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News des Tages: Papst erlässt Gesetz gegen Kindesmissbrauch im Vatikan

Lebenslange Haft für 40-Jährigen in Prozess um Axtmord +++ Papst erlässt Regeln für Vatikanstaat +++ Goldsalz-Raub: LKA nimmt Tatverdächtige fest +++ Flughafen Sydney wegen Rauchs im Tower dicht +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Im Kampf gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus ein Gesetz für den Vatikanstaat erlassen

Im Kampf gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus ein Gesetz für den Vatikanstaat erlassen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Papst erlässt Gesetz gegen Kindesmissbrauch im Vatikan (18,19 Uhr)
  • Schlag gegen Drogenschmuggler in Spanien und Kolumbien (17.45 Uhr)
  • Schüler demonstrieren in Berlin für Klima - Greta Thunberg dabei (14.27 Uhr)
  • Mann fährt mehr als eine Stunde im Kreisverkehr (13.28 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 19.45 Uhr: Außenminister Maas trifft bei UN-Besuch in New York Angelina Jolie +++

Bei einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York ist Bundesaußenminister Heiko Maas zu einem kurzen Treffen mit Hollywood-Star Angelina Jolie zusammengekommen. Die beiden unterhielten sich und schüttelten sich die Hände, wie die deutsche UN-Vertretung per Twitter dokumentierte. Maas habe in dem Gespräch die von Jolie mitgegründete Kampagne gegen sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten gelobt. Jolie war in ihrer Eigenschaft als freiwillige Sonderbotschafterin für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR nach New York gekommen.

+++ 19.04 Uhr: Israel bereitet sich auf mögliche Eskalation an Gaza-Grenze vor +++

Die israelische Armee bereitet sich wegen der erwarteten Massenproteste an der Gaza-Grenze auf eine Eskalation der Lage vor. Die Organisatoren der Proteste haben für Samstag zum "Eine-Million-Marsch" aufgerufen. Am 30. März jährt sich der Beginn der Demonstrationen am Grenzzaun, bei denen es häufig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten kam. Die Vereinten Nationen und die Bundesregierung forderten am Freitag beide Seiten zur Besonnenheit auf.

+++ 18.19 Uhr: Papst erlässt Gesetz gegen Kindesmissbrauch im Vatikan +++

 Im Kampf gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus ein umfassendes Gesetz für den Vatikanstaat erlassen. Es verpflichtet jeden, der von einem Missbrauchsfall erfährt, diesen sofort zu melden. Ansonsten drohen Geld- oder Haftstrafen. Die neuen Regeln sehen vor, dass Mitarbeiter, die Kinder missbrauchen, ihren Posten verlieren. Für die Taten gilt eine Verjährungsfrist von 20 Jahren, die erst mit dem 18. Lebensjahr des Opfers beginnt. Außerdem schreibt das Gesetz Präventionsschulungen für Mitarbeiter und Hilfsangebote für Opfer und ihre Angehörigen vor.

+++ 17.45 Uhr: Schlag gegen Drogenschmuggler in Spanien und Kolumbien +++ 

Ermittlern ist ein Schlag gegen Drogenhändler in Spanien und Kolumbien gelungen. Insgesamt seien bei einer zwischen Madrid und Bogotà koordinierten Operation 31 Verdächtige festgenommen worden, die meisten davon in Spanien. Das teilte die spanische Nationalpolizei mit. Ihnen würden neben Drogenschmuggel auch Mord, Raub und Betrug vorgeworfen. Die Einsatzkräfte hätten bereits vor rund einem Jahr begonnen, die Verdächtigen auf der Flucht ausfindig zu machen, und sie nun in einer gemeinsamen Aktion gefasst.

+++ 17.08 Uhr: Lebenslange Haft für 40-Jährigen in Prozess um Axtmord +++ 

Weil er eine 82-Jährige mit einer Axt ermordet haben soll, ist ein 40-Jähriger aus Hünxe in Nordrhein-Westfalen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Duisburg sprach ihn schuldig, der Frau im September 2018 mit einem Beil von hinten auf den Kopf geschlagen zu haben, wie das Gericht mitteilte. Die 82-Jährige war den Ermittlungen zufolge sofort tot. Vor der Tat hatte es laut Gericht zwischen den beiden Streit um Geld gegeben. Währenddessen habe sich der Mann entschlossen, die Frau zu töten, um sie anschließend zu bestehlen. Das Opfer habe nicht mit einem Angriff gerechnet - daher sei es ein Mord aus Heimtücke gewesen, urteilte das Gericht.

+++ 15.59 Uhr: Greta Thunberg fordert in Berlin ernsthaften Umgang mit Sorgen junger Menschen +++ 

Video: Fridays for Future - Schüler für den Klimaschutz

Bei einem Auftritt in Berlin hat die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg einen ernsthaften Umgang mit den Sorgen ihrer jugendlichen Mitstreiter eingefordert. "Die älteren Generationen haben dabei versagt, sich der größten Katastrophe zuzuwenden, der sich die Menschheit je gegenübersah", sagte die 16-Jährige vor tausenden Schülern und Studenten am Brandenburger Tor mit Blick auf den Klimawandel.  Sie ergänzte: "Wenn wir jetzt zu ihnen sagen, dass wir uns Sorgen um die Zivilisation machen, streicheln sie uns über den Kopf und sagen: Es wird alles gut, mach' Dir keine Sorgen... Aber wir müssen uns Sorgen machen." Es sei energisches Umsteuern nötig. "Wenn man sich in einer Krise befindet, dann verändert man sein Verhalten", sagte Thunberg. Bislang sei aber trotz Proteste von Jugendlichen weltweit noch nichts passiert. Diese seien jedoch nur "der Anfang vom Anfang".

