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News des Tages: Randale vor Pokalspiel in Rostock - Polizist gibt Warnschuss ab

Armin Laschet kandidiert nicht für CDU-Vorsitz +++ Hauptbahnhof München teilweise gesperrt +++ Geburtenziffer 2017 leicht gesunken +++ Österreich zieht sich aus UN-Migrationspakt zurück +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Dienstwaffe eines Polizisten. Vor einem Pokalspiel in Rostock sah sich ein Beamter gezwungen, einen Warnschuss abzugeben

Die Dienstwaffe eines Polizisten. Vor einem Pokalspiel in Rostock sah sich ein Beamter gezwungen, einen Warnschuss abzugeben

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Polizist gibt vor Spiel Rostock gegen Nürnberg Warnschuss ab (16.12 Uhr)
  • Laschet kandidiert nicht für CDU-Vorsitz (14.10 Uhr)
  • Hauptbahnhof in München wieder frei (13.49 Uhr)
  • Geburtenziffer 2017 leicht gesunken (8.09 Uhr)
  • Nur gut ein Drittel der nagelneuen Panzer einsatzbereit (4.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im Ticker: 

+++ 20.48 Uhr: Pompeo will mit Nordkorea über Inspektoren reden +++

US-Außenminister Mike Pompeo will in der nächsten Woche mit seinem nordkoreanischen Kollegen über die Entsendung von US-Inspektoren zur Überwachung der Atmoanlagen in dem kommunistischen Land sprechen. Das sagte Pompeo in einem Interview des Senders Fox News. Es gehe um Inspektionen an zwei bestimmten Anlagen. Nordkorea hatte sich bereits vor Wochen grundsätzlich dazu bereiterklärt, ausländische Experten zur Überwachung der Atomanlagen ins Land zu lassen. 

+++ 19.39 Uhr: Wegen Gemäldefälschungen muss finnisches Ehepaar mehrere Jahre hinter Gitter +++

Ein Gericht in Helsinki hat die verheirateten Inhaber einer Kunstgalerie wegen des Verkaufs hunderter gefälschter Gemälde zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die 46-jährige Kati Marjatta Karkkiainen muss für vier Jahre hinter Gitter, der 75 Jahre alte Reijo Pollari für fünf Jahre. Außerdem wurde dem Ehepaar eine Geldstrafe in Höhe von 13 Millionen Euro auferlegt. Acht weitere Angeklagte müssen bis zu drei Jahre ins Gefängnis.     Das Gericht sah es als erwiesen, dass das Duo Käufer und Auktionshäuser täuschte, indem es gefälschte Gemälde als Originale von Matisse, Renoir, Monet, Kandinsky und anderen ausgab. Zahlreiche Fälschungen gab es auch von russischen Malern aus der Zeit der Romantik sowie von den finnischen Künstlern Helene Schjerfbeck und Albert Edelfeldt.

+++ 18.28 Uhr: Trump will für Änderung des Geburtsrechts notfalls vor Oberstes Gericht ziehen +++

US-Präsident Donald Trump will für die von ihm geplante Einschränkung des Staatsbürgerschaftsrechts notfalls bis vor das Oberste Gericht gehen. "Der Fall wird vom Supreme Court der Vereinigten Staaten entschieden werden", schrieb der US-Präsident auf Twitter. Trump will erreichen, dass künftig nicht mehr jedes auf dem Boden der USA geborene Kind automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten soll. Kinder von Ausländern, die sich unrechtmäßig in den USA aufhalten, sollen davon ausgeschlossen werden. "Das sogenannte Geburtsrecht, das unser Land Milliarden von Dollar kostet und sehr unfair für unsere Bürger ist, wird so oder so beendet", twitterte Trump. Am Dienstag hatte er angekündigt, sein Vorhaben per Dekret umsetzen zu wollen. Viele Juristen bezweifeln allerdings, dass Trump das seit rund 150 Jahren in einem Verfassungszusatz festgeschriebene Recht einfach per Dekret aufheben kann.

+++ 18.20 Uhr: Gericht: Spaziergänger dürfen freilaufende Hunde abwehren +++

Spaziergänger dürfen einem Gerichtsbeschluss zufolge effektive Abwehrmaßnahmen ergreifen, wenn sich ihnen ein fremder, nicht angeleinter Hund ohne Kontrolle seines Halters nähert. Dieser Beschluss sei nicht nur auf Rheinland-Pfalz bezogen, sondern gelte immer, wenn eine Gefahrenabwehrverordnung in Kraft sei, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Koblenz (OLG). Das OLG bestätigte mit dem Beschluss (Az.: 1 U 599/18) ein Urteil des Landgerichts Mainz.

