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News des Tages: Nach Ibiza-Video: Justiz in Österreich ermittelt gegen Strache

Tory-Vorsitz: Boris Johnson in erster Runde vorn +++ Ex-"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben gestorben +++ Kükentöten bleibt übergangsweise erlaubt +++ Mordserie auf Zypern: Siebte Leiche gefunden +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Heinz-Christian Strache, Österreichs ehemaliger Vizekanzler und FPÖ-Chef

Heinz-Christian Strache, Österreichs ehemaliger Vizekanzler und FPÖ-Chef

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Justiz ermittelt gegen Heinz-Christian Strache (15.37 Uhr)

  • Tory-Vorsitz: Boris Johnson in erster Runde vorn (14.18 Uhr)

  • Ex-"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben tot (12.15 Uhr)

  • Töten männlicher Küken übergangsweise erlaubt (10.18 Uhr)

  • Zwei Schiffe im Golf von Oman attackiert (9.41 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 18.48 Uhr: Lebenslange Haft für Mann in den USA wegen Mordes an drei Muslimen ++++

Wegen Mordes an drei muslimischen Studenten ist ein Mann in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Kurz vor der Strafmaßverkündung im Bundesstaat North Carolina hatte der 50-jährige Craig Hicks auf schuldig plädiert. Er entging dadurch der möglichen Todesstrafe. Die Polizei hatte die Bluttat vom Februar 2015 lange als bloße Folge eines Streits unter Nachbarn um Parkplätze dargestellt. Erst am Mittwoch räumte der örtliche Polizeichef Chris Blue vor Gericht ein, dass dies nicht die ganze Geschichte sei, sondern es sich um ein Hassverbrechen gegen eine religiöse Gruppe gehandelt habe. Der Mörder habe seine Tat "zweifellos mit einem hasserfüllten Herzen" begangen, sagte Blue. Er entschuldigte sich bei den Angehörigen der Opfer für die frühere Darstellung der Motivlage durch die Polizei.

+++ 18.18 Uhr: In Weißrussland laut Menschenrechtsgruppe mindestens ein Häftling hingerichtet +++

In Weißrussland ist nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe mindestens ein Häftling hingerichtet worden. Bei dem Hingerichteten handele es sich um einen verurteilten Mörder, teilte die Organisation Wiasna unter Berufung auf dessen Verwandte mit. Weißrussland ist das einzige Land in Europa, das noch die Todesstrafe verhängt. Der 45-Jährige hatte im Dezember 2015 gemeinsam mit einem 23-jährigen Komplizen ein junges Paar in der Hauptstadt Minsk mit 140 Messerstichen ermordet. Die beiden Männer töteten zudem den Eigentümer der Wohnung, in der sie ein Zimmer gemietet hatten.  

+++ 17.35 Uhr: Teenager wegen Totschlags verurteit: Unbringung in Psychiatrie +++

Weil er seinen Mitschüler erwürgt hat, ist ein Teenager aus Wenden im Sauerland zu einer Jugendstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Gericht wertete die Tat als Totschlag, wie eine Sprecherin des Landgerichts nach der Urteilsverkündung sagte. Die Richter ordneten außerdem eine Unterbringung des 15-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Der Prozess war im April gestartet und hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Zu den durch das Gericht festgestellten Tatumständen wollte die Gerichtssprecherin unter Verweis auf den Jugendschutz keine Angaben machen. Laut Anklage hatte der Jugendliche den Älteren aus enttäuschter Liebe in einem Streit umgebracht. 

+++ 16.49 Uhr: Moskau: Facebook und Twitter sollen Daten in Russland speichern +++ 

Russland will Facebook und Twitter per Gesetz dazu zwingen, die Daten russischer Nutzer nicht mehr im Ausland zu speichern. Anderenfalls droht eine Geldstrafe von 18 Millionen Rubel (246 500 Euro). Das geht aus einem Gesetzentwurf in der Duma hervor, wie die Agentur Interfax am meldete. Die Server müssen demnach in Russland stehen. Die Behörden argumentieren mit Sicherheitsbedenken. Hacker hätten es schwerer, an die Daten russischer Bürger zu kommen, wenn sie nicht mehr im Ausland gespeichert würden. Russland versucht seit längerem, mehr Kontrolle über das Internet zu bekommen. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein Gesetz über ein eigenständiges Internet, wonach der russische Internetverkehr künftig über Server im eigenen Land gelenkt werden soll. Kritiker sprechen von Zensur und warnen davor, dass ihr Land digital isoliert werde könnte.

