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News des Tages: Schwedischer Zoo tötete neun gesunde Löwenjunge

Wirtschaft kritisiert fehlende Entlastung durch GroKo-Sondierer +++ Berüchtigter Ku-Klux-Klan-Anführer Killen in US-Gefängnis gestorben  +++ "Dittsche" kommt zurück +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Löwenjunge in einem Zoo (Symbolbild)

Löwenjunge in einem Zoo (Symbolbild)

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  •  Schwedischer Zoo tötete neun gesunde Löwenjunge (17.59 Uhr)
  • SPD-Landesparteitag Sachsen-Anhalt stimmt gegen große Koalition (17.42 Uhr)
  • Drei Jugendliche sterben bei illegalen Autotouren (15.30Uhr)
  • Drahtzieher des Verbrechens aus Film "Mississippi Burning" gestorben (13.15Uhr)
  • Wilde Verfolgungsjagd durch Berlin - zwei Polizisten verletzt  (12.43 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 20.40 Uhr: Etappensieg für Irans Reformer gegen Hardliner im Streit um Internet +++

Die Reformkräfte im Iran haben im Streit um die Nutzung des Internets einen wichtigen Teilerfolg gegen die Hardliner erzielt. Der von der Justiz gesperrte Kommunikationsdienst Telegram wurdewieder freigegeben, meldete die Nachrichtenagentur ISNA. Telegram ist die beliebteste Messaging App im Iran und hat dort Schätzungen zufolge mehr als 40 Millionen Nutzer. Deshalb war die Sperre landesweit scharf kritisiert worden. 

Telegram war auf Betreiben besonders konservativer Kräfte im Justizapparat gesperrt worden, weil er bei den jüngsten regimekritischen Protesten von Demonstranten benutzt wurde. Auch Videos der Proteste wurden über Telegram im In- und Ausland verbreitet. Deshalb waren nicht nur Forderungen nach einer endgültigen Schließung von Telegram, sondern auch eines umfassend staatlich kontrollierten Internets laut geworden.

+++ 19.44 Uhr: Streit um Platz in Fahrstuhl im Hamburger Bahnhof eskaliert +++

Im Hamburger Bahnhof Altona ist ein Streit um einen Platz im Fahrstuhl eskaliert. Eine 27-jährige Frau wollte am Nachmittag mit ihrem Kinderwagen den Fahrstuhl am Gleis nutzen, wie die Polizei mitteilte. Dabei habe sie eine 54-Jährige, die sich bereits mit ihrem Fahrrad im Fahrstuhl befand, gebeten, Platz zu machen. "Trotz höflicher Bitte", wie es in der Mitteilung der Polizei heißt, beschimpfte die Ältere die Frau mit dem Kinderwagen. Ersten Erkenntnissen zufolge schlug sie auch auf den Kinderwagen ein. Schließlich versetzte sie der 27-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht. Die Jüngere habe dann laut um Hilfe geschrien und mit dem Handy eines Passanten Hilfe gerufen. Die 54-Jährige erwartet ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Beleidigung.

+++ 18.55 Uhr: Krisentreffen beim Präsidenten zu Protesten in Tunesien +++

Tunesiens Präsident Béji Caïd Essebsi hat mit Vertretern von Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgebern über die jüngsten Proteste in dem nordafrikanischen Land beraten. Nach dem zweistündigen Treffen im Präsidentenpalast in Tunis wurden keine Entscheidungen mitgeteilt. "Wir haben über die generelle Lage im Land gesprochen und über Reformen, besonders im sozioökonomischen Bereich, die verabschiedet werden müssen, um die gegenwärtigen Probleme zu überwinden", sagte der Chef des Arbeitgeberverbands Utica, Wided Bouchamaoui.

+++ 17.59 Uhr: Schwedischer Zoo tötete neun gesunde Löwenjunge +++

In einem Zoo in Südschweden sind über mehrere Jahre hinweg immer wieder gesunde Löwenjunge getötet worden. Insgesamt seien neun Jungtiere eingeschläfert worden, berichtete der Fernsehsender SVT. Der Direktor des Borås Tierparks, Bo Kjellson, sagte dem Sender: "Man kann sie nicht alle behalten." Als die Aggression in der Gruppe zu groß geworden sei, habe man sie töten müssen. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Für eine Löwenherde sei es sehr wichtig, Junge zu bekommen, um natürliche soziale Verhaltensweisen auszubilden, erklärte der Zoo. Nach der Geburt habe man versucht, Platz in anderen Tierparks für sie zu finden. Es habe aber keinen Zoo gegeben, der die eineinhalb Jahre alten Löwen habe aufnehmen können. 

