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News des Tages: Mann beißt 20-Jährigem bei Musikfestival Stück der Nase ab

Lafontaine will mit Bewegung "Aufstehen" AfD-Wähler abwerben +++ Bericht: Etwas weniger Angriffe auf Flüchtlinge in Deutschland +++ Literatur-Nobelpreisträger V. S. Naipaul stirbt mit 85 +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Mann beißt 20-Jährigem bei Musikfestival Stück der Nase ab

Im einem Streit hat ein Mann einem 20-Jährigen auf einem Festival in Bayern ein Stück der Nase abgebissen (Symbolbild)

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zu Unrecht abgeschobener Asylbewerber zurück in Deutschland (17.11 Uhr)
  • In Deutschland fehlen nach Verbandsangaben 35.000 Lehrer (15.15 Uhr)
  • Mann beißt 20-Jährigem bei Musikfestival Stück der Nase ab (13.34 Uhr)
  • Lafontaine will mit Bewegung "Aufstehen" AfD-Wähler abwerben (6.48 Uhr)
  • Literatur-Nobelpreisträger V. S. Naipaul stirbt mit 85 (0.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 17.58 Uhr: Nach Tod von ägyptischem Bischof: Ex-Mönch verhaftet +++

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat nach dem Tod eines hochrangigen Bischofs die Verhaftung eines früheren Mönchs angeordnet. Die Ermittler werfen dem Mann vor, den koptischen Bischof Epiphanius zusammen mit weiteren Tatverdächtigen getötet zu haben, hieß es aus Justizkreisen.

Bischof Epiphanius war das Oberhaupt des Klosters des Heiligen Makarios nordwestlich von Kairo. Er war Ende Juli tot in einer Blutlache aufgefunden worden. Ägyptische Medien berichteten, dass der frühere Mönch die Tat gestanden, aber kein Motiv genannt habe. Der Tod des Bischofs hatte die koptische Kirche in Ägypten schwer erschüttert. Als Reaktion auf die Tat hatte die christliche Kirche einen einjährigen Aufnahmestopp für neue Mönche verhängt und den Ordensmitgliedern die Nutzung sozialer Netzwerke untersagt.

+++ 17.33 Uhr: 14-Jährige Opfer eines Sexualdelikts in Hamburger Innenstadt +++

Am helllichten Tag ist ein 14-jähriges Mädchen in der Hamburger Innenstadt Opfer eines Sexualdelikts geworden. Ein polizeibekannter Tatverdächtiger, ein 30-jähriger Afghane, wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte. Die Tat ereignete sich am Samstagvormittag, einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" zufolge wurde das Mädchen vergewaltigt.

Der Mann soll die 14-Jährige einer Mitteilung der Polizei zufolge am Hauptbahnhof angesprochen und so getan haben, als würden beide sich schon lange kennen. Das Mädchen entfernte sich, der Mann folgte ihr jedoch und verwickelte sie immer wieder in ein Gespräch. Im Bereich eines Elektrofachmarkts soll er die 14-Jährige dann in einen Hauseingang gezogen und dort trotz Gegenwehr sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben.

Anschließend verfolgte er die 14-Jährige, die zunächst mit einer U-Bahn fuhr und an einer Tankstelle schließlich um Hilfe bat. Die alarmierten Polizeibeamten nahmen den Tatverdächtigen, der das Eintreffen der Polizei abwartete, vorläufig fest. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,24 Promille.

+++ 17.11 Uhr: Zu Unrecht abgeschobener Asylbewerber zurück in Deutschland +++

Der zu Unrecht aus Neubrandenburg abgeschobene afghanische Asylbewerber ist zurück in Deutschland. Der 20-Jährige landete am um 14.16 Uhr an Bord einer Maschine auf dem Flughafen Berlin-Tegel, wie ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eine Mitarbeiterin seiner Anwältin habe ihn in Empfang genommen. Er soll sich nun am Montag bei der Ausländerbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte melden. 