+++ 15.37 Uhr: Nach Skandal um Ibiza-Video: Justiz in Österreich ermittelt gegen Strache +++

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Österreich hat Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache eingeleitet. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Onlineausgabe heute berichtet, lautet der Verdacht auf Untreue. Der Nachrichtenagentur APA wurden die Ermittlungen gegen Strache von der WKStA bestätigt, berichtet der ORF. Die Ermittlungen werden gegen Strache und den ebenfalls zurückgetretenen Klubobmann Johann Gudenus sowie gegen weitere Unbekannte wegen Untreue geführt, hieß es gegenüber der APA. Laut "profil" laufen die Ermittlungen gegen Strache und Gudenus seit 20. Mai, was die WKStA nicht bestätigte.

Die Ermittlungen gehen auf das Mitte Mai veröffentlichte "Ibiza-Video" zurück, in dem Strache mit Gudenus und einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte über verdeckte Parteienfinanzierung spricht:

Der ehemalige österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache spricht in einer Villa auf Ibiza mit der angeblichen Nichte eines russischen Oligarchen über Parteispenden, die Übernahme der Kronen Zeitung und die Vergabe von Staatsaufträgen.

+++ 14.48 Uhr: Putin entlässt ranghohe Polizeivertreter nach Festnahme des Journalisten Golunow +++ 

Nach der vorübergehenden Festnahme des russischen Journalisten Iwan Golunow haben zwei ranghohe Vertreter der Moskauer Polizei ihre Posten verloren. Der Leiter der Abteilung gegen Drogenhandel und der Polizeichef im westlichen Bezirk Moskaus wurden per Dekret des Präsidenten Wladimir Putin von ihren Funktionen entbunden. Sie waren beide in die Festnahme Golunows involviert. Der regierungskritische Journalist war in der vergangenen Woche wegen angeblichen Drogenhandels festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden, ehe das Verfahren am Dienstag überraschend eingestellt wurde. 

+++ 14.18 Uhr: Johnson deutlicher Sieger in erster Wahlrunde für Tory-Vorsitz +++

Der britische Ex-Außenminister Boris Johnson ist als klarer Sieger aus der ersten Runde zur Wahl des neuen Vorsitzenden der regierenden Tory-Partei hervorgegangen. Im ersten Wahlgang am Donnerstag stimmten 114 von 313 Tory-Abgeordneten im britischen Unterhaus für Johnson. Drei Bewerber für den Parteivorsitz schieden bei der Abstimmung aus: Mark Harper, Andrea Leadsom und Esther McVey. Damit sind jetzt noch sieben Kandidaten im Rennen.

+++ 14.08 Uhr: Katholische Kirche soll Finanzen offenlegen - Klage in Köln +++

Die katholische Kirche soll ihre Finanzen offenlegen - das fordert ein Recherchenetzwerk und klagt deshalb stellvertretend gegen das Erzbistum Köln. Heute begann die Gerichtsverhandlung vor dem Kölner Verwaltungsgericht. Das Recherchenetzwerk "Correctiv" argumentiert, dass der Staat für die Kirche Steuern eintreibe, deshalb sei die Kirche auch zur Auskunft verpflichtet. Dem komme sie aber nicht nach: "Keiner der 23 Millionen deutschen Katholiken hat die Möglichkeit, nachzuvollziehen, wo seine Kirchensteuern hinfließen", kritisiert "Correctiv".

Die Journalisten von "Correctiv" wollen unter anderem wissen, in welche Unternehmen die Kirche ihr Geld investiert hat und ob darunter zum Beispiel Kohle-, Öl- oder Gasunternehmen sind. Das Erzbistum hält die Klage für unbegründet. Es bestehe ein "religiöses Selbstbestimmungsrecht". Die Kirche sei keine staatliche Behörde, sondern unabhängig. Zudem lege das Erzbistum jedes Jahr einen detaillierten Jahresabschlussbericht vor, der auch von unabhängigen Wirtschaftsprüfern kontrolliert werde.

+++ 14.07 Uhr: Sächsische AfD in Wahlumfrage erstmals stärkste Kraft +++

Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl ist die AfD erstmals auch in einer Wahlumfrage in Sachsen stärkste Kraft. Nach einer von der "Bild"-Zeitung in Auftrag gegebenen Insa-Umfrage käme die AfD aktuell auf 25 Prozent der Zweitstimmen, die CDU nur noch auf 24 Prozent. Linke und Grüne liegen mit je 16 Prozent gleichauf. Die SPD stürzt weiter ab und erreicht nur noch 7 Prozent, die FDP 6 Prozent. In Sachsen wird am 1. September in neuer Landtag gewählt. Seit 2014 regiert die CDU mit der SPD in einer großen Koalition.

+++ 14.02 Uhr: Norwegische Schiffe sollen iranische Gewässer nach Vorfällen meiden +++

Nach den Vorfällen mit zwei Schiffen im Golf von Oman hat das norwegische Seefahrtsamt seine Sicherheitsstufe für das betroffene Gebiet erhöht. "Wegen der Angriffe und der unklaren Umstände" rate man unter norwegischer Flagge fahrenden Schiffen, sich von iranischen Territorialgewässern deutlich fernzuhalten, erklärte die Behörde.