+++ 17.42 Uhr: SPD-Landesparteitag Sachsen-Anhalt stimmt gegen Große Koalition +++

Der SPD-Landesparteitag Sachsen-Anhalt hat sich gegen die Aufnahme von Verhandlungen über eine Große Koalition ausgesprochen. Ein gemeinsamer Antrag der Jusos, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (Afa) und von vier weiteren SPD-internen Arbeitsgruppen wurde von den Delegierten in Wernigerode mit der denkbar knappen Mehrheit von 52 zu 51 Stimmen angenommen. Der Beschluss bedeutet einen schweren Dämpfer für SPD-Chef Martin Schulz. 

+++ 16.28 Uhr: Auseinandersetzung zwischen Ausländern und Einheimischen in Wurzen +++

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Ausländern und Einheimischen sind in Wurzen bei Leipzig zwei Männer durch Messerstiche am Oberschenkel schwer verletzt worden. Wie die Polizei in Leipzig mitteilte, wurde ein weiterer Mann mit einen Elektroschocker attackiert. Alle drei sind Deutsche, darüber hinaus wurden drei Ausländer leicht verletzt. Der Anlass der Auseinandersetzung war für die Polizei zunächst ebenso unklar wie die Frage, ob sie einen extremistischen Hintergrund hat. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruch. 

Dem Vorfall am Freitagabend war ein Wortgefecht zwischen beiden Gruppen am Bahnhof vorausgegangen. Die Auseinandersetzung eskalierte den Angaben zufolge, als Einheimische danach an die Tür der Ausländerunterkunft schlugen und eine Scheibe zu Bruch ging. Rund zwölf Ausländer hätten die etwa 30 Einheimischen dann mit Knüppeln und Messern attackiert. Dabei wurden zwei Männer verletzt. Danach seien den Ermittlungen zufolge wiederum mehrere Deutsche in das Wohnhaus der Ausländer gestürmt, es habe weitere körperliche Attacken gegeben. Polizisten beendeten die Auseinandersetzung schließlich. Zu Nationalität und Aufenthaltsstatus der Ausländer sowie der genauen Herkunft der Einheimischen konnte die Polizei keine Angaben machen.

+++ 17.16 Uhr: Fünf Tote bei Hubschrauberabsturz in Indien - zwei Vermisste +++

Bei einem Hubschrauberunglück vor der Westküste Indiens sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Leichen sowie Trümmer des abgestürzten Helikopters seien von einem Schiff der indischen Küstenwache entdeckt worden, teilte die Marine mit. Nach den beiden übrigen Insassen hielt die Suche an. Der Hubschrauber mit zwei Piloten und fünf Vertretern der staatlichen Öl- und Erdgasfirma ONGC an Bord befand sich auf dem Flug zu einer Bohrinsel im Arabischen Meer. Kurz nach dem Start in der Finanzmetropole Mumbai sei der Helikopter vom Radar verschwunden, hieß es weiter. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

+++ 16.45 Uhr: Bauarbeiter nach Feuer auf Plattform im Nord-Ostsee-Kanal tot +++

Der nach einem Feuer auf einer schwimmendem Plattform im Nord-Ostsee-Kanal vermisste Bauarbeiter ist tot. Er wurde in seinem ausgebrannten Wohncontainer gefunden worden. Feuerwehrleute fanden die Leiche des 47-jährigen Mannes nach den Löscharbeiten auf der Plattform in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen), wie die Polizei mitteilte. Wie es zu dem Feuer am Freitagabend gekommen war, war zunächst unklar.