Seit Wochen boykottieren junge Menschen in Deutschland und etlichen anderen Ländern weltweit einmal pro Woche den Unterricht, um gegen ausbleibende Klimaschutzmaßnahmen zu protestieren. In Berlin versammelten sich nach Angaben der Polizei vor Ort mehr als 20.000 Jugendliche gemeinsam mit Thunberg.

+++ 15.30 Uhr: Dreifachmord-Prozess: Psychiaterin hält Angeklagten für schuldfähig +++

Im Prozess um den Dreifachmord von Hille in Ostwestfalen hat eine Expertin den jüngeren der beiden Angeklagten für voll schuldfähig erklärt. Der Mann sei psychisch gesund, sagte die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh in dem Mordverfahren vor dem Landgericht Bielefeld.

Sie beschrieb den ehemaligen Zeitsoldaten Kevin R. als freundlich, höflich und angepasst. Seine bisherige Biografie weise keine Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung auf - im Gegenteil, er habe Schule und Ausbildung zum Elektroniker problemlos durchlaufen.

Kevin R. und der frühere Fremdenlegionär Jörg W. stehen wegen des Vorwurfs des Mordes aus Habgier vor Gericht. Sie sollen einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner getötet haben, um sich zu bereichern. Die drei Leichen waren vor rund einem Jahr verscharrt auf Höfen in Hille an der Landesgrenze zu Niedersachsen gefunden worden. Im Prozess haben sich die beiden Deutschen gegenseitig belastet.

+++ 14.42 Uhr: Mann attackiert in Jena Redner bei "Fridays for Future" +++

Ein 36-Jähriger soll am Freitag einen 17 Jahre alten Redner bei einer "Fridays for Future"-Demonstration in Jena angegriffen haben. Wie eine Polizeisprecherin sagte, ging der Mann auf den Jugendlichen zu, schlug ihm ins Gesicht und entriss ihm das Mikrofon. Danach habe er mehreren Jugendlichen, die dazwischengingen, ins Gesicht geschlagen. Der Polizei gegenüber soll der Mann angegeben haben, von der lauten Versammlung genervt gewesen zu sein. Wie schwer die Jugendlichen verletzt wurden, ist bislang unklar. Insgesamt hätten sich rund 40 Menschen an der Demonstration beteiligt. Ihren Ursprung haben die "Fridays For Future"-Aktionen für den Klimaschutz in Schweden.

+++ 14.27 Uhr: Schüler demonstrieren in Berlin - Greta Thunberg dabei +++

Mehr als 10.000 Schüler sind laut Polizei in Berlin für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. In die "Fridays For Future"-Demonstration reihte sich auch deren Gründerin, die Schwedin Greta Thunberg, ein. Ihre Rede bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde mit Spannung erwartet. Ursprünglich sollte die 16-Jährige gegen 13 Uhr sprechen. Zunächst traten Aktivisten aus mehreren europäischen Ländern auf. Sie riefen zum Kampf gegen den Klimawandel auf.

Ihren Ursprung haben die "Fridays For Future"-Aktionen in Schweden. Inzwischen ist daraus eine globale Bewegung geworden. Bundesweit wollten heute in über 20 Städten Menschen auf die Straße gehen. Thunberg, die schon in Hamburg mitdemonstriert hatte, bleibt bis Sonntag in Berlin. Morgen soll sie mit einer Goldenen Kamera geehrt werden. Der Sonderpreis Klimaschutz wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen.

Greta Thunberg in Hamburg

+++ 14.09 Uhr: Kopf einer Bande von Autodieben in Brandenburg festgenommen +++

Das Landeskriminalamt Brandenburg hat den Kopf einer international agierenden Bande von Autodieben festgenommen. Er soll mit sieben anderen Mitgliedern in Brandenburg und anderen Bundesländern rund 50 Fahrzeuge gestohlen und Teile davon weiterverkauft haben, wie das LKA und die Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder jetzt mitteilten. Der Mann wurde demnach bereits im August 2018 festgenommen. Die Ermittler konnten ihm bislang 22 Diebstähle im Wert von anderthalb Millionen Euro nachweisen. Seit seiner Festnahme seien im Bereich Brandenburg weniger hochwertige Autos gestohlen worden. Die Gruppe stahl vor allem Luxussutos, die zum Starten keinen Schlüssel benötigen, sondern über einen Knopf gestartet werden können und brachte sie nach Polen.

+++ 13.28 Uhr: Mehr als eine Stunde im Kreisverkehr unterwegs - Mann festgenommen +++

Die Irrfahrt eines Autofahrers hat einen größeren Polizeieinsatz in der Essener Innenstadt ausgelöst. Der Mann soll mehr als eine Stunde lang und zu schnell in einem Kreisverkehr unterwegs gewesen sein. Zeugen hätten berichtet, dass er auch durch eine Fußgängerzone gefahren ist, sagte ein Polizeisprecher. Nach bisherigen Erkenntnissen sei niemand verletzt worden. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den Mann schließlich fest, als er parkte.  

Die Beamten verfolgten den Fahrer in seinem Opel Astra mit "vielen Einsatzkräften", wie die Polizei mitteilte. Auch ein Hubschrauber sei zur Unterstützung gerufen worden. "Die Hintergründe zum Sachverhalt sind noch unklar. Wir ermitteln in alle Richtungen. Bitte verbreiten Sie keine Gerüchte oder Spekulationen", twitterte die Polizei.

