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News des Tages: Möglicher Rücktritt als CSU-Chef: Seehofer will nicht mehr "Watschnbaum" sein

Berliner Räuber gehen leer aus +++ Bericht: Von der Leyen untersagt Bundeswehr Kontakt zu Abgeordneten +++ Opa rettet Enkel aus Würgegriff eines Pythons +++ Die News des Wochenendes im Überblick.

Horst Seehofer will nicht mehr der "Watschnbaum" sein

Horst Seehofer will nicht mehr der "Watschnbaum" sein

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Überfall auf Geldtransporter: Räuber machten keine Beute (14.30 Uhr)
  • Seehofer deutet Rücktritt an (13.31 Uhr)
  • Niedrige Fluss-Pegelstände werden für Unternehmen teuer (5.49 Uhr)
  • Nahles will Verhältnis zu Saudi-Arabien grundsätzlich überprüfen (1.36 Uhr)
  • Bericht: Von der Leyen untersagt Bundeswehr Kontakt zu Abgeordneten  (1.16 Uhr)
  • Opa rettet Enkel aus Würgegriff eines Pythons (0.52 Uhr Uhr)


Die Nachrichten des Wochenendes im Überblick:

+++ 17.32 Uhr: Schüler bedroht Lehrerin mit Spielzeugwaffe - Frankreich ist empört +++

Ein Oberschüler aus einer Pariser Vorstadt hat Videoaufnahmen zufolge eine Lehrerin mit einer nachgemachten Waffe bedroht und damit bis zur Staatsspitze Empörung ausgelöst. Die Ressortchefs für Erziehung und Inneres, Jean-Michel Blanquer und Christophe Castaner, kündigten einen Aktionsplan an, um solche Vorfälle zu unterbinden. "Es ist nicht hinnehmbar, einen Lehrer zu bedrohen", teilte Staatspräsident Emmanuel Macron via Twitter mit.

+++ 17.03 Uhr: Ein Tote bei Wohnungsbrand nach mutmaßlichem Familiendrama +++

Mutmaßlich nach einem Familiendrama ist ein 29 Jahre alter Mann in einer Wohnung verbrannt. Seine vier Jahre jüngere Frau wurde am Samstag in Garbsen bei Hannover schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen könnte sich der 29-Jährige selbst angezündet haben. Die genauen Hintergründe des Geschehens sind aber noch unklar. Vor dem tödlichen Feuer soll es nach einem Onlinebericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" einen Streit zwischen dem Opfer und seiner Frau gegeben haben.

+++ 16.48 Uhr: Flüchtiger Mafiaboss festgenommen +++

Einer der Anführer der einflussreichsten Mafia Italiens ist der Polizei ins Netz gegangen. Sie habe einen der Bosse der 'Ndrangheta Mafia festgenommen, teilte die Polizei mit. Innenminister Matteo Salvini sagte als Reaktion auf die Festnahme, Kriminelle wie er sollten "im Gefängnis verrotten". 

Der 48-jährige Filippo Morgante wurde in Rom festgenommen, nachdem er zwölf Monate lang auf der Flucht war. Er gilt als hochrangiges Mitglied der Gallico-Familie. Laut der Mitteilung der Polizei war er zuvor wegen der Mitgliedschaft in einer mafiösen Vereinigung, Drogenhandels, unerlaubten Waffenbesitzes und Einschüchterung zu einer 18-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. 

+++ 16.26 Uhr: Tausende Menschen demonstrieren in Dresden gegen Pegida +++ 

In Dresden haben mehrere tausend Menschen gegen das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis demonstriert. Zu seinem vierjährigen Bestehen rief auch Pegida zu einer Kundgebung in der sächsischen Landeshauptstadt auf. Laut Polizei gab es zunächst keine Zwischenfälle. Zu der Gegendemonstration hatte ein breites Bündnis aufgerufen. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) war in Dresden dabei. An der Demonstration beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter mehrere tausend Menschen.

