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News des Tages: Sprengstoff-Päckchen in Berlin: Behörden sehen Zusammenhang mit DHL-Erpresser

Babyleiche in Mannheim gefunden +++ Kamp-Karrenbauer auf ärztlichen Rat weiter im Krankenhaus +++ Uno: Trump-Wortwahl zu Herkunftsländern von Migranten "rassistisch" +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Alle Nachrichten rund um die Sondierungsverhandlungen von CDU, CSU und SPD finden Sie hier im gesonderten Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Sprengstoff-Päckchen in Berlin (20.50 Uhr)
  • USA lassen Iran-Sanktionen außer Kraft (19.40 Uhr)
  • Babyleiche in Mannheim gefunden (16.57 Uhr)
  • Kramp-Karrenbauer bleibt im Krankenhaus 8 (15.51 Uhr)
  • Fall Kim Wall: Polizei gibt Suche auf (12.54 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 23.28 Uhr: Trump beendet medizinische Untersuchung im Krankenhaus +++

US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals in seiner Amtszeit einer offiziellen medizinischen Untersuchung unterzogen. Für den Check-Up verbrachte er am Nachmittag mehrere Stunden im Militärkrankenhaus Walter Reed Military Medical Center in Bethesda bei Washington. Nach der Untersuchung verließ er das Krankenhaus gemeinsam mit dem Leibarzt des Weißen Hauses, Ronny Jackson. Das Weiße Haus hatte im Vorfeld wenige Einblicke erlaubt, worauf sich die Untersuchung beziehen sollte. Es hieß nur, der geistige Zustand des Präsidenten sei nicht Gegenstand des Check-Ups. Medienberichten zufolge sollten Blutwerte, Verdauungstrakt, Bewegungsapparat und Haut des US-Staatsoberhauptes überprüft werden. 

+++ 22.01 Uhr: US-Botschaft in London widerspricht eigenem Präsidenten +++

Die US-Botschaft in London hat der Darstellung von Präsident Donald Trump zum Umzug der Vertretung vehement widersprochen. Die alte US-Botschaft am Londoner Grosvenor Square habe nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entsprochen, hieß es in einer Mitteilung der Botschaft. Unter anderem durch einen Grundstückstausch sei es gelungen, das neue, hochmoderne und hermetisch gesicherte Botschaftsgebäude ohne zusätzliche Belastung des US-Steuerzahlers zu bauen. Die Pläne dazu seien bereits 2007 entstanden. 

Trump hatte seinen Besuch zu der Eröffnung mit der Begründung abgesagt, die Regierung seines Vorgängers Barack Obama habe die alte Botschaft in bester Lage zu einem Schleuderpreis hergegeben. Die Entscheidung war jedoch bereits zu einer Zeit getroffen worden, als Obama noch gar nicht US-Präsident war, sondern Trumps Parteifreund George W. Bush. 

+++ 20.50 Uhr: Sprengstoff-Päckchen in Berlin: Behörden sehen Zusammenhang mit DHL-Erpresser +++

Nach dem Fund einer gefährlichen Versandtasche in Berlin gehen die Brandenburger Behörden von einem Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser aus. Das sagte ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums. Über eine mögliche Verbindung zu den in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) aufgetauchten Paketbomben hatten mehrere Medien berichtet. Zuvor war in einer Berliner Bankfiliale eine verdächtige Versandtasche mit Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Experten der Polizei entschärften das Päckchen. Der Umschlag im DIN-A4-Format habe "pyrotechnisches Material" enthalten. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Er betonte aber auch: "Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können."

+++ 20.40 Uhr: Trump fordert härtere Linie der Europäer zu Irans Atomprogramm +++

US-Präsident Donald Trump hat die europäischen Staaten aufgefordert, an einer Ergänzung des Atom-Abkommens mit dem Iran mitzuwirken. Die "schrecklichen Lücken" der Vereinbarung von 2015 müssten beseitigt werden, erklärte Trump in Washington. Wenn dies nicht geschehe, würden sich die USA aus dem Abkommen zurückziehen, drohte er.

+++ 19.40 Uhr: USA setzen Atom-Sanktionen gegen Iran weiter aus +++

US-Präsident Donald Trump hat die im Zusammenhang mit dem Atomabkommen mit dem Iran aufgehobenen US-Sanktionen vorerst nicht wieder in Kraft gesetzt. Trump lasse die Sanktionen außer Kraft, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des Weißen Hauses in Washington, der aber zugleich betonte: Dies sei "das letzte Mal". Trump hält die Vereinbarung für unzureichend, um Teheran am Bau der Atombombe zu hindern, allerdings hat er bislang nicht den Ausstieg aus dem Abkommen vollzogen.

+++ 19.03 Uhr: Schulz schließt Posten in Merkels Kabinett nicht mehr aus +++

SPD-Chef Martin Schulz schließt nicht mehr aus, bei einer Regierungsbildung mit der Union einen Kabinettsposten zu übernehmen. In der ZDF-Sendung "Was nun...?" sagte er auf die Frage, ob seine Aussage noch stimme, dass er nicht in ein Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eintreten werde: "Frau Merkel hat auch mal sehr eindeutig gesagt, die SPD ist auf lange Zeit nicht regierungsfähig." Über die Besetzung von Kabinettsposten werde aber erst entschieden, wenn die SPD-Mitglieder einer großen Koalition zugestimmt hätten.

+++ 18.45 Uhr: Österreichischer Bergsteiger nahe Mount Everest tot aufgefunden +++

Ein österreichischer Bergsteiger ist nahe des Mount Everests in Nepal tot aufgefunden worden. Der 41-jährige Mann habe eine Solo-Besteigung des 6119 Meter hohen, östlichen Lobuche-Gipfels versucht und wurde seit Mitte Dezember vermisst, teilte der Tourveranstalter mit. Eine Suchaktion sei ergebnislos geblieben. Sherpas hätten die Leiche schließlich Anfang Januar bei einer Expedition entdeckt. Die Regierung von Nepal hatte rund eine Woche vor dem Fund Solo-Besteigungen im Himalaya-Staat verboten, um Unglücke und Todesfälle zu vermeiden.

+++ 18. 10 Uhr: GM beantragt Zulassung für Robo-Taxis ohne Lenkrad und Gaspedal +++

General Motors (GM) hat beim US-Verkehrsministerium eine Zulassung beantragt, um 2019 fahrerlose Autos ohne Lenkrad und Gaspedal auf die Straße bringen zu können. Der größte US-Autokonzern untermauert seine Ambitionen beim umkämpften Zukunftsgeschäft mit Roboter-Taxis und verspricht, den Straßenverkehr sicherer zu machen. "Stellt euch eine Welt ohne Autounfälle vor", heißt es in der Präsentation von GM. Mit den selbstfahrenden Autos wolle der Konzern versuchen, menschliche Fehler - laut GM in 94 Prozent aller Unfälle die Hauptursache - in Zukunft komplett zu verhindern. 