+++ 13.12 Uhr: 23 Grad und Sonne satt - Frühlingswochenende wie aus dem Bilderbuch +++

Deutschland steht ein Wochenende mit richtig viel Sonnenschein bevor. Vor allem im Südwesten locken dabei nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes Temperaturen von bis zu 23 Grad ins Freie. Nur im Norden bleibt es wolkig und mit 13 bis 17 Grad etwas kühler. Der Samstag "wird in vielen Regionen ein Frühlingstag wie er im Buche steht", kündigte ein DWD-Meteorologe in Offenbach an. Zum Vergleich: Im letzten Jahr mit seinem Jahrhundertsommer lagen Ende März im Nordosten Deutschlands und auf den Ostseeinseln noch bis zu 16 Zentimeter Schnee. Selbst im klimatisch günstigen Frankfurt am Main wurden am 30. März 2018 nur 13,6 Grad gemessen. "Der Frühling hat in diesem Jahr sehr zeitig losgelegt", sagte der Wetterforscher.

+++ 13.10 Uhr: Schröder-Kim: "Ich bin nicht das Anhängsel des Altkanzlers" +++

Die Ehefrau von Altbundeskanzler Gerhard Schröder, Soyeon Schröder-Kim, legt Wert auf eine eigenständige berufliche Rolle an der Seite ihres Mannes. "Mein Mann und ich führen eine Beziehung auf Augenhöhe", sagte Schröder-Kim der "Rheinischen Post". "Ich bin nicht die Kanzlergattin, ich bin nicht das Anhängsel des Altkanzlers." Mit der selbstbewussten Art ihres Manns komme sie gut klar. "Das ist kein Problem, wir ticken gleich und sind charakterlich auf einer Wellenlänge", sagte Schröder-Kim. Dass ihr Mann der prominente Altkanzler sei, spiele für sie keine besondere Rolle. "Ich bin seit meinem Studium eine selbstbestimmte, unabhängige Frau, ich habe mich nie von einem Mann abhängig gemacht - warum auch?"

+++ 13.01 Uhr: Polizei korrigiert Angaben: 17 Leichtverletzte bei Schulbusunfall in Garbsen +++

Bei einem Schulbusunfall in Garbsen in Niedersachsen sind 17 Menschen leicht verletzt worden. Wie die Polizei in Hannover mitteilte, bestätigten sich erste Meldungen über vier Schwerverletzte letztlich doch nicht. Die entsprechenden Angaben wurden von den Beamten korrigiert. Demnach kollidierte ein Auto in der Gemeinde bei Hannover beim Überholen eines anderen Fahrzeugs frontal mit dem entgegenkommenden Schulbus. Insgesamt befanden sich rund 30 Insassen in dem Bus, vor allem Schüler. Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.

+++ 12.49 Uhr: Scheuer muss Umwelthilfe im Dieselskandal Akteneinsicht gewähren +++

Das Bundesverkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) muss der Deutschen Umwelthilfe Einsicht in Akten zum Dieselskandal gewähren. Die Entscheidung gab das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bekannt. Verhandelt wurden zwei Berufungsverfahren zu Klagen der DUH gegen das Ministerium. Beide Berufungen wies das Gericht nun zurück mit der Begründung, dass die Information der Öffentlichkeit wichtiger sei als das Geheimhaltungsinteresse.

Im ersten Verfahren hatte der Verband nach eigenen Angaben seit Juli 2016 verlangt, Unterlagen aus der Untersuchungskommission Volkswagen einsehen zu dürfen, die das BMVI eingesetzt hatte. Die Kommission führte ab Herbst 2015 unter anderem mit Vertretern von Volkswagen Klärungsgespräche, um zu untersuchen, ob der Autohersteller bewusst Umweltstandards umging. Im anderen Verfahren geht es um Dokumente ebenfalls aus dem Jahr 2015, die laut DUH beweisen sollen, dass Volkswagen gegenüber dem BMVI gefälschte CO2-Werte bei Autos zugegeben habe.

+++ 12.37 Uhr: Luxushotel in französischen Alpen wegen Feuers evakuiert +++

Wegen eines heftigen Brandes ist in den französischen Alpen ein Luxushotel evakuiert worden. Das Feuer sei am Donnerstagabend auf dem Dach des "Four Seasons"-Hotel in Megève ausgebrochen, teilte die Feuerwehr mit. Etwa 180 Menschen hätten das im Chalet-Stil erbaute Gebäude verlassen müssen. Rund 70 Feuerwehrleute waren die Nacht über im Einsatz und brachten das Feuer schließlich am Freitagmorgen unter Kontrolle. Nach Angaben der Behörden war der Feueralarm in dem Hotel zunächst nicht aktiviert worden. Die rund 60 Gäste und 120 Mitarbeiter hätten sich aber bereits in Sicherheit gebracht, noch bevor die Feuerwehr eingetroffen sei. Die Gäste wurden in anderen Unterkünften untergebracht. Die Ursache des Brandes wurde noch untersucht.

+++ 12.05 Uhr: Kampf gegen Missbrauch: Papst erlässt Regeln für Vatikanstaat +++

Erstmals hat ein Papst umfassende Regeln für den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch für den Vatikanstaat aufgestellt. Der Vatikan veröffentlichte dazu insgesamt drei von Papst Franziskus unterzeichnete Dokumente - einen Erlass, ein Gesetz und einen Richtlinienkatalog. Unter anderem legt Franziskus fest, dass im Vatikan von Sommer an bereits der Verdacht auf Missbrauchsfälle unverzüglich angezeigt werden muss. Zudem sollten verurteilte Täter von ihren Posten entfernt werden, hieß es.

