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News des Tages: Ehemaliger Geschäftspartner von Boris Beresowski tot in London aufgefunden

Ehemaliger Geschäftspartner von Boris Beresowski tot aufgefunden +++ Donald Trump feuert Außenminister Tillerson +++ Russlands Außenminister verlangt Zugang zu Nervengift-Proben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Wohnhaus in Südwesten von London: Hier wurde Nikolai Gluschkow tot aufgefunden

Ein Wohnhaus in Südwesten von London: Hier wurde Nikolai Gluschkow tot aufgefunden

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Justiz bestätigt Tod des früheren SS-Mannes Oskar Gröning (19.12 Uhr)
  • Russischer Exilant laut Medienberichten tot in London aufgefunden (18.10 Uhr)
  • Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche bleibt vorerst (16.10 Uhr)
  • Deutsche machen weniger Überstunden (15.51 Uhr)
  • 17-Jährige in Wohnung erstochen - 18-Jähriger unter Verdacht (15 Uhr)
  • Trump feuert Außenminister Tillerson (13.45 Uhr)
  • Russlands Außenminister verlangt Zugang zu Nervengift-Proben (11.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.40 Uhr: Gigi Hadid und Zayn Malik trennen sich +++

Der ehemalige One-Direction-Sänger Zayn Malik (25) und das US-Model Gigi Hadid (22) gehen nach einer über zweijährigen Beziehung getrennte Wege. Beide gaben am Dienstag in einem Tweet ihre Trennung bekannt. "Gigi und ich hatten eine unglaublich bedeutsame, liebevolle und fröhliche Beziehung", schrieb Malik auf Twitter. Er habe großen Respekt und Bewunderung für Hadid "als Frau und als Freundin".

+++ 19.30 Uhr: Eurowings streicht Direktflug von Berlin nach New Yort +++

Nach wenigen Monaten streicht der Lufthansa-Konzern seine Direktflüge von Berlin nach New York wieder. Die Billigtochter Eurowings werde "nach sorgfältiger Flugplanung" die Strecke im Sommerflugplan 2018 vorerst nicht bedienen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Fluggesellschaft habe sich "gegen einen noch verfügbaren Nachtslot" am New Yorker Flughafen John F. Kennedy entschieden, "da dieser für Kunden unattraktiv ist", sagte der Sprecher weiter. Falls es in Zukunft attraktivere Abflugmöglichkeiten gebe, werde Eurowings die Strecke neu bewerten.

+++ 19.24 Uhr: Studie - "Mord wird in Mexiko nicht bestraft" +++

In Mexiko kommen die meisten Verbrecher ungeschoren davon. "Die Straflosigkeit ist in Mexiko ein weit verbreitetes Phänomen", sagte Juan Antonio Le Clercq von der Universität Américas Puebla bei der Vorstellung einer Studie über Justiz und Strafverfolgung. "Unglücklicherweise ist das in unserem Land auf der politischen und sozialen Ebene bereits zur Normalität geworden." So werde nur in 17 Prozent der Mordfälle ein Verdächtiger festgenommen. Vor zwei Jahren waren es noch 27 Prozent. "Mord wird in Mexiko nicht bestraft", sagte Le Clercq. In einigen Regionen des lateinamerikanischen Landes gebe es überhaupt kein nennenswertes Justizwesen. Schätzungsweise 93,7 Prozent der Straftaten werden nie gemeldet.

+++ 19.12 Uhr: Justizministerium in Hannover bestätigt Tod von SS-Mann Oskar Gröning +++

Den Tod des im Auschwitz-Prozess verurteilten früheren SS-Mannes Oskar Gröning hat das niedersächsische Justizministerium bestätigt. Mittlerweile liege eine Todesbescheinigung des Krankenhauses vor, teilte ein Sprecher in Hannover am Abend mit. Damit sei ein Gnadengesuch an Justizministerin Barbara Havliza (CDU) überholt. Anklagebehörde und Justizministerium hatten am Montagabend nur bestätigen wollen, dass ein Schreiben von Grönings Anwalt über den Tod seines Mandanten eingetroffen sei. Danach war Gröning bereits am Freitag in einem Krankenhaus im Alter von 96 Jahren gestorben. Das Landgericht Lüneburg hatte den von Journalisten "Buchhalter von Auschwitz" genannten Gröning im Juli 2015 wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen verurteilt. Gröning hatte eingeräumt, Geld aus dem Gepäck der Verschleppten gezählt und weitergeleitet zu haben. Ihm drohte kurzfristig ein Haftantritt.

+++ 19.05 Uhr: Staatsanwälte wollen Todesstrafe für Florida-Schützen +++

Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Florida strebt die Todesstrafe für den 19-jährigen Schützen an, der im Februar an einer Schule 17 Menschen getötet hatte. Das geht aus einem von den Strafverfolgern bei Gericht eingereichten und am Dienstag veröffentlichten Dokument hervor. Der Angreifer Nikolas Cruz ist wegen 17-fachen Mordes und 17-fachen Mordversuchs angeklagt.

An diesem Mittwoch wollen Schüler in den USA landesweit der Opfer gedenken. Um 10 Uhr Ortszeit sollen Schüler und Studenten für 17 Minuten ihre Klassen- und Studienräume verlassen. Titel der Aktion: "Enough" ("Genug").

