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News des Tages: Rechtsrock-Konzert in Thüringen verlegt - Nutzung der Zufahrtswege verboten

Großdemoverbot am Hambacher Forst aufgehoben +++ Tausende demonstrieren gegen Kavanaugh +++ OVG Münster verfügt Rodungsstopp im Hambacher Wald +++ Altkanzler Schröder feiert Hochzeit in Berlin +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Neonazifestival "Tage der nationalen Bewegung" im Juli 2018 im thüringischen Themar

Neonazifestival "Tage der nationalen Bewegung" im Juli 2018 im thüringischen Themar

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Rechtsrock-Konzert in Thüringen verlegt - Nutzung der Zufahrtswege verboten (16.36 Uhr)
  • Interpol-Präsident Meng Hongwei wird vermisst (12.22 Uhr)
  • Lange Freiheitsstrafen im Höxter-Prozess (11.23 Uhr)
  • OVG Münster verfügt Rodungsstopp im Hambacher Wald (10.48 Uhr)
  • Minibus kollidiert mit Linienbus: Mindestens 13 Tote (10.14 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 17.58 Uhr: Zwei Palästinenser bei Konfrontationen an Gaza-Grenze getötet +++

Bei neuen Konfrontationen an der Gaza-Grenze sind zwei Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Einer der Toten sei ein Zwölfjähriger, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Mehr als 60 weitere Palästinenser seien durch Schüsse verletzt worden. Die israelische Armee teilte mit, rund 20 000 Palästinenser hätten sich am Freitag an verschiedenen Orten entlang der Grenze versammelt. Teilnehmer der Proteste hätten Sprengsätze und Steine auf Soldaten geworfen sowie brennende Reifen in ihre Richtung gerollt. Die Soldaten hätten auch mit scharfer Munition reagiert.

+++ 17.43 Uhr: Öffentliches Training des Löw-Teams: Alle 5000 Tickets vergeben +++

Alle 5000 Tickets für das öffentliche Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag in Berlin sind vergeben. Das teilte der DFB vier Tage vor der Übungseinheit im Amateurstadion von Hertha BSC mit. Der Großteil der kostenlosen Eintrittskarten ging an junge Fußballerinnen und Fußballer aus Berlin. Angesetzt ist das Training von Bundestrainer Joachim Löw von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Das DFB-Team bereitet sich in der Hauptstadt auf die anstehenden Partien in der Nations League in die Niederlande und bei Weltmeister Frankreich vor. In Berlin ist allerdings kein Show-Training geplant, es soll eine ganz normale sportliche Einheit sein.

+++ 17.33 Uhr: Schwere Unwetter in Süditalien - mindestens zwei Tote +++

Bei schweren Unwettern in Süditalien sind mindestens zwei Menschen gestorben. Eine Frau und ihr siebenjähriger Sohn kamen in der Region Kalabrien ums Leben, nach dem zweiten Sohn wurde weiter gesucht, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Medienberichten zufolge waren Mutter und Kind in der Stadt Lamezia Terme von Wassermassen mitgerissen worden. 

+++ 17.23 Uhr: Weniger Stromausfälle in Deutschland - Dauer leicht gestiegen +++

Die Energiewende mit der wachsenden Zahl kleiner Erzeuger hat nach neuen Zahlen der Bundesnetzagentur keine negative Auswirkung auf die Qualität der Stromversorgung in Deutschland. Im vergangenen Jahr habe sich die durchschnittliche Dauer von Stromausfällen zwar leicht erhöht, die Versorgungsqualität liege aber "weiter auf sehr hohem Niveau", sagte der Vizepräsident der Bundesnetzagentur, Peter Franke.

+++ 16.59 Uhr: Massengrab mit 800 gefallenen Soldaten in Wolgograd entdeckt +++

Bei Bauarbeiten in Südrussland ist ein Massengrab mit rund 800 gefallenen deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei der Verlegung einer Wasserleitung im Zentrum der einst heftig umkämpften Stadt Stalingrad (heute Wolgograd) seien Arbeiter auf das Grab gestoßen, teilte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit. Ein Teil des Grabes befinde sich jedoch unter einer Wohnsiedlung, eine Ausgrabung sei dort sehr schwierig.

