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News am Wochenende: SPD beschließt Ende für Hartz IV

Theresa May will erneut mehr Zeit für ihren Brexit-Deal +++ Wegen Eisbärenplage - Behörden rufen am Nordpolarmeer Notstand aus +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • SPD beschließt Ende für Hartz IV (16.37 Uhr)
  • Gegenstände aus Hitler-Nachlass versteigert (11.20 Uhr)
  • Berichte: May will mehr Zeit für ihren Brexit-Deal (11:38 Uhr)
  • Notstand wegen Eisbärenplage in Russland (8:57 Uhr)
  • Dinosaurier mit riesigen Stacheln entdeckt (4.25 Uhr)
  • Offizier stellt sich gegen Venezuelas Präsidenten (4.11 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 17.30 Uhr: Paris zieht gegen Wohnungsvermittler Airbnb vor Gericht

Die Stadt Paris geht gerichtlich gegen die Wohnungsvermittlung Airbnb vor. Die Online-Plattform habe gegen geltende Auflagen verstoßen, teilte die Stadtverwaltung mit. Es gehe um 1000 nicht registrierte Wohnungsangebote. Dem Unternehmen drohen nun Strafzahlungen in Höhe von 12,5 Millionen Euro. In Frankreichs Hauptstadt muss für Wohnungen, die über Vermittlungsportale wie Airbnb angeboten werden, eine offizielle Registrierungsnummer beantragt werden. Auf jedes unregistrierte Angebot entfällt laut Gesetz eine Strafzahlung in Höhe von 12.500 Euro. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach mit Blick auf den angespannten Mietmarkt im Stadtzentrum von einer "sehr sensiblen Frage". Sie warnte vor einer Entwicklung wie in "Venedig oder Barcelona, wo Einwohner sich gegen Besucher wenden".

+++ 17.12 Uhr: Minimalistischer US-Maler Robert Ryman gestorben +++

US-Maler Robert Ryman, der mit seinen meist weißen und meist quadratischen Gemälden zu einem wichtigen Vertreter des Minimalismus wurde, ist tot. Die Galerie Pace bestätigte den Tod Rymans, der laut "New York Times" am Freitag im Alter von 88 Jahren in seinem Zuhause in New York starb. "Wir trauern um den Verlust, aber wir feiern das endlose Vermächtnis seiner Kunst und ihres Einflusses darauf, wie wir die Welt sehen", teilte die Pace Gallery mit, die Ryman seit vielen Jahren vertreten hatte. Der in Nashville im Staat Tennessee geborene Ryman nutzte fast nur weiße Farbtöne und trug diese sehr gründlich auf. Seine Arbeiten wirkten dadurch fast dreidimensional und schienen eher wie Objekte und nicht wie flache Bilder.

+++ 17.10 Uhr: Rechtsrheinische Bahnstrecke soll wieder freigegeben werden +++

Nach dem Brand von drei Güterwaggons in Unkel bei Bonn soll die rechtsrheinische Bahnstrecke zwischen Koblenz und Köln am Montagmorgen wieder freigegeben werden. Die Deutsche Bahn erwartete den Abschluss der Gleisarbeiten bis Sonntagabend. Die Reparatur der Oberleitungen sei abgeschlossen, teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Kunden sollten sich am Montagmorgen online noch einmal informieren. Die drei Waggons mit Spraydosen und Kosmetikartikeln waren in der Nacht zum Donnerstag in Flammen aufgegangen. Die Ursache war zunächst ungeklärt. Die rechtsrheinische Strecke ist Teil von Europas meistbefahrener Güterzugverbindung zwischen Genua und Rotterdam.

+++ 16.41 Uhr: Dritte Festnahme nach Diebstahl von Kronjuwelen in Schweden +++

Gut ein halbes Jahr nach dem Diebstahl historischer Kronjuwelen aus einer Kathedrale bei Stockholm hat die Polizei in Schweden einen dritten Verdächtigen gefasst. Der Mann sei bereits am Samstag festgenommen worden und solle nun befragt werden, teilte Staatsanwältin Reena Devgun mit. Bei der Millionen-Beute handelt es sich um die Krone und den Reichsapfel des 1611 gestorbenen Königs Karl IX. von Schweden sowie die Krone seiner 1625 gestorbenen Frau, Königin Christine von Holstein-Gottorf. Nach Schätzungen hat die Beute einen Wert von 6,2 Millionen Euro. Anfang der Woche waren möglicherweise Teile der Beute aufgetaucht.

+++ 16.37 Uhr: SPD-Vorstand beschließt Konzept für Sozialstaatsreform +++

Die SPD verabschiedet sich von dem umstrittenen Hartz-IV-System. Der Parteivorstand beschloss auf seiner Klausurtagung in Berlin einstimmig das von SPD-Chefin Andrea Nahles vorgelegte Konzept für eine Reform des Sozialstaats. Dieses sieht unter anderem vor, Hartz IV durch ein neues Bürgergeld zu ersetzen. "Wir lassen Hartz IV hinter uns", sagte Nahles. Mit dem neuen Bürgergeld sollten "überflüssige Sanktionen" entfallen und Leistungsempfänger zwei Jahre lang nicht mit Fragen nach ihrem Vermögen oder der Größe ihres Wohnraums konfrontiert werden. Ein weiteres Element des SPD-Konzepts sind erweiterte Ansprüche auf das Arbeitslosengeld I. "Wer lange einbezahlt hat in die Arbeitslosenversicherung soll auch länger Arbeitslosengeld beziehen können." Für Kinder soll es eine Kindergrundsicherung geben, der gesetzliche Mindestlohn soll nach dem Willen der SPD mittelfristig auf zwölf Euro steigen.

