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News des Tages: Schleuser setzt Flüchtlingsfamilien an Autobahn in Bayern aus

Schleuser setzt Flüchtlingsfamilien in Bayern aus +++ Schwerer Unfall auf A81: vier Tote und mehrere Verletzte +++ Geiselnehmer in Los Angeles gibt auf +++ Brauereien bitten um Rückgabe von Leergut +++ Umfrage: SPD setzt sich von AfD ab +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Familien kamen zunächst ins Transitzentrum Deggendorf

Die Familien kamen zunächst ins Transitzentrum Deggendorf

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Schleuser setzt Flüchtlingsfamilien in Bayern aus (10.04 Uhr)
  • Schwerer Unfall auf A81: vier Tote und mehrere Verletzte (8.39 Uhr und 0.04 Uhr)
  • Geiselnehmer in Los Angeles gibt auf (4.52 Uhr)
  • Brauereien bitten um Rückgabe von Leergut (4.49 Uhr)
  • Umfrage: SPD setzt sich von AfD ab (0.10 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 15.06 Uhr: "#ausgehetzt": tausende Teilnehmer bei Demonstration in München +++

In München haben tausende Menschen gegen den Kurs der CSU und einen "massiven Rechtsruck in der Gesellschaft" demonstriert. Sie folgten dem Aufruf von mehr als 150 Organisationen, unter dem Motto "Ausgehetzt - Gemeinsam gegen die Politik der Angst" ein Zeichen zu setzen.

Es gab mehrere Demonstrationszüge zu Themen wie der Flüchtlingspolitik und dem umstrittenen Polizeiaufgabengesetz in Bayern. Vor Beginn der zentralen Abschlusskundgebung am Königsplatz am Sonntagnachmittag sprach ein Polizeisprecher von rund 15.000 Teilnehmern mit "Tendenz nach oben".

Hinter den Demonstrationen standen Parteien wie SPD, Grüne und Linke, außerdem Gewerkschaften, Kirchengruppen, Theater, Migrationsbeiräte sowie Bündnisse gegen Rassismus und Krieg. In dem Aufruf zur Demonstration hieß es, Parteien und insbesondere die CSU ließen sich "ihre Agenda von undemokratischen, menschenrechtsfeindlichen und rechten Populisten vorgeben".  CSU-Politikern wie Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer, Ministerpräsident Markus Söder und dem Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt wurde eine "verantwortungslose Politik der Spaltung" vorgeworfen.

+++ 14.02 Uhr: 19 Menschen vor Malta gerettet +++

In einer nächtlichen Rettungsaktion hat der maltesische Küstenschutz 19 Migranten in Seenot aus dem Mittelmeer gerettet. Wie die maltesischen Streitkräfte mitteilten, war das aus Libyen kommende Boot rund 50 Seemeilen südlich von Malta gekentert. Ein Schiff und ein Flugzeug der Küstenwache hätten die Migranten innerhalb von Maltas Such- und Rettungszone lokalisiert. Das Boot sei gekentert, kurz nachdem die Migranten mit Schwimmwesten versorgt worden seien. Zwei zunächst vermisste Insassen seien schließlich entdeckt und ebenfalls gerettet worden.

+++ 13.31 Uhr: Tourist nach "Holi-Party" auf Mallorca erblindet +++

Schlimmes Ende eines sogenannten Holi-Festes auf Mallorca: Ein junger Urlauber aus Schottland ist nach einer der bunten Partys in einer Diskothek der Touristenhochburg Magaluf aller Voraussicht nach erblindet. Der 18-Jährige sei von einer in dem Club installierten Spezialpistole, die ultraviolette Farbe abfeuerte, an den Augen verletzt worden, schrieb die Zeitung "Ultima Hora".

Das Unglück habe sich bereits am 11. Juli ereignet. Der Jugendliche, der zusammen mit sechs Freunden auf die Baleareninsel gereist war, werde nun in Schottland behandelt. Es bestehe die Möglichkeit, dass er völlig erblindet sei - jedoch hätten die Mediziner noch etwas Hoffnung, zumindest die Sehkraft seines rechten Auges teilweise wiederherzustellen, hieß es. Die Ärzte konnten nach eigener Aussage nicht glauben, welche Zerstörungskraft die Farbpistole hatte.