+++ 16.39 Uhr: Journalistenmord auf Malta: Ermittler muss sich zurückziehen +++

Fast ein Jahr nach dem Mord an einer maltesischen Journalistin soll ein hochrangiger Polizeibeamter wegen möglicher Befangenheit von den Ermittlungen ausgeschlossen werden. Ein Berufungsgericht bestätigte in Valletta ein entsprechendes Urteil des Verfassungsgerichts. Silvio Valletta ermittelte zu dem noch immer nicht aufgeklärten Mord an Daphne Caruana Galizia, die am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in Bidnija bei der Explosion einer Autobombe ums Leben kam. Die Familie der Journalistin geht davon aus, dass es ein politischer Mord war. Vor Gericht müssen sich drei Männer verantworten. Unklar ist aber, wer die wahren Drahtzieher hinter dem Anschlag sind. Valletta ist mit einem Regierungsmitglied verheiratet. Nach Ansicht des Gerichts würde die weitere Präsenz Vallettas die "objektive Unparteilichkeit" der Ermittlungen untergraben.

+++ 16.36 Uhr: Neonazi-Konzert: Gericht untersagt Nutzung von Zufahrtswegen +++

Das Rechtsrock-Konzert im thüringischen Magdala darf nun doch nicht wie geplant stattfinden. Das Amtsgericht Weimar hat dem Veranstalter die Nutzung von Zufahrtswegen auf das Konzertgelände an der Autobahn 4 kurzfristig untersagt, wie die Polizei mitteilte. Damit werde die Veranstaltung nicht in Magdala stattfinden, twitterte die Landespolizei. Die Stadt hatte die einstweilige Verfügung beantragt. Als Reaktion darauf will der Veranstalter offensichtlich nach Apolda ausweichen. Dort war bereits vorsorglich eine Veranstaltung angemeldet worden, die nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimar auch dort stattfinden kann.

+++ 16.25 Uhr: Umfrage: Fast 80 Prozent der Deutschen sehen Regierung kritisch +++

Lieber streiten als regieren? 78 Prozent der Deutschen trauen der Bundesregierung einer neuen Forsa-Umfrage zufolge nicht zu, sich nach ihren Streitigkeiten wieder ums Regieren zu kümmern. Lediglich 16 Prozent glauben, der Koalition werde es nach ihrer Einigung im Konflikt um Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen gelingen, sich wieder um wichtige Sachthemen zu kümmern, wie aus dem jüngsten RTL/n-tv-Trendbarometer im Auftrag von RTL aktuell hervorgeht. Unter den Anhängern von Linken und AfD ist die Skepsis besonders ausgeprägt - bei ihnen waren jeweils mehr als 90 Prozent der Befragten überzeugt, die Regierungsarbeit werde weiterhin von Streit überlagert.

+++ 16.15 Uhr: Waggons abgekoppelt: Deutscher Tourist auf Mallorca festgenommen +++

Das war auf Mallorca nach Angaben der Behörden noch nie passiert: Ein Deutscher ist auf der spanischen Urlaubsinsel unter dem Vorwurf festgenommen worden, an der Playa de Palma Waggons eines Touristenzuges abgehängt zu haben, wie Medien berichteten. Der 34-Jährige soll am Dienstag zwei Anhänger abgekoppelt haben, als die Bimmelbahn an einer Haltestelle stand. Der aus Dettensee in Baden-Württemberg stammende Tourist sei mit Hilfe von Augenzeugen identifiziert und am Freitag festgenommen worden. Die Polizei sucht nach eigenen Angaben nach einem weiteren Deutschen, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll.

+++ 16.03 Uhr: In Türkei inhaftierter Patrick K. muss weiter in U-Haft bleiben +++

Der in der Türkei seit März inhaftierte Patrick K. (29) aus Gießen muss weiter in U-Haft bleiben. Beim Prozessauftakt in der südosttürkischen Stadt Sirnak habe der Richter entschieden, die Anschuldigungen seien zu schwer für eine Freilassung, sagte sein Anwalt Hüseyin Bilgi der Deutschen Presse-Agentur. 

Der junge Mann war nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu im türkisch-syrischen Grenzgebiet festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in der in Syrien aktiven Kurdenmiliz YPG vor, die die Türkei als Terrororganisation einstuft, sowie das "Betreten einer militärischen Sperrzone". Auf beides zusammen stehen bis zu 20 Jahre Haft. Nach Angaben seiner Familie war K. zum Wandern in der Türkei. Der nächste Gerichtstermin ist laut Anwalt für den 26. Oktober angesetzt.  