+++ 11.54 Uhr: Unbekannte entsorgen illegal 15 Tonnen Asbestplatten +++

Unbekannte Täter haben in Niedersachsen rund 15 Tonnen Asbestplatten illegal entsorgt. Das als krebserregend geltende Baumaterial sei auf einem Feldweg in der Nähe einer Mülldeponie abgeladen worden, teilte die Polizei mit. Vermutlich hätten die Unbekannten Entsorgungskosten sparen wollen, sagte ein Ermittler. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter wegen der Menge und des hohen Gewichts der Platten mit einem größeren Lastwagen unterwegs waren. Asbest wurde früher vielfach als Baumaterial verwendet. Weil es Krebs und andere Krankheiten auslösen kann, ist es in Deutschland seit 1993 und EU-weit seit 2005 verboten.

+++ 11.28 Uhr: Seoul: Nordkoreanische Raketenabschussbasis "fast vervollständigt" +++

Die Raketenabschussbasis Sohae in Nordkorea ist nach Erkenntnissen des südkoreanischen Geheimdienstes nach ihrem vorübergehenden Rückbau fast vollständig wiederhergestellt. Nordkorea habe bereits vor dem jüngsten Gipfeltreffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump mit dem Wiederaufbau der Anlage für Langstreckenraketen begonnen, berichtete der Abgeordnete Kim Min Ki nach einer Unterrichtung von Parlamentariern durch den Geheimdienst. Die Arbeiten stünden kurz vor dem Abschluss.

+++ 11.17 Uhr: Rätsel um angeschwemmte Garfield-Telefone gelöst  +++

Seit mehr als 30 Jahren werden Garfield-Telefone an Stränden der Bretagne angeschwemmt - nun haben französische Umweltschützer die Ursache für dieses mysteriöse Phänomen geklärt. Sie fanden Überreste eines Schiffscontainers in einer Grotte im Meer, die Telefone in Form des Katers Garfield aus dem Comic des US-Zeichners Jim Davis enthalten. "Wir haben diese unglaubliche Felsspalte von 30 Metern Tiefe gefunden, und ganz unten sind Reste eines Containers", sagte Claire Simonin von dem Verein Ar Viltansoù, der Strände im äußersten Westen Frankreichs von Müll befreit. "Unseren Verein gibt es seit 18 Jahren, und seitdem finden wir bei fast jeder Strandreinigung Teile von Garfield-Telefonen."

Einer der Bewohner der Region hatte dem Verein kürzlich berichtet, er habe zu Beginn der 80er-Jahre als junger Mann einen Container mit Garfield-Telefonen entdeckt. In der Nähe der Gemeinde Plouarzel fanden die Umweltschützer daraufhin Reste des Containers in einer Grotte, die meistens unter Wasser steht. Es sei wegen der starken Gezeiten ein "sehr gefährlicher Ort", sagte Simonin. Von welchem Schiff der Container stammen könnte und ob womöglich noch weitere Telefone unter Wasser liegen, ist unklar.

+++ 11.11 Uhr: Keine abschließende Entscheidung zu Polizeikosten im Fußball +++

Video: Gebühr für Polizeikosten bei Hochrisikospielen grundsätzlich rechtmäßig

Das Bundesverwaltungsgericht hat im Streit um die Kosten für zusätzliche Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen im Fußball keine Entscheidung getroffen. Es verwies den Fall zurück an das Oberverwaltungsgericht Bremen. Das teilte der Vorsitzende Richter Wolfgang Bier in Leipzig mit.

+++ 11.08 Uhr: Österreichs "Identitären"-Chef wird US-Visum aberkannt  +++

Die USA haben dem Chef der österreichischen "Identitären", Martin Sellner, sein Langzeit-Visum aberkannt. Die US-Behörden hätten ihn darüber nach einem "Background-Check" informiert, sagte der 30-Jährige in Wien. Gegen die rechte  "Identitäre Bewegung", die unter anderem gegen "unkontrollierte Massenzuwanderung" ist, wird wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Der mutmaßliche Attentäter von Neuseeland, der in zwei Moscheen 50 Menschen erschossen haben soll, hatte der Organisation Anfang 2018 1500 Euro gespendet. Nicht zuletzt aufgrund dieser Verbindung prüft die österreichische Regierung auch ein Verbot der "Identitären". Sellner, dessen Verlobte in den USA lebt, kritisierte den Entzug des Visums.

In sozialen Medien wurde der Schritt so kommentiert: "Sehr lustig: Wenn es ihn selber trifft, ist der Kader der "Identitären" dann plötzlich doch nicht mehr für Grenzkontrollen und Einreiseverbot für Ausländer."

+++ 11.05 Uhr: Vier Schwerverletzte nach Unfall mit Schulbus in Garbsen +++

Bei dem Schulbusunfall heute früh in Garbsen in Niedersachsen sind nach neuesten Angaben vier Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei in Hannover mitteilte, befanden sich darunter zwei Schulkinder. Demnach kollidierte ein Auto in der Gemeinde bei Hannover beim Überholen eines anderen Fahrzeugs frontal mit dem entgegenkommenden Bus. Außerdem gab es noch weitere zwölf Leichtverletzte. Außer den beiden Kindern aus dem Bus wurden der 22-jährige Fahrer des Verursacherautos und dessen 18-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Bei einem der Kinder waren die Verletzungen laut Polizei besonders erheblich, Lebensgefahr bestand aber nicht. Insgesamt waren rund 30 Insassen in dem Bus. Die Ermittlungen zu dem Unfallhergang laufen.