Der Mann, der seit 2015 in der Bundesrepublik lebte, war einer jener 69 Menschen, die Anfang Juli mit einem Charterflug aus München nach Afghanistan abgeschoben worden waren. Wegen eines noch laufenden Verfahrens am Verwaltungsgericht Greifswald hätte der 20-Jährige aber nicht abgeschoben werden dürfen.

+++ 16.33 Uhr: Betrunkener klaut nach Kirmes-Besuch mannshohe Pommes-Tüte +++

Mit 1,3 Promille im Blut hat ein Mann im nordrhein-westfälischen Herne nach einem Kirmes-Besuch eine 170 Zentimeter große Pommes-Tüte aus Plastik geklaut. Ein Anwohner alarmierte die Polizei, nachdem der augenscheinlich alkoholisierte 19-Jährige kurz nach Mitternacht das Werbeobjekt eines Imbisses mitgehen ließ, wie die Beamten mitteilten. Schnell konnten die Polizei den Tatverdächtigen stellen.

"Die mannshohe Kartoffel-Tüte hatte er zuvor bereits zu Boden geschmissen", teilte die Polizei mit. "Bei der Durchsuchung des jungen Herners entdeckten die Beamten zwei aus der Tüte herausgebrochene Pommes-Stäbchen im XXXL-Format." Im Beisein der Polizeibeamten trug der Herner die Pommes-Tüte nach der Anzeigenaufnahme zu dem Imbiss zurück.

+++ 16.27 Uhr: Bericht: Früherer brasilianischer Fußballstar Ronaldo auf Ibiza im Krankenhaus +++

Der frühere brasilianische Stürmerstar Ronaldo liegt laut einem Zeitungsbericht auf der spanischen Mittelmeerinsel Ibiza mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Der 41-Jährige sei am Freitagabend auf die Intensivstation des Krankenhauses Can Misses eingeliefert worden, berichtete die Lokalzeitung "Diario de Ibiza". Dort hätten die Ärzte eine Lungenentzündung diagnostiziert. Wenige Stunden später sei der frühere Starfußballer in eine Privatklinik verlegt worden. Unter Berufung auf Krankenhauskreise schrieb das Blatt, der Zustand des 41-Jährigen habe sich bereits verbessert, er sei aber weiter auf der Intensivstation.

Ronaldo wurde dreimal zum Weltfußballer des Jahres gewählt, bevor er 2011 seinen Abschied vom Profifußball verkündete. Er spielte unter anderem für den FC Barcelona und Real Madrid.

+++ 15.57 Uhr: Grüne wollen das Lkw-Mautsystem in Deutschland verstaatlichen +++

Die Grünen wollen das Lkw-Mautsystem in Deutschland verstaatlichen. Der Grünen-Verkehrsexperte Stephan Kühn fordert, dafür das laufende Vergabeverfahren für eine neuerliche Privatisierung des Lkw-Mautsystems ab 1. März 2019 zu stoppen. Das sei möglich, sagte Kühn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland vom Montag und verwies auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags.

Der laufende Vertrag des Bundes mit dem Lkw-Mautbetreiber Toll Collect endet am 31. August. Dann sollen die Anteile vorübergehend an den Bund übergehen, bis ein neuer Betreiber den Betrieb übernimmt und dafür vom Bund vergütet wird. Dem Gutachten der Bundestagsexperten zufolge kann der Bund die Ausschreibung abbrechen, wenn sich "die Grundlage des Vergabeverfahrens wesentlich geändert hat" oder "andere schwerwiegende Gründe bestehen".

+++ 15.15 Uhr: In Deutschland fehlen nach Verbandsangaben 35.000 Lehrer +++

Nach Einschätzung des Deutschen Lehrerverbandes fehlen bundesweit derzeit 35.000 Lehrer. Allein 10.000 Stellen insbesondere an Grund-, Förder- und Berufsschulen seien nicht besetzt, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND). Außerdem seien viele Stellen mit Quereinsteigern, Studenten oder Pensionären besetzt. Werde die unzureichende Unterrichtsreserve hinzugezählt, ergebe sich eine Gesamtzahl von 35.000 fehlenden Lehrern. 