+++ 15.55 Uhr: Gericht senkt Strafe für Vergewaltiger einer Camperin bei Bonn +++

Im Revisionsprozess um die Vergewaltigung einer Camperin hat das Bonner Landgericht die Strafe für den Angeklagten herabgesetzt. Die Kammer verurteilte ihn zu zehn Jahren Haft. Im ersten Prozess hatte der abgelehnte Asylbewerber aus Ghana noch eine Freiheitsstrafe von elfeinhalb Jahren erhalten. Zur Begründung für die Reduzierung sagte der Vorsitzende Richter Klaus Reinhoff, eine Strafe von über zehn Jahren für einen Ersttäter stünde "in eklatantem Missverhältnis zu vergleichbaren Fällen". Sie wäre nicht gerecht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das erste Urteil des Bonner Landgerichts vom vergangenen Oktober teilweise aufgehoben. 

+++  15.40 Uhr: Gericht: Demonstration am Hambacher Forst darf am Samstag stattfinden +++

Die für Samstag von Braunkohlegegnern geplante Demonstration am Hambacher Forst kann stattfinden. Das Verwaltungsgericht Aachen gab  einem Eilantrag des Vereins Naturfreunde Deutschland statt, wie das Gericht mitteilte. Es spreche "Überwiegendes" dafür, dass das von der Aachener Polizei ausgesprochene Verbot der Demonstration rechtswidrig sei.

+++ 15.35 Uhr: RWE erwartet durch Rodungsstopp Schaden im niedrigen dreistelligen Millionenbereich +++

Der Energiekonzern RWE erwartet durch den vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst einen erheblichen finanziellen Schaden. Man gehe von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr aus, teilte RWE mit. Eine endgültige Entscheidung über das Rodungsverbot falle möglicherweise nicht vor Ende des Jahres 2020.

+++ 15.19 Uhr: RWE geht nach Gerichtsurteil von Rodungsstopp bis Ende 2020 aus +++

Der Energiekonzern RWE geht nach dem Gerichtsurteil aus Münster von einem Rodungsstopp im Hambacher Forst bis Ende 2020 aus. Es sei damit zu rechnen, dass "möglicherweise erst Ende 2020" eine bestandskräftige Gerichtsentscheidung vorliegen werde und RWE die Rodung erst anschließend wieder aufnehmen dürfe, erklärte das Unternehmen. Das werde auch das Geschäftsergebnis ab 2019 belasten.

+++ 14.55 Uhr: Feuerpause im Jemen erlaubt Massenimpfung gegen Cholera +++

Im Bürgerkriegsland Jemen hat medizinisches Personal eine Feuerpause genutzt, um gut 300.000 Menschen gegen die Durchfallerkrankung Cholera zu impfen. Darunter waren 164 000 Minderjährige, wie das UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf berichteten. Der Einsatz nahe der Hafenstadt Hudaida und im Hinterland bei Ibb sei möglich gewesen, weil die Konfliktparteien in dem Land auf der arabischen Halbinsel einer Feuerpause zugestimmt hatten. Seit April 2017 haben Kliniken im Jemen 1,2 Millionen Verdachtsfälle auf Cholera registriert, mehr als 2 500 Menschen kamen ums Leben.

+++ 14.42 Uhr: Diebe stehlen Kirchendach in Großbritannien  +++

Diebe haben das komplette Bleidach einer historischen Kirche in England abgeräumt. 20 Tonnen Metall ließen die Unbekannten von dem Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert im Ort Houghton Conquest mitgehen. Den Diebstahl entdeckten Putzleute, als sie sich wunderten, dass die Sonne von oben in das Gebäude schien.

Die Gemeinde schätzt den Schaden auf etwa 100.000 Pfund (113.000 Euro), wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Ein Polizist sprach von einer "dreisten" Tat: Die Kriminellen müssten über viele Tage mit großen Fahrzeugen vorgefahren sein, Gerüste oder lange Leitern aufgestellt und so das Kirchendach abgeräumt haben.

+++ 14.08 Uhr: Röttgen: Merkel mangelt es am Willen zu politischen Veränderungen +++

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen fehlenden Willen zur politischen Veränderung vorgeworfen. Wenn die CDU-Vorsitzende ihre Methode nicht ändere - was sie bislang nicht tue -, dann werde sich die Systemkrise verschärfen, sagte Röttgen in einem am Freitag vorab veröffentlichten Gespräch mit dem "Spiegel". Er sprach sich dabei für eine Begrenzung der Amtszeit für Kanzler aus.

