VG-Wort Pixel

News vom Wochenende Präsident Ghani ist offenbar aus Afghanistan geflohen

Präsident Aschraf Ghani flieht vor der Übermacht der Taliban
Präsident Aschraf Ghani flieht vor der Übermacht der Taliban
© Sajjad Hussain / AFP
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

17.56 Uhr: Ausschreitungen bei Protest von Impfgegnern in Los Angeles

Bei einer Demonstration von Impfgegnern in Los Angeles und einem Gegenprotest ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Nach Mitteilung der Polizei wurde bei dem Event am Samstag vor dem Rathaus der Millionenstadt ein Mann mit einem Messer verletzt. Zu Festnahmen kam es zunächst nicht. Die Untersuchung dauere noch an, hieß es. Mehrere Hundert Impfgegner forderten in Sprechchören "medizinische Freiheit", viele schwenkten US-Fahnen und trugen Pro-Donald-Trump-Schilder. Nach Medienberichten waren Anhänger der rechtsradikalen Gruppe "Proud Boys" beteiligt. Ein Reporter teilte der Polizei und auf Twitter mit, er sei tätlich angegriffen worden.

17.05 Uhr: Zahl der Erdbebenopfer in Haiti steigt auf mehr als 700

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 700 gestiegen. Bislang seien 724 Leichen geborgen worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Sonntag mit. Hunderte weitere Menschen werden noch vermisst, mehr als 2800 Menschen wurden bei dem Erdstoß der Stärke 7,2 am Samstag verletzt.

16.26 Uhr: Präsident Ghani ist offenbar aus Afghanistan geflohen

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani ist nach Angaben seines früheren Stellvertreters angesichts des weiteren Vormarschs der Taliban ins Ausland geflohen. "Der frühere afghanische Präsident hat die Nation verlassen", sagte der Vorsitzende des afghanischen Friedensrats, Abdullah Abdullah, in einem auf seiner Seite im Onlinenetzwerk Facebook veröffentlichten Video. Zuvor waren die radikalislamischen Taliban nach einer Blitz-Offensive quer durch das Land bis an den Rand der Hauptstadt Kabul vorgerückt. Nach Angaben eines Taliban-Sprechers erhielten die islamistischen Kämpfer Anweisung, vor den Toren der Stadt Halt zu machen, während Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal eine "friedliche Machtübergabe" an eine "Übergangsregierung" zusagte. Die USA und Deutschland räumten ihre Botschaften in Kabul und brachten ihre Mitarbeiter an den Flughafen, von wo sie so schnell wie möglich ausgeflogen werden sollen.

15.30 Uhr: Erstmals geimpfter Covid-Patient ohne Vorerkrankungen in Griechenland gestorben

Zum ersten Mal ist in Griechenland ein Patient an Covid-19 gestorben, obwohl er vollständig geimpft war und keinerlei Vorerkrankungen hatte. Der Mann habe vor seiner Erkrankung keine gesundheitliche Probleme gehabt und alle Corona-Vorsichtsmaßnahmen befolgt, auch seine Frau und seine Kinder seien geimpft, sagte der Leiter der Intensivstation im Papanikolaou-Krankenhaus von Thessaloniki, Nikos Kapravelos, am Sonntag dem Sender Open TV. Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Toten um einen 70-jährigen Zahnarzt. Nach Angaben von Kapravelos ist es der erste derartige Fall unter den bislang mehr als 13.200 Corona-Toten in Griechenland.

15:24 Uhr: Landendes Flugzeug im Kongo stößt mit Motorrad zusammen

Ein leichtsinniger Motorradfahrer hat in der Demokratischen Republik Kongo eine Flugzeugpanne verursacht: Nach Angaben des Verkehrsministeriums des zentralafrikanischen Landes überquerte der Motorradfahrer die Landebahn des Flughafens der Stadt Lubumbashi, als dort gerade ein Flugzeug landete. Die Maschine der Airline Congo Airways streifte den Mann, der einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge mit  Schürfwunden davonkam.

15.08 Uhr: Personal der deutschen Botschaft an Flughafen Kabul verlegt

Deutschland hat seine Botschaft in Afghanistan wegen des Vorrückens der Taliban auf Kabul geschlossen und das Personal zum militärischen Teil des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt verlegt. Das teilte Außenminister Heiko Maas (SPD)  auf Twitter mit. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort inzwischen eingetroffen und stellen ihre Arbeitsfähigkeit her", erklärte Maas.

Für den Nachmittag habe er erneut den Krisenstab der Bundesregierung einberufen. Es gehe darum, "Sofortmaßnahmen zur Sicherung und zur Ausreise deutscher Bediensteter und weiterer gefährdeter Personen aus Afghanistan auf den Weg zu bringen".

14.31 Uhr: Südafrikas inhaftierter Ex-Präsident Zuma operiert

Südafrikas inhaftierter Ex-Präsident Jacob Zuma ist operiert worden und bleibt zunächst weiter im Krankenhaus. Zuma habe sich am Samstag "einem chirurgischen Eingriff unterzogen", erklärten die südafrikanischen Strafvollzugsbehörden. Weitere Eingriffe sollten in den kommenden Tagen folgen. Ein Termin für seine Rückkehr ins Gefängnis stehe noch nicht fest.