+++ 13.00 Uhr: Rechtswidrige Abschiebung von Sami A. hätte offenbar noch gestoppt werden können +++

Die eilige Abschiebung des islamistischen Gefährders Sami A. nach Tunesien hätte nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (kostenpflichtiger Inhalt) bis zuletzt gestoppt werden können. "Bis zur Übergabe an die tunesischen Behörden wäre dies möglich gewesen", zitiert die Zeitung die Bundespolizei, die Sami A. mit einer Chartermaschine von Düsseldorf nach Tunesien brachte.

Der mutmaßliche Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden war am 13. Juli aus Nordrhein-Westfalen abgeschoben worden, obwohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Abend zuvor entschieden hatte, dass dies nicht zulässig sei. Der Beschluss war allerdings erst übermittelt worden, als das Flugzeug mit Sami A. bereits in der Luft war.

Der zuständige NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) hatte am Freitag erklärt, sein Haus sei 15 Minuten vor der Landung der Maschine in Tunesien von der neuen  Ferichtsentscheidung informiert worden. "Ich bin davon ausgegangen, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, das aufzuhalten." Der Zeitung zufolge hätte aber der Pilot per Funk aufgefordert werden können, aufzutanken und mit Sami A. zurückzufliegen.

+++ 12.50 Uhr: Waldbrände in Schweden breiten sich nicht weiter aus +++

Etappensieg für die unermüdlichen Feuerwehrleute in Schwedens Wäldern: Die heftigen Brände breiten sich nicht mehr so stark aus wie zuvor. "Die Lage ist weiter ernst, doch wir sehen, dass sie sich nicht verschlimmert hat", erklärte die Katastrophenschutz-Behörde. Kleinere Brände konnten gelöscht werden. Nach Angaben der Notrufzentrale wüteten am Vormittag noch zwischen 40 und 50 Feuer im ganzen Land. 

Die Einsatzkräfte gehen weiter davon aus, dass sie die vier größten Brände in Mittelschweden wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm nicht mehr löschen können. Allerdings ist die Prognose auch hier vorsichtig positiv: Spezialisten schlagen Schneisen in die Wälder, die verhindern sollen, dass das Feuer weiter um sich greift. In mehreren Gegenden sei die Hoffnung inzwischen groß, die Brände
innerhalb dieser Begrenzungen halten zu können, erklärten sie.

+++ 12.07 Uhr: 85 Prozent der Ex-Air-Berlin-Mitarbeiter haben wieder eine Job +++

Ein knappes Jahr nach der Insolvenz der Air Berlin haben nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" (kostenpflichtiger Inhalt) rund 85 Prozent der ehemals 8000 Beschäftigten der Fluggesellschaft wieder einen Job. Das geht der Zeitung zufolge aus internen Firmenzahlen hervor. So hätten nach der Pleite der einst zweitgrößten deutschen Airline andere Anbieter wie Eurowings, Easyjet oder Ryanair ihr Angebot ausgebaut, wofür sie neues Personal brauchten und zahlreiche Ex-Air-Berliner einstellten. 

Die Vermittlungsergebnisse entlasten dem Bericht zufolge auch den Steuerzahler: So habe das Land Berlin etwa zehn Millionen Euro für eine Transfergesellschaft für knapp 1200 Verwaltungsmitarbeiter von Air Berlin zur Verfügung gestellt. Davon würden wohl höchstens sieben Millionen benötigt. 

+++ 10.04 Uhr: Schleuser setzt Flüchtlingsfamilien in Bayern aus +++

Ein Schleuser hat 23 Flüchtlinge auf der Autobahn 3 im Osten Bayerns ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Die Männer und Frauen sowie neun Kinder waren bei Deggendorf als Fußgänger auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung Regensburg unterwegs, als Polizisten sie aufgriffen, wie die Polizei mitteilte. Die Familien kamen zur Erstversorgung in das Deggendorfer Transitzentrum. Alle beantragten nach Behördenangaben Asyl in Deutschland. 