+++ 13.18 Uhr: Zahl der Asylanträge im Mai gestiegen +++

Die Zahl der Asylanträge ist im Mai im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Insgesamt wurden 12.891 Anträge gestellt, das waren 4,4 Prozent mehr als im April und 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Mai 2018, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Demnach wurden 11.146 Erstanträge und 1745 Folgeanträge gestellt. Die meisten Antragsteller kamen aus Syrien, Irak und Nigeria.

+++ 13.03 Uhr: Grüne wollen Kindergrundsicherung von 280 Euro plus X +++

Die Grünen wollen Kinderarmut in Deutschland mit einer automatisch ausgezahlten Grundsicherung für alle Kinder bekämpfen. Unabhängig vom Einkommen der Eltern und dem Alter der Kinder soll es für jedes Kind einen Garantiebetrag von 280 Euro im Monat geben, der Kindergeld und Kinderfreibetrag ablöst. Eltern mit kleinem oder keinem Einkommen sollen zusätzlich einen "GarantiePlus-Betrag" bekommen, der vom Einkommen und dem Alter der Kinder abhängt. Parteichefin Annalena Baerbock und Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt stellten das Konzept in Berlin vor.

Das Geld soll automatisch ausgezahlt werden können, damit alle Familien auch bekommen, was ihnen zusteht - Eltern sollen dafür dem Datenaustausch zwischen Behörden zustimmen können, das soll aber freiwillig sein. "Wir wollen, dass Zeit für Kinder da ist, nicht für die Formulare", sagte Göring-Eckardt.

+++ 12.40 Uhr: Deutsche Touristen in der Schweiz von Bach in die Tiefe gerissen +++

Im Starkregen sind zwei deutsche Touristen in der Schweiz in ihrem Auto von einem reißenden Bach mitgerissen worden. Die Männer konnten aber einen Notruf absetzen, so dass die Polizei sie mit einem zufällig in der Nähe stehenden Kran retten konnte, wie die Behörde in Graubünden berichtete. Die Männer - nach Informationen der Tageszeitung "Blick" 26 und 27 Jahre alt - hatten auf einem Parkplatz neben dem Hüscherenbach im Auto übernachtet. Durch starken Regen schwoll das Gewässer enorm an. Am frühen Morgen brach schließlich das Ufer ein, der Minibus der beiden Deutschen fiel in den Bach und wurde ein Stück mitgerissen. Die alarmierten Retter konnten sie aus dem Auto holen, anseilen und mit dem Kran zurück aufs Trockene hieven. Die beiden seien unterkühlt gewesen, aber ansonsten unverletzt, teilte die Polizei mit. "In den Fluten wäre das Überleben wohl schwierig geworden", sagte Einsatzleiter William Kloter. "Sie hatten heute definitiv ihren zweiten Geburtstag."

+++ 12.15 Uhr: Ex-"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben stirbt im Alter von 84 Jahren +++

Der frühere Sprecher der ARD-"Tagesschau", Wilhelm Wieben, ist tot. Wie die "Tagesschau" berichtet, ist der gebürtige Schleswig-Holsteiner im Alter von 84 Jahren gestorben. Wieben war 25 Jahre lang ein Gesicht der ARD-Fernsehnachrichten. Auch in der 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" war er zu sehen - zum ersten Mal am 5. Mai 1974, zum letzten Mal am 24. Juni 1998. Er vermittelte die Welt-Ereignisse dabei stets betont sachlich. Legendär ist aber auch seine Anmoderation für den "Beat Club" Anfang der 1960er-Jahre. "In wenigen Sekunden beginnt die erste Show im Deutschen Fernsehen, die nur für Euch gemacht ist", sagte Wieben - damals TV-Ansager beim Sender Freies Berlin - und bat ältere Zuschauer "um Ihr Verständnis". Wegen seiner betont korrekten Kleidung wurde Wieben 1983 zum "Krawattemann des Jahres" gewählt. Zuletzt lebte Wieben in Hamburg und schrieb vor allem Bücher auf Plattdeutsch und sprach Horbücher ein.

+++ 11.35 Uhr: Unbekannte attackieren schlafenden Obdachlosen in Saarbrücken +++

Ein schlafender Obdachloser ist in Saarbrücken von zwei Unbekannten attackiert worden. Der 44-Jährige sei dabei leicht verletzt worden und habe kurzzeitig in einem Krankenhaus behandelt werden müsse, teilte die Polizei in der saarländischen Hauptstadt mit.