+++ 17.51 Uhr: Nach tödlichen Busunfall in Moskau muss Fahrer in Hausarrest +++ 

Der Unglücksfahrer bei dem schweren Moskauer Busunfall mit vier Toten Ende Dezember muss in Hausarrest auf seinen Prozess warten. Das entschied ein Richter am Freitag in der russischen Hauptstadt. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf U-Haft wurde abgelehnt, wie die Agentur Interfax meldete. Bei dem spektakulären Unfall war der Linienbus auf den Gehsteig geraten und hatte Menschen auf der Treppe einer Fußgängerunterführung überrollt. Mindestens ein Dutzend Menschen wurden verletzt. 

Der Fahrer sprach von einem Versagen der Bremsen. Dagegen sagten Ermittler vor Gericht, das Fahrzeug sei technisch in Ordnung gewesen. Weil der Unfall in der Feststimmung vor Neujahr so ungewöhnlich war, hatten viele Moskauer in der ersten Schrecksekunde einen Terroranschlag vermutet.

+++ 17.17 Uhr: Russisches Militär zerstört Drohnen-Werkstatt in Syrien +++

Das russische Militär in Syrien hat nach eigenen Angaben eine Werkstatt der Regierungsgegner zum Bau von Kampfdrohnen zerstört. Die Werkstatt habe in der von Rebellen kontrollierten westsyrischen Provinz Idlib gelegen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag in Moskau mit. In der Nacht zum 6. Januar hatte die russische Armee einen Schwarmangriff mit 13 selbstgebauten Fluggeräten auf ihre Stützpunkte Hamaimim und Tartus abgewehrt. Die Drohnen waren mit kleinen Sprengkörpern bewaffnet.

+++ 16.57 Uhr: Babyleiche in Mannheim gefunden - noch keine Hinweise auf die Mutter +++

 In einem kleinen See in Mannheim hat ein Fußgänger die Leiche eines Babys gefunden. Der Säugling, ein Mädchen, sei am frühen Morgen im Süden der nordbadischen Stadt entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. "Wie lange die Leiche im Wasser war, ist unklar." Die Obduktion sollte noch am Freitag stattfinden, Ergebnisse liegen aber frühestens nächste Woche vor. Hinweise auf die Mutter des Babys gab es zunächst nicht.

Der Polizei zufolge hatte der Fußgänger den Fund bei einem Spaziergang gemacht. "Der Mann führte kurz nach 9.00 Uhr seinen Hund an dem Gewässer aus, als er die verdächtige Wahrnehmung machte", teilte die Polizei mit. "Wir hoffen stark auf Hinweise aus der Bevölkerung", sagte der Sprecher. 

"Wer hat im Zusammenhang mit der Ablage des Säuglings im Uferbereich beziehungsweise im Wasser des Pfingstbergweihers verdächtige Beobachtungen gemacht?", hieß es im Zeugenaufruf. Zudem erhoffen sich die Ermittler Hinweise zu einer kürzlich beendeten Schwangerschaft, bei der ein Verbleib des Neugeborenen ungeklärt sei. 

+++ 16.13 Uhr: Nackt-Protest bei Präsidentenwahl in Tschechien +++

Nackt-Eklat bei der Präsidentschaftswahl in Tschechien: Eine Aktivistin der Frauenrechtsorganisation Femen ist mit entblößtem Oberkörper schreiend auf Amtsinhaber Milos Zeman losgestürzt, als dieser im Wahllokal seine Stimme abgeben wollte. Sie habe die Aufschrift "Zeman - Putins Schlampe" auf ihrer Brust getragen, berichtete die Agentur CTK. Leibwächter des 73 Jahre alten Staatsoberhaupts überwältigten die junge Frau demnach und brachten Zeman in Sicherheit.

+++ 16.05 Uhr: Verirrte Kuh sorgt für Chaos auf indischem Flughafen +++

Eine verirrte Kuh hat nach Angaben aus Luftfahrtkreisen auf einem Flughafen in Indien für Chaos gesorgt. Das Tier gelangte demnach durch ein Tor für Frachtgüter auf das Gelände des Flughafens der Stadt Ahmedabad und musste vom Sicherheitspersonal vertrieben werden, bevor es die Landebahn erreichte.

Ein Flug aus Abu Dhabi und ein Frachtflugzeug mussten nach Mumbai umgeleitet werden, nachdem einer der Piloten das Tier entdeckt hatte. Mehrere Ankünfte und Starts verzögerten sich. Es habe mehr als 90 Minuten gedauert, bis der Wachdienst und Feuerwehrleute die Kuh vertreiben konnten. Die indische Flughafenbehörde ordnete eine Untersuchung wegen möglicher "Fahrlässigkeit" an.

+++ 15.19 Uhr: Spaziergängerin entdeckt auf Ostseeinsel verwittertes Skelett +++

Während eines Strandspaziergangs hat eine Frau auf der Ostseeinsel Poel bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommern Teile eines menschlichen Skeletts entdeckt. Die Knochen waren derart stark verwittert, dass sie wahrscheinlich mehrere Jahrzehnte an dem schwer zugänglichen, steilen Küstenabschnitt lagen, wie die Polizei in Wismar mitteilte. Kriminalisten brauchten demnach mehrere Stunden, um sie aus dem aufgeweichten Untergrund zu bergen und die Umgebung nach weiteren Spuren abzusuchen.

Rechtsmediziner sollen nun untersuchen, wie alt die Knochen sind, wie lange sie an der Küste Poels lagen und ob sich Hinweise ergeben, dass der Tod durch eine Straftat verursacht wurde. Die Ermittler werden zudem die Identität der oder des Toten zu klären versuchen.

+++ 15.51 Uhr: Britischer Chirurg für Gravur auf Organen zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt +++

Ein britischer Chirurg, der bei Operationen seine Initialen in die Organe der Patienten eingravierte, ist zu einem Jahr gemeinnütziger Arbeit und einer Geldstrafe von umgerechnet 11.230 Euro verurteilt worden. Das Gericht in Birmingham warf dem 53-jährigen Arzt "professionelle Arroganz" vor, die in "kriminelles Verhalten" gemündet sei.