Geklagt hatte ein Jogger, der mit seiner angeleinten Hündin im Wald unterwegs war. Als der Hund eines spazierenden Paars auf ihn zukam, forderte er es auf, deren nicht angeleinten Hund zurückzurufen. Auf die Rufe reagierte der Hund aber nicht. Bei dem Versuch, das Tier mit einem Ast fernzuhalten, rutschte der Jogger aus. Er zog sich einen Riss der Kniesehne zu und musste operiert werden.

Aus Sicht des Spaziergängers wollte sein Hund aber nur die Hündin des Joggers umtänzeln und mit ihr spielen, war aber nicht aggressiv. Das Landgericht stellte fest, dass der Hundehalter haften muss. Dieser legte Berufung gegen das Urteil ein und wollte laut OLG nicht für die Schäden haften, weil der Jogger die Hündin nicht hätte abwehren müssen.

+++ 18.15 Uhr: Russische Polizeioffiziere vergewaltigen junge Kollegin +++

Drei ranghohe russische Polizeioffiziere der Stadt Ufa sind wegen Vergewaltigung einer 23 Jahre alten Kollegin festgenommen worden. Das teilte das Ermittlungskomitee der Hauptstadt von Baschkortostan mit, etwa 1160 Kilometer östlich von Moskau. Die mutmaßlichen Täter sind die Polizeivorsteher zweier Stadtteile, 50 und 51 Jahre alt, sowie der 34 Jahre alte Leiter der städtischen Meldebehörde. Ermittelt werde wegen Gruppenvergewaltigung. Darauf stehen in Russland bis zu zehn Haft.

+++ 17.25 Uhr: Siebeneinhalb Jahre Haft: Freund beim Missbrauch der Tochter erwischt +++

Weil er die zehnjährige Tochter seiner Lebensgefährtin mehrfach sexuell missbraucht hat, ist ein 32-Jähriger in Bonn zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Mann wegen schweren Kindesmissbrauchs schuldig. Seine Freundin hatte ihn auf frischer Tat ertappt, als er sich nachts stark betrunken an dem Kind verging. Nach Überzeugung des Gerichts war es über einen Zeitraum von zwei Jahren zu mindestens fünf Übergriffen gekommen.

Um ihre Kinder zu schützen, hatte sich die 31-Jährige schützend zu ihren Kindern gelegt, als sie den Missbrauch im vergangenen April aufgedeckt hatte. Daraufhin sei sie von dem Mann vor den Augen ihrer Kinder geschlagen und gewürgt worden. Dennoch sei es ihr gelungen, einen Notruf abzusetzen. Als die Polizei erschien, ergab ein Alkoholtest 1,42 Promille zur Tatzeit. Dem missbrauchten Kind muss er laut Urteil 10.000 Euro, der Mutter 1500 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Die Richter ordneten zudem seine Unterbringung in einer Entzugsklinik an. Die sexuellen und gewalttätigen Übergriffe hätten immer stattgefunden, wenn er betrunken gewesen sei. Seit seinem 14. Lebensjahr trinke der Mann exzessiv Alkohol. Ohne Therapie bleibe der Koch gefährlich, befand das Gericht.

+++ 17.15 Uhr: Verschwundener Junge soll bald nach Bayern zurückkehren +++

Fast eineinhalb Jahre war ihr neunjähriger Sohn spurlos verschwunden - nun kann eine Frau aus dem bayerischen Landkreis Rosenheim den Jungen bald wieder in die Arme schließen. Der Vater soll das Kind im Frühjahr 2017 mitgenommen und der Mutter entzogen haben, wie die Polizei mitteilte. Der damals Achtjährige aus Wasserburg am Inn war zu Besuch bei seinem Vater im oberbayerischen Gilching - seitdem blieben beide verschwunden. Bei seiner Einreise nach Dublin waren irischen Behörden auf den Jungen aufmerksam geworden. Seit Ende September ist der Junge in der Obhut der Behörden in Irland und soll bald nach Bayern zurückgebracht werden. 

Britische Behörden hatten bereits vor einigen Wochen den Vater des Jungen festgenommen. Gegen den Mann lag ein europäischer Haftbefehl vor. Er wurde am Dienstag nach Deutschland überstellt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ihm werfen die deutschen Ermittler die Entziehung des minderjährigen Sohnes vor.