+++ 18.10 Uhr: Russischer Exilant laut Medienberichten tot in London aufgefunden +++

Ein russischer Exilant ist tot in London aufgefunden worden. Bei dem Toten handle es sich um Nikolai Gluschkow, einen früheren Geschäftspartner des Kreml-Gegners Boris Beresowski, der seinerseits 2013 nahe London tot aufgefunden worden war, berichteten britische Medien. Die britische Anti-Terror-Polizei leitete nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu dem neuerlichen Todesfall ein.

Gluschkow soll am Montagabend von Familienangehörigen und Freunden tot in seinem Haus aufgefunden worden sein. Zur Todesursache ist noch nichts bekannt. Einer seiner Freunde, der Journalist Damian Kudrjawzew verkündete den Tod von Gluschkow auf Facebook. 

In den 1990er Jahren arbeitete Gluschkow für die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot und Beresowskis Autofirma LogoVAZ. Nachdem Beresowski sich mit Wladimir Putin zerstritten hat und 1999 nach Großbritannien floh, wurde Gluschkow der Geldwäsche und Betrugs angeklagt und verurteilt. Fünf Jahre saß er im Gefängnis, wurde 2004 freigelassen und setzte sich schließlich nach London ab. 

Im Fall Gluschkow sieht die Polizei derzeit keine Verbindung zu dem Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter. 

+++ 16.10 Uhr: Schwangerschaftsabbrüche - SPD verzichtet auf Streichung des Werbeverbots +++

Die SPD verzichtet auf ihren Antrag zur Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafgesetzbuch, um mit der Union nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Die SPD-Bundestagsfraktion werde ihren Gesetzentwurf nicht zur Abstimmung stellen, hieß es in einer Erklärung der Fraktionsspitzen. Die Bundesregierung werde aufgefordert, Möglichkeiten einer Lösung zu prüfen und einen Vorschlag vorzulegen, erklärten die Fraktionschefs von SPD und Union, Andrea Nahles und Volker Kauder (CDU) sowie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Die SPD hatte erst Anfang März erklärt, dass sie angesichts der bestehenden Differenzen mit der CDU ihren im vergangenen Jahr erarbeiteten Entwurf nun einbringen werde. Eine Streichung des umstrittenen Gesetzes fordern auch Linke und Grüne, während die FDP für eine Abschwächung eintritt. Die Union will das Gesetz beibehalten. 

Pro-Familia-Broschüre über den Schwangerschaftsabbruch: Das Werbeverbot bleibt vorerst. Die SPD hat vorerst auf eine Streichung verzichtet.

Pro-Familia-Broschüre über den Schwangerschaftsabbruch: Das Werbeverbot bleibt vorerst. Die SPD hat vorerst auf eine Streichung verzichtet.

DPA


+++ 15.55 Uhr: Päckchen ins Ausland sollen laut neuer EU-Regel billiger werden +++

Päckchen in andere Länder zu schicken und Waren bei Online-Händlern im Ausland zu bestellen, könnte künftig günstiger werden. Das Europäische Parlament segnete in Straßburg eine neue EU-Verordnung ab, die für mehr Transparenz auf dem Paketmarkt sorgen soll - und damit auch die Preise drücken dürfte. Mit der Verordnung werden Paketdienstleister in den EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ihre Preise für Auslandssendungen weitgehend offenzulegen. Auf einer neuen Webseite sollen Verbraucher aus einer Übersicht den günstigsten Anbieter auswählen können. Der verstärkte Wettbewerb soll schwarze Schafe dazu bringen, überhöhte Preise zu senken.

+++ 15.51 Uhr: Deutsche machen weniger Überstunden +++

Beschäftigte in Deutschland machen nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern immer weniger Überstunden. Ihre Zahl sei nach Rückgängen in den Vorjahren auch 2017 noch einmal leicht gesunken, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. Im Schnitt habe im Vorjahr jeder Arbeitnehmer 19,7 bezahlte und 23,1 unbezahlte Überstunden geleistet. Der Umfang der bezahlten Mehrarbeit habe sich damit im Vorjahr im Vergleich zu 2016 um 0,2 Stunden, die Menge der unbezahlten Mehrarbeit um 1,0 Stunde verringert.

+++ 15.40 Uhr: Tillerson erfuhrt laut US-Medien via Twitter von seiner Entlassung +++

Nach Informationen der US-Fernsehsender CNN und CBS hat Rex Tillerson offenbar von seiner Entlassung über jenen Tweet erfahren, in dem US-Präsident Donald Trump den Wechsel im State Department öffentlich machte. Die beiden Sender berufen sich dabei auf mehrere Mitarbeiter des Weißen Hauses. Laut Steve Goldstein, Staatssekretär im Tillerson- Ministerium, habe der Minister am Dienstag gar nicht mit Tump gesprochen. Wie Goldstein weiter betonte, habe Tillersen auf jeden Fall vorgehabt, im Amt zu bleiben.

+++ 15.00 Uhr: 17-Jährige ins Flensburg erstochen, 18-Jähriger festgenommen +++

Eine 17-Jährige ist in einer Wohnung in Flensburg mutmaßlich von einem 18-Jährigen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, war die Jugendliche am Vorabend mit mehreren Stichwunden dort gefunden worden. Sie habe nicht mehr reanimiert werden können, bestätigte eine Polizeisprecherin. Ein 18-Jähriger sei als Tatverdächtiger festgenommen worden. Die Sprecherin der Flensburger Staatsanwaltschaft sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Tatverdächtige sollte noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 14.47 Uhr: Dax gibt nach Tillerson-Entlassung leicht nach +++

Nach der Entlassung des als gemäßigt geltenden US-Außenministers Rex Tillerson hat der Dax am Nachmittag seine Verluste etwas ausgeweitet. Zuletzt stand der deutsche Leitindex 0,21 Prozent tiefer bei 12 392,05 Punkten. Der Euro zog an nach den US-Inflationsdaten und der Mitteilung zum Tillerson-Abschied. Zuletzt kostete er 1,2363 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,2302 (Freitag: 1,2291) US-Dollar festgesetzt.