+++ 16.13 Uhr: Deutsches Rettungsschiff nach totem Flüchtlingskind benannt +++

Das Bild einer im September 2015 an einen türkischen Strand angespülten Kinderleiche schockierte die Welt - jetzt hat der Vater des dreijährigen syrisch-kurdischen Flüchtlingsjungen ein deutsches Rettungsschiff auf den Namen seines Sohnes getauft: "Alan Kurdi". Die Zeremonie fand im Hafen von Palma de Mallorca statt, wie die Organisation Sea-Eye mitteilte. Dieser gehört nun das umgetaufte, ehemalige Forschungsschiff "Professor Albrecht Penck. "Wir sind glücklich darüber, dass ein deutsches Rettungsschiff den Namen unseres Jungen tragen wird. Mein Junge am Strand darf niemals vergessen werden", sagte der Vater Abdullah Kurdi.

+++ 16.11 Uhr: Jedes dritte Jobcenter muss von einem Sicherheitsdienst bewacht werden +++

Ein Drittel aller Jobcenter und Arbeitsagenturen hat einem Bericht zufolge ein Sicherheitsunternehmen zu seinem Schutz beauftragt. Im vergangenen Jahr hatten 457 von 1373 Arbeitsagenturen und Jobcentern Wachleute engagiert, wie die "Bild am Sonntag" aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit berichtete. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Plus von 7,5 Prozent. "Der Umgang ist rauer geworden. Wir erleben eine Grundverrohung", sagte die Personalverantwortliche der Bundesagentur, Valerie Holsboer, der Zeitung. "Unsere Kunden sind Menschen in schwierigen Lebenslagen, da liegen die Nerven eher blank." Keiner unserer Mitarbeiter müsse sich aber beschimpfen oder bedrohen lassen.

+++ 15:42 Uhr: Auto stürzt ins Wasser - vier Tote in den Niederlanden +++

Bei einem Autounfall in den Niederlanden sind vier Menschen ums Leben gekommen. Das Fahrzeug war in Obdam nördlich von Amsterdam vom Weg abgekommen und von einem Deich ins Wasser gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Passant hatte den Wagen am Sonntag entdeckt und die Polizei alarmiert. Möglicherweise war das Auto bereits am Samstag verunglückt. Die Feuerwehr suchte mit Tauchern nach möglichen weiteren Opfern. Nähere Angaben zu den Verunglückten machte die Polizei vorerst nicht.

+++ 15.28 Uhr: Dreharbeiten für Musikvideo rufen Spezialeinheit auf den Plan +++

Maskierte Männer mit Maschinenpistolen in einer Tiefgarage - das Szenario hat ein Mann in Frankfurt beobachtet und umgehend die Polizei verständigt. Die Leitstelle zog speziell ausgebildete Interventionskräfte und Spezialeinsatzkräfte aus der ganzen Stadt zusammen und schickte sie zum Einsatzort, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Allerdings vergebens, denn es

handelte sich um Dreharbeiten für ein Musikvideo. Das habe sich bei der Kontrolle der insgesamt 20 Personen aus der Tiefgarage herausgestellt, hieß es. Die Dreharbeiten für das Rap-Video mussten beendet werden, wie die Beamten weiter berichteten. Nun werde geprüft, ob der Polizei-Einsatz den Verantwortlichen in Rechnung gestellt werden könne. Sie hätten zwar eine Genehmigung des Ordnungsamtes gehabt, doch darin sei von ihnen verlangt worden, die Polizei rechtzeitig zu benachrichtigen. Zu Beginn des Einsatzes am Freitag habe eine solche Information nicht vorgelegen, sagte der Sprecher.

+++ 14:48 Uhr: Schweizer stimmen gegen Beschränkung von Bauland +++

Das Bauland in der Schweiz wird auch künftig nicht per Verfassung begrenzt. Eine sogenannte Zersiedelungsinitiative der jungen Grünen fiel bei einer Volksabstimmung am Sonntag durch.

Knapp zwei Drittel der Abstimmenden wollten nicht in der Verfassung festschreiben lassen, dass für jedes neu ausgewiesene Baugebiet ein schon zur Bebauung vorgesehenes Stück Land anderswo wieder zu Landwirtschaftsland wird. Regierung und Parlament waren gegen die Initiative und hatten argumentiert, dass mit dem Raumplanungsgesetz genügend Schutz vor einer Zersiedelung der Landschaft gegeben sei.

+++ 14:22 Uhr: Riesiger Flügel von Windrad abgebrochen +++

Von einem 100 Meter hohen Windrad im Kreis Uelzen in Niedersachsen ist bei stürmischen Wetter ein über 30 Meter langes Rotorblatt abgebrochen. Verletzt wurde dabei nach Angaben der Polizei vom Sonntag niemand. Das Windrad ist Teil eines Windparks mit zehn weiteren ähnlichen Anlagen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Passanten hatten Polizei und Feuerwehr am Samstagnachmittag alarmiert, nachdem sie den Vorfall bemerkt hatten.

Twitter-Screenshot des Hartz-IV-Arbeitspapiers

+++ 14:19 Uhr: SPD-Spitze berät auf Klausur in Berlin über Reform des Sozialstaats +++

Der SPD-Vorstand ist am Sonntag zu einer zweitägigen Klausurtagung in Berlin zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Beratungen steht das Konzept der Parteispitze um SPD-Chefin Andrea Nahles für eine grundlegende Reform des Sozialstaats. Es sieht unter anderem ein Bürgergeld anstatt des umstrittenen Hartz-IV-Systems vor. Weitere Elemente sind erweiterte Ansprüche auf das Arbeitslosengeld I sowie eine Kindergrundsicherung.