+++ 16.56 Uhr: Pakistan spricht Christin frei - Islamisten fordern Tod der Richter +++

Sie soll sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. - Nach acht Jahren in der Todeszelle ist die wegen Blasphemie verurteilte Christin Asia Bibi in Pakistan freigesprochen worden. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, das Todesurteil gegen die 51-Jährige aufzuheben, löste in dem vorwiegend muslimischen Land Zorn unter radikalislamischen Gruppen aus. Tausende blockierten in der Hauptstadt Islamabad Straßen und plünderten Regierungsgebäude, wie Behörden mitteilten. In Lahore versuchten Anhänger einer radikalen Gruppe, das regionale Parlament zu stürmen. Die Regierung entsandte Behördenangaben zufolge Soldaten in größere Städte. Anführer der radikalen Gruppe Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) forderten den Tod der Richter.   

Der fünffachen Mutter Asia Bibi war vorgeworfen worden, sich bei einem Streit mit muslimischen Frauen in ihrem Dorf abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. Sie war 2009 festgenommen und im Jahr darauf nach einem international umstrittenen Blasphemiegesetz zum Tode verurteilt worden. Dies hatte weltweit Kritik ausgelöst.

+++ 16.12 Uhr: Polizist gibt vor Spiel Rostock gegen Nürnberg Warnschuss ab +++

Vor dem Pokalspiel des FC Hansa Rostock gegen den 1. FC Nürnberg ist es in Rostock zu Ausschreitungen gekommen. Bei einer Auseinandersetzung zweier kleinerer Gruppierungen von Fans beider Mannschaften wurde ein Warnschuss abgegeben, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Etwa 350 Nürnberger Fans wurden in Gewahrsam genommen, die Polizei notierte die Personalien. Nach Angaben einer Polizeisprecherin waren mehrere hundert Anhänger des 1. FC Nürnberg bereits am Vormittag und damit viele Stunden vor Spielbeginn mit Reisebussen in Rostock angekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei durchstreiften einzelne Gruppierungen die Gegend am Werftdreieck, trafen dabei auf FC Hansa-Fans und provozierten diese. Der Polizei sei es jeweils gelungen, die aufeinander losgehenden Gruppierungen zu trennen. In einem Fall habe ein Beamter dabei einen Warnschuss abgegeben.

+++ 15.28 Uhr: Laschet: Bei jetziger Konstellation keine Bewerbung um CDU-Vorsitz +++

Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Armin Laschet wird sich nicht um die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der Bundes-CDU bewerben. Laschet sagte am Mittwoch vor Journalisten in Düsseldorf, angesichts der jetzt geplanten Trennung von CDU-Parteivorsitz und Kanzleramt halte er das Amt des Regierungschefs im größten Bundesland für nicht mit dem CDU-Bundesvorsitz vereinbar.

+++ 15.12 Uhr: Türkische Justiz: Khashoggi wurde in Konsulat erwürgt +++

Der saudiarabische Journalist Jamal Khashoggi ist nach Erkenntnissen der türkischen Justiz kurz nach Betreten des Konsulats seines Landes in Istanbul erwürgt worden. Anschließend sei der 59-jährige Regierungskritiker zerstückelt worden, erklärte die Istanbuler Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Gespräche mit dem saudiarabischen Generalstaatsanwalt zu dem Fall hätten in den vergangenen Tagen keine "konkreten Ergebnisse" ergeben.

+++ 13.57 Uhr: Fünf Jahre Haft für 70-Jährigen nach Messerattacke auf Flüchtlinge +++

Das Landgericht Heilbronn hat einen 70-Jährigen wegen der geplanten Tötung von Flüchtlingen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde am Mittwoch wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen schuldig gesprochen. Der Deutsche hatte eingeräumt, am 17. Februar auf dem Marktplatz in Heilbronn mit einem Küchenmesser auf vier junge Männer eingestochen zu haben, die er für Asylbewerber hielt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az.: 1 Ks 11 Js 5478/18).

Ein damals 17 Jahre alter Afghane wurde schwer verletzt, ein 25-jähriger Iraker und ein 19-jähriger Syrer leicht. Der vierte Attackierte wich drei Stichen aus und konnte unverletzt fliehen. Der Angeklagte hatte nach seiner Verhaftung gesagt, es sei ihm darum gegangen, ein Zeichen gegen die Flüchtlingspolitik in Deutschland zu setzen. Ein Gutachter bescheinigte dem während der Tat alkoholisierten und kranken Mann verminderte Schuldfähigkeit.