+++ 14.23 Donald Trump: Hatten unterschiedliche Ansichten +++

US-Präsident Donald Trump hat unterschiedliche politische Ansichten zum scheidenden US-Außenminister Rex Tillerson als Grund für dessen Abgang eingeräumt. Er habe eine andere Denkweise als Tillerson gehabt, sagte Trump vor Journalisten in Washington. Als Beispiel nannte er etwa den Atomdeal mit dem Iran. Er habe aus dem Abkommen aussteigen wollen, Tillerson nicht, sagte Trump. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Tillerson seinen Posten räumt und der Präsident ihn mit dem bisherigen CIA-Direktor Mike Pompeo ersetzt. Mit diesem glaube er, besser zusammenarbeiten zu können.

+++ 14.34 Uhr: US-Medien spekulieren über Gründe für Tillersons Abberufung +++

Zahlreiche US-Medien mutmaßen bereits über die Hintergründe für die Entlassung Rex Tillersons durch Donald Trump. Die "New York Times" schreibt zum Beispiel, dass Tillerson bereits vor Monaten beim US-Präsidenten in Ungnade gefallen sei. "Tillerson haderte mit seiner Rolle, nachdem Trump seinen Ratschlag zum Iran-Deal ignorierte und ihm zur Nahost-Politik widersprach." Auch in der Frage der Annäherung mit Nordkorea habe es demnach unterschiedliche Auffassungen gegeben, so das Blatt weiter. 

+++ 14.18 Uhr: Entlassung Tillersons im Überblick +++

Der derzeitige CIA-Direktor Mike Pompeo soll neuer Außenminister der USA werden und Amtsinhaber Rex Tillerson ablösen. Das kündigte Präsident Donald Trump überraschend auf Twitter an. Pompeo werde einen "fantastischen Job" machen, schrieb Trump. Er bedankte sich zugleich bei Tillerson. Der Präsident will zudem Gina Haspel zur neuen CIA-Direktorin machen. Beide Posten müssen vom Senat bestätigt werden.

Im vergangenen Jahr hatte es immer wieder Spekulationen über einen Rücktritt Tillersons gegeben. Der 65-Jährige dementierte dies aber stets. Unklar blieb am Dienstag zunächst, ob Trump ihn dazu gedrängt hatte, den Posten aufzugeben oder ob der gebürtige Texaner auf eigenen Wunsch geht.

Tillerson hatte immer wieder Positionen vertreten, die sich von denen Trumps unterschieden, etwa was den Konflikt mit Nordkorea angeht. Am Montag schloss er sich der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in England verantwortlich ist. Kurz zuvor hatte das Weiße Haus es noch abgelehnt, sich dieser Lesart anzuschließen.

+++ 13.59 Uhr: Donald Trump will "neues Team für Nordkorea" +++

In einer ersten Stellungnahme, die die Nachrichtenagentur Reuters verbreitete, erklärte das Weiße Haus, Donald Trump wolle "ein neues Team für Gespräche mit Nordkorea". Tillersons Nachfolger im Außenministerium, der 54-Jährige bisherige CIA-Chef Mike Pompeo, sei "die richtige Person für den Job an dieser kritischen Stelle". Pompeo und dessen Nachfolgerin an der Geheimdienstspitze, Gina Haspel, müssen noch vom Senat bestätigt werden.

Donald Trump kündigt Rex Tillerson


+++ 13.45 Uhr: Trump feuert Außenminister Tillerson +++

Donald Trump trennt sich von seinem Außenminister Rex Tillerson. Das gab der US-Präsident auf seinem Twitter-Kanal bekannt.


Nachfolger soll Mike Pompeo, bisher Direktor des Geheimdienstes CIA, werden, auf ihn folgt Gina Haspel. Sie ist den Angaben zufolge die erste Frau an der Spitze des US-Auslandsgeheimdienstes. 

Das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und seinem Außenminister galt seit längerem als angespannt.

Trump dankte Tillerson für dessen Arbeit. 

+++ 13.29 Uhr: Bandscheibenvorfall: David Garrett sagt Konzerte ab +++

Stargeiger David Garrett (37) hat nach einem Bandscheibenvorfall erneut einige Konzerttermine abgesagt. "Es geht mir schon etwas besser, aber leider dauert der Heilungsprozess doch länger als erwartet", schreibt Garrett auf seiner Internetseite. Er müsse sich noch schonen. Betroffen sind die Auftritte in Mannheim (22. März), Regensburg (23. März) und Essen (26. März), wie das Management des Künstlers am Dienstag auf dessen Homepage mitteilte.

Vier Konzerte werden von Musikerkollegen übernommen: In Frankfurt (24. März) und Wiesbaden (27. März) übernimmt Ray Chen den Part von David Garrett. In Interlaken (7./8. April) springt die Geigerin Elli Choi ein. Für Fragen zu Ersatzterminen oder Rückerstattungen bittet das Management Kartenbesitzer, sich an die jeweiligen Veranstalter zu wenden.