Die Familien stammen aus dem Iran, Somalia und dem Irak. Nach Polizeiangaben reisten sie auf der Ladefläche eines Lastwagen ins Land ein. Die Suche nach dem Fahrer und möglichen Schleusern mit einem Hubschrauber blieb demnach erfolglos.

+++ 8.52 Uhr: Israel bringt hunderte syrische Weißhelme in Sicherheit +++

In einer Hilfsaktion hat Israel mehrere hundert syrische Weißhelme und deren Familien aus Syrien in Sicherheit gebracht. Wie der israelische Armeerundfunk meldete, wurden rund 800 Syrer, Mitglieder der syrischen Hilfsorganisation und ihre Familien, nach Israel geholt und dann nach Jordanien weitergeleitet. Jordanien erklärte unmittelbar darauf, die Menschen würden nun nach Deutschland, Kanada und Großbritannien gebracht.

Die Weißhelme seien durch das Vorrücken der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad im Süden Syriens bedroht gewesen, berichtete der israelische Armeerundfunk weiter. Die Evakuierungsaktion sei auf Bitten der USA und europäischer Staaten erfolgt. 

+++ 8.39 Uhr: Unfall mit vier Toten: Polizei ermittelt Hergang +++

Einen Tag nach der Karambolage mit vier Toten auf der A81 bei Heilbronn ist der genaue Hergang weiter unklar. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass nicht alle Fahrzeuge auf einmal in einander gefahren sind. "Das waren mehrere Komplexe", sagte ein Sprecher der Polizei in Heilbronn. In welchem zeitlichen Abstand die zehn Fahrzeuge, darunter drei Kleintransporter, zusammenkrachten, ist noch unklar.  Spezialisten der Verkehrspolizei sollen Hergang und Unfallursache nun ermitteln. Sicher ist: Die Fahrbahn war zum Zeitpunkt der Karambolage am Samstagnachmittag nass.

Die Vollsperrung der Autobahn zwischen Ahorn und Boxberg (Main-Tauber-Kreis) war am frühen Sonntagmorgen wieder aufgehoben. Unterdessen hat die Polizei die Zahl der Verletzten aktualisiert. Demnach wurden bei dem Unglück fünf Menschen schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Zunächst war die Polizei von mindestens vier
Schwerverletzten ausgegangen. Ein Leichtverletzter wurde von Rettungskräften an der Unfallstelle ambulant versorgt. Bei den vier Toten handelt es sich laut Polizei um zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 43 und 59 Jahren.

Bei dem Unfall auf der A81 starben vier Menschen

Bei dem Unfall auf der A81 starben vier Menschen

DPA

+++ 7.37 Uhr: Unbekannte töten elf Taxininsassen in Südafrika +++

In Südafrika haben Unbekannte nach einem Medienbericht ein Taxi überfallen und elf Insassen getötet. Der Minibus war in der Nähe von Colenso in der östlichen Provinz KwaZulu-Natal unterwegs, wie der Nachrichtensender eNCA berichtete. Vermutlich waren die Insassen Mitglieder einer Taxifahrer-Vereinigung und am Samstagabend auf dem Rückweg von der Beerdigung eines anderen Mitglieds. Bewaffnete hätten dem Taxi aufgelauert und das Feuer eröffnet. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Südafrika hat eine sehr hohe Rate an Gewaltkriminalität. Verbrecher töten jeden Tag im Schnitt rund 50 Menschen.

+++ 6.07 Uhr: Peru: Behörden heben Kinderpornonetz aus +++

Die Behörden in Peru haben ein internationales Netzwerk für Kinderpornografie ausgehoben. 33 Verdächtige seien in mehreren Städten des Landes festgenommen worden, teilte das peruanische Innenministerium mit. Der Zugriff sei am Freitag zeitgleich in Lima, Arequipa, Puno und Moquegua in Zusammenarbeit mit der europäischen Polizeibehörde Europol erfolgt, erklärte die Polizei.

Die Verdächtigen waren den Behörden zufolge Mitglieder einer Gruppe des Messengerdienstes Whatsapp und konnten dadurch überführt werden. Über die Gruppe namens "Little Princess" ("Kleine Prinzessin") waren demnach 256 Mitglieder aus rund 30 Staaten weltweit organisiert, unter anderem aus Europa

Faithful Foundation versucht Nutzer von Kinderpornografie mit ihrer aktuellen Kampagne emotional aufzurütteln.