Demnach ereignete sich die Tat am frühen Mittwochmorgen in einer Fußgängerzone. Zwei unbekannte Männer schlugen und traten auf den schlafenden Mann ein. Einer der Täter nutzte dafür eine Luftpumpe. Auch das Eingreifen einer Zeugin stoppte diese zunächst nicht. Die Ermittler suchten nun nach Zeugen, um die Gewalttat aufzuklären.

+++ 11.32 Großbritannien lässt US-Auslieferungsersuchen für Assange zu +++

Der britische Innenminister Sajid Javid hat das Auslieferungsersuchen der USA für Wikileaks-Gründer Julian Assange zugelassen. Er habe den Antrag formell bestätigt, sagte Javid in einem Interview mit dem BBC-Radio. Die Entscheidung liege aber bei der Justiz, betonte er. An diesem Freitag soll die nächste Anhörung in dem Fall stattfinden. Erwartet wird, dass Assange daran per Videoschalte aus dem Gefängnis teilnehmen wird. Mit einer Entscheidung wird aber noch nicht gerechnet.

+++ 11.30 Uhr: Autofahrer flieht vor Polizei und verletzt mehrere Menschen +++

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Autofahrer in Brandenburg mehrere Menschen verletzt und ist mit zwei Polizeiwagen kollidiert. Polizisten wollten nach eigenen Angaben das Fahrzeug in Berlin kontrollieren. Daraufhin flüchteten der Fahrer und seine beiden Mitinsassen mit dem Auto auf die A 12 Richtung Polen. An der Anschlussstelle Storkow fuhr das Auto auf einen Streifenwagen der Polizei auf, das die Flüchtenden dort erwartet hatte. Dabei wurden zwei in dem Fahrzeug sitzende Polizisten leicht verletzt. Anschließend stieß das Fluchtauto mit einem weiteren Streifenwagen zusammen. Die beiden Polizisten und auch die drei Insassen des Fluchtautos wurden verletzt.

Als die Polizei das Trio festnehmen wollte, leisteten der 34-jährige Fahrer, sein 27-Jähriger Mitfahrer und eine 32-jährige Insassin Widerstand. Dabei wurde ein weiterer Polizist verletzt. Im Fluchtauto fanden die Beamten Drogen und diverses Einbruchswerkzeug.

+++ 11.23 Uhr: Gericht: Sami A. muss nicht zurückgeholt werden +++

Der mutmaßliche tunesische Islamist Sami A. muss trotz rechtswidriger Abschiebung nicht nach Deutschland zurückgeholt werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster entschieden. Das Gericht wies seine Beschwerde gegen den entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen zurück, wie das Gericht mitteilte.

+++ 11.04 Uhr: Moskau: Syrische Regierung und Rebellen schließen Waffenruhe für Provinz Idlib +++

Die syrische Regierung und Rebellen haben sich nach russischen Angaben auf eine Feuerpause in der umkämpften Provinz Idlib verständigt. Die unter Vermittlung Moskaus und Ankaras erzielte Waffenruhe gelte seit Mittwoch um Mitternacht, erklärte das Russische Zentrum für die Versöhnung Syriens. Seither sei die Zahl der Angriffe bereits deutlich zurückgegangen.

Die letzte syrische Rebellenbastion Idlib war während der vergangenen Wochen Ziel heftiger Angriffe syrischer Truppen und deren russischer Verbündeter. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben dabei seit Ende April 369 Zivilisten.

+++ 10.41 Uhr: Hochwasser in Tirol - Radfahrer nach Sturz in Fluten vermisst +++

In Tirol haben Rettungskräfte vielerorts mit einem gewaltigen Hochwasser durch viel Schmelzwasser aus den Bergen zu kämpfen. In Sautens stürzte ein Radfahrer in die Hochwasser führende Ötztaler Ache. Der Mann wird weiter vermisst, seine Identität war zunächst nicht bekannt. Es sei bisher keine Vermisstenanzeige eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Auch in Schwaz bei Innsbruck wurde eine Suchaktion gestartet, nachdem vermutlich eine leblose Person im Inn gesehen wurde. Vielerorts wurden Straßen und Brücken gesperrt.

+++ 10.28 Uhr: Türsteher auf Mallorca verprügelt: Zwei Leipziger in U-Haft +++

Die beiden Urlauber, die an Pfingsten auf Mallorca einen afrikanischen Türsteher attackiert haben sollen, stammen aus Leipzig. Sie seien beide 20 Jahre alt, sagte ein Sprecher der Leipziger Polizei. Die spanischen Ermittler hatten zunächst keine Angaben zur genauen Herkunft der Touristen gemacht.

Die beiden Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft in Spanien, gegen sie wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Nach Angaben der spanischen Polizei wird ein rassistischer Hintergrund vermutet.