+++ 13.10 Uhr: Auto in Fußgängergruppe gefahren - Mehrere Verletzte +++

In Berlin-Charlottenburg ist ein Auto in eine Fußgängergruppe gefahren. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden nach Augenzeugenberichten mindestens fünf Personen verletzt. Das Auto kam in einem Gebäude zum Stehen. Die Ursache war zunächst unklar. Der Vorfall ereignete sich am Mittag in der Helmholtzstraße.

+++ 12.54 Uhr: Russland liefert Luftabwehrsystem S-400 an Indien +++

Russland will das indische Militär mit dem modernen Luftabwehrsystem S-400 ausstatten. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Präsident Wladimir Putin und Indiens Premierminister Narendra Modi am Freitag in Neu Delhi, wie beide Regierungen mitteilten. Die Lieferung kostet russischen Medien zufolge rund fünf Milliarden US-Dollar (4,35 Milliarden Euro). 

Mit dem Abkommen könnte Indien den Unmut der USA auf sich ziehen, die kürzlich Sanktionen gegen China wegen des Kaufs russischer Waffen verhängt hatten. Dabei ging es auch um das S-400-Raketensystem - ein hochmodernes Luftabwehrsystem, das die russischen Streitkräfte weltweit vermarkten.

+++ 12.22 Uhr:  Interpol-Präsident Meng Hongwei wird vermisst +++

Der Präsident der internationalen Polizei-Organisation Interpol, Meng Hongwei, wird vermisst. In dem Fall ermittelt die französische Justiz, da Interpol seinen Sitz in Lyon hat, wie es von Seiten der Ermittler hieß. Mengs Frau hatte die Behörden alarmiert, da seit einer China-Reise des Interpol-Präsidenten Ende September jedes Lebenszeichen von ihm fehlt.

+++ 12.19 Uhr: Historischer Tag für Tom Brady: Football-Star mit 500. Touchdown-Pass +++

Superstar Tom Brady hat in der amerikanischen Football League NFL seinen 500. Touchdown-Pass geworfen. Der 41 Jahre alte Quarterback der New England Patriots erzielte die historische Marke im letzten Viertel der mit 38:24 gewonnenen Partie gegen die Indianapolis Colts. Nur zwei NFL-Profis waren bisher mit Touchdown-Pässen erfolgreicher: Peyton Manning führt mit 539 die Rangliste vor Brett Favre (508) an.

Es war am fünften NFL-Spieltag der dritte Saisonsieg des Super-Bowl-Finalisten. "Bei Meilensteinen wie diesen gibt es immer viele Menschen, die durch ihre harte Arbeit dazu beitragen", sagte Brady. "Er arbeitet so extrem hart - auf und neben dem Feld. Er ist ein großartiger Teamkollege", lobte sein Mitspieler James White. "Er verteilt den Ball an alle, wir müssen einfach nur die Plays machen", fügte er hinzu.

+++ 12 Uhr: Auch Bundesregierung sieht Russland hinter Cyberattacken +++

Wie Großbritannien beschuldigt nun auch die Bundesregierung offiziell Russland als Urheber massiver Cyberattacken der vergangenen Jahre. "Auch die Bundesregierung geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass hinter der Kampagne APT28 der russische Militärgeheimdienst GRU steckt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

+++ 11.33 Uhr: Mysteriöse Krankheit im Kongo tötet mehr als 100 Menschen +++

Im Kongo sind mindestens 100 Menschen an einer bisher noch unklaren Krankheit gestorben. Die meisten der Verstorbenen scheinen Menschen gewesen zu sein, die in Kahemba im Südwesten des Kongo in der Natur Raupen zum Verzehr sammelten, wie der Gesundheitsminister der Provinz Kwango, Jean-Gauthier Kibangu, sagte. Die Provinz grenzt an Angola. Die Erkrankten hatten demnach Symptome wie hohes Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Proben seien inzwischen für Tests in die Hauptstadt Kinshasa geschickt worden, um rauszufinden, um was für eine Krankheit es sich handelt, sagte Kibangu bereits am Donnerstag.

+++ 11.23 Uhr: Lange Freiheitsstrafen im Mordprozess um das "Horrorhaus" Höxter +++

Im Mordprozess um den Tod zweier Frauen im sogenannten Horrorhaus von Höxter sind die beiden Angeklagten zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Paderborn verurteilte Angelika W. zu 13 Jahren und ihren Ex-Mann Wilfried W. zu 11 Jahren. Der 48-Jährige soll in einer Psychiatrie untergebracht werden. Damit folge das Gericht den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklägern nicht.