Der Arzt hatte bereits im Dezember gestanden, bei zwei Lebertransplantationen im Queen-Elizabeth-Krankenhaus in Birmingham seine Initialen auf den eingesetzten Organen hinterlassen zu haben. Mit einem sogenannten Argon-Laser hatte er die Buchstaben eingraviert. Laut britischen Medienberichten fiel die Gravur "SB" bei einem der beiden Opfer während einer Nachfolge-Operation auf.

+++ 15.51 Uhr: Kamp-Karrenbauer auf ärztlichen Rat weiter im Krankenhaus +++

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bleibt nach ihrem Autounfall in Brandenburg vorerst im Krankenhaus. Ihr Gesundheitszustand werde über das Wochenende beobachtet, sagte Regierungssprecherin Anne Funk. Neben Kramp-Karrenbauer waren auch ihr Fahrer und zwei Personenschützer bei dem Unfall auf der Autobahn 10 südwestlich von Potsdam verletzt worden. Einer der Personenschützer soll ebenfalls über das Wochenende im Krankenhaus bleiben.

Am Montag wollten die Ärzte entscheiden, ob Kramp-Karrenbauer und der Personenschützer entlassen werden können, sagte die Sprecherin weiter. Sie betonte, dass die Ministerpräsidentin nur leicht verletzt worden sei.

+++ 15.17 Uhr: Mutter greift Tochter und Freundin im Friseursalon mit Messer an +++

In einem Friseursalon in Pleidelsheim bei Ludwigsburg hat eine Frau mit einem Messer auf ihre Tochter und deren Freundin eingestochen. Die beiden 18-Jährigen wurden schwer verletzt. Die Hintergründe der Tat waren laut Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag noch unklar. Ein Zeuge habe die 41-Jährige überwältigt und so womöglich Schlimmeres verhindert. Ein Haftrichter schickte die Verdächtige wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. 

+++ 14.44 Uhr: Geiselnehmer erbeuten größere Mengen Gold in der Schweiz +++

Sechs Geiselnehmer haben in der Schweiz eine größere Menge Gold erbeutet und sind damit vermutlich über die Grenze nach Frankreich geflüchtet. Die Bande habe am frühen Morgen die Familie eines Goldhändlers in ihrem Haus in La Chaux-de-Fonds in ihre Gewalt gebracht, wie die Kantonspolizei Neuenburg mitteilte. Sie zwangen den Vater, größere Menge Gold aus seiner Spezialfirma für Edelmetalle, Cendror, zu holen und es ihnen auszuhändigen.

Nach Angaben von Polizeisprecher Pierre-Louis Rochaix hatten die Männer außer dem Firmenchef auch dessen Frau und ihr rund zehnjähriges Kind als Geiseln genommen. Körperliche Gewalt schienen sie dabei nicht angewandt zu haben, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 14.24 Uhr: Sicherheitsdienst: Terrorgefahr in Dänemark weiter ernst +++

Der dänische Sicherheitsdienst PET stuft die Terrorgefahr im Land weiter als ernst ein. Zwar sei die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) geschwächt, so dass groß angelegte und aus IS-Gebieten gesteuerte Angriffe unwahrscheinlicher würden, aber ein hohes Risiko gehe von radikalisierten Heimkehrern aus, teilte der Dienst mit.

Demnach haben sich mindestens 150 Menschen aus Dänemark seit 2012 militanten Gruppen in Syrien und dem Irak angeschlossen. Rund ein Fünftel davon sei noch immer im Konfliktgebiet. "Viele werden bleiben und kämpfen, doch einigen werden versuchen, nach Hause zu kommen", erklärte der Sicherheitsdienst. Außerdem könnten Heimkehrer aus anderen europäischen Ländern in Dänemark Anschläge verüben.  

+++ 13.55 Uhr: Trump bestreitet "Drecksloch"-Bemerkung über Länder +++

US-Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, wonach er bestimmte Herkunftsländer von Migranten als "Drecksloch-Staaten" bezeichnet haben soll. "Die Sprache, die ich bei dem Daca-Treffen benutzt habe, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde", schrieb Trump auf Twitter. Bei dem Treffen ging es um einen Kompromiss in der Einwanderungspolitik, der auch eine Lösung für das sogenannte Daca-Programm vorsieht. Dieses bietet bislang hunderttausenden jungen Migranten Schutz.

Laut "Washington Post" und anderen US-Medien soll Trump bei dem Treffen mit Senatoren am Donnerstag gefragt haben, warum die USA so viele Menschen aus "Drecksloch-Staaten" aufnehmen müssten. Er zeigte sich damit den Berichten zufolge frustriert über Vorschläge von Senatoren, Migranten aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern im Rahmen eines Einwanderungsdeals einen Schutzstatus zu geben. 

+++ 13.26 Uhr: Milliardenüberschuss im Bundeshaushalt +++

Der Bundeshaushalt verzeichnet nach vorläufigen Zahlen einen Überschuss von 5,3 Milliarden Euro für das Jahr 2017. Das teilte das Bundesfinanzministerium mit. Damit habe der Bund das vierte Jahr in Folge keine neuen Schulden aufgenommen. Das Geld soll wie schon in den Vorjahren in den Finanzpuffer für den Umgang mit Flüchtlingen (Flüchtlingsrücklage) fließen.

+++ 12.54 Uhr: Fall Kim Wall: Polizei gibt Suche auf +++

Die Kopenhagener Polizei sucht im spektakulären U-Boot-Fall nicht länger nach Beweisstücken im Meer. "Wie es jetzt aussieht, gibt es keinen Grund, weiter mit Schiffen oder Tauchern im Wasser zu suchen", sagte Abteilungsleiter Jens Møller Jensen der Zeitung "BT". "Wir haben alle Körperteile von Kim Wall gefunden - einen Torso, einen Kopf, Beine und zwei Arme." Zuletzt hatte die Polizei allerdings noch nach den Handys der Toten und des dänischen Erfinders Peter Madsen gesucht.

Madsen wird vorgeworfen, Wall an Bord seines selbstgebauten U-Bootes "Nautilus" getötet und die Leiche sexuell missbraucht zu haben. Er selbst spricht von einem Unfall. Er sei an Deck des U-Bootes gewesen, als die 30-Jährige im Inneren möglicherweise an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sei. Die Leiche der jungen Frau wurde - zerstückelt und mit mehreren Messerstichen im Unterleib - im Meer gefunden. Madsen gab nach einiger Zeit zu, den Körper zerteilt und über Bord geworfen zu haben. Madsen sitzt seit fünf Monaten in Untersuchungshaft. Der Prozess soll am 8. März beginnen.