+++ 13:16 Uhr: Moskau holt 27 russische Kinder von IS-Mitgliedern aus Bagdad in die Heimat +++

Moskau hat 27 Kinder von inhaftierten Russinnen aus dem Irak zurückgeholt. Die Mütter der Kinder säßen wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in irakischen Gefängnissen, teilte das russische Außenministerium am Sonntag mit. Die Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und zehn Jahren seien nun aus Bagdad heimgeholt worden. Ihre Väter seien bei Kämpfen mit irakischen Regierungstruppen getötet worden, hieß es weiter im russischen Außenministerium.

+++ 13 Uhr: Polizei verhindert Konzert der rechten Szene in Hessen +++

Die Polizei hat am Samstagabend ein Konzert der rechten Szene in der Nähe von Darmstadt verhindert. Die Beamten erhielten einer Mitteilung zufolge am Abend einen Hinweis, dass sich Menschen in einer Waldhütte bei Nieder-Ramstadt versammelten. Sie seien teilweise mit auswärtigen Kennzeichen angereist. Eine Überprüfung ergab, dass einige Halter der rechten Szene angehören.

+++ 11:38 Uhr:  Berichte: May will erneut mehr Zeit für ihren Brexit-Deal +++

Die britische Premierministerin Theresa May will das Parlament in London Medienberichten zufolge noch einmal um mehr Zeit für Nachverhandlungen mit der EU zum Brexit bitten. Das berichteten unter anderem die BBC und der "Telegraph" am Sonntag unter Berufung auf Regierungsquellen. May will spätestens am Mittwoch eine Erklärung im Parlament über den Stand der Verhandlungen abgeben. Am Donnerstag soll über das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

+++ 11:25 Uhr: Ziemiak kritisiert Klimaaktivistin Thunberg: "Arme Greta" +++

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. "Greta Thunberg findet deutschen Kohlekompromiss "absurd" - Oh, man... kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie", schrieb er auf Twitter. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er "Arme Greta!".

Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott. Innerhalb weniger Stunden hatte sein Eintrag mehr als 1500 Kommentare. Die Grünen-Politikerin Renate Künast warf ihm vor, gefühlskalt und unchristlich zu sein. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler kommentierte: "Wie klein muss eigentlich Ihr Selbstbewusstsein sein, dass Sie sich als CDU-Generalsekretär an einer 16-Jährigen aus Schweden abarbeiten müssen?"  

+++ 11:20 Uhr: Gegenstände aus Hitler-Nachlass in Nürnberg versteigert +++

Nach der Beschlagnahmung von angeblich von Adolf Hitler gemalten Bildern in Nürnberg hat das Auktionshaus in Nürnberg andere Gegenstände aus dessen Nachlass versteigert. Bei der Spezialauktion Adolf Hitler seien eine Tischdecke für 630 Euro und eine Meissen-Prunkvase für 5500 Euro zuzüglich Gebühren versteigert worden, teilte das Auktionshaus Weidler am Samstag mit.

Die beiden Objekte gingen den Angaben zufolge an einen telefonischen und einen schriftlichen Bieter aus dem In- und Ausland. Fünf Hitler-Aquarelle würden nun im Nachverkauf angeboten.

Kurz vor der Auktion war ein Großteil von angeblich von Hitler gemalten Werken beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth teilte mit, von den 63 beschlagnahmten Gemälden mit Signaturen wie "A.H." oder "A. Hitler" hätten eigentlich 26 am Samstag versteigert werden sollen. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

Das Auktionshaus kooperierte den Angaben zufolge mit den Ermittlern und gab die Bilder freiwillig ab. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass Expertisen, die die Echtheit der Bilder belegen sollen, ebenfalls gefälscht sind.

+++ 10:11 Uhr: Angriff auf IS in Syrien: Leben von Hunderten Zivilisten in Gefahr +++

Nach dem Beginn der Offensive auf die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien ist das Leben von Hunderten Zivilisten in Gefahr. Die Angriffe der Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und der internationalen Anti-IS-Koalition gingen am Sonntag weiter, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In dem kleinen Ort Baghus im Osten des Bürgerkriegslandes seien Hunderte Familien eingeschlossen.

+++ 9:59 Uhr: IHW-Untersuchung: "Harter Brexit" gefährdet mehr als 100.000 deutsche Jobs +++

Bei einem Brexit ohne Kompromiss- und Auffanglösung sind nach einer Studie des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mehr als 100.000 deutsche Arbeitsplätze gefährdet. Die Ökonomen Hans-Ulrich Brautzsch und Oliver Holtemöller vom IWH und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg spielten in einer Analyse den "harten Brexit" durch und brachen den Effekt bis auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland herunter, wie die "Welt am Sonntag" berichtete.

+++ 8:57 Uhr: Wegen Eisbärenplage - Behörden rufen am Nordpolarmeer Notstand aus +++

Zu viele Eisbären - deswegen haben die Behörden auf der russischen Doppelinsel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer den Notstand ausgerufen. Seit Dezember hätten sich die Bären immer wieder menschlichen Siedlungen in der Region Arkhangelsk genähert, berichtet die Nachrichtenagentur Tass. Mindestens 52 Tiere wurden in der Nähe der Siedlung Beluschja Guba gesichtet. Bis zu zehn Bären hielten sich dort ständig auf.

Eisbären gehören zu den gefährdeten Arten. Eine Genehmigung zum Abschuss sei daher zunächst noch nicht erteilt worden, hieß es in den Berichten. Dies könne sich aber ändern, sollte sich die Lage nicht entspannen.