+++ 14.30 Uhr: Räuber von Berlin gehen leer aus +++

Dümmer als die Polizei erlaubt: Bei dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin sind die Täter offensichtlich leer ausgegangen. Einen Teil des Geldes hatten die Räuber schon direkt am Tatort verloren, den Rest ließen sie im abgestellten Fluchtwagen liegen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. "Inzwischen sind die Ermittler sicher, dass die Täter keine Beute gemacht haben", hieß es. In der Nacht zum Sonntag wurde auch ein zweites Fluchtauto gefunden, ebenfalls im Stadtteil Kreuzberg. 

Mehrere maskierte und bewaffnete Täter hatten am Freitagmorgen nahe dem Alexanderplatz einen Geldtransporter gestoppt und mehrere Geldkisten erbeutet. Eine Kiste ließen sie zurück. Auf ihrer Flucht schossen sie auf ein Polizeiauto, das sie verfolgte, und bauten mehrere Unfälle. Verletzt wurde niemand.

++ 15.12 Uhr: Jordanien fordert von Israel in Abkommen von 1994 überlassene Gebiete zurück +++

Jordanien verlangt von Israel im Friedensvertrag von 1994 überlassene Gebiete zurück. Das Nachbarland sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass die Übereinkunft zu Bakura und Ghumar nicht verlängert werde, erklärte König Abdallah II. am Sonntag nach Angaben der jordanischen Nachrichtenagentur Petra. In dem Abkommen war festgelegt worden, dass die Gebiete für zunächst 25 Jahre von Israel genutzt werden können.

+++ 14.41 Uhr: Zwei von sechs Spitzmaulnashörnern in Nationalpark im Tschad tot aufgefunden +++

Zwei der sechs Spitzmaulnashörner, die vor fünf Monaten in einem Nationalpark im Tschad angesiedelt wurden, sind verendet aufgefunden worden. Die Kadaver der vom Aussterben bedrohten Tierart seien Mitte Oktober im Zakouma-Nationalpark im Südosten des Landes entdeckt worden, teilte die Nichtregierungsorganisation African Parks am Sonntag mit. Die Todesursache der beiden weiblichen und männlichen Nashörner sei noch unklar. Allerdings könne ausgeschlossen werden, dass die Tiere Wilderern zum Opfer fielen.

+++ 14.39 Uhr: Expresszug entgleist, 18 Tote und 160 Verletzte in Taiwan +++

Bei einem schweren Zugunglück in Taiwan sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 160 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Viele erlitten schwere Verletzungen. Das Unglück mit dem Puyuma Expresszug geschah am Sonntagnachmittag um 16.50 Uhr Ortszeit (10.50 Uhr MESZ) in Suao im Kreis Yilan an der Küste südöstlich der Hauptstadt Taipeh.

+++ 13.30 Uhr: Horst Seehofer deutet möglichen Rücktritt als CSU-Chef an +++

Erstmals nach der CSU-Landtagswahlpleite hat Horst Seehofer einen möglichen Rücktritt als Parteichef angedeutet - wenn ihn seine Partei für den CSU-Absturz allein verantwortlich machen sollte. "Noch mal mache ich einen Watschnbaum nicht. Man kann mich kritisieren, aber das zu reduzieren auf den Horst Seehofer, und der ist für alles verantwortlich, das werde ich persönlich nicht mitmachen", sagte Seehofer im Bayerischen Fernsehen. "Eher stelle ich mein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung - ich glaube, klarer kann man sich nicht ausdrücken."

+++ 11.26 Uhr: Afrikas jüngster Milliardär nach Entführung in Tansania wieder frei +++

Gut eine Woche nach seiner Entführung ist Afrikas jüngster Milliardär Mohammed Dewji wieder frei. "Ich danke Gott, dass ich wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt bin", schrieb der 43-jährige Unternehmer aus Tansania am Samstag im Onlinedienst Twitter. Dewji war am 11. Oktober im Fitnessraum eines Hotels in der tansanischen Wirtschaftsmetropole Daressalam von Bewaffneten entführt worden.

Sein Vater Gullam Dewji bestätigte der Zeitung "Mwanachi" die Freilassung seines Sohnes. Sein Onkel Azim Dewji erklärte, die Entführer hätten den 43-Jährigen am frühen Samstagmorgen in Daressalam freigelassen. Die Familie hatte nach der Entführung eine Belohnung von 500.000 Dollar (435.000 Euro) für Hinweise ausgesetzt.