+++ 12.46 Uhr: Südkorea will gemeinsames Frauen-Eishockeyteam mit Nordkorea +++

Südkorea will bei den Olympischen Winterspielen im heimischen Pyeongchang im Februar mit Nordkorea eine gemeinsame Eishockey-Frauenmannschaft bilden. Den Vorschlag habe die südkoreanische Seite am Dienstag bei den ersten offiziellen Gesprächen mit Nordkorea seit zwei Jahren gemacht, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag Vizesportminister Roh Tae Kang. Südkoreas Delegation hatte zudem einen gemeinsamen Einmarsch süd- und nordkoreanischer Sportler bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der Spiele angeboten. Das Vereinigungsministerium schlug unterdessen vor, am kommenden Montag auf Arbeitsebene über die Teilnahme Nordkoreas bei den Spielen zu sprechen. 

+++ 12.40 Uhr: Göring-Eckardt und Hofreiter an Grünen-Fraktionsspitze bestätigt +++

Die Grünen im Bundestag haben Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter an ihrer Spitze bestätigt. Göring-Eckardt erhielt 67,7 Prozent der Stimmen, Hofreiter 66,1 Prozent, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. 2013 hatte der Parteilinke Hofreiter rund 80 Prozent der Stimmen erhalten, die Realo-Vertreterin Göring-Eckardt bei einer Gegenkandidatin 65 Prozent.

+++ 12.32 Uhr: Türkei erlässt Reisewarnung für die USA +++

Die Türkei hat als Reaktion auf die Einstufung als riskantes Reiseland durch das US-Außenministerium eine Reisewarnung für die USA erlassen. Das türkische Außenministerium verwies auf die Gefahr durch Terroranschläge und durch "willkürliche Verhaftungen" von Türken in den USA, die auch Staatsbeamte auf Dienstreisen treffen könnten. Das türkische Außenministerium reagierte damit auf ein neues System von US-Reisehinweisen, in denen die Türkei - ebenso wie etwa Pakistan - in die zweithöchste Gefahrenstufe eingeordnet wird.

In dem US-Hinweis wird dazu aufgerufen, Reisen in die Türkei "wegen Terrorismus und willkürlichen Festnahmen" zu überdenken. Die Türkei und die USA hatten erst Ende Dezember ihre Visakrise beigelegt. Nach der Festnahme von einheimischen Mitarbeitern von US-Konsulaten hatten die Vertretungen der USA in der Türkei mitgeteilt, die Ausgabe von Visa zu stoppen.  

+++ 12.29 Uhr: Eigenes Kind an Vergewaltiger verkauft? Weitere Ermittlungen +++

Nach mutmaßlichen Vergewaltigungen eines Neunjährigen und der Festnahme von acht Verdächtigen prüft die Polizei mögliche Verbindungen zu anderen Taten. Hierfür werteten die Ermittler beschlagnahmte Filme und Datenträger aus, sagte eine Sprecherin der Polizei Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

Im Fall des Neunjährigen, den seine Mutter den Ermittlungen zufolge mehr als zwei Jahre lang gegen Geld Männern für Vergewaltigungen überlassen hat, seien alle Verdächtigen in Untersuchungshaft. Es werde nun untersucht, ob es weitere Taten gebe. Einige der Verdächtigen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen schwerer Misshandlung von Kindern vorbestraft. 

+++ 12.22 Uhr: Südkorea will gemeinsam mit Nordkorea bei Olympia-Eröffnung ins Stadion einlaufen +++

Südkorea hat Nordkorea angeboten, bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im kommenden Monat gemeinsam ins Stadion einzulaufen. Bei den jüngsten bilateralen Gesprächen seien "verschiedene Vorschläge" gemacht worden, darunter das gemeinsame Einlaufen ins Olympiastadion sowie die Bildung eines gemeinsamen Eishockey-Frauenteams, sagte Südkorea Vize-Sportminister Roh Tae Kang laut der Nachrichtenagentur Yonhap.

+++ 12.16 Uhr: Mesale Tolu fordert von Bundesregierung Härte gegenüber Türkei +++

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu hat nach ihrer Entlassung aus türkischer Untersuchungshaft die Bundesregierung aufgefordert, den Druck auf Ankara aufrechtzuerhalten. Deniz Yücel und etwa 150 weitere Journalisten säßen noch immer in der Türkei im Gefängnis. "Wir dürfen jetzt nicht wegsehen", sagte Tolu dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Gegen die türkischen Behörden erhob sie schwere Vorwürfe. Die Untersuchungshaft werde missbraucht, um Regierungskritiker zu bestrafen: "Die Regierung versucht, mithilfe der Justiz den Journalismus zu kriminalisieren."

 

+++ 11.59 Uhr: Schwer verletzter Fußgänger liegt nach Unfall stundenlang auf Straße +++

Ein Autofahrer hat in Frankfurt am Main spätabends einen Fußgänger angefahren und den schwer verletzten Mann einfach liegenlassen. Das 65 Jahre alte Unfallopfer wurde erst nach etwa sechseinhalb Stunden am frühen Morgen von einem zufällig vorbeikommenden Radfahrer entdeckt, wie die Polizei berichtete. Der Verletzte wurde stark unterkühlt und mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Er sei nicht in Lebensgefahr, müsse aber operiert werden, sagte ein Polizeisprecher.

Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Seckbach auf einer schlecht beleuchteten Straße. Der 65-Jährige sei auf dem Weg von der Kleingartenanlage nach Hause gewesen, berichtete ein Polizeisprecher. Er habe ausgesagt, gegen 23.00 Uhr von einem schwarzen Auto frontal erfasst und auf einen Grünstreifen geschleudert worden zu sein. Der Fahrer sei anschließend geflüchtet.

+++ 11.55 Uhr: Verbraucherschützer warnen vor Rückruf-SMS einer Anwaltskanzlei +++

Verbraucherschützer haben vor einer Rückruf-SMS einer Anwaltskanzlei gewarnt und Betroffenen geraten, nicht auf die Forderungen einzugehen. Die Nachricht könne einer Kanzlei zugeordnet werden, die hauptsächlich im Inkassowesen tätig sei, erklärte die Verbraucherzentrale Bayern. Von dem geforderten Rückruf rate sie dennoch ab. Seriöse Inkasso-Unternehmen machten ihre Ansprüche schriftlich geltend und gäben dabei Auftraggeber und Grund für die Forderung an.