Meidinger erwartet, dass viele Bundesländern noch für Jahre auf Notmaßnahmen angewiesen sind. Zum Auftakt des neuen Schuljahres beklagte er zudem einen systematischen Verstoß gegen geltende Qualitätsstandards bei der Lehrerausbildung, der Einstellungspraxis und dem Unterricht. "Die Leidtragenden werden die Schüler, wird eine ganze Schülergeneration sein", sagte Meidinger. 

+++ 14.53 Uhr: Explosion von Waffenlager in Syrien: Viele Opfer befürchtet +++

Bei der Explosion eines Waffenlagers von Aufständischen in Syrien sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Helfer befürchteten, dass sich noch zahlreiche weitere Opfer unter
den Trümmern zweier Wohnhäuser in der Provinz Idlib befänden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Ein Waffenhändler des islamistischen Rebellenbündnisses Haiat Tahrir al-Scham (HTS) soll in einem der Häuser ein Depot unterhalten haben, hieß es aus Kreisen des Zivilschutzes der Provinz Idlib. Nach dessen Angaben wurden bereits mehr als 70 Verletzte aus den Trümmern geborgen.

+++ 14.04 Uhr: Nilpferd tötet Tourist beim Fotografieren am See in Kenia +++

In Kenia ist ein Tourist beim Fotografieren an einem See von einem Nilpferd getötet worden. Der 66-jährige Chinese sei am Ufer des Naivashasees nordwestlich von Nairobi von dem Tier angegriffen worden, teilte die kenianische Wildtierbehörde (KWS) auf Twitter mit. Sein 62-jähriger Kollege kam demnach bei dem Vorfall am Samstagabend mit einigen blauen Flecken davon. Die Behörde ist nach eigenen Angaben dem Tier auf der Spur.

Der Naivashasee und der nahe liegende Hell's-Gate-Nationalpark sind etwa anderthalb Stunden Autofahrt von Nairobi entfernt und bei Touristen sehr beliebt. Allerdings gilt das Seeufer vor allem bei Dunkelheit als gefährlich, da in dem Wasser viele Nilpferde leben, die nachts am Ufer grasen. Vom Schwimmen im See wird stark abgeraten. Das Nilpferd gilt als eines der gefährlichsten Tiere Afrikas.

+++ 13.38 Uhr: Bahnstrecke Hannover-Wolfsburg noch bis Mittwoch gesperrt +++

Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Wolfsburg bleibt nach den heftigen Sturmschäden länger gesperrt als zunächst geplant. Mehrere Bäume seien auf die Gleise gestürzt und hätten teilweise die Oberleitungen beschädigt, sagte eine Bahnsprecherin. Erst am Mittwoch könne der Schienenverkehr dort wieder wie gewohnt laufen. Bis dahin werden die Züge ohne Halt über Braunschweig umgeleitet. Bahnkunden müssen deswegen rund eine halbe Stunde mehr Zeit einplanen. Zunächst hatte es geheißen, die Störung auf Strecke werde voraussichtlich bis zum Montag dauern.

Der Abschnitt zwischen Hannover und Wolfsburg ist auch für den Fernverkehr der Bahn wichtig. Hier verläuft die zentrale Strecke für viele ICE aus Nordrhein-Westfalen durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bis nach Berlin.

+++ 13.34 Uhr: Mann beißt 20-Jährigem bei Musikfestival Stück der Nase ab +++

Im einem Streit hat ein Mann einem 20-Jährigen auf einem Festival in Bayern ein Stück der Nase abgebissen. "Der Mann wird damit sein Leben lang zu kämpfen haben", sagte ein Polizeisprecher. Gegen den verdächtigen 27-Jährigen wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. 