+++ 13.48 Uhr: Hauptbahnhof in München wieder frei +++

Die Sperrungen am Münchner Hauptbahnhof und Ostbahnhof sind wieder aufgehoben worden. Zwei verdächtige Reisetaschen entpuppten sich als ungefährlich. Am Münchner Ostbahnhof habe sich das untersuchte Gepäckstück als Gleitschirm herausgestellt, der mit Folien umwickelt war, teilte ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwochmittag mit. Wem der Gleitschirm gehört, sei noch unklar.

+++ 12.59 Uhr: Hauptbahnhof in München teilweise gesperrt - Zugverkehr lahmgelegt +++

Wegen zweier verdächtiger Reisetaschen sind in München Teile des Hauptbahnhofs und des Ostbahnhofs gesperrt. Am Hauptbahnhof wurde nahezu der gesamte Zugverkehr lahmgelegt, weil die Schalterhalle und der Querbahnsteig gesperrt wurden, wie eine Sprecherin der Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Am Ostbahnhof seien die Gleise 1 und 2 und der Haupteingang nicht mehr zugänglich. Spezialisten der Polizei sollten sich die mit Klebeband umwickelten Taschen nun genauer ansehen. Wem sie gehören, war zunächst unklar.

+++ 12.33 Uhr: 1,1 Kilogramm schwerer "Löwen-Smaragd" in Sambia gefunden +++

In Sambia ist ein mehr als ein Kilogramm schwerer Smaragd gefunden worden. Der leuchtend grüne Kristall mit 5655 Karat sei im Bergwerk Kagem in der zentralen Provinz Copperbelt von Geologen entdeckt worden, teilte das Unternehmen Gemfields mit.

Der Kristall werde bei einer Auktion im November in Singapur verkauft. Den Wert des Edelsteins schätze Gemfields nicht. Preise für Smaragde seien im Vergleich zu Diamanten sehr schwer vorauszusagen, hieß es. Zehn Prozent der Einnahmen sollen zwei Tierschutzorganisationen zugutekommen, mit denen Gemfields in Sambia zusammenarbeitet, teilte das Unternehmen mit.

+++ 12.24 Uhr: Defekter Sensor verursachte Fehlstart von Sojus-Rakete +++

Ein defekter Sensor hat nach vorläufigen russischen Angaben den Fehlstart der bemannten Sojus-Rakete am 11. Oktober verursacht. Das sagte der Leiter der bemannten russischen Raumfahrt, Ex-Kosmonaut Sergej Krikaljow, nach Medienberichten in Moskau. Deshalb habe es Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe gegeben, sagte er. Offiziell will die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Donnerstag das Ergebnis einer Kommission vorstellen, die den Vorfall untersucht hat.

Die Trägerrakete vom Typ Sojus-FG hatte sich zwei Minuten nach dem Abheben vom Weltraumgelände Baikonur in Kasachstan in ihre Einzelteile zerlegt. Das eingebaute Sicherheitssystem brachte die Raumfahrer Sergej Owtschinin und Nick Hague, die zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollten, unverletzt zur Erde zurück.

+++ 12.09 Uhr: 420 Kilogramm Cannabis in Wohnmobil versteckt +++

Fahnder der griechischen Küstenwache haben in der westgriechischen Hafenstadt Patras 420 Kilogramm Cannabis sichergestellt. Drei mutmaßliche Drogenhändler seien bei dem Einsatz festgenommen worden, teilte die griechische Küstenwache mit. Die Drogen waren in einem Hohlraum eines Wohnmobils versteckt. Die Fahnder vermuten, dass die drei mutmaßlichen Drogenhändler die Drogen nach Italien bringen wollten, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur. Albanien, die griechische Halbinsel Peloponnes sowie Kreta gelten als Regionen mit der größten Cannabis-Produktion in Europa.

+++ 11.24 Uhr: 17-Jähriger stirbt bei mutmaßlichem Anschlagsversuch auf russischen Geheimdienst +++

Bei einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf den russischen Inlandsgeheimdienst FSB ist ein Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurde ein 17-Jähriger am Mittwoch in der FSB-Niederlassung in der Stadt Archangelsk im Norden des Landes getötet, als ein selbst gebauter Sprengsatz in seinen Händen explodierte. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen Terrorismus und illegalen Waffenbesitzes auf.

Den Angaben zufolge wurden bei der Explosion drei FSB-Mitarbeiter verletzt. Der junge Mann hatte demnach am Morgen gerade das Gebäude betreten, als der Sprengsatz hochging.