Der 79-Jährige war vor einigen Tagen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Genauere Angaben zum Leiden des Ex-Präsidenten machten die Behörden nicht.

14.30 Uhr: Ex-Staatskanzleichef Losse-Müller wird Spitzenkandidat der Nord-SPD

Der ehemalige Kieler Staatskanzleichef Thomas Losse-Müller soll Spitzenkandidat der SPD zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 8. Mai nächsten Jahres werden. Das teilte die Landesvorsitzende Serpil Midyatli offiziell in Kiel mit. Der 48-Jährige war erst im vergangenen Jahr von den Grünen zur SPD gewechselt.

Losse-Müller war in der Regierung von SPD, Grünen und SSW zunächst von 2012 bis 2014 Finanzstaatssekretär und dann von 2014 bis 2017 Staatskanzleichef. Nach der Wahl 2014 schied er aus der Landespolitik aus und arbeitet seitdem in einem Beratungsunternehmen. Zunächst galt die Landes- und Fraktionsvorsitzende Midyatli (46) selbst als Favoritin für die Spitzenkandidatur. Der Landesvorstand habe einstimmig für Losse-Müller votiert, sagte sie.

14.27 Uhr: Auswärtiges Amt: Deutsche Botschaft in Kabul ist geschlossen

Deutschland hat wegen des Vorrückens der Taliban auf Kabul seine Botschaft in der afghanischen Hauptstadt geschlossen. Das teilte das Auswärtige Amt am Sonntag mit. Die Sicherheitslage habe sich drastisch verschlechtert, hieß es in einer Reisewarnung. Deutsche Staatsangehörige werden aufgefordert, Afghanistan zu verlassen.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wurde die Botschaft bereits evakuiert. Nach ersten Meldungen über das Eindringen von Taliban-Einheiten in die Stadt seien die etwa 20 Botschaftsangehörigen und die Bundespolizisten, die zum Schutz der diplomatischen Vertretung abgestellt sind, aus Sicherheitsgründen zum militärisch gesicherten Flughafen gebracht worden.

14.19 Uhr: Absoluter Hitze-Rekord für Spanien gemessen

In Spanien ist ein neuer absoluter Hitze-Rekord für das Land gemessen worden: In der Kleinstadt Montoro in der andalusischen Provinz Córdoba wurde am Samstag ein Wert von 47,4 Grad verzeichnet, wie die nationale Wetterbehörde Aemet mitteilte. Es handele sich um "die höchste jemals in Spanien registrierte Temperatur". 

Nach Angaben eines Behördensprechers handelte es sich jedoch um vorläufige Messdaten, die noch überprüft werden sollten. Der bisherige Hitze-Rekord in Spanien lag bei 47,3 Grad und war am 13. Juli 2017 ebenfalls in Montoro erzielt worden. 

13.59 Uhr: Betrunkener fährt jungen Mann in Bayern auf Rastplatz tot

Ein betrunkener Autofahrer ist im Bayerischen Wald in einen Rastplatz gerast und hat einen 24-jährigen Mann getötet. Nach Polizeiangaben war der 30-jährige Autofahrer auf einer Landstraße im Landkreis Freyung-Grafenau unterwegs. In einer leichten Rechtskurve kurz vor Schöfweg fuhr er mit hoher Geschwindigkeit geradeaus von der Fahrbahn ab, knallte auf dem Rastplatz "gegen mehrere Bänke und Tische aus Holz und Granit und stürzte dann einen Abhang hinunter. Der Pkw wurde hierbei total beschädigt."

Auf dem Rastplatz war ein junges Paar. "Der 24-jährige Mann wurde von umherfliegenden Teilen getroffen und so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. Die Freundin blieb unverletzt", teilte die Polizei weiter mit.

13.46 Uhr: Flug von Frankfurt nach Mexiko wegen Terror-Fehlalarms abgebrochen

Am Flughafen Frankfurt ist am Samstag der Start einer Lufthansa-Maschine nach Cancun in Mexiko abgebrochen worden, weil Passagiere einen geplanten Selbstmordanschlag vermuteten. Vier indische Fluggäste hätten trotz Verbots kurz vor dem Start noch Nachrichten auf dem Handy geschrieben, teilte die Bundespolizei mit. Andere Passagiere hätten die Nachrichten abfotografiert und mit einem Internet-Übersetzer ins Französische übertragen, wobei ein "fatales Missverständnis" entstanden sei. 

Demnach bestand der vermeintliche Verdacht, dass die vier Inder Selbstmordabsichten haben könnten. Dies habe die Mehrheit der Passagiere und die Besatzung sehr verunsichert, hieß es weiter, zumal die Männer nur kleines Handgepäck dabei gehabt hätten und verteilt im Flugzeug saßen. Das Flugzeug habe den Start abgebrochen und die Bundespolizei sei gerufen worden.

Diese habe die Maschine mit Sprengstoffspürhunden durchsucht, aber nichts Besonderes gefunden. Die vier indischen Passagiere seien vorläufig festgenommen worden, wobei einer Widerstand geleistet hätte. Bei der Vernehmung habe sich herausgestellt, dass sie offenbar mit gefälschten Papieren über Mexiko in die USA hätten einreisen wollen, teilte die Bundespolizei mit. 