+++ 10.27 Uhr: Kieler Forschungsinstitut senkt erneut Wachstumsprognose +++

Die Wirtschaft in Deutschland wird nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) deutlich langsamer wachsen als zunächst erwartet. Die Konjunkturforscher revidierten in ihrer aktuellen Konjunkturprognose den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für 2019 auf 0,6 Prozent und für 2020 auf 1,6 Prozent. Bislang hatten sie noch mit 1,0 Prozent in diesem Jahr und 1,8 Prozent im kommenden Jahr gerechnet.

Die Arbeitslosigkeit dürfte kaum noch weiter sinken, die Überschüsse der öffentlichen Haushalte bis auf 33 Milliarden Euro zurückgehen, hieß es am Donnerstag in Kiel. IfW-Präsident Gabriel Felbermayr forderte eine Unternehmenssteuerreform und eine Abschaffung des Solidaritätszuschlages.

+++ 10.18 Uhr: Bundesverwaltungsgericht: Töten männlicher Küken übergangsweise erlaubt +++

Das Bundesverwaltungsgericht hat das massenhafte Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht vorerst noch als rechtmäßig bestätigt. Bis zur Einführung von alternativen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei dürften Brutbetriebe männliche Küken weiter töten, urteilte das Gericht in Leipzig. (BVerwG 3 C 28.16 und 3 C 29.16) Die wirtschaftlichen Interessen der Brütereien seien zwar allein kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes. Bis Alternativen zur Verfügung stünden, sei die Fortsetzung der Praxis aber noch rechtmäßig. 

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte das Kükentöten 2013 per Erlass stoppen wollen. Zwei Brütereien aus NRW klagten dagegen. Jedes Jahr werden in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium rund 45 Millionen männlicher Küken nach dem Schlüpfen getötet. Sie sind für die Zucht von Legehennen überflüssig und eignen sich auch nicht für die Mast.

+++ 09.46 Uhr: Zweites Todesopfer durch Ebola in Uganda +++

In Uganda gibt es ein zweites Todesopfer durch Ebola. Eine 50-jährige Frau sei an der hochansteckenden Virus-Erkrankung gestorben, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur AFP.

Bei der Verstorbenen handelt es sich demnach um die Großmutter eines zuvor an Ebola gestorbenen fünfjährigen Jungen. Beide hatten an der Beisetzung eines Ebola-Patienten im Kongo teilgenommen und waren anschließend nach Uganda zurückgekehrt.

+++ 09.46 Uhr: Umfrage: 57 Prozent der Deutschen für generelles Tempolimit auf Autobahnen +++

57 Prozent der Deutschen haben sich einem Zeitungsbericht zufolge in einer aktuellen Umfrage für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. 42 Prozent wandten sind gegen jedes Tempolimit, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die ihr vorliegende Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank berichtete. Die Befürworter plädierten demnach für eine Tempobeschränkung auf im Schnitt 136 Stundenkilometer.

+++ 09.41 Uhr: US-Flotte: Notrufe von zwei attackierten Schiffen im Golf von Oman +++

Die Fünfte Flotte der USA hat nach eigenen Angaben Notrufe von zwei mutmaßlich im Golf von Oman angegriffenen Tankern erhalten. Schiffe der US-Navy seien in der Gegend und leisteten Unterstützung, erklärte die Fünfte Flotte am Donnerstag. Im Konflikt mit dem Iran hatten die USA zuletzt ihre Militärpräsenz in der Golfregion verstärkt.

+++ 09.17 Uhr: NRW-Innenminister Reul sieht Clankriminalität als Folge von Integrationsfehlern +++

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sieht Probleme mit sogenannter Clankriminalität auch als Folge von Fehlern der Integrationspolitik vergangener Jahrzehnte. "Man hat in der Vergangenheit das Thema nicht ernstgenommen. Die Politik wollte das nicht ernstnehmen. Ich glaube, das hatte auch viel damit zu tun, dass man Panik hatte, dass man Gruppen von Menschen stigmatisiert", sagte der Minister im Bayerischen Rundfunk (BR).

+++ 08.41 Uhr: Messengerdienst Telegram von massivem Hackerangriff betroffen +++

Der Onlinedienst Telegram ist nach eigenen Angaben Ziel eines großangelegten Hackerangriffs geworden. Die Attacke auf das verschlüsselte Netzwerk sei größtenteils von China aus gestartet worden, erklärte Telegram-Gründer Pavel Durov über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Er setzte den Vorfall, der zu Störungen des Dienstes führte, in Zusammenhang mit den derzeitigen Massenprotesten in Hongkong.

Telegram machte den Zwischenfall am Mittwochabend öffentlich. Es handelte sich demnach um eine sogenannte DDoS-Attacke, mit der die Angreifer ihr Ziel durch Überlastung lahmlegen wollten. In vielen Regionen der Welt konnte es vorübergehend zu Verbindungsproblemen mit dem Dienst kommen.