+++ 11.21 Uhr: Gouverneur von Daressalam greift hart gegen Homosexualität durch  +++

Der Gouverneur der größten tansanischen Stadt, Daressalam, hat nach anonymen Hinweisen eine Liste von 200 angeblich homosexuellen Menschen erstellt, denen er nun mit strafrechtlicher Verfolgung droht. Homosexualität ist in Tansania, wie in vielen afrikanischen Ländern, verboten. In dem ostafrikanischen Staat drohen bei Verurteilung bis zu 30 Jahre Haft, dies kommt aber selten vor.

"Ich weiß, dass diese Aktion einigen Ländern nicht gefallen wird", sagte der Gouverneur Paul Makonda. Doch er könne sich nicht zurücklehnen und Menschen erlauben, sich falsch zu verhalten, nur weil einige Länder diese Art von Verhalten billigten.

Makonda hatte zuvor die Öffentlichkeit in Daressalam gebeten, die Namen von angeblich homosexuellen Menschen einzureichen. Er habe bislang fast 19.000 Namen erhalten, sagte er. Daraus habe er die Liste der 200 Menschen erstellt. Wenn sich durch Ermittlungen die Homosexualität beweisen lasse, würden sie angeklagt werden, sagte er.

+++ 11.21 Uhr: Vermutlich Flugschreiber von indonesischer Unglücksmaschine entdeckt +++

Nach dem Absturz der indonesischen Passagiermaschine haben Suchteams im Meer mutmaßlich die Flugschreiber ausfindig gemacht. Nach Angaben von Ermittlern wurden sogenannte Ping-Signale empfangen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Aufzeichnungsgeräten im Cockpit stammen. Das Wrack der Maschine liegt etwa 30 Meter tief auf dem Meeresgrund.

Bei dem Absturz der Boeing 737 des Billigflug-Anbieters Lion Air kamen am Montag alle 189 Menschen an Bord ums Leben. Die Maschine hatte wenige Minuten nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta dramatisch an Höhe verloren und fiel ins Meer. Vermutet wird, dass technische Probleme dazu führten. Von den Flugschreibern, den sogenannten Blackboxes, erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Ursache.

+++ 11.18 Uhr: Kabinett beschließt Erhöhung des Mindestlohns +++

Das Kabinett hat eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns beschlossen. Der Stundenlohn steigt demnach zum 1. Januar kommenden Jahres auf 9,19 Euro und ein Jahr später auf 9,35 Euro. Die Regierung folgte damit den Empfehlungen der Mindestlohnkommission, die sich Ende Juni geäußert hatte. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 8,84 Euro pro Stunde.

+++ 10.41 Uhr: Bundeskabinett billigt neues Organspende-Gesetz +++

Das Bundeskabinett hat gesetzliche Verbesserungen für die Organspende auf den Weg gebracht. Die Regierung billigte nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums den Entwurf, der eine bessere Vergütung für Krankenhäuser vorsieht, die ein Spenderorgan entnehmen. Zusätzlich erhalten sie einen Zuschlag als Ausgleich für die Inanspruchnahme ihrer Infrastruktur.

Damit auch kleinere Kliniken Spenderorgane entnehmen können, soll bundesweit ein neurologischer Bereitschaftsdienst eingerichtet werden. Dieser soll gewährleisten, dass jederzeit flächendeckend qualifizierte Ärzte zur Feststellung des Hirntodes zur Verfügung stehen. Dies ist Voraussetzung für die Entnahme eines Organs.

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angestrebte Widerspruchslösung, mit der eine Erhöhung der Spenderzahlen erreicht werden soll, ist in dem Entwurf nicht enthalten. Dadurch soll jeder automatisch zum Spender werden, wenn er oder ein Angehöriger nicht ausdrücklich widersprochen hat. Bislang ist eine explizite Zustimmung erforderlich. Über eine etwaige Neureglung wird der Bundestag möglicherweise im kommenden Jahr entscheiden.

+++ 10.38 Uhr: Tschechische Regierung für dauerhafte Winterzeit  +++

Tschechien spricht sich dafür aus, bei einer Abschaffung der Zeitumstellung dauerhaft die Winterzeit einzuführen. Es gebe dafür verschiedene praktische und gesundheitliche Gründe, sagte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge nach der Kabinettssitzung in Prag. Als Beispiel führte er an, dass Kinder im Sommer nicht schlafen gehen wollten, wenn es nach 21.00 Uhr noch hell sei.