Bei einem Rückruf könne versucht werden, "an aktuelle Daten des Verbrauchers wie Anschrift, Geburtsdatum und Kontodaten zu gelangen", warnte die Verbraucherzentrale. Eine Pflicht zur Bekanntgabe dieser Daten gebe es nicht. Die Verbraucherschützer warnten vor diesem Hintergrund auch vor falschen E-Mails und SMS von angeblichen Inkassofirmen. Auch diese seien vermehrt in Umlauf.

+++ 11.46 Uhr: UNO: Trump-Wortwahl zu Heimatländern von Migranten "rassistisch" +++

Die UNO hat die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump zu den Herkunftsländern bestimmter Migranten als "rassistisch" und "schockierend" verurteilt. "Man kann das nicht anders nennen als 'rassistisch'", sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf, Rupert Colville. Trump hatte Herkunftsländer von Einwanderern aus Afrika sowie Haiti laut Medienberichten als "Drecksloch-Länder" bezeichnet.

+++ 11.28 Uhr: Nach Absage von AfD-Parteitag: Landeschef-Gegner planen Treffen +++

Nach der Absage des Sonderparteitags der niedersächsischen AfD wollen sich Gegner des umstrittenen Landeschefs Paul Hampel trotzdem am Samstag in Hannover treffen. "Möglicherweise haben nicht alle Mitglieder die Absage per Post rechtzeitig bekommen.

Deshalb werden wir dort sein", sagte Vize-Landeschef Oliver Westphal der Deutschen Presse-Agentur. Ein Parteitag sei das Treffen aber nicht. Am Donnerstagabend hatte der Landesvorstand den Sonderparteitag, auf dem über Hampels Abwahl entschieden werden sollte, überraschend abgesagt. Hampel hatte dies mit einer unsicheren Rechtslage wegen mehrerer Einladungen begründet.

+++ 11.08 Uhr: Vier Tote bei erneuten Plünderungen in Venezuela +++

In dem unter Lebensmittelengpässen leidenden Venezuela sind bei erneuten Plünderungen nach Berichten von Opposition und Medien vier Menschen getötet worden. Weitere 15 seien bei den Unruhen am Donnerstag (Ortszeit) verletzt worden, hieß es. Insgesamt stieg die Zahl der Toten bei den jüngsten Plünderungen in dem Land damit auf sechs.

In der Stadt Arapuey im Westen Venezuelas würden Plünderer seit mehreren Tagen Geschäfte und Warenhäuser ins Visier nehmen, sagte der Oppositionspolitiker Carlos Paparoni. Dabei sei es zu Auseinandersetzungen zwischen den Plünderern und Soldaten gekommen. Rund hundert Menschen seien festgenommen worden. Nach Angaben der Oppositionspolitikerin Gaby Arellano wurde die Region von Polizisten und Soldaten "übernommen". Ladenbesitzer würden versuchen, ihr Eigentum zu verteidigen.

+++ 10.52 Uhr: Berichte: Konservative Minderheitsregierung in Norwegen steht +++

Vier Monate nach der Wahl steht in Norwegen Berichten zufolge eine bürgerlich-konservative Minderheitsregierung. Die Parteispitzen der konservativen Høyre, der rechtspopulistischen Frp und der liberalen Venstre seien sich in den Koalitionsverhandlungen einig geworden, berichtete der Fernsehsender NRK. Auf Parteitagen soll demnach am Sonntag über den Koalitionsvertrag abgestimmt werden.

Die konservative Høyre um Ministerpräsidentin Erna Solberg war als zweitstärkste Kraft aus der Wahl im September hervorgegangen. Die stärkste Partei, die sozialdemokratische Arbeiterpartei, konnte mit ihren Partnern keine Regierung bilden.  

+++ 10.49 Uhr: Israel schließt aus Spargründen sieben Auslandsvertretungen +++

Israel will aus Spargründen sieben Auslandsvertretungen schließen. "Das ist Teil des Haushaltes, der heute Morgen verabschiedet wurde", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Um welche Vertretungen es geht, sei noch nicht klar. Bis Ende 2021 sollen sie geschlossen werden.

+++ 10.16 Uhr: Kreuzbandriss: Olympia-Aus für Vizeweltmeister Leitinger +++

Riesenslalom-Vizeweltmeister Roland Leitinger verpasst die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Der 26 Jahre alte Skirennfahrer aus Österreich erlitt am Donnerstag beim freien Skifahren auf der Reiteralm einen Kreuzbandriss im rechten Knie, wie sein Skiverband am Abend mitteilte. Auch die deutschen Riesenslalom-Fahrer Felix Neureuther und Stefan Luitz verpassen die Winterspiele in Südkorea wegen Kreuzbandrissen.

+++ 10.06 Uhr: Feuer im Bahnhof von Nottingham +++

Im Bahnhof der britischen Stadt Nottingham hat es gebrannt. Der Zugverkehr wurde gestoppt und das Gebäude evakuiert. Nach Angaben der Feuerwehr erreichten die Flammen sogar das Dach. Im Kurznachrichtendienst Twitter berichteten Augenzeugen von dicken Rauchwolken, die aus dem Bahnhof in der mittelenglischen Stadt drangen. Nach ersten Erkenntnissen der Rettungskräfte wurde niemand verletzt. Dutzende Feuerwehrleute waren vor Ort. Die Brandursache war zunächst unklar.

+++ 9.59 Uhr: Tote Dreijährige in Solingen - "massive Gewalteinwirkung" +++

Im Fall einer toten Dreijährigen in Solingen gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus. Die Obduktion habe eine "massive äußere Gewalteinwirkung" ergeben, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Das Mädchen hatte demnach innere Blutungen und sei zudem verbrüht worden. "Das in Kombination war nicht zu überleben."

Der tatverdächtige Freund der Mutter soll den Angaben zufolge am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der 18-Jährige, ein gebürtiger Solinger, war nach der Tat am Mittwochabend festgenommen worden. Zuvor hatte die 24 Jahre alte Mutter einen Notarzt alarmiert, weil ihre Tochter nicht mehr atmete. 

+++ 9.40 Uhr: Angeklagter im Barmbeker Messerstecher-Prozess geständig +++

Der Angeklagte im Mordprozess um das Messerattentat in einem Hamburger Supermarkt hat zu Prozessbeginn von seinem Anwalt ein Geständnis verlesen lassen. "Er bekennt sich in allen Anklagepunkten ausdrücklich schuldig", erklärte der Anwalt des 26-jährigen Palästinensers am Freitag.