+++ 12.42 Uhr: Mehr Krätze-Medikamente verschrieben +++

Die Zahl der an Krätze erkrankten Menschen ist in Deutschland offenbar stark gestiegen. Wie die Krankenkasse Barmer am Dienstag mitteilte, stieg die Zahl verordneter Krätze-Medikamente im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent auf 61.255. "Ähnlich stark dürfte auch die Anzahl der Erkrankten gestiegen sein", erklärte Barmer-Dermatologin Utta Petzold. Krätze ist eine juckende Hautkrankheit, die durch Krätzmilben verursacht wird.

Der Anstieg der Medikamentenverordnungen war laut der Krankenkasse regional unterschiedlich. In Berlin stieg die Zahl der Rezepte laut Barmer um 35 Prozent, in Schleswig-Holstein dagegen um 127 Prozent. Danach folgten Bremen (plus 98 Prozent) und Rheinland-Pfalz (plus 89 Prozent). Insgesamt gab es die meisten Verordnungen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 26.758. Barmer-Expertin Petzold hob hervor, eine Ansteckung mit Krätze könne jeden treffen und habe nicht automatisch etwas mit Hygiene zu tun. Erkrankte könnten andere Menschen schon anstecken, wenn sie noch keine Symptome aufwiesen.

+++ 12.36 Uhr: Frankreich: Russischer Hooligan nach Festnahme in München in Haft +++

Ein russischer Hooligan ist nach seiner Auslieferung durch die deutschen Behörden in Frankreich in Haft. Die Staatsanwaltschaft im südfranzösischen Marseille wirft dem 31-Jährigen nach Angaben vom Montagabend vor, während der Fußball-EM 2016 in Frankreich einen Briten schwer verletzt zu haben. Dem Russen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Der Fall ist ein Politikum: Die Regierung in Moskau sieht darin einen "Vorwand, um die Debatte um den Hooliganismus vor der Weltmeisterschaft 2018 in Russland zu schüren und zu politisieren", wie die russische Botschaft in Deutschland nach der Festnahme des Mannes in München im Februar erklärte. Die deutsche Polizei kam mit der Festnahme einem internationalen Haftbefehl Frankreichs nach. Der Hooligan war in München auf Zwischenstopp auf dem Weg von Moskau nach Bilbao. In Nordspanien wollte er das Euroleague-Spiel Athletic Bilbao gegen Spartak Moskau sehen.

+++ 12.33 Uhr: Zahl der Deutschen mit Depressionen steigt +++

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die wegen einer Depression in Krankenhäusern behandelt wurden, ist innerhalb von fünf Jahren um sieben Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, waren im Jahr 2016 mehr als 263.000 Menschen vollstationär in Behandlung. Im Jahr 2011 waren es noch knapp 246.000 Patienten.

Auffällig war der Anstieg bei den behandelten Kindern und Jugendlichen. Im Jahr 2016 waren 15.446 Patienten bis zu 18 Jahren wegen Depressionen vollstationär in Krankenhäusern. Das entspricht einem Anteil von sechs Prozent an allen Patienten. Im Jahr 2011 waren nur drei Prozent der Patienten Kinder und Jugendliche.

Interview mit Ex-Fußballprofi: Wie Andreas Biermann gegen Depressionen kämpfte

 

+++ 12.27 Uhr: Österreich will nach blutigen Angriffen Asylrecht ändern +++

Nach Attacken durch zwei Afghanen und einen Mann mit ägyptischen Wurzeln auf eine Familie, einen Soldaten und einen Polizisten will die österreichische Regierung das Asylrecht grundsätzlich auf den Prüfstand stellen. "Wir brauchen mutige Ansätze", sagte der österreichische Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) in Wien. Die Regierung wolle den EU-Vorsitz in der zweiten Jahreshälfte nutzen, um in dieser Frage europaweit Verbündete zu gewinnen. Das aktuelle Asylrecht werde den Anforderungen einer globalisierten Welt nicht mehr gerecht, meinte der FPÖ-Politiker.

Details zu den Vorstellungen der Regierung nannte er nicht. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) tritt schon länger dafür ein, dass im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge nicht mehr nach Europa, sondern in sichere Regionen oder die Herkunftsländer zurückgebracht werden sollten. Afghanen stellen in Österreich nach den Syrern die zweitgrößte Gruppe bei den Asylsuchenden. Kickl will nun zunächst die Abschiebungen forcieren.

+++ 12.19 Uhr: NSU-Prozess: Gericht wirft Zschäpe-Verteidigern Verschleppung vor +++

Das Oberlandesgericht München hat den Verteidigern des mutmaßlichen NSU-Waffenlieferanten Ralf Wohlleben vorgeworfen, den NSU-Prozess bewusst zu verzögern. Sie hätten Beweisanträge zuletzt allein mit Verschleppungsabsicht gestellt, so das Gericht. Die Wohlleben-Verteidiger hatten in den letzten Monaten mehrmals versucht, einen anderen Handelsweg der "Ceska"-Mordwaffe des "Nationalsozialistischen Untergrunds" zu beweisen. Das Gericht lehnte sämtliche Anträge zu diesem Thema ab.

Zugleich lehnte der Senat auch die Entpflichtung der drei Zschäpe-Pflichtverteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm ab. Den hatten die Anwälte Ende Februar erneut gestellt. Seit dem Zerwürfnis mit Zschäpe im Jahr 2015 stehen der Angeklagten zusätzlich ihre beiden Wunsch-Verteidiger Hermann Borchert und Mathias Grasel zur Seite.