Auch Wissenschaftler der tschechischen Akademie der Wissenschaften sprachen sich für die ständige Winterzeit aus. Bei ganzjähriger Winterzeit würden die Menschen im Winter morgens mehr Licht und im Sommer abends weniger Licht ausgesetzt. "Damit wird unsere biologische Uhr besser synchronisiert und der Schlaf auf eine frühere Zeit in Relation zur Arbeits- oder Unterrichtszeit eingestellt", teilte Alena Sumova vom Institut für Physiologie mit. Das gehe mit einer besseren psychischen Gesundheit einher.

Bei einer Online-Befragung der EU-Kommission hatten sich im August 84 Prozent der Teilnehmer für eine Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen - die meisten stimmten für eine dauerhafte Sommerzeit.

+++ 10.31 Uhr: Studie: Zuwanderung aus EU-Ländern sorgt für mehr Wachstum +++

Zuwanderung von Arbeitskräften aus anderen EU-Ländern hat in Deutschland in den vergangenen Jahren zu zusätzlichem Wirtschaftswachstum geführt. "Die Besetzung von Stellen durch Zuwanderer erhöht die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung und führt zu einer zusätzlichen Konsumnachfrage", heißt es in einer in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Das Bruttoinlandsprodukt sei deshalb in den Jahren 2011 bis 2016 durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte pro Jahr gestiegen, zum Höhepunkt der Zuwanderung im Jahr 2015 sogar um 0,3 Prozentpunkte.

+++ 10.23 Uhr: Mediziner raten von kurz aufeinanderfolgenden Schwangerschaften ab +++

Zwischen einer Geburt und einer erneuten Schwangerschaft sollte einer Studie zufolge eine Pause von mindestens einem Jahr liegen. "Unsere Studie hat ein gestiegenes Risiko sowohl für die Mutter als auch für das Baby festgestellt, wenn Schwangerschaften eng aufeinanderfolgen", sagte die Hauptautorin Laura Schummers von der Universität von British Columbia. "Besonders wichtig sind die Erkenntnisse für ältere Frauen, weil sie eher zu Schwangerschaften mit kurzen Pausen tendieren und das oft bewusst." Für die im Fachmagazin "Jama Internal Medicine" erschienene Studie wurden über 148.000 Schwangerschaften von über 123.000 Frauen in der kanadischen Provinz British Columbia ausgewertet.

1,2 Prozent der Frauen über 35 Jahren, die weniger als sechs Monate nach einer Geburt wieder schwanger wurden, erlitten der Studie zufolge schwerwiegende Komplikationen oder starben in Einzelfällen sogar vor, während oder nicht lange nach der Geburt. Bei einer Pause von mindestens 18 Monaten sank das Risiko auf etwa 0,5 Prozent. Bei jüngeren Frauen zwischen 20 und 34 war dieses erhöhte Risiko nicht gegeben. Dafür war bei Ihnen das Risiko einer Frühgeburt bei einer sehr zeitnahen erneuten Schwangerschaft noch stärker erhöht.

+++ 08.58 Uhr: Mehr als 15 Millionen Menschen von Armut oder Ausgrenzung bedroht +++

In Deutschland ist knapp ein Fünftel der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Jahr 2017 lag dieser Anteil bei 19 Prozent, das entspricht etwa 15,5 Millionen Menschen. Das berichtete Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf die EU-weite Erhebung "Leben in Europa" (EU-SILC). Damit ist der Wert binnen einen Jahres leicht gesunken, im Jahr 2016 waren hierzulande noch 16 Millionen Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, das war ein Anteil von 19,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung. In der gesamten EU lag der Anteil im Jahr 2017 bei 22,5 Prozent (2016: 23,5 Prozent).

Nach der EU-Definition für die Erhebung gilt jemand als von Armut gefährdet, wenn er über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung verfügt. 2017 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 1096 Euro im Monat, für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2302 Euro im Monat.

+++ 08.29 Uhr: Mindestens 18 Tote bei Hubschrauberabsturz in Afghanistan +++

Bei dem Absturz eines Hubschraubers mit mehreren Politikern an Bord sind in Afghanistan mindestens 18 Menschen umgekommen. Bei dem Unglück in der Westprovinz Fara seien auch der Chef des Provinzrats von Fara und mehrere seiner Mitarbeiter ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit.

Demnach waren zwei Hubschrauber der afghanischen Armee von der Hauptstadt Fara der gleichnamigen Provinz in Richtung der Stadt Herat unterwegs gewesen, als einer der Hubschrauber im Bezirk Anar Dara gegen Berg flog. Kein Insasse habe überlebt. Die afghanische Nachrichtenagentur ToloNews berichtete unter Berufung auf einen Militärvertreter von 20 Toten.