+++ 10.50 Uhr: Auto war gar nicht gestohlen, sondern weggerollt +++

Die Suche nach einem angeblich gestohlenen Auto hat in Niedersachsen eine ungewöhnliche Wendung genommen. Kurz nach Mitternacht habe ein 49-Jähriger den Notruf gewählt und den Diebstahl seines Fahrzeugs auf einem Rastplatz gemeldet, teilte die Autobahnpolizei Hildesheim mit. Als ein Streifenwagen schon auf der Anfahrt war, rief der Mann erneut an und berichtete, er habe seinen Wagen beschädigt gefunden. Schließlich kam heraus, dass der Mann nicht die Handbremse angezogen hatte. Deshalb war das geparkte Auto bei leichtem Gefälle einige Meter weitergerollt und gegen einen Betonpoller gestoßen. Am Wagen entstanden 2500 Euro Schaden.

+++ 10.34 Uhr: Fehlalarm löst Rettungseinsatz für Deutsche und Brasilianer in den Anden aus +++

Wegen eines Fehlalarms sind peruanische Rettungskräfte in den Anden einer Wandergruppe aus drei Deutschen und einem Brasilianer zu Hilfe geeilt. "Wir haben die drei deutschen Touristen und den Brasilianer im Gebirgszug Huayhuash aufgespürt, wo sie eine Wanderung gemacht haben", sagte Yober Morales von der Polizei von Alta Montaña in der westlichen Region Áncash. Der Brasilianer habe dann eingeräumt, dass er versehentlich ein Notsignal abgesetzt habe. Sein Handy hatte das Signal an die brasilianische Botschaft in Lima geschickt.

Weil sie eine lebensbedrohliche Situation befürchtete, wandte die Auslandsvertretung sich an die peruanische Polizei und bat um Hilfe. Vor Ort hätten die Rettungskräfte festgestellt, dass die vier Touristen wohlauf seien. Die Deutschen hätten ihre Wanderung fortgesetzt, der 29-jährige Brasilianer habe die Berge verlassen.

+++ 10.23 Uhr: Tausende Schüler zu Klimastreik mit Thunberg in Berlin zusammengekommen +++

Vor dem Auftritt der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg sind in Berlin tausende Schüler zum sogenannten Klimastreik zusammengekommen. Sie versammelten sich am Vormittag im Invalidenpark nahe dem Bundeswirtschaftsministerium, um von dort zum Brandenburger Tor zu ziehen. Dort soll die 16-jährige Thunberg am Mittag zu den Demonstranten der Bewegung Fridays for Future sprechen.

Thunberg begann im Sommer 2018, vor dem Parlamentsgebäude in Stockholm für besseren Klimaschutz zu protestieren. Mit Reden bei internationalen politischen Konferenzen erlangte sie weltweite Bekanntheit. Neben Berliner Schülern streiken am Freitag auch wieder Jugendliche in zahlreichen weiteren Städten. Thunberg will nach dem Streik das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung besuchen. Zudem erhält sie am Samstag in Berlin einen Sonderpreis Klimaschutz bei der Verleihung der Goldenen Kamera.

+++ 9.36 Uhr: Junger Mann aus Niedersachsen stellt sich nach Bedrohung von Mädchen mit Pistole +++

Nach einem Vorfall im niedersächsischen Groß-Buchholz, bei dem ein Mann ein zehnjähriges Mädchen zum Mitgehen hinter ein Gebäude zwang, hat sich der Verdächtige gestellt. Der 23-Jährige habe sich in Begleitung eines Rechtsanwalts am Donnerstag gestellt, teilte die Polizei in Hannover jetzt mit. Er befinde sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Ermittlungen liefen weiter.

Dem Mann werden Bedrohung und Nötigung vorgeworfen. Er hatte das Mädchen laut Polizei am Freitag angesprochen und aufgefordert, ihn hinter ein Gebäude zu begleiten. Dabei drohte er mit einer Pistole, die er bei sich trug. Das verängstigte Mädchen alarmiert per Handy seine Mutter. Als diese vor Ort erschien, bedrohte der Täter sie mit der Pistole, die er aus einer Brötchentüte zog. Dann floh er.

+++ 9.13 Uhr: Linke will Bundestagsdebatte über Ausweisung von US-Botschafter Grenell +++

Die Linke will im Bundestag über eine Ausweisung des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, abstimmen lassen. Dieser mische sich "aktiv in die Gestaltung der außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland ein", heißt es in einem Antrag der Fraktion für das Parlament, aus dem die "Bild"-Zeitung zitiert. Daher solle Grenell zur Persona non grata erklärt werden.

Als Beispiele für eine Einmischung Grenells nennt das Papier demnach die Äußerungen des Botschafters zum Pipeline-Projekt Nord Stream 2, zum deutschen Umgang mit dem chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei und zu Geschäften deutscher Firmen mit dem Iran. In der vergangenen Woche hatte bereits FDP-Vize Wolfgang Kubicki gefordert, Grenell zur unerwünschten Person zu erklären. Grenell hatte mit seinen Äußerungen in den vergangenen Monaten immer wieder den Unmut deutscher Politiker auf sich gezogen. Würde er zur Persona non grata erklärt, müsste er Deutschland innerhalb einer bestimmten Frist verlassen.  

+++ 9.08 Uhr: Junger Mann an Bahnübergang in NRW von ICE getötet +++

Ein 20-Jähriger ist am Donnerstagabend in Nordrhein-Westfalen an einem Bahnübergang von einem durchfahrenden ICE erfasst und getötet worden. Der junge Mann habe die Gleise in Wesel bei geschlossenen Halbschranken überqueren wollen, wie die Polizei in Wesel heute mitteilte. Der Lokführer sowie vier Zeugen des Geschehens erlitten einen Schock und mussten betreut werden. Die etwa hundert Fahrgäste in dem ICE blieben unverletzt. Die Bahnstrecke zwischen Oberhausen und Emmerich war für zwei Stunden gesperrt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang liefen.