Wie die Polizei mitteilte, hatten sich die beiden Männer auf dem Taubertalfestival in Rothenburg ob der Tauber in der Nacht zum Samstag um den richtigen Zeitpunkt für einen Pogo-Tanz gestritten. Dabei springen die Tänzer wild umher und auch gegeneinander, wobei es teils zu heftigem Körperkontakt kommen kann. Der Ehrenkodex der Szene verlangt allerdings, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen. Warum der Streit so sehr eskalierte, war zunächst unklar.

+++ 12.54 Uhr: Unionsfraktionschef Kauder stellt sich am 25. September zur Wiederwahl +++

Der CDU-Politiker Volker Kauder stellt sich am 25. September zur Wiederwahl als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag. Den Termin bestätigten Fraktionskreise, nachdem zuerst die "Welt am Sonntag" darüber berichtet hatte. Der Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Posten inzwischen seit 2005 inne und ist damit der am längsten amtierende Unionsfraktionschef im Bundestag.

Kauder kann offenbar mit seiner Wiederwahl rechnen. Die "Welt am Sonntag" berichtete unter Berufung auf Parteikreise, ein Gegenkandidat sei nicht in Sicht. Kauder war zuletzt nach der Bundestagswahl im vergangenen September im Amt bestätigt worden. Mit gut 77 Prozent der Stimmen erhielt er dabei erheblich weniger Zuspruch als bei früheren Wahlen.

+++ 12.02 Uhr: Menschenrechtler: Marokko deportiert hunderte Migranten +++

Marokkanische Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von Menschenrechtlern hunderte Migranten aus den nördlichen Küstenregionen ins Landesinnere deportiert. Seit Mitte vergangener Woche sei es unter anderem in den Städten Nador und Tanger verstärkt zu Razzien und illegalen Festnahmen von Migranten gekommen, berichtete der Marokkanische Verband für Menschenrechte (AMDH). Mehrere Zeltlager in den Wäldern nahe der spanischen Exklave Melilla seien zudem zerstört worden.  

In Bussen seien die vor allem aus Ländern südlich der Sahara stammenden Menschen in Richtung Süden gebracht worden. Einige der Flüchtlinge seien in der Nähe der Stadt Tiznit, rund 800 Kilometer südlich der Mittelmeerküste aus den Bussen gelassen worden, zitiert die Menschenrechtsorganisation einen der Migranten. Die Organisation spricht von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen.

+++ 10.37 Uhr: Zehn Verletzte bei Schießerei in Manchester +++

Bei einer Schießerei in Manchester sind zehn Menschen verletzt worden. Die Polizei in der Stadt im Nordwesten Englands wurde nach eigenen Angaben in der Nacht ins Stadtviertel Moss Side gerufen, nachdem dort Schüsse gefallen waren. Die Beamten fanden zehn Verletzte, die mit leichten bis schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurden. In Lebensgefahr schwebt nach Polizeiangaben aber offenbar niemand.

Die Hintergründe der Schießerei sind nach Polizeiangaben noch unklar. In Moss Side hatte am Samstag ein karibischer Karneval stattgefunden. Nach Polizeiangaben waren in der Nacht noch viele Menschen auf den Straßen. Die Polizei versucht nun, den genauen Tatort und die Täter zu ermitteln.

+++ 10.11 Uhr: SPD schwächelt weiter in der Wählergunst +++

Die SPD schwächelt weiter in der Wählergunst: Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Emnid geben die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und kommen nur noch auf 17 Prozent, wie die "Bild am Sonntag" berichtete. Die Union kann einen Punkt zulegen und kommt auf 31 Prozent, die Grünen erreichen unverändert 15 Prozent. Auch die Linke gewinnt einen Punkt und liegt bei zehn Prozent. 

Einen Punkt zur Vorwoche abgeben muss die AfD, sie kommt jetzt auf 14 Prozent. Die FDP bleibt bei acht Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen erneut fünf Prozent. Für den Sonntagstrend fragte Emnid zwischen dem 2. und 8. August 2502 repräsentativ ausgewählte Menschen, welche Partei sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären. 