+++ 9.18 Uhr: Mordprozess nach Messerattacke in Hamburger Supermarkt begonnen +++

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat der Mordprozess gegen den Messerstecher von Hamburg-Barmbek begonnen.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem 26-jährigen Palästinenser Ahmad A. Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Der abgelehnte Asylbewerber soll aus einer islamistischen Gesinnung heraus in einer Edeka-Filiale einen 50-Jährigen erstochen und anschließend sechs weitere Menschen verletzt haben. Dabei sei es ihm darum gegangen, "möglichst viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens zu töten", erklärte die Anklagebehörde. Der Mann muss sich vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts verantworten. Die Anklage hält ihn für voll schuldfähig.

+++ 8.58 Uhr: US-Präsident Trump sagt Besuch in Großbritannien ab +++

Angeblich aus Ärger über den neuen Standort der US-Botschaft in London will US-Präsident Donald Trump nicht zur Eröffnung im nächsten Monat nach Großbritannien reisen.

Er sei kein großer Fan von der unter seinem Amtsvorgänger Barack Obama getroffenen Entscheidung, den bisherigen Sitz in bester Lage für "Peanuts" zu verkaufen und eine neue Botschaft für 1,2 Milliarden Dollar (etwa 1 Milliarde Euro) an einem abseitigen Standort zu bauen, twitterte Trump. "Schlechter Deal. Da werde ich kein Band durchschneiden!"  

+++ 8.49 Uhr: Dschungelcamp: zwölf "Stars" für die zwölfte Staffel +++

Zwölf mehr oder minder bekannte "Stars" für die zwölfte Staffel: Am 26. Januar (21.15 Uhr) startet der Kölner Privatsender RTL einen neuen Durchgang des Trash-Klassikers "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Wer sich als Kandidat nach gut zwei Wochen im australischen Dschungel nach diversen Ekelspielen und Abstimmungen gegen die Konkurrenz durchsetzt, darf sich "Dschungelkönigin" oder "Dschungelkönig" nennen.

Und das sind die Teilnehmer, die nach "Down under" fliegen: Ex-Fußballprofi Ansgar Brinkmann, 48, Transgender-Model Giuliana Farfalla,21, Schlagersängerin Jenny Frankhauser, 25, "Bachelorette"-Gewinner 2017 David Friedrich, 28, Fotomodel Tatjana Gsell, 46, Reality-TV-Darsteller Matthias Mangiapane, 34, Sänger Daniele Negroni, 22, Designerin Natascha Ochsenknecht, 53, Schauspielerin Sandra Steffl, 47, "Bachelor"-Vierte 2017 Kattia Vides, 29, Schlagersängerin Tina York, 63, und Soulsänger Sydney Youngblood, 57. 

+++ 8.41 Uhr: Bericht: Parteitag der niedersächsischen AfD abgesagt +++

Der für das Wochenende geplante Landesparteitag der niedersächsischen AfD ist einem Bericht zufolge überraschend abgesagt worden. Wie die "Welt" berichtete, teilte dies der AfD-Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel den Parteimitgliedern am frühen Donnerstagabend per Mail mit. Der Landesvorstand entschied demnach mehrheitlich, den ursprünglich für Samstag und Sonntag in Hannover angesetzten Landesparteitag "endgültig abzusagen".

Als Grund nannte Hampel laut "Welt" eine Entscheidung des niedersächsischen AfD-Landesschiedsgerichts, wonach die durch den Landesvizechef Jörn König ergangene Einladung zu dem Landesparteitag aus formalen Gründen nicht als rechtsgültig anerkannt werden könne. Zudem sei eine von ihm selbst ergangene Einladung vor dem Landesschiedsgericht bereits angefochten worden, hieß es.

+++ 8.37 Uhr: Kreise: Chefs erzielen Durchbruch bei Sondierung für große Koalition +++

Die Partei- und Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei ihren Sondierungen über eine Fortsetzung der großen Koalition einen Durchbruch erzielt. Eine endgültige Einigung der Sondierer hänge aber noch von der Zustimmung beider Sondierungsgruppen ab, hieß es am Freitagmorgen in Teilnehmerkreisen in Berlin.

+++ 8.32 Uhr: Türkei stellt 1800 entlassene Beamte wieder ein +++

Die Türkei stellt 1800 nach dem gescheiterten Putsch entlassene Beamte wieder ein. Das berichtete die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf ein entsprechendes Dekret. Im Fall der betroffenen Beamten ging es um den Vorwurf des Herunterladens verschlüsselter Botschaften; zuletzt hatten die Behörden jedoch erklärt, die entsprechende App sei von tausenden Menschen ohne deren Wissen heruntergeladen worden.

+++ 8.10 Uhr: Behörden melden noch 43 Vermisste nach Schlammlawinen in Kalifornien +++

Nach den verheerenden Schlammlawinen in Kalifornien werden nach Behördenangaben noch dutzende Menschen vermisst. "Wir suchen derzeit noch nach 43 Menschen und versuchen herauszufinden, ob sie tatsächlich vermisst werden", sagte der Sheriff des Landkreises Santa Barbara, Bill Brown. Die Zahl der Vermissten ändere sich ständig. Diejenigen, die noch unauffindbar seien, könnten auch noch ausfindig gemacht werden. Zugleich warnte Brown, die Zahl der Toten könnte noch steigen. Bislang kamen nach Behördenangaben 17 Menschen bei der Unwetterkatastrophe ums Leben.

 

+++ 8.00 Uhr: Sondierungen über große Koalition steuern auf 24-Stunden-Marke zu +++

Die Sondierungen der Spitzen von CDU, CSU und SPD steuern auf die rekordverdächtige Dauer von 24 Stunden zu. Die ersten Unterhändler waren am Donnerstagmorgen gegen 8.00 Uhr im Willy-Brandt-Haus eingetroffen, der SPD-Zentrale in Berlin. Die Parteichefs, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Horst Seehofer (CSU), hatten ihre Arbeit gegen 9.30 Uhr aufgenommen. Die ganze Nacht durch war hart verhandelt worden. Zunächst hatten sich die Gespräche stundenlang an den zentralen Themen Migration sowie Finanzen und Steuern verhakt. Auch gegen 7.30 Uhr am Freitagmorgen gab es noch keine Bestätigung für einen Durchbruch bei den Verhandlungen.

+++ 7.58 Uhr: "Wer hier pisst, stirbt": Club wehrt sich gegen Wildpinkler +++

 Im Kampf gegen Wildpinkler setzt ein Club in Stuttgart auf eine drastische Aktion. "Wer hier pisst, stirbt" ist auf einem Schriftzug an dem Lokal in der Innenstadt zu lesen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine ernst gemeinte Drohung, sondern um ein Kunstwerk, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichten. Bekommen haben es die Clubbetreiber demnach bei der Fotoausstellung eines Künstlers im Juli 2015. Nun hängt es dort im Kampf gegen Wildpinkler.