13.35 Uhr: Bayern-Legende Gerd Müller ist tot

Fußball-Legende Gerd Müller ist tot. Der frühere Torjäger des FC Bayern und Ex-Nationalspieler sei "am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben", teilte der Rekordmeister aus München mit.

13.16 Uhr: Brände in Griechenland unter Kontrolle - Brandgefahr bleibt hoch

In Griechenland hat die Feuerwehr von Samstag auf Sonntag 53 neue Waldbrände gezählt. Allerdings wurden bis zum Sonntagmittag keine Feuer gemeldet, die vollständig außer Kontrolle geraten sind. Somit hat sich die Situation nach den gewaltigen Bränden der vergangenen 14 Tage weiter entspannt.

Zunehmend reisten internationale Helfer ab: Am Sonntag machte sich etwa ein Team rumänischer Feuerwehrleute auf den Heimweg. Viele Helfer blieben jedoch vor Ort, etwa deutsche Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk im Westen der Peloponnes. Die Region steht unter strenger Beobachtung, weil immer wieder kleinere Brände entstehen und gelöscht werden müssen.

12.48 Uhr: US-Medien: Evakuierung der US-Botschaft in Kabul gestartet

Die USA haben Medienberichten zufolge mit der Evakuierung der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul begonnen. Der Prozess sei "in vollem Gange" und solle bis spätestens Dienstagmorgen abgeschlossen sein, berichtete der Sender CNN  unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten US-Regierungsbeamten.

Zuvor hatte CNN gemeldet, dass Hubschrauber Mitarbeiter von der Botschaft zum Flughafen brächten. Auch die "New York Times" berichtete, die USA habe damit begonnen, diplomatische und zivile Mitarbeiter aus Kabul rauszubringen.

11.14 Uhr: Luxemburg verweigert russischem Sender RT Lizenz für deutschsprachigen Kanal

Luxemburg verweigert dem kremlnahen russischen Sender RT eine Sendelizenz für dessen deutschsprachiges Programm. Die Regierung des Großherzogtums erklärte sich für nicht zuständig, da der Sender vor allem in Deutschland aktiv sei. RT hatte im Juni eine Lizenz in Luxemburg beantragt, um deutsche Regelungen gegen staatliche ausländische Medien zu umgehen.

Die zuständige Regierungsabteilung sei zu dem Schluss gekommen, "dass Luxemburg nicht die zuständige Gerichtsbarkeit für 'RT auf Deutsch' ist, da die technischen Kriterien nicht erfüllt sind", erklärte das Büro von Regierungschef Xavier Bettel. "Da der Sender ein Büro in Deutschland hat und ein wesentlicher Teil der Mitarbeiter (...) in Deutschland tätig ist", seien die dortigen Behörden zuständig.

11.11 Uhr: Russland will Botschaft in Afghanistan vorerst nicht evakuieren

Trotz des Vormarschs der Taliban auf Kabul will Russland seine Botschaft in der afghanischen Hauptstadt vorerst nicht räumen. Eine Evakuierung sei nicht geplant, sagte der Afghanistan-Beauftragte des russischen Außenministeriums, Samir Kabulow, am Sonntag der Agentur Interfax. "Der Botschafter und unsere Mitarbeiter nehmen ihre Aufgaben in aller Ruhe wahr."

11.02 Uhr: Bundeswehr beginnt am Montag mit Evakuierung aus Kabul

Die Bundeswehr wird an diesem Montag mit der Evakuierung deutscher Staatsbürger und afghanischer Ortskräfte aus Kabul beginnen. Mehrere Transportmaschinen vom Typ A400M sollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in die afghanische Hauptstadt fliegen und die Menschen in Sicherheit bringen. Fallschirmjäger sollen den Einsatz absichern. Auch die "Bild"-Zeitung und der "Spiegel" hatten vom unmittelbar bevorstehenden Beginn der Evakuierungsaktion berichtet.

10.20 Uhr: Österreich will weiter nach Afghanistan abschieben

Im Gegensatz zu Deutschland oder Frankreich will Österreich die Abschiebungen nach Afghanistan nicht aussetzen. "Wir müssen so lange abschieben, wie es geht", bekräftigte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in der "Kleinen Zeitung". Österreich arbeite in Kooperation mit Afghanistan an einem Flug.

"Wenn ein solcher möglich wird, dann werden wir das auch tun. Und wenn das nicht gelingen sollte, müssen wir über Alternativen nachdenken", so der Minister. Es gelte, das Geschäft der Schlepper zu durchkreuzen und eine neue Fluchtbewegung Richtung Mitteleuropa zu verhindern.

10.19 Uhr: Mindestens 58 Todesopfer bei Überschwemmungen in Türkei

Bei den Überschwemmungen in der Nordtürkei ist die Zahl der Todesopfer auf 58 gestiegen. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst, sagte Innenminister Süleyman Soylu in der Stadt Kastamonu.

Heftige Regenfälle haben in den vergangenen Tagen zu den schlimmsten Überflutungen seit Jahren in der türkischen Schwarzmeerregion geführt. Ganze Häuser wurden von den Fluten mitgerissen und Brücken stürzten ein, wie auf Bildern zu sehen war. In den Provinzen Kastamonu, Sinop und Bartin wurden mehr als 2000 Menschen in Sicherheit gebracht.

10.15 Uhr: Taliban dringen in afghanische Hauptstadt Kabul ein

Die radikalislamischen Taliban sind in die afghanische Hauptstadt Kabul vorgedrungen. Bewohner von Außenbezirken der Hauptstadt sagten am Sonntagmorgen der Nachrichtenagentur AFP, Kämpfer der Islamisten seien in der Stadt. Ein Taliban-Sprecher erklärte hingegen, die Kämpfer hätten Anordnung, an den Toren der Stadt zu halten und nicht nach Kabul vorzudringen.

10.10:Lindner: Geimpfte und Genesene von Maskenpflicht befreien

FDP-Chef Christian Lindner fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Corona-Schutzmaske zu tragen. "Bei Geimpften und Genesenen halte ich die Maskenpflicht für überflüssig", sagte Lindner dem "Tagesspiegel". Von diesen Gruppen gehe keine Gefahr mehr aus. "Also sollte der Staat nicht zum Maskentragen verpflichten." Ausnahmen solle es nur noch bei "ganz wenige Gelegenheiten im öffentlichen Verkehr" geben, wo es aus praktischen Gesichtspunkten nicht möglich sei, sich von jedem einen Impfnachweis zeigen zu lassen.

8.00 Uhr: Autobahn-Gesellschaft: 3000 Autobahnbrücken in schlechtem Zustand

Die neue Autobahn-Gesellschaft des Bundes hat mehr Geld für die Sanierung maroder Autobahnbrücken angemahnt. "Rund 3000 Brücken weisen einen nicht ausreichenden und ungenügenden Zustand auf", sagte der Geschäftsführer der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, der "Welt am Sonntag". Das seien mehr als zehn Prozent der insgesamt etwa 27.000 Autobahnbrücken.

Die marode Infrastruktur zieht sich laut Krenz durch das ganze Land. "Die Einschätzung des Zustands der Brücken war bislang Ländersache – das wurde unterschiedlich gehandhabt", sagte er. Insgesamt gebe es ein Ost-West-Gefälle. Im Osten seien viele Brücken neuer, im Westen sei der Zustand oft schlechter.

7.45 Uhr: Acht Tote bei Busunfall in Ungarn

Bei einem schweren Busunfall sind in Ungarn acht Menschen ums Leben gekommen, weitere Reisende wurden verletzt. Wie die Polizei mitteilte, sei der mit ungarischen Fahrgästen besetzte Bus aus noch unklaren Gründen auf der Autobahn M7, die Budapest mit dem Plattensee verbindet, von der Straße abgekommen und zur Seite gekippt. Zwei Menschen seien schwer verletzt und 46 weitere leicht verletzt worden.

7.10 Uhr: Mehrere Tote bei starken Regenfällen in Japan

Bei den sintflutartigen Regenfällen in Japan sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, wurden zwei ältere Frauen in der Präfektur Nagano an einem Kanal gefunden und später für tot erklärt. In der Präfektur Nagasaki auf der schwer betroffenen südwestlichen Hauptinsel Kyushu war zuvor eine Frau bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. Ihr Mann und ihre Tochter galten als vermisst. Unterdessen wurden in der Präfektur Nagano acht Menschen aus einem Erdrutsch geborgen. Bei drei von ihnen, darunter zwei Kinder, sei "Herz- und Atemstillstand" diagnostiziert worden. Das ist eine in Japan übliche Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird.

7.04 Uhr: USA und Israel werden nun als Corona-Hochrisikogebiete geführt

Die USA und Israel gelten in Deutschland seit Sonntag als Corona-Hochrisikogebiete. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte die Einstufung wegen stark steigender Infektionszahlen in den beiden Ländern am Freitag angekündigt. Auch Montenegro, Kenia und Vietnam sowie Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien werden nun als Corona-Hochrisikogebiete geführt, was besondere Quarantäne-Vorschriften nach sich zieht. Die Türkei gilt ab Dienstag als Hochrisikogebiet.

Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene können die Quarantäne aber abwenden, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Genesenen- oder Impfnachweis an die deutschen Behörden übermitteln. Bei nachträglicher Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises oder eines Negativtests kann die Quarantäne verkürzt werden.

5.30 Uhr: Umfrage: Impfquote könnte bei Erwachsenen über 80 Prozent steigen

Der Anteil der vollständig gegen Corona geimpften Erwachsenen in Deutschland könnte einer Umfrage zufolge auf mehr als 80 Prozent steigen. In der repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 75 Prozent, dass sie schon mindestens einmal geimpft seien. Weitere 6 Prozent gaben an, sich noch impfen lassen zu wollen - zusammen sind das 81 Prozent. Noch im Mai lag diese Quote in einer vergleichbaren Umfrage nur bei 74 Prozent. Kurz vor Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden.

5.17 Uhr: Bewohner: Taliban nehmen mit Dschalalabad vorletzte große Stadt Afghanistans ein

Die radikalislamischen Taliban haben auch die ostafghanische Stadt Dschalalabad eingenommen. Die Hauptstadt der Provinz Nangarhar sei kampflos an die Taliban gegangen, sagten Bewohner von Dschalalabad am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP und bestätigten damit entsprechende Behauptungen der Taliban in Online-Netzwerken. Damit ist die Hauptstadt Kabul die letzte große Stadt des Landes, die nicht von der radikalislamischen Miliz kontrolliert wird.

5.00 Uhr: Studie: Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland nimmt kräftig zu

Der Ausstoß vom Treibhausgasen in Deutschland wird nach Berechnungen der Denkfabrik Agora Energiewende in diesem Jahr deutlich steigen. Die Emissionen dürften im Vergleich zu 2020 voraussichtlich um rund 47 Millionen Tonnen zulegen, heißt es in einer Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das sei der größte Anstieg seit 1990. Deshalb werde der Rückgang der Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 lediglich 37 Prozent betragen.

Im vergangenen Jahr lag der Ausstoß an Treibhausgasen mit rund 739 Millionen Tonnen 40,8 Prozent unter dem im Ausgangsjahr 1990. Deutschland hatte damit 2020 das Klimaziel eines Rückgangs um 40 Prozent erreicht. "Der vermeintliche Erfolg von 40 Prozent Emissionsminderung im letzten Jahr war kein wirksamer Klimaschutz, sondern eine Eintagsfliege, bedingt durch Corona und Sondereffekte", betonte Agora-Direktor Patrick Graichen. Deutschland werde 2021 den höchsten Anstieg der Treibhausgasemissionen seit 1990 verzeichnen.

4.27 Uhr: Rotes Kreuz: Mindestens 20 Tote bei Tanklaster-Explosion im Libanon

Bei einer Explosion im Norden des Libanons sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Rote Kreuz Libanon twitterte am frühen Sonntagmorgen: "Unsere Teams haben 20 Leichen und mehr als sieben Verletzte von der Tanklaster-Explosion in Akkar in Krankenhäuser in der Umgebung transportiert." Nach Angaben libanesischer Medien war die Ursache für die Explosion zunächst unklar.

Vor gut einem Jahr waren bei einer gewaltigen Explosion im Hafen von Beirut mehr als 190 Menschen getötet und rund 6000 verletzt worden. Die Hinterbliebenen sprechen sogar von 218 Todesopfern. Große Teile des Hafens und der anliegenden Wohngebiete wurden zerstört.

4.21 Uhr: RKI registriert 4728 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 35,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 35,0 - am Vortag hatte der Wert 32,7 betragen, vor einer Woche 22,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 4728 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3127 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden drei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es vier Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.821.013 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.679.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.867.

3.42 Uhr: Insa-Umfrage: SPD überholt die Grünen in der Wählergunst

Zum ersten Mal seit einem Jahr hat die SPD die Grünen im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Insa überholt. In der wöchentlichen Umfrage für die "Bild am Sonntag" kommen die Sozialdemokraten jetzt auf 20 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die Grünen verharren bei 18, die Liberalen bei 12 Prozent. Eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP käme damit auf 50 Prozent und hätte eine parlamentarische Mehrheit.

Der Abwärtstrend von CDU/CSU geht hingegen weiter. Die Union verliert in der Insa-Umfrage einen Punkt und kommt nun auf 25 Prozent. Die AfD bleibt bei 11 Prozent, die Linke bei 7 Prozent. Eine schwarz-rote oder schwarz-grüne Zweierkoalition hätte damit keine Mehrheit. Möglich wäre aber zum Beispiel eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP oder ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP.

SPD-Politiker Olaf Scholz

1.46 Uhr: Elfenbeinküste meldet ersten Ebola-Fall seit 1994 - Nachweis bei Frau aus Guinea

Im westafrikanischen Land Elfenbeinküste ist erstmals seit 1994 wieder eine Ebola-Infektion festgestellt worden. Der Fall wurde aus der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan gemeldet, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Das Auftreten der Infektion in der Vier-Millionen-Einwohner-Metropole sei "extrem besorgniserregend", erklärte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Allerdings verfüge der Kontinent über Kenntnisse und Mittel gegen Ebola und die Elfenbeinküste könne davon profitieren.

Die positive Probe stammte von einer 18-Jährigen, die aus dem Nachbarland Guinea stammt, sagte der ivorische Gesundheitsminister Pierre Demba dem staatlichen Fernsehsender RTI. Sie sei auf dem Landweg aus Labé in Guinea in die Elfenbeinküste gereist und am 11. August dort eingetroffen. 

1.22 Uhr: Zahl der Toten nach Erdbeben in Haiti steigt auf mindestens 304

Nach einem schweren Erdbeben im Süden Haitis ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 304 gestiegen. Mehr als 1800 Menschen wurden verletzt, wie der Katastrophenschutz des Landes auf Twitter am Samstagabend (Ortszeit) meldete. Rettungskräfte und Bürger hätten zahlreiche Menschen aus den Trümmern geborgen. Das Beben, dessen Stärke die US-Behörde USGS mit 7,2 angab, ereignete sich am Samstagmorgen rund zwölf Kilometer von der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Der Zivilschutz hatte zuvor 227 Tote vermeldet.

Nachrichten von Samstag, 14. August

19.53: Taliban nehmen nordafghanische Stadt Masar-i-Scharif ein

Die Taliban haben auf ihrem Eroberungszug durch Afghanistan den ehemaligen Bundeswehr-Standort Masar-i-Scharif eingenommen. Dies berichteten Einwohner der nordafghanischen Stadt am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Sie paradieren mit ihren Fahrzeugen und Motorrädern und schießen in die Luft, um zu feiern", berichtete Atiqullah Ghajor, der in der Nähe der berühmten blauen Moschee der Stadt wohnt.

19.03 Uhr: Mindestens 29 Tote bei schwerem Erdbeben in Haiti

Bei einem schweren Erdbeben im Südwesten Haitis sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte Katastrophenschutzchef Jerry Chandler am Samstag mit. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS erschütterte der Erdstoß der Stärke 7,2 am Samstagmorgen (Ortszeit) das Land, das Epizentrum lag demnach rund 160 Kilometer südwestlich der dicht besiedelten Hauptstadt Port-au-Prince. 

18.30 Uhr: Tausende demonstrieren in Bukarest für Rechte von Schwulen und Lesben

In der rumänischen Hauptstadt Bukarest haben am Samstag Tausende Menschen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT) demonstriert - separat davon gab es Gegendemonstrationen. Wie das Nachrichtenportal "g4media.ro" berichtete, zogen etwa mittags Hunderte Anhänger der rechtsradikalen Partei Noua Dreapta auf einem von ihnen so genannten "Marsch der Normalität" durch das Stadtzentrum. Viele trugen Ikonen bei sich und warben für die "traditionelle Familie". Am späteren Nachmittag folgte dann der Marsch "Bucharest Pride" der LGBT-Community.

18.10 Uhr: Erneut Demonstrationen in ganz Frankreich gegen verschärfte Corona-Regeln

In Frankreich sind den fünften Samstag in Folge zehntausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Im ganzen Land waren mehr als 200 Kundgebungen vorgesehen. Die Behörden rechneten mit insgesamt rund 250.000 Teilnehmern, wie ein Vertreter der Polizei der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Kritik richtet sich gegen die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie die Ausweitung der Nachweispflicht auf fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Für den Besuch etwa von Cafés, Restaurants, Kinos oder Krankenhäusern sowie die Nutzung von Fernzügen muss man einen Nachweis für eine Impfung, Genesung oder einen Negativ-Test vorlegen, den sogenannten Gesundheitspass. Bei deutschen Touristen reichen im Allgemeinen die zu Hause ausgestellten Nachweise.

17.48 Uhr: Acht Tote bei Absturz eines Löschflugzeuges in der Türkei

Beim Absturz eines russischen Löschflugzeuges in der Türkei sind acht Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu mit. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte die Angaben, wie die russische Staatsagentur Tass meldete. An Bord hätten sich fünf russische Soldaten und drei türkische Staatsbürger befunden. Die Ursache für den Absturz war zunächst unklar.

17.01 Uhr: Libanesische Armee bezieht Stellung an Tankstellen

Inmitten der verheerenden Wirtschaftskrise im Libanon hat die Armee des Landes Stellung an Tankstellen bezogen. Auf von der Armee veröffentlichten Fotos in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie Soldaten am Samstag Fahrzeuge betankten. AFP-Korrespondenten berichteten vor langen Schlangen an den Tankstellen im Norden von Beirut. Mit ihrem Einsatz an den Tankstellen will die Armee dem Horten von Treibstoff entgegenwirken.

16.48 Uhr: Neuer unkontrollierter Brand auf Euböa - Ort evakuiert

Auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa ist am Samstagmittag ein Buschbrand ausgebrochen, der bis zum Nachmittag nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Diesmal brennt es im Südteil der Insel nahe des Ortes Mesoxoria und auch in der Nähe von Wäldern, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Bewohner des Ortes wurden dazu aufgerufen, den Ort zu verlassen.

14.09 Uhr: Slowenien verlangt Immunitäts- und Testnachweise auch für Durchreise

Angesichts zunehmender Infektionen mit der Delta-Variante in den EU-Staaten verschärft Slowenien die Corona-Maßnahmen. Wie die Regierung in Ljubljana nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur STA mitteilte, befürchtet man "eine Verschlechterung der epidemiologischen Lage". Vom 23. August an dürfen deshalb auch Durchreisende nur noch gegen Vorlage eines Immunitäts- oder Testnachweises einreisen. Derzeit gilt dies nur für Touristen, die länger als zwölf Stunden im Land bleiben.

13.20 Uhr: Bundeswehr bereitet großen Evakuierungseinsatz in Kabul vor

Die Bundeswehr hat mit Vorbereitungen für einen stark abgesicherten Einsatz zur Evakuierung von deutschen Staatsbürgern und Ortskräften aus Afghanistan begonnen. Dazu wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein vom Bundestag zu verabschiedendes Mandat vorbereitet, auf das in den vergangenen Tagen vor allem Militärexperten drängten. Zum Einsatz sollen in der kommenden Woche vor allem Fallschirmjäger der Division Schnelle Kräfte (DSK) kommen, die die Bundeswehr als Teil der Nationalen Risiko- und Krisenvorsorge für diese Aufgabe bereithält.

Ein Evakuierungseinsatz gilt als mandatierungspflichtig, weil eine Basis für das bisherige Mandat nach dem Ende des Nato-Einatzes "Resolute Support" als nicht mehr gegeben gilt. Dass es zu diesem Einsatz kommen muss, ist weitgehend unstrittig. Auch der Sender RTL/ntv berichtete am Samstag über den geplanten Einsatz.

12.26 Uhr: Staatsmedien: 19 Arbeiter stecken in Kohlengrube in Nordwestchina fest

19 Bergarbeiter sind in einer Kohlengrube in der nordwestchinesischen Provinz Qinghai eingeschlossen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Grube im Landkreis Gangcha wurde demnach am Mittag von Schlammmassen überflutet, während zu dem Zeitpunkt insgesamt 21 Männer unter Tage waren. Einer von ihnen konnte von Rettungskräften lebend geborgen worden. Sein Zustand ist laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV kritisch. Ein anderer Mann war bereits tot, als er geborgen wurde. 

11.57 Uhr: 57 Prozent der Menschen vollständig gegen Corona geimpft

In Deutschland sind nach offiziellen Angaben 57 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand: 10.25 Uhr) knapp 47,4 Millionen Menschen. Demnach haben rund 52,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten - das sind 63,1 Prozent der Bevölkerung. Am Freitag wurden bundesweit 367.560 Impfdosen gespritzt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief die Menschen am Samstag via Twitter noch einmal dazu auf, sich impfen zu lassen. "Impfen ist der Weg zurück zu Freiheit und Normalität. Wir haben dafür alle Mittel zur Verfügung, wir müssen sie nur nutzen."

Im Vergleich der Bundesländer liegt Bremen weiter an der Spitze mit nun 72,3 Prozent mindestens einmal und 67,6 Prozent vollständig geimpften Einwohnern. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 53,4 Prozent mindestens einmal und 49,7 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

11.17 Uhr: Taliban umzingeln Kabul - Hauptstadt ist letzte Bastion der Regierungstruppen

Die radikalislamischen Taliban haben die afghanische Hauptstadt Kabul weitgehend umstellt. Am Samstag lagerten Taliban-Kämpfer rund 50 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Nach dem Fall der zweit- und die drittgrößten Stadt des Landes ist Kabul de facto die letzte Bastion der Regierungstruppen, die anderswo kaum oder gar keinen Widerstand leisteten.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani kündigte derweil eine "Remobilisierung" der Streitkräfte an. Dies habe "oberste Priorität", sagte er am Samstag in einer Fernsehansprache. Zudem liefen "Beratungen" mit politischen Verantwortungsträgern und internationalen Partnern über eine politische Lösung, um dem Land "Frieden und Stabilität" zu sichern, versicherte der Präsident.

Berichte über heftige Kämpfe gab es aus dem nördlichen Masar-i-Scharif. Die Stadt, wo die Bundeswehr zuletzt ihr größtes Feldlager hatte, ist das wirtschaftliche Zentrum der Region im Norden, die immer als Bollwerk gegen die Taliban galt. Der berüchtigte Kriegsherr Abdul Raschid Dostum hatte dort zuletzt seine Milizen versammelt.

9.53 Uhr: Zahl der Migranten am Ärmelkanal erreicht mit knapp 600 Tagesrekord

Immer mehr Menschen versuchen in kleinen Booten den Ärmelkanal Richtung England zu überqueren. Die Zahl der Migranten, denen die gefährliche Überfahrt gelang, erreichte am Donnerstag mit knapp 600 einen Tagesrekord, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf offizielle Zahlen am Samstag meldete.

Es ist bereits der vierte Tagesrekord in diesem Jahr. Insgesamt erreichten mehr als 11.000 Menschen in diesem Jahr die englische Küste auf diesem Weg. Im gesamten Vorjahr wurden 8417 Menschen gezählt, die den gefährlichen Weg über die Meerenge genommen hatten.

9.53 Uhr: Anti-Covid-Maßnahmen in Sydney nochmals verschärft

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind in Sydney nochmals verschärft worden. Die mehr als fünf Millionen Einwohner der größten Stadt Australiens dürfen nun ihre Wohnungen nur noch verlassen, um Sport zu treiben, zur Arbeit oder einkaufen zu gehen, wie offiziell mitgeteilt wurde. Auch die Regelungen zum Verlassen der Stadt wurden verschärft, um eine Ausbreitung der Corona-Epidemie zu verhindern.

Der bereits seit Wochen bestehende Lockdown in Sydney wurde am Samstag auf den gesamten Bundesstaat New South Wales ausgeweitet. Zuvor war bekannt geworden, dass auf dem Gebiet an einem Tag 466 Corona-Fälle registriert wurden.

Australien hat die Corona-Pandemie zuvor mit der Schließung seiner Grenzen, der schnellen Verhängung von Lockdowns bei bekannten Fällen und intensiver Kontaktverfolgung lange weitgehend eindämmen können. In den vergangenen Monaten stieg jedoch aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante die Zahl der Infektionen. Zugleich ist die Impfrate in Australien sehr niedrig.

7.37 Uhr: US-Behörde warnt vor erhöhter terroristischer Bedrohungslage

Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat mit Blick auf den 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 und auf die Corona-Pandemie vor einer erhöhten Anschlagsgefahr gewarnt. Die USA seien einer "erhöhten Bedrohungslage" sowohl durch inländische als auch ausländische "Extremisten" ausgesetzt, erklärte die Behörde in einer aktualisierten Bewertung. Demnach gibt es in Online-Foren zunehmend Aufrufe zur Gewalt.

Das DHS hatte zuletzt infolge der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump eine aktualisierte Warnung herausgegeben. Damals erklärte die Behörde, das Land sei mit "zunehmend komplexen und unbeständigen" Bedrohungen durch regierungsfeindliche und rassistisch motivierte Extremisten konfrontiert. Im Mai ergänzten die Sicherheitsexperten, dass gewalttätige Extremisten die Lockerungen der Corona-Beschränkungen ausnutzen könnten, um Anschläge zu verüben.

7.30 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit unterstützt Ende der kostenlosen Corona-Tests

Das von Bund und Ländern beschlossene Ende der kostenlosen Corona-Tests ab Oktober trifft auf große Zustimmung in der Bevölkerung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 66 Prozent, sie hielten die Entscheidung für richtig. 28 finden sie falsch, 6 Prozent machten keine Angaben.

Anders sieht es mit den Überlegungen aus, Ungeimpften gar keinen Zugang mehr zu bestimmten Lebensbereichen zu gewähren und ihnen zum Beispiel die Teilnahme an Veranstaltungen zu verwehren. Eine Mehrheit von 52 Prozent ist dagegen, 41 Prozent sind dafür, 7 Prozent machten keine Angaben.

4.41 Uhr: Kanada sagt Aufnahme von bis zu 20.000 Flüchtlingen aus Afghanistan zu

Angesichts des Vormarschs der radikalislamischen Taliban hat Kanada die Aufnahme von bis zu 20.000 Flüchtlingen aus Afghanistan zugesagt. "Die Lage in Afghanistan ist herzzerreißend und Kanada wird nicht tatenlos zusehen", sagte Einwanderungsminister Marco Mendicino bei einer Pressekonferenz in Ottawa. Kanada wolle "besonders verletzliche" Afghanen aufnehmen, die sich noch im Land aufhielten oder in Nachbarländer geflohen seien.

4.36 Uhr: RKI registriert 5644 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 32,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 32,7 - am Vortag hatte der Wert 30,1 betragen, vor einer Woche 21,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 5644 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.27 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3206 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 11 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.816.285 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.677.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.864.

News im Video: Wo sich das Coronavirus in Deutschland ausbreitet

4.05 Uhr: Flusspferde in Demokratischer Republik Kongo durch Fluss-Verschmutzung verendet

Giftige Substanzen haben einen Fluss im Westen der Demokratischen Republik Kongo rot verfärbt und bedrohen die Artenvielfalt in dem Gebiet. Die Umweltministerin des afrikanischen Landes, Ève Bazaiba, sprach von einer "ökologischen Katastrophe". Im Fluss Kasai seien bereits tote Flusspferde und Fische entdeckt worden. 

Ausgelöst wurde die Verfärbung des Flusses laut Bazaiba durch den Austritt giftiger Substanzen in einer angolanischen Diamantenfabrik. Die Verschmutzung drohe auch Kongos Hauptstadt, die Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole Kinshasa, zu erreichen, sagte sie. 

4.04 Uhr: US-Klimabehörde: Juli 2021 heißester Monat seit Beginn der Aufzeichnungen

Der vergangene Juli war der US-Klimabehörde NOAA zufolge weltweit der heißeste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen vor 142 Jahren. Wie NOAA mitteilte, lag die Durchschnittstemperatur auf Land- und Ozeanflächen um 0,93 Grad über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts. Den bisherigen Rekordhalter, den Juli des Jahres 2016, übertraf der diesjährige Juli demnach um 0,01 Grad. 

Der Juli sei üblicherweise weltweit der wärmste Monat des Jahres, erklärte NOAA-Chef Rick Spinrad. "Der Juli 2021 hat sich aber selbst übertroffen als heißester Juli und Monat, der je registriert wurde." Der neue Rekord sei ein weiterer Beitrag auf dem "zerstörerischen und zersetzenden Weg, den der Klimawandel der Erde bereitet".

2.02 Uhr: Testflug von Boeing-Raumkapsel zur ISS verzögert sich um Monate

Das Vorhaben des US-Luftfahrtkonzerns Boeing, mit seiner "Starliner"-Kapsel Dienstleister für die Internationale Raumstation ISS zu werden, ist um weitere Monate zurückgeworfen. Nach der Absage eines unbemannten Testflugs mit der Kapsel Anfang des Monats müsse sie von ihrer Trägerrakete getrennt und zur eingehenderen Untersuchung in ein Werk im Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida geschickt werden, teilte Boeing mit. Dies verzögere den Testflug um mehrere Monate.

Eigentlich hatte das Raumschiff bereits am 3. August mit einer Rakete vom Typ Atlas V vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral starten sollen. Die Mission wurde wegen Probleme des Antriebssystems jedoch zunächst erst um einen Tag verschoben  und schließlich auf unbestimmte Zeit vertagt. 

Mit dem unbemannten Testflug wollte Boeing eigentlich sein Raumfahrtprogramm nach mehreren Rückschlägen wieder auf Kurs bringen. Ein erster unbemannter Testflug der "Starliner"-Kapsel war 2019 wegen Software-Problemen gescheitert. Das Raumschiff konnte die ISS damals nicht ansteuern und kehrte vorzeitig zur Erde zurück.

kng DPA AFP

Mehr zum Thema

Newsticker