Die Fakten waren in dem Prozess weitgehend unstrittig: Über Jahre hinweg hatte das deutsche Paar Frauen mit Kontaktanzeigen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort seelisch und körperlich schwer misshandelt. Zwei Frauen aus Niedersachsen überlebten die Quälereien nicht. Eine starb in einem Krankenhaus, beim zweiten Opfer fanden die Ermittler keine Leiche mehr. Wie Angelika W. selbst ausgesagte, hatten sie und ihr Ex-Mann die Leiche der Frau eingefroren, zersägt, verbrannt und die Asche anschließend im Winter an den Straßenrändern des Dorfes verstreut. Die Richter werteten die beiden Taten als Mord durch Unterlassen und versuchten Mord.

+++ 10.48 Uhr: OVG Münster verfügt Rodungsstopp im Hambacher Wald +++

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat einen vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst verfügt. Die Richter entsprachen damit am Freitag in einem Eilverfahren dem Antrag des Umweltverbandes BUND. Der Energiekonzern RWE darf demnach nicht mit Rodungsarbeiten beginnen, bis über eine Klage des Umweltverbands BUND entschieden ist. Am Tag zuvor hatte die Polizei Aachen die für Samstag geplante Großdemonstration "Wald retten - Kohle stoppen" am Hambacher Forst untersagt. Es bestünden "erhebliche Gefahren für die öffentliche Sicherheit bei der Durchführung der Versammlung", teilte die Polizei am Donnerstagabend mit.

+++ 10.14 Uhr: Mindestens 13 Menschen sterben bei Unfall in Russland +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf einer Schnellstraße in Zentralrussland sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Nach Berichten russischer Medien stießen ein Linienbus und ein Kleinbus zusammen. Die Todesopfer hätten allesamt in dem Minibus gesessen. Mehrere Menschen seien bei dem Unfall in der Region Twer zwischen Moskau und St. Petersburg verletzt worden. Auf Bildern von der Unfallstelle war zu sehen, wie der Linienbus den Kleinbus auf der linken Seite regelrecht zertrümmert hat. Die Ursache für das Unglück stand zunächst nicht fest.

+++ 9.35 Uhr: Toyota ruft erneut über 2,4 Millionen Hybrid-Fahrzeuge zurück +++

Der japanische Autobauer Toyota hat weltweit mehr als 2,4 Millionen Hybrid-Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen. Betroffen seien Autos der Modelle Prius und Auris, die zwischen Oktober 2008 und November 2014 produziert wurden, erklärte der Hersteller. Grund für den Rückruf sei ein Funktionsproblem mit dem Hybridsystem, das zu Unfällen führen könne. Dem Verkehrsministerium zufolge meldete Toyota bereits drei Fälle, bei denen es diese Probleme gab, Unfälle gab es deswegen jedoch bislang nicht. Von den insgesamt 2,43 Millionen zurückgerufenen Fahrzeugen sind allein 1,25 Millionen Halter in Japan betroffen, dazu 830.000 in Nordamerika und 290.000 in Europa. Toyota hatte schon früher Hybrid-Modelle wegen anderer Probleme zurückrufen müssen.

+++ 8.36 Uhr: Australien schließt berüchtigtes Flüchtlingslager auf Weihnachtsinsel +++

Die australische Regierung hat ein berüchtigtes Haftzentrum für Flüchtlinge auf der abgelegenen Weihnachtsinsel geschlossen. "Das Zentrum ist jetzt geschlossen, etwa 30 verbliebene Inhaftierte wurden letzte Woche auf Hafteinrichtungen auf dem Festland verlegt", sagte ein Sprecher von Einwanderungsminister David Coleman. Das Lager im Indischen Ozean, etwa 2300 Kilometer von der westaustralischen Stadt Perth entfernt, war seit seiner Öffnung 2008 Schauplatz von Aufständen, Todesfällen, mutmaßlichen Vergewaltigungen und Selbstverletzungen.

+++ 6.50 Uhr: Tausende demonstrieren gegen Regierung in Wien +++

Mehrere Tausend Demonstranten haben in Österreich gegen die rechtskonservative Regierung protestiert. Die Menge am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt in Wien skandierte am Donnerstagabend Parolen gegen Rassismus und Sozialabbau und warnte vor einem Schwund der Demokratie. Die Polizei zählte nach eigenen Angaben rund 4000 Menschen, die Organisatoren sprachen von etwa  20 000. Auf Transparenten wurde nicht nur die Bundesregierung, sondern ganz besonders Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kritisiert: "Kickl, du TRUMP!" und "Kickl muss weg", hieß es dort. Der Innenminister war jüngst wegen einer Mail in die Kritik geraten, in der sein Ressortsprecher Christoph Pölzl die Polizei auf bestimmte Medien aufmerksam gemacht hatte. In der kritisierten Mail hatte Pölzl die Polizei vor den Zeitungen "Der Standard", "Falter" und "Kurier" wegen einer "sehr einseitigen und negativen Berichterstattung über das BMI beziehungsweise die Polizei" gewarnt.