Die Polizei hatte nach eigenen Angaben seit Januar 2018 gegen das Netzwerk ermittelt. Die Gruppe sei von einem Nutzer in Kolumbien gesteuert worden. Zwei weitere Verdächtige wurden dem Innenministerium zufolge in Paraguay und ein Verdächtiger in Brasilien festgenommen.

+++ 6.03 Uhr: Otto Waalkes feiert 70. +++

Der Komiker Otto Waalkes hat in seiner niedersächsischen Heimatstadt Emden mit rund 2000 Prominenten und Bürgern seinen 70. Geburtstag gefeiert. Vom Rathausbalkon bespaßte der "Ottifanten"-Erfinder die Menge in der Nacht unter anderem mit "Gesangsdarbietungen", wie es ein Polizeisprecher formulierte. Auf dem Rathausplatz spendierte der gebürtige Emdener Freibier und hunderte Bratwürste. Die Polizei leitete deshalb den Verkehr um.

Unter den Gästen waren auch alte Weggefährten wie Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen. Mit beiden hatte Waalkes in den 1970er Jahren in einer Künstler-WG gelebt.

+++ 4.52 Uhr: Geiselnehmer in Los Angeles gibt auf +++

Ein Gewalttäter hat sich in Los Angeles stundenlang mit Geiseln in einem Supermarkt verschanzt und eine Frau erschossen. Nachdem die Polizei mit Spezialeinsatzkräften angerückt war, stellte sich der Täter schließlich selbst. Vor der Geiselnahme hatte er sich nach Angaben des Los Angeles Police Department eine Verfolgungsjagd samt Schießerei mit der Polizei geliefert.

Die ersten Schüsse fielen laut Polizei bereits am Nachmittag im Süden der Westküstenmetropole. Dort entbrannte Medienberichten zufolge ein Familienstreit, in dessen Verlauf der junge Täter auf seine Großmutter und seine Freundin in deren Wohnung geschossen habe.

Anschließend habe er die verwundete Freundin in ein Auto gezerrt und sei mit ihr geflüchtet, woraufhin Polizisten die Verfolgung aufgenommen hätten. Vor dem Supermarkt habe der Mann dann mit seinem Auto einen Laternenmast gerammt, sich eine Schießerei mit den Beamten geliefert und sei schließlich in das Geschäft gerannt, wo er mehrere Unbeteiligte als Geiseln nahm. Am Ende bat der Täter laut LAPD selbst darum, dass ihm Handschellen angelegt werden. Die genauen Hintergründe und das Motiv des Täters waren zunächst unklar.

+++ 4.49 Uhr: Brauereien bitten um Rückgabe von Leergut +++

Während viele Brauereien bei der aktuellen Hitze unter Hochdruck produzieren, schwinden die Vorräte an Leergut. Nun ruft die Branche ihre Kunden auf, leere Kästen schnell wieder in die Läden zurückzubringen - möglichst noch vor dem Start in die Ferien. Die ungewöhnlich lange Hitzeperiode hätte die Berechnungen der Brauereien über den Haufen geworfen, berichtete etwa Niklas Other, Herausgeber des Branchenmagazins "Inside". Einige Brauer könnten bestimmte Sorten bereits nicht mehr abfüllen. Auch der Deutsche Brauer-Bund berichtete von einer in diesem Jahr "besonders ausgeprägten" Leergutknappheit. Gerade in den Sommermonaten könne es immer wieder zu Engpässen kommen, sagte Sprecher Marc-Oliver Huhnholz.

+++ 4.34 Uhr: Flüge in Deutschland billiger geworden +++

Fliegen von deutschen Airports ist nach dem Preisanstieg infolge der Air-Berlin-Pleite inzwischen wieder günstiger. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes waren Verbindungen im Juni innerhalb Deutschlands im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent billiger. Auf Flügen in Europa kosteten Hin- und Rückflug im Schnitt 2,5 Prozent und auf Interkontinentalstrecken 5,3 Prozent weniger. Billiger wurde es vor allem in der Economy Class.