+++ 8.11 Uhr: Helfer finden mehr als 2100 Erdbeben-Opfer - noch 1300 vermisst +++

Die Zahl der Erdbebenopfer in Indonesien ist auf mehr als 2100 gestiegen. Helfer fanden seit dem Beben Ende September bis Samstagabend 2113 Tote in den Trümmern, wie die zuständigen Behörden des Landes mitteilten. Genau 1309 Menschen seien noch vermisst gemeldet. Etwa 1700 Todesopfer seien allein in der Provinzhauptstadt Palu gefunden worden, sagte Katastrophenschutz-Sprecher Sutopo Nugroho. Auf der Insel Sulawesi hatte die Erde am 28. September mit einer Stärke von 7,4 gebebt.

+++ 5.49 Uhr: Niedrige Fluss-Pegelstände werden für Unternehmen teuer +++

Die niedrigen Pegelstände der deutschen Flüsse wegen der Dürre werden für Firmen teuer. Frachter können nicht mehr so schwer beladen werden, da sie sonst auf dem Untergrund auflaufen könnten. Am Rhein dürften manche Schiffe nur etwa ein Drittel der üblichen Ladung transportieren, sagte Roberto Spranzi von der Deutschen Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt.

Um die geringe Ladungsmenge auszugleichen, fahren deutlich mehr Schiffe auf dem Fluss als zuvor. "Alles, was schwimmen kann, fährt momentan." Die Preise je beladener Tonne haben sich auf den Frachtern durch die hohe Nachfrage demnach bis zu vervierfacht.

+++ 5.34 Uhr: Immer mehr Menschen erhalten staatlichen Schutz +++

Die Zahl der Menschen, die von den Sicherheitsbehörden des Bundes geschützt werden, nimmt spürbar zu. Sowohl bei der Bundespolizei als auch beim Bundeskriminalamt (BKA) sind im Vergleich zum Jahr 2013 inzwischen deutlich mehr Beamten damit beschäftigt, gefährdete Menschen - etwa ranghohe Politiker - zu schützen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Benjamin Strasser hervor.

Von der Bundespolizei waren demnach am 1. Oktober dieses Jahres 109 Beamte für den Personenschutz abgestellt. Fünf Jahre zuvor waren es zum gleichen Stichtag nach Angaben des Bundesinnenministeriums erst 65 Bundespolizisten.

Eine ähnliche Entwicklung ist beim BKA zu beobachten. Den Angaben zufolge waren zuletzt 503 BKA-Beamte mit dem Personenschutz beschäftigt. Fünf Jahre zuvor waren es noch 473.

+++ 5.11 Uhr: Armee erlangt Kontrolle über Rebellenhochburg der Komoren zurück +++

Das Militär des Inselstaats Komoren hat Regierungsangaben zufolge nach tagelangem Rebellenwiderstand am Samstag die Kontrolle über die Altstadt von Mutsamudu auf der Insel Anjouan zurückerlangt. "Die Armee hat die Medina zurückerobert", sagte Bildungsminister Mahamoud Salim Hafi der Nachrichtenagentur AFP. Gegner von Präsident Azali Assoumani hatten seit Montag in den engen Gassen der Altstadt gegen Soldaten gekämpft. Mindestens drei Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

Die Komoren, bestehend aus den Hauptinseln Anjouan, Grande Comore und Moheli, liegen zwischen Mosambik und Madagaskar. Sie sind geprägt von Armut und politischem Aufruhr. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1975 gab es 20 Putsche oder Putschversuche. Der letzte Staatsstreich fand im Jahr 1999 statt, als der damalige Armeechef Assoumani das erste Mal die Macht ergriff.

+++ 1.36 Uhr: Nahles will Verhältnis zu Saudi-Arabien grundsätzlich überprüfen +++

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat nach Saudi-Arabiens Eingeständnis zur Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi die generelle Überprüfung der Beziehungen zwischen Riad und Berlin gefordert. "Nach einem derart unfassbaren Vorgang gehört das Verhältnis zu Saudi-Arabien grundsätzlich auf den Prüfstand", sagte Nahles der "Bild am Sonntag". Dazu gehörten auch die Rüstungsexporte. "Es muss spürbare Konsequenzen geben", sagte sie.