+++ 8.55 Uhr: 36-Jährige in Thüringen bei Unfall mit Geisterfahrer getötet  +++

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer ist auf der Autobahn 73 in Thüringen eine 36-jährige Frau ums Leben gekommen. Wie die Autobahnpolizei in Hermsdorf mitteilte, fuhr bei Schleusingen ein 67-Jähriger zunächst in die richtige Richtung auf die Autobahn auf. Dort wendete er allerdings seinen Wagen. Ein Fahrer wich dem Mann aus und verunglückte, wobei es aber bei Blechschaden blieb. Wenig später fuhr der Falschfahrer frontal in das Auto der 36-Jährigen. Beide wurden eingeklemmt und von der Feuerwehr befreit. Sie kamen schwer verletzt ins Krankenhaus, wo die Frau ihren Verletzungen erlag.

+++ 8.41 Uhr: Drei von vier Deutschen wollen an Europawahl teilnehmen +++

Etwa drei Viertel der Deutschen wollen an der Europawahl teilnehmen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Kantar Emnid für den "Focus" gaben 73 Prozent der Teilnehmer an, bei der Abstimmung am 26. Mai mitmachen zu wollen. 20 Prozent kündigten an, nicht teilzunehmen. Dass tatsächlich fast drei von vier Deutschen zu Wahl gehen, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Bei der Europawahl 2014 hatten lediglich 48,1 Prozent der Wahlberechtigten hierzulande abgestimmt, in den drei vorangegangenen Wahlgängen war die Beteiligung noch niedriger.

"Ska" Keller (l.) will für die Grünen ins EU-Parlament, Jörg Meuthen (M.) für die AfD und Katarina Barley (r.) für die SPD

+++ 8.33 Uhr: Bus mit Schülern verunglückt: Mindestens ein Schwerverletzter +++

Ein Bus mit Schulkindern und ein Auto sind in Garbsen bei Hannover zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurde mindestens ein Mensch schwer verletzt. "Wir gehen von weiteren Schwerverletzten und Leichtverletzten aus", sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Der Unfall geschah kurz vor Schulbeginn. Die Ursache für den Zusammenstoß ist noch unbekannt. An der Rettungsstelle waren zahlreiche Helfer im Einsatz.

+++ 8.07 Uhr: US-Supreme-Court gewährt Todeskandidat Aufschub aus religiösen Gründen +++

Das Oberste US-Gericht hat einem Todeskandidaten aus religiösen Gründen in letzter Minute einen Aufschub seiner Hinrichtung gewährt. Die für den selben Tag geplante Exekution von Patrick Murphy müsse aufgeschoben werden, damit ein buddhistischer Mönch dabei sein könne, entschied der Supreme Court. Wegen der Religionsgleichheit sei es nicht hinzunehmen, dass in Texas zwar christliche und muslimische Geistliche Exekutionen begleiten könnten, aber keine Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaft. Murphy war laut seinen Anwälten vor zehn Jahren im Gefängnis zum Buddhismus konvertiert. Der 57-Jährige sei überzeugt, dass sein "spiritueller Berater" bei der Exekution anwesend sein müsse, damit ihm die Wiedergeburt ermöglicht werde.

Murphy ist eines der letzten überlebenden Mitglieder der berüchtigten "Texas Seven": sieben Schwerverbrecher die im Dezember 2000 aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Texas ausbrachen. Auf ihrer Flucht begingen die "Texas Seven" zahlreiche Raubüberfälle. An Heiligabend überfielen sie einen Laden in Dallas, wo sie von einem Polizisten gestellt wurden. Sie töteten ihn mit elf Schüssen. Sechs Wochen nach ihrem Ausbruch wurden sie schließlich gefasst. Einer der Ausbrecher beging bei der Festnahme Suizid. Die übrigen wurden wegen des Mordes an dem Polizisten zum Tode verurteilt. Vier der Männer wurden bereits hingerichtet.

+++ 7.21 Uhr: Touristen wollen mit 360 Kilo Kokain an Bord von Kreuzfahrtschiff +++

Die brasilianische Polizei hat 16 Verdächtige festgenommen, die sich mit 360 Kilo Kokain für eine Kreuzfahrt nach Europa einschiffen wollten. Jeder der Touristen aus Frankreich, Belgien und Brasilien hatte zwischen 16 und 19 Kilo Kokain im Koffer, wie die Polizei berichtete. Offensichtlich hätten sie koordiniert gehandelt.

Die Verdächtigen wollten am Hafen von Santos nahe São Paulo ein Kreuzfahrtschiff besteigen, das auf eine Reise nach Europa mit Zwischenstopps in mehreren weiteren brasilianischen Häfen gehen sollte. Laut der Zeitung "O Estado de São Paulo" handelt es sich um acht Frauen und acht Männer im Alter von unter 30 Jahren. Der Hafen von Santos ist der größte in Lateinamerika. Regelmäßig machen die Behörden dort größere Drogenfunde. Im vergangenen Jahr wurden dort insgesamt 23 Tonnen Kokain beschlagnahmt.