+++ 12.18 Uhr: Äthiopien: Mindestens 38 Tote bei Busunglück +++

Bei einem Busunglück in Äthiopien sind einem Bericht zufolge mindestens 38 Menschen getötet worden. Aus bislang ungeklärten Gründen kam das Fahrzeug von einer Straße nördlich der Hauptstadt Addis Abeba ab und fuhr in einen Graben, wie der staatliche Sender Fana berichtete. Weitere zehn Menschen wurden demnach verletzt. Die meisten Opfer des Unfalls vom Montag in der Region Süd-Wollo seien Studenten gewesen.

In Äthiopien sterben mehr Menschen bei Verkehrsunfällen als in den meisten anderen Ländern der Welt. Grund dafür sind vor allem die schlechten Straßen und Fahrzeuge. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge starben in Äthiopien 2013 fast 24.000 Menschen bei Verkehrsunfällen, in Deutschland waren es dagegen 3540. 

+++ 12.10 Uhr: Slowakei: Misstrauensvotum gegen Regierungschef Fico +++

Der slowakische Regierungschef Robert Fico muss sich am kommenden Montag einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Diesen Termin legte das Präsidium des Nationalrats in Bratislava fest. Hintergrund ist die politische Krise in dem EU- und Euro-Land nach der noch nicht aufgeklärten Ermordung des Journalisten Jan Kuciak und dessen Verlobter Martina Kusnirova. Kuciak hatte zuletzt zu Verbindungen der italienischen Mafia bis in höchste Regierungskreise recherchiert.

Den Misstrauensantrag hatte die liberale Partei Freiheit und Solidarität (SaS) eingebracht. Der Forderung nach Neuwahlen schloss sich am Montagabend überraschend auch der Juniorpartner in der regierenden Dreier-Koalition, die Ungarnpartei Most-Hid an. Sie will darüber mit den beiden übrigen Partnern, Ficos sozialdemokratischer Smer und der rechten Slowakischen Nationalpartei (SNS), verhandeln. Fico hat Neuwahlen, die frühestens im Juni stattfinden könnten, bislang ausdrücklich ausgeschlossen. Im Gespräch ist daher in Bratislava nach Medienberichten auch eine Übergangsregierung aus Beamten.

+++ 12.05 Uhr: AfD und FDP bringen von Opposition die wenigsten Anträge ein +++

Von den Oppositionsparteien haben AfD und FDP in der laufenden Legislaturperiode einem Bericht zufolge mit Abstand die wenigsten Anträge im Bundestag eingebracht. Die Parteien brachten jeweils 13 selbstständige Anträge ein, wie "Focus Online" am Dienstag unter Berufung auf eine Datenanalyse des Parlaments berichtete. Bei den Linken waren es demnach mit 54 mehr als viermal so viele. Die Grünen hätten 29 Anträge eingebracht. Auch was Gesetzesentwürfe und kleine Anfragen angeht, ist die Linkspartei demnach am aktivsten: Sie habe acht Gesetzesentwürfe eingebracht. Die AfD rangiert dem Bericht zufolge mit sechs Gesetzesvorhaben hinter der FDP (sieben). Schlusslicht seien die Grünen mit vier Vorhaben.

+++ 11.30 Uhr: Moskau fordert Zugang zu Nervengift-Proben +++

Im Fall des vergifteten Doppelagenten hat Moskau von der britischen Regierung Zugang zu den Nervengift-Proben verlangt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Dienstag, Russland sei in dem Fall "unschuldig" und "zur Zusammenarbeit bereit". Am Vortag hatte die britische Premierministerin Theresa May Russland für den Anschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal mit Nervengift verantwortlich gemacht und Moskau ein Ultimatum gestellt, um sich zu erklären.

+++ 11.12 Uhr: Riesen-Diamant für 40 Millionen Dollar verkauft +++

Einer der größten bislang gefundenen Rohdiamanten ist für 40 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) verkauft worden. Der 910 Karat schwere Edelstein aus einer Mine in Lesotho wurde in einem Bieterverfahren in der belgischen Stadt Antwerpen verkauft, wie das an der Londoner Börse notierte Bergbauunternehmen Gem Diamonds am Dienstag erklärte. Der Stein von "außerordentlicher Qualität" soll demnach der fünftgrößte je gefundene Diamant sein. Seine Größe liege etwa zwischen einem Golf- und einem Tennisball. Die Firma teilte nicht mit, wer den Diamanten namens "Lesotho Legend" (Legende Lesothos) gekauft hat. Der im Januar gefundene Rohdiamant stammt aus der Mine Let?eng im Norden Lesothos - einem kleinen, bergigen und von Südafrika eingeschlossenen Königreich. Gem Diamonds hält 70 Prozent der Anteile der Mine, Lesothos Regierung 30 Prozent. Der größte bislang dokumentierte Diamant war 1905 im südafrikanischen Cullinan bei Pretoria gefunden worden. Der 3106 Karat schwere Stein wurde zerteilt und gehört seither zu den britischen Kronjuwelen. 

+++ 10.47 Uhr: DFB trennt sich von Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones +++

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich von Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones getrennt. Für die nächsten beiden Spiele im April gegen Tschechien und in Slowenien werde Horst Hrubesch die Mannschaft übernehmen, teilte der DFB mit.

+++ 10.45 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Busunglück in der Türkei +++

Bei einem Busunglück in der Türkei sind mindestens 13 Menschen getötet worden, darunter mehrere Kinder. 20 weitere Menschen wurden bei dem Unfall in Nordanatolien verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Der Bus war auf dem Weg von Istanbul nach Tokat, als er in der Provinz Corum auf einen Lastwagen auffuhr und in Flammen aufging. Er brannte völlig aus, wie auf Fotos zu sehen war.