Wirklich abzuschrecken scheint es die aber nicht: Sie und ihr Personal müssten auch nach der Installation täglich zu Gießkanne und Chlor greifen, um Flüssigkeiten und Gerüche zu verbannen, sagte Ninette Sander vom Club "White Noise" den Blättern. "Der Gestank weht durch die ganze Passage." Der Club liegt an der Unterführung eines U-Bahnhofs. 

+++ 7.55 Uhr: Tchibo bietet Baby- und Kinderkleidung zum Mieten an +++

Die Kaffee- und Handelskette Tchibo wird künftig in ihren Filialen auch Baby- und Kinderkleidung zum Mieten anbieten.
Damit wird der Konzern mit einem Geschäftsmodell aktiv, das unter der Überschrift "Sharing Economy" (Wirtschaft des Teilens) die schonende Nutzung von Ressourcen mit Kostenvorteilen für die Verbraucher in Einklang zu bringen versucht. "Je länger und häufiger ein Produkt genutzt wird, umso besser für die Umwelt", sagte Tchibo-Direktorin Nanda Bergstein in Hamburg. Die Kunden sollen die Öko-Kleidung für Preise um die vier Euro je Teil und Monat mieten können.

+++ 7.52 Uhr: Dündar warnt Bundesregierung vor "schmutzigem Deal" mit Erdogan +++

Der türkische Exil-Journalist Can Dündar hat die Bundesregierung vor einem "schmutzigen Deal" mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gewarnt. "Die deutschen Inhaftierten sind Geiseln. Kauft Deutschland Geiseln mit schmutzigen Deals frei, fühlt sich Erdogan ermutigt, gleich die nächsten Journalisten einzukerkern, weil seine brutale Methode funktioniert", sagte Dündar der "Nordwest-Zeitung". Die Freiheit für Deniz Yücel hätte "einen viel zu hohen Preis", fügte der ehemalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur hinzu. 

+++ 6.47 Uhr: Harz: Mann flüchtet mit Tempo 250 vor der Polizei +++

Gefährliche Verfolgungsjagd im südlichen Harz: Ein Autofahrer ist mit seinem Geländewagen in der Nacht vor einer Polizeistreife davongerast, teilweise mit mehr als 250 Kilometern pro Stunde. Ungefähr eine halbe Stunde blieben die Beamten an dem Flüchtenden dran, wie die Polizei mitteilte. Der Mann raste durch mehrere Orte im niedersächsischen Landkreis Osterode am Harz und auch kurz durch den thüringischen Landkreis Eichsfeld. Schließlich entwischte er der Polizei. Nun sucht sie nach dem silbernen Geländewagen und seinem Fahrer. Die Beamten hatten den Mann in Bad Lauterberg im Harz kontrollieren wollen. Dann trat dieser das Gaspedal durch.

+++ 5.49 Uhr: Reuters: Trump verlängert Iran-Sanktionsstopp +++

US-Präsident steigt einem Insider zufolge vorerst nicht aus dem Atomabkommen mit dem Iran aus. Er habe sich entschieden, den Sanktionsstopp zu verlängern, sagte eine mit dem Beschluss vertraute Person, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Er werde allerdings den europäischen Partnern und dem US-Kongress eine Frist für Verbesserungen an dem Vertrag setzen. Ohne diese würde er sich die Option offenhalten, aus dem Abkommen auszusteigen. Eine Erklärung des US-Präsidialamts wird für heute erwartet. An diesem Tag endet die Frist, bis zu der Trump entscheiden kann, ob die Strafmaßnahmen ausgesetzt bleiben oder neue verhängt werden. Zugleich verhängte Trump aber neue gezielte Sanktionen gegen iranische Unternehmen und Personen.

+++ 4.55 Uhr: GroKo-Sondierungen: Verhandlungen als über Griechenland und Ukraine +++

Union und wollen ihre Sondierungsgespräche abschließen. Bis zum Freitagmorgen soll feststehen, ob CDU, CSU und SPD genügend Gemeinsamkeiten sehen, um ihren Parteien die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu empfehlen. Die Sondierungen zwischen Union und SPD dauern nun 19 Stunden. Das ist länger als die Verhandlungen über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und über ein Friedensabkommen für die Ostukraine in Minsk. Damals musste Kanzlerin Angela Merkel jeweils 17 Stunden verhandeln.

+++ 4.35 Uhr: 600 Japaner verbringen Nacht wegen Schneesturms in Zug +++

Weil ihr Zug in gewaltigen Schneemassen stecken blieb, haben rund 600 Fahrgäste in Japan die Nacht im Abteil verbracht. Fünf von ihnen wurde unwohl, ein Mann musste in eine Klinik gebracht werden, wie Einsatzkräfte bekanntgaben. Seit Tagen werden weite Teile von heftigen Schneestürme erfasst. Der öffentliche Verkehr wurde teils massiv behindert. Die am Japan-Meer gestrandeten Fahrgäste in der stets schneereichen Provinz Niigata hatten Glück im Unglück: Licht und Heizung funktionierten einwandfrei, hieß es.

+++ 4.20 Uhr: Japan tötet wegen Vogelgrippe erneut 92.000 Hühner +++

In Japan sind erneut 92.000 Hühner wegen eines Vogelgrippe-Ausbruchs getötet worden. Einsatzkräfte keulten die Tiere auf einer Geflügelfarm in Sanuki in der Provinz Kagawa, nachdem ein besonders ansteckender H5-Typ auf dem Hof nachgewiesen worden war, wie Medien berichteten. Es ist der erste Fall von Vogelgrippe in Japan in diesem Winter. Rund ein Jahr zuvor hatte es auf Gehöften in gleich mehreren Provinzen des Landes Fälle von Vogelgrippe gegeben. Hunderttausende Hühner wurden dort gekeult.

+++ 3.50 Uhr: Trump nennt afrikanische Staaten und Haiti "Drecksloch"-Länder +++

Bei den Beratungen über ein neues Einwanderungsgesetz hat sich US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge verächtlich über Migranten aus Afrika und Haiti geäußert. Die Zeitung "Washington Post" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Teilnehmer der Gespräche, Trump habe gefragt, warum so viele Menschen aus "Drecksloch-Ländern" in die USA kämen. Die "New York Times" zitierte den Präsidenten ebenfalls mit dieser Äußerung.