Experten vom Sewertsow-Institut für Ökologie und Evolution in Moskau verwiesen als Grund für die Bären-Invasion, dass die Tiere in den Siedlungen Futter fänden. Durch das Schmelzen des arktischen Eises wanderten die Tiere zunehmend nach Süden, um an Land nach Nahrung zu suchen.

Ein Eisbär in einem Tierpark badet und hält die Tatzen aus dem Wasser

Eisbären haben es schwer: Durch das Schmelzen des arktischen Eises wanderten die Tiere zunehmend nach Süden, um an Land nach Nahrung zu suchen. Dort wiederum gibt es Probleme mit Menschen.

DPA

+++ 8:04 Uhr: Siamesische Zwillinge im Jemen gestorben +++

Die vor zwei Wochen im Kriegsland Jemen geborenen siamesischen Zwillinge sind am Samstag gestorben. Das teilten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen mit, die die jemenitische Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Brüder Abdelchalek und Abdelrahim besaßen jeder eigene Herzen und Lungen, teilten sich aber den Rumpf, eine Niere und hatten nur zwei Arme und zwei Beine.

Den Ärzten in Sanaa fehlte es nach eigenen Angaben an der nötigen Ausstattung, um die beiden Jungen trennen zu können. Der Chef der Kinderabteilung von Sanaas Al-Thawra-Krankenhaus, Faisal al-Babili, bat deshalb in der vergangenen Woche um ausländische Hilfe. Ein saudiarabisches Ärzteteam bot an, die Jungen zu behandeln. Allerdings konnten die Zwillinge bis zu ihrem Tod nicht ausgeflogen werden.

Eine Animation zeigt, wie der Dino Bajadasaurus pronuspinax ausgeshen haben könnte

 Den neu entdeckten Dino nannten Forscher Bajadasaurus pronuspinax, in Anlehnung an den Fundort Bajada Colorada in der Provinz Neuquén.

DPA

+++ 4:25 Uhr:  Dinosaurier mit riesigen Stacheln entdeckt +++

Wesen wie aus einem Star-Wars-Film streiften vor rund 140 Millionen Jahren durch das Gebiet des heutigen Argentinien. Die Dinosaurier hatten enorme Stacheln am Hals, die teils mehr als einen Meter lang waren. Der Paläontologe Pablo Gallina und sein Team fanden Überreste eines Tiers in der Region Patagonien, wie die Forscher im Fachmagazin "Scientific Reports" schreiben. Den neu entdeckten Dino nannten sie Bajadasaurus pronuspinax, in Anlehnung an den Fundort Bajada Colorada in der Provinz Neuquén. Der Dinosaurier gehört zur pflanzenfressenden Familie der Dicraeosauridae.

+++ 4:11 Uhr: Weiterer Armeeoffizier stellt sich gegen Venezuelas Präsidenten Maduro +++

Im Machtkampf in Venezuela hat sich ein weiterer Armeeoffizier gegen Präsident Nicolás Maduro gestellt. Der Oberst und Militärarzt Rubén Paz Jiménez gab in einem Video bekannt, dass er den Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkenne. "90 Prozent der Streitkräfte sind unzufrieden", sagte er in dem Video. Die Soldaten würden "benutzt", um Maduros Regierung an der Macht zu halten.

+++ 3:15 Uhr: Vorwürfe gegen Beratungsfirma Accenture in Bundeswehr-Berateraffäre +++

In der Berateraffäre bei der Bundeswehr gibt es wenige Tage vor der ersten regulären Sitzung des Bundestags-Untersuchungsausschusses neue Vorwürfe gegen die Beratungsfirma Accenture. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, muss sich die Firma für IT-Strategieberatung nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft nun auch wegen möglichen Betrugs rechtfertigen.

Nach "BamS"-Informationen soll ein Manager 2017 Beratungsstunden für IT-Projekte doppelt abgerechnet haben. Dies sei zunächst nicht aufgefallen, weil unterschiedliche Behörden an den entsprechenden Rahmenverträgen beteiligt gewesen seien. Accenture soll durch die falschen Rechnungen mindestens 25.000 Euro zu viel kassiert haben.


 


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 9. Februar:

+++ 17.53 Uhr: Zahl der Toten nach Hauseinsturz in Istanbul steigt auf 18 +++

Drei Tage nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Istanbul ist die Zahl der Todesopfer auf 18 gestiegen. Es sei wahrscheinlich, dass noch weitere Leichen gefunden würden, sagte Innenminister Süleyman Soylu. "Wenn Gott es will, werden wir zu unseren Bürgern unter den Trümmern durchkommen", so Soylu. Wie viele Menschen genau noch vermisst würden, wollte er nicht sagen. Das Haus im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Großstadt, das unterschiedlichen Angaben zufolge sieben oder acht Etagen hatte. Es war am Mittwochnachmittag aus unbekannten Gründen in sich zusammengefallen.

+++ 17.17 Uhr: Zwölfjährige unter festgenommenen Mordverdächtigen in den USA +++

Ein erst zwölfjähriges Mädchen gehört zu einer Gruppe von fünf Jugendlichen, denen die Polizei in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee Mord an einem Rocksänger vorwirft. Die Polizei teilte mit, dass drei Jungen und zwei Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren seien festgenommen worden. Sie würden verdächtigt, den Sänger Kyle Yorlets von der Band Carverton an dessen Haus überfallen zu haben. Die Polizei ging davon aus, dass die Jugendlichen schossen, nachdem Yorlets die Herausgabe seiner Autoschlüssel verweigert habe. Im kommenden Monat wollte die von Yorlets mitgegründete Band ihr erstes Album veröffentlichen.