+++ 16.36 Uhr: Herrenloser Koffer sorgt für Chaos am Potsdamer Platz in Berlin +++

Ein herrenloser Koffer hat für Chaos am zentralen Potsdamer Platz in Berlin gesorgt. Das Gepäckstück war mitten auf dem Platz an einer historischen Verkehrsampel abgestellt. Während Experten der Polizei den Koffer untersuchten, blieb der Platz am Nachmittag für etwa zwei Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Kurz nach 16 Uhr gab die Polizei dann Entwarnung. Wie die Experten feststellten, war der Koffer leer.

+++ 15.38 Uhr: Zeman führt bei Präsidentenwahl in Tschechien deutlich +++

Bei der Präsidentenwahl in Tschechien liegt Amtsinhaber Milos Zeman nach ersten Zwischenergebnissen deutlich in Führung. Nach Auszählung von mehr als zwei Dritteln der Wahlbezirke erhielt der 73-Jährige 40,8 Prozent der Stimmen. In einer Stichwahl in zwei Wochen trifft er damit auf den parteilose Chemieprofessor Jiri Drahos. Dieser lag nach den vorläufigen Zahlen bei 25,6 Prozent, gefolgt von dem früheren Botschafter in Frankreich, Pavel Fischer (9,7 Prozent). Das teilte die Statistikbehörde CSU mit.

+++ 15.37 Uhr: Nord- und Südkorea beraten Montag über Auftritt von Girl-Band bei Olympia +++

Vertreter Nord-und Südkoreas beraten am Montag über einen möglichen Auftritt der nordkoreanischen Girl-Band Moranbong bei den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang. Das Treffen von vier Vertretern beider Seiten werde in Panmunjom in der entmilitarisierten Zone an der gemeinsamen Grenze stattfinden, teilte das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium am Samstag mit. Zuletzt hatte Seoul ein gemeinsames Einlaufen der nord- und der südkoreanischen Delegation ins Stadion bei der Eröffnungszeremonie sowie ein gemeinsames Frauen-Hockeyteam vorgeschlagen.

+++ 15.30 Uhr: Drei Jugendliche sterben bei illegalen Autotouren +++

Bei zwei unerlaubten Autotouren sind in Niedersachsen in der Nacht zu Samstag drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 17 Jahren ums Leben gekommen. Die beiden Jüngeren starben, als sie mit dem Wagen in einen Kanal stürzten. Der 17-Jährige prallte gegen einen Kranwagen.

Im ostfriesischen Westrhauderfehn fuhr ein mit einem 14- und einem 15-Jährigen besetztes Auto mittig über einen Kreisverkehr, kam von der Straße ab und stürzte in einen Kanal. Weil der Wagen einen Teil des Brückenpfeilers traf, habe es sich gedreht und sei mit dem Dach im Wasser gelandet, sagte ein Polizeisprecher. Die Jungen konnten nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden. Laut Sprecher hatten die beiden sich unerlaubt das Auto der Eltern des 14-Jährigen genommen. 

+++ 14.15 Uhr: Bauarbeiter nach Feuer auf Plattform im Nord-Ostsee-Kanal vermisst +++

Nach einem Brand auf einer schwimmendem Plattform im Nord-Ostsee-Kanal wird ein Bauarbeiter vermisst. Der 47-jährige Mann war zuletzt in einem Wohncontainer auf der Plattform im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel gesehen worden. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Wie es zu dem Feuer am Freitagabend gekommen war, war zunächst völlig unklar. Die Flammen zerstörten den Wohncontainer sowie zwei weitere Container auf der Plattform.

In der Nacht hatte der Bauarbeiter laut Besuch von seiner gleichaltrigen Freundin gehabt. Kurz vor Ausbruch der Flammen sei das Paar in Streit geraten. Daraufhin habe die 47-Jährige den Container verlassen. Danach soll die Frau starken Brandgeruch wahrgenommen haben und zum Wohncontainer zurückgekehrt sein. Die Tür sei jedoch verschlossen gewesen. Auf das Klopfen seiner Freundin habe der Mann nicht reagiert. Die Frau wurde mit Schock ins Krankenhaus gebracht.

Die Ermittlungen der Kripo sollen nun klären, ob der Arbeiter in dem Container verbrannte oder diesen vorher verlassen hatte.