Saudi-Arabien hatte am Samstag unter massivem internationalen Druck zugegeben, dass der vermisste Khashoggi Anfang Oktober im Konsulat des Königreichs in Istanbul getötet wurde. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Riad habe eine "Schlägerei" im Konsulat zum Tode des Journalisten geführt.

 +++ 1.16 Uhr: Bericht: Von der Leyen untersagt Bundeswehr Kontakt zu Abgeordneten +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat nach einem Zeitungsbericht den Soldaten und Beamten der Bundeswehr eigenständige Kontakte zu den Abgeordneten des Bundestags untersagt. Das gehe aus einem vertraulichen Schreiben des Parlamentsreferates im Verteidigungsressort an die Mitarbeiter des Ministeriums hervor, schreibt die "Welt am Sonntag". Die Oppositionsparteien zeigten sich empört und sprachen von einem "Maulkorb". Sie werten das Schreiben dem Bericht zufolge als Reaktion von der Leyens auf die Kritik des Bundesrechnungshofs am Einsatz von Unternehmensberatern im Ministerium.

+++ 0.52 Uhr: Opa rettet Enkel aus Würgegriff eines Pythons +++

Ein 22 Monate alter Junge in Australien ist in letzter Minute von seinem Großvater aus dem Würgegriff eines Pythons gerettet worden. Nach einem Bericht des Senders ABC hatte der Junge mit seiner Schwester im Garten des Familiengrundstücks in Julatten im Norden des Bundeslandes Queensland gespielt, als sich die vier Meter lange Würgeschlange in seinen Körper verbiss und ihn zu erdrücken begann. Mit vereinten Kräften versuchten Mutter und Großvater zunächst erfolglos, das Reptil von seinem Opfer zu lösen. Erst als Opa das Messer zückte und den Kopf der Schlange abtrennte, konnte der Junge befreit werden.

+++ 0.08 Uhr: Studie: Deutschland fehlen mehr als 270.000 Kitaplätze für Kinder unter drei +++

In Deutschland fehlen einer Studie zufolge weiterhin viele Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren. Für diese Gruppe gebe es 273.000 Betreuungsplätze zu wenig, heißt es in einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, aus der die "Welt am Sonntag" zitierte.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr verringerte sich die Lücke den Angaben zufolge nur geringfügig: 2017 fehlten demnach Plätze für 279.000 Kinder. Grund für die Entwicklung seien unter anderem steigende Geburten- und Zuwanderungszahlen, berichtete die Zeitung. Zugleich steige die Zahl der Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihre Kind haben wollten, weiter an. 

INF-Vertrag: Trump kündigt Austritt aus Atom-Abrüstungsvertrag an

+++ Samstag, 20. Oktober, 17.11 Uhr: Italiens Innenminister Salvini entsendet Polizei an französische Grenze +++

Der italienische Innenminister Matteo Salvini lässt Polizisten an der Grenze zu Frankreich aufmarschieren - als Reaktion auf die Zurückweisung von Migranten nach Italien durch die französische Polizei. Am Samstagnachmittag schrieb Salvini in den sozialen Netzwerken: "Der x-te Missbrauch der französischen Behörden, die auch vom guten Willen unserer Polizei profitierten, wird Folgen haben: Patrouillenfahrzeuge wurden nach Clavière entsandt, um dort die Grenze zu kontrollieren und zu schützen."

Bereits am Freitag hatte Salvini, Chef der rechtsextremen Lega und stellvertretender Ministerpräsident, ein Video von den Vorgängen am Grenzort Clavière im Departement Hautes-Alpes verbreitet. Darauf ist zu sehen, wie ein französisches Polizeiauto drei Migranten auf der italienischen Seite aussetzt und wieder nach Frankreich zurückkehrt. Salvini kommentierte das mit den Worten, "ohne schnelle, vollständige und überzeugende Erklärung" müsse dies als "Provokation und feindlicher Akt" angesehen werden.