Im Einzelfall kann ein Ticket allerdings mehr kosten als im Vorjahr. "Auf Strecken, wo eine Fluggesellschaft ein Monopol hat, wird weiter an der Preisschraube gedreht", sagte Felix Methmann vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

+++ 0.38 Uhr: Bericht: Ecuadors Präsident will Assange Asyl entziehen +++

Ecuador könnte laut einem Medienbericht den Aufenthalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Londoner Botschaft des Landes gegen dessen Willen beenden und ihn den britischen Behörden übergeben. Präsident Lenin Moreno wolle in nächster Zeit eine entsprechende Vereinbarung mit Großbritannien aushandeln und Assange das Asyl entziehen, berichtete Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald auf der Website "The Intercept".

Assange lebt seit gut sechs Jahren in der ecuadorianischen Botschaft. Er war dorthin geflüchtet, um einer Festnahme und Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Die schwedische Justiz stellte ihre Ermittlungen zwar im Mai vergangenen Jahres ein. Die britischen Behörden erklärten aber, dass sie ihn beim Verlassen der Botschaft trotzdem festnehmen würden - weil er durch die Flucht in die Landesvertretung das Gesetz verletzt habe. Assange hatte stets erklärt, er befürchte am Ende eine Auslieferung in die USA, wenn er die Botschaft verlassen sollte.

+++ 0.17 Uhr: Gondel fliegt aus Karussell: vier Kinder verletzt +++

Bei einem Unfall auf einem Karussell sind während eines Straßenfests in Baden-Württemberg vier Kinder verletzt worden, eines von ihnen schwer. Aus ungeklärter Ursache hatte sich am Samstagnachmittag eine Gondel des Fahrgeschäfts auf dem Neckarremser Straßenfest in Remseck gelöst und prallte gegen eine weitere Gondel, wie die Polizei mitteilte. Drei der verletzten Kinder saßen demnach in der Gondel, die sich während der Fahrt löste. Wie das vierte Kind verletzt wurde, war zunächst unklar. Das Karussell wurde vorläufig stillgelegt.

+++ 0.10 Uhr: Umfrage: SPD setzt sich von AfD ab +++

Die SPD hat einer Umfrage zufolge den Abstand zur AfD vergrößert und ist in der Wählergunst wieder klar zweitstärkste Partei. Im "Sonntagstrend" des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die "Bild am Sonntag" legten die Sozialdemokraten einen Punkt auf 19 Prozent zu. Die AfD - vor zwei Wochen noch gleichauf mit der SPD - sackte demnach um einen Punkt auf 15 Prozent ab. CDU/CSU verharren bei 30 Prozent, die Grünen bei 12 Prozent. Unverändert blieben auch die Linke (10 Prozent) und die FDP (9 Prozent).

+++ 0.04 Uhr: Schwerer Unfall auf A81: vier Tote +++

Bei einer Karambolage mit zehn beteiligten Autos sind auf der A81 nahe Heilbronn vier Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden schwerstverletzt, wie die Polizei mitteilte. Den Helfern bot sich ein schlimmes Bild: Zehn Fahrzeuge, darunter drei Kleinbusse, waren auf der Autobahn zwischen Ahorn und Boxberg am Samstagnachmittag ineinander gekracht. 

Ein Polizeisprecher sprach am Unfallort von einem "riesengroßen Trümmerfeld" und einem "sehr komplexen Unfallgeschehen". Zur Ursache des Unglücks und dem Hergang konnte er zunächst keine Angaben machen. Untersucht wurde auch, ob starker Regen zu der Karambolage geführt haben könnte. Sicher war zunächst nur, dass die Fahrbahn zur Zeit des Unfalls nass war. Unklar war zunächst, ob es weitere weniger schwer Verletzte gab. Mehrere Betroffene wurden am Ort betreut. Auch Stunden nach dem Unfall war die A81 in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt.

Die Polizei sprach von einem "Trümmerfeld" nach dem Unfall auf der A81

Die Polizei sprach von einem "Trümmerfeld" nach dem Unfall auf der A81

DPA

wue / DPA / AFP