+++ 10.00 Uhr: Effenberg zum Özil-Rücktritt: "Dazu hätte ich ihm auch geraten" +++

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg hat Verständnis für den Rücktritt von Mesut Özil aus dem DFB-Team. "Dazu hätte ich ihm auch geraten. Fußball muss einfach dem Spieler Spaß machen. Das wäre im Fall Özil nicht mehr möglich gewesen", sagte der frühere Kapitän des FC Bayern München in der "Bild am Sonntag"

Zugleich wiederholte der 50-Jährige noch einmal, dass er Özil wegen dessen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht zur WM nach Russland mitgenommen hätte. "Es hat zu viel Unruhe gegeben", meinte Effenberg, der vom kommenden Sonntag an in der Sport1-Sendung "Doppelpass" als Experte auftritt. 

+++ 9.58 Uhr: Nasa-Sonde zur Erforschung der Sonnen-Atmosphäre gestartet +++

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat am Sonntag eine Sonde zur Erforschung der Sonnen-Atmosphäre ins All geschickt. "Drei, zwei, eins und Start!", sagte ein Nasa-Kommentator, als die Trägerrakete mit der "Parker Solar Probe" um 9.31 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abhob. Eigentlich sollte die unbemannte Sonde schogh am Samstag losgeschickt werden, aber wenige Minuten vor dem geplanten Start war ein technisches Problem aufgetreten.

Die Sonde soll sich der Sonnenoberfläche auf nur knapp 6,2 Millionen Kilometer nähern und Temperaturen von rund 1370 Grad Celsius standhalten. Das Raumfahrzeug von der Größe eines Autos wird während seiner auf sieben Jahre ausgelegten Sonnenexpedition insgesamt 24 Mal durch die Corona fliegen, wie Astronomen die Atmosphäre unseres Zentralgestirns nennen. 

+++ 9.44 Uhr: Bericht: Bahn rief 2018 bereits an 41 Tagen die "Sommerstufe" aus +++

Die Deutsche Bahn hat einem Bericht zufolge in diesem Jahr bereits an 41 Tagen intern die ab 25 Grad geltende "Sommerstufe" ausgerufen. Im gesamten vergangenen Jahr war dies der "Bild am Sonntag" zufolge an insgesamt 31 Tagen der Fall. Auch galt die "Sommerstufe" seit 2013 noch nie so früh: Erstmals wurde sie in diesem Jahr am 20. April ausgerufen, bislang war der 20. Mai 2014 der früheste Termin.

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Bei der "Sommerstufe" hält die Bahn mehr Personal bereit, stockt das Notfallwasser für Reisende um mehrere tausend Liter auf und lässt bei Bahnhofsaufenthalten nach zwei Minuten die Türen schließen. Bei abgestellten Zügen werden zudem die Klimaanlagen am Laufen gehalten. Bei den 3500 Klimaanlagen im Fernverkehr gab es diesmal nur rund fünf Prozent Ausfall, wie die "BamS" unter Berufung auf die Bahn weiter berichtete.

+++ 9.02 Uhr: Vater ertrinkt bei Rettungsaktion für Sohn +++

Beim Versuch, seinen zehnjährigen Sohn zu retten, ist ein 50 Jahre alter Deutscher vor der niederländischen Ferieninsel Texel ertrunken. Das anscheinend im Wasser in Not geratene Kind überlebte, wie ein Sprecher der örtlichen Sicherheitsbehörde am späten Samstagabend mitteilte. Die Mutter habe das Drama nur hilflos vom Strand aus mit ansehen können. 

Nothelfer hätten Samstagnachmittag vergeblich versucht, den aus dem Wasser geborgenen Vater zu reanimieren, berichtete die niederländische Nachrichtrenagentur ANP. Der genaue Hergang des Unfalls werde untersucht, hieß es bei der Polizei. Der Mann stammte aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Wie das Kind gerettet wurde, war nicht bekannt.