+++ 3.09 Uhr: Italienische Küstenwache rettet 264 Flüchtlinge vor Kalibrien +++

Die italienische Küstenwache hat vor der Küste Kalabriens 264 gerettet. Ihr Boot sei von einem Flugzeug der EU-Grenzschutzbehörde Frontex gesichtet worden, teilte ein Sprecher der Küstenwache mit. Es sei wahrscheinlich aus der Türkei gekommen. An der Rettungsaktion vor der süditalienischen Hafenstadt Crotone waren demnach mehrere Schiffe der Küstenwache und ein im Auftrag von Frontex fahrendes britisches Schiff beteiligt.

+++ 2.51 Uhr: Facebook rückt Beiträge von Unternehmen und Medien in den Hintergrund +++

-Nutzer werden künftig prominenter Beiträge von Freunden und Familie statt von Unternehmen, Medien und politischen Gruppen zu sehen bekommen. Damit solle das weltgrößte Online-Netzwerk wieder stärker auf das ursprüngliche Ziel ausgerichtet werden, persönliche Verbindungen zu ermöglichen, schrieb Mark Zuckerberg in einem Facebook-Beitrag. "Ich ändere das Ziel für unsere Produkt-Teams: Statt sich darauf zu konzentrieren, ihnen beim Finden relevanter Inhalte zu helfen, sollen sie Ihnen helfen, bedeutsamere soziale Beziehungen zu haben", erklärte Zuckerberg.  

+++ 2.06 Uhr: Fatih Akins Film "Aus dem Nichts" gewinnt weiteren Hollywood-Preis +++

Der Film "Aus dem Nichts" des Hamburger Regisseurs Fatih Akin hat in Hollywood einen weiteren Preis gewonnen. Bei der Verleihung der Critics' Choice Awards wurde das NSU-Drama zum besten nicht-englischsprachigen Film gekürt. Es setzte sich in dieser Sparte unter anderem gegen die schwedische Satire "The Square", das französische Aids-Aktivisten-Drama "120 BPM" und das Kambodscha-Kriegsdrama "First They Killed My Father" von Regisseurin Angelina Jolie durch. Akin hatte am Sonntag den Golden Globe für den besten Auslandsfilm in Empfang genommen. "Aus dem Nichts" ist in diesem Jahr auch der deutsche Oscar-Kandidat.

+++ 1.58 Uhr: Erster Autosalon für Frauen in Saudi-Arabien +++

Der erste Autosalon nur für Frauen hat im saudiarabischen Dschiddah seine Tore geöffnet. Bevor sie sich in fünf Monaten erstmals offiziell hinters Steuer setzen dürfen, können sich Frauen das passende Auto für den historischen Moment aussuchen. Ein komplett weibliches Verkäuferteam berät die Kundinnen auch in Fragen der Finanzierung. In dem erzkonservativen Königreich war Ende September das Fahrverbot für Frauen aufgehoben worden, gegen das Menschenrechtsaktivisten mehr als drei Jahrzehnte gekämpft hatten. Ab Juni dürfen Frauen Auto und Motorrad fahren sowie Lastwagen steuern.

+++ 1.32 Uhr: Intel-Chef verspricht nach Chip-Schwachstelle Transparenz +++

Nach der Kritik im Zusammenhang mit der jahrelangen Schwachstelle in Computer-Chips hat Intel-Chef Brian Krzanich mehr Transparenz zugesagt. Intel werde häufig über die Verbreitung der nötigen Software-Updates und ihre Wirkung auf die Leistung der Computer veröffentlichen, schrieb Krzanich in einem offenen Brief. Außerdem versicherte er, dass der Chipkonzern verantwortungsvoll über neu entdeckte Schwachstellen informieren werde.

Krzanich bekräftigte, dass Intel bis zum 15. Januar Sicherheits-Aktualisierungen für 90 Prozent seiner Prozessoren auf den vergangenen fünf Jahren veröffentlichen werde.Die vergangenes Jahr entdeckte Sicherheitslücke war von Unternehmen der Branche bis Anfang Januar geheimgehalten worden, um sie zu studieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Intel ist stark davon betroffen.

+++ 1.26 Uhr: Ringen um Sondierungsergebnis bis in die Morgenstunden +++

Bis in die frühen Morgenstunden haben die Unterhändler von Union und SPD am Freitag um ein tragfähiges Gesamtergebnis ihrer Regierungssondierungen gerungen. Zentrale Probleme waren bis zuletzt die Finanz- und die Flüchtlingspolitik, wie die Deutsche Presse-Agentur in Berlin erfuhr. Aber auch bei Themen wie Rente und Gesundheit hakte es. Teilnehmer erwarteten Verhandlungen bis zum Morgengrauen. Ein Scheitern der Sondierungen war bis zuletzt nicht ausgeschlossen worden, ebenso wie eine Vertagung. 

+++ 0.52 Uhr: Schlammlawinen in Kalifornien - vier Kinder unter den 17 Todesopfern +++

In den schweren Schlammlawinen in Kalifornien sind nach Angaben der Behörden auch vier Kinder ums Leben gekommen. Die 17 Todesopfer seien identifiziert worden, teilte die Polizei im Bezirk Santa Barbara mit. Ein dreijähriges Mädchen ist demnach das jüngste Opfer, ein 89-jähriger Mann das Älteste. Acht Personen gelten noch als vermisst. Die Rettungsarbeiten in den überfluteten Gebieten dauerten an. Hunderte Helfer suchten auch am Donnerstag noch nach Überlebenden.

In der Region um die Stadt Montecito, rund 150 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, waren am Dienstag nach heftigen Regenfällen mehrere Schlammlawinen niedergegangen. Dutzende Gebäude wurden von Wasser und Geröll mitgerissen. Mehr als 300 Menschen, die von den Fluten eingeschlossen waren, mussten teilweise aus der Luft gerettet werden.

+++ 0.21 Uhr: Trump vor Gesundheits-Check zum Scherzen aufgelegt +++

Am Vorabend einer ärztlichen Routineuntersuchung hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich gezeigt - und zum Scherzen aufgelegt. "Ich denke, es wird sehr gut verlaufen", sagte Trump, etwas anderes würde ihn überraschen. "Es sollte auch gut verlaufen, sonst wird die Börse nicht glücklich sein", fügte er hinzu.

Der 71-jährige Präsident begibt sich am Freitag in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus bei Washington. Anschließend wird das Weiße Haus darüber informieren, detaillierte Informationen über die Untersuchungsergebnisse soll es am Dienstag geben.

fs/wue/DPA/AFP