+++ 6.09 Uhr: Mehr als 1550 Tote nach Erdbeben und Tsunami in Indonesien +++

Eine Woche nach den Erdbeben und dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 1558 gestiegen. Das teilte der Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes, Sutopo Nugroho, mit. Internationale Hilfe komme zwar an, wegen der zerstörten Infrastruktur könne sie aber noch nicht alle bedürftigen Menschen erreichen, so der Sprecher. Elf Länder, darunter Australien, Großbritannien und die USA hätten bisher Flugzeuge mit Hilfsgütern in die betroffenen Gebiete gesendet. Indonesien nimmt nach Angaben des Katastrophenschutzes nur Hilfe in Form von Zelten, Wasseraufbereitungsanlagen, Generatoren und medizinischer Unterstützung an.

+++ 4.48 Uhr: Neonazi-Konzert in Thüringen darf wie geplant stattfinden +++

Ein Rechtsrock-Konzert in Magdala bei Jena darf an diesem Wochenende nahezu wie geplant stattfinden. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht lehnte fast alle von den Behörden genannten Auflagen in der Nacht zu Freitag ab. Demnach dürfen auch umstrittene Musikgruppen auftreten und alkoholische Getränke ausgeschenkt werden.

Das Oberverwaltungsgericht bestätigte mit seinem Beschluss eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimar. Die Richter begründeten ihre Ablehnung der Auflagen vor allem damit, dass in der Kürze der Zeit keine genaue Prüfung der konkreten Gefahren mehr möglich sei. Hierfür machte das Gericht vor allem das kurzfristige Handeln der Behörden verantwortlich. Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts kann nicht mehr angefochten werden.

+++ 4.34 Uhr: Altkanzler Schröder feiert Hochzeitsparty in Berlin +++

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (74) und seine Frau Soyeon Kim (49) feiern an diesem Freitag im Berliner Hotel "Adlon" ihre Hochzeitsparty. Zu dem Fest am Abend werden rund 150 Gäste erwartet, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender, der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu, Künstler Markus Lüpertz, die Ex-Bundesminister Werner Müller und Otto Schily, die Unternehmer und langjährigen Schröder-Freunde Günter Papenburg und Jürgen Großmann, Scorpions-Sänger Klaus Meine, Hannover-96-Präsident Martin Kind und der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer mit seiner Frau, Schauspielerin Veronica Ferres. Russlands Präsident Wladimir Putin kommt nach Angaben aus Schröders Umfeld nicht.

+++ 3.37 Uhr: China weist US-Vorwürfe der Wahleinmischung als "lächerlich zurück +++

 In scharfer Form hat China Vorwürfe von US-Vizepräsident Mike Pence zurückgewiesen, wonach das Land US-Wahlen beeinflussen will. Die Äußerungen seien "unbegründet" und "lächerlich", erklärte das chinesische Außenministerium am Freitag. "Wir rufen die USA auf, ihr Fehlverhalten zu korrigieren, aufzuhören, China grundlos zu beschuldigen und zu verleumden, und chinesischen Interessen und den Beziehungen zwischen China und den USA zu schaden."

+++ 3.02 Uhr: Schumer und Ratajkowski bei Protesten gegen Kavanaugh festgenommen +++

Bei Protesten gegen die Berufung des Kandidaten Brett Kavanaugh an das Oberste US-Gericht sind in der Hauptstadt Washington auch die Schauspielerin Amy Schumer und das Model Emily Ratajkowski festgenommen worden. Das zeigten unter anderem Aufnahmen des Senders NBC vom Donnerstag (Ortszeit). Insgesamt nahm die Polizei demnach 302 Menschen fest. Ihnen wurde vorgeworfen, innerhalb eines Senats-Bürogebäudes illegal demonstriert zu haben. Auf in sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos ist zu sehen, wie ein Polizist Schumer fragte, ob sie festgenommen werden wolle. Sie antwortete: "Ja". Ratajkowski schrieb auf Twitter, sie sei festgenommen worden.

tis/ivi/an/wue / DPA / AFP