+++ 10.35 Uhr: Hotelgast vergisst ein Kilo Crystal Meth im Safe +++

Ein Kilogramm Crystal Meth im Wert von rund 100.000 Euro hat ein Hotelgast im hessischen Kelsterbach im Safe seines Zimmers vergessen. Eine Angestellte des Hotels habe die Drogen am Sonntag entdeckt, teilte die Polizei in Darmstadt mit. Bei näherer Betrachtung des in Paketband eingewickelten Päckchens aus dem Safe sei ihr der kristalline Inhalt aufgefallen. Das verdächtige Paket wurde daraufhin an die Polizei übergeben. Die Beamten fanden heraus, dass es Crystal Meth enthielt. Den Straßenverkaufswert bezifferten sie auf rund 100.000 Euro.

+++ 9.59 Uhr: Verletzte bei Explosion nahe Konvoi des palästinensischen Ministerpräsidenten +++

Bei einer Explosion nahe des Autokonvois des palästinensischen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah im Gazastreifen sind sieben Menschen verletzt worden. Die Detonation ereignete sich, kurz nachdem der Konvoi in den Gazastreifen gefahren war, wie Augenzeugen und ein Sicherheitsvertreter berichteten. Hamdallah wurde demnach nicht verletzt; laut palästinensischen Medien sprach Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von einem "feigen" Angriff und machte dafür die radikalislamische Hamas verantwortlich.

+++ 9.53 Uhr: Unbekannter attackiert Somalier mit Flasche +++

Ein unbekannter Täter hat in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern einen Zuwanderer aus Somalia mit einer Flasche angegriffen und im Gesicht verletzt. Das Motiv des Täters sei nicht bekannt, weshalb politische Hintergründe nicht ausgeschlossen werden könnten, erklärte die Polizei in Neubrandenburg. Demnach näherte sich der Täter am Vorabend in der Nähe des Stralsunder Hauptbahnhofs dem 33 Jahre alten Opfer von hinten und schlug ihm eine Flasche ins Gesicht. Der Täter flüchtete zu Fuß zu einem in einiger Entfernung stehenden Auto und fuhr davon. Die Gesichtswunden des Zuwanderers mussten in einem Krankenhaus versorgt werden.

+++ 9.47 Uhr: 460 Schweine verenden bei Großfeuer +++

Bei einem Großfeuer im niedersächsischen Dörpen sind 460 Schweine verendet. Ihr Stall sei vollständig abgebrannt und das Dach eingestürzt, erklärte die Polizei in Lingen. Warum der Brand auf dem Gelände eines Landwirts am Montagnachmittag ausbrach, war unklar. Der Schaden wurde auf eine halbe Million Euro geschätzt. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Bei einem Großfeuer im niedersächsischen Dörpen sind 460 Schweine verendet (Symbolbild)

Bei einem Großfeuer im niedersächsischen Dörpen sind 460 Schweine verendet (Symbolbild)

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+++ 9.30 Uhr: Einwohnerzahl Deutschlands steigt um 500.000 +++

In der Folge der großen Zuwanderung während der Flüchtlingskrise ist 2016 die Zahl der Einwohner in Deutschland insgesamt um 500.000 Menschen gestiegen. Diese Zahl veröffentlichte das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer Gesamtrechnung von Zu- und Abwanderung. Dabei wurde auch deutlich, dass mehr deutsche Staatsbürger das Land verlassen haben als zurückkehrten.

Wie das Statistische Bundesamt berichtete, waren mehr als 1,8 Millionen Menschen nach Deutschland gezogen, davon mehr als 1,7 Millionen Menschen mit einem ausländischen Pass. Dagegen verließen im gleichen Jahr mehr als 1,3 Millionen Menschen Deutschland.

+++ 9.28 Uhr: Armee: Türkische Truppen haben Afrin umzingelt +++

Bei ihrer Offensive gegen Kurdenkämpfer im Nordwesten Syriens hat die türkische Armee nach eigenen Angaben die Stadt Afrin eingekreist. Die Kurdenbastion sei umschlossen worden, erklärten die Streitkräfte am Dienstag nach Angaben der amtlichen türkischen Agentur Anadolu. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

+++ 9.15 Uhr: Sparkassen-Kundin unterliegt im Formular-Streit vor BGH +++

Frauen müssen in Formularen nicht in weiblicher Form angesprochen werden. Das entschied der Bundesgerichtshof am Dienstag in Karlsruhe und wies damit die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück, die auch in unpersönlichen Vordrucken als "Kundin" und nicht als "Kunde" angesprochen werden wollte.

+++ 8.55 Uhr: Braut in den USA in Handschellen abgeführt +++

Auf dem Weg zur eigenen Hochzeit ist eine Autofahrerin in weißem Brautkleid in den USA von der Polizei gestoppt und in Handschellen abgeführt worden. Die 32-Jährige habe offenbar unter der Einwirkung von Alkohol oder Drogen gestanden und sei in Marana im Süden des US-Staates Arizona in einen Unfall verwickelt gewesen, zitierte der TV-Sender ABC die Polizei. Beamte eilten zum Unfallort und nahmen sie fest. Auf Fotos ist zu sehen, wie die Braut in spe mit Handschnellen auf dem Rücken zu einem Polizeiauto gebracht wird. In den Unfall waren drei Autos verwickelt, ein Mensch sei leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter.