+++ 17.16 Uhr: Surfer stirbt nach Unfall im Rhein +++

Ein Windsurfer ist nach einem Unfall im Rhein in Neuss (NRW) gestorben. Ein Zeuge hatte ein herrenloses Surfbrett im Rhein bemerkt und Einsatzkräfte gerufen, wie die Feuerwehr mitteilte. Diese trafen einen weiteren Surfer an, der von einer vermissten Person berichtete. Daraufhin suchte eine Wasserrettungseinheit nach dem Vermissten. Nach etwa fünf Minuten fanden sie den 58-Jährigen und brachten ihn in ein Krankenhaus. Dort starb er an seinen Verletzungen. Der Mann sei vermutlich wegen starken Windes in den Fluss gefallen, hieß es bei der Polizei.

+++ 16.53 Uhr: 91-Jährige durch Feuerzeug-Verpuffung schwer verletzt +++

Eine 91 Jahre alte Frau hat sich im Westerwald schwere Verbrennungen beim Befüllen eines Feuerzeugs zugezogen. Die Rentnerin hatte in ihrer Küche  versucht, Benzin in das Feuerzeug zu füllen. Dabei kam es nach Angaben der Polizei in Montabaur aus zunächst ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung. Die 91-Jährige wurde mit schwersten Brandwunden am Rücken in eine Spezialklinik geflogen.

+++ 16.24 Uhr: Drei Mädchen in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen +++

Auf offener Straße sind in Berlin insgesamt drei Mädchen fremdenfeindlich beleidigt und attackiert worden. Wie die Polizei mitteilte, schlug ein bislang unbekannter Mann am späten Freitagnachmittag im Stadtteil Marzahn zwei syrische Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Zuvor habe er sie fremdenfeindlich beleidigt. Sie mussten in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Im Bezirk Neukölln soll eine Frau am späten Freitagabend eine Zwölfjährige attackiert haben, wie die Polizei weiter mitteilte. Sie soll versucht haben, dem Mädchen das Kopftuch vom Kopf zu reißen. Hierbei zog sie es an den Haaren und beleidigte es fremdenfeindlich.  Zudem soll sie versucht haben, die Zwölfjährige mit einer augenscheinlich mit Blut gefüllten Spritze zu stechen. Auch drohte sie demnach mit Pfefferspray. Noch vor Eintreffen der Polizei floh die Frau in unbekannte Richtung. Das Mädchen trug leichte Verletzungen davon.

+++ 15.28 Uhr: Mehr als 40 britische Unternehmen siedeln wegen Brexit in die Niederlande über +++

Die Niederlande haben wegen des bevorstehenden Brexits bereits mehr als 40 Unternehmen aus Großbritannien abwerben können. Die Investitionen für die Neuansiedlung in den Niederlanden beliefen sich auf rund 290 Millionen Euro, zudem brächten die Firmen knapp 2000 Arbeitsplätze aus Großbritannien mit, teilte die Niederländische Agentur für Auslandsinvestitionen mit. Die Regierung in Den Haag begrüßte die Entscheidung der Unternehmen ausdrücklich. Die meisten der Firmen seien britisch, es seien aber auch Filialen von Unternehmen etwa aus den USA oder Asien darunter. Ungezogen seien unter anderem die japanische Investmentbank Norinchukin, das Medienunternehmen TVT Media, die Finanzdienstleister MarketAxess und Azimo sowie der Seefahrtsversicherer UK P&I

+++ 15.18 Uhr: Poroschenko: Russland will sich in Präsidentenwahl einmischen +++

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland vorgeworfen, sich in die ukrainische Präsidentenwahl Ende März einmischen zu wollen. "Putins Plan ist offensichtlich, den unabhängigen ukrainischen Staat und die Demokratie zu zerstören, die Ukrainer des Rechts auf ein Leben in Frieden und Sicherheit zu berauben", sagte Poroschenko dem Präsidialamt zufolge bei seinem Wahlkampfauftakt. Kremlchef Wladimir Putin werde "manisch" versuchen, die Ukraine wie zu Sowjetzeiten wieder unter dem Einfluss Russlands zu bringen. Das ukrainische Parlament hatte am Donnerstag Wahlbeobachter aus Russland verboten. Mit dem Gesetz solle eine russische Einmischung verhindert werden, argumentierten die Befürworter in Kiew. Moskau

kritisierte dies.

+++ 15.15 Uhr: Masern-Ausbruch auf den Philippinen: Unicef drängt Eltern zu Impfung +++

Nach einem Masern-Ausbruch auf den Philippinen mit bisher mehr als 20 Toten hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef Eltern in dem Land aufgerufen, ihre Kinder gegen die Krankheit impfen zu lassen. "Masern können für Kinder tödlich sein und zu langfristigen

Komplikationen und Behinderungen führen", warnte die stellvertretende Unicef-Landesdirektorin Julia Rees. Obwohl die Impfung in staatlichen Einrichtungen kostenlos sei, seien zu wenige Kinder geschützt, beklagte Rees. "Der Masern-Impfstoff ist sicher und wirksam und auf den Philippinen seit über 40 Jahren erfolgreich genutzt worden", betonte sie. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden grassiert die Krankheit sowohl im Großraum Manila als auch in anderen Provinzen. Auf den Philippinen hatte es nach einem Impfprogramm gegen Dengue-Fieber mehrere Todesfälle gegeben. Deshalb lassen viele Eltern ihre Kinder generell nicht mehr impfen.