+++ 13.15 Uhr: Drahtzieher des Verbrechens aus Film "Mississippi Burning" gestorben +++

 Der Mord an drei Bürgerrechtlern im US-Staat Mississippi 1964 diente als Vorlage für den Film "Mississippi Burning"  - jetzt ist der Drahtzieher des Verbrechens gestorben. Der wegen Totschlags verurteilte Edgar Ray Killen sei im Alter von 92 Jahren im staatlichen Gefängniskrankenhaus in Mississippi gestorben, teilte die Strafvollzugsbehörde des US-Bundesstaates am Freitagabend (Ortszeit) mit. Die Todesursache sei noch unklar, es werde aber kein Verbrechen vermutet.

Killen, ein früheres Mitglied des Ku Klux Klan, war 2005 im Zusammenhang mit dem Tod der drei Aktivisten zu 60 Jahren Gefängnis verurteilt worden - als derjenige, der ihre Ermordung organisiert hatte.

Der Ku-Klux-Klan wirbt in den USA aggressiv um neue Mitglieder.


+++ 12.43 Uhr: Wilde Verfolgungsjagd durch Berlin - zwei Polizisten verletzt +++

Bei einer Verfolgungsjagd durch sind zwei Polizisten und ein Autofahrer verletzt worden. Es ist der zweite Fall binnen einer Woche, bei dem bei einer Verkehrskontrolle in der Hauptstadt Einsatzkräfte Verletzungen erlitten. 

Ein 33-jähriger Autofahrer hatte in der Nacht auf Samstag eine rote Ampel ignoriert. Zivilbeamte wollten ihn stoppen, doch der Mann raste davon, wie die Polizei mitteilte. Nach einigen Kilometern überholte ein Polizeiauto den Wagen des Flüchtenden und dieser reagierte mit einem Wendemanöver. Ein zweiter Polizeiwagen musste ausweichen und prallte gegen ein parkendes Fahrzeug. Die beiden Beamten in dem Streifenwagen wurden leicht verletzt.

Schließlich geriet der Flüchtende an einer Kreuzung ins Schleudern. Er prallte mit seinem Auto gegen einen weiteren Polizeiwagen und blieb stehen. Der 33-Jährige wurde leicht verletzt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt.

+++ 12.37 Uhr: NDR: Nur 600 Prostituierte melden sich in Hamburg +++

Die Umsetzung des neuen Prostituiertenschutzgesetzes kommt in Hamburg einem -Bericht zufolge nur schleppend in Gang. Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten haben sich nur knapp 600 Prostituierte wie vorgeschrieben bei der Sozialbehörde gemeldet - von geschätzten bis zu 6000, wie der NDR am Samstag auf seiner Internetseite unter Berufung auf die Sozialbehörde berichtete.

Seit dem 1. Juli 2017 müssen Prostituierte ihre Arbeit anmelden. Das umstrittene Gesetz soll Sexarbeiterinnen stärker vor Ausbeutung und Zwang schützen. Neben der behördlichen Anmeldepflicht sieht es auch eine Gesundheitsberatung vor.

+++ 12.32 Uhr: 18-jähriger Tatverdächtiger schweigt zum Tod einer Dreijährigen +++

Im Fall eines getöteten dreijährigen Mädchens in Solingen schweigt der 18 Jahre alte Tatverdächtige. "Er hat sich weder bei der Polizei noch beim Ermittlungsrichter geäußert", sagte ein Sprecher der Wuppertal am Samstag. Das Gericht werde dem gebürtigen Solinger nun einen Anwalt bestellen.

Gegen den 18 Jahre alten Lebensgefährten der Mutter der Dreijährigen war am Freitag Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Die Obduktion des Mädchens habe eine "massive äußere Gewalteinwirkung" ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft im Anschluss mit. Das Kind wies demnach innere Blutungen auf und war zudem verbrüht worden. 

+++ 12.11 Uhr: Von der Leyen besucht Soldaten in Jordanien +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist mit Bundestagsabgeordneten zu einem Besuch bei den deutschen Soldaten in Jordanien eingetroffen. Die CDU-Politikerin wollte bereits im November die Bundeswehr auf dem jordanischen Stützpunkt Al-Asrak besuchen. Aufgrund der Gespräche zur Regierungsbildung damals war die Reise abgesagt worden.