Ein Brautpaar sitzt nebeneinander auf Stühlen, sie hält einen Blumenstrauß auf dem Schoß

+++ 8.03 Uhr: Fahrgäste sitzen stundenlang in ICE fest +++

Weil ihr ICE wegen eines Oberleitungsschadens liegengeblieben war, mussten Fahrgäste bei Worms mehrere Stunden in dem Zug ausharren. Kurz nach Mitternacht konnten sie die Fahrt in einem Ersatzzug fortsetzen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Demnach kam der ICE von Dortmund nach München gegen 19.20 Uhr in der Nähe einer Rheinbrücke zum Stehen. Die Evakuierung des Zugs habe bis spät in den Abend gedauert, weil der Brückenbereich nicht einfach zugänglich sei. Erst gegen kurz nach Mitternacht seien alle Passagiere in den zweiten Zug umgestiegen. Zuvor hatte der Radiosender Hit Radio FFH berichtet. Wie viele Menschen in dem Zug festsaßen, konnte der Sprecher nicht sagen. FFH berichtete von rund 700 Passagieren. Der liegengebliebene Schnellzug wurde abgeschleppt und die Oberleitung repariert. Der Ersatzzug brachte die Reisenden bis nach München. Der Zugverkehr könne am Dienstag ohne Einschränkungen rollen, sagte der Bahn-Sprecher.

+++ 7.10 Uhr: Durchsuchungen bei "Osmanen Germania" +++

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagmorgen Vereinsräume der Rockergruppe "Osmanen Germania" durchsucht worden. Unter der Führung des Polizeipräsidiums Essen würden insgesamt 41 Objekte durchsucht, wie die Ermittler sagten. Dabei setze die Polizei teilweise auch Spezialkräfte ein, weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt würden.

Die Durchsuchungen sollen der Aufklärung von Vereinsstrukturen und -aktivitäten dienen. Um die Durchsetzung eines Vereinsverbots gehe es nicht. Die Maßnahmen finden unter anderem in Essen, Duisburg, Köln, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum und Wuppertal statt. Auch in Hessen und Baden-Württemberg würden Objekte durchsucht, hieß es.

+++ 5.16 Uhr: Mehr als 30.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan seit Jahresanfang +++

In Afghanistan sind seit Anfang Januar mehr als 30.000 Menschen vor Kampfhandlungen aus ihren Dörfern und Städten geflohen. Das geht aus einem Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor. Demnach seien allein in Kabul in der vergangenen Woche 1680 Menschen angekommen, die aus den Provinzen Logar, Kapisa, Wardak and Baghlan geflohen seien. Gefechte mit radikalislamischen Taliban nähmen mit dem Ende des Winters nun wieder zu.

+++ 5.06 Uhr: Texas: Zwei Tote durch Paketbomben +++

Die US-Großstadt Austin ist von einer Serie von Paketbomben heimgesucht worden. Bei drei Explosionen kamen binnen weniger Tage zwei Menschen ums Leben. Nach einem Vorfall am 2. März war ein 39-Jähriger seinen Verletzungen erlegen. Am Montag starb ein 17-Jähriger bei einer zweiten Explosion. Eine dritte Bombe verletzte gestern eine 75 Jahre alte Frau. Austins Polizeichef Brian Manley sagte, die drei Anschläge seien miteinander verbunden. Die Ermittler hätten aber noch kein Muster der Opfer oder einen konkreten Verdacht. Das Motiv sei unklar, man schließe aber ein Hassverbrechen nicht aus.

+++ 5.00 Uhr: Steinmeier fordert von neuer Regierung mehr Bürgernähe +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die künftige Bundesregierung angemahnt, eine Politik nah an den Bürgern zu machen. "Es kommt darauf an, dass man Themen, die auf der Straße liegen, nicht ignoriert", sagte Steinmeier der "Rheinischen Post". "Deshalb täte eine neue Bundesregierung gut daran, sich genaue Kenntnis darüber zu verschaffen, ob die Themen in den politischen Programmen identisch sind mit dem, was die Bevölkerung tatsächlich interessiert." Steinmeier soll am Mittwoch das neue Kabinett vereidigen.

+++ 4.43 Uhr: Besucherrekord bei Winter-Paralympics +++

Die Winter-Paralympics in Pyeongchang haben einen Zuschauer-Rekord aufgestellt. 320.531 Tickets wurden nach Angaben der Veranstalter bislang verkauft. Damit wurde die Bestmarke von 316.200 Eintrittskarten von vor vier Jahren in Sotschi überboten. Im Vergleich zu den Spielen 2006 in Turin (162.974) hat sich die Besucherzahl fast verdoppelt.

+++ 3.48 Uhr: Vor Wahl in Mexiko: rund 30 Kandidaten getötet +++

Vor den Wahlen im Sommer in Mexiko sind bereits rund 30 Kandidaten getötet worden. "Wir zählen schon etwa 30 Morde an Menschen, die an den Wahlen teilnehmen wollten", sagte Innenminister Alfonso Navarrete. Vor allem Bürgermeisterkandidaten und Bewerber um Sitze in den Regionalparlamenten wurden Opfer der Gewalt.

Am 1. Juli werden in Mexiko der Präsident, die Abgeordneten beider Parlamentskammern, acht Gouverneure, die Bürgermeister von Mexiko-Stadt und zahlreichen weiteren Städten sowie eine Reihe von Regionalparlamenten gewählt. Gerade auf lokaler Ebene versuchen die kriminellen Organisationen immer wieder, Einfluss auf die Politik zu nehmen und räumen unliebsame Kandidaten aus dem Weg.  Mexiko leidet unter einer Welle der Gewalt. Mit über 29.000 Morden war das vergangene Jahr das blutigste seit zwei Jahrzehnten.