+++ 6.48 Uhr: Junge Sumatra-Tiger im Zoo von Sydney vorgestellt +++

Drei seltene junge Sumatra-Tiger sind in Sydney erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die zwei Mädchen Mawar und Tengah Malam sowie ihr Bruder Pemanah durften erstmals hinaus ins Freigehege im Taronga-Zoo der australischen Metropole. Ihrer Mutter Kartika werde es nun sehr viel schwerer fallen, die Jungtiere im Zaum zu halten, sagte Tierpflegerin Louise Gilman über die neuen Entfaltungsmöglichkeiten der Geschwister. Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht. Nur noch 350 von ihnen leben in freier Wildbahn in Waldgebieten auf der indonesischen Insel Sumatra. Ihr Lebensraum wird durch Rodungen für Palmöl-Plantagen und Wilderei zerstört. Die Geburt der drei Tiger am 17. Januar sei "ein wundervoller Erfolg für den Erhalt dieser bedrohten Art", sagte Ginman. 

+++ 6.07 Uhr: Philippinische Journalistin Ressa erneut festgenommen +++ 

Die philippinische Journalistin Maria Ressa ist sechs Wochen nach ihrer Freilassung erneut festgenommen worden. "Ich werde wie eine Kriminelle behandelt, obwohl mein einziges Verbrechen ist, eine unabhängige Journalistin zu sein", sagte Ressa Reportern vor ihrer Festnahme am Flughafen in Manila, wo sie kurz zuvor nach einer Auslandsreise gelandet war. Die Chefin des Nachrichtenportals "Rappler" ist eine Kritikerin von Präsident Rodrigo Duterte. Ressa wurde in Gewahrsam genommen, weil sie ihren Namen dafür hergegeben haben soll, ein philippinisches Gesetz zu umgehen, das Ausländern verbietet, Medienunternehmen zu besitzen. Der Vorwurf bezieht sich auf eine Investition aus dem Jahr 2015.

Bereits im Februar hatte die 55-jährige Journalistin eine Nacht in Untersuchungshaft verbracht, bevor sie gegen Kaution freikam. Die Behörden warfen "Rappler" und Ressa Steuerbetrug und Verleumdung vor. Dafür drohen der Journalistin zwölf Jahre Gefängnis. Kritiker halten die Vorwürfe für politisch motiviert. Die Regierung weist dies zurück.

+++ 4.53 Uhr: Trump und Moon planen Treffen zu Nordkorea im April +++ 

US-Präsident Donald Trump empfängt am 10. April seinen südkoreanischen Kollegen Moon Jae In zu Gesprächen in Washington. Bei dem Treffen würden die beiden Staatschef "eingehend" über die "Errichtung einer Friedensordnung auf der koreanischen Halbinsel durch vollständige Denuklearisierung" sprechen, erklärte die Regierung in Seoul. Für den Besuch sind demnach zwei Tage eingeplant.

Nord- und Südkorea hatten sich im vergangenen Jahr angenähert; Präsident Moon hatte zudem großen Einfluss dabei, den Gesprächsprozess zwischen seinem Verbündeten USA und dem atomar bewaffneten und mit schweren Sanktionen belegten Nordkorea in Gang zu bringen. Bei dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Februar in Vietnam war aber erneut keine Einigung über Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas erzielt worden.

+++ 3.36 Uhr: LKA nimmt Tatverdächtige nach Raub von Goldsalz fest +++ 

Ermittler des Landeskriminalamts in Sachsen-Anhalt haben zwölf Kilogramm Goldsalz auf einem Parkplatz bei Könnern sichergestellt und zwei Tatverdächtige festgenommen. Ein 32-jährige Mann aus Halle habe das Goldsalz einem vermeintlichen Käufer übergeben wollen, teilten das LKA und die Staatsanwaltschaft Halle (Saale) mit. Mit ihm wurde ein 26-Jähriger aus Halle festgenommen. Das Goldsalz war Anfang Februar bei der Firma CRI Catalyst in Leuna gestohlen worden. Das Unternehmen nutzt das Pulver für die Herstellung von Katalysatoren für die chemische Produktion. Nach Behördenangaben hätte aus den zwölf Kilogramm Goldsalz rund sechs Kilogramm Gold im Wert von etwa 225.000 Euro gewonnen werden können.

Nach bisherigen Ermittlungen sei der 32-Jähriger zur Tatzeit bei CRI Catalyst beschäftigt gewesen, hieß es. Zu den genaueren Umständen des Diebstahls laufen die Untersuchungen.

+++ 3.03 Uhr: Flughafen Sydney wegen Rauchs im Tower geschlossen +++ 

Wegen Rauchs in der Flugleitzentrale ist der internationale Flughafen von Australiens größter Stadt Sydney geschlossen worden. Alle Starts und Landungen wurden wegen des Notfalls im Tower bis auf Weiteres gestoppt, wie die Behörden mitteilten. Alle Mitarbeiter mussten das Tower-Gebäude verlassen. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Fluglinie Virgin Australia bestätigte auf Twitter, dass keine ihre Maschinen Sydney anfliegen oder den Flughafen verlassen dürfe.

+++ 3.01 Uhr: Gewerkschaft UFO droht Lufthansa mit Streik in den Sommerferien +++ 

Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat der Lufthansa für den Sommer mit Streiks gedroht. Sollte sich die "totale Verweigerungshaltung der Lufthansa" bis zum 30. Juni nicht "deutlich verbessert" haben, laufe alles auf einen "massiven Streik des Kabinenpersonals" hinaus, sagte UFO-Chef Nicoley Baublies dem Nachrichtenmagazin "Focus". Demnach könnte es auch schon vorher Warnstreiks geben.

Lufthansa verweigert derzeit Tarifverhandlungen mit der UFO, weil das Unternehmen an der Rechtmäßigkeit des Vorstandes zweifelt. Die Fluggesellschaft hält baldige Streiks jedoch für unwahrscheinlich, weil bei Uneinigkeit eine Schlichtung vorgesehen sei.