Von Jordanien aus unterstützt die Bundeswehr die Luftangriffe der internationalen Allianz gegen die IS-Terrormiliz mit vier "Tornado"-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug. 

11.32 Uhr: Nadelfunde in Wurstsalat +++

Hinter den letzten drei Nadelfunden in Lebensmitteln in Baden-Württemberg stecken vermutlich ein oder mehrere Trittbrettfahrer. Das teilte die Polizei Karlsruhe am Samstag mit. Bislang gab es insgesamt neun Fälle. Die ersten sechs Produkte stammten alle aus dem selben Kaufland-Markt in Offenburg. Bei den Vorfällen danach wurden die Lebensmittel hingegen nicht nur in anderen Orten, sondern auch in unterschiedlichen Supermarktketten gekauft. Da liege der Verdacht auf einen Trittbrettfahrer nahe, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

+++ 11.20 Uhr: "Dittsche" kommt zurück +++

Olli Dittrich (61) kehrt im April mit seiner Kultserie "Dittsche" auf den Bildschirm zurück. Die Comedy-Serie werde dann wieder im WDR Fernsehen ausgestrahlt, sagte eine WDR-Sprecherin am Samstag in Köln. Ein genauer Sendetag stehe noch nicht fest

+++ 10.54 Otto Waalkes wollte eigentlich Kunstlehrer werden +++

Otto Waalkes wollte ursprünglich Kunstlehrer werden. Zur Studienfinanzierung sei er dann in kleinen Clubs aufgetreten und so "von der bildnerischen zur darstellenden Kunst hinübergeschlüpft", sagte der 69-jährige Komiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Seine berufliche Laufbahn habe sich dann ganz anders entwickelt als anfangs geplant. "Mittlerweile könnte ich mir die Schule kaufen." Aber wer wolle schon ständig Hausaufgaben machen? Immerhin: Sein künstlerisches Interesse und Talent kam ihm beim Zeichnen der "Ottifanten" zugute.

Otto Waalkes tingelte einst zur Finanzierung seines Studiums durch kleine Klubs

Otto Waalkes tingelte einst zur Finanzierung seines Studiums durch kleine Klubs


 +++ 9.25 Uhr: Wirtschaft kritisiert fehlende Entlastung durch GroKo-Sondierer +++

Das Ergebnis der Sondierungen von Union und SPD gefährdet aus Sicht der Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Wichtige Wettbewerber wie die USA, China, Großbritannien und Frankreich senkten die Firmensteuern, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der "Rheinischen Post". "Da reicht es nicht aus, wenn deutschen Unternehmen keine Erhöhungen drohen - zumal die Wirtschaft an anderer Stelle zusätzlich mit Lohnzusatzkosten, Bürokratie und Regulierung belastet werden soll."

"In der Steuerpolitik hat die nun wohl mögliche Koalition die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt", kritisierte Schweitzer. "Bei der deutschen Wirtschaft kommt die Botschaft an: Eine Entlastung fällt trotz historisch einmaliger Steuerzuwächse für die allermeisten Unternehmen erst mal komplett aus." 

Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) haben sondiert und sind selbst ganz zufrieden mit ihrem Ergebnis

Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) haben sondiert und sind selbst ganz zufrieden mit ihrem Ergebnis


+++ 7.58 Uhr: Iran lehnt Änderungen am Atomabkommen ab - "nicht neu verhandelbar"+++

Der Iran hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach Änderungen am Atomabkommen abermals entschieden zurückgewiesen. "Das Atomabkommen ist ein international anerkannter und abgeschlossener Pakt und ist nicht neu verhandelbar", betonte das iranische Außenministerium in einer Erklärung am Samstag. Daher werde Teheran auch weder Änderungen noch neue Verpflichtungen jenseits des Wiener Abkommens von 2015 akzeptieren, heißt es weiter. 

Das Weiße Haus hatte zuvor zwar die Sanktionen gegen den Iran für weitere 120 Tage ausgesetzt, forderte aber zugleich bis zum nächsten Termin in vier Monaten eine härtere Gangart gegenüber Teheran. Es müsse schärfere Inspektionen geben und sichergestellt werden, dass der Iran niemals eine Atombombe bauen könne. Alle Vereinbarungen müssten unbefristet sein, forderte Trump in einer Mitteilung. Zudem müssten das Raketenprogramm und das Atomprogramm verknüpft und nicht mehr separat betrachtet werden.