+++ 1.48 Uhr: Kanada begrüßt "deutsches" Königspaar +++

Beim Staatsbesuch des belgischen Königspaars in Kanada ist den Gastgebern eine protokollarische Panne unterlaufen: Vor der Residenz von Generalgouverneurin Julie Payette hissten sie zunächst die schwarz-rot-goldene Flagge Deutschlands. Diese zeigt gewisse Ähnlichkeiten mit der belgischen Fahne, die drei Streifen in den Farben schwarz, gold und rot aufweist - allerdings in senkrechter Anordnung.
Die Sprecherin der Generalgouverneurin räumte eine "Verwechslung" ein, die allerdings noch rechtzeitig habe behoben werden können: "Wir haben die Situation unverzüglich korrigiert - noch vor dem Eintreffen ihrer Majestäten." Als König Philippe und Königin Mathilde in einer Kutsche vor der Residenz vorfuhren, hing dort bereits die richtige Flagge.

+++ 0.38 Uhr: Kongress-Republikaner: Trump half Moskau nicht bei Wahleinmischung +++

Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse dafür gefunden, dass Donald Trump oder sein Team Russland bei einer Beeinflussung der Präsidentenwahl 2016 geholfen haben. Zu diesem Schluss kommen die republikanischen Mitglieder des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus. Sie veröffentlichten eine Zusammenfassung ihres Entwurfs für den Abschlussbericht. Die demokratischen Mitglieder des Ausschusses wurden in diesen Bericht nicht einbezogen.

US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um dem späteren Wahlsieger Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden.

Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei Absprachen zwischen Trumps Lager und Moskau gab. Die Republikaner sehen nach den ein Jahr dauernden Ermittlungen keinen Grund für die Annahme, dass Russland für Trump und gegen Clinton war. Damit widersprechen sie den Erkenntnissen der US-Geheimdienste, für welche diese Parteinahme erwiesene Sache ist.

+++ 0.35 Uhr: US-Regierung: Moskau "wahrscheinlich" für Giftanschlag verantwortlich +++

Nach Einschätzung der US-Regierung ist Russland "wahrscheinlich" verantwortlich für den Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal. Die USA stimmten mit ihrem Verbündeten Großbritannien überein, dass Russland "wahrscheinlich" hinter der versuchten Ermordung des ehemaligen Doppelagenten stehe, sagte, US-Außenminister Rex Tillerson. Den Verantwortlichen - "sowohl denen, die das Verbrechen begangen haben als auch denen, die es in Auftrag gegeben haben" - müssten "angemessene, ernsthafte Konsequenzen" drohen.

Auch die Nato hat sich sehr besorgt über die Vergiftung des Ex-Spions Sergej Skripal und seiner Tochter mit einem Nervengift von militärischer Qualität gezeigt. Großbritannien sei ein hoch geschätzter Verbündeter und "dieser Zwischenfall" sei für die Nato ein Fall "großer Besorgnis", erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Der Einsatz eines jeden Nervengiftes sei "abscheulich" und "völlig inakzeptabel".

+++ 0.05 Uhr: Umfrage: SPD bei Wählern etwas beliebter +++

Kurz vor dem Start der neuen Bundesregierung legt die SPD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst zu. Im aktuellen Insa-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung (Bezahlinhalt) gewinnt die Partei zweieinhalb Prozentpunkte hinzu und liegt nun bei 17,5 Prozent. "Die SPD hat ihren Tiefpunkt überwunden", sagte INSA-Chef Hermann Binkert dem Blatt. Die Daten wurden erhoben, nachdem die SPD am Freitag ihre sechs Minister präsentiert hatte.

Die Union sackte laut der Umfrage gegenüber der Vorwoche leicht um einen Prozentpunkt ab. CDU und CSU erreichen demnach 32 Prozent. Die Parteien der großen Koalition kämen zusammen auf 49,5 Prozent und erreichten damit - erstmals seit sechs Wochen - wieder eine eigene parlamentarische Mehrheit. Die größte Oppositionspartei im Bundestag, die AfD, hält ihren Wert von 15 Prozent.

+++ 0.01 Uhr: "Hitler-Glocke" bleibt hängen +++

Die sogenannte Hitler-Glocke mit Hakenkreuz und NS-Inschrift im Kirchturm im pfläzischen Herxheim am Berg bleibt dort hängen. Der Gemeinderat in Rheinland-Pfalz hat sich auch im zweiten Anlauf dafür ausgesprochen. Das entschied das Gremium nach Angaben von Ortsbürgermeister Georg Welker (parteilos) in geheimer Abstimmung mit neun zu drei Stimmen.

Die Glocke mit der Aufschrift "Alles fuer's Vaterland Adolf Hitler" hatte 2017 bundesweit für Aufsehen gesorgt. Seit September ist sie abgestellt. Nach dem Willen des Gemeinderats soll sie als "Mahnmal gegen Gewalt und Unrecht" erhalten bleiben und wieder ertönen - ergänzt durch eine Gedenktafel. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat das heftig kritisiert.

In der Kirche St. Jakob in Herxheim (Rheinland-Pfalz) hängt im Glockenturm eine Bronzeglocke mit Hakenkreuz und dem Spruch "Alles fuer's Vaterland - Adolf Hitler".
wue / DPA / AFP