+++ 15.10 Uhr: 72 Tote durch gepanschten Schnaps in Indien - 30 Festnahmen +++

Nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf 72 gestiegen. Das teilten die zuständigen Behörden in den beiden benachbarten nordindischen Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand mit. Die Polizei nahm bisher 30 Menschen in Verbindung mit dem Vorfall fest, darunter zahlreiche Schwarzhändler. Hunderte Liter des illegal

gebrannten Schnapses wurden beschlagnahmt. Zudem wurden mehr als 30 Behördenmitarbeiter wegen Fahrlässigkeit oder Beteiligung an dem Handel vorläufig von ihren Aufgaben freigestellt, darunter zehn Polizeibeamte. Nach offiziellen Angaben sterben in Indien jedes Jahr rund 1000 Menschen am Konsum von gepanschtem Alkohol.

+++ 14:33 Uhr: Fünf Tote binnen 24 Stunden bei Kämpfen in der Ostukraine +++

Bei Kämpfen in der Ostukraine sind binnen 24 Stunden fünf Menschen getötet worden. Vier Kämpfer der pro-russischen Separatisten seien von ukrainischen Truppen im Süden der Donezk-Region getötet worden, sagte der hochrangige Rebellenvertreter Eduard Basurin der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. Ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums sagte, ein Soldat sei getötet worden, als Rebellen Regierungsstellungen beschossen hätten. Zivile Opfer gab es offenbar nicht.

Die Opferzahlen vom Freitag sind die höchsten, seit die jüngste Waffenruhe in der Kriegsregion am 29. Dezember in Kraft getreten ist. 

+++ 14:30 Uhr: Demonstrant bei "Gelbwesten"-Protesten in Paris schwer verletzt +++

Bei den "Gelbwesten"-Protesten in Paris ist es am Samstag zu gewaltsamen Zusammenstößen mit mindestens einem Schwerverletzten gekommen. Wie Sanitäter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP berichteten, verlor ein Mann bei einem Zwischenfall nahe des Parlamentsgebäudes seine Hand. Dort war es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen.  Mehrere hundert Menschen waren zum 13. Protesttag der "Gelbwesten" in der Hauptstadt zusammengekommen.

+++ 13:45 Uhr: Schalke 04: Effenberg kritisiert Heidel +++

Stefan Effenberg hat Sportvorstand Christian Heidel vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 für dessen ablehnende Haltung zu einem sportlichen Berater deutlich kritisiert. "Dass er sich dagegen ausgesprochen hatte, finde ich schlimmer als die Transfers, die er getätigt hat", sagte der ehemalige Nationalspieler beim TV-Sender Eurosport. Heidel hatte am Ende der enttäuschend verlaufenen Hinrunde ausgeschlossen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Entsprechende Vorstellungen hatte zuvor Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies öffentlich geäußert.

+++ 13:02 Uhr: Unfalltod nach Blaulicht-Einsatz unter Alkohol - Aufklärung gefordert +++

Nach dem Tod einer jungen Frau, in deren Auto vor einem Jahr ein Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei gerast war, fordern Politiker mehr Transparenz bei der Aufklärung. Der Polizist am Steuer hatte bei dem Unfall Alkohol im Blut. Seine Patientenakte mit dem Ergebnis des Alkoholtests nach dem Crash - rund ein Promille - beschlagnahmten die Ermittler aber erst vor Kurzem. Zuvor hatte es anonyme Hinweise auf Trunkenheit gegeben.

"Es darf nicht der Anschein erweckt werden, gegen Polizisten als Tatverdächtige werde nachlässig ermittelt und erst nach anonymen Hinweisen die erforderlichen Schritte eingeleitet", schreibt der Berliner Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux in seinem Internet-Blog.

Die 21-Jährige war am 29. Januar 2018 noch am Unfallort gestorben. Der Polizeiwagen war mit Blaulicht zu einem Einsatz unterwegs und hatte sie beim Einparken gerammt. Dem Alkohol-Verdacht geht die Staatsanwaltschaft erst seit kurzem nach. Der Anwalt der Eltern der jungen Frau spricht von einem "furchtbaren Justizskandal".

+++ 12:48 Uhr: Scheidender Porsche-Betriebsratschef Hück ist SPD-Spitzenkandidat in Pforzheim +++

Der scheidende Betriebsratschef des Sportwagenherstellers Porsche, Uwe Hück, ist Spitzenkandidat der Pforzheimer SPD für die Gemeinderatswahl. Er wurde am Samstag auf Platz eins der SPD-Liste gewählt, wie der Landesverband Baden-Württemberg mitteilte. Für Hück stimmten demnach 41 von 46 anwesenden Kreisdelegierten. In Baden-Württemberg finden am 26. Mai Kommunalwahlen statt.

+++ 12:42 Uhr: Tigerweibchen Melati in Londoner Zoo bei Paarungsversuch getötet +++

Im Londoner Zoo ist ein Tigerweibchen bei einem Paarungsversuch getötet worden. Die zehn Jahre alte Sumatra-Tigerin Melati sollte am Freitag zum ersten Mal in direkten Kontakt mit dem sieben Jahre alten Männchen Asim gebracht werden, doch nach kurzer Zeit eskalierte die Situation. Trotz Bemühungen, die streitenden Tiere zu trennen, konnte Melati nur noch tot geborgen werden, teilte der Zoo mit. Asim war erst zehn Tage zuvor im Rahmen eines europäischen Zuchtprogramms aus einem dänischen Safari-Park nach London gekommen.