+++ 08.37 Uhr: Israelische Luftwaffe bombardiert Ziele im Gazastreifen +++

Als Reaktion auf einen Raketenabschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben Bunker der radikalislamischen Hamas in dem Palästinensergebiet bombardiert. Kampfjets hätten auf "unterirdische Infrastruktur" eines Stützpunkts im Süden des Gazastreifens abgezielt, teilte die Armee mit.

Zuvor hatte die israelische Raketenabwehr ein Geschoss aus dem Gazastreifen abgefangen - das erste seit dem Abschuss hunderter Raketen auf israelisches Gebiet Anfang Mai. Bei dem Raketenabschuss und den israelischen Luftangriffen gab es nach Angaben beider Seiten keine Opfer.

+++ 08.12 Uhr: Inflation in Deutschland im Mai deutlich geringer bei 1,4 Prozent +++

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich wieder deutlich verlangsamt. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Die Wiesbadener Behörde bestätigte ihre Ende Mai veröffentlichten vorläufigen Zahlen zur Inflation. Im Ostermonat April hatten vor allem gestiegene Preise für Pauschalreisen die jährliche Teuerungsrate auf 2,0 Prozent getrieben. Volkswirte hatten dies als Ausreißer gewertet. Von April auf Mai des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 0,2 Prozent.

+++ 07.52 Uhr: Von der Leyen fordert Digitalministerium +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ein Digitalministerium gefordert. "Ich bin überzeugt, dass es in der nächsten Legislaturperiode ein Digitalministerium geben muss", sagte sie dem Nachrichtenportal "t-online.de". "Ein Nebeneinanderher und Tempostopper können wir uns einfach nicht mehr leisten." Digitalisierung müsse Chef-Sache sein.

+++ 07.38 Uhr: Auto in Japan fährt in Gruppe von Kindern +++

In Japan ist eine Autofahrerin in eine Gruppe von Kindern gefahren und hat zwei von ihnen verletzt. Ein sechsjähriges Mädchen sei zwar bei der Einlieferung ins Krankenhaus bei Bewusstsein gewesen, das Ausmaß der Verletzungen sei aber noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Ein fünfjähriges Mädchen wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Das Unglück ereignete sich in Nishinomiya im Westen Japans. Die 69-jährige Fahrerin fuhr ihr Auto in die Gruppe eines örtlichen Kindergartens und wurde anschließend festgenommen.

 Zuletzt hatte es in Japan mehrfach teils tödliche Autounfälle gegeben, die von älteren Fahrern verursacht wurden.

+++ 05.49 Uhr: Umfrage: Viele Uni-Absolventen fühlen sich nicht fit fürs Digitale +++

Viele Hochschulabsolventen sehen sich nicht gerüstet für die Digitalisierung am Arbeitsplatz. Wie eine Umfrage des Personaldienstleisters Studitemps und der Universität von Maastricht unter 22.000 Studenten und Absolventen in Deutschland ergab, erkennen vor allem Sprach- und Kulturwissenschaftler sowie Juristen eigene Defizite. Fast 40 Prozent von ihnen sehen sich durch ihr Studium nicht oder eher nicht gut vorbereitet auf die digitalen Anforderungen des künftigen Berufs. Erziehungswissenschaftler kommen auf rund 36 Prozent, bei Medizinern, Sozial- und Geisteswissenschaftlern sieht es nur etwas besser aus.

Insgesamt liegt der Schnitt bei 27 Prozent - genau diesen Wert gab es auch unter Lehramtsstudenten. Informatiker und Ingenieure schneiden am besten ab. 45 Prozent aller Befragten antworteten, sie sähen sich gut oder eher gut vorbereitet, 28 Prozent gaben "weder noch" an.

+++ 05.30 Uhr: Forscher wollen erstmals Tonaufnahme von Frida Kahlo gefunden haben +++

In Mexiko soll erstmals eine Tonbandaufnahme mit der Stimme der Malerin Frida Kahlo (1907 - 1954) aufgetaucht sein. "Darauf haben wir lange gewartet", sagte der Direktor der Phonothek, Pável Granados. Die Stimme der berühmten Künstlerin sei stets ein großes Rätsel gewesen. Bei der Aufnahme handelt es sich um einen Radiobeitrag, in dem Kahlo ihren Ehemann, den Muralisten Diego Rivera, als "großes Kind, immens, mit freundlichem Gesicht und traurigen Blick" beschreibt. Der Beitrag könnte 1953 oder 1954 aufgenommen worden sein, wurde aber vermutlich erst nach Kahlos Tod ausgestrahlt

+++ 05.10 Uhr: Erdbeben erschreckt Menschen in Mittelgriechenland +++

Ein Erdbeben hat in der Nacht Mittelgriechenland erschüttert und viele Menschen in Angst versetzt. Das Zentrum des Bebens lag rund 100 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt Athen. Vom geodynamischen Instituts in Athen wurde der Erdstoß mit einer Stärke von 4,1 gemessen. Das Beben wurde von den Bewohnern der Region bis hin nach Athen gespürt. Das Zentrum des Erdstoßes lag nach Angaben der Seismologen von Athen nur 14 Kilometer unter der Erdoberfläche. Berichte über Verletzte oder schwere Schäden lagen zunächst nicht vor, berichteten übereinstimmend griechische Medien. 