+++08.11 Uhr:  Ungarn: Kamerafrau nach Tritten gegen Flüchtlinge freigesprochen +++

Ungarns Oberster Gerichtshof (OGH) hat eine Kamerafrau freigesprochen, die im September 2015 während der Arbeit absichtlich nach davonlaufenden Flüchtlingen getreten hatte. Im Oktober des Vorjahrs war Petra Laszlo noch wegen Landfriedensbruchs rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Höchstgericht hob das Urteil am Dienstag in einem Revisionsverfahren jedoch auf, wie das Portal "magyarhang.org" berichtete.

Laszlo, die damals für den zur rechtsradikalen Jobbik-Partei gehörenden Internet-Fernsehsender N1TV arbeitete, hatte auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms nach Europa mit ihrem Verhalten Empörung ausgelöst. Videos anderer Journalisten zeigten, wie sie einem Flüchtling mit einem Kind im Arm ein Bein stellte, woraufhin dieser samt Kind zu Boden fiel. Außerdem war zu sehen, wie sie einem kleinen Mädchen gegen das Schienbein trat.

Den Freispruch im Revisionsverfahren begründeten die OGH-Richter damit, dass Laszlos Vergehen nicht den Straftatbestand des Landfriedensbruches erfüllt habe. Zu diesem hätte gehört, dass die Tat die öffentliche Ruhe und Ordnung störe, was bei Laszlos Vergehen nicht der Fall gewesen sei. Bei der Tat der Kamerafrau habe es sich vielmehr um ein Ordnungsvergehen gehandelt. Dieses sei aber inzwischen verjährt.

+++ 08.09 Uhr: Geburtenziffer 2017 leicht gesunken +++

Die Zahl der geborenen Kinder war im Jahr 2017 mit rund 785.000 Babys um etwa 7000 niedriger als im Jahr 2016. Dieser Rückgang geht auf die leicht gesunkene durchschnittliche Kinderzahl je Frau zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, betrug im Jahr 2017 die zusammengefasste Geburtenziffer 1,57 Kinder je Frau. Im Jahr zuvor hatte sie den Wert von 1,59 erreicht.

Die zusammengefasste Geburtenziffer wird zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr. Alle Angaben beziehen sich auf lebend geborene Kinder.

+++ 07.51 Uhr: Österreich zieht sich aus UN-Migrationspakt zurück +++

Österreich wird sich aus dem geplanten globalen Migrationspakt der Vereinten Nationen zurückziehen. Das erklärten Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) vor einer Ministerratssitzung, auf der heute ein entsprechender Entschluss gefasst werden soll.

Der Pakt sei nicht geeignet, um Migrationsfragen zu regeln. Man befürchte den Verlust österreichischer Souveränität in der Migrationspolitik und ein Verwischen der Unterschiede zwischen legaler und illegaler Migration, hieß es.

Das rechtlich nicht bindende Abkommen soll Grundsätze für den Umgang mit Flüchtlingen und Migranten festlegen und bei einer UN-Konferenz in Marokko am 10. und 11. Dezember angenommen werden.

+++ 07.16 Uhr: Zwei Deutsche von Lawine in Neuseeland getötet +++

Beim Abgang einer Lawine in Neuseeland sind zwei deutsche Bergsteiger ums Leben gekommen. Die beiden Männer wurden am Mittwoch am 3216 Meter hohen Mount Hicks in den neuseeländischen Alpen von Schneemassen erfasst und konnten sich nicht mehr retten, wie die Polizei mitteilte. Zum Alter der Opfer machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben. Die beiden Männer sollen jedoch schon seit längerer Zeit in Neuseeland gelebt haben.

Auch eine Neuseeländerin wurde von der Lawine erfasst. Die Frau namens Jo Morgan konnte sich jedoch aus eigener Kraft retten. Im Radio erzählte sie: "Ich steckte völlig im Schnee fest. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, bis ich herausgekommen bin. Als die Rettungscrew kam, war ich draußen." Der Mount Hicks - auch Saint David's Dome genannt - liegt auf der Südinsel des Pazifikstaats.

+++ 07.11 Uhr: Zwölf Tote nach Unwettern in Italien - Touristen sitzen in Alpen fest +++

Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern in Italien ist auf mindestens zwölf gestiegen. In der nordöstlichen Provinz Belluno wurde der Leichnam eines Handwerkers aus einem Wildbach geborgen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Todesfälle gab es unter anderem in Südtirol und in der angrenzenden Provinz Trient. Nahe dem Adria-Ort Rimini starb ein Kite-Surfer.