+++ 16.00 Uhr: Gewaltige Demonstration in London für zweites Brexit Referendum +++

Mehr als 500.000 Menschen haben nach Veranstalterangaben an einer Anti-Brexit-Demonstration in London teilgenommen. Ursprünglich war die Kampagne "People's Vote" nur von etwas mehr als 100.000 Menschen ausgegangen. Die Demonstranten aus allen Teilen Großbritanniens forderten ein zweites Brexit-Referendum. Die Bürger in Großbritannien sollen ihrer Meinung nach über ein finales Abkommen zum EU-Austritt abstimmen dürfen.

Viele Demonstranten nahmen weite Anreisen auf sich, etwa von den mehr als 1000 Kilometer entfernten Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands. An dem Protestzug bei viel Sonnenschein beteiligten sich auch EU-freundliche Abgeordnete der regierenden Konservativen und Londons Bürgermeister Sadiq Khan von der Labour-Partei.

+++ 15.15 Uhr: Großrazzia gegen kriminelle Clans in NRW +++

Die Polizei hat am Freitagabend eine Großrazzia gegen Clan-Kriminalität in Marl durchgeführt. Dabei hatten die Behörden vor allem Shisha-Bars und und Sportsbars im Visier. Neben der zuständigen Polizei Recklinghausen nahmen auch Mitarbeiter des Hauptzollamtes Dortmund, der Steuerfahndung Bochum, dem Finanzamt Marl, des Ordnungsamtes der Stadt Marl an der Razzia teil, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Durchsucht wurden fünf Shisha-Bars und vier Sportbars. "Shisha-Bars und andere Lokalitäten können eine Kommunikations- und Rückzugsebene für Personen bieten, die aktuell im besonderen Fokus der Polizei stehen" heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

+++ 14.11 Uhr: Rekord-Jackpot in den USA auf 1,6 Milliarden Dollar angestiegen

Lottofieber in den USA: Der Rekord-Jackpot der Lotterie Mega Millions ist auf gewaltige 1,6 Milliarden Dollar (1,38 Milliarden Euro) angestiegen. Schon bei der Ziehung am Freitagabend lag die Gewinnsumme bei einer Milliarde Dollar. Lottospieler hatten deshalb in den vergangenen Tagen die Verkaufsstellen gestürmt. Vor Tankstellen und Geschäften im ganzen Land bildeten sich lange Schlangen. Weil aber wieder niemand die richtigen Zahlen hatte, schwoll der Jackpot nun auf 1,6 Milliarden Dollar an. Sollte bei der nächsten Ziehung am Dienstag ein einzelner Spieler die richtigen Zahlen auf seinem Tippschein haben, würde er den weltweit höchsten Gewinn in der Lotto-Geschichte einstreichen.

+++14 Uhr: Pelikan an der Isar in München gesichtet +++

Spaziergänger haben an der Münchner Isar einen Pelikan gesichtet. Der Wasservogel mit dem markanten Schnabel habe sich zuletzt an der Praterinsel nahe dem Deutschen Museum und weiter südlich bei Straßlach aufgehalten, bestätigte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Samstag. Dort gelang es auch, Fotos von dem Tier zu machen. Den Experten zufolge handelt es sich um einen sogenannten Rosapelikan.

+++ 13.14 Uhr: Zehntausende demonstrieren in Taiwan für Unabhängigkeit +++

Zehntausende Taiwanesen haben gegen den Druck der kommunistischen Führung in Peking auf die demokratische Inselrepublik und für eine formelle Unabhängigkeitserklärung demonstriert. Bei der Kundgebung am Samstag in Taipeh stand auf Bannern "Sag Nein zu China" oder "Keine Schikane mehr". Die Organisatoren von der "Formosa Allianz" mit den früheren Präsidenten Lee Teng-hui und Chen Shui-bian an der Spitze plädieren für eine Volksabstimmung, ob sich Taiwan förmlich unabhängig erklären soll. Doch sind Fragen der Souveränität von Referenden in Taiwan bisher gesetzlich ausgeschlossen.