+++ 5.07 Uhr: Gladbecker Geiselnehmer Rösner will in offenen Vollzug +++

Fast 30 Jahre nach dem Gladbecker Geiseldrama mit drei Toten will auch der zweite Täter, , zurück in die Freiheit. Rösner bemühe sich zunächst um eine Überstellung in den offenen Vollzug. Langfristig strebe er eine vorzeitige Entlassung an, sagte sein Anwalt der Deutschen Presse-Agentur.

  Rösners damaliger Komplize, der heute 61-jährige Dieter Degowski, steht bereits vor seiner vorzeitigen Entlassung. Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Arnsberg hatte die lebenslange Freiheitsstrafe im Oktober 2017 unter zahlreichen Weisungen zur Bewährung ausgesetzt.

Im Falle Rösners äußerte sich die Justizvollzugsanstalt Aachen, in der er einsitzt, aber zurückhaltend. Es könne Jahre dauern, bis Strafgefangenen, die Jahrzehnte in Haft saßen, entsprechende Lockerungen gewährt würden.

+++ 5.04 Uhr: Zahl der Toten steigt nach Schlammlawinen in Kalifornien auf 18 +++

Nach den verheerenden Erdrutschen in Kalifornien ist die Zahl der Toten auf 18 gestiegen. Der Sheriff des Landkreises Santa Barbara im Süden des US-Bundesstaates teilte am Freitag mit, Rettungshelfer hätten einen 87 Jahre alten Mann tot in seinem Haus gefunden. Die Zahl der Vermissten verringerte sich unterdessen auf sechs Menschen, unter ihnen ein zwei Jahre altes Mädchen. Die Suche nach ihnen wurde weiter fortgesetzt. Die Erdrutsche waren durch heftige Regenfälle in der Nacht zum Dienstag ausgelöst worden.  

+++ 4.38 Uhr: Nestlé will Zuckergehalt in seinen Produkten europaweit reduzieren +++

Der weltweit größte Lebensmittelkonzern Nestlé will den Zuckergehalt in seinen Produkten in Europa bis zum Jahr 2020 um fünf Prozent reduzieren. In Deutschland habe Nestlé den Zuckergehalt seit 2014 um gut sechs Prozent reduziert - und in den nächsten Jahren solle er europaweit um weitere fünf Prozent sinken, sagte die Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland, Béatrice Guillaume-Grabisch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies bedeute bis 2020 eine Einsparung von 18.000 Tonnen Zucker.


+++ 4.35 Uhr: Ermittler setzen Spurenauswertung nach Fund einer Babyleiche fort +++

Nach dem Fund einer Babyleiche in einem kleinen See in Mannheim arbeitet eine Sonderkommission der Polizei weiter an der Aufklärung des Falls. Die Ermittler werteten Spuren aus und führten am Freitag Befragungen von Anwohnern durch. Eine Sonderkommission mit 30 Kriminalbeamten ist mit den Ermittlungen befasst. Hinweise auf die Mutter gab es zunächst nicht.

Zudem stand das Ergebnis der Obduktion der Babyleiche noch aus. Erste Ergebnisse seien frühestens in der kommenden Woche zu erwarten, hieß es bei der Polizei in Mannheim.

Ein Fußgänger fand die Leiche des neugeborenen Mädchens am Freitag im Pfingstbergweiher im Süden der Stadt. Die Polizei suchte das Gelände ab. Ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Wasserschutzpolizei prüfte auch, ob sie zur Spurensuche Taucher in den kleinen See schickt.

+++ 3.33 Uhr: Zahl der Organspender in Deutschland sinkt auf historisches Tief +++

Die Zahl der Organspender ist in Deutschland im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge erneut dramatisch gesunken. Nachdem es 2016 bereits ein historisches Tief gegeben habe, sei die Zahl der Spender im Jahr 2017 noch einmal um knapp acht Prozent auf nur noch 769 gefallen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung. Dies gehe aus dem noch unveröffentlichten Jahresbericht der Stiftung Eurotransplant hervor.


anb / DPA / AFP