+++ 05.08 Uhr: Bremer Kaufhaus erlaubt das Containern +++

Ein Bremer Kaufhaus hat das sogenannte Containern ausdrücklich erlaubt. Mit Hinweisschildern an den Mülltonnen wendet sich das Unternehmen an sogenannte Lebensmittelretter und gibt ihnen Tipps, worauf sie bei weggeworfenen Waren achten sollen. Nach Angaben des Geschäftsführers des Lestra Kaufhauses soll die Aktion deutlich machen, dass niemand eine Strafe befürchten muss, wenn er in den Tonnen nach verwertbaren Waren sucht. "Hier wird keiner angezeigt", sagt er.

+++ 04.55 Uhr: Mordserie auf Zypern: Siebte Leiche gefunden +++

Bei der Suche nach den Opfern eines Serienmörders auf der Mittelmeerinsel Zypern hat die Polizei eine weitere Leiche entdeckt. Taucher fanden sie in einem Koffer, der in einem Baggersee versenkt worden war. Dies berichtete der Staatsrundfunk (RIK). Es handle sich allen Anzeichen nach um die Leiche eines sechsjährigen Mädchens. Dies müsse aber noch gerichtsmedizinisch bestätigt werden, hieß es. In der für die Insel beispiellosen Mordserie steigt die Zahl der bisher gefundenen Opfer damit auf sieben.

Der mutmaßliche Täter, ein 35-jähriger Hauptmann der zyprischen Nationalgarde, hat nach Polizeiangaben bisher sieben Morde gestanden. Die Opfer - fünf Frauen und zwei Kinder - sollen aus Asien und Rumänien stammen. Die Frauen hatten demnach als Haushälterinnen auf Zypern gearbeitet. Die Polizei fand Leichen bisher in einer verlassenen Erzgrube und in zwei Baggerseen. Die Behörden gehen davon aus, dass der mutmaßliche Täter keine weiteren Menschen getötet hat, berichteten übereinstimmend mehrere zyprische Zeitungen am Donnerstag unter Berufung auf Polizeikreise.

+++ 04.35 Uhr: Nach Zusammenstößen: Lage in Hongkong ruhig - 79 Verletzte +++

Einen Tag nach den schwersten Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten in Hongkong seit fünf Jahren war die Lage Morgen ruhig. Die Büros im Regierungskomplex und die nächstgelegene U-Bahnstation Admiralty blieben geschlossen. Nur ein paar Demonstranten verharrten auf den Straßen, während heftige Regenfälle niedergingen. Vor dem benachbarten Legislativrat, den Aktivisten am Vortag stürmen wollten, war der Boden übersät mit Müll und Resten von den Ausschreitungen.

Tausende Demonstranten hatten das Areal und umliegende Straßenzüge am Vortag belagert, um gegen ein geplantes Gesetz für Auslieferungen an China zu protestieren. Die Polizei ging schließlich mit Tränengas, Schlagstöcken, Wasserwerfern und Pfefferspray vor, um die Demonstranten zu vertreiben. Die Zahl der Verletzten stieg nach neuen Angaben vom Donnerstag auf 79. Einige wurden schwer verletzt. Wie viele Demonstranten festgenommen worden war, ist noch nicht bekannt.

+++ 04.28 Uhr: Energiekosten steigen nicht viel stärker als andere Preise +++

Heizen, Kochen und Tanken sind in den vergangenen zehn Jahren nur wenig teurer geworden - im Vergleich zur allgemeinen Preissteigerung und wenn die Entwicklung der Einkommen mit berücksichtigt wird. Die Energiekosten der privaten Haushalte haben sich nach einer Analyse des Internet-Portals Verivox seit April 2009 um rund 16 Prozent erhöht, während die allgemeine Inflationsrate bei 14 Prozent lag. Die Statistiken des Bundeswirtschaftsministeriums sagen aus, dass der Anteil der Energiekosten an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte zuletzt rückläufig war.

+++ 04.05 Uhr: Elf Verletzte durch abgebrochene Baumkrone +++

Durch eine abgebrochene Baumkrone sind elf Menschen bei einer Feier in Oranienburg in Brandenburg verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr brach die Baumkrone durch starke Windböen ab. Insgesamt seien rund 170 Menschen bei der Feier gewesen. Die Verletzungen sollen nach ersten Erkenntnissen überwiegend leicht sein.