+++ 13.10 Uhr: Ökobauern verteidigen Kooperation mit Discounter Lidl +++

Der Ökolandbauverband Bioland verteidigt die Zusammenarbeit mit dem Discounter Lidl. Bioland habe die Supermarktkette "als Unternehmen erlebt, das sich glaubhaft wandeln möchte", sagte Verbandspräsident Jan Plagge dem "Spiegel". Bei Lidls Wunsch nach Zusammenarbeit habe Bioland zunächst befürchtet, es gehe um Greenwashing, also eine reine Image-Verbesserung in Umweltfragen. Tatsächlich habe sich aber Lidls Einkaufsverhalten geändert, sagte Plagge.

+++ 12.48 Uhr: Linke Punkband kritisiert Konzert-Absage als "erbärmlich" +++

Die linke Punkband Feine Sahne Fischfilet hat die Absage ihres Konzerts im Bauhaus Dessau scharf kritisiert. Das Bauhaus sei vor der rechten Szene eingeknickt, schrieb die Band in einer Stellungnahme auf Facebook. Das setze "neue Maßstäbe in Sachen Erbärmlichkeit", hieß es weiter. Zudem kritisierte die Band die Absage als Eingriff in die Programmentscheidung des ZDF.

+++ 12.47 Uhr: Merkel verurteilt Hass und Ausgrenzung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im thüringischen Leinefelde-Worbis vor Hass und Ausgrenzung gewarnt. Es sei wichtig, die Sorgen der Menschen mit Blick auf die Umbrüche rund um die Wiedervereinigung ernstzunehmen, sagte Merkel am Samstag auf dem CDU-Landesparteitag im Landkreis Eichsfeld. "Aber das ist noch lange kein Grund, gegen andere Hass, Verurteilung und Abgrenzung durchzuführen." Zum Menschenbild der CDU gehöre, dass jeder Mensch eine Würde habe. "Und Ressentiments, Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung gehören ausdrücklich nicht dazu", sagte Merkel.

+++ 11.36 Uhr: Mondmeteorit bei Auktion für über 600.000 Dollar versteigert +++

Mehr als 600.000 US-Dollar hat ein Käufer bei einer Auktion für einen Mondmeteoriten bezahlt. Das "Mondpuzzle" genannte Gestein besteht nach Angaben des Auktionshauses RR Auction aus sechs Einzelteilen, die zusammen fast 5,5 Kilogramm wiegen. Es war vermutlich durch den Einschlag eines anderen Gesteinsbrockens von der Oberfläche des Mondes abgesprengt worden, hatte die etwa 380.000 Kilometer zur Erde zurückgelegt und war bis auf die Erdoberfläche gelangt. Der Meteorit war 2017 in einem abgelegenen Wüstengebiet in Mauretanien im Nordwesten Afrikas entdeckt worden. Nach Angaben des in Boston ansässigen Auktionshauses soll er nun Teil einer Touristenattraktion in der vietnamesischen Provinz Ha Nam werden.

Der 5,5 Kilogramm schwerer Mondmeteorit, der 2017 in Nordwestafrika entdeckt wurde

Der 5,5 Kilogramm schwerer Mondmeteorit, der 2017 in Nordwestafrika entdeckt wurde

DPA

+++ 10 Uhr: Angriffe und Chaos bei Parlamentswahl in Afghanistan +++

Die Parlamentswahl in Afghanistan wird von Gewalt und groben organisatorischen Schwierigkeiten überschattet. Bei Angriffen der radikalislamischen Taliban kamen am Samstag landesweit mindestens zwei Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Erste Wähler gingen unverrichteter Dinge wieder nach Hause, nachdem Wahllokale auch Stunden nach offiziellem Beginn der Parlamentswahl immer noch nicht geöffnet waren, wie lokale Medien und Parlamentskandidaten berichteten. Offenbar erschien auch das Wahlpersonal in manchen Stationen nicht. Die radikalislamischen Taliban hatten im Vorfeld zum Boykott der Wahl aufgerufen und mit Gewalt gedroht.