Jeder im Londoner Zoo sei "am Boden zerstört" und "untröstlich" über den Verlust des Tigerweibchens, hieß es in der Mitteilung. "Wie bei allen Katzen werden erstmalige Begegnungen, egal wie sorgfältig geplant, immer als sehr riskant eingeschätzt." Den Tieren sei zuvor in angrenzenden Gehegen die Gelegenheiten gegeben worden, sich gegenseitig zu sehen, zu riechen und aufeinander zu reagieren. Experten hätten positive Signale beobachtet und den Zeitpunkt für einen Paarungsversuch als richtig empfunden.

+++ 12:44 Uhr: Französischer Zeichner und Autor Tomi Ungerer ist tot +++

Der französische Zeichner und Karikaturist Tomi Ungerer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der vor allem für seine Kinderbücher bekannte Elsässer starb in Irland im Haus seiner Tochter, wie mehrere französische Medien übereinstimmend am Samstag berichteten.

Ungerer schrieb und illustrierte berühmte Kinderbücher wie "Die drei Räuber" und "Der Mondmann". Außerdem schuf er scharfzüngige Bilderbücher für Erwachsene. In Deutschland ist "Das große Liederbuch" - eine illustrierte Sammlung von Volks- und Kinderliedern - seit Jahren ein Verkaufsschlager. Einen großen Teil seines Werkes machen politische, aber auch erotische Zeichnungen aus.

"Er starb in der Nacht. Es war seine Frau, die mich am Morgen angerufen hat", sagte Robert Walter, ehemaliger Berater und langjähriger Freund Ungerers, der Nachrichtenagentur AFP am Samstagmorgen. Walter leitete lange Zeit das deutsch-französische Kulturzentrum in Karlsruhe.

+++ 11:14 Uhr: Sportlerflucht - Iranischer Boxer nach Ankunft in Wien "verschwunden" +++

Ein Mitglied der iranischen Box-Nationalstaffel ist nach der Ankunft des Teams in Wien "verschwunden". Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna hat sich Mobin Kahrareh am vergangenen Mittwoch nach der Ankunft im Flughafen Wien-Schwechat wohl von der Mannschaft abgesetzt, um in Österreich ein politisches Asyl zu beantragen.

+++ 11:05 Uhr: Rathaus von Los Angeles kämpft gegen Rattenplage +++

Das Rathaus von Los Angeles - bekannt aus Filmen wie "Chinatown" oder "L.A. Confidential - hat ein Rattenproblem. Um der seit Monaten anhaltenden Plage Herr zu werden, ließ die Verwaltung Teppichböden herausreißen, Fallen aufstellen und Räume ausräuchern - bislang vergebens. Mitglieder des Stadtrats berichten, die Nagetiere würden sich in dem 91 Jahre alten Gebäude nach Herzenslust ausbreiten. Sie nisteten sich in Topfpflanzen ein, nagten an Teppichen und hinterließen Kot auf mehreren Stockwerken.

+++ 10:14 Uhr: Erste russische Raumfahrer sollen 2031 den Mond betreten +++

Russland will in zwölf Jahren erstmals Kosmonauten zum Mond bringen. Nach 2031 soll es dann jedes Jahr bemannte Flüge zum Erdtrabanten geben. Das geht aus einem Dokument der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos hervor, über das die Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag berichtete. 2032 soll demnach die zweite Besatzung auf dem Mond landen und ein spezielles Fahrzeug für Exkursionen künftiger Kosmonauten mitbringen.

+++ 9:35 Uhr: Bericht: Apple geht gegen unerlaubte Nutzungsaufzeichnung durch Apps vor +++

Der US-Technologieriese Apple geht einem Medienbericht zufolge gegen Apps vor, die unerlaubt und ohne des Wissens des iPhone-Nutzers Daten speichern. Apple habe die Entwickler von Smartphone-Programmen aufgefordert, keine Software mehr zu verwenden, die das Nutzerverhalten ohne Einverständnis aufzeichne, berichtete der Branchendienst "TechCrunch" am Freitag. Ansonsten würden die Programme aus dem App-Store genommen.

+++ 7:44 Uhr: Experiment in Finnland: Grundeinkommen macht glücklicher +++

Ein Grundeinkommen steigert laut einer Studie das Wohlbefinden der Empfänger, führt allerdings nicht zu mehr Beschäftigung. Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommen Forscher in Finnland. Abschließende Schlussfolgerungen aus dem Experiment konnten allerdings noch nicht gezogen werden, da bisher nicht alle Daten ausgewertet worden sind. Auch in Deutschland wird seit langem über Modelle wie ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert, dabei gehen die Fronten teils quer durch die Parteien.

Über zwei Jahre hinweg waren in Finnland 2000 zufällig ausgewählten Arbeitslosen in Finnland 560 Euro monatlich ausgezahlt worden. Das Geld mussten die Probanden im Alter zwischen 25 und 58 Jahren nicht versteuern. Am 31. Dezember endete das Experiment.

+++ 7:15 Uhr: Zehntausende Haushalte in Sydney nach Unwetter vorübergehend ohne Strom +++

Ein heftiges Unwetter hat in der australischen Metropole Sydney für Stromausfälle in zehntausenden Haushalten gesorgt. Nach Gewittern und starkem Regen waren in der Nacht zum Samstag nach Angaben von Energieversorgern mehr als 40.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Mehr als 5000 davon blieben demnach auch am Samstagmorgen noch von der Stromversorgung abgeschnitten.

+++ 7:43 Uhr: Schwester von Thailands König tritt nicht mehr bei Parlamentswahl an +++

Nach der Kritik von Thailands König Maha Vajiralongkorn tritt seine Schwester doch nicht bei der Parlamentswahl im März an. Die Partei Thai Raksa Chart zog die Kandidatur von Prinzessin Ubolratana für das Amt der Ministerpräsidentin am Samstag zurück. Sie füge sich damit der "königlichen Anordnung", teilte die Partei mit.

