menschen auf rund 3,67 Millionen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Das ist ein Plus von 1,67 Prozent. Zugezogen seien vor allem Menschen aus dem Ausland. Außerdem seien viele Flüchtlinge registriert worden, die im Vorjahr während des großen Andrangs im Behördenchaos nicht erfasst werden konnten. Unter den Neu-Berlinern seien insgesamt 4800 Deutsche und 55.700 Menschen aus dem Ausland. In den vergangenen fünf Jahren wuchs Berlin damit um 243.500 Einwohner - jedes Jahr um eine Kleinstadt von fast 50.000 Menschen.

+++ 12.12 Von Abschiebung bedrohter Schüler aus Leipzig darf einen weiteren Monat bleiben +++

Die geplante Abschiebung des jungen Kosovaren Luan Z. (18) aus Leipzig ist vorerst gestoppt. Luan und seine Familie werden vorläufig für einen weiteren Monat in Deutschland geduldet, berichtet die "Leipziger Volkszeitung". Der Fall hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, weil Mitschüler eine Online-Petition für Luans Verbleib gestartet hatten. Dagegen wandte sich wiederum der Vorsitzende der Schüler-Union Leipzig, Christoph Leonhardt, in einer Pressemitteilung: "Es gab ein rechtsstaatliches Verfahren, in dem die Gründe für ein Bleiberecht sorgfältig abgewogen wurden", hieß es darin unter anderem. Für seine unbarmherzige Haltung schlug Leonhardt anschließend eine Welle der Empörung entgegen.

Die Verlängerung der Duldung sorgt nun zunächst einmal für Entspannung. Sie war laut "Leipziger Volkszeitung" die Folge einer vom Sächsischen Flüchtlingsrats beantragten Härtefallprüfung.


+++ 10 Uhr: China ist nun Deutschlands wichtigster Handelspartner +++

China ist im vergangenen Jahr zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen. Zwischen beiden Ländern wurden 2016 Waren im Wert von knapp 170 Milliarden Euro gehandelt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. China löst damit die USA ab.

+++ 9.01 Uhr: Niedrigste Zahl der Verkehrstoten seit gut 60 Jahren +++

Die Zahl der Verkehrstoten ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren gesunken. 2016 starben 3214 Menschen bei Unfällen in Deutschlands Straßenverkehr, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Das waren 245 Todesopfer weniger als im Jahr 2015 - ein Minus von 7,1 Prozent. Von 2014 auf 2015 war die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr hingegen gestiegen.

Die Zahl der Verletzten stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf rund 396.700 Menschen. Die Zahlen sind noch vorläufig, detaillierte Ergebnisse liegen erst bis November vor. Es deutet sich aber an, dass deutlich weniger Motorradfahrer tödlich verunglückten. Auch die Zahl der getöteten Auto-Insassen ging zurück. Dagegen kamen mehr Menschen auf Mofas oder Fahrrädern ums Leben.

+++ 8.03 Uhr: Autofahrer tanken weniger Biokraftstoff E10 +++

Autofahrer in Deutschland tanken weniger den Biokraftstoff E10. Der Absatz belief sich im vergangenen Jahr auf 2,3 Millionen Tonnen, 2015 waren es noch 2,47 Millionen Tonnen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berichtete. Der Marktanteil der Kraftstoffsorte sei damit von 13,6 auf 12,6 Prozent gesunken.

E10 war 2011 eingeführt worden, um eine EU-Richtlinie zu erneuerbaren Energien umzusetzen. Laut "Bild" war der Marktanteil nur damals mit 10,1 Prozent noch niedriger als im vergangenen Jahr. Der Kraftstoff enthält bis zu zehn Prozent Bioethanol und soll den Verbrauch fossiler Brennstoffe verringern helfen.

+++ 5.03 Uhr: Sturmtief "Thomas" fegt über Westen Deutschlands hinweg +++

Sturmtief "Thomas" ist mit heftigen Böen über den Westen Deutschlands hinweggefegt. Flusspegel stiegen, Bäume wurden entwurzelt und Bahnstrecken lahmgelegt. In Dornhan in Baden-Württemberg verletzten sich mehrere Menschen leicht beim Einsturz eines Baugerüsts, wie die Polizei mitteilte. Für den Westen und Nord-Westen Deutschlands galt nach Angaben des Deutschen Wetterdientes eine Unwetterwarnung. Auch in den Karnevalshochburgen Köln, Bonn oder Düsseldorf gab es etliche Feuerwehreinsätze und einzelne Veranstaltungen mussten abgebrochen werden.

+++ 4.11 Uhr: Nach Anschlag auf Kims Halbbruder Nervengas-Spuren gefunden +++

Der Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un ist bei dem Attentat auf ihn nach Polizeiangaben mit dem Nervengas VX getötet worden. An den Augen und auf dem Gesicht des Opfers Kim Jong Nam seien Spuren des hochgiftigen Kampfstoffs gefunden worden, sagte der malaysische Polizeichef Khalid Abu Bakar.

Der Hintergrund des Anschlags ist noch nicht aufgeklärt. Zwei Frauen hatten Kim Jong Nam am 13. Februar im Flughafengebäude von Kuala Lumpur angegriffen. Beide wurden festgenommen. Eine der Frauen kommt nach Polizeiangaben aus Vietnam, die andere aus Indonesien. Sie sollen in örtlichen Einkaufszentren für ihre Tat trainiert haben.

+++ 1.11 Uhr: Drama auf Panamericana: 15 Tote bei Dreifach-Unfall +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der berühmten Panamericana sind im Norden Perus mindestens 15 Menschen getötet worden. Das teilte die Feuerwehr mit. Offensichtlich bei einem missglückten Überholmanöver stieß ein Lastwagen bei der Stadt Trujillo mit einem Kleinbus und einem Motorrad zusammen. Der Aufprall mit dem Kleinbus war so stark, dass dieser in Flammen aufging, wie lokale Medien berichteten. Anwohner eilten zu der Straße und versuchten vergeblich, noch Menschen aus dem brennenden Wrack zu retten. Das Schnellstraßennetz der Panamericana verbindet mit Ausnahme eines kleinen Urwaldstücks in Panama fast lückenlos den amerikanischen Kontinent von Alaska bis Feuerland.

+++ 0.01 Uhr: Erstmals seit zehn Jahren: SPD überholt Union im ARD-"Deutschlandtrend +++

In der aktuellen Sonntagsfrage liegt die SPD im ARD-"Deutschlandtrend" erstmals seit Oktober 2006 wieder vor der Union.Die Sozialdemokraten gewinnen gegenüber Anfang Februar vier Prozentpunkte hinzu und kommen auf 32 Prozent. CDU und CSU erreichen 31 Prozent und verlieren damit drei Punkte. Die Grünen stehen unverändert bei 8 Prozent, die Linke bei 7 Prozent (-1). Die AfD, in anderen Umfragen auf 8 Prozent abgerutscht, bekommt im "Deutschlandtrend" 11 Prozent (-1). Die FDP liegt unverändert bei 6 Prozent. Ein rot-rot-grünes Bündnis käme damit derzeit auf 47 Prozent und würde eine Mehrheit damit knapp verfehlen.


kng / DPA / AFP