 +++ 10.03 Uhr: ICE-Schnellstrecke eine Woche nach Zugbrand wieder befahrbar +++

Gut eine Woche nach dem Brand eines ICE auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main ist der Abschnitt eingleisig wieder befahrbar. Seit dem Morgen seien dort wieder Züge unterwegs, teilte die Deutsche Bahn am Samstag mit. Mehr als zwei Drittel der regulären Verbindungen würden wieder aufgenommen. Allerdings könnten die Züge vorerst nicht so schnell fahren wie gewöhnlich. Deshalb müssten Reisende weiter mit Einschränkungen rechnen. Die wichtige Schnellstrecke war nach dem Feuer am 12. Oktober in beide Richtungen voll gesperrt worden. Laut Bahn wurde nun zunächst das weniger beschädigte Gleis wieder befahren.

+++ 8.06 Uhr: Bericht: Altersrenten in Deutschland in zehn Jahren um 22 Prozent gestiegen +++

Die Altersrenten in Deutschland sind laut einem Zeitungsbericht in den vergangenen zehn Jahren um 22 Prozent gestiegen. Lagen sie 2007 im Durchschnitt bei 718 Euro im Monat, erhöhte sich die Durchschnittsrente bis 2017 auf 875,68 Euro, wie die Düsseldorfer "Rheinische Post" am Samstag unter Bezug auf aktuelle Daten der Deutsche Rentenversicherung meldete.

+++ 6.54 Uhr: Mazedoniens Parlament macht Weg frei für Änderung des Staatsnamens +++

Mit einer hauchdünnen Mehrheit hat das Parlament in Mazedonien am Freitag nach tagelangen Debatten den Weg für eine Umbenennung des Landes in "Republik Nordmazedonien" freigemacht. "Ich kann bestätigen, dass das Parlament den Vorschlag der Regierung mit 80 Jastimmen angenommen hat", sagte Parlamentssprecher Talat Xhaferi nach der Abstimmung der 120 Abgeordnete umfassenden Kammer. Die Regierung von Ministerpräsident Zoran Zaev hatte eine Zweidrittelmehrheit benötigt, um die Verfassungsänderung in Ganz zu setzen.  Das Parlamentsvotum ist ein erster Schritt auf dem Weg zur  Beilegung des jahrzehntelangen Namensstreits mit Griechenland.

Video: Zugunglück in Indien - Dutzende Tote befürchtet

+++ 5.05 Uhr: Mexiko bringt nach Chaos an Grenze Flüchtlinge in Migrationszentren +++

Auf ihrem angestrebten Weg in die USA haben Migranten aus Mittelamerika an der guatemaltekischen Grenze zu Mexiko einen Zaun überwunden und die Grenze überquert. Die zunächst chaotische Situation sei unter Kontrolle, erklärte der Chef der mexikanischen Bundespolizei, Manelich Castilla, am Freitagabend (Ortszeit). Das Ziel, Gewalt an der Grenze zu vermeiden, sei erreicht worden, so Castilla. Lokale Medien berichteten vom Einsatz von Tränengas. Die mexikanischen Behörden begannen nach eigenen Angaben, Flüchtlinge in Migrationszentren zu bringen. Dutzende Frauen und Kinder seien in Bussen in Unterkünfte gebracht worden, wo sie bleiben, bis ihre Papiere geprüft sind, teilte die Migrationsbehörde des Landes mit.

Tausende Migranten aus Honduras warten an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko

Tausende Migranten aus Honduras warten an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko

DPA

+++ 2.30 Uhr: 20 Briten wegen sexuellen Missbrauchs junger Mädchen verurteilt +++

Wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs zahlreicher junger Mädchen sind 20 Männer in Großbritannien zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Schuldsprüche seien in mehreren Verfahren seit Januar gefällt worden, erklärte die britische Anklagebehörde CPS am Freitag. Wegen eines Verbots habe zuvor nicht über die Verbrechen berichtet werden können.  Laut CPS missbrauchten die Männer zwischen 2004 und 2011 in der nordenglischen Stadt Huddersfield mehr als ein Dutzend Mädchen, zum Teil nicht älter als elf Jahre. Bei den Tätern handelt es sich um britische Staatsbürger südasiatischer Herkunft, zumeist mit pakistanischen Wurzeln.

Video: Hessische SPD will Abwärtstrend umkehren
anb / DPA / AFP