Der König hatte die Kandidatur seiner älteren Schwester am Freitag als "unangemessen und verfassungswidrig" kritisiert. Ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Politik zu bringen, sei "gegen die königlichen Traditionen und die Kultur der Nation", hieß es in einer Erklärung. Die Monarchie stehe über der Politik.

+++ 7:09 Uhr: Medien: Zweite Frau wirft Vize-Gouverneur von Virginia sexuellen Übergriff vor +++

Nach den Rassismusvorwürfen gegen den demokratischen Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia hat Medienberichten zufolge eine zweite Frau seinem Stellvertreter einen sexuellen Übergriff vorgeworfen. Die "Washington Post" berichtete am Freitag, eine Frau aus Maryland werfe Vize-Gouverneur Justin Fairfax einen "vorsätzlichen und aggressiven" Angriff im Jahr 2000 vor, als beide an der Duke-Universität studierten. Laut dem Fernsehsender CNN erhebt die Frau Vergewaltigungsvorwürfe gegen Fairfax.

Fairfax würde im Falle eines Rücktritts das Amt des stark unter Druck stehenden Gourverneus Ralph Northam übernehmen. Der 39-Jährige hatte erst am Montag Vorwürfe einer anderen Frau scharf zurückgewiesen. Die Begegnung in einem Hotelzimmer vor 15 Jahren sei "zu hundert Prozent einvernehmlich" gewesen, sagte Fairfax.

+++ 5:22 Uhr: Guaidó schließt US-Militärintervention in Venezuela nicht aus +++

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó will eine von ihm autorisierte US-Militärintervention in dem südamerikanischen Krisenstaat nicht ausschließen. Er werde "alles Notwendige" tun, um Menschenleben zu retten, sagte der oppositionelle Parlamentspräsident am Freitag der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview. Er räumte aber ein, dass ein Eingreifen der USA ein "sehr brisantes Thema" sei.

+++ 5:07 Scholz unterstützt Nahles' Plan für Sozialstaatsreform +++

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat bei ihren Plänen für eine Abkehr vom Sozialsystem Hartz IV und damit für eine Neuausrichtung der Partei offensichtlich die Rückendeckung von Vizekanzler Olaf Scholz. Die Zeit habe sich gewandelt, die SPD schlage deshalb gut fünfzehn Jahre nach den bislang letzten grundlegenden Reformen "abermals eine Modernisierung des Sozialstaates vor", sagte der Vize-Parteichef der "Süddeutschen Zeitung". Am Sonntag und Montag will der SPD-Vorstand auf einer zweitägigen Klausurtagung über konkrete Ideen beraten.

+++ 4:47 Uhr: Herrmann fordert Registrierung aller Ein- und Ausreisen in Europa +++

Vor dem "Werkstattgespräch" der CDU zur Zuwanderung hat sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für ein europäisches Ein- und Ausreiseregister ausgesprochen. "Wir brauchen eine klare Kontrolle darüber, wer in die Europäische Union einreist", sagte Herrmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die USA hätten nach den Anschlägen von 2001 ein umfassendes Registrierungssystem für alle Ein- und Ausreisen geschaffen, das dort hervorragend funktioniere.

+++ 3:20 Uhr: Mehr als 500 Menschen in Demokratischer Republik Kongo an Ebola gestorben +++

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Ebola-Toten binnen sechs Monaten auf mehr als 500 gestiegen. Seit August seien 502 Menschen gestorben und 271 Menschen wieder gesund geworden, teilte das Gesundheitsministerium in Kinshasa am Freitagabend mit. Unter den Toten sind demnach 441 bestätigte Ebola-Fälle und 61 Verdachtsfälle. Mit 147 Todesfällen ist die 800.000-Einwohner-Stadt Beni in der Unruheprovinz Nord-Kivu besonders stark betroffen.

Viertklässler an einer Grundschule melden sich

Viertklässler an einer Grundschule melden sich. Haben Kinder mit Migrationshintergrund es in der Schule leichter, wenn auf Englisch verzichtet wird?

DPA

+++ 1:54 Uhr: Zweiter Gipfel zwischen Trump und Kim findet in Hanoi statt +++

Der zweite Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un findet in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi statt. Das gab Trump am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt. Dass das Treffen am 27. und 28. Februar in Vietnam stattfinden würde, war bereits bekannt gewesen. Den genauen Ort hatte das Weiße Haus aber bislang nicht mitgeteilt.

+++ 0:03 Uhr: Integrationsrat für Abschaffung von Englisch an Grundschulen +++

Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrats, plädiert dafür, an Grundschulen mehr Türkisch, Polnisch und Russisch zu unterrichten. "Ich bin dafür, den Englisch-Unterricht an Grundschulen ganz abzuschaffen - nicht nur in den ersten beiden Schuljahren. Am besten würden Fremdsprachen erlernt, wenn sie von Muttersprachlern vermittelt würden", sagte Keltek dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Etwa ein Drittel aller Kinder in NRW hat einen Migrationshintergrund. Sie sprechen zum Beispiel türkisch, russisch, polnisch. Für die deutschen Kinder wäre es einfacher, sie würden diese Sprachen erlernen. Und die Kinder mit Migrationshintergrund hätten mehr Zeit, sich auf das Deutsche zu konzentrieren", fügte Keltek hinzu. In Köln hätten 50 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund. "Sie wachsen zweisprachig auf. Es wäre besser, die Kenntnisse in der Muttersprache und in Deutsch zu vertiefen, dann fällt ihnen später auch das Englische leichter", sagte Keltek.

anb / DPA / AFP