+++ 1.59 Uhr: Todesstrafe für Schwule in Brunei: Clooney ruft zum Hotel-Boykott auf +++ 

Hollywoodstar George Clooney hat wegen der Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle in Brunei zu einem Boykott von Luxushotels im Besitz des herrschenden Sultans Hassanal Bolkiah aufgerufen. In einer Gastkolumne für das Filmportal "Deadline.com" listete der Oscar-Preisträger neun Luxusherbergen in England, Frankreich, Italien und Kalifornien auf, die der Brunei Investment Agency gehören - darunter das vornehme Beverly Hills Hotel in Los Angeles. Mit jedem Besuch dieser Hotels würde man dazu beitragen, die Ermordung unschuldiger Menschen zu finanzieren, mahnte Clooney. Der 57-Jährige verwies auf die bevorstehende Verschärfung des Scharia-Strafrechts in dem Sultanat. Wenn Homosexuelle Sex miteinander haben, droht ihnen vom 3. April an, dass sie wie im Mittelalter zu Tode gesteinigt werden. Bislang stehen auf homosexuelle Beziehungen bis zu zehn Jahre Haft.

Der Sultan sei einer der reichsten Männer der Welt, schreibt Clooney. Mörderische Regime könne man kaum ändern, aber man könne Banken und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, an den Pranger stellen. Clooney räumte zugleich ein, dass er selbst unwissentlich - ohne seine "Hausaufgaben" gemacht zu haben - in einigen dieser Luxushotels abgestiegen sei.

+++ 1.03 Uhr: Neuseeland würdigt Opfer des Christchurch-Anschlags +++ 

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat Neuseeland mit einer nationalen Gedenkfeier die 50 Opfer gewürdigt. Tausende Menschen nahmen an der Zeremonie in einem Park in Christchurch teil, unter ihnen Regierungschefin Jacinda Ardern, ihr australischer Kollege Scott Morrison und Vertreter 58 anderer Länder. "Rassismus existiert, aber er ist hier nicht willkommen", sagte Ardern in ihrer Ansprache. Das gleiche gelte für Gewalt, Extremismus und Angriffe auf die Religionsfreiheit. Der Sänger Yusuf Islam führte seinen Song "Peace Train" (Friedenszug) auf. Der unter dem Namen Cat Stevens bekannte Star konvertierte in den siebziger Jahren zum Islam und nahm den Namen Yusuf Islam an.

Ein australischer Rechtsextremist hatte am 15. März zwei Moscheen in Christchurch angegriffen und 50 Menschen erschossen. Das Blutbad sorgte international für Entsetzen. 22 Verletzte werden nach wie vor in Krankenhäusern behandelt.

Video: Friede sei mit dir, Christchurch

+++ 0.25 Uhr: Mehr als die Hälfte der Deutschen findet Inlandsflüge zu billig +++ 

55 Prozent der Deutschen finden die Preise für Inlandsflüge zu billig. Das sagten besonders häufig Frauen und Befragte über 50 Jahren, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage ergab, aus der die "Welt" zitiert. Die Bereitschaft, mehr zu zahlen, ist demnach da: Flugzeugnutzer würden laut der Umfrage auch bei höheren Ticketpreisen den Flieger wählen. Nur jeder siebte Befragte würde auf den Flug verzichten, wenn kein Billigangebot mehr verfügbar ist, wie die Umfrage weiter ergab. In Auftrag gab sie das Beratungsunternehmen Porsche Consulting.

"Anbieter von Billigflügen sind an ihre Grenzen gekommen. Bei derart niedrigen Preisen können sie einen verlässlichen Service gar nicht mehr garantieren", sagte Joachim Kirsch von Porsche Consulting der "Welt". Die Systeme an den Flughäfen stünden schon heute zu bestimmten Zeiten vor einem Infarkt. "Die Kunden wissen, dass sie bei einem extrem günstigen Preis Einschränkungen im Service in Kauf nehmen müssen."

+++ 0.05 Uhr: Facebook schränkt Wahlwerbung zur Europawahl ein +++ 

Facebook wird auch zur Europawahl politische Werbung unterbinden, die aus dem Ausland finanziert wird. Damit solle in den jeweiligen EU-Staaten eine ausländische Einflussnahme auf die Abstimmung verhindert werden, teilte das Online-Netzwerk mit. So könne beispielsweise für einen Kandidaten aus Dänemark keine Wahlwerbung aus Italien, Russland oder den USA geschaltet werden. Außerdem werde bei allen Formen der politischen Werbung die Transparenz erhöht, kündigte Facebook-Manager Richard Allen in einem Blogeintrag an. Mit beiden Maßnahmen wolle man die Integrität der Wahlen schützen.

+++ 0.02 Uhr: Rüstungsembargo gegen Saudi-Arabien um sechs Monate verlängert +++

Video: Regierung verlängert Rüstungsmoratorium für Saudi-Arabien

 

Die große Koalition hat eine Einigung im Streit um Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien erzielt. Der Lieferstopp werde um sechs Monate bis Ende September verlängert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. In diesem Zeitraum würden grundsätzlich auch keine Neuanträge genehmigt. Die Bundesregierung hatte im Herbst als Reaktion auf die Ermordung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi entschieden, vorerst keine Rüstungsgüter mehr an Riad zu liefern. Die bisherige Regelung galt bis Ende März. Am Mittwoch waren die Beratungen der zuständigen Regierungsmitglieder im Bundessicherheitsrat noch ohne Ergebnis geblieben.

np/ rw / DPA / AFP