+++ 04.03 Uhr: Trump will mehr Soldaten nach Polen schicken +++

Die USA wollen ihre Militärpräsenz in Polen ausweiten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten US-Präsident Trump und der polnische Staatschef Duda im Weißen Haus. Laut Trump ist die Entsendung von rund tausend zusätzlichen US-Soldaten nach Polen geplant. Sie könnten nach seinen Angaben möglicherweise von Deutschland dorthin verlegt werden. Trump lobte die Beziehungen zu Polen in den höchsten Tönen. Er habe ein "warmes Gefühl für Polen", sagte er. Diese Lobpreisung verband er mit abermaliger harscher Kritik an Deutschland, das seine Verteidigungsausgaben nicht "schnell" genug steigere und sich durch die Gaspipeline Nord Stream 2 zur "Geisel Russlands" mache.

+++ 02.30 Uhr: Ecuadors Verfassungsgericht erlaubt Homo-Ehe +++

Ecuadors Verfassungsgericht hat die Homo-Ehe gebilligt. Bei einer Sitzung stimmten fünf der neun Verfassungsrichter dafür, eine Eheschließung zwischen zwei Menschen des gleichen Geschlechts zu erlauben. Die anderen vier Richter argumentierten, für einen solchen Schritt sei zunächst eine Verfassungsänderung auf parlamentarischem Wege nötig.

In Ecuadors Verfassung wird die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau definiert. 2015 wurden aber durch eine Gesetzesreform gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkannt.

+++ 02.05 Uhr: Unicef-Studie: Deutschland bei Familienfreundlichkeit auf Platz sechs +++

Bei der Familienfreundlichkeit rangiert Deutschland nach einer neuen Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef in Europa auf dem sechsten Platz. Die familienfreundlichsten Regeln und Gesetze gebe es in Schweden, dahinter folgen Norwegen und Island, hieß es in dem in New York veröffentlichten Bericht. Ebenfalls in die Top Ten schafften es Estland, Portugal, Dänemark, Slowenien, Luxemburg und Frankreich. Das Schlusslicht der insgesamt 31 untersuchten Länder bildeten Zypern, Griechenland und die Schweiz.

+++ 01.12 Uhr: Erstes Urteil in Bestechungsskandal um US-Eliteunis gefallen +++

Im Bestechungsskandal um Zulassungen an US-Eliteuniversitäten ist ein erster Angeklagter verurteilt worden - und einer Haftstrafe entgangen. Eine US-Richterin sprach ein mildes Urteil gegen John Vandemoer, einen früheren Segellehrer an der renommierten kalifornischen Universität Stanford: Sechs Monate Hausarrest, weitere eineinhalb Jahre Aufsicht durch die Justiz sowie 10.000 Dollar Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Monate Haft gefordert.

Der 41-Jährige hatte sich schuldig bekannt, insgesamt 610.000 Dollar an Bestechungsgeldern angenommen haben. Im Gegenzug empfahl Vandemoer die Kinder reicher Eltern für die Segelteams der Stanford-Universität - und ermöglichte ihnen damit die Aufnahme an die berühmte Hochschule.

+++ 00.16 Uhr: Russischer Oppositionsführer Nawalny wieder freigelassen +++

Nach seiner Festnahme bei einem Protestmarsch in Moskau ist der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny wieder freigelassen worden. Nawalny kam nach mehreren Stunden im Polizeigewahrsam frei. Bei der nicht genehmigten Demonstration waren zuvor mehr als 400 Menschen festgenommen worden, darunter auch mehrere Journalisten. Polizisten schlugen auf Demonstranten ein.

+++ 00.10 Uhr: Ex-Trump-Mitarbeiterin Hope Hicks will vor Kongress aussagen +++

Die frühere Kommunikationschefin von US-Präsident Donald Trump, Hope Hicks, hat einer Aussage vor dem Kongress zugestimmt. Der Vorsitzende des Justizausschusses, der Demokrat Jerry Nadler, kündigte auf Twitter an, Hicks werde am Mittwoch kommender Woche vor dem Gremium erscheinen. Geplant sei, später eine Mitschrift der Befragung zu veröffentlichen. Hicks kommt damit einer Vorladung des Ausschusses nach.

Hicks hatte mehrere Monate als Kommunikationsdirektorin für den Präsidenten gearbeitet und das Weiße Haus im Frühling 2018 verlassen. Inzwischen arbeitet sie für das Medienunternehmen 21st Century Fox. Insgesamt war sie mehr als drei Jahre für Trump tätig gewesen und hatte auch Öffentlichkeitsarbeit für sein Wahlkampfteam 2016 gemacht. Sie zählte zu den wenigen Personen, die nicht zu seiner Familie, aber trotzdem zum innersten Kreis der Vertrauten gehörten.

kng / fs / rw / DPA / AFP