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News des Tages : Rache an Krokodilen: Dorfbewohner schlachten fast 300 Tiere ab

Acht Flüchtlinge in Kühllaster in Libyen erstickt +++ 450 gerettete Flüchtlinge dürfen in Italien an Land +++ Putin beschwert sich über 25 Millionen Cyberattacken auf Russland während WM +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker. 

Die Dorfbewohner brachten Medienberichten zufolge fast 300 Tiere um

Die Dorfbewohner brachten Medienberichten zufolge fast 300 Tiere um

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Amazon-Mitarbeiter streiken zum "Prime-Day" (17.15 Uhr)
  • Acht Flüchtlinge in Kühllaster in Libyen erstickt (15.17 Uhr)
  • Rache an Krokodilen: Dorfbewohner schlachten fast 300 Tiere ab (11.45 Uhr)
  • Gerettete Flüchtlinge dürfen in Italien an Land (10.18 Uhr)
  • 25 Millionen Cyberattacken auf Russland während Weltmeisterschaft (8 Uhr)

Alle Meldungen zum Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Helsinki lesen Sie hier.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 20.47 Uhr: Moskauer Gericht verurteilt WM-Flitzerin zu 15 Tagen Arrest +++

Ein Moskauer Gericht hat eine der Flitzerinnen vom Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zu 15 Tagen Arrest verurteilt. Das teilte die Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot auf Facebook mit. Die Frau war am Sonntag bei Finalspiel zwischen Frankreich und Kroatien mit drei weiteren Aktivisten auf das Fußballfeld gestürmt. Dabei trugen sie Polizeiuniformen. "Ich wollte aufzeigen, wie ungleich die Machtstrukturen angewendet werden", sagte die Frau bei der Verhandlung der Agentur Interfax zufolge. 

+++ 19.50 Uhr: Kolumbianische Polizei geht Drohungen gegen Medien nach +++

Die kolumbianische Polizei hat eine Sondergruppe ins Leben gerufen, die Drohungen gegen Medienmitarbeitern nachgeht. Jeder Fall habe Priorität und werde von der Staatsanwaltschaft und der Polizei geprüft, erklärte Polizeigeneral Jorge Nieto dem Radionetzwerk RCN. In den vergangenen Wochen hatten Drohungen per Telefon gegen Journalisten und Journalistinnen in lokalen Medien und in der Hauptstadt Bogotá zugenommen.  

Er sei besorgt über die Drohungen gegen Medienmitarbeiter, sagte der Präsident des südamerikanischen Landes, Juan Manuel Santos. Es gebe Interessen, mit der Schaffung von Angst die Bevölkerung zu manipulieren. "Wir müssen diese Phänomene bekämpfen", so Santos.

+++ 19.48 Uhr: Bundesanwaltschaft legt im NSU-Prozess Revision gegen ein Urteil ein +++

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Revision gegen das Urteil gegen André E. im NSU-Prozess eingelegt. Die Gründe der Entscheidung vom Montag hingen im Einzelnen von der schriftlichen Urteilsbegründung des Oberlandesgerichts in München ab, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" berichtet. Die Sprecherin äußerte sich nicht zur Frage, ob die Behörde auch Revision gegen die Urteile gegen Beate Zschäpe oder die anderen drei Angeklagten einlegen wird.

+++ 19.40 Uhr: Salvini will sich Ende der Russland-Aktionen einsetzen +++

Der italienische Innenminister Matteo Salvini will eine Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland zur Diskussion stellen. "Italien will die Sanktionen überwinden. Wir wollen die Kanäle des Dialogs öffnen", sagte Salvini am Montag bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Kolokolzew in Moskau. "Aus unserer Sicht haben die Sanktionen keinen Nutzen, vor allem nicht für die italienische Wirtschaft", sagte er der Agentur Ria Nowosti zufolge. Italien arbeite sehr gut mit Russland zusammen, vor allem im Kulturbereich, im Handel, in der Industrie und in der Sicherheit. Der Minister der rechtspopulistischen Partei Lega gilt als Befürworter der Politik von Russlands Präsident Wladimir Putin.

+++ 19.12 Uhr: Obama meldet sich mit Rede in Südafrika auf Weltbühne zurück +++

Anderthalb Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit meldet sich der frühere US-Präsident Barack Obama am Dienstag mit einer großen Rede auf der Weltbühne zurück. Die Ansprache im südafrikanischen Johannesburg (14.00 Uhr MESZ) aus Anlass des 100. Geburtstags von Nelson Mandela soll nach Angaben von Beratern die wichtigste seit Obamas Ausscheiden aus dem Amt sein. Der frühere US-Präsident ist Hauptredner auf der Gedenkveranstaltung der Nelson-Mandela-Stiftung.

Obama wolle dort eine "Botschaft von Toleranz, Teilhabe und Demokratie" vermitteln - und dies "in einer Zeit, in der Mandelas Vermächtnis rund um die Welt offenkundigen Anfechtungen ausgesetzt" sei, sagte sein Berater Ben Rhodes vorab der "New York Times". Der Freiheitskämpfer und erste schwarze Präsident Südafrikas wurde am 18. Juli 1918 geboren. Er starb 2013.

+++ 17.45 Uhr: Russische Militärbewegungen an Grenzen zu baltischen Staaten +++

Angesichts von Flugmanövern der russischen Luftwaffe an den Grenzen der baltischen Staaten sind Nato-Kampfjets in der vergangenen Woche zu sechs Einsätzen aufgestiegen. Dabei seien 19 russische Maschinen im internationalen Luftraum über der Ostsee identifiziert worden - unter anderem Transportflugzeuge, Jagdflieger und Bomber, teilte das litauische Verteidigungsministerium in Vilnius mit.

+++ 17.42 Uhr: Journalist in der Türkei vom Vorwurf des Geheimnisverrats freigesprochen +++

Mehr als zwei Jahre nach einer Verurteilung wegen Geheimnisverrats ist der regierungskritische "Cumhuriyet"-Journalist Erdem Gül in der Türkei im Berufungsverfahren freigesprochen worden. Das bestätigte sein Anwalt Bülent Utku der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund des Verfahrens war die Veröffentlichung geheimer Informationen durch die "Cumhuriyet" im Jahr 2015, die türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien belegen sollten.

+++ 17.15 Uhr: Amazon-Mitarbeiter streiken zum "Prime Day" +++

Die Gewerkschaft Verdi ruft während der Rabattaktion des Onlinehändlers Amazon, dem sogenannten Prime Day, die Mitarbeiter zum Streik auf. "Während der Onlineriese sich bereichert, wird an der Gesundheit der Beschäftigten gespart", kritisierte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger den Versandhändler. Die Beschäftigten in den Logistikzentren würden seit Jahren unter langen Schichten sowie monotoner und schwerer körperliche Arbeit leiden.

Deshalb fordert Verdi vertragliche Maßnahmen, um die Mitarbeiter zu entlasten. "Der Arbeitgeber hat die Verantwortung, für das körperliche und das psychische Wohl seiner Beschäftigten zu sorgen", erklärte Nutzenberger. "Diese Verantwortung vernachlässigt Amazon seit Jahren und verweigert seinen Leuten das Recht auf festgeschriebene Regeln - in einem Tarifvertrag." Bislang verweigere Amazon allerdings Verhandlungen.

Das Unternehmen habe auf Druck vorangegangener Streiks aber schon einige Zugeständnisse gemacht: So seien Luft- und Lichtverhältnisse in den Lagern verbessert und auch die Löhne regelmäßig erhöht worden. Planungssicherheit für die Beschäftigten durch einen Tarifvertrag verweigere das Unternehmen aber.
Deswegen rief Verdi für Dienstag zu Streiks an den Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Graben (Bayern), Rheinberg, Werne und Koblenz auf.

+++ 16.29 Uhr: Nach Suizid in Afghanistan: Familie beerdigt aus Deutschland Abgeschobenen +++

Rund zehn Tage nach dem Selbstmord des aus Deutschland abgeschobenen Afghanen Dschamal M. in Kabul hat die Familie den jungen Mann in Nordafghanistan beerdigt. Am Sonntag sei die
Trauerfeier gewesen, sagte sein Bruder, der nicht mit Namen genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur. Er habe die Leiche am Freitag aus dem Leichenschauhaus in Kabul abgeholt und mit dem Flugzeug nach Masar-i-Scharif gebracht, Hauptstadt der Provinz Balch. Sein Vater habe vom Tod seines Sohnes in den Fernsehnachrichten erfahren, sagte der 28-Jährige.

 

+++ 15.29 Uhr: Ausländische Krankenversicherungen schulden deutschen Kassen fast eine Milliarde Euro +++

Ausländische Krankenkassen schulden den deutschen Krankenkassen aktuell rund 950 Millionen Euro. Wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen GKV auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, belaufen sich die ausländischen Forderungen gegenüber deutschen Kassen derzeit auf rund 830 Millionen Euro. 

Allein im vergangenen Jahr rechneten deutsche Ärzte gegenüber im Ausland Versicherten Leistungen im Wert von 790 Millionen Euro ab. In Deutschland Versicherte verursachten im Ausland hingegen Kosten von rund 670 Millionen Euro.

Diese Forderungen müssen binnen 18 Monaten beglichen werden. Wie die GKV betonte, müssen die deutschen Kliniken und Ärzte aber nicht so lange auf ihr Geld warten. Die ausländischen Patienten wählen eine deutsche Krankenversicherung, die in Vorleistung treten muss. Diese kann sich das Geld danach über die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) von der ausländischen Versicherung wiederholen.

+++ 15.17 Uhr: 100 Migranten in Kühllaster in Libyen eingepfercht - Acht Tote, darunter sechs Kinder +++

In einem Kühllaster in Libyen waren fast 100 Migranten eingepfercht, sechs Kinder und zwei Erwachsene überlebten die Tortur nicht. Die libysche Küstenwache konnte nach eigenen Angaben mehr als 90 Menschen retten. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Ihr Zustand sei zum Teil ernst.  Der Laster sei nahe der Stadt Suwara entdeckt worden. Die Gegend gilt
als Hauptausgangsort für Flüchtlinge in Libyen, die versuchen, illegal über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. 

Bilder der lokalen Sicherheitskräfte in Suwara zeigten das Innere des Kühllasters, in dem neben den Flüchtlingen auch Schwimmwesten und zahlreiche Behälter mit Treibstoff untergebracht gewesen seien. Die Menschen kamen nach Angaben der Küstenwache aus afrikanischen und
arabischen Ländern, es seien aber auch Migranten aus Pakistan und Bangladesch darunter gewesen. 

+++ 15.05 Uhr: Tiger und Löwe aus Zoo ausgebrochen +++

Zwei Tiger und ein Löwe sind in einem tschechischen Zoo aus ihrem Gehege entkommen. Die Polizei setzte ein Großaufgebot von Beamten und einen Hubschrauber ein, wie ein Sprecher mitteilte. Rund 400 Bewohner eines nahen Dorfes wurden aufgerufen, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. Herbeigeeilte Tierärzte konnten die Raubtiere nach mehreren Stunden mit Narkosegewehren betäuben. Die beiden Tiger und der Löwe hatten sich gemeinsam einen schattigen Platz unter einer Kiefer ausgesucht. Wie die Tiere entkommen konnten, war zunächst unklar.

+++ 14.55 Uhr: Fall der getöteten Tramperin - Spanien will Verdächtigen ausliefern +++

Der Tatverdächtige im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die spanische Justiz habe ein entsprechendes Auslieferungsersuchen grundsätzlich bewilligt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel in Bayreuth. Wann der 41-jährige Lastwagenfahrer nach Bayern gebracht wird, war allerdings noch unklar. 

+++ 14.28 Uhr: Erneut Gruppenvergewaltigung in Indien +++

Ein neuer Fall einer Gruppenvergewaltigung erschüttert Indien. Nach Polizeiangaben vergewaltigten fünf Männer am Samstag im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh eine 35-jährige Frau in ihrem Haus und verbrannten sie anschließend in einem Hindu-Tempel. Am Montag nahm die Polizei zwei der Verdächtigen fest.

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass das Opfer aus derselben Großfamilie und demselben Ort stammte wie die Täter. Die zweifache Mutter teilte demnach ihrem Mann am Telefon die Namen der Täter mit. Doch für sie kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Männer schleppten sie in einen nahe gelegenen Tempel und setzten sie dort in Brand. 

+++ 13.40 Uhr: Seehofer war über Pläne für Abschiebung von Sami A. informiert +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer war persönlich über die Pläne für die umstrittene Abschiebung des mutmaßlichen Islamisten Sami A. nach Tunesien informiert. Die Informationen über die Planungen "lagen auch dem Minister" vor, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin. Am Wochenende hatte das Ministerium erklärt, der "Hausleitung" sei aufgrund von Informationen der Bundespolizei vorab bekannt gewesen, dass es Planungen für eine Rückführung am vergangenen Freitag gegeben habe. Beamte der Bundespolizei hatten den mutmaßlichen Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden bei der Abschiebung nach Tunesien begleitet.

Die Ministeriumssprecherin betonte am Montag erneut, die Verantwortung für die Abschiebung liege beim Land Nordrhein-Westfalen: "Die Zuständigkeit für den Vollzug von Abschiebungen liegt beim Land." Der als islamistischer Gefährder eingestufte Tunesier A. war am Freitagmorgen in sein Heimatland abgeschoben worden. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen fasste jedoch am Freitagabend einen Beschluss zur Rückholung, weil die Abschiebung "grob rechtswidrig" verlaufen sei - das Gericht hatte am Vortag ein Abschiebeverbot bestätigt.

+++ 13.30 Uhr: Irans Präsident Ruhani: Frauen sollen ins Stadion dürfen +++

In einem offiziellen Schreiben hat Präsident Hassan Ruhani grünes Licht für den Zugang der iranischen Frauen in die Stadien gegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna gab Ruhani dies in einem Schreiben an Sportminister Massud Soltanifar bekannt. Angeblich soll es auch innerhalb des Klerus zu einem Umdenken gekommen sein. Bist jetzt waren die erzkonservativen Kleriker der Ansicht, dass islamische Frauen in Fußballstadien mit frenetischen männlichen Fans und vulgären Slogans nichts zu suchen hätten. Nun aber sagte ein Sprecher des Wächterrats - ein einflussreiches Kontrollorgan im Land - dass ein "absolutes Verbot" nicht länger rational sei.

Für Ruhani und das Sportministerium sind exklusive Tribünen für Frauen und Familien eine praktische Antwort auf die Bedenken des Klerus. Immer wieder hatte es Proteste gegen das Verbot gegeben. Zudem wurde das Establishment, das nach Ansicht der Perser noch erzkonservativer sei als Irans Erzfeind Saudi-Arabien, in sozialen Netzwerken kritisiert. Dieser Vergleich ist für den Iran, der sich immer moderner einstufte als die Saudis, besonders peinlich.  In Saudi-Arabien dürfen seit Kurzem auch Frauen in die Stadien.

+++ 12.40 Uhr: "Lifeline"-Kapitän vorübergehend wieder in Deutschland

Der in Malta angeklagte deutsche Kapitän des Flüchtlings-Hilfsschiffes "Lifeline", Claus-Peter Reisch, ist wieder in Deutschland. Reisch landete mit einem Flugzeug in München. Er muss allerdings am 30. Juli wieder zurück in Malta sein, wo ihm nach einer Rettungsaktion für Flüchtlinge vor der libyschen Küste der Prozess gemacht wird.

In einer von der Organisation "Lifeline" verbreiteten Erklärung griff Reisch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) scharf an. Er warf Seehofer vor, Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen zu wollen. "Er will die Rettungsorgansationen vor Gericht stellen", erklärte der Kapitän. Tatsächlich sei der Minister aber ein Täter. "Er gehört vor Gericht. Er muss zurücktreten."

Reisch nannte es beschämend, dass die Europäische Union mehr zum Verhindern von Seenotrettung unternehme als gegen das Sterben im Mittelmeer. Hätte die "Lifeline" die Flüchtlinge einfach ertrinken lassen, würde er jetzt wohl nicht vor Gericht müssen, erklärte der Kapitän. Dies sei eine Gefahr für die Demokratie. 

Die "Lifeline" hatte im Juni 234 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet und war danach tagelang über das Mittelmeer geirrt, weil Italien und Malta zunächst ein Anlegen verweigerten. Schließlich durfte das Schiff in Malta anlegen, wurde aber von den Behörden beschlagnahmt.

+++ 11.45 Uhr: Rache an Krokodilen: Dorfbewohner schlachten fast 300 Tiere ab +++

Aus Rache für den Tod eines Nachbarn haben Dorfbewohner im indonesischen Teil der Insel Neuguinea fast 300 Krokodile abgeschlachtet. Der Mann war am Freitag von einem Krokodil getötet worden. Nach seiner Beerdigung zog die Menschenmenge zu der Farm, auf der die Tiere gezüchtet wurden. Dann brachten sie nach Angaben der örtlichen Behörden 292 Tiere um, wie örtliche Medien berichteten. In Westpapua - dem indonesischen Teil Neuguineas - stehen Krokodile unter Schutz.

Das Online-Nachrichtenportal Detik berichtete, dass der getötete Mann nach seinem Vieh sehen wollte. Dann sei der 48-Jährige von einem Krokodil aus der nahegelegenen Farm angegriffen worden. Bei der Beerdigung am Samstag seien dann die Emotionen hochgekocht. Mehrere Hundert Menschen seien sei zu der Farm gezogen und hätten alle Tiere mit Messern, Hämmern und sonstigem Werkzeug abgeschlachtet. Die Polizei war angeblich nicht in der Lage, das Massaker zu stoppen.

Auf Bildern ist zu sehen, wie Dorfbewohner vor einem Berg toter Krokodile jubeln. Nach Angaben der Farmbetreiber beträgt der
finanzielle Schaden umgerechnet mehr als 25.000 Euro. Die Krokodilfarm war seit 2013 mit offizieller Erlaubnis der Behörden in
Betrieb.

+++ 11.34 Uhr: Höhlenforscher erwägt Klage gegen Elon Musk +++

Der an der Rettungsaktion in Thailand beteiligte britische Höhlenforscher Vernon Unsworth erwägt nach einer beleidigenden Schimpftirade von Elon Musk eine Klage gegen den US-Unternehmer. Musk hatte den Höhlenexperten, der maßgeblichen Anteil an der Rettung der Fußballmannschaft hatte, am Sonntag im Online-Dienst Twitter ohne nähere Begründung als Pädophilen bezeichnet.

Unsworth hatte ein von Musk angebotenes Mini-U-Boot zur Rettung der Fußballmannschaft abgelehnt und als "PR-Trick" bezeichnet. Es bestehe "absolut keine Chance", dass das Mini-U-Boot in der Höhle funktionieren könne, hatte er erklärt. Im US-Sender CNN fügte er hinzu, Musk könne sich "sein U-Boot dorthin stecken, wo es weh tut". Der Höhlenforscher hatte das Rettungsteam mit Informationen über die verwinkelte Tham-Luang-Höhle versorgt.

Musk reagierte auf die Ablehnung mit einer Reihe von Tweets. Er nannte Unsworth nicht beim Namen, sondern sprach von einem "Pädo-Typen". Auf seinem offiziellen Twitter-Account, der 22 Millionen Abonnenten zählt, legte er nach und erklärte, er wette gegen einen von ihm unterschriebenen Dollar-Schein, "dass das stimmt". Später löschte Musk die Tweets wieder.

+++ 11.26 Uhr: Kind ertrinkt beim Baden in der Elbe +++

Ein Zehnjähriger ist beim Baden in der Elbe in Dresden tödlich verunglückt. Wie ein Polizeisprecher sagte, war der Junge am Sonntagnachmittag in der Nähe eines Fähranlegers ins Wasser gestiegen und wahrscheinlich von der Strömung mitgerissen
worden. Zuvor hatten mehrere Zeitungen darüber berichtet. Retter konnten den syrischen Jungen aus dem Fluss bergen und wiederbeleben,
er starb jedoch später im Krankenhaus. "Es war ein Badeunfall, Fremdverschulden liegt nicht vor."

+++ 11.12 Uhr: Nowitschok gelangte offenbar in Flakon zu britischen Opfern +++

Der hochgiftige Nervenkampfstoff Nowitschok ist offenbar in einem Parfüm-Flakon zu den britischen Opfern der jüngsten Zeit gelangt. Dies sagte der Bruder des vergifteten Briten Charlie Rowley der BBC. Sein Bruder Charlie habe ihm erzählt, dass er das Parfüm-Fläschchen irgendwo aufgelesen habe und dann krank geworden sei, sagte Matthew Rowley dem Sender.

Die Polizei wollte die Angaben zu dem Parfum-Flakon zunächst nicht bestätigen. Sie blieb bei ihren Angaben vom Freitag, wonach das Gift in einer "kleinen Flasche" in Rowleys Haus im südenglischen Amesbury gefunden worden sei. Dort seien Rowley und seine Freundin Dawn Sturgess einer "hohen Dosis" des Gifts ausgesetzt gewesen.

Die 44-jährigen Sturgess starb am 8. Juli. Rowley ist weiter im Krankenhaus, befindet sich aber nicht mehr in Lebensgefahr.

+++ 11.08 Uhr: Cannabis-Konsument darf nicht Polizist werden +++

Wer das Rauschgift Marihuana raucht oder andere Cannabisprodukte konsumiert, darf in Berlin nicht Polizist werden. Das entschied das Verwaltungsgericht. Ein 40-jähriger Mann hatte sich im vergangenen Jahr bei der Polizei beworben. Bei einer Blutuntersuchung im September 2017 wurde das Cannabis-Abbauprodukt THC-Carbonsäure gefunden. Deshalb lehnte die Berliner Polizei die Einstellung ab. Das Gericht bestätigte, Cannabiskonsum könne die Eignung zum Autofahren einschränken. Dies zähle aber zu den Aufgaben von Polizisten. Ein solcher Bewerber sei daher nicht uneingeschränkt fähig für den Polizeidienst, wenn der Konsum weniger als ein Jahr zurückliege. Gegen die Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

Cannabis-Konsum: In diesen Berufen wird am häufigsten Gras geraucht

+++ 10.42 Uhr: Steuergelder für "Masterplan" der CSU? Schäuble lässt prüfen +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble lässt prüfen, ob Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer für seinen "Masterplan" zur Asylpolitik unzulässig Ressourcen seines Ministeriums genutzt hat. Schäuble habe "von Amts wegen veranlasst, der (...) Fragestellung nachzugehen, ob hier geldwerte Leistungen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat in unzulässiger Weise zur Finanzierung parteipolitischer Tätigkeit herangezogen worden sind" heißt es in einem Brief der Bundestagsverwaltung an die Grünen-Fraktion.

Die Fraktion hatte Schäuble gebeten zu überprüfen, inwiefern Seehofer "in seiner Tätigkeit als Parteivorsitzender" auf Mittel des Ministeriums zurückgegriffen habe. Auf dem Titelblatt einer Fassung des sogenannten Masterplans vom 22. Juni, die Seehofer im CSU-Vorstand verteilt hatte, stand sein Name mit dem Zusatz "Vorsitzender der Christlich-Sozialen Union". Diese Fassung habe er "als CSU-Vorsitzender und eben nicht als Bundesminister des Inneren" vorgelegt, hatte eine Sprecherin seines Ministeriums dazu erklärt. 

+++ 10.18 Uhr: Gerettete Flüchtlinge dürfen in Italien an Land +++

Die Flüchtlinge, die auf zwei Rettungsschiffen vor Italien ausgeharrt hatten, dürfen nun an Land. Die Anlandung habe in Pozzallo auf Sizilien gegen Mitternacht begonnen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Zuvor hatten sich Malta, Frankreich, Spanien, Portugal und Deutschland bereit erklärt, Migranten von den Schiffen aufzunehmen. 

Die etwa 450 Menschen waren am Freitag mit einem Holzboot auf dem Mittelmeer unterwegs und wurden dann auf zwei Militärschiffe gebracht. Zunächst wollte die italienische Regierung sie nicht anlegen lassen, weil das Land darauf pocht, dass sich auch andere EU-Länder an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen.

+++ 9.39 Uhr: Wohl Nneun Tote bei mutmaßlich israelischem Angriff in Nordsyrien +++

Bei einem mutmaßlich von Israel verübten Angriff auf Militärstellungen der syrischen Regierung und ihrer Verbündeten in der nördlichen Provinz Aleppo sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht zum Montag mindestens neun Kämpfer getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, unter den Toten seien mindestens sechs Syrer. Die Nationalität der drei anderen getöteten Kämpfer sei bislang nicht ermittelt. Auch Iraner hätten sich auf dem Stützpunkt beim Militärflughafen Neirab befunden, dem Ziel der Angriffe. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle beruft sich auf ein Netz von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind kaum unabhängig zu überprüfen.

+++ 9.35 Uhr: Razzia gegen Mafia-Organisation in Sizilien +++

Die italienische Finanzpolizei hat auf Sizilien bei Razzien gegen eine Mafia-Organisation 24 Verdächtige festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag meldete, wurden Dutzende Firmen und Häuser durchsucht. Die Polizeiaktion habe auch neue Strukturen in der sizilianischen Cosa Nostra aufgedeckt, die nach dem Tod von Top-Boss Toto Riina im vergangenen Jahr entstanden seien.

+++ 8 Uhr: 25 Millionen Cyberattacken auf Russland während Weltmeisterschaft +++

Russland ist nach Regierungsangaben während der einmonatigen Fußball-Weltmeisterschaft das Ziel  von knapp 25 Millionen Cyberattacken gewesen. Ziel waren die Informationsstrukturen des Landes, die in Verbindung mit der WM standen, teilte der Kreml mit. Über die Herkunft der Angriffe machte der Kreml zunächst keine Angaben. Staatschef Wladimir Putin hatte demnach die russischen Sicherheitsdienste bereits am Sonntag informiert.

+++ 7.54 Uhr: Tod eines aggressiven Radfahrers - Rechtsmediziner suchen Ursache +++

Er soll mehrfach vom Rad gestürzt sein und Polizisten angegriffen haben: Nach dem Tod eines aggressiven Radfahrers am Samstag in Aschaffenburg suchen Rechtsmediziner die Ursache. Eine Obduktion des 34-Jährigen habe keine Hinweise auf ein Einwirken Dritter ergeben, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft mit. Rechtsmediziner sollen nun prüfen, ob Drogen eine Rolle gespielt haben könnten. 

Der 34-Jährige war am Samstagabend mehrfach vom Rad gestürzt. Zeugenaussagen zufolge schrie er Passanten an und beschädigte Autos. Als Polizisten eintrafen, lag er blutend vor einem geparkten Wagen. Gegen die Hilfe der Beamten habe sich der Mann gewehrt: Er habe einen Beamten angegriffen und sei dann mit Handfesseln fixiert worden, teilte die Polizei mit. Während der Behandlung durch einen Notarzt habe sich der Zustand des 34-Jährigen verschlechtert. Er starb kurz nach der Ankunft im Krankenhaus. 

+++ 7.29 Uhr: Hochrangiger Richter in Peru wegen Justizskandal festgenommen +++

In Peru ist ein ehemaliger Richter im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal im Justizwesen vorläufig festgenommen worden. Die Polizei habe Walter Ríos, bis Freitag Vorsitzender des Obersten Berufungsgerichts in der Hafenstadt Callao bei Lima, im Zuge interner Ermittlungen festgenommen, erklärte Staatsanwalt Jaime Velarde am Sonntag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Ríos und vier weiteren peruanischen Richtern wird vorgeworfen, Urteile zum Verkauf angeboten zu haben.

+++ 6.19 Uhr: Zahl der Abschiebungen nach Tunesien gestiegen +++

Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland nach Tunesien ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2015 wurden nur 17 Tunesier in ihr Heimatland zurückgebracht. 2016 waren es 116 und 2017 bereits 251, wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. In diesem Jahr sind von Januar bis Ende Mai schon 155 Menschen in den Maghreb-Staat zurückgeführt worden. 

+++ 5.43 Uhr: Bundeswehr verlegt letzte Hubschrauber von Mali zurück nach Deutschland +++

Die im westafrikanischen Mali eingesetzten Hubschrauber der Bundeswehr werden nach Deutschland zurückverlegt. Das sei mit den Vereinten Nationen entsprechend verabredet, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Abgelöst werde Deutschland dabei von Kanada. Die Bundeswehr ist im Krisenstaat Mali an dem UN-Einsatz Minsuma sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt, außerdem beteiligt sich Deutschland am Aufbau der G5-Sahel-Truppe - der gemeinsamen Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten.

ivi/wue / AFP / DPA