+++ 8.30 Uhr: Zwölfjähriger Junge überlebt Flugzeugabsturz mit acht Toten in Indonesien +++

Ein zwölfjähriger Junge hat einen Flugzeugabsturz in Indonesien überlebt, bei dem alle übrigen acht Insassen an Bord ums Leben gekommen sind. Wie die Behörden mitteilten, war die Maschine am Samstag in einer Bergregion in der östlichen Provinz Papua verunglückt. Das Wrack wurde an einem Berghang in einem Wald gefunden. "Acht Insassen waren tot und einer hat überlebt", sagte ein Militärsprecher.

Das Kleinflugzeug vom Typ Pilatus war von einer privaten Fluggesellschaft gechartert worden. Der Flug sollte nur 40 Minuten dauern, an Bord waren zwei Besatzungsmitglieder und sieben Passagiere. Kurz vor dem Unglück hörten Dorfbewohner einen lauten Krach und eine Explosion. Die Rettungskräfte mussten zwei Stunden durch den Wald laufen, um die Absturzstelle zu erreichen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

+++ 7.09 Uhr: Vier Schwerverletzte bei Unfall - Bußgeld für Handyaufnahmen +++

Bei einem zweiten schweren Unfall auf der Autobahn 20 bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommmern sind am Samstag vier Menschen, darunter ein Säugling, schwer verletzt worden. Weil vorbeifahrende Autofahrer Handyaufnahmen von dem Unfall anfertigten, leitete die Polizei mehrere Bußgeldverfahren ein. Wie ein Polizeisprecher in Rostock erklärte, hatte der 43-jährige Autofahrer beim Überholen und bei starkem Regen die Kontrolle über den Wagen verloren und war gegen einen Brückenpfeiler geschleudert. Der Fahrer, ein zehnjähriges Kind und ein knapp zwei Monate altes Baby sowie dessen Mutter wurden schwer verletzt. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr. Die Unfallstelle war mehrere Stunden in Richtung Rostock gesperrt. 

+++ 6.48 Uhr: Lafontaine will mit Bewegung "Aufstehen" AfD-Wähler abwerben +++

Der frühere Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine will die neue linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" gegen die AfD in Stellung bringen. In Ostdeutschland sei die AfD "mittlerweile die Partei der Arbeiter und der Arbeitslosen", sagte Lafontaine der "Welt am Sonntag". "Wir wollen mit dieser Bewegung auch das weitere Erstarken der AfD verhindern", sagte er. Die AfD würde schwächer, wenn sich im Bundestag wieder die Interessen der Mehrheit durchsetzen könnten.

"Die AfD hätte die heutige Stärke nicht, wenn die anderen Parteien die sozialen Interessen beachtet und Renten und soziale Leistungen nicht gekürzt hätten", sagte Lafontaine. Die vorhandenen sozialen Probleme würden durch die Zuwanderung "über Lohn- und Mietkonkurrenz verstärkt". Er gehe davon aus, dass die AfD geschwächt werde, wenn der Zuzug beschränkt werde.

+++ 6.22 Uhr: Schwer verletzter Beifahrer allein im Auto zurückgelassen +++

Ein schwer verletzter Beifahrer ist nach einem Unfall in Mecklenburg-Vorpommern allein in einem demolierten Auto zurückgelassen worden. Als die Polizei in der Nacht an der Unfallstelle nahe Wozinkel eintraf, fehlte von den anderen Insassen jede Spur. Zeugen hatten beobachtet, wie kurz nach dem Unfall mehrere Leute um das Auto herumliefen - dann rannten sie weg, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten suchten das Gebiet ab, dabei kreiste auch ein Hubschrauber in der Luft - vergeblich. Der schwer verletzte Beifahrer kam ins Krankenhaus und wurde sofort operiert. Das Auto war von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gekracht.