In den Alpen saßen laut Ansa rund 180 Touristen und Saisonarbeiter fest, nachdem das Stilfser Joch von heftigem Schneefall blockiert worden war. In Ligurien an der italienischen Riviera waren in der Nacht zum Mittwoch noch 20.000 Menschen ohne Stromversorgung. Regionalpräsident Giovanni Toti schätzte die Schäden auf mehrere Hundert Millionen Euro. Der Luxusbadeort Portofino ist von der Außenwelt abgeschnitten. In Venedig wurde der weltberühmte Markusdom von den Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen.

Regen, Sturm, Hagel: Venedig überflutet, Bäume entwurzelt: Mehrere Tote durch Unwetter in Italien

+++ 04.34 Uhr: Nur gut ein Drittel der nagelneuen Panzer einsatzbereit +++

Selbst bei nagelneuen Panzern, Kampfjets und Hubschraubern der Bundeswehr lässt die Einsatzbereitschaft zu wünschen übrigen. Von den 97 im Jahr 2017 an die Truppe ausgelieferten Großgeräten können nach einer Aufstellung des Verteidigungsministeriums derzeit nur 38 genutzt werden. Das entspricht einer Quote von 39 Prozent. Ziel der Bundeswehr ist es, 70 Prozent ihrer Waffensysteme für den Einsatz bereit zu halten.

Dem Ministerium machen vor allem das Transportflugzeug A400M und der Schützenpanzer Puma Sorgen. Hier sei die Qualität bei Auslieferung "weiterhin steigerungsfähig", heißt es in einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Tauber auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Matthias Höhn, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Hier sehen wir nach wie vor die Industrie in der Pflicht, die vereinbarten Leistungen schnellstmöglich zu erfüllen."

Von den 71 im vergangenen Jahr ausgelieferten Puma-Panzern sind 27 einsatzbereit, von den acht A400M die Hälfte. Auch bei den neuen Hubschraubern sieht es düster aus: Von sieben "Tiger"-Kampfhubschraubern aus dem Jahr 2017 sind zwei einsatzbereit, von sieben "NH90"-Transporthubschraubern sind es vier.

+++ 00.45 Uhr: Weltraumteleskop Kepler beendet Mission und geht in Ruhestand +++

Nach neun Jahren im All hat das Weltraumteleskop Kepler seine Mission beendet. Dem unbemannten Weltraumobservatorium, das mehr als 2600 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckte, ist wie erwartet der Treibstoff ausgegangen, wie die US-Weltraumbehörde Nasa mitteilte. Das Teleskop wird seinen Ruhestand nun auf seiner bisherigen Umlaufbahn verbringen.

Die Nasa hatte das nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Weltraumteleskop 2009 ins All gebracht. Seine Mission war die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannten Exoplaneten.

Dank Kepler habe gezeigt werden können, dass 20 bis 50 Prozent aller im Nachthimmel sichtbaren Sterne wahrscheinlich von theoretisch bewohnbaren, erdähnlichen Planeten umkreist würden, erklärte die Nasa. Der frühere Kepler-Forschungsleiter Bill Borucki bezeichnete die Mission als "riesigen Erfolg".

Die Auswertung der von Kepler gelieferten Daten wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Ein Nachfolger für Kepler, der Forschungssatellit Tess, wurde im April ins All geschossen.

+++ 00.04 Uhr: Keine Anklage gegen Sylvester Stallone nach Missbrauchsvorwürfen +++

Hollywood-Star Sylvester Stallone (72) wird in Kalifornien wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe nicht vor Gericht gestellt. Die Angaben des angeblichen Opfers hätten durch die Ermittlungen nicht bestätigt werden können. Zudem sei der Fall verjährt, teilte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles mit.

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, hatte eine Frau behauptet, sie und Stallone hätten 1987 eine zunächst einvernehmliche Beziehung gehabt, doch dann sei der Schauspieler 1987 und 1990 sexuell übergriffig geworden. Über die Identität der Frau wurde nichts weiter bekannt.

Im November 2017 hatte die Frau bei der Polizei im kalifornischen Santa Monica unter anderem Vorwürfe von Vergewaltigung gegen den Schauspieler vorgebracht. Stallones Anwalt dementierte die Vorwürfe damals. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

+++ Hier lesen Sie die Nachrichten von Dienstag, 30. Oktober 2018 +++

Ungewöhnliches Verhalten: Känguru wird aus dem Meer gerettet und stürzt sich erneut in die Fluten
kng / DPA / AFP