+++ 5.49 Uhr: Bahngewerkschaft will Körperkameras bei Zugbegleitern testen +++

Die Bahngewerkschaft EVG fordert die Deutsche Bahn auf, Körperkameras bei ihren Zugbegleitern zum Schutz vor aggressiven Fahrgästen zu testen. Sollte der Test erfolgreich sein, will die Gewerkschaft, dass die sogenannten Bodycams flächendeckend im Nahverkehr aller deutschen Eisenbahnunternehmen eingeführt werden. "Wir sind nicht bereit, hinzunehmen, dass aggressives und respektloses Verhalten immer weiter um sich greift", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, der Deutschen Presse-Agentur. "Unsere Kolleginnen und Kollegen haben einen Anspruch darauf, sicher unterwegs zu sein."

Fahrgäste greifen immer wieder Bahnmitarbeiter an, etwa wenn sie ohne Ticket ertappt werden. Die am Körper getragenen Kameras könnten den Zugbegleitern nach Ansicht der EVG helfen, eine gewisse Distanz zu schaffen sowie bei der Aufklärung von Übergriffen helfen. Als Ort für den Pilotversuch schlägt die Gewerkschaft die Regionalbahn in Nordrhein-Westfalen vor, da dort besonders viele Übergriffe passierten.

+++ 5.33 Uhr: Altmaier warnt vor Folgen eines weltweiten Handelskriegs +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat angesichts der Strafzölle der US-Regierung auf Waren aus China und der Türkei vor dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt. "Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten", sagte Altmaier der "Bild am Sonntag". "Die Politik hat nicht das Recht, die Arbeitsplätze von Stahlkochern, Autobauern und Aluminiumgießern aufs Spiel zu setzen", sagte er. Stattdessen brauche es einen "Welthandel mit niedrigeren Zöllen, weniger Protektionismus und offenen Märkten".

Der Minister äußerte sich kritisch zu den US-Sanktionen gegen den Iran, die Geschäfte deutscher Firmen mit Teheran beeinträchtigen. "Wir lassen uns aus Washington keine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern diktieren und stehen deshalb zum Wiener Nuklearabkommen, damit der Iran keine Atomwaffen produziert", sagte Altmaier. "Jedes deutsche Unternehmen darf im Iran weiterhin investieren, so viel es möchte."

+++ 3.59 Uhr: Busunglück in den USA - 42 Leichtverletzte +++

Bei einem Busunfall bei East Brunswick im US-Staat New Jersey sind am Samstag 42 Insassen leicht verletzt worden. Ein Unbekannter hatte den Bus auf der Autobahn mit seinem Wagen gerammt und war anschließend davongefahren, ohne sich um den Unfall zu kümmern, wie Medien berichteten. Der Schulbus, der Teilnehmer eines Picknicks nach Hause bringen wollte, überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Die Verletzten - Erwachsene und Kinder - wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

+++ 3.05 Uhr: Bericht: Etwas weniger Angriffe auf Flüchtlinge in Deutschland +++

Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge in Deutschland ist einem Medienbericht zufolge leicht zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2018 gab es 627 Übergriffe auf Flüchtlinge außerhalb von Flüchtlingsunterkünften sowie 77 Attacken auf Unterkünfte. Dabei wurden 120 Menschen verletzt. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten. Im ersten Halbjahr 2017 hatte es 642 Übergriffe auf Asylbewerber außerhalb von Flüchtlingsunterkünften gegeben und 153 Angriffe auf Unterkünfte. 123 Menschen wurden verletzt.

Im Gesamtjahr 2017 wurden Flüchtlinge und Unterkünfte in mehr als 2200 Fällen angegriffen, 2016 waren es noch mehr als 3500. Zu den Delikten in diesem Jahr zählen dem Bericht zufolge unter anderem gefährliche Körperverletzung, schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung, Volksverhetzung und Beleidigung. "Auch wenn ich mich generell über den Rückgang der Zahlen seit 2016 freue, ist das ein unerträglicher Zustand des Alltagsrassismus und rechter Gewalt", sagte die Linke-Innenexpertin Ulla Jelpke den Funke-Zeitungen.

+++ 2.15 Uhr: Segelflieger zerschellt auf Friedhof - 15-jähriger Pilot stirbt +++

Ein 15-jähriger Flugschüler ist beim Absturz eines Segelfliegers in Niedersachsen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet das Flugzeug am Samstagabend in der Luft ins Trudeln und zerschellte wenig später auf einem Friedhof in Braunschweig. Der junge Pilot, der alleine in dem Flieger saß, versuchte noch vergeblich, sich mit dem Fallschirm zu retten. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung klären nun, wie es genau zu dem Unglück kommen konnte.

+++ 1.34 Uhr: Bericht: US-Bundesstaaten bauen mit VW-Strafmilliarden die Elektromobilität aus +++

Viele US-Bundesstaaten wollen die Einkünfte aus den Strafzahlungen des VW-Konzerns in die Entwicklung der Elektromobilität stecken. Mit den VW-Milliarden sollten alte Dieselflotten - vor allem Schul- und Stadtbusse - durch sauberere Modelle ersetzt werden sowie mehr Ladesäulen für Batteriefahrzeuge aufgestellt werden, berichtete die "Welt am Sonntag". Das Geld solle aus einem Umweltfonds kommen, in den rund 2,9 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) aus den Strafzahlungen wegen des Abgasbetrugs geflossen seien.

Die Bundesstaaten der USA sollen daraus jeweils zwischen acht und 423 Millionen Dollar an anfänglichen Zuweisungen bekommen, berichtete das Blatt unter Berufung auf das US-Energieministerium. Inzwischen hätten 22 Bundesstaaten fertige Pläne für die Verwendung der Mittel vorgelegt, in weiteren 20 gebe es Entwürfe.

+++ 0.35 Uhr: Literatur-Nobelpreisträger V. S. Naipaul stirbt mit 85 +++

Der Literatur-Nobelpreisträger V. S. Naipaul ist am Samstag im Alter von 85 Jahren gestorben. Das berichtete die Agentur PA. Der ursprünglich aus dem Inselstaat Trinidad und Tobago stammende Autor mit indischen Vorfahren war im Jahr 2001 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. Zu seinen Werken zählen neben Erzählungen eine Reihe von Romanen, unter anderem "Ein Haus für Mr. Biswas", in dem Vidiadhar Surajprasad Naipaul, wie sein vollständiger Name lautet, das Leben auf Trinidad und seine Kindheit beschreibt.

Naipaul sei friedlich in seinem Haus in London gestorben, teilte seine Frau der Agentur PA mit. "Er war ein Riese in allem, was er erreicht hat, und er starb im Kreis seiner geliebten Menschen, nachdem er ein Leben voll wunderbarer Kreativität und Streben gelebt hatte", heißt es in einer Erklärung von Lady Naipaul. Der Autor war 1990 zum Ritter geschlagen worden.

+++ 0.25 Uhr: Sozialverband: Hitze trifft die Armen härter +++

Die Rekordhitze in diesem Sommer macht armen Menschen mehr zu schaffen als den Gutverdienern: Darauf hat am Wochenende der Sozialverband VdK hingewiesen. "Körperlich anstrengende Berufe, schlecht isolierte Wohnungen und Fahrten mit der stickigen U-Bahn können Hitzestress verursachen", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der "Bild am Sonntag". "Besonders betroffen sind Rentner. Das Geld reicht meist nicht, um der Hitze zu entkommen."

Die Linkspartei forderte angesichts der Hitze, dass Städte mehr Parks zur Verfügung stellen sollten. "Zehn Prozent der Fläche in jeder Stadt müssen aus für alle kostenfrei zugänglichen Grünanlagen bestehen", sagte Parteichef Bern Riexinger dem Blatt. "Bäume und andere Pflanzen schützen im Großstadt-Beton-Dschungel vor Hitzestress